Hilfe - Suche - Mitglieder - Kalender
Vollansicht: allgem. Eishockeysport-Infos
Eishockey-Leipzig.de Forum > Eishockey > Hockey global
Seiten: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18
Bärliner
Willkommen in der alten Welt

Immer mehr Eishockey-Stars gehen nach Europa, weil in der NHL kein Ende der Pause in Sicht ist

Der erste Tag beim neuen Arbeitgeber begann für Erik Cole in einem Baucontainer. Gestern Nachmittag durfte der US-Amerikaner im Presseraum des EHC Eisbären darüber plaudern, warum er denn ab sofort in Berlin spielt. Im Stadtteil Hohenschönhausen – in einer betagten, 5000 Zuschauer fassenden, Halle mit Stehplätzen und Plastiksitzen. Die danach geplante Trainingseinheit mit den Juniors fiel jedoch aus. Von seinen fünf Koffern kam zunächst nur einer in Berlin an. Wellblechpalast statt RBC Center: Dort ist Cole bisher für die Hurricanes über das Eis gekurvt, in der komfortablen Großarena in Raleigh im US-Bundestaat Carolina, vor 19 000 Zuschauern. Doch im RBC Center spielen in den nächsten Tagen Countrystar Dolly Parton und Weltstar Bette Midler und keine Eishockey-Stars: Die Profiliga NHL ist in die größte Krise ihrer Geschichte geschlittert. Alle 30 Klubs der NHL haben ihre Spieler ausgesperrt. „Lock out“ heißt das in Nordamerika.

Die Klubbesitzer wollen eine Obergrenze des Budgets für Spielergehälter – den „Salary Cap“ – einführen, die Spielergewerkschaft wehrt sich dagegen. Die Fronten sind verhärtet. Seit dem 9. September haben beide Parteien nicht mehr miteinander gesprochen. Wann die NHL ihren Spielbetrieb wieder aufnimmt? Keiner weiß es. Also ist Cole in die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) gewechselt. Er ist einer von bereits 210 Spielern aus der NHL, die sich in Europa einen Interims-Arbeitgeber gesucht haben. Schweden, Tschechien, Finnland, die Schweiz, Russland, sogar Italien sind Anlaufstellen für arbeitssuchende NHL-Profis.

Cole ist der zehnte Spieler der Hurricanes, der nach Europa gewechselt ist – zum Leidwesen der Fans in Raleigh. Vor ein paar Tagen sind 1000 Dauerkartenbesitzer der Hurricanes ins RBC Center gekommen. Eigentlich sollte Carolina gegen Atlanta spielen. Stattdessen drängten sich die Fans um das Spielfeld, auf dem Eis standen NHL–Commissioner Gary Bettman und Hurricanes-Eigner Peter Karmanos. Eine ungewöhnliche und für die Fans unbefriedigende Diskussionsrunde. Bettmann sagte Dinge wie: „Wir werden einen Weg finden, auch wenn es erst nächstes Jahr ist.“

Durch den „Salary Cap“ soll der Spieleretat pro Klub auf 30 Millionen Dollar pro Saison beschränkt werden. Der Durchschnittsverdienst eines NHL-Spielers stieg in den vergangenen zehn Jahren von 733 000 auf 1,83 Millionen Dollar. Die New York Rangers entlohnten ihre Mannschaft trotz gesunkener Fernsehpräsenz und Rückgänge im Merchandising mit 80 Millionen Dollar. Viele NHL–Klubs sind wegen der explosiven Entwicklung der Gehälter verschuldet. Der Gesamtverlust der Liga betrug vergangene Saison 224 Millionen Dollar.

Für die Spieler ist die Pause zwiespältig: Einerseits wollen sie nicht auf ihr Geld verzichten, andererseits werden sie dadurch nicht besser. Nur älterere Stars stört das nicht. Der Amerikaner Chris Chelios bereitet sich auf eine Karriere als Bobfahrer vor, bei den Winterspielen in Turin 2006 will er sich für Griechenland in den Eiskanal stürzen. laugh.gif Doch Chelios ist 42 Jahre alt, für den 25-jährigen Erik Cole sieht Lage anders aus. „Der muss spielen, er will noch dazulernen“, sagt Eisbären-Trainer Pierre Pagé. Cole hat einen Einjahresvertrag in Berlin unterschrieben – ohne Ausstiegsklausel und für weit weniger Geld als die 1,5 Millionen Dollar, die er in der NHL verdient hat. „Keiner verzichtet freiwillig auf viel Geld“, sagt selbst Eisbären-Manager Peter John Lee. Aber was ist, wenn ein Spieler nicht glaubt, dass in der NHL die Saison doch noch gespielt wird?

Vor zehn Jahren gab es nach dem ersten „Lock out“ immerhin noch eine verkürzte Saison. Daran glauben immer weniger in Nordamerika. Es gibt nun sogar ein DEL-Internetforum in englischer Sprache: Dort diskutieren NHL-Fans darüber, was ihre Lieblinge in der DEL machen. Ein Anhänger möchte etwa, „dass einem ignoranten Kanadier mal erklärt wird, was der „Deutschland-Cup“ ist, ein anderer freut sich über einen Besuch bei Verwandten in Magdeburg: „Kann mir jemand sagen, wie weit es von dort zum nächsten DEL-Klub ist?“
Auf jeden Fall ist es für die nordamerikanischen Eishockey-Fans im Moment ein weiter Weg zu ihren Stars und für die NHL ein weiter Weg zurück in die Normalität.
Löwenherz
Vielleicht sollte man den Spielern den Anfahrtsweg nach Leipzig geben!! laugh.gif
Bärliner
ZITAT(Löwenherz @ 27th October 2004 - 09:45:14)
Vielleicht sollte man den Spielern den Anfahrtsweg nach Leipzig geben!! laugh.gif

Warum? huh.gif
Aah, Löwi weiss wieder mal mehr!? Leipzig bekommt für Just einen NHL´er mit deutschem Pass!? wink.gif
Bärliner
Hier was NEUES ZUM LESEN !!!

#################################

Schweiz
Ausschreitungen nach Davos-Spiel
Schlägerei endet in lebensgefährlichen Verletzungen



Auf dem Bahnhof Chur ist es nach einem Heimspiel des HCD zu schweren Ausschreitungen zwischen jugendlichen «Eishockey-Fans» gekommen. Wie das Schweizer Fernsehen SF DRS auf seiner Internetseite vermeldet, wurde dabei ein Beteiligter lebensgefährlich verletzt. Die insgesamt sechs von der Kantonspolizei ermittelten Täter hatten sich bereits im Zug verbal attackiert. Zur gewalttätigen Eskalation kam es dann auf den Churer Bahnhof.

Neben dem lebensgefährlich verletzten Jungen Mann mussten noch zwei Weitere Beteiligte stationär behandelt werden.
(sportdaten info)

Eishockeyfans sind faire, brave, liebe, nicht gewaltätige .... wacko.gif
Bärliner
Mal wieder ein "Geschichtelchen" ...

Der Lenz kommt immer wieder
Nach 32 Jahren ist Lorenz Funk beim Berliner Eishockey nur noch Zuschauer

Im "Metzer Eck", der Ur-Berliner Kneipe im Prenzlberg, riecht es aus der Küche nach Gänsekeulen und Grünkohl. Am kleinen Tannenbaum im Fenster schimmern Kerzen wie kleine Hoffnungslichter. Aber Lorenz Funk, der Ur-Bayer von 120 Kilo, hat keinen Hunger. Vorhin nämlich war er dort, wo er hingehört, seit er denken kann: Beim Eishockey. Drüben im Sportforum bei den Eisbären. Als Zuschauer. Nach 32 Jahren als irgendein Zuschauer. Nach 32 Jahren das erste Mal Eishockey in Berlin - ohne den Macher Lenz Funk. "I hab' die Schnauzn erst mal voll vom Eishockey", sagt er und stellt das Weißbierglas ab.
Wenn Funk an die Gänsekeulen von vor einem Jahr denkt, vergeht ihm sowieso der Appetit. Damals roch es im Berliner Saal der Deutschlandhalle nach fetten Zeiten. Mitten drin der Lenz mit seinen fast zwei Metern, beinahe so groß wie die Weihnachtstanne und so standhaft, als sei der alte Berliner Funkturm nebenan nach ihm benannt. Der Präsident und Überzeugungsweltmeister im Schwergewicht hatte eine Portion Hoffnung beschert, daß die drittklassigen Berlin Capitals im Eishockey wieder hochkommen aus der Oberliga. Da würde den Elite-Eisbären da drüben im Osten in ihrer Wellblechhütte das Grinsen schon noch vergehen. Was hatte er, der alte Kämpfer, schließlich nicht schon alles getan für den Verein: Zog die Schlittschuhe wieder an, trainierte plötzlich, nahm 20 Kilo ab und kam für ein Match mit den Caps zurück aufs Eis, vor 3500 Zuschauern. "Am nächsten Tag", erzählt er, "kam ich nicht runter zum Schuhe binden." Auf den Weihnachtsparties ließ er Anträge kursieren, mit denen man Fördermitglied des Vereins werden konnte, für 100 Euro pro Jahr. Gefüllte Gläser, ausgefüllte Anträge, gefüllte Gänsekeulen-Mägen. Die Wirklichkeit war mager.
Das Frühjahr 2004 stieß Funk dann sauer auf, denn das Eishockey im Westen der Stadt verhungerte. Statt dessen die Insolvenz im Mai, die Capitals verschwanden von der Eisfläche. Auch Funk verschwand an Pfingsten, nach 15 Jahren das erste Mal in den Urlaub. Bloß nach Hause, nach Bad Tölz. Vorher hatte die neue Führungsriege des Nachfolgeteams BSC Preussen eine Fandemonstration gegen Funk vor dem Schloß Charlottenburg organisiert. "Es war wie im wilden Westen", sagt Funk bitter enttäuscht, "und ich habe viel zu viele Leute rangelassen, die mich dann im Stich ließen". Es war das Ende einer Achterbahnfahrt auf dem Berliner Eishockey-Markt der Eitelkeiten.
Der blühende Lenz im Eishockey begann nach der Wende, als Lorenz Funk den erfolgreichen Eishockey-Gegenentwurf im Osten der Stadt schmiedete. 1991 stiegen die Männer des SC Dynamo in Hohenschönhausen aus der Bundesliga ab. Dann kam der Funk als Manager rübergemacht und man kletterte gleich wieder hoch, das hatte bis dahin noch keine Truppe in Deutschland geschafft. Dafür hefteten sie ihm das Bundesverdienstkreuz an die Brust. "Wenn ich denen nix beigebracht hab'", scherzt Funk, "aber das Weißbiertrinken schon". Und den passenden Getränkesponsor aus Bayern.
Funk machte die Ostberliner am Rande der grauen Plattenbauten konkurrenzfähig und führte den EHC sogar bis ins Europacup-Finale. Im Herbst 1998 lockte der Tölzer dann Phillip F. Anschutz nach Berlin, ein Jahr später stieg der US-Milliardär als Teameigner ein. "Noch heute können sie dort täglich das Vaterunser beten, daß der noch da ist", meint Funk.
Nach zehn Jahren Funk und EHC aber war das Eis gebrochen. "Das waren zehn Jahre Sauerstoffzelt", sagt er, "ich konnte zum Schluß nicht mehr atmen." Die Diskrepanzen mit Peter John Lee, der Funk als Manager beerbt und zum sportlichen Frühstücksdirektor degradiert hatte, und die Entscheidung des Klubs, auf die Ausrichtung des Continental-Cups als höchstem Wettbewerb im europäischen Eishockey zu verzichten, fällten Funks Entscheidung innerhalb einer Stunde. Im Sommer 2000 war Schluß, er machte wieder rüber, ausgerechnet zu den inzwischen bankrotten Capitals. "Ich habe nie gedacht", sagte er seinerzeit, "daß es so schlimm um die bestellt ist."
Im Berliner Westen war er erst Sportdirektor, dann Präsident. Genau dort, wo er als Stürmer mit dem Schlittschuh-Club Preussen 1976 zum zweiten Mal nach 1974 deutscher Meister wurde. Die Rolex, die jeder im Team dafür vom Springer-Verlag bekam, hängt noch immer an seinem Handgelenk. Die Eishockey-Eminenz, schon mit 18 Torschützenkönig der Bundesliga, versteckt sie immer ein bißchen, denn Luxus paßt irgendwie nicht zu ihm. Funk tickt einfacher.
Zu den Preussen, wo sein Neffe Andreas Brockmann immer noch Trainer ist, geht Funk nicht mehr, garantiert. "Nie wieder", sagt er. "Wenn ich in Berlin bin, bin ich Ossi." Seit 32 Jahren lebt er in der Stadt, wohnt seit 13 Jahren in einem Hotel nahe der Eisbären-Halle. Das "Metzer Eck" ist seine Stammkneipe. Und Eishockey? "Ich mach' wieder was Großes, bestimmt." Was? "Verrate ich noch nicht."
Nur soviel: Als "Selbständiger im Sportmanagement" tourt er jetzt durch die Republik, eine Funksche Ich-AG gewissermaßen. Keiner kann ihm da in die Suppe spucken. "Einen Job als Spielervermittler, als Scout im Eishockey könnte ich mir durchaus vorstellen."
Lorenz Funk bleibt in Berlin, soviel ist sicher. "Ich bin ja erst 57", sagt er und manchmal fragt er sich, "ob sie mir mit dem Hammer aufs Hirn gehauen haben". Der Schädel indes ist hart geblieben, Bayern muß noch ein bißchen warten auf den bayrischen Berliner. "Meine 80 Tauben daheim sind ja versorgt. Ja mei, da sind richtige Athleten drunter." Sohn Florian, jetzt Nachwuchstrainer beim EC Bad Tölz, kümmert sich um die gefiederten Freunde. DEL-Profi Lorenz Funk junior liegt zurzeit auf Eis mit zwei operierten Schultern, früher spielte er mit dem Bruder unter Vaters Ägide bei den Eisbären. Die Söhne haben indes die sportlichen Qualitäten und das Charisma des Vaters nie erreicht.
Seit 1969 ist Lorenz Funk mit Marlene verheiratet, sie arbeitet bei der örtlichen Krankenkasse in Bad Tölz. "Ich bin nur ein paar Mal im Jahr in unserem Haus, vielleicht hat ja deswegen die Ehe und die Liebe so lange gehalten", sagt er. Doch wenn er die Leute daheim im Isarwinkel so sitzen sieht, wie sie tagein, tagaus dasselbe machen, dann muß der Lenz Funk immer seinen großen, kantigen Kopf schütteln: "Das wäre nix für mich, da müßte ich weg."
Aber Weihnachten war er wieder da. Dort liegt wenigstens Schnee und Eis. Und Marlene kommt ihm nicht jedes Jahr mit Gänsekeulen.
[mopo]
Eiskaltes Haendchen
Massenschlägerei unter Eishockey-Junioren


BERLIN (sid). Das Eishockey-Spitzenspiel der Deutschen Nachwuchs-Liga (DNL) zwischen den Eisbären Juniors Berlin und den Jungadler Mannheim (6:8) ist von einer Massenschlägerei überschattet worden. Die Unparteiischen sprachen 269 Strafminuten aus, nachdem in der 46. Minute zahlreiche Spieler beider Teams von der Bank auf das Eis gestürmt waren und sich dort prügelten. "So etwas habe ich noch nie erlebt", sagte Ligenleiter Lüdemann. Insgesamt kassierten sieben Spieler eine Matchstrafe, drei weitere kamen mit einer Spieldauerstrafe davon. Der Kontrollausschuß des Deutschen Eishockey-Bundes wird neben zahlreichen Sperren über die Verteilung möglicher Geldstrafen beraten. Eisbären-Manager Lee war enttäuscht. "Die DNL ist eine gute Sache für das deutsche Eishockey. So etwas hat dort nichts zu suchen." Der Kanadier nahm vor allem auch die Nachwuchstrainer in die Pflicht. "Die sind dafür verantwortlich, wenn Spieler von der Bank ungebeten das Eis betreten."


Text: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.01.2005, Nr. 15 / Seite 34
Bärliner
Jaja, Mannheim und Bärlin - eine wahrhaftig grosse "Liebe" ... biggrin.gif
Ronny Ef
passend dazu die Strafenstatistik :


Eisbären Juniors Berlin - Jungadler Mannheim
6:8 (2:5,2:1,2:2)
Eisbären Juniors Berlin: Abwehr: Kasten, Thomas, Gaab, Gawlik, Hermle,
Kramer, Dinger, - Angriff: Labuhn, Stephan, Berg, Becker, Hauke,
Wunderlich, Konietzky, Rupprich, Weiß, Gall, Schimming, Czernohous,
Saggau,
Jungadler Mannheim: Abwehr: Reul, Maier, Langwieder, Pienitz, Ackermann,
Fischer, Kohl, - Angriff: Ruderer, Schietzold, Oblinger, Pielmeier T.,
Garten, Müller, Krumnisch, Olson, Christ, Mauer, De Raaf, Lost, Geiger,
1. Drittel
0: 1 (03:27) Müller 15 (Mauer, Fischer)
0: 2 (07:38) Garten 12 (Schietzold)
1: 2 (10:45) Weiß 17 (Berg)
1: 3 (13:51) Pielmeier T. 20 (Mauer)
1: 4 (17:26) Schietzold 26 (Pielmeier T.) 4-4
2: 4 (18:26) Weiß 18 (Kramer, Becker)
2: 5 (18:57) Pielmeier T. 21
Strafen: Krumnisch-00:20(2M-Ellbogencheck),
Pielmeier T.-04:08(2M-Haken),
Ruderer-08:32(2M-Beinstellen),
Weiß-15:12(2M-Stock-Check),
Dinger-16:14(2M-Stockschlag),
Garten-16:14(2M-Stockschlag),
2. Drittel
3: 5 (22:55) Dinger 10 (Rupprich)
3: 6 (25:49) Müller 16 (Fischer)
4: 6 (34:35) Weiß 19 - Penalty
Strafen: Langwieder-26:41(2M-Unkorrekter Körperangriff),
Stefaniszin-26:57(2M-Haken),
Berg-35:10(2M-Unnötige Härte),
Geiger-35:10(2M-Unnötige Härte),
3. Drittel
5: 6 (46:23) Hermle 4 3-3
6: 6 (47:13) Hermle 5 3-3
6: 7 (51:43) Müller 17
6: 8 (52:47) Müller 18
Strafen: Geiger-42:30(2M-Beinstellen),
Stefaniszin-45:19(5M-Sonstige Vergehen),
Kramer-45:19(5M-Sonstige Vergehen),
Saggau-45:19(5M-Sonstige Vergehen),
Krumnisch-45:19(5M-Sonstige Vergehen),
Maier-45:19(5M-Sonstige Vergehen),
Lost-45:19(5M-Sonstige Vergehen),
Pielmeier T.-45:19(5M-Sonstige Vergehen),
Kramer-50:19(20M-Matchstrafe),
Stefaniszin-50:19(20M-Matchstrafe),
Saggau-50:19(20M-Matchstrafe),
Krumnisch-50:19(20M-Matchstrafe),
Lost-50:19(20M-Matchstrafe),
Maier-50:19(20M-Matchstrafe),
Pielmeier T.-50:19(20M-Matchstrafe),
Müller-52:47(10M-Disziplinarstrafe),
Fischer-53:54(5M-Sonstige Vergehen),
Becker-56:44(5M-Hoher Stock),
Fischer-58:54(20M-Sonstige Vergehen),
Weiß-59:12(2M-Stockschlag),
Becker-60:00(20M-Hoher Stock),

Gesamt

Torhüter: Verein MIP GA ENG
Stefaniszin, Sebastian EBBj 13:51 3 0
Swolensky, Ole EBBj 46:08 5 0
Carmin, Massimo MERC 60:00 6 0

Überzahl-Vergleich: Eisbären Juniors Berlin 0/7,
Jungadler Mannheim 0/4
Strafzeiten gesamt: Eisbären Juniors Berlin 110,
Jungadler Mannheim 149
Auszeit: Eisbären Juniors Berlin 53:54, Jungadler Mannheim 47:13
Haupt-Schiedsrichter: A,
Linienrichter: AB, .; AB, .
Zuschauer: 135


doh.gif
Bärliner
Und es geht schon wieder los... doh.gif ... rolleyes.gif

Neuer Eis-Krieg zwischen Preussen & Eisbären
Sportdirektor Köpf: Eisbären-System ein alter Hut! Barta-Abgang unnötig! Keine neuen Fans im Wellblechpalast!

Es gibt im Berliner Sport wohl keine größere Feindschaft als die zwischen den Eisbären und den Preussen. Seit dem Mauerfall beharken sich die Klubs und deren Fans, wo es nur geht. In den letzten Jahren wurde es allerdings ruhig um einen der Konkurrenten. Schließlich gingen die Preussen zweimal insolvent und stiegen bis in die vierte Liga ab.

Jetzt tut sich aber wieder etwas in Charlottenburg - nach 20 Siegen in Folge träumt der Oberligist vom Zweitliga-Aufstieg und der Rückkehr in die DEL. Zeit für Preussens Sportdirektor, die alte Rivalität wieder aufleben zu lassen. Vor dem Spiel gegen die Eisbären Juniors am Freitag (19.30 Uhr, Deutschlandhalle) feuert Gori Köpf eine volle Breitseite Richtung Hohenschönhausen.

Gori Köpf, als Spieler dreimal Deutscher Meister, über... ...Bären-Trainer Pagé: "Sein gefeiertes Torpedo-System ist ein ganz alter Hut. Das habe ich doch schon 1988 in Köln gespielt."

...Bären-Manager Peter John Lee: "Wir haben in Düsseldorf sieben Jahre in einer Mannschaft gespielt. Aber jetzt tut er so, als kenne er mich nicht mehr. Als ich bei ihm wegen eines Benefiz-Spiels nachgefragt habe, hat er nicht mal zurück gerufen."

...die Transferpolitik der Bären: "Es ist mir ein Rätsel, wie man Alex Barta ein so schlechtes Angebot machen kann, daß dieser ohne große Verhandlungen nach Hamburg wechselt. Für mich ist Barta einer der besten deutschen Stürmer überhaupt. Daß sie dann von Hamburg auch noch Ausbildungsentschädigung fordern, ist völliger Blödsinn. Schließlich haben die Eisbären ihre jungen Leute selbst aus ganz Deutschland rekrutiert."

...die neue Halle der Bären: "Die bekommen im Moment doch kaum den Wellblechpalast voll. Die Eisbären brauchen uns - nur dann gibt es ein volles Haus! Schließlich haben sie es nicht geschafft, seit unserem Abstieg neue Fans zu gewinnen. Eigentlich müßten die uns mit jungen Spielern unterstützen, damit wir möglichst schnell wieder gegeneinander spielen.

...die eigenen Ziele: "Wir wollen mit unserer hungrigen Mannschaft aufsteigen und in den Play off in der Deutschlandhalle einmal mehr Zuschauer begrüßen als in den Wellblechpalast der Eisbären passen."

Starker Tobak von Köpf. Die Lunte ist gelegt. Mal sehen, wie die Eisbären reagieren...

[bz]
Basler2000
Und hier ist sie, die Reaktion der Eisbären!!! wink.gif

Lee schlägt zurück: Wir holen Stars, Preussen 'ne Stripperin

OLIVER KNAACK

Berlin - Kopfschütteln bei den Eisbären über die verbalen Angriffe der Preussen. Deren Sportdirektor Gori Köpf hatte in der BZ u. a. Transferpolitik und Spielsystem der Eisbären scharf kritisiert - damit einen neuen Eiskrieg angezettelt. "Capitals? Preussen? Oder wie heißen die im Moment gerade", fragt Manager Lee grinsend in Anspielung auf die drei Insolvenzen des "West-Klubs" in den letzten Jahren. "Aber ich bin wirklich sehr, sehr neidisch auf die Erfolgsgeschichte dieses Vereins. Das werden wir nie schaffen. Aber es ist auch nicht unser Ziel, in die 4. Liga abzusteigen."

Den Köpf-Vorwurf, sich nicht ausreichend um Alex Barta (wechselt nach Hamburg) bemüht zu haben, kann Lee nicht nachvollziehen. "Was weiß der denn?! Das sind doch Gehälter-Dimensionen, von denen die Preussen noch Jahre träumen. Die sollen erst mal einjähriges Bestehen feiern. Wenn sie das überhaupt schaffen. Denn wie man letzte Woche eindrucksvoll sehen konnte, investieren die ihr Geld lieber in Stripperinnen."

Da hatte Köpf eine Kabinenparty veranstaltet und eine Nackt-Tänzerin engagiert. Lee: "Da können die Fans mal sehen, wofür deren Zuschauereinnahmen verwendet werden..."

Mächtig Zoff - und das alles vor dem morgigen Oberliga-Duell der Preussen gegen die Eisbären Juniors. "Die passende Antwort geben wir auf dem Eis", sagt Keeper Youri Ziffzer. Das DEL-Team muß zeitgleich gegen Krefeld ran. Für Stürmer Rob Shearer eine weitere Gelegenheit, seinen Aufwärtstrend der letzten Wochen (5 Tore in den letzten 8 Spielen) fortzusetzen. Das Geheimnis seines Erfolges: Seine Frau Kim, 30, ist im fünften Monat schwanger. Für die beiden ist es ihr erstes Baby. "Wir freuen uns riesig", jubelt der 28jährige Shearer. "Es wird ein Junge, das wissen wir schon." Ja! Ein kleiner Eisbär. Anfang Juni ist es soweit. Allerdings wird der Shearer-Nachwuchs nicht in Berlin zur Welt kommen. Shearer: "Wir fliegen nach der Saison zurück nach Pennsylvania."

Quelle
Bärliner
Erst gab's "was auf die Ohren" jetzt was zum lesen!!

Hockeyweb-Interview mit möglichem Investor Oliver Kopplin

Berlin/Florida, 1. Februar

Im vergangenen Frühjahr gingen die Berlin Capitals wieder einmal pleite, zum letzten Mal. Unter dem Dach des Berliner Schlittschuh-Clubs konnten die Preussen dennoch in der Oberliga bleiben und versuchten nun einen neuen Anfang. Und es sah gut aus, zuletzt prägten keine negativen Schlagzeilen mehr das Image der Preussen, im Gegenteil: Die beispiellose Serie des Oberligateams mit mehr als 20 Pflichtspielsiegen in Folge erweckte den Eindruck, dass bei den Preussen endlich solide und vor allem diskret gearbeitet wird. Bis plötzlich die Bild-Zeitung mit folgender Schlagzeile schockte: "Florida-Olli will die Preussen kaufen!" Oliver Kopplin, ein alter Preussenfan, hat in den vergangenen Jahren in den USA anscheinend sein Glück gemacht und will nun bei "seinem" alten Club einsteigen. Eine Neuigkeit, die wegen der Indiskretion eines an den Verhandlungen Beteiligten an die Öffentlichkeit gelangte und Oliver Kopplin somit in eine Reihe mit diversen "Blendern" aus der Capitals-Zeit stellte, zumal "Florida-Olli" bis heute keinen Beweis seiner Solvenz erbracht hat. Dies begründet er mit dem durch die Indiskretionen entstandenen Misstrauen gegen einige Gesellschafter der Preussen.
Heftig wird seitdem diskutiert, ob Oliver Kopplin bei den Preussen einsteigen sollte und unter welchen Bedingungen. Doch allmählich verdichten sich Gerüchte, sein Einstieg sei überlebensnotwendig für den Berliner Traditionsclub, finanziell stünde es bereits wieder einmal '"5 vor 12".
Dazu Preussen-Geschäftsführer Michael Walter: "Mit Sicherheit ist die Situation für einen neuen Club nicht einfach, vor allem bei der Vorgeschichte der letzten 20 Jahre am Standort Charlottenburg und in Anbetracht der großen Konkurrenzsituation des Profisport- und sonstigen Freizeitangebotes in und um Berlin. Der Club ist alle möglichen Probleme angegangen und wird dafür entsprechende Lösungen finden. Der sportliche Erfolg der Mannschaft macht den Gewinn neuer Sponsoren und Zuschauer sowohl für die laufende wie auch die kommende Saison natürlich nicht schwerer."

Oliver Kopplin stand Hockeyweb freundlicherweise für ein Interview zu Verfügung und bestätigte, dass es bei den Preussen Probleme gibt.

Hockeyweb: "Warum erwägen Sie einen Einstieg bei den Preussen?"
Kopplin: "Als Fan habe ich ein persönliches Interesse."
Hockeyweb: "Spielen Pläne wie der Bau einer neuen Halle dabei eine Rolle, ähnlich wie bei den Eisbären?"
Kopplin: "Kein Kommentar"

Hockeyweb: "In den vergangenen 10 Jahren haben sich bei den Preussen viele Blender und Großmäuler gegenseitig die Klinke in die Hand gegeben und großartige Versprechungen gemacht. Wie wollen Sie den sehr vorsichtig gewordenen Fans klarmachen, dass Sie im Gegensatz zu den anderen Personen seriös sind?"

Kopplin: "Das ist jetzt zu spät. Gerade wegen der Vergangenheit sollten alle Parteien Stillschweigen bewahren. Das hat, wie Sie wissen, nicht geklappt. Alles was geschrieben wurde kam, bis zum Radio- Eiskalt -Interview, von anderen. Das verunsichert Fans umso mehr. Wie seriös ich bin, wird erst im Laufe der nächsten Wochen veröffentlicht. Bis dahin wird es noch so einiges Rätselraten geben. Ich habe keinen Zeitdruck. Ich habe übrigens von über 300 Emails im Anschluss an das Radio -Eiskalt –Interview keine negativen Reaktion bekommen - außer natürlich ein paar im Internet-Forum. Die meisten Emails zeigten Verständnis für mein Verhalten und wünschten mir viel Glück. Das zeigt, das die meisten Preussenfans gerne warten, bis das letzte Wort gesprochen wurde, und werden sich dann ein Urteil bilden."

Hockeyweb: "Sie haben in einem Interview erklärt, das Ziel für die Preussen sei "DEL 2006". Unabhängig von der Jahreszahl, halten Sie einen Durchmarsch durch die 2. Liga für planbar? Worauf stützt sich diese optimistische Einschätzung?"

Kopplin: "Money does not get you a winner, coaching does. Das sagt eigentlich alles. Ich bin der festen Überzeugung dass der derzeitige Sportdirektor Köpf und Trainer Brockmann das verstehen. Ich würde absolutes Vertrauen in deren Fähigkeit haben, nicht nur die finanziell beste Mannschaft aufs Eis zu schicken sondern die beste Mannschaft die als Team spielt. Mit der Vermerkung, dass die Oberliga logischerweise nicht die 2. Bundesliga ist, hat man aber doch feststellen können das Köpf, Brockmann und Co in der Lage sind, Probleme zu erkennen und diese Probleme zu lösen ohne den Zusammenhalt der Mannschaft zu gefährden. Was wir auch gesehen haben ist die Tatsache, dass die sportliche Leitung der Preussen ganz klar erkannt hat, dass das beste Eishockey am Ende der Saison gespielt werden muss. In der DEL ist es fast unmöglich einen Durchmarsch zu machen (Aufsteiger -- Meister) aber in den unteren Ligen mit den richtigen finanziellen Mitteln und dem richtigen sportlichen Umfeld (und dazu gehören nicht nur Trainer und Sportdirektor sondern auch all die, die ehrenamtlich den Preussen zur Seite stehen wie z.B. Materialinstandhaltung und Mannschaftsbetreuung) ist so etwas durchaus möglich. Gibt es dafür eine Garantie? Natürlich nicht. Aber wer nicht nach höherem strebt wird immer ganz unten bleiben."

Hockeyweb: "Bei den Preussen scheinen derzeit hinter den Kulissen einige Bewegungen stattzufinden, so sollen einige Gesellschafter ausgeschieden sein. Wurden diese Bewegungen durch Ihre Einstiegspläne ausgelöst?"

Kopplin: "Das ist eigentlich das Lustige, wenn man das Wort Lustig gebrauchen kann, an der ganzen Sache. Es wird immer gesagt, dass der Oliver an allem Schuld ist. Fakt ist jedoch, das Probleme vor meiner Ankunft existiert haben und das die Taktik, die Presse mit reinzuziehen um mich in die Ecke zu treiben, nicht aufgegangen ist. Im Gegenteil, dadurch sind einige (Fans und Medien) erst einmal aufgewacht und haben mitbekommen, dass es Probleme gibt. Hätte die GmbH sich an unsere Abmachung gehalten, wäre alles ruhig über die Bühne gegangen. Kein Wort der Probleme wäre an die Öffentlichkeit gelangt, Florida Olli würde nur existieren, wenn eine Vereinbarung getroffen wäre. Mein Besuch war vielleicht indirekt ausschlaggebend, aber Probleme gab es vorher und das ganze "Presse los auf Oliver" hat sich als Bumerang entpuppt."

Hockeyweb: "Welchen Eindruck hatten Sie bei Ihren Verhandlungen mit der GmbH? Wird sie seriös geführt, steht der "Verein" auf einem gesunden Fundament, oder wird es die fast schon traditionellen finanziellen Probleme ab Februar geben, so dass Sie quasi die "letzte Rettung" wären?"

Kopplin: "Ich werde niemanden vorwerfen nicht seriös gehandelt zu haben. Ich mache mir natürlich meine eigenen Gedanken aber wie man so schön sagt "Die Gedanken sind frei". Ich kann die Situation nur nach den Fakten, die mir überreicht worden sind und die ich mir selber erarbeitet habe, beurteilen. Alles andere ist egal. Irgendwann demnächst werde diese Fakten wahrscheinlich öffentlich werden und jeder kann sich dann ein eigenes Urteil bilden. Logischerweise werde ich Fakten von beiden Seiten veröffentlichen. Wie seriös ich einige Gesellschafter einschätze zeigt die Tatsache dass ich, im Fall einer Übernahme, auf mindestens fünf wahrscheinlich sechs Gesellschafter zähle. Wahrscheinlich nicht als Gesellschafter aber in enorm wichtigen Positionen. Ob ich die letzte Rettung wäre oder nicht, das kann man jetzt noch nicht sagen. Vielleicht findet die GmbH ja einen Weg ihre eigenen Probleme zu lösen, vielleicht auch nicht. Ob ich der "Retter" bin oder jemand anderes, das wissen wir ja auch noch nicht. Nur eins ist klar: egal wer die Geschicke der GmbH führt, die derzeitigen Gesellschafter, andere Gesellschafter oder "Florida Olli", ich werde immer ein Preussenfan bleiben."

[Text und Interview: Alexander Brandt - Hockeyweb]
Bärliner
Eisbären Juniors luden zum 11. Internationalen GASAG Bambini-Turnier

Alle Jahre wieder, ebenso sicher wie Heiligabend immer auf den 24. Dezember fällt, findet im Hohenschönhausener Sportforum das Internationale Bambini-Turnier statt – am vergangenen Wochenende kam es unter Schirmherrschaft des langjährigen Eisbären-Sponsors GASAG zur 11. Auflage.

Das bestens besetzte Teilnehmerfeld setzte sich aus den Bambini-Teams des SB Rosenheim, ECC Preussen, ETC Crimmitschau, der Jung-Pinguine des Krefelder EV, des polnischen Vertreters RKS Stoczniowiec, den Jung-Haien vom Kölner EC und natürlich der ersten und zweiten Mannschaft der Eisbären Juniors zusammen.. „Leider“, so der „Hüter des geregelten Turnierverlaufs“ Herr Hauck, „hat das tschechische Team von Meteor Tremosna wegen zahlreicher Krankheitsfälle kurzfristig absagen müssen. Deshalb mussten wir innerhalb von zwei Tagen ein zweites Eisbären-Team aus dem Hut zaubern, damit der Spielplan nicht neu zusammen gestellt werden muss“. Und obwohl das Trüppchen der jüngsten Eisbären etwas überraschend zu seiner Turnierteilnahme kam, wehrte es sich nach Kräften und hielt die Höhe der Niederlagen gegen die weit eingespieltere Konkurrenz an beiden Wettkampftagen in überschaubaren Grenzen. Tapfer, tapfer!

Wer nun denkt, dass ein Besuch eines Bambini-Turniers sich nur lohnt weil es einfach „niedlich“ ist, die kleinen Eishockey-Eleven über das Eis flitzen zu sehen, der irrt gewaltig! Der Ehrgeiz der kleinen Cracks ist groß es ihren erwachsenen Vorbildern gleich zu tun und die Fans auf den Rängen mit gutem Sport zu begeistern. Und guter Sport wurde in der Tat vom ersten Turniertag an geboten, was nicht zuletzt zu einer für den „Erstbesucher“ überraschend guten Atmosphäre auf den Rängen des Wellblechpalastes führte. Alle Teams hatten stimmungsvollen Anhang mit nach Hohenschönhausen gebracht, der mit Gesängen, Tröten und rhythmischen Klatschen für die notwendige Unterstützung sorgte. Dabei besonders auffällig und stimmgewaltig die blauweiß gewandeten Fans des RKS Stoczniowiez. Nicht weniger die Kölner, die allesamt rote T-Shirts mit dem Vereinsemblem auf der stolz geschwellten Brust trugen und auf dem Rücken mit Aufdrucken wie „Mama von Lucas“ deutlich sichtbar zeigten, wem sie besonders die Daumen drücken. Die Anfeuerungen der Jung-Pinguin-Anhänger waren ebenfalls nicht zu überhören. Ob der lautstarke Support der beiden rheinländischen Fraktionen noch durch die Nachwirkungen der gerade zu Ende gegangenen Faschingszeit beeinflußt war konnte allerdings nicht eindeutig geklärt werden - rheinische Frohnaturen eben.

Besonders laut und emotional ging es im Wellblechpalast zu, als der Spielplan zeitgleich die Derby´s zwischen den Berliner Stadtrivalen ECC Preussen und den Eisbären Juniors, sowie das Duell zwischen Pinguinen und Haien vorsah. Da hieß es für den Beobachter günstige Plätze zu suchen, um sich nichts vom brisanten Geschehen auf beiden Eisflächen entgehen zu lassen! Für die Kids soll zwar, was keinesfalls vergessen werden darf, noch immer der Spaß im Vordergrund stehen, doch wurde auf beiden Feldern offensichtlich, dass schon den Jüngsten die Bedeutung solcher Begegnungen bewußt ist. Dieses Wissen wird scheinbar schon mit der Muttermilch gereicht. Zwischen Junghaien und Jungpinguinen entbrannte ein ebenso hochemotional geführtes Match wie zwischen Eisbären und Preussen. Lange stand es auf beiden Eisflächen Unentschieden und es dauerte bis einer der gut aufgelegten Torhüter bezwungen werden konnte. Insbesondere Preussen-Goalie Niklas Zoschke stemmte sich den Schussversuchen der jungen Eisbären heftig entgegen, auf deren Seite die Söhne der DEL-Cracks Stefan Ustorf und Mark Beaufait, Jake und Cullen, tatkräftig von Laura Kluge als Puckverteilerin unterstützt, wirbelten was das Zeug hielt. Doch „Niklas the Goalie“ ließ die kleinen Hohenschönhausener schier verzweifeln, sodass die ihre Schläger nach manch Wechsel enttäuscht aufs Eis krachen ließen. Als dann Steven Catudal auf Vorlage von Marvin Miehtke die Preussen kurz vor der Pause mit 1:0 in Führung brachte, deutete sich schon eine Überraschung an. Im zweiten Abschnitt stand der Preussen-Keeper aber auf verlorenem Posten, da die EHC-Kids nun das richtige Maß gefunden hatten: Zweimal Christian Roschka, dazu Cullen Beaufait, Can Matthäs, Daniel Haase und Jake Ustorf netzten zum 6:1 Zwischenstand ein, bevor Daniel Volynec für die kleinen Preussen noch einmal verkürzen konnte. Gerrit Blume und Dimitri Butasch sorgten dann mit ihren Toren für den 8:2 Endstand zugunsten der Eisbären-Bambinis. Dem ungläubig staunenden Leser sei versichert, dass die Mehrzahl der Treffer nicht dem Zufall geschuldet waren, sondern klar strukturierten Spielzügen auf beiden Seiten entsprangen! Bei einem der Eisbärentreffer konnte man gar ins Schwärmen geraten, da sich der kleine Akteur durch die Abwehr schlängelte, den Puck von der Vor- auf die Rückhand legte und die kleine Hartgummischeibe dann locker ins Netz löffelte – super!

Derweil hatten nebenan Oscar Zimmermann und Max Drabek für die Junghaie, und Johannes Bleidorn gleich zweimal für die Pinguine, in deren Reihen der wieselflinke Spross von DEL-Allstar Alexander Selivanov – Niko übers Eis flitzte, noch vor der Pause zum 2:2 eingenetzt. Vor beiden Toren ging es dann im Schlussabschnitt hoch her, bis schlussendlich die Kölner das Glück auf ihrer Seite hatten und Marco Kosche den siegbringenden dritten Treffer erzielte. Als beide Spiele beendet waren, flogen Handschuhe und Schläger der Sieger in die Luft und der schwer erkämpfte Sieg wurde mit der „Laola“ besiegelt.

Auch das Rahmenprogramm und die Versorgung stimmten dank der ehrenamtlichen Mithilfe vieler rühriger Hände: Wen der Hunger plagte, der konnte sich eine wohlig dampfende Erbsensuppe aus der Gulaschkanone einverleiben oder zu belegten Brötchen und Kuchen greifen und mit Kaffee, Bier oder Brause den Durst stillen. Ein Fanfarenzug sorgte zwischendurch für musikalische Untermalung und die DEL-Cracks Youri Ziffzer, Ricard Persson, Tobias Draxinger, Jens Baxmann, Florian Busch, Mark Beaufait und Steve Walker mussten sich einem nicht nur zahlenmäßig übermächtigen Eisbären-Bambini-Allstar-Team geschlagen geben. Gegen einen kleinen Obolus von einem Euro war es zudem möglich den Kabinentrakt des Berliner DEL-Teams zu besichtigen, was rege in Anspruch genommen wurde, sodass zukünftig in Fankreisen wohl häufiger geprahlt werden kann auf dem Platz von Olaf Kölzig, Erik Cole, Sven Felski oder Micki DuPont gesessen zu haben – Fotos als Beweis wurden im Allerheiligsten jedenfalls reichlich geschossen. Und so dürfte auch für jeden, der den Weg zum 11. Internationalen Bambini-Turnier in den Wellblechpalast gefunden hat, ein rundum ereignisreicher Tag zu Ende gegangen sein.

Am zweiten Wettkampftag ging es nicht weniger spannend zu! Die kleinen Protagonisten sorgten weiterhin in hartumkämpften Spielen für reichlich Furore bis der Turniersieger mit der ersten Bambini-Mannschaft der Eisbären Juniors feststand und der Jubel bei den Hausherren groß war.

Für alle, die diesmal nicht vorbeigeschaut haben, sei die Empfehlung bereits jetzt für das nächste Jahr ausgesprochen: Auf geht´s zum 12. Internationalen Bambini-Turnier in den Wellblechpalast – es lohnt sich! .... stimmt!! Es ist echt ein Erlebnis, wenn man das "Funkeln in den Augen" der Kleenen sieht! Eishockey "verzaubert" halt ...

[hockeyweb]
Eiskaltes Haendchen
Peter Stastny bekennt sich zu Bush
Der Asket will Anwalt beider Seiten sein



BRÜSSEL. Ein verwinkelter Gang, fensterlos, Seitentrakt; Dutzende Türen, eine öffnet sich, ein schmales Vorzimmer, ein kleines Büro. Der Arbeitsplatz eines Beckenbauer. Des Beckenbauer der Slowakei. Der Vergleich schmeichelt ihm. Er wehrt ab: "Ich bin eher der Gerd Müller der Slowakei." Müller hat er bewundert, dessen Tempo im Denken, Handeln, Toreschießen. Peter Stastny war auch so: am Puck. Und doch auch ein Beckenbauer: Was er anfaßte, geriet zu Gold. Als junger Mann Weltmeister mit der CSSR; 15 Jahre National Hockey League, in denen nur Wayne Gretzky seine Trefferquote übertraf; und als Teamchef der WM-Titel 2002 mit dem slowakischen Eishockey-Team.


Auch im letzten Juni konnte Stastny nicht verlieren. Die Auszählung der Europawahl war "wie Verlängerung im siebten Play-off-Spiel". Im Morgengrauen stand der Wahlsieg fest, sie feierten, als wär's der Stanley Cup. Fürs EU-Parlament kandidierten auch einige, bei denen man eher schräge Publicity vermutete: ein estnisches Fotomodell, eine tschechische Porno-Lady. Warum ein slowakischer Nationalheld mit Wohnsitz in Amerika, der von Ruhm und Geld schön leben könnte? Und von seiner NHL-Rente, die er mit 48 längst beziehen könnte? Peter Stastny lacht; saugt genüßlich den Duft des Kaffees ein, den der Gast rührt. Er könnte sich ein faules Leben machen; er könnte einen Kaffee trinken. "Doch das wäre selbstsüchtig." Derzeit fastet er. "Als Charaktertest." Peter Stastny, ein kantiger, drahtiger Mann, der auch als Sitzarbeiter noch wie ein Leistungssportler aussieht - dafür sorgen 200 Situps zum Frühstück. Und ein Sinn für Askese. "Jeder in der Familie leistet in der Fastenzeit einen Verzicht, der ihm weh tut", sagt der gläubige Katholik. Auch die vier erwachsenen Kinder tun das: die Tochter, die Luxusreisenden für ein Schweizer Unternehmen die schönsten Flecken der Welt zeigt; der Sohn, der in Nürnberg in der DEL Eishockey spielt; die beiden jüngeren, die in Amerika aufs College gehen. "Ich hätte aufs Bier verzichten können", sagt er. "Aber das wäre keine Strafe. Ich trinke Bier nur nach dem Sport, dazu komme ich kaum noch als Politiker." Er lacht: "Ich glaube, ich bin nur deshalb Athlet geworden, weil nach dem Sport das Bier so gut schmeckt." Also kein Kaffee.

Könnte man sich einen Beckenbauer in einem Kleinbüro im monströs verbauten Brüsseler EU-Viertel vorstellen? Als einen von 732, die 350 Millionen vertreten, wovon viele der 350 Millionen nichts wissen? Als zweiten Vorsitzenden im Ausschuß für Welthandel? Als einfaches Mitglied der Haushaltskommission? Bei Marathonsitzungen? Ohne Kaffee? Aber Stastny war schon immer anders. Schon die Flucht aus der sowjetisch besetzten Heimat nennt er "eine politische Handlung". Er weigerte sich, für den KGB Mitspieler zu bespitzeln. Er fürchtete aber, sie würden ihn aus dem Nationalteam werfen, so wie zehn Jahre zuvor seine Freunde Wladimir Dzurilla und Jaroslav Holik, die nach der Niederschlagung des Prager Frühlings auf dem Nationaltrikot den roten Stern durchgestrichen hatten. Heute setzt sich Stastny wie andere Konservative im EU-Parlament dafür ein, nicht nur die Symbole der Nazis zu verbieten, auch die der Kommunisten: "Mehr Menschen starben durch Kommunisten als durch die Nazis." Mit 23 floh er mit Frau und Bruder nach Kanada und wurde ein Superstar der NHL: in Quebec, New Jersey, St. Louis. Nach dem Zerfall des Sowjetimperiums wich das erste Glück über die Befreiung dem Entsetzen, "wie die Slowakei in die Hände einer Banditenhorde fiel". Stastny ließ sich vom heutigen Ministerpräsidenten Mikulas Dzurinda gewinnen, gegen das Meiar-Regime politisch zu kämpfen: "Gott sei Dank sind wir sie losgeworden." Spätestens mit der EU-Aufnahme 2004 sei der Kampf um Freiheit und Demokratie der Slowakei gewonnen, das Volk zuversichtlich, die Wirtschaft in Schwung. "Das war nicht selbstverständlich", sagt Stastny. "Wir hätten so enden können wie Weißrußland."

Stastny ist Slowake und Kanadier, hat ein Haus in St. Louis, wo er alle paar Monate bei seiner Frau ist, und ein Apartment in Bratislava, wohin er alle paar Wochen pendelt. Welches ist sein Zuhause? "Beide." Er lächelt zartbitter: "Das Problem ist nur, daß ich die meiste Zeit woanders bin: in Brüssel und Straßburg." Der Abgeordneten-Blues, typisch fürs erste Jahr. Das sei bisher aber "gar nicht so schlimm wie befürchtet", findet der EU-Neuling. "Wenn eine Sitzung allzu öde ist, nehme ich es als Übung innerer Stärke, als Schule der Geduld." Das schaffen nicht viele, die ungeduldige Sportler waren: "Als Athlet erlebst du sofort das Ergebnis deines Handelns. Als Politiker vielleicht nie." Er ist nicht der einzige NHL-Star, den es zuletzt zum Arbeiten über den Atlantik zog. Der Streit über Geld ließ die Saison platzen, NHL-Profis heuerten ersatzweise in Europa an. "Sie sollten nachgeben, zum Wohle des Ganzen", findet Stastny. "Die Gehälter sind schon viel zu hoch. Der Durchschnittslohn pro Jahr liegt über zwei Millionen Dollar. Ich habe nie eine Million gemacht." Und er war kein Durchschnitt, sondern ein Star.

Noch einer kam dieser Tage nach Europa. Stastny sieht im Bush-Besuch eine Chance, "Mißverständnisse" zu beheben. Er bekennt sich als Bewunderer von Bush. Er wird ihn diesen Donnerstag in Bratislava persönlich treffen. Stastny, ein Bein in der Neuen, eins in der Alten Welt, sieht sich in Brüssel als "Anwalt beider Seiten". Europa und Amerika, findet er, sollten auftreten wie zwei Eishockeyteams, die sich bekämpfen, aber respektieren: "Man braucht sich, man ist in derselben Liga." Und zu einem Eishockeymatch gehört ab und zu eine kleine Schlägerei. CHRISTIAN EICHLER


Text: F.A.Z., 24.02.2005, Nr. 46 / Seite 37
Basler2000
Salzgitters Eishockey soll wieder belebt werden

Salzgitters, 24. Februar

Salzgitters Eishockey soll wieder belebt werden - Revival Game Salzgitter Allstars vs. Salzgitter Steel Bullets

Massentumulte am Montagnachmittag beim Vorverkauf der Karten für das Wochenende, Schwarzmarktpreise von bis zu 80 Mark für ein Eishockeyspiel in der Regionalliga/ Oberliga.....das alles ist inzwischen 15 Jahre her. In diesen "verrückten" Zeiten war die Eissporthalle am Salzgitter-See regelmäßig restlos ausverkauft.



Heute spielt die Hobby Mannschaft der Salzgitter Steel Bullets vor 150 Zuschauern in eine Hobbyliga. Die Seele des Vereins ist der Nachwuchs, und dem soll jetzt mit dem Benefizspiel auf die Sprünge geholfen werden.

Die Stars von damals heißen, Pat Ryan, Petr Slaby, Markus Schweizer, Janne Suikki oder Juha Tyystjärvi. Sie kommen jetzt wieder, für einen Abend wird alles wieder so sein wie früher. Am Samstag, dem 12. März, zur Traditionellen Bullyzeit um 19:00 Uhr Spielen die Salzgitter Steel Bullets gegen die Allstars, die einst für den TSV / EHC Ruhm und Ehre einheimsten. Bereits um 12.00 Uhr Mittags gibt es eine Autogrammstunde mit den Stars von Damals im Bowling Center / Citytor Lebenstedt. Wer also noch einmal Pat Ryan von ganz nah in seine Himmelblauen Augen schauen möchte...

Fast alle ehemaligen haben begeistert Ihr Kommen zugesagt:
Pat Ryan , Petr Slaby , Kennt Todd , Heiko Awizus , Kevin McGibney , Markus Schweizer , Frank Burchot , Michael Clemens , Dirk Heckmann , Jan Furo , Marek Adamec , Stefan Schütze , Oliver Kreipl , Torsten Magers , Slavomir Osinski , Jan Welke , Marc Garth , Martin Flemming , Michael Nather , Marco Gapinski , Vladimir Lukscheider kommen aus ganz Deutschland zu diesem Spiel angereist. Die weiteste Anreise haben die Entwicklungshelfer der ersten Stunde: Janne Suikki (inzwischen Motorradrennfahrer) und Juha Tyystjärvi aus Salzgitters finnischer Partnerstadt Imatra. Aus Schweden kommt der Wirbelwind Dr.Andreas Mattussek.

Der Gesamte Erlös dieser Veranstaltung geht an den Salzgitter Eishockey Nachwuchs Förderverein ( SENF e.V. ) der dieses Jahr sein fünfjähriges Bestehen feiert. Im Vorverkauf wurden schon 1500 Karten abgesetzt die Steel Bullets rechnen damit, dass alle 2700 Tickets verkauft werden.

Wer sich noch Karten sicher möchte, in Salzgitter im Vorverkauf bei: CD XXL Chemnitzerstrasse Lebenstedt , Allkauf/ Creteilpassage in Lebenstedt, Sport Öhlert in SZ-Bad , Fitnesscenter InJoy in Broistedt und der Pizzeria im Söhlder Hof in Söhlde.

Auf der Clubhompage: www.senfev.de können Karten vorbestellt werden.

Die bisherige Resonanz auf das Allstar Game zeigt eindrucksvoll, dass Eishockey in Salzgitter noch immer ein schlafender Riese ist, der nur darauf wartet geweckt zu werden. Zur Abwechslung vielleicht einmal von seriösen Machern. Deshalb wollen die Steel Bullets in der kommenden Saison eine Herrenmannschaft für den Spielbetrieb im NEV anmelden. Das Allstar Game ist gewissermaßen der Startschuss für einen nochmaligen Neuanfang

Heute beginnt auch die Versteigerung der Allstar Trikots bei Ebay. Nach dem Spiel werden Sie den neuen Besitzern zusammen mit einem Mannschaftsfoto überreicht.

Mehr Infos unter www.senfev.de

Nach dem Spiel gibt es eine After Game Party im Söhlder Hof mit allen Spielern und Fans. Ein gratis Busshuttle von der Eissporthalle am Salzgittersee bringt dann alle nach Söhlde.

Quelle
Basler2000
Rückkehr zur Regionalliga droht

EV Füssen-Vorstand will sich gegen die Einführung einer eingleisigen Oberliga wehren

Streitbar will sich der geschäftsführende Vorstand des EV Füssen, Jürg Tiedge, präsentieren. Schließlich droht eine unheilvolle Entwicklungen für seinen Verein: Es bestehen Pläne, die Oberliga in der kommenden Saison eingleisig zu spielen.

„Mit brachialer Gewalt”, sagt Tiedge, wolle man innerhalb der Eishockeyspielbetriebsgesellschaft (ESBG) die Eingleisigkeit der Oberliga erzwingen. Wenn die Liga also nicht mehr wie bisher in einer Nord- und einer Südrunde ausgespielt wird, bedeute dies für die Füssener lange, teure Fahrten zu den Vereinen im Norden und weniger Einnahmen im heimischen Stadion. Eine eingleisige Oberliga entspreche einer dritten Bundesliga. In dieser, so Tiedge, könne nur mit einer reinen Profimannschaft gespielt werden. Mit einem Team wie in Füssen, das aus Profis und einheimischen „Nebenerwerbsspielern” besteht, sei dies nicht möglich.

Dazu kommen weitere Schwierigkeiten: In der eingleisigen Oberliga gebe es künftig sechs Ausländer pro Team. Zudem wolle der Eissportverband von den Oberligisten eine Grundbürgschaft von 50\x0e000 Euro verlangen. Insgesamt ist es für Tiedge deshalb unvorstellbar, dass der EV Füssen in solch einer Oberliga mitspielt. Und einige weitere, kleine Vereine ebenso wenig.

Deshalb sei sogar die Wiedereinführung der Regionalliga ins Kalkül gezogen worden. Käme es zur eingleisigen Oberliga, müsste der EVF „zwangsweise” in dieser Regionalliga spielen. Und Peiting wohl ebenso. Die Einführung bedürfe aber einer guten Vorbereitung. Für den Nachwuchs, so Tiedge, wäre das dann sogar wünschenswert. Für die Zuschauer jedoch nicht. Schließlich seien die Leoparden ja nicht abgestiegen. Zudem stehe dann bei Beginn der Saison schon fest, dass die Mannschaft gar nicht aufsteigen darf, aus „Vernunftgründen”. Für die Fans sei dies nicht nachvollziehbar. Und das nicht nur in Füssen: Ein Riesenproblem gibt es laut Tiedge auch beim Aufsteiger Landsberg und bei einem eventuellen Absteiger Kaufbeuren.

Um eine Lösung zu finden, wollen die Vereine nun im Vorfeld der entscheidenden ESBG-Sitzung am 12. März ligenübergreifende Gespräche führen. Der Peitinger Vorsitzende hat per Brief schon ein Motto ausgegeben: „Ich bin mit anderen der Meinung, dass sich die Südvereine nicht weiter dominieren lassen sollen, sondern eine eigene Liga fahren”, schreibt Peter Gast. Tiedge will auf alte Zusagen pochen: Die besagen, dass zweigleisig gespielt wird, wenn es 20 oder mehr Vereine in der Oberliga gibt. Laut Tiedge ist offen, wie viele Vereine bis Ende der Saison noch nicht pleite sind. Sind es weniger als 20, bliebe nichts anderes übrig, als eingleisig zu spielen.

Seit Jahren werde den Vereinen das Wasser abgegraben: Vor vier Jahren habe es in Deutschland noch 74 Vereine gegeben, jetzt mit DEL-Teams nur noch 49. „Verliert nicht den Blick fürs Reale, sonst beschert ihr uns den Ruin”, lautet deshalb sein zweiter Appell. Auf Derbys könne nicht verzichtet werden. Eine eingleisige Oberliga kann er sich deshalb nur in der Art vorstellen, wie einst die „Hacker-Pschorr-Liga”. „Das war gesund”, sagt er: Es wurde eingleisig gespielt, aber mit regionaler Doppelrunde. „Das bringen wir auf die Reihe”, sagt der geschäftsführende Vorstand des EVF. Schließlich müsse die Mannschaft dann nur einmal pro Saison nach Dresden oder Berlin fahren und könnte den Zuschauern daheim trotzdem Derbys bieten.

Quelle : Füssener Blatt vom 03.03.05

Gefunden auf www.ev-fuessen-de
Basler2000
EVR-Eisbären leiten Schritte gegen drei Füchse ein

Sperren gegen Gagnon, Elwing und Sekera beim Kontrollausschuss beantragt/ „Den Stock wie eine Axt benutzt"

Die Spiele der Regensburger Eisbären gegen die Lausitzer Füchse stehen in dieser Saison der 2. Eishockey-Bundesliga unter einem schlechten Stern. Die erste Partie in der Donau-Arena Anfang Dezember prägte Schiedsrichter Peter Bertl mit 114 Strafminuten. Vergangenen Freitag schlugen die Wogen beim 2:3 noch höher: In Spielminute 23 verletzte Füchse-Verteidiger Sean Gagnon EVR-Stürmerstar Mark Woolf böse, nach der Schlusssirene wurden die Füchse Sebastian Elwing und Martin Sekera ausfällig.

Die Eisbären-GmbH will sich das nicht bieten lassen. Geschäftsführer Markus Schrör kündigte ESBG-Geschäftsführer Helmut Bauer gestern bereits telefonisch an, dass man beim Kontrollausschuss Sperren beantragen will. „Vorab: Wir haben verdient verloren und gratulieren Weißwasser auch zum wahrscheinlichen Erreichen der Playoffs. Aber es kann nicht sein, dass Gagnon absichtlich den besten Außenstürmer der Liga außer Gefecht setzt. Dass das sein einziges Ziel war, belegen die TV-Bilder eindeutig. Er hat doch den Stock wie eine Axt benutzt." Noch in der Nacht hatte auch Trainer Erich Kühnhackl die Bilder in Augenschein genommen. „Gagnon hatte den Schläger wie ein Golfspieler hinter dem Kopf. Das hatte mit - Sport nichts mehr zu tun. Jetzt sind die Instanzen gefragt, einen solchen Spieler aus dem Verkehr zu ziehen."

Zumal Weißwasser ja auch noch als Playoff-Gegner der Regensburger in Frage kommt und damit einen direkten Vorteil aus der Woolf-Verletzung ziehen könnte. Dem 34-Jährigen wurde „durch den Handschuh die Fingerkuppe abgeschlagen und das obere und mittlere Glied gebrochen", erklärt Schrör, der „mit zwei, drei Wochen" Pause rechnet. Ein Einsatz zum Play-off-Begihn ist damit „sehr, sehr unwahrscheinlich". Die Eisbären wollen zudem auch noch straf- und zivilrechtliche Schritte gegen Sean Gagnon einleiten.

Dem Kontrollausschuss gemeldet werden auch Füchse-Torwart Sebastian Elwing und Stürmer Martin Sekera. Letzterer war in der Vergangenheit durch diverse Provaktionen aufgefallen und „glänzte" diesmal durch Obszönitäten vor den Rängen nach dem Spiel. Elwing, als Spieler des Abends geehrt, gab nach seiner Ehrung gegenüber zwei Zehnjährigen geschmacklose Äußerungen von sich. „Wer solche obszöne Sprüche loslässt hat ein Problem und, sollte professionelle Hilfe in Anspruch nehmen", kommentierte Schrör die Vorfälle. „Das ist eine Schande fürs Eishockey", wetterte Schrör weiter. „So bringt man eine komplette Sportart zum Beispiel bei Sponsoren in Verruf." Zumal er Kenntnis davon hat, dass Elwing erst vor Wöchenfrist in Schwenningen einen Ordner mit dem Schläger verletzt hatte.

Erich Kühnhackl konnte in der Pressekonferenz nichts mit dem Verhalten von Kollege Horymir Sekera anfangen und verließ sie vorzeitig. „Ich hab' das nimmer anhören können. Ich erwarte, dass ein Trainer sich entschuldigt und nicht Ausreden sucht. Letztlich bin ich auch aus Selbstschutz gegangen, sonst hätte ich mich noch zu einer unüberlegten Äußerung hinreißen lassen."

Quelle : Claus-Dieter Wotruba, Mittelbay. Zeitung vom 07.03.2005

Zur weiteren Info das Forum der Regensburger nutzen Klick
Basler2000
Bandencheck:

Die Hockeyweb-Kolumne von Alexander Brandt

Eishockey-Deutschland, 14. März

Was war das für ein tolles, letztes Wochenende in der DEL! Spannende Entscheidungen überall dort, wo Premiere nicht übertrug, Dramatik pur, von der wir nichts zu sehen bekamen! Ich beantrage hiermit eine Wild-Card für die Hannover Scorpions fürs DEL-Finale. Hannover muss die heißeste Mannschaft im Moment sein (ich kann das nur vermuten, sehen durfte ich die Scorpions ja nicht) und ist für mich für die Endspielserie gesetzt, den zweiten Platz im Finale dürfen die acht Play-off-Teilnehmer ausspielen.
Endlich ist Play-off-Zeit und überall ließt man Spekulationen über die Viertelfinal-Paarungen und die "Play-Downs" (für mich der dämlichste Anglizismus seit "jemanden briefen" ). Ich persönlich halte diese Spekulationen für genauso schwachsinnig wie die Prognosen im Sommer. Da werden aussagefreie Ergebnisse herangezogen, die ein halbes Jahr zurück liegen. Da bemüht man direkte Vergleiche der Vereine aus den vergangenen zehn Jahren, obwohl da völlig andere Teams auf dem Eis standen. Schwachsinn! Trotzdem machen es alle, und wenn ich Kollegen nach dem Grund frage, zucken die mit den Achseln und sagen: "Die Leute wollen das lesen." Na gut, wenn die Leute das lesen wollen, dann gebe ich eben nach und präsentiere ebenfalls meine ultimativen Play-off-Prognosen. Diese basieren auf jahrzehntelangen Erfahrungen, messerscharfen Analysen und knallhartem Sachverstand. Meine Prognosen sind so exakt, dass die Teams eigentlich gar nicht mehr anzutreten brauchen, da ihr Schicksal sowieso schon feststeht. Sie spielen überhaupt nur noch, weil es eine kleine, rechnerische Unsicherheit in meinen Prognosen gibt. Die ist zwar minimal, aber gewinnt nicht auch immer mal wieder jemand den Lotto-Jackpot?
Falls Sie sich die Spannung erhalten wollen, meine Damen und Herren, lesen Sie jetzt bitte nicht mehr weiter!

Frankfurt-Hamburg
In Hamburg sagt man Tschüss! Sorry, liebe Freezers, aber holt euch endlich mal ein paar gute, junge, deutsche Spieler (mit Barta habt Ihr ja schon einen guten Anfang gemacht), dann klappt es irgendwann auch mal mit dem Halbfinale. Diesmal aber noch nicht.
Eisbären – Augsburg
"Das wird eine schwere Serie für Berlin", sagte Greg Poss und ich lehne mich mutig gegen die Kompetenz des Bundestrainers auf und sage: Augsburg hat sein Ziel schon erreicht, für die Eisbären dagegen geht es jetzt erst los, Augsburg wird nur eine Zwischenstation.
Nürnberg-Mannheim
Jetzt kommen die engen Serien. Greg Poss hat am Freitag eine Brandrede ans Publikum gehalten. Nein, die war nicht von mir, ich schreibe mich mit "dt". Ich hätte von einer solchen Rede auch abgeraten, das wirkt maximal für das direkt folgende Spiel, aber auf Dauer lassen sich die Zuschauer nicht auf Zuruf motivieren. Das geht nur, wenn die da oben das Gefühl haben, dass sich die da unten den Arsch aufreißen. Und da ist ein 1:6 gegen Wolfsburg nicht unbedingt förderlich. Premiere unterstellte den Nürnbergern grobe Unsportlichkeit und meinte angesichts des 1:6, Nürnberg wolle wohl Mannheim aus dem Weg gehen. Ich denke aber, eine Brandrede ans Publikum macht wenig Sinn, wenn man vorhat, sich direkt danach abschießen zu lassen. Absicht unterstelle ich den Nürnbergern daher nicht. Was genau kann man jetzt von Nürnberg erwarten? Ich habe so meine Zweifel, vor allem wegen Svoboda. Mannheim dagegen kann den Knoten jetzt endlich platzen lassen. Möglich ist jedoch, dass da gar kein Knoten war und die wirklich so schlecht sind, wie sie den Namen nach gar nicht sein können. Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, ich sage: Mannheim kommt weiter und Greg Poss hat viel Zeit für die WM-Vorbereitung.
Ingolstadt-Köln
Das ist für mich die "Verkehrte-Welt-Serie". Ingolstadt kommt mit lauter Stars, während die Großstadt Köln und ihre riesige Arena mit einer kompakten Kämpfer-Truppe dagegen setzen. Hä? Müsste es nicht genau umgekehrt sein? Aber den Kölnern widme ich mich noch ausführlich, wenn sie ausgeschieden sind. Sollten sie dagegen Meister werden, halte ich einfach meine Fresse und tu so, als hätte ich es schon immer gewusst. Also wer kommt nun weiter? Köln hat zuletzt gezeigt, dass es Starensembles wie Mannheim und Frankfurt frustrieren und provozieren kann. Werden die NHL-Stars der Ingolstädter dagegenhalten oder sich verkriechen? Das ist für mich die Preisfrage in dieser Serie. Mein Sachverstand sagt: "Öh... keine Ahnung". Mein Bauch sagt: Köln kommt weiter.
Bei den Abstiegsspielen rechne ich mit einer klaren Sache für Kassel. Sehr bitter für Wolfsburg, vor ein paar Wochen träumte man noch von den Play-offs. Aber ich habe eigentlich nie geglaubt, dass zwei etablierte Teams wie Kassel und Hannover beide eine ganze Saison lang die Seuche haben können, für mich war Wolfsburg immer der Abstiegskandidat Nummer Eins. Aber selbstverständlich habe ich mächtig gezweifelt, als der Vorsprung zwischenzeitlich sehr groß war.

Fazit: Das war die spannendste Vorrunde seit langem und das beste kommt noch. Oh Hockey Game, it´s the best game you can name…
Gruß vom Wahrsager Alexander Brandt

Quelle
Eiskaltes Haendchen
"Eishockey-WM" in Frankfurt


mah. FRANKFURT. Zu einer unternehmensinternen "Eishockey-WM" finden sich an diesem Samstag Mitarbeiter der Dresdner Bank und des Allianz-Konzerns in der Eissporthalle am Ratsweg zusammen. Von 10 Uhr an spielen Teams aus Frankfurt, Berlin, Köln, Düsseldorf und eine internationale Auswahl mit Akteuren aus London, New York und Moskau um den Siegerpokal, den sich im vergangenen Jahr die "Bembeltown Hornets" bei einem Turnier in Ratingen gesichert hatten. Auf den Heimvorteil spekulierend, wollen die Cracks aus dem Frankfurter Finanzviertel ihren Titel verteidigen. Ihre Konkurrenten hören auf klangvolle Namen: Allianz Eagles, Bärlin Capitals, Cologne Dragons, Dresdner Mighty Ducks oder DrKW Greenbacks. Der Eintritt beläuft sich auf symbolische 99 Cent. Sämtliche Einnahmen werden zusammen mit dem Erlös aus dem Verkauf von Essen und Getränken dem Wiesbadener Förderverein "Zwerg Nase" gespendet, der behinderten Kindern und ihren Familien hilft. Möglicherweise stocken die Eishockeyprofis der Frankfurt Lions den Betrag aus ihrer Mannschaftskasse noch ein wenig auf. Weil der Meister aus der Deutschen Eishockey Liga vor seiner Abreise zum zweiten Play-off-Viertelfinale in Hamburg noch einmal auf eigenem Eis üben möchte, wird die "Eishockey-WM" zwischen 12 und 13 Uhr unterbrochen - der Anschauungsunterricht dürfte den Betriebssportlern gerade recht kommen.


Text: F.A.Z., 18.03.2005, Nr. 65 / Seite 77
Bärliner
Mannheim und Berlin stehen im DNL-Finale
Adler schalten Cannibals aus, Eisbären gewinnen gegen Tölz

Nach einem Arbeitssieg beim 5:3 im zweiten Halbfinalduell gegen den EV Landshut stehen die Mannheimer Jungadler zum vierten Mal in Folge im Finale der Deutschen Nachwuchs-Liga. Finalgegner sind die Eisbären Juniors aus Berlin, die überraschend den Vorrundensieger aus Bad Tölz zwei Mal mit 5:2 bezwangen. Das erste Finalspiel findet am kommenden Mittwoch in Berlin statt. Am Ostersamstag um 17 Uhr empfangen die Jungadler die Gäste aus Berlin zum zweiten Duell.

Nach dem relativ deutlichen 6:1-Sieg im ersten Halbfinalspiel in Landshut machten die Cannibals den Jungadlern den Weg ins Finale nicht leicht. Nach 82 Sekunden gingen die Gäste aus Niederbayern mit 0:1 in Führung. Zwar kamen die Jungadlern mit zwei Toren ins Spiel zurück, doch beim 2:2-Ausgleich der Gäste noch im ersten Drittel liess sich die Mannschaft von Trainer Helmut de Raaf wie beim 0:1 auskontern.

Auch die 3:2-Führung im zweiten Abschnitt verlieh den Jungadlern keine Sicherheit, vor allem in den Zweikämpfe im eigenen Drittel hatten die Mannheimer ihre Probleme gegen die Gäste, das verdiente 3:3 nach 40 Minuten war die Folge.

Erst im letzten Drittel konnten die Mannheimer den Vorrundendritten besser unter Druck setzen. Beim vorentscheidenden 4:3 durch Arturs Kruminsch kämpften die Kurpfälzer die Scheibe regelrecht über die Torlinie - den Gästen war die Enttäuschung nach dem vierten Gegentreffer deutlich anzusehen. Erst das 5:3 ins leere Landshuter Tor eine Minute vor Ende brachte die endgültige Entscheidung zugunsten des Titelverteidigers.
Bärliner
Neues von Florida-Olli!! ... eigentlich doch nicht! wink.gif


BZ-Interview von Sven Flohr mit dem Mann, der ganz groß einsteigen will
FLORIDA-OLLI: Ich will mit den Preussen Meister werden

Berlin - Sein Name geistert seit Anfang des Jahres durch die Deutschlandhalle. Doch jetzt scheint Oliver Kopplin ernst zu machen - der Millionär aus Florida steht kurz vor dem Einstieg bei den Preussen als alleiniger Gesellschafter ("Die Chancen stehen jetzt 50/50"). Warum, erzählt "Florida-Olli" im BZ-Interview. Mitte der 80iger Jahre sind Sie in die USA gegangen, wo Sie heute noch leben. Was verbindet Sie mit den Preussen? Mein erstes Eishockey-Erlebnis war 1979 ein 3:2-Sieg des Schlittschuhclubs. Die Stimmung und das schnelle Spiel hatten mich sofort fasziniert. Beim BSC Preussen hatte ich dann eine Dauerkarte. Durch die Preussen wurden viele Freundschaften geschlossen, die weit über das Eishockey hinaus reichten. Einige blieben auch nach meinem Umzug nach Florida bestehen. Wie sind Sie dort zu Ihrem Geld gekommen? Mein Durchbruch gelang mir auf dem Immobilienmarkt. Es folgte der Tourismus mit Vermittlungen von Kreuzfahrten und Insider-Stadtrundfahrten. Die meisten meiner Geschäfte liegen in der Karibik und in Zentralamerika, plus einige über die USA verstreute Firmen. Anfang 2004 habe ich begonnen, in Hotels und Resorts zu investieren. Was sind Ihre Preussen-Ziele? Das kurzfristige Ziel lautet, in die DEL aufzusteigen. Dort muß sich der Klub etablieren. Das langfristige Ziel ist die Deutsche Meisterschaft. Aber das hängt ja nicht nur vom Geld ab, sondern auch von der sportlichen Seite. Geld allein garantiert keine Aufstiege oder Meisterschaften. Über wieviel Geld reden wir denn? Zuletzt war eine Million Euro im Gespräch... Mit 1 Mio. Euro ist es nicht getan. Allein um die GmbH auf Null zu bringen, müssen rund 250 000 bis 300 000 Euro Schulden abgebaut werden. Und das ist eine sehr vorsichtige Hochrechnung. Dann muß eine komplette geschäftliche Struktur aufgebaut und viel Geld ins Marketing investiert werden. Eine vorsichtige Hochrechnung des Etats für die 2. Liga beziffert sich auf 3 bis 3,5 Mio. Euro. Die werden nicht durch Sponsoren und Zuschauer ausgeglichen. Und man muß ja auch noch weiter in die Zukunft schauen. Um Preussen auf finanziellen Erfolgskurs zu bringen, muß der Verein zweite Kraft hinter Hertha werden. Meine Aufgabe als Fan und ,Mäzen' ist es, die Preussen auf solide finanzielle Füße zu stellen. Unabhängig von mir. Hat die Deutschlandhalle eine Zukunft? Oder planen Sie einen Neubau? Deutschlandhalle: Kurzfristig ja, langfristig nein. Neue Halle: Planen kann man viel. Aber es gehört eine Menge Kapital dazu. Als Zweit- oder Drittliga-Truppe braucht man keine neue, große Halle. Zur Realisierung solcher Pläne gibt es viele wichtige Komponenten. Warum hat Ihr Einstieg bisher nicht geklappt? Zum einen fehlen noch Informationen im finanziellen Bereich. Zum anderen sind da einige rechtliche Dinge, und man muß ja mit allen Gesellschaftern über die Anteilsabgabe verhandeln. Mal angenommen, Sie sind eingestiegen. Wo findet man Sie: Stehplatz oder VIP-Tribüne? Ich werde wahrscheinlich der einzige 'Klub-Besitzer' sein, der sich drei Eintrittskarten kaufen muß. Eine Stehplatzkarte für die Nordkurve. Na ja, und da ich ja nun auch älter werde, brauche ich wahrscheinlich eine Sitzplatzkarte für das zweite und dritte Drittel. Und dann brauche ich eine Karte für den VIP-Raum, wenn nach dem Spiel im "Luisen-Preuss' kein Bier mehr serviert wird.
Basler2000
ZITAT(Bärliner @ 23rd March 2005 - 22:15:34)
Neues von Florida-Olli!! ... eigentlich doch nicht!  wink.gif

JAAAAAA ER LEBT NOCH.....!!!! laugh.gif biggrin.gif tongue.gif

Wenn die Lücke der GmbH jetzt erst bei 300.000 ist, dann geht es bestimmt nächste Saison auch ohne Super-Oli weiter, mit den Preussen als Zugpferd in der neuen "2.Liga Nord/Ost", da gibt es dann endlich wieder echte Derby gegen FASS Berlin 1b oder die Berliner Hirsche!!! laugh.gif lustsch.gif

Die Preussen lernen es wohl nie??? wink.gif
Eiskaltes Haendchen
... muß der Goalie nicht auf die Strafbank?

Der Torhüter im Eishockey genießt Artenschutz. Wehe, ein Gegenspieler wagt es, ihn anzugreifen oder gar über den Haufen zu fahren. Der Bösewicht bekäme es umgehend mit den Kollegen des Angegriffenen zu tun. Eine Rangelei ist meist die Folge, manchmal gar eine handfeste Prügelei. Also: Finger weg vom Goalie! Auch sonst genießen Eishockey-Torhüter eine Sonderrolle. Wenn sie selbst einmal über die Stränge schlagen, müssen sie nicht - wie ihre Kollegen Feldspieler - auf der Strafbank Platz nehmen. Die Regeln verbieten es, daß ein Torwart für ein Vergehen, welches eine kleine, eine große oder eine Disziplinarstrafe nach sich zieht, vorübergehend vom Eis muß. Kein Wunder. Das Verletzungsrisiko für den zweiten Goalie, der nur für ein paar Minuten aufs Eis müßte, wäre viel zu hoch. Der zweite Mann schmort schließlich auf der Bank und wäre damit viel zu kalt für einen fliegenden Wechsel auf den Posten zwischen den Pfosten. Also muß ein anderer Spieler die Strafe des Torwarts abbrummen. Alles darf sich der letzte Mann dennoch nicht erlauben. Entpuppt er sich als wahrer Rüpel und wird deshalb mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe oder einer schweren Disziplinarstrafe bedacht, ist Schluß für ihn. Dann muß er durch seinen Stellvertreter oder aber durch einen Feldspieler seiner Mannschaft ersetzt werden. Dieser hätte dann zehn Minuten lang Zeit, um sich in die komplette Ausrüstung zu zwängen. Aber das wäre ein wahres Himmelfahrtskommando - und kommt deshalb nicht vor. stp.


Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 27.03.2005, Nr. 12 / Seite 22

Eiskaltes Haendchen
Kommentar Sport
Vorsicht, Kamera!

29. März 2005 Ob der große Bruder Fußball wenigstens manchmal, und wenn auch nur verstohlen, zum Eishockey hinüberschielt? Dort nämlich haben sie längst eingeführt, worüber im Fußball noch als vage Möglichkeit ausgiebig diskutiert wird: den Videobeweis. "Er ist kein Allheilmittel, aber er hilft", sagt Gernot Tripcke. Der gute Mann ist der Chef der obersten Spielklasse im Kampf um den Puck, der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Deren Spitzenteams haben momentan Hochsaison. Ein paar Spiele noch, und der neue Meister steht fest. Vielleicht wird es mit den Lions Frankfurt sogar der Meister der Saison 2003/2004.

Die Löwen haben sich in einer schier endlos anmutenden Play-off-Serie gegen die Hamburg Freezers durchgesetzt. Dramaturgisch fehlte es an nichts, folglich auch nicht an der Frage: Tor oder nicht Tor? In Hamburg ist die Partie per Videobeweis entschieden worden. Die Sachlage war erst nach Studium der Fernsehbilder eindeutig: Der Puck hatte, obwohl schon Beute des Torhüters, gemeinsam mit dem Körper des vermeintlichen Retters die Torlinie überquert. So hatten es die Zuschauer beim Fernsehsender "Premiere" beobachtet, und so hat es auch der "Stand-by"-Schiedsrichter dem Hauptschiedsrichter auf Befragen geschildert. Dieser "Videorichter", eigentlich als Ersatz vor Ort, um im Falle einer Verletzung des Hauptschiedsrichters einzuspringen, wird in den Play-offs als vierte Kraft und zusätzliche Unterstützung der Schiedsrichter eingesetzt. Die DEL läßt seit 1998 nichts unversucht, dem Unparteiischen Bilder zugänglich zu machen, "die die ganze Welt aus allen Perspektiven sehen kann", so Tripcke. "Die ganze Welt" war im Zweifelsfall die überschaubare Zahl der "Premiere"-Abonnenten. Zudem waren die Kameras des Bezahlsenders nicht überall präsent. Darum hat sich die Liga vom Beginn der Play-offs 2000 an für die Installierung von Übertorkameras in allen DEL-Stadien entschieden, Kostenpunkt rund 40 000 Euro pro Saison. Zeitgleich wurde auf die Heranziehung von Fernsehbildern verzichtet. Erst seit dem Play-off-Viertelfinale dieser Saison wird zusätzlich auf "Premiere"-Bilder als Beweismittel zurückgegriffen. Aber nur auf Verlangen des Hauptschiedsrichters - und nur im Streitfall Tor oder nicht Tor. "Die Schiedsrichter sind eigentlich froh über diese Möglichkeiten", versichert Tripcke, "weil sie sonst wie Trottel dastünden."

Im Miniformat gibt sich die DEL somit alle Mühe, die Entscheidungen der Unparteiischen zu objektivieren. Aber längst nicht alle Zweifelsfälle sind "videobeweisfähig". Nicht nur Tripcke erinnert sich an ein rheinisches Derby zwischen Köln und Düsseldorf, als erst das Standbild eines Fotografen die Wahrheit über den Puck im Tor ans Licht brachte. Und trotz Übertorkamera und Fernsehbildern: Bei allen technischen Möglichkeiten bleibt dem menschlichen Ermessen noch reichlich Spielraum. Sollten ihn die Kollegen vom Fußball aber fragen, würde Tripcke sagen: Die Torkamera macht Sinn. Hans-Joachim Leyenberg

Text: F.A.Z., 30.03.2005, Nr. 73 / Seite 31

Eiskaltes Haendchen
Olaf Kölzig fährt nicht zur WM
Berlin (dpa). Ohne NHL-Torhüter Olaf Kölzig muß Eishockey-Bundestrainer Greg Poss für die in vier Wochen beginnende Weltmeisterschaft in Österreich planen. Kölzig muß sich nach eigenen Angaben vom Samstag wegen einer Knochenabsplitterung am rechten Knie operieren lassen und befürchtet eine zu kurze Vorbereitung auf die neue Saison, falls er den Eingriff erst nach der WM vornehmen lassen würde. Der Torhüter der Washington Capitals war wegen des andauernden Arbeitskampfes in der nordamerikanischen Profiliga zu den Eisbären Berlin in die Deutsche Eishockey Liga gewechselt. Nach drei Spielen Pause hatte Kölzig bei der überraschenden 3:5-Heimniederlage zum Halbfinal-Auftakt gegen den ERC Ingolstadt am Freitag abend jedoch ein mißglücktes Comeback hingelegt. An drei der vier Gegentore war Kölzig nicht schuldlos. An diesem Sonntag wird Oliver Jonas im Tor der Berliner stehen. Der am Mittwoch 35 Jahre alt werdende Kölzig wird zwar auf der Bank sitzen, steht aber nur im Notfall zur Verfügung. Außerdem ist für Eisbären-Stürmer Kelly Fairchild die Saison nach einem Muskelfaserriß wohl beendet, ferner fehlen der gesperrte NHL-Profi Eric Cole und der langzeitverletzte Rob Leask in der wenig meisterlichen Berliner Abwehr.


Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 03.04.2005, Nr. 13 / Seite 20
Eiskaltes Haendchen
Wegen Schiedsrichterbeleidigung ist der tschechische Eishockeyprofi Pavel Kubina wird vom tschechischen Verband für 15 Spiele gesperrt worden. Der Nationalspieler vom Erstligaklub HC Vitkovice muß außerdem 6700 Euro Strafe zahlen. Der Verteidigerhatte den Schiedsrichter der Korruption beschuldigt.


Text: F.A.Z., 07.04.2005, Nr. 80 / Seite 31
Bärliner
Der Schiedsrichter hiess Pavel Hoyzer!? huh.gif biggrin.gif
Basler2000
Bandencheck:

Die Hockeyweb-Kolumne von Alexander Brandt

Eishockey-Deutschland, 18. April

Skandal! Unmöglich! Entwürdigend! Wieder einmal spalten die Eisbären die Nation. Diesmal nicht durch einen fairen Check, der eigentlich ein übles Foul war (oder umgekehrt?), sondern durch die Entweihung unserer schönen Deutschen Nationalhymne. Was ist geschehen? Vor den Finalspielen wird ob der Feierlichkeit des Ereignisses schon seit Jahren das Deutschlandlied intoniert. Meistens a capella, durch einzelne oder mehrere Sänger/innen. Nicht so in Berlin-Hohenschönhausen, dort spielte am Freitag der Gitarrist der früheren DDR-Kultband „Karat“ (von denen hat der Maffay damals das Lied mit den sieben Brücken geklaut) eine Instrumental-Version, also nix mit Einigkeit, Recht oder Freiheit. Ich persönlich habe mich in dem Moment mehr darüber amüsiert, dass der Zonen-Hendrix sein eigenes Playback nicht nachspielen konnte, aber viele andere Zuschauer an den Fernsehern fanden es schlicht unmöglich. „Die Hymne wurde verschandelt“, „niveaulos und billig“, „wildes Geschraddel auf einer billigen Klampfe“, um nur einige Kommentare aus dem Internet zu zitieren. „Billige Klampfe“, das Argument zieht. Wenn schon, dann bitte auf einer 59er Les Paul (Anmerkung für Banausen: das ist eine legendäre Gitarre), schon wäre der feierliche Rahmen bei gleicher Musik gewährleistet, oder wie darf man das verstehen? Auch die Presse nahm das Hymnen-Thema auf, ebenso den Vergleich mit Jimi Hendrix. Man sollte aber als halbwegs gebildeter Mitteleuropäer schon in der Lage sein, dessen Namen korrekt zu schreiben. So wie „Bäthooven“ oder „Mohzart“.
Ist eine Nationalhymne ein Musikstück und somit Kunst, die man nach Herzenslust interpretieren darf und soll? Oder ist es ein nationales Wahrzeichen, das mit Musik eigentlich gar nichts mehr zu tun hat? Ich fand die Eisbären-Version mutig und originell. Und allemal besser als diese fürchterlichen Polizei-Kapellen, die immer bei Fußball-Länderspielen auftreten. Dann doch lieber einen Alt-Hippie, der noch ein wenig üben muss. Vielleicht haben die Verantwortlichen der Eisbären das ja ganz bewusst instrumental machen lassen, um die Wiederholung der peinlichen Pfiffe zu vermeiden, die es bei früheren Gelegenheiten in Hohenschönhausen für die gesamtdeutsche Hymne gegeben hatte? Aber vielleicht hatten die Pfeiffer recht, warum sollte man in Ost-Berlin nicht „Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt“ spielen? Paßt doch wie die Faust aufs Auge für die neuen Bundesländer seit 1990. Außerdem: Andere Länder haben auch eigene Hymnen. „Gott mit dir, du Land der Bayern“ ist so eine. Oder „Viva Colonia“. Nur die Schwaben haben keine Hymne, die haben sie sich gespart.

In Mannheim ging es dann schon deutlich seriöser zu. Ein angemessen gekleideter Herr von den „Söhnen Mannheims“ (das ist die Zweitband von diesem kurpfälzischen Betbruder, die Typen, die immer so jammern) trällerte unser Deutschlandlied mit ernster Miene und versöhnte die Traditionalisten unter den Fans. Mal sehen, was uns die Eisbären im dritten Spiel präsentieren werden. Vielleicht Achim Mentzel in der Lederjacke, die Erich Honecker einst von Udo Lindenberg geschenkt bekam? Oder man spielt die US-Hymne, schließlich handelt es sich beim EHC um republikanisches Privateigentum?

Zum Schluss noch ein Kompliment an Premiere: Wie Ihr Rich Chernomaz reingelegt habt, war erste Sahne, wenn auch zu diesem für ihn bitteren Zeitpunkt etwas unfair. Nachdem Lance Nethery wieder seine albernen Halb-Dementis zum Thema Düsseldorf abgelassen hatte, behauptete man einfach gegenüber Chernomaz, Nethery habe gerade seinen Abgang bestätigt. Der ahnungslose Cherno parlierte daraufhin über Netherys Wechsel und bestätigte ihn dadurch erst. Ab der übernächsten Saison werden dann beide wohl wieder vereint sein...

Interviews mit Premiere? In Zukunft nur noch in Gegenwart eines Anwalts! Gruß vom nicht Rechtsschutz-Versicherten Alexander Brandt

Quelle

ZITAT
In Mannheim ging es dann schon deutlich seriöser zu. Ein angemessen gekleideter Herr von den „Söhnen Mannheims“ (das ist die Zweitband von diesem kurpfälzischen Betbruder, die Typen, die immer so jammern) trällerte unser Deutschlandlied mit ernster Miene und versöhnte die Traditionalisten unter den Fans. Mal sehen, was uns die Eisbären im dritten Spiel präsentieren werden. Vielleicht Achim Mentzel in der Lederjacke, die Erich Honecker einst von Udo Lindenberg geschenkt bekam? Oder man spielt die US-Hymne, schließlich handelt es sich beim EHC um republikanisches Privateigentum?


w00t.gif thumb_up.gif lustsch.gif
Basler2000
Neuanfang in Salzgitter



Salzgitter, 19. April Das Eishockey kehrt nach Salzgitter zurück. Am 9. April 2005 wurde der EHC Salzgitter 05 Steelers ins Leben gerufen. Aus einem "runden Tisch" heraus, zu dem alle Eishockeyfreunde Salzgitters eingeladen waren, fanden sich acht Gründungsmitglieder, die den neuen EHC aus der Taufe hoben. Den Vorstand bilden Olaf Hartmann als erster Vorsitzender, sein Vertreter ist Jörg Opitz, Kassenwart Wolfgang Weber, Schriftführer Benjamin Kozlowski und die Pressesprecherin Julia Geldmacher. Auf der ersten Mitgliederversammlung im Mai soll ein Wirtschaftsbeirat gewählt werden. Zur Zeit läuft die Suche nach Kandidaten auf Hochtouren. Den auch anwesenden Vorstandsmitgliedern des SENF e.V. wurde eine Zusammenarbeit angeboten, um jungen Spielern die aus dem Schülerbereich heraus gewachsen sind und im SENF e.V. durch das Fehlen von Jugend- und Juniorenteams keine Eishockeyzukunft mehr haben, die Möglichkeit zu geben, in das Herrenteam hereinzuwachsen, wieder unter Wettkampfbedingungen zu spielen und durch einen erfahrenen Trainer aufgebaut zu werden. Zur Zeit sind diese Jungs mit ihrem Talent im Hobbyteam "Steel Bullets" geparkt. Eine nicht nur für sie unbefriedigende Situation. Die Nachwuchsarbeit der übrigen drei Nachwuchs-Teams soll in Händen des SENF e.V. verbleiben. Das Herrenteam der "Salzgitter Steelers" soll sich unter der Leitung eines erfahrenen Trainers aus oben genannten Spielern, erfahrenen Spielern und aus anderen Vereinen zurückkehrenden jungen Talenten bilden. Der EHC 05 soll in der Niedersachsenliga starten, kurzfristig den Aufstieg in die Verbandsliga (2. Liga Nordost), mittelfristig den Aufstieg in die Regionalliga (1. Liga Nordost) schaffen. Der erste Jahresetat soll rund 17.000 Euro umfassen.

Quelle
Tom Tokio
ZITAT(Basler2000 @ 18th April 2005 - 11:07:08)
Oder man spielt die US-Hymne, schließlich handelt es sich beim EHC um republikanisches Privateigentum?

lustsch.gif Köstlich! lustsch.gif
Tom Tokio
ZITAT(Basler2000 @ 19th April 2005 - 00:05:42)
...und die Pressesprecherin Julia Geldmacher.

ohmy.gif ohmy.gif ohmy.gif
Bärliner
Der erste Meister (1912) kam aus Berlin...

Die Hauptstadt ist eine echte Eishockey-Hochburg - das war schon immer so. Die Wiege der Puckjagd stand an der Spree: Am 4. Februar 1887 fand das erste deutsche Eishockeyspiel auf dem Halensee statt. Der Akademische SC schlug eine Gruppe Studenten 11:4. Und auch der allererste Meister kam aus Berlin...

Am 28. Januar 1912 holte der Berliner Schlittschuh-Club den ersten von (bis heute) 19 Titeln. Damals spielte man "Kanadisches Eishockey" noch mit einem Goalie und sechs Feldspielern. Top-Teams waren Leipzig, Hannover, Dresden, München und aus Berlin der SCC, BFC Preussen und der 1893 gegründete Schlittschuh-Club. Zur Vorbereitung reisten die bärenstarken Leipziger an die Spree - und versenkten Charlottenburg 1:0 und den BSC 5:0. Zur Meisterrunde war alles anders. Leipzig blieb zu Hause doh.gif , der Schlittschuh-Club siegte im Finale gegen Charlottenburg 1:0 nach zweimaliger Verlängerung.
Basler2000
ZITAT(Bärliner @ 21st April 2005 - 10:33:54)
Der erste Meister (1912) kam aus Berlin...

Die Hauptstadt ist eine echte Eishockey-Hochburg - das war schon immer so. Die Wiege der Puckjagd stand an der Spree: Am 4. Februar 1887 fand das erste deutsche Eishockeyspiel auf dem Halensee statt. Der Akademische SC schlug eine Gruppe Studenten 11:4. Und auch der allererste Meister kam aus Berlin...

Am 28. Januar 1912 holte der Berliner Schlittschuh-Club den ersten von (bis heute) 19 Titeln. Damals spielte man "Kanadisches Eishockey" noch mit einem Goalie und sechs Feldspielern. Top-Teams waren Leipzig, Hannover, Dresden, München und aus Berlin der SCC, BFC Preussen und der 1893 gegründete Schlittschuh-Club. Zur Vorbereitung reisten die bärenstarken Leipziger an die Spree - und versenkten Charlottenburg 1:0 und den BSC 5:0. Zur Meisterrunde war alles anders. Leipzig blieb zu Hause doh.gif , der Schlittschuh-Club siegte im Finale gegen Charlottenburg 1:0 nach zweimaliger Verlängerung.

Wir waren halt nur Meister der Herzen!!! laugh.gif

bzw. unsere erste Insolvenz war 1912!!! laugh.gif

Aber soll nochmal einer sagen wir hätten keine Tradition!!! tongue.gif
Bärliner
ZITAT(Basler2000 @ 21st April 2005 - 13:48:36)
Aber soll nochmal einer sagen wir hätten keine Tradition!!! tongue.gif

... und genau deshalb hab ich's eingestellt! smile.gif
ganz normaler Fan
Bärliner @ ( Erstellt am 21st April 2005 - 15:06:05 )

ZITAT
... und genau deshalb hab ich's eingestellt!  smile.gif



War ja auch in jedem Brüller zu lesen während dieser Saison ! wink.gif

Das Eishockey wurde danach erst zu DDR Zeiten zu Grabe getragen .
Bärliner
ZITAT(ganz normaler Fan @ 21st April 2005 - 15:58:17)
Das Eishockey wurde danach erst zu DDR Zeiten zu Grabe getragen .

... und beinahe wieder ... in Leipzig! huh.gif tongue.gif
Eiskaltes Haendchen
Benda bewahrt DEB-Team vor Niederlage

23. April 2005 Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat im zweite Länderspiel gegen Lettland ansteigende Form für die am 1. Mai in Österreich beginnende Weltmeisterschaft gezeigt und ein Unentschieden erkämpft. Zwei Tage nach dem 2:4 von Kaufbeuren erreichten das Team am Samstag in Ravensburg gegen den WM-Viertelfinalteilnehmer aus dem Vorjahr ein 3:3 (2:2, 0:1, 1:0). Vor dem WM-Auftakt in Wien gegen Kasachstan bestreitet das DEB-Team in der kommenden Woche noch zwei Länderspiele gegen die Vereinigten Staaten.

Frühe Führung

Die deutsche Mannschaft begann die Partie vor 3000 Zuschauern konzentriert und gingen schon nach acht Minuten 2:0 in Führung. Zuerst verwertete der Augsburger Björn Barta den Abpraller nach einem Schuß von Alexander Sulzer (Düsseldorf). Danach ließ der Düsseldorfer Daniel Kreutzer nach einem Barta-Zuspiel dem dieses Mal aufgebotenen lettischen NHL-Torhüter Arturs Irbe keine Chance.

Noch im Start-Drittel kamen die Letten durch Unaufmerksamkeiten in der deutschen Verteidigung durch Aigars Cipruss (17.) und Mikelis Redlihs (19.) zum Ausgleich. Die deutsche Mannschaft, in der Bundestrainer Greg Poss erstmals den in Cleveland unter Vertrag stehenden Torhüter Dimitri Pätzold testete, verlor im zweiten Drittel allerdings ihre Linie ab.

Ausgleich von Benda

Das Spiel verflachte, die Letten gewannen zunehmend die Oberhand. Armands Berzins nutze in der 30. Minute die Konfusion in der deutschen Abwehr aus und schoß zum 2:3 ein. Danach vergab der Krefelder Shayne Wright freistehend vorm Tor die große Chance zum Ausgleich. Im Schlußabschnitt setzte die DEB-Auswahl nach einem Pfostenschuß von Barta (51.) alles auf eine Karte und schnürte die Letten in deren Drittel ein. Das Drängen auf den Ausgleich wurde belohnt, als Mannschaftskapitän Jan Benda in der fairen Begegnung knapp drei Minuten vor dem Ende nach guter Vorarbeit von Andreas Morczinietz der Treffer zum 3:3-Endstand gelang.

Unmittelbar nach Ende der Begegnung gab Poss bekannt, daß er die Verteidiger Sasa Martinovic (Hamburg Freezers) und Felix Petermann (Nürnberg Ice Tigers) sowie die Stürmer Christian Hommel (Kassel Huskies) und David Sulkovsky (Frankfurt Lions) nicht mit zur WM nehmen wird. Auch Keeper Pätzold wurde aussortiert.

Text: FAZ.NET mit Material von dpa und sid
Bärliner
Hymnen-Panne in Quebec

Caroline Marcil wird das Testspiel der kanadischen Nationalmannschaft gegen die USA zur Weltmeisterschaft nicht so schnell vergessen. Sie sollte die Nationalhymnen beider Teams vortragen, scheiterte jedoch schon am "Star Spangled Banner" der USA, dessen Text sie nicht auswendig kannte. Nach zwei vergeblichen Versuchen ging sie unter den Buh-Rufen der 7.166 Zuschauer vom Eis, um den Text aus der Kabine zu holen. Als sie zurückkehrte, rutschte der rote Teppisch unter ihren Füßen weg und sie fiel hart aufs Eis, wo sie einige Sekunden benommen liegen blieb, während das Fernsehen ihren Sturz noch einmal zeigte.

Der Teppich blieb im Mittelkreis liegen, Doug Weight und ein Teamkamerad trugen ihn sofort zurück, doch Caroline Marcil hatte die Eisfläche bereits wieder verlassen.

Man beschloss, ohne Hymnen mit dem Spiel zu beginnen. Die USA gewannen 5:4.

[hockeyweb]

.... lustsch.gif lustsch.gif
Eiskaltes Haendchen
Der Brüller der Woche...

... gelang einigen Fans des ETC Crimmitschau, die mit folgender Meldung Eishockeydeutschland verwirrten:

ZITAT
Neuzugang beim ETC:
Max E. Moose wurde am 26.10.1979 in Richriver, Ontario Canada geboren. Seine Karriere begann er mit 16 in der OHL, eine der Top-Nachwuchsligen Canadas. Er spielte dort erst 3 Jahre für die Toronto St.Michal’s Majors und anschließend ein Saison für Windsor Spitfires. Er erzeilte dort pro Jahr mindestens 15 Tore, in seiner letzten Saison für Windsor sogar 33. Dazu amchte er noch 21 Assists, holte allerdings auch 119 Strafminuten. Mit 20 wurde er Profi und kam in der ECHL unter wo er, bis auf einige kurze Aufenthalte in der AHL, 5 Jahre unter anderem für die Charlotte Checkers, Toledo Storm, Bakersfield Condors und Achorage Aces spielte. In der letzten Saison wechselte er in die UHL, wo er Flint Generals in 56 Spielen 35 Tore, 26 Assists und 156 Strafminuten holte.

Der 1,82cm große Linksaußen sieht seine Stärken im läuferischen Bereich. Zudem versteht er es zu checken und kann durch seine körperliche Präsenz notfalls auch Härte ins Spiel bringen.
Mit seiner Frau Sandy besuchte er während seines Europa-Urlaubs am Wochenende seinen neuen Arbeitgeber und konnte auf der Fanfeier schon mal Kontakt zu seinen neuen Fans herstellen.

Auf dem Foto zeigt er schon mal die Zielsetzung für die kommende Saison, denn er will den ETC zurück in die Zweitklassigkeit schiessen.



Na etwas stutzig geworden? Nein? Also als Kenner der Fan-/Forumszene fällt das natürlich nicht schwer. Spricht man Max E. Moose schön englisch aus - klingt es wie "Maximus" und das ist ein bekannter Forumuser von ETCOnline. Für Auswertige natürlich nicht zu erdeuten, geisterte die Meldung in etlichen Eishockeyforen, z. B. ESBG-Forum usw... herum und war sogar kurzzeitig bei www.hockeytransfers. de zu lesen. In der ETC-Geschäftsstelle klingelte das Telefon heiß und erboste Presseleute wollten wissen, warum sie nicht informiert wurden. Sogar Spieler des ETC riefen an, und wollten wissen, wer das ist. "Ich hab den schon mal gesehen, aber..." lustsch.gif
Ganz Crimmitschau kugelt sich und auch in der Geschäftsstelle trägt man es mittlerweile mit Humor.
GREAT... clap.gif

Die Wurzel allen "Übels": hier klick
Merlin77
clap.gif lustsch.gif lustsch.gif vom Allerfeinsten!
Oetzi
biggrin.gif Finde ich auch lustsch.gif blink.gif
Basler2000
Bandencheck: Die Hockeyweb-Kolumne von Alexander Brandt

Eishockey-Deutschland, 4. Mai

Tja, nun haben wir den Salat: Deutschland droht zum ersten Mal seit dem Wiederaufstieg der Gang in die Abstiegsrunde und hat auf dem Wiener Badesee die ersten beiden Vorrunden - Spiele verloren. Wer nun den Bandencheck angeklickt hat, weil er ein Donnerwetter erwartet, wird eine Enttäuschung erleben. Zum Draufhauen braucht man Wut oder Ärger, und den empfinde ich nicht, eher eine Depression, mit der wohl ganz Eishockey-Deutschland seit Sonntag Abend herumläuft. Wer die Gesichter unserer Spieler nach dem Spiel gegen die Kasachen gesehen hat, dem ist nicht nach draufhauen zumute, jetzt ist anfeuern gefragt, denn der Supergau, sprich Abstieg, ist noch vermeidbar.
Also auf geht´s, Jungs! Ihr packt das!

Ich bin ein bekennender Fan der Schweiz. Wunderschönes Land, tolles Eishockey, nette Leute. Der Spengler Cup ist für mich der mit Abstand großartigste Eishockey-Event außerhalb der NHL und ich habe immer verwundert auf die von da unten empfundene Rivalität mit Deutschland geschaut, ich habe darüber sogar mal einen Artikel für Schweizer Medien geschrieben, die Rivalität aus der Sicht eines Deutschen. Doch nun ist Schluss mit lustig, bis Donnerstag Abend, 24.00 Uhr kündige ich der Schweiz die Freundschaft! Ab Freitag früh habe ich euch wieder lieb, aber erst dann! Und ich appelliere an unsere Jungs: Schießt die Eisgenossen in die Abstiegsrunde! Zieht ihnen die Alphörner durch den löchrigen Käse! Jagt Heidi auf die Alm zurück! Schreibt ihnen Nummern aufs Tore-Konto! Ran an den Wichser!

Ha, des ischt nichcht nett, odrrr?

Zeigt unseren Jungs das Video vom Sieg gegen die Schweiz bei der WM 2001 (hallo, liebe Schwyzer: BEI der WM, nicht AN der WM). Der Jubel in der Kölnarena, das Tor von Marco Sturm! Dieses Spiel sticht heute noch wie Fondue-Nadeln in die schweizerischen Wunden. Überhaupt: Die Schweizer haben mit Paul DiPietro einen eingebürgerten Kanadier in ihren Reihen. Pah, so was haben wir nicht nötig! Wir haben nicht einen einzigen Ami mit deutschem Pass dabei. Rob Leask ist verletzt, scheiße.

Okay, Lewandowski, Martinec, Fical oder Benda sind nicht unbedingt in Deutschland zur Welt gekommen, aber das sind die bayerischen Spieler ja auch nicht.

In welcher Sprache parlieren die Schweizer Spieler eigentlich? Deutsch? Französisch? Italienisch? Räto-Romanisch? Die Herren in den dunklen Anzügen auf deren Spielerbank, das sind nicht etwa Trainer, das sind Dolmetscher. Neenee, gegen die kann man doch gar nicht verlieren. Bei uns geht es viel gesitteter und zivilisierter zu, da sprechen alle Offiziellen feinstes Hochdeutsch. So wie Greg Poss oder der Reindl Franz. Ihr seht also, liebe Spieler, das kann gar nicht schief gehen.

Ich selbst werde mir das Spiel morgen mit einigen Freunden gemeinsam ansehen. Es gibt Käse-Fondue. Wer als erster sein Stück Brot verliert, muss zur Strafe zu Fuß von Klosters nach Davos laufen (für alle Ortsunkundigen: Das geht etwas steil aufwärts. Etwas sehr steil aufwärts). Wer zum zweiten Mal sein Brot verliert, muss eine Saison lang mit dem Trikot von Adrian Wichser herumlaufen. Und was geschieht mit dem Unglücksraben, der dreimal sein Brot verliert? Was könnte schlimmer sein? Ich werde es Euch verraten: Auf jenen Todgeweihten wartet eine DVD „Best of Paola und Kurt Felix“. Und wer sich damit herausreden will, er habe keinen DVD Player, bekommt eine Eintrittskarte für einen Auftritt von DJ Bobo. Dagegen wirken Checks von Eric Cole wie Streicheleinheiten!

Schluß jetzt, go Boyz, go Boyz, go Boyz!

Gruß aus dem nördlichen Kanton von Alexander Brandt

Quelle
Bärliner
Bandencheck: Die Hockeyweb-Kolumne von Alexander Brandt

Eishockey-Deutschland, 9. Mai

Im Bandencheck Nr. 15 vom 20.12.2004 schrieb ich:
Man stelle sich mal vor, Deutschland verliert bei der WM unglücklich das erste Spiel und landet in der Abstiegsrunde, fröhlich stürmend und in die Konter der Gegner laufend. Da könnte aus der Doppelbelastung (von Poss) ratzfatz eine Garnichtbelastung werden. Aber was soll´s, dann holt der Hans die Karre wieder aus dem Dreck und Greg Poss geht im Austausch zu den Kölner Haien und wird Deutscher Meister.

Gebt es zu Leute, Ihr habt das damals für einen Scherz gehalten, dabei mache ich nie Scherze! Und was ist jetzt? Genau die beschriebene Situation ist eingetroffen und Hans Zach wird schon wieder als Nachfolger gehandelt, bzw. hat sich selbst ins Gespräch gebracht. Ein Rückschritt soll ein Fortschritt sein? Nun, ein Schritt zurück ist immer noch fortschrittlicher als vier Schritte zurück, so mag jetzt manch einer denken.

Mich erinnert die Diskussion eher an eine Szene aus dem amerikanischen Präsidenten-Wahlkampf. Da argumentierten die Republikaner, man wechsle nicht das Pferd mitten im Strom. Und manche Leute fragten: „Aber wenn das Pferd nicht schwimmen kann und man gar nicht erst in den Strom hinein wollte?“ Unser Pferd heißt Greg Poss, es befindet sich im Abstiegs-Strom und versucht sich gerade als Freischwimmer. Immer kurz vorm absaufen. Zum Glück hat Greg Poss den Rücken frei, sein Vertrag wurde ohne jeden Leistungsnachweis verlängert und die DEB-Spitze steht hinter ihm. „Die Trainerfrage stellt sich nicht“, sagte der DEB-Präsident, wie hieß der noch mal. Und Generalsekretär Franz Reindl sagte: „Greg Poss führt die Nationalmannschaft und damit basta!“

Alles klar, Thema erledigt. Oder? Leider nein, denn schon kommen wieder die Nörgler aus den Löchern, die schon an Hans Zach kein gutes Haar ließen, und schießen sich auf Poss ein. Die Trainerfrage stellt sich nämlich doch, Herr Esken (so heißt er, der Präsi), wenn derart schaurige Resultate eingefahren werden. Das weiß der Mann natürlich auch, aber er muss mit Poss ja auch seine eigene Entscheidung verteidigen. Wenn die DEB-Herren sagen „die Trainerfrage stellt sich nicht“, dann meinen sie damit in Wirklichkeit „unsere Entscheidungen werden nicht infrage gestellt, sonst stellt am Ende noch jemand uns selbst infrage.“ Man will schließlich weiterhin oben schwimmen.

Greg Poss wird allerortens kritisiert, mit Recht, auch in diesem unseren Hockeyweb. Okay, also übernehme ich als semiprofessioneller Polarisierer gerne mal wieder die andere Seite der Medaille und fordere hiermit, an Greg Poss festzuhalten.

Halt, nicht gleich ausflippen, erst mal weiterlesen.

Blicken wir doch mal auf die vergangenen Weltmeisterschaften zurück. Wir sicherten jeweils im ersten Spiel den Klassenerhalt und konnten ohne Druck in die weiteren Spiele gehen und schauen, ob sich noch was machen lässt. Dabei haben wir uns auch unter Zach nicht mit Ruhm bekleckert. Ein knappes 4:2 gegen Kasachstan letztes Jahr, davor hatten wir zweimal eine Wild Card für den Klassenerhalt, weil wir gegen Japan antreten durften. Und die schlugen wir vor zwei Jahren gerade mal mit 5:4. Es war doch immer klar, dass wir arge Probleme bekommen würden, sobald ein Eröffnungsspiel mal in die Hose geht. Dann muss man plötzlich gegen Teams punkten, die mindestens ebenso stark sind. Und in der Abstiegsrunde muss man plötzlich das Spiel machen gegen Gegner, die so gegen uns spielen wie wir gegen Tschechien und Co. Willkommen in der Realität.

Ihr wollt Poss immer noch rauswerfen, weil die Mannschaft konfus spielt? Okay, meinetwegen. Und dann? Wer soll´s dann machen? Schaut euch doch mal um: Da ist kein DEL-Trainer, der in den Startlöchern steht und bereit und in der Lage wäre, den Karren aus dem Dreck zu ziehen, so wie damals Hans Zach nach dem Abgang von George Kingston. Jetzt gibt es nur eines: Konsequent weiter arbeiten und von unten den Eishockey-Laden aufbauen. Unsere Nachwuchs-Nationalmannschaften sind Fahrstuhl-Teams, die immer wieder auf- und absteigen. Das A-Team hat sich traditionell immer mit eingedeutschten Kanadiern oder Tschechen über Wasser gehalten. Da muss der Hebel angesetzt werden, nur wenn wir mit der U 18 und der U 20 auf Dauer sicher in der jeweiligen A-Gruppe spielen, wird auch das erste Team oben bleiben.

Wollen wir schwimmen oder wollen wir nur nicht absaufen?

Gruß vom geistigen Nichtschwimmer Alexander Brandt
Basler2000
ZITAT(Bärliner @ 9th May 2005 - 10:29:53)
Ihr wollt Poss immer noch rauswerfen, weil die Mannschaft konfus spielt? Okay, meinetwegen. Und dann? Wer soll´s dann machen? Schaut euch doch mal um: Da ist kein DEL-Trainer, der in den Startlöchern steht und bereit und in der Lage wäre, den Karren aus dem Dreck zu ziehen, so wie damals Hans Zach nach dem Abgang von George Kingston.

DEL-Trainer nicht, aber einen anderen der polarisiert!!! wink.gif Ich schlage Frank Gentges vor, da können die Jungs gar nicht ins schwimmen kommen, denn er wird sie laufen lassen bis sie umfallen!!! laugh.gif tongue.gif biggrin.gif
Tom Tokio
ZITAT(Basler2000 @ 9th May 2005 - 13:00:22)
ZITAT(Bärliner @ 9th May 2005 - 10:29:53)
Ihr wollt Poss immer noch rauswerfen, weil die Mannschaft konfus spielt? Okay, meinetwegen. Und dann? Wer soll´s dann machen? Schaut euch doch mal um: Da ist kein DEL-Trainer, der in den Startlöchern steht und bereit und in der Lage wäre, den Karren aus dem Dreck zu ziehen, so wie damals Hans Zach nach dem Abgang von George Kingston.

DEL-Trainer nicht, aber einen anderen der polarisiert!!! wink.gif Ich schlage Frank Gentges vor, da können die Jungs gar nicht ins schwimmen kommen, denn er wird sie laufen lassen bis sie umfallen!!! laugh.gif tongue.gif biggrin.gif

clap.gif clap.gif Großartiger Vorschlag! thumb_up.gif
Bärliner
Bandencheck spezial

Köln/Duisburg, 9. Mai

Von Ductus

Als die 1. und 2. Bundesliga - vor allem die mit dem ECD Sauerland und dem EHC Essen-West - vor etwas mehr als zehn Jahren nach vielen Konkursen (heute Insolvenzen) keine zwei Dutzend Teams zur Bildung von zwei funktionstüchtigen Ligen zur Verfügung hatten, wurde die DEL ins Leben gerufen. Zwar mindestens ein Jahr zu früh, aber eben der Not gehorchend.

Die deutsche Profiliga hat sich etabliert, im Spielbetrieb, beim Marketing und bei der Öffentlichkeitsarbeit einigermaßen professionell. Das muss jetzt und heute dem DEB abgesprochen werden. So wie vor gut einem Jahrzehnt wäre es auch heute dringend geboten, den glatten und endlich richtigen Schritt zu tun: Die Nationalmannschaft denen überlassen, die am ehesten professionell arbeiten - der DEL also. Kann es richtig sein, dass ein Richter mit ein wenig Puckverständnis, dafür mit hohem Einsatz für die Profilierung der eigenen Person weiterhin das Sagen beim deutschen Aushängeschild hat? Über Franz Reindl kann eine Menge gesagt werden, aber Sachverstand kann ihm nicht abgesprochen werden. Da die DEL ohnehin ihre besten deutschen Angestellten zur Verfügung stellt, wäre auch hier der glatte Schnitt und die klare Zuständigkeit logisch und auf Dauer sinnvoll. Das heißt nicht, dass es - wie unter Bernd Schäfer III noch bis zum Frühjahr 2000 vehement gefordert - die generelle Loslösung angesagt wäre. Nur das Einbetten in die richtige Form. Der ideelle Bereich mit den Nachwuchsnationalmannschaften oder den Damen kann in München bleiben, der Rest gehört nach Köln in die DEL-Zentrale wie auch der komplette Bereich Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, der endlich von professionellen Kräften betreut werden muss.

[hockeyweb]
nerris
Was bin ich froh, dass es Kompetenzproblem nicht nur in Leipzig gibt wink.gif .
Bärliner
Bandencheck: Die Hockeyweb-Kolumne von Alexander Brandt

lustsch.gif teehee.gif lustsch.gif


Deutscher Eishockey-Bund – Der Präsident
Interne und externe Stellenausschreibung


Für den Bereich Internationale Turniere ist im Bereich A-Nationalmannschaft ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt die Tätigkeit einer/eines

Bundestrainers/Bundestrainerin

ohne geregelte Arbeitszeit (nur zwei bis drei Turniere pro Jahr) für die Dauer von 12 Monaten zu vergeben. Unbefristeter Vertrag möglich, gerne auch ohne Leistungsnachweis.

Aufgabenbereiche und Voraussetzungen:

1. Nominierung der Nationalspieler aus den Reihen der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Aus einem Kreis von ca. 40 Kandidaten müssen 22 Spieler ausgesucht werden

2. Trainieren der ausgewählten Spieler. Vorzugsweise Schwerpunkt auf Powerplay und Sichern des Pucks an der blauen Linie

3. Wahlweise Studium der Gegner mittels Videoanalyse. Wer den Gegner genau kennt, weiß wenigstens, warum er verlieren wird.

4. Erfahrung im Umgang mit kritischen Medien. Analphabetismus ist keine zwingende Voraussetzung, erleichtert den Job aber ungemein.

5. Künstlerische Aufgaben, insbesondere Zeichnen von Kreisen und Pfeilen auf Taktiktafeln, die 22 Personen binnen 30 Sekunden (Auszeit) begreifen und verinnerlichen können

6. Vermittlung eines für Außenstehende nachvollziehbaren Systems, das zur Qualität der Spieler passt

7. Gute Kontakte zu den Einbürgerungsbehörden wären wünschenswert

8. Deutsche Staatsangehörigkeit, wahlweise langjährige Kenntnisse in der DEL mit deutschem Familienanschluss

9. Bereitschaft, mit unerfahrenen Co-Trainern und Funktionären aus den unteren Ligen zu arbeiten

Die Tätigkeit erfordert Interesse am Eishockeysport, Belastbarkeit (nur im April). Kommunikationsfähigkeit und Flexibilität wären wünschenswert, mancher Vorgänger auf dieser Positionen kam allerdings auch ohnedies aus.

Bewertung der Stelle: Abhängig von den sportlichen Erfolgen, derzeit ca. 100.000 Euro pro Jahr mit der Option, 10 Monate im Jahr noch einen anderen Job nebenher zu machen

Schwerbehinderte werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt, die Bewerbung von Frauen ist ausdrücklich erwünscht, wenn auch problematisch (muss den Anblick nackter, muskulöser Männer ertragen können)

Ihre Bewerbung richten Sie bitte an den DEB, sie wird von dort aus an die entsprechenden Golfplätze weitergeleitet, auf denen sich das Präsidium während des Sommers fortbildet.

[hockeyweb]
Basler2000
thumb_up.gif clap.gif lustsch.gif clap.gif thumb_up.gif
Bärliner
Pagé: Nationaltrainer - mein Traum!

Er führte die Eisbären zum Titel, doch bei der Eishockey-WM erlebte Meister-Coach Pierre Pagé ein deutsches Desaster mit - nur 1 Sieg! In der BZ spricht Pagé Klartext über unsere Eispfeifen, Keeper Oliver Jonas, Greg Poss und das Gespenst Hans Zach...

Nur ein Sieg für Deutschland bei der WM. Was lief da falsch? Auch wenn jetzt viele auf Greg Poss schimpfen: Aber er ist nicht das Problem!

Das sagen Sie, weil Sie ihn als Trainer-Kollegen schätzen. Natürlich muß man die Niederlagen analysieren. Und da möchte ich mich nicht zu sehr einmischen. Nur: Es sind die Kleinigkeiten, die über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Zum Beispiel? Wenn ich eine Nummer 1 wie Oliver Jonas hole, dann muß ich auch seinen Goalie-Coach für so ein wichtiges Turnier holen! So etwas macht den Unterschied im Spiel gegen Kasachstan aus.

Was noch? Alle haben geglaubt, es geht so weiter wie bisher. Greg Poss mußte mindestens so erfolgreich sein wie Hans Zach. Und dabei natürlich auch viel besseres Eishockey spielen. Aber so was geht doch nicht innerhalb eines halben Jahres!

Wie lange muß Eishockey-Deutschland warten? Die gesamte Mentalität im deutschen Verband und dem Umfeld muß sich ändern. Es reicht nicht zu sagen: Poss spielt offensiv, also werden wir jetzt Achter oder ein bißchen besser.

Konkreter, bitte! Hans Zach hat jahrelang defensives Hockey spielen lassen. Das steckt doch in der Mannschaft drin. Und das kriegst Du nicht in ein paar Monaten raus. Vor allem, wenn es nicht läuft. Dann fällt man ganz schnell wieder ins alte Muster zurück. Doch das sorgt dann für zusätzliche Konfusion.

Warum behält man den Stil von Zach nicht bei? Weil man damit nicht mehr weiterkommt! Ohne Frage, Hans Zach hat in seiner Amtszeit einen guten Job gemacht. Aber jetzt ist es Zeit für den nächsten Schritt. Doch das birgt ein gewisses Risiko in sich. Nur wenn man diesen Weg gehen will, muß man alle Konsequenzen tragen. Auch wenn es am Anfang Niederlagen gibt.

Hans Zach hat sich bereits als Nachfolger angeboten. Wenn er das gemacht hat, ist es eine Unsportlichkeit. Hans Zach ist Vergangenheit. Und man erreicht nichts, wenn man in der Vergangenheit lebt.

Wenn Poss gehen muß: Wäre das ein Job für Sie? Ich werde niemandem in den Rücken fallen. Deshalb sage ich dazu nichts. Nur soviel: Ich habe noch zwei Jahre Vertrag bei den Eisbären. Und es ist mein Traum, einmal Nationaltrainer zu sein. Das kann auch Deutschland sein. Aber niemals jetzt, wenn mein Kollege Poss in einer schweren Situation steckt, würde ich irgend etwas Zweideutiges sagen.

Ein Wort zu Oliver Jonas. Es war auch nicht seine WM, oder? Nein, aber er hat mit Robert Müller einen starken Konkurrenten. Doch Oliver hat, anders als in Berlin, seine Chance nicht richtig genutzt. Als bei uns Kölzig ausfiel, war er da.

Aber er scheint die damalige Kölzig-Verpflichtung noch immer als Beleidigung zu empfinden. Wie geht es mit Jonas in Berlin weiter? Ich arbeite nur mit Spielern zusammen, die auch bleiben wollen. Wenn er weg will, ist das keine Grundlage. Wir müssen die Situation schnell klären.

[bz]
Bärliner
Bandencheck: Die Hockeyweb-Kolumne von Alexander Brandt

Eishockey-Deutschland, 17. Mai


Am Tag nach dem Dänemark-Spiel ging ich zum Frisör. Als die grauen Haarbündel während des Beschneidungs-Aktes in meinen abgedeckten Schoß plumpsten, widmete ich sie ihren Verursachern: Eins für Bakos, eins für Jonas, eins für Schauer, drei für Benda, fünf für Poss...
Aber man muss auch das Positive sehen, endlich können unsere Fans jetzt nach dem Abstieg mal wie die Fußball-Kollegen singen: „Ohne Holland fahr´n wir zur WM!“ Denn wir spielen nächstes Jahr nicht gegen Holland, sondern in einer Gruppe mit Frankreich, Japan, Großbritannien, Ungarn und Israel. Israel? Die haben noch nichtmal eine Eishalle, die trainieren auf dem Toten Meer! Aber das genügt, um mit uns in einer Gruppe zu spielen! Auf der anderen Seite sind das doch alles Länder, die viel größer und bedeutender sind als Tschechien, Schweden oder Finnland. Ob der Abstieg Absicht war? Um gegen so große Nationen zu spielen und aus Mitleid die WM 2010 zu kriegen? Kam mir gleich verdächtig vor, dass ein Jan Benda plötzlich nicht mehr in der Lage war, einen Puck anzunehmen und zum Nebenmann weiter zu spielen. Und wer will schon nach Riga in Lettland, wenn er nach Amiens bei Paris fahren kann? Falls wir Ungarn schlagen, wäre es dann das "Wunder von Amiens"? Aus dem Hintergrund müßte Ustorf schießen, Ustorf schießt: TOR TOR TOR!

Warum Amiens? Warum hat sich der DEB nicht um die Austragung der B-WM beworben? Wäre wohl unfair, die kleinen Eishockey-Nationen mit der Unterstützung unserer Fans vom Eis zu blasen und direkt wieder aufzusteigen? Ich verstehe das nicht, das hätte doch der erste Schritt sein müssen, sofort nachdem der Abstieg fest stand: Die B-WM ins eigene Land zu holen, alles zu versuchen, um sofort wieder aufzusteigen! Aber halt - vielleicht sollten wir bis zum automatischen Aufstieg 2010 zweitklassig bleiben, damit die DEL nicht wieder mitten im Reformprozess stoppt, weil wir mal zwischendurch in einem Viertelfinale stehen. Allmählich vermute ich hinter der Sache einen ausgeklügelten Plan... die Agenda 2010! lustsch.gif

Diese kommende B-WM muss einen neuen Anfang darstellen. Als die Nationalmannschaft 1998 abgestiegen war, gab es nach den folgenden zwei Jahren Zweitklassigkeit positive Veränderungen im Deutschen Eishockey: Die Zahl der ausländischen Spieler wurde Jahr für Jahr herunter gefahren, die DEL war sich endlich der Bedeutung des Nationalteams bewusst. Jetzt muss der erneute Abstieg wieder positive Folgen haben, damit meine Haare nicht völlig sinnlos ergrauten. Jetzt muss der DEB zusammen mit der DEL neue Regelungen zur Nachwuchsförderung finden, jetzt müssen Ideen und Konzepte her! Und wann soll man sich darum kümmern, wenn nicht ab sofort? In knapp 10 Wochen starten die DEL-Teams schon wieder ins Sommertraining, dann haben die Klubs alle Hände mit der Planung der neuen Saison zu tun. JETZT muss was in Sachen Zukunft unternommen werden.

Meine Herren in den Chefteagen des DEB und auch der DEL, Ihr habt die Bude eingerissen, jetzt baut sie verdammt noch mal auch wieder auf! Jetzt müssen sich auch manche Leute fragen lassen, worum es ihnen eigentlich geht: Ums Eishockey oder ums Ego? Ich nenne gerne Poss und Reiter: Herr Esken (das ist der Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes) ist für mich nicht mehr haltbar, wie wäre es denn mal mit einer Eishockey-Persönlichkeit an der Spitze anstelle eines leicht übersehbaren Juristen? Sollte ein Präsident repräsentieren oder nur verwalten?

Wenn wir in ein paar Jahren auf diese beschissene Saison 2004/2005 zurückblicken, sollten wir wenigstens das Gefühl haben, dass der Abstieg damals ein positives Aufbruchsignal war.

Was jetzt auf keinen Fall passieren darf, wird vermutlich passieren: Nämlich erst mal gar nichts. Irgendwann im Herbst werden wir dann lesen, dass alles beim Alten bleibt, schließlich habe man ja nur Pech und viele Absagen gehabt. Dann holt man sich beim Deutschland-Cup lauter Klatschen ab und stellt befriedigt fest, dass man auf dem richtigen Weg sei, man habe schließlich gut mitgehalten. Mit welchem Trainer auch immer.

Und dann singen wir alle: „2010, Ihr werdet es schon sehen, wir punkten gegen Dänemark und wir schlagen die Kasachen!“

Lieber DEB, liebe DEL, bitte straft mich Lügen!

Gruß vom grauen Panther Alexander Brandt
Dieses ist eine vereinfachte Darstellung unseres Foreninhaltes. Um die detaillierte Vollansicht mit Formatierung und Bildern zu betrachten, bitte hier klicken.
Invision Power Board © 2001-2017 Invision Power Services, Inc.