ZITAT(karlakolumna @ 13.11.2006 - 01:02:19)

ZITAT(Torsten S @ 13.11.2006 - 01:01:41)

Das war ja sowas von viel Eishockey für einen Tag! Aber scheen war's!

aber sowas von schön
*sing* ein tor, ein tor, irgendjemand, irgendjemand, irgenjemand schieß ein tor *singoff*
mehr dann ein andermal... gute nacht für heute ...
Ich mache mal den Anfang einen 16 stündigen Ausflug zu beschreiben, bei dem für jeden etwas dabei war...
8:00 Uhr Volkshaus Leipzig, teilauto Parkplatz:
Meine Herren ist das früh. Langsam trudeln 8 Reisewillige ein, die mehr oder weniger frisch daherschauen und schließlich auch ihr professioneller Reiseleiter, der nun auch die letzten rentner nach hintertupfingen verschifft hat. Die rasende Reporterin verteilt noch kurz Kaffee und es kann losgehen.
"die frau aus dem fernsehen", die eigentlich sonst in mannes luxusliner wohnt, wird mit informationen gefüttert, damit tt the taxi driver uns auch wirklich in die richtige tui arena chauffieren kann ... unterwegs noch ein bißchen heia machen, dummes zeug erzählen, vereinspolitik und grundsatzdiskussionen, die reaktionen eines schlafenden mitreisenden via "PLOPP!-Test" geprüft und ZACK! sind wir auch schon in hannover...
was sehen unsere müden augen als erstes beim einparken ... kühe aus der benachbarten saalestadt

und das sollten im laufe des tages immer mehr werden! die ignorieren wir aber erstmal genauso wie das riesenrad und den autoscooter der fanmeile, da es recht frisch und stürmisch war und außerdem das bierverlangen einiger mitreisender dringend gestillt werden musste.
gekonnt die dargebotenen winkelemente ignoriert, den mittelrang gesucht, erstes bier im paulanergarten: Lasset die spiele beginnen!
JAPAN: LETTLAND war die erste Partie, kaum jemand in der Halle, sehr leise oder wie tt es nannte "steril" alles. auch das spiel. sensationell langweiliges pukgeschiebe und dann lassen sich die armen japaner auch noch den sieg abknöpfen. bereits beim ersten spiel habe ich persönlich allerdings festgestellt: "Sitzen fetzt!"
nix besonderes, aber so langsam füllt sich die halle. die leipziger reisegruppe beschließt das gastronomische angebot in hannover auf herz und nieren zu prüfen, bevor die highlights des tages auf uns zukommen sollten. die anzahl der calzone futternden lionsfans steigt spürbar, der paulanergarten ist immer noch gemütlich und die kühe aus der nachbarstadt gucken immer debiler aufgrund der leipziger man (woman) power. immer wieder schlendern bekannte trikots vorbei, das hihglighttrikot wird uns tom hoffentlich bald hier zeigen. Das dazuhgehörige Zitat: "Wir sind pleite aber diesmal ist ... nicht schuld!"
Nun aber mal langsam die athletischen Gebeine wieder auf den Rang gesetzt, die schwarz-rot-goldenen Laufen sich schon warm. Unterwegs werden wir noch von einer jungen Dame aufgehalten die im Auftrag des DEB eine Fanbefragung durchführt. Unsere Highlightfrage: "Identifizieren Sie sich mit der Nationalmannschaft weil sie eben die Nationalmannschaft ist, oder aufgrund bestimmter Spieler ihres Vereins?"

ehmja... was sollten wir da nur antworten ausser ein schallendes Lachen. Die Debatte über den wissenschaftlichen Gehalt der Umfrage und die generelle Unfähigkeit des DEB in Sachen Öffentlichkeitsarbeit können wir ja an andere Stelle mal wiedergeben.
Auch interessant waren die Planungen den Videowürfel in unserem 9-Mann-Transit-Bus unterbringen zu wollen

hätte auch sicher keiner gemerkt
Es wird langsam dunkel in der Halle, die Spots gehen an und ein ffn-Moderator versucht sich als Stimmungsmacher vor dem Spiel. Das gelingt ihm nur beim einzigen Stehplatzblock und weil er dabei so wild auf dem Eis herumkaspert und ihm wohl niemand gesagt hatte, dass das auch glatt ist, vollführt er einen absolut ungekonnten Sturz. Steht nicht wieder auf, sein Arm liegt merkwürdig verdreht neben ihm, Minuten vergehen bis dann wirklich mal Sanis bei ihm sind und ihn vom Eis führen. Später wird verkündet er sei gerade zum Röntgen--- Verdacht auf Oberarmbruch.
Dann wieder die Fahnenhupfdohlen, die es fertigbrachten vor allen drei Spielen die gleiche Choreograpie zu tanzen, bevor sie ihren eigentlichen Job des Flaggehaltens während der Hymne erledigten. Schreckliches Entertainment. das war aber schnell vergessen als erneut die nebelhorngleiche Hupe zu meinem persönlichen Höhepunkt des Tages rief:
DEUTSCHLAND gegen KANADA:
Nicht nur die mangelnde Schnelligkeit der vorangegangenen Partie wurde hier kompensiert auch Spielfreude, Taktik, Technik und überhaupt alles waren senationell schön anzusehen. Der Puk hatte allerdings große Angst vorm kanadischen Tor und wehrte sich in allen möglichen Variationen standhaft dort hinein zu kullern, was beim 2:2 zu einem minutelangen Nervenkrieg führte
Die Lionsfans hatten bereits einen erhöhten Stimmungspegel erreicht, der Professor gab dem Hauptschiedsrichter immer wieder wertvolle Tipps, die dieser auch hin und wieder dankbar annahm und wir zitterten die kompletten letzten beiden Minuten mit dem deutschen Team um das eine Tor, das noch hätte fallen müssen, um sich in die Verlängerung zu retten. Leider waren die Jungs im letzen Drittel schon ziemlich am Ende ihrer Kräfte und schafften es trotz allem Engagement leider nicht mehr.
Trotzdem ein sehr feines Spiel.
Weiter gings mit fröhlichem Fansgucken, dem Gastronomietest und einem erneuten Einsatz der Hupfdohlen. Langsam machte sich bereits Müdigkeit breit, die auch das erste Drittel der Partie SLOVAKEI: SCHWEIZ nicht zu beseitigen wusste. Unkreatives, langsames dem Puk hintergejage ohne Sinn und Ziel, die Slovaken gingen in Führung und die Roten wussten wohl nich mehr so recht was zu tun sei. Bis Ihnen plöztlich jemand gesagt haben muss, dass es schon noch möglich sei das Spiel zu gewinnen. Mehr Bewegung, mehr Schwung, selbst unser einsames Häuflein Fans, in der mittlerweile fast leeren Halle, begann zu singen, doch nutze es alles nichts, es ging in die Verlängerung. Das Sudden Death Tor habt ihr ja wahrscheinlich alle auf Premiere gesehen. Schade eigentlich, mir waren die Schweizer sympathischer. Nach dem nunmehr dritten Spiel wurde es selbst manchem Leipziger Eishockeyverrückten irgendwie zuviel damit, forderten sie doch tatsächlich irgendjemand solle bitte einfach ein Tor schießen, damit sie nur endlich nach hause dürfen. Vielleicht lagt es auch daran, dass sie sich doch nicht von Gummitieren fernhalten konnten und sich kollektiv damit Bauchweh bereiteten
Spannend am Rande: Nach dem Deutschland Spiel haben ungefähr drei Viertel der 5000 Zuschauer bereits den Heimweg angetreten und die unteren Ränge sahen aus wie leergefegt. Also bat der Hallensprecher die Fans auf dem Mittelrang doch nach unten zu kommen und mit den anderen zu feiern. Er hätte doch einfach sagen können, das Premiere beleidigt war weil sie das TOP-Spiel nicht aus einer Halle mit leeren Rängen zeigen können
Die Siegerehrung war auch kein Augenschmaus, leider beherrschte auch niemand die Sprache des siegreichen Teams, so dass deren Kapitän erstmal gar nicht mitbekam das er nach vorne sollte um die Blumen aus den Händen des karohemdigen Stadtrates und der Frau "die nur mit war" entgegenzunehmen.
Die vorhergehende Ehrung der besten Spieler der Partie des Deutschlandspiels war dagegen schon eher eine Augenweide. Zumindest für eine der mitgereisten Leizigerinnen, die sich nun nach intensiver Recherche gewzungen sieht, dem sportlichen Leiter der Blue Lions einen Insidertipp zur Verpflichtung eines neuen Spielers zu geben, da die Informationsbeschaffung über den Nationaltrainer leider durch akutes Bierholen verhindert wurde.
Wir machten uns dann auch mal langsam auf den Weg Richtung Heimat, begeistert wurde festgestellt, das "die Frau da im Fernsehen sowas alles weiß" und müde aber glücklich kamen wir schließlich nach 16 Stunden Spaß, sehr viel Hockey und einem wirklich schönen Ausflug in LE wieder an.
Falls den Mitgereisten noch was einfällt von den vielen Dingen die ich bestimmt vergessen habe, dann bitte ergänzen.