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Geschrieben von: Bärliner 26th October 2004 - 22:07:26

Willkommen in der alten Welt

Immer mehr Eishockey-Stars gehen nach Europa, weil in der NHL kein Ende der Pause in Sicht ist

Der erste Tag beim neuen Arbeitgeber begann für Erik Cole in einem Baucontainer. Gestern Nachmittag durfte der US-Amerikaner im Presseraum des EHC Eisbären darüber plaudern, warum er denn ab sofort in Berlin spielt. Im Stadtteil Hohenschönhausen – in einer betagten, 5000 Zuschauer fassenden, Halle mit Stehplätzen und Plastiksitzen. Die danach geplante Trainingseinheit mit den Juniors fiel jedoch aus. Von seinen fünf Koffern kam zunächst nur einer in Berlin an. Wellblechpalast statt RBC Center: Dort ist Cole bisher für die Hurricanes über das Eis gekurvt, in der komfortablen Großarena in Raleigh im US-Bundestaat Carolina, vor 19 000 Zuschauern. Doch im RBC Center spielen in den nächsten Tagen Countrystar Dolly Parton und Weltstar Bette Midler und keine Eishockey-Stars: Die Profiliga NHL ist in die größte Krise ihrer Geschichte geschlittert. Alle 30 Klubs der NHL haben ihre Spieler ausgesperrt. „Lock out“ heißt das in Nordamerika.

Die Klubbesitzer wollen eine Obergrenze des Budgets für Spielergehälter – den „Salary Cap“ – einführen, die Spielergewerkschaft wehrt sich dagegen. Die Fronten sind verhärtet. Seit dem 9. September haben beide Parteien nicht mehr miteinander gesprochen. Wann die NHL ihren Spielbetrieb wieder aufnimmt? Keiner weiß es. Also ist Cole in die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) gewechselt. Er ist einer von bereits 210 Spielern aus der NHL, die sich in Europa einen Interims-Arbeitgeber gesucht haben. Schweden, Tschechien, Finnland, die Schweiz, Russland, sogar Italien sind Anlaufstellen für arbeitssuchende NHL-Profis.

Cole ist der zehnte Spieler der Hurricanes, der nach Europa gewechselt ist – zum Leidwesen der Fans in Raleigh. Vor ein paar Tagen sind 1000 Dauerkartenbesitzer der Hurricanes ins RBC Center gekommen. Eigentlich sollte Carolina gegen Atlanta spielen. Stattdessen drängten sich die Fans um das Spielfeld, auf dem Eis standen NHL–Commissioner Gary Bettman und Hurricanes-Eigner Peter Karmanos. Eine ungewöhnliche und für die Fans unbefriedigende Diskussionsrunde. Bettmann sagte Dinge wie: „Wir werden einen Weg finden, auch wenn es erst nächstes Jahr ist.“

Durch den „Salary Cap“ soll der Spieleretat pro Klub auf 30 Millionen Dollar pro Saison beschränkt werden. Der Durchschnittsverdienst eines NHL-Spielers stieg in den vergangenen zehn Jahren von 733 000 auf 1,83 Millionen Dollar. Die New York Rangers entlohnten ihre Mannschaft trotz gesunkener Fernsehpräsenz und Rückgänge im Merchandising mit 80 Millionen Dollar. Viele NHL–Klubs sind wegen der explosiven Entwicklung der Gehälter verschuldet. Der Gesamtverlust der Liga betrug vergangene Saison 224 Millionen Dollar.

Für die Spieler ist die Pause zwiespältig: Einerseits wollen sie nicht auf ihr Geld verzichten, andererseits werden sie dadurch nicht besser. Nur älterere Stars stört das nicht. Der Amerikaner Chris Chelios bereitet sich auf eine Karriere als Bobfahrer vor, bei den Winterspielen in Turin 2006 will er sich für Griechenland in den Eiskanal stürzen. laugh.gif Doch Chelios ist 42 Jahre alt, für den 25-jährigen Erik Cole sieht Lage anders aus. „Der muss spielen, er will noch dazulernen“, sagt Eisbären-Trainer Pierre Pagé. Cole hat einen Einjahresvertrag in Berlin unterschrieben – ohne Ausstiegsklausel und für weit weniger Geld als die 1,5 Millionen Dollar, die er in der NHL verdient hat. „Keiner verzichtet freiwillig auf viel Geld“, sagt selbst Eisbären-Manager Peter John Lee. Aber was ist, wenn ein Spieler nicht glaubt, dass in der NHL die Saison doch noch gespielt wird?

Vor zehn Jahren gab es nach dem ersten „Lock out“ immerhin noch eine verkürzte Saison. Daran glauben immer weniger in Nordamerika. Es gibt nun sogar ein DEL-Internetforum in englischer Sprache: Dort diskutieren NHL-Fans darüber, was ihre Lieblinge in der DEL machen. Ein Anhänger möchte etwa, „dass einem ignoranten Kanadier mal erklärt wird, was der „Deutschland-Cup“ ist, ein anderer freut sich über einen Besuch bei Verwandten in Magdeburg: „Kann mir jemand sagen, wie weit es von dort zum nächsten DEL-Klub ist?“
Auf jeden Fall ist es für die nordamerikanischen Eishockey-Fans im Moment ein weiter Weg zu ihren Stars und für die NHL ein weiter Weg zurück in die Normalität.

Geschrieben von: Löwenherz 27th October 2004 - 08:50:14

Vielleicht sollte man den Spielern den Anfahrtsweg nach Leipzig geben!! laugh.gif

Geschrieben von: Bärliner 27th October 2004 - 11:57:59

ZITAT(Löwenherz @ 27th October 2004 - 09:45:14)
Vielleicht sollte man den Spielern den Anfahrtsweg nach Leipzig geben!! laugh.gif

Warum? huh.gif
Aah, Löwi weiss wieder mal mehr!? Leipzig bekommt für Just einen NHL´er mit deutschem Pass!? wink.gif

Geschrieben von: Bärliner 27th October 2004 - 13:26:54

Hier was NEUES ZUM LESEN !!!

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Schweiz
Ausschreitungen nach Davos-Spiel
Schlägerei endet in lebensgefährlichen Verletzungen



Auf dem Bahnhof Chur ist es nach einem Heimspiel des HCD zu schweren Ausschreitungen zwischen jugendlichen «Eishockey-Fans» gekommen. Wie das Schweizer Fernsehen SF DRS auf seiner Internetseite vermeldet, wurde dabei ein Beteiligter lebensgefährlich verletzt. Die insgesamt sechs von der Kantonspolizei ermittelten Täter hatten sich bereits im Zug verbal attackiert. Zur gewalttätigen Eskalation kam es dann auf den Churer Bahnhof.

Neben dem lebensgefährlich verletzten Jungen Mann mussten noch zwei Weitere Beteiligte stationär behandelt werden.
(sportdaten info)

Eishockeyfans sind faire, brave, liebe, nicht gewaltätige .... wacko.gif

Geschrieben von: Bärliner 27th December 2004 - 12:02:30

Mal wieder ein "Geschichtelchen" ...

Der Lenz kommt immer wieder
Nach 32 Jahren ist Lorenz Funk beim Berliner Eishockey nur noch Zuschauer

Im "Metzer Eck", der Ur-Berliner Kneipe im Prenzlberg, riecht es aus der Küche nach Gänsekeulen und Grünkohl. Am kleinen Tannenbaum im Fenster schimmern Kerzen wie kleine Hoffnungslichter. Aber Lorenz Funk, der Ur-Bayer von 120 Kilo, hat keinen Hunger. Vorhin nämlich war er dort, wo er hingehört, seit er denken kann: Beim Eishockey. Drüben im Sportforum bei den Eisbären. Als Zuschauer. Nach 32 Jahren als irgendein Zuschauer. Nach 32 Jahren das erste Mal Eishockey in Berlin - ohne den Macher Lenz Funk. "I hab' die Schnauzn erst mal voll vom Eishockey", sagt er und stellt das Weißbierglas ab.
Wenn Funk an die Gänsekeulen von vor einem Jahr denkt, vergeht ihm sowieso der Appetit. Damals roch es im Berliner Saal der Deutschlandhalle nach fetten Zeiten. Mitten drin der Lenz mit seinen fast zwei Metern, beinahe so groß wie die Weihnachtstanne und so standhaft, als sei der alte Berliner Funkturm nebenan nach ihm benannt. Der Präsident und Überzeugungsweltmeister im Schwergewicht hatte eine Portion Hoffnung beschert, daß die drittklassigen Berlin Capitals im Eishockey wieder hochkommen aus der Oberliga. Da würde den Elite-Eisbären da drüben im Osten in ihrer Wellblechhütte das Grinsen schon noch vergehen. Was hatte er, der alte Kämpfer, schließlich nicht schon alles getan für den Verein: Zog die Schlittschuhe wieder an, trainierte plötzlich, nahm 20 Kilo ab und kam für ein Match mit den Caps zurück aufs Eis, vor 3500 Zuschauern. "Am nächsten Tag", erzählt er, "kam ich nicht runter zum Schuhe binden." Auf den Weihnachtsparties ließ er Anträge kursieren, mit denen man Fördermitglied des Vereins werden konnte, für 100 Euro pro Jahr. Gefüllte Gläser, ausgefüllte Anträge, gefüllte Gänsekeulen-Mägen. Die Wirklichkeit war mager.
Das Frühjahr 2004 stieß Funk dann sauer auf, denn das Eishockey im Westen der Stadt verhungerte. Statt dessen die Insolvenz im Mai, die Capitals verschwanden von der Eisfläche. Auch Funk verschwand an Pfingsten, nach 15 Jahren das erste Mal in den Urlaub. Bloß nach Hause, nach Bad Tölz. Vorher hatte die neue Führungsriege des Nachfolgeteams BSC Preussen eine Fandemonstration gegen Funk vor dem Schloß Charlottenburg organisiert. "Es war wie im wilden Westen", sagt Funk bitter enttäuscht, "und ich habe viel zu viele Leute rangelassen, die mich dann im Stich ließen". Es war das Ende einer Achterbahnfahrt auf dem Berliner Eishockey-Markt der Eitelkeiten.
Der blühende Lenz im Eishockey begann nach der Wende, als Lorenz Funk den erfolgreichen Eishockey-Gegenentwurf im Osten der Stadt schmiedete. 1991 stiegen die Männer des SC Dynamo in Hohenschönhausen aus der Bundesliga ab. Dann kam der Funk als Manager rübergemacht und man kletterte gleich wieder hoch, das hatte bis dahin noch keine Truppe in Deutschland geschafft. Dafür hefteten sie ihm das Bundesverdienstkreuz an die Brust. "Wenn ich denen nix beigebracht hab'", scherzt Funk, "aber das Weißbiertrinken schon". Und den passenden Getränkesponsor aus Bayern.
Funk machte die Ostberliner am Rande der grauen Plattenbauten konkurrenzfähig und führte den EHC sogar bis ins Europacup-Finale. Im Herbst 1998 lockte der Tölzer dann Phillip F. Anschutz nach Berlin, ein Jahr später stieg der US-Milliardär als Teameigner ein. "Noch heute können sie dort täglich das Vaterunser beten, daß der noch da ist", meint Funk.
Nach zehn Jahren Funk und EHC aber war das Eis gebrochen. "Das waren zehn Jahre Sauerstoffzelt", sagt er, "ich konnte zum Schluß nicht mehr atmen." Die Diskrepanzen mit Peter John Lee, der Funk als Manager beerbt und zum sportlichen Frühstücksdirektor degradiert hatte, und die Entscheidung des Klubs, auf die Ausrichtung des Continental-Cups als höchstem Wettbewerb im europäischen Eishockey zu verzichten, fällten Funks Entscheidung innerhalb einer Stunde. Im Sommer 2000 war Schluß, er machte wieder rüber, ausgerechnet zu den inzwischen bankrotten Capitals. "Ich habe nie gedacht", sagte er seinerzeit, "daß es so schlimm um die bestellt ist."
Im Berliner Westen war er erst Sportdirektor, dann Präsident. Genau dort, wo er als Stürmer mit dem Schlittschuh-Club Preussen 1976 zum zweiten Mal nach 1974 deutscher Meister wurde. Die Rolex, die jeder im Team dafür vom Springer-Verlag bekam, hängt noch immer an seinem Handgelenk. Die Eishockey-Eminenz, schon mit 18 Torschützenkönig der Bundesliga, versteckt sie immer ein bißchen, denn Luxus paßt irgendwie nicht zu ihm. Funk tickt einfacher.
Zu den Preussen, wo sein Neffe Andreas Brockmann immer noch Trainer ist, geht Funk nicht mehr, garantiert. "Nie wieder", sagt er. "Wenn ich in Berlin bin, bin ich Ossi." Seit 32 Jahren lebt er in der Stadt, wohnt seit 13 Jahren in einem Hotel nahe der Eisbären-Halle. Das "Metzer Eck" ist seine Stammkneipe. Und Eishockey? "Ich mach' wieder was Großes, bestimmt." Was? "Verrate ich noch nicht."
Nur soviel: Als "Selbständiger im Sportmanagement" tourt er jetzt durch die Republik, eine Funksche Ich-AG gewissermaßen. Keiner kann ihm da in die Suppe spucken. "Einen Job als Spielervermittler, als Scout im Eishockey könnte ich mir durchaus vorstellen."
Lorenz Funk bleibt in Berlin, soviel ist sicher. "Ich bin ja erst 57", sagt er und manchmal fragt er sich, "ob sie mir mit dem Hammer aufs Hirn gehauen haben". Der Schädel indes ist hart geblieben, Bayern muß noch ein bißchen warten auf den bayrischen Berliner. "Meine 80 Tauben daheim sind ja versorgt. Ja mei, da sind richtige Athleten drunter." Sohn Florian, jetzt Nachwuchstrainer beim EC Bad Tölz, kümmert sich um die gefiederten Freunde. DEL-Profi Lorenz Funk junior liegt zurzeit auf Eis mit zwei operierten Schultern, früher spielte er mit dem Bruder unter Vaters Ägide bei den Eisbären. Die Söhne haben indes die sportlichen Qualitäten und das Charisma des Vaters nie erreicht.
Seit 1969 ist Lorenz Funk mit Marlene verheiratet, sie arbeitet bei der örtlichen Krankenkasse in Bad Tölz. "Ich bin nur ein paar Mal im Jahr in unserem Haus, vielleicht hat ja deswegen die Ehe und die Liebe so lange gehalten", sagt er. Doch wenn er die Leute daheim im Isarwinkel so sitzen sieht, wie sie tagein, tagaus dasselbe machen, dann muß der Lenz Funk immer seinen großen, kantigen Kopf schütteln: "Das wäre nix für mich, da müßte ich weg."
Aber Weihnachten war er wieder da. Dort liegt wenigstens Schnee und Eis. Und Marlene kommt ihm nicht jedes Jahr mit Gänsekeulen.
[mopo]

Geschrieben von: Eiskaltes Haendchen 19th January 2005 - 10:37:10

Massenschlägerei unter Eishockey-Junioren


BERLIN (sid). Das Eishockey-Spitzenspiel der Deutschen Nachwuchs-Liga (DNL) zwischen den Eisbären Juniors Berlin und den Jungadler Mannheim (6:8) ist von einer Massenschlägerei überschattet worden. Die Unparteiischen sprachen 269 Strafminuten aus, nachdem in der 46. Minute zahlreiche Spieler beider Teams von der Bank auf das Eis gestürmt waren und sich dort prügelten. "So etwas habe ich noch nie erlebt", sagte Ligenleiter Lüdemann. Insgesamt kassierten sieben Spieler eine Matchstrafe, drei weitere kamen mit einer Spieldauerstrafe davon. Der Kontrollausschuß des Deutschen Eishockey-Bundes wird neben zahlreichen Sperren über die Verteilung möglicher Geldstrafen beraten. Eisbären-Manager Lee war enttäuscht. "Die DNL ist eine gute Sache für das deutsche Eishockey. So etwas hat dort nichts zu suchen." Der Kanadier nahm vor allem auch die Nachwuchstrainer in die Pflicht. "Die sind dafür verantwortlich, wenn Spieler von der Bank ungebeten das Eis betreten."


Text: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.01.2005, Nr. 15 / Seite 34

Geschrieben von: Bärliner 19th January 2005 - 14:21:55

Jaja, Mannheim und Bärlin - eine wahrhaftig grosse "Liebe" ... biggrin.gif

Geschrieben von: Ronny Ef 19th January 2005 - 14:45:16

passend dazu die Strafenstatistik :


Eisbären Juniors Berlin - Jungadler Mannheim
6:8 (2:5,2:1,2:2)
Eisbären Juniors Berlin: Abwehr: Kasten, Thomas, Gaab, Gawlik, Hermle,
Kramer, Dinger, - Angriff: Labuhn, Stephan, Berg, Becker, Hauke,
Wunderlich, Konietzky, Rupprich, Weiß, Gall, Schimming, Czernohous,
Saggau,
Jungadler Mannheim: Abwehr: Reul, Maier, Langwieder, Pienitz, Ackermann,
Fischer, Kohl, - Angriff: Ruderer, Schietzold, Oblinger, Pielmeier T.,
Garten, Müller, Krumnisch, Olson, Christ, Mauer, De Raaf, Lost, Geiger,
1. Drittel
0: 1 (03:27) Müller 15 (Mauer, Fischer)
0: 2 (07:38) Garten 12 (Schietzold)
1: 2 (10:45) Weiß 17 (Berg)
1: 3 (13:51) Pielmeier T. 20 (Mauer)
1: 4 (17:26) Schietzold 26 (Pielmeier T.) 4-4
2: 4 (18:26) Weiß 18 (Kramer, Becker)
2: 5 (18:57) Pielmeier T. 21
Strafen: Krumnisch-00:20(2M-Ellbogencheck),
Pielmeier T.-04:08(2M-Haken),
Ruderer-08:32(2M-Beinstellen),
Weiß-15:12(2M-Stock-Check),
Dinger-16:14(2M-Stockschlag),
Garten-16:14(2M-Stockschlag),
2. Drittel
3: 5 (22:55) Dinger 10 (Rupprich)
3: 6 (25:49) Müller 16 (Fischer)
4: 6 (34:35) Weiß 19 - Penalty
Strafen: Langwieder-26:41(2M-Unkorrekter Körperangriff),
Stefaniszin-26:57(2M-Haken),
Berg-35:10(2M-Unnötige Härte),
Geiger-35:10(2M-Unnötige Härte),
3. Drittel
5: 6 (46:23) Hermle 4 3-3
6: 6 (47:13) Hermle 5 3-3
6: 7 (51:43) Müller 17
6: 8 (52:47) Müller 18
Strafen: Geiger-42:30(2M-Beinstellen),
Stefaniszin-45:19(5M-Sonstige Vergehen),
Kramer-45:19(5M-Sonstige Vergehen),
Saggau-45:19(5M-Sonstige Vergehen),
Krumnisch-45:19(5M-Sonstige Vergehen),
Maier-45:19(5M-Sonstige Vergehen),
Lost-45:19(5M-Sonstige Vergehen),
Pielmeier T.-45:19(5M-Sonstige Vergehen),
Kramer-50:19(20M-Matchstrafe),
Stefaniszin-50:19(20M-Matchstrafe),
Saggau-50:19(20M-Matchstrafe),
Krumnisch-50:19(20M-Matchstrafe),
Lost-50:19(20M-Matchstrafe),
Maier-50:19(20M-Matchstrafe),
Pielmeier T.-50:19(20M-Matchstrafe),
Müller-52:47(10M-Disziplinarstrafe),
Fischer-53:54(5M-Sonstige Vergehen),
Becker-56:44(5M-Hoher Stock),
Fischer-58:54(20M-Sonstige Vergehen),
Weiß-59:12(2M-Stockschlag),
Becker-60:00(20M-Hoher Stock),

Gesamt

Torhüter: Verein MIP GA ENG
Stefaniszin, Sebastian EBBj 13:51 3 0
Swolensky, Ole EBBj 46:08 5 0
Carmin, Massimo MERC 60:00 6 0

Überzahl-Vergleich: Eisbären Juniors Berlin 0/7,
Jungadler Mannheim 0/4
Strafzeiten gesamt: Eisbären Juniors Berlin 110,
Jungadler Mannheim 149
Auszeit: Eisbären Juniors Berlin 53:54, Jungadler Mannheim 47:13
Haupt-Schiedsrichter: A,
Linienrichter: AB, .; AB, .
Zuschauer: 135


doh.gif

Geschrieben von: Bärliner 26th January 2005 - 16:33:18

Und es geht schon wieder los... doh.gif ... rolleyes.gif

Neuer Eis-Krieg zwischen Preussen & Eisbären
Sportdirektor Köpf: Eisbären-System ein alter Hut! Barta-Abgang unnötig! Keine neuen Fans im Wellblechpalast!

Es gibt im Berliner Sport wohl keine größere Feindschaft als die zwischen den Eisbären und den Preussen. Seit dem Mauerfall beharken sich die Klubs und deren Fans, wo es nur geht. In den letzten Jahren wurde es allerdings ruhig um einen der Konkurrenten. Schließlich gingen die Preussen zweimal insolvent und stiegen bis in die vierte Liga ab.

Jetzt tut sich aber wieder etwas in Charlottenburg - nach 20 Siegen in Folge träumt der Oberligist vom Zweitliga-Aufstieg und der Rückkehr in die DEL. Zeit für Preussens Sportdirektor, die alte Rivalität wieder aufleben zu lassen. Vor dem Spiel gegen die Eisbären Juniors am Freitag (19.30 Uhr, Deutschlandhalle) feuert Gori Köpf eine volle Breitseite Richtung Hohenschönhausen.

Gori Köpf, als Spieler dreimal Deutscher Meister, über... ...Bären-Trainer Pagé: "Sein gefeiertes Torpedo-System ist ein ganz alter Hut. Das habe ich doch schon 1988 in Köln gespielt."

...Bären-Manager Peter John Lee: "Wir haben in Düsseldorf sieben Jahre in einer Mannschaft gespielt. Aber jetzt tut er so, als kenne er mich nicht mehr. Als ich bei ihm wegen eines Benefiz-Spiels nachgefragt habe, hat er nicht mal zurück gerufen."

...die Transferpolitik der Bären: "Es ist mir ein Rätsel, wie man Alex Barta ein so schlechtes Angebot machen kann, daß dieser ohne große Verhandlungen nach Hamburg wechselt. Für mich ist Barta einer der besten deutschen Stürmer überhaupt. Daß sie dann von Hamburg auch noch Ausbildungsentschädigung fordern, ist völliger Blödsinn. Schließlich haben die Eisbären ihre jungen Leute selbst aus ganz Deutschland rekrutiert."

...die neue Halle der Bären: "Die bekommen im Moment doch kaum den Wellblechpalast voll. Die Eisbären brauchen uns - nur dann gibt es ein volles Haus! Schließlich haben sie es nicht geschafft, seit unserem Abstieg neue Fans zu gewinnen. Eigentlich müßten die uns mit jungen Spielern unterstützen, damit wir möglichst schnell wieder gegeneinander spielen.

...die eigenen Ziele: "Wir wollen mit unserer hungrigen Mannschaft aufsteigen und in den Play off in der Deutschlandhalle einmal mehr Zuschauer begrüßen als in den Wellblechpalast der Eisbären passen."

Starker Tobak von Köpf. Die Lunte ist gelegt. Mal sehen, wie die Eisbären reagieren...

[bz]

Geschrieben von: Basler2000 26th January 2005 - 20:30:53

Und hier ist sie, die Reaktion der Eisbären!!! wink.gif

Lee schlägt zurück: Wir holen Stars, Preussen 'ne Stripperin

OLIVER KNAACK

Berlin - Kopfschütteln bei den Eisbären über die verbalen Angriffe der Preussen. Deren Sportdirektor Gori Köpf hatte in der BZ u. a. Transferpolitik und Spielsystem der Eisbären scharf kritisiert - damit einen neuen Eiskrieg angezettelt. "Capitals? Preussen? Oder wie heißen die im Moment gerade", fragt Manager Lee grinsend in Anspielung auf die drei Insolvenzen des "West-Klubs" in den letzten Jahren. "Aber ich bin wirklich sehr, sehr neidisch auf die Erfolgsgeschichte dieses Vereins. Das werden wir nie schaffen. Aber es ist auch nicht unser Ziel, in die 4. Liga abzusteigen."

Den Köpf-Vorwurf, sich nicht ausreichend um Alex Barta (wechselt nach Hamburg) bemüht zu haben, kann Lee nicht nachvollziehen. "Was weiß der denn?! Das sind doch Gehälter-Dimensionen, von denen die Preussen noch Jahre träumen. Die sollen erst mal einjähriges Bestehen feiern. Wenn sie das überhaupt schaffen. Denn wie man letzte Woche eindrucksvoll sehen konnte, investieren die ihr Geld lieber in Stripperinnen."

Da hatte Köpf eine Kabinenparty veranstaltet und eine Nackt-Tänzerin engagiert. Lee: "Da können die Fans mal sehen, wofür deren Zuschauereinnahmen verwendet werden..."

Mächtig Zoff - und das alles vor dem morgigen Oberliga-Duell der Preussen gegen die Eisbären Juniors. "Die passende Antwort geben wir auf dem Eis", sagt Keeper Youri Ziffzer. Das DEL-Team muß zeitgleich gegen Krefeld ran. Für Stürmer Rob Shearer eine weitere Gelegenheit, seinen Aufwärtstrend der letzten Wochen (5 Tore in den letzten 8 Spielen) fortzusetzen. Das Geheimnis seines Erfolges: Seine Frau Kim, 30, ist im fünften Monat schwanger. Für die beiden ist es ihr erstes Baby. "Wir freuen uns riesig", jubelt der 28jährige Shearer. "Es wird ein Junge, das wissen wir schon." Ja! Ein kleiner Eisbär. Anfang Juni ist es soweit. Allerdings wird der Shearer-Nachwuchs nicht in Berlin zur Welt kommen. Shearer: "Wir fliegen nach der Saison zurück nach Pennsylvania."

http://bz.berlin1.de/aktuell/sport/050127/baeren.html

Geschrieben von: Bärliner 2nd February 2005 - 19:39:38

Erst gab's "was auf die Ohren" jetzt was zum lesen!!

Hockeyweb-Interview mit möglichem Investor Oliver Kopplin

Berlin/Florida, 1. Februar

Im vergangenen Frühjahr gingen die Berlin Capitals wieder einmal pleite, zum letzten Mal. Unter dem Dach des Berliner Schlittschuh-Clubs konnten die Preussen dennoch in der Oberliga bleiben und versuchten nun einen neuen Anfang. Und es sah gut aus, zuletzt prägten keine negativen Schlagzeilen mehr das Image der Preussen, im Gegenteil: Die beispiellose Serie des Oberligateams mit mehr als 20 Pflichtspielsiegen in Folge erweckte den Eindruck, dass bei den Preussen endlich solide und vor allem diskret gearbeitet wird. Bis plötzlich die Bild-Zeitung mit folgender Schlagzeile schockte: "Florida-Olli will die Preussen kaufen!" Oliver Kopplin, ein alter Preussenfan, hat in den vergangenen Jahren in den USA anscheinend sein Glück gemacht und will nun bei "seinem" alten Club einsteigen. Eine Neuigkeit, die wegen der Indiskretion eines an den Verhandlungen Beteiligten an die Öffentlichkeit gelangte und Oliver Kopplin somit in eine Reihe mit diversen "Blendern" aus der Capitals-Zeit stellte, zumal "Florida-Olli" bis heute keinen Beweis seiner Solvenz erbracht hat. Dies begründet er mit dem durch die Indiskretionen entstandenen Misstrauen gegen einige Gesellschafter der Preussen.
Heftig wird seitdem diskutiert, ob Oliver Kopplin bei den Preussen einsteigen sollte und unter welchen Bedingungen. Doch allmählich verdichten sich Gerüchte, sein Einstieg sei überlebensnotwendig für den Berliner Traditionsclub, finanziell stünde es bereits wieder einmal '"5 vor 12".
Dazu Preussen-Geschäftsführer Michael Walter: "Mit Sicherheit ist die Situation für einen neuen Club nicht einfach, vor allem bei der Vorgeschichte der letzten 20 Jahre am Standort Charlottenburg und in Anbetracht der großen Konkurrenzsituation des Profisport- und sonstigen Freizeitangebotes in und um Berlin. Der Club ist alle möglichen Probleme angegangen und wird dafür entsprechende Lösungen finden. Der sportliche Erfolg der Mannschaft macht den Gewinn neuer Sponsoren und Zuschauer sowohl für die laufende wie auch die kommende Saison natürlich nicht schwerer."

Oliver Kopplin stand Hockeyweb freundlicherweise für ein Interview zu Verfügung und bestätigte, dass es bei den Preussen Probleme gibt.

Hockeyweb: "Warum erwägen Sie einen Einstieg bei den Preussen?"
Kopplin: "Als Fan habe ich ein persönliches Interesse."
Hockeyweb: "Spielen Pläne wie der Bau einer neuen Halle dabei eine Rolle, ähnlich wie bei den Eisbären?"
Kopplin: "Kein Kommentar"

Hockeyweb: "In den vergangenen 10 Jahren haben sich bei den Preussen viele Blender und Großmäuler gegenseitig die Klinke in die Hand gegeben und großartige Versprechungen gemacht. Wie wollen Sie den sehr vorsichtig gewordenen Fans klarmachen, dass Sie im Gegensatz zu den anderen Personen seriös sind?"

Kopplin: "Das ist jetzt zu spät. Gerade wegen der Vergangenheit sollten alle Parteien Stillschweigen bewahren. Das hat, wie Sie wissen, nicht geklappt. Alles was geschrieben wurde kam, bis zum Radio- Eiskalt -Interview, von anderen. Das verunsichert Fans umso mehr. Wie seriös ich bin, wird erst im Laufe der nächsten Wochen veröffentlicht. Bis dahin wird es noch so einiges Rätselraten geben. Ich habe keinen Zeitdruck. Ich habe übrigens von über 300 Emails im Anschluss an das Radio -Eiskalt –Interview keine negativen Reaktion bekommen - außer natürlich ein paar im Internet-Forum. Die meisten Emails zeigten Verständnis für mein Verhalten und wünschten mir viel Glück. Das zeigt, das die meisten Preussenfans gerne warten, bis das letzte Wort gesprochen wurde, und werden sich dann ein Urteil bilden."

Hockeyweb: "Sie haben in einem Interview erklärt, das Ziel für die Preussen sei "DEL 2006". Unabhängig von der Jahreszahl, halten Sie einen Durchmarsch durch die 2. Liga für planbar? Worauf stützt sich diese optimistische Einschätzung?"

Kopplin: "Money does not get you a winner, coaching does. Das sagt eigentlich alles. Ich bin der festen Überzeugung dass der derzeitige Sportdirektor Köpf und Trainer Brockmann das verstehen. Ich würde absolutes Vertrauen in deren Fähigkeit haben, nicht nur die finanziell beste Mannschaft aufs Eis zu schicken sondern die beste Mannschaft die als Team spielt. Mit der Vermerkung, dass die Oberliga logischerweise nicht die 2. Bundesliga ist, hat man aber doch feststellen können das Köpf, Brockmann und Co in der Lage sind, Probleme zu erkennen und diese Probleme zu lösen ohne den Zusammenhalt der Mannschaft zu gefährden. Was wir auch gesehen haben ist die Tatsache, dass die sportliche Leitung der Preussen ganz klar erkannt hat, dass das beste Eishockey am Ende der Saison gespielt werden muss. In der DEL ist es fast unmöglich einen Durchmarsch zu machen (Aufsteiger -- Meister) aber in den unteren Ligen mit den richtigen finanziellen Mitteln und dem richtigen sportlichen Umfeld (und dazu gehören nicht nur Trainer und Sportdirektor sondern auch all die, die ehrenamtlich den Preussen zur Seite stehen wie z.B. Materialinstandhaltung und Mannschaftsbetreuung) ist so etwas durchaus möglich. Gibt es dafür eine Garantie? Natürlich nicht. Aber wer nicht nach höherem strebt wird immer ganz unten bleiben."

Hockeyweb: "Bei den Preussen scheinen derzeit hinter den Kulissen einige Bewegungen stattzufinden, so sollen einige Gesellschafter ausgeschieden sein. Wurden diese Bewegungen durch Ihre Einstiegspläne ausgelöst?"

Kopplin: "Das ist eigentlich das Lustige, wenn man das Wort Lustig gebrauchen kann, an der ganzen Sache. Es wird immer gesagt, dass der Oliver an allem Schuld ist. Fakt ist jedoch, das Probleme vor meiner Ankunft existiert haben und das die Taktik, die Presse mit reinzuziehen um mich in die Ecke zu treiben, nicht aufgegangen ist. Im Gegenteil, dadurch sind einige (Fans und Medien) erst einmal aufgewacht und haben mitbekommen, dass es Probleme gibt. Hätte die GmbH sich an unsere Abmachung gehalten, wäre alles ruhig über die Bühne gegangen. Kein Wort der Probleme wäre an die Öffentlichkeit gelangt, Florida Olli würde nur existieren, wenn eine Vereinbarung getroffen wäre. Mein Besuch war vielleicht indirekt ausschlaggebend, aber Probleme gab es vorher und das ganze "Presse los auf Oliver" hat sich als Bumerang entpuppt."

Hockeyweb: "Welchen Eindruck hatten Sie bei Ihren Verhandlungen mit der GmbH? Wird sie seriös geführt, steht der "Verein" auf einem gesunden Fundament, oder wird es die fast schon traditionellen finanziellen Probleme ab Februar geben, so dass Sie quasi die "letzte Rettung" wären?"

Kopplin: "Ich werde niemanden vorwerfen nicht seriös gehandelt zu haben. Ich mache mir natürlich meine eigenen Gedanken aber wie man so schön sagt "Die Gedanken sind frei". Ich kann die Situation nur nach den Fakten, die mir überreicht worden sind und die ich mir selber erarbeitet habe, beurteilen. Alles andere ist egal. Irgendwann demnächst werde diese Fakten wahrscheinlich öffentlich werden und jeder kann sich dann ein eigenes Urteil bilden. Logischerweise werde ich Fakten von beiden Seiten veröffentlichen. Wie seriös ich einige Gesellschafter einschätze zeigt die Tatsache dass ich, im Fall einer Übernahme, auf mindestens fünf wahrscheinlich sechs Gesellschafter zähle. Wahrscheinlich nicht als Gesellschafter aber in enorm wichtigen Positionen. Ob ich die letzte Rettung wäre oder nicht, das kann man jetzt noch nicht sagen. Vielleicht findet die GmbH ja einen Weg ihre eigenen Probleme zu lösen, vielleicht auch nicht. Ob ich der "Retter" bin oder jemand anderes, das wissen wir ja auch noch nicht. Nur eins ist klar: egal wer die Geschicke der GmbH führt, die derzeitigen Gesellschafter, andere Gesellschafter oder "Florida Olli", ich werde immer ein Preussenfan bleiben."

[Text und Interview: Alexander Brandt - Hockeyweb]

Geschrieben von: Bärliner 14th February 2005 - 12:00:05

Eisbären Juniors luden zum 11. Internationalen GASAG Bambini-Turnier

Alle Jahre wieder, ebenso sicher wie Heiligabend immer auf den 24. Dezember fällt, findet im Hohenschönhausener Sportforum das Internationale Bambini-Turnier statt – am vergangenen Wochenende kam es unter Schirmherrschaft des langjährigen Eisbären-Sponsors GASAG zur 11. Auflage.

Das bestens besetzte Teilnehmerfeld setzte sich aus den Bambini-Teams des SB Rosenheim, ECC Preussen, ETC Crimmitschau, der Jung-Pinguine des Krefelder EV, des polnischen Vertreters RKS Stoczniowiec, den Jung-Haien vom Kölner EC und natürlich der ersten und zweiten Mannschaft der Eisbären Juniors zusammen.. „Leider“, so der „Hüter des geregelten Turnierverlaufs“ Herr Hauck, „hat das tschechische Team von Meteor Tremosna wegen zahlreicher Krankheitsfälle kurzfristig absagen müssen. Deshalb mussten wir innerhalb von zwei Tagen ein zweites Eisbären-Team aus dem Hut zaubern, damit der Spielplan nicht neu zusammen gestellt werden muss“. Und obwohl das Trüppchen der jüngsten Eisbären etwas überraschend zu seiner Turnierteilnahme kam, wehrte es sich nach Kräften und hielt die Höhe der Niederlagen gegen die weit eingespieltere Konkurrenz an beiden Wettkampftagen in überschaubaren Grenzen. Tapfer, tapfer!

Wer nun denkt, dass ein Besuch eines Bambini-Turniers sich nur lohnt weil es einfach „niedlich“ ist, die kleinen Eishockey-Eleven über das Eis flitzen zu sehen, der irrt gewaltig! Der Ehrgeiz der kleinen Cracks ist groß es ihren erwachsenen Vorbildern gleich zu tun und die Fans auf den Rängen mit gutem Sport zu begeistern. Und guter Sport wurde in der Tat vom ersten Turniertag an geboten, was nicht zuletzt zu einer für den „Erstbesucher“ überraschend guten Atmosphäre auf den Rängen des Wellblechpalastes führte. Alle Teams hatten stimmungsvollen Anhang mit nach Hohenschönhausen gebracht, der mit Gesängen, Tröten und rhythmischen Klatschen für die notwendige Unterstützung sorgte. Dabei besonders auffällig und stimmgewaltig die blauweiß gewandeten Fans des RKS Stoczniowiez. Nicht weniger die Kölner, die allesamt rote T-Shirts mit dem Vereinsemblem auf der stolz geschwellten Brust trugen und auf dem Rücken mit Aufdrucken wie „Mama von Lucas“ deutlich sichtbar zeigten, wem sie besonders die Daumen drücken. Die Anfeuerungen der Jung-Pinguin-Anhänger waren ebenfalls nicht zu überhören. Ob der lautstarke Support der beiden rheinländischen Fraktionen noch durch die Nachwirkungen der gerade zu Ende gegangenen Faschingszeit beeinflußt war konnte allerdings nicht eindeutig geklärt werden - rheinische Frohnaturen eben.

Besonders laut und emotional ging es im Wellblechpalast zu, als der Spielplan zeitgleich die Derby´s zwischen den Berliner Stadtrivalen ECC Preussen und den Eisbären Juniors, sowie das Duell zwischen Pinguinen und Haien vorsah. Da hieß es für den Beobachter günstige Plätze zu suchen, um sich nichts vom brisanten Geschehen auf beiden Eisflächen entgehen zu lassen! Für die Kids soll zwar, was keinesfalls vergessen werden darf, noch immer der Spaß im Vordergrund stehen, doch wurde auf beiden Feldern offensichtlich, dass schon den Jüngsten die Bedeutung solcher Begegnungen bewußt ist. Dieses Wissen wird scheinbar schon mit der Muttermilch gereicht. Zwischen Junghaien und Jungpinguinen entbrannte ein ebenso hochemotional geführtes Match wie zwischen Eisbären und Preussen. Lange stand es auf beiden Eisflächen Unentschieden und es dauerte bis einer der gut aufgelegten Torhüter bezwungen werden konnte. Insbesondere Preussen-Goalie Niklas Zoschke stemmte sich den Schussversuchen der jungen Eisbären heftig entgegen, auf deren Seite die Söhne der DEL-Cracks Stefan Ustorf und Mark Beaufait, Jake und Cullen, tatkräftig von Laura Kluge als Puckverteilerin unterstützt, wirbelten was das Zeug hielt. Doch „Niklas the Goalie“ ließ die kleinen Hohenschönhausener schier verzweifeln, sodass die ihre Schläger nach manch Wechsel enttäuscht aufs Eis krachen ließen. Als dann Steven Catudal auf Vorlage von Marvin Miehtke die Preussen kurz vor der Pause mit 1:0 in Führung brachte, deutete sich schon eine Überraschung an. Im zweiten Abschnitt stand der Preussen-Keeper aber auf verlorenem Posten, da die EHC-Kids nun das richtige Maß gefunden hatten: Zweimal Christian Roschka, dazu Cullen Beaufait, Can Matthäs, Daniel Haase und Jake Ustorf netzten zum 6:1 Zwischenstand ein, bevor Daniel Volynec für die kleinen Preussen noch einmal verkürzen konnte. Gerrit Blume und Dimitri Butasch sorgten dann mit ihren Toren für den 8:2 Endstand zugunsten der Eisbären-Bambinis. Dem ungläubig staunenden Leser sei versichert, dass die Mehrzahl der Treffer nicht dem Zufall geschuldet waren, sondern klar strukturierten Spielzügen auf beiden Seiten entsprangen! Bei einem der Eisbärentreffer konnte man gar ins Schwärmen geraten, da sich der kleine Akteur durch die Abwehr schlängelte, den Puck von der Vor- auf die Rückhand legte und die kleine Hartgummischeibe dann locker ins Netz löffelte – super!

Derweil hatten nebenan Oscar Zimmermann und Max Drabek für die Junghaie, und Johannes Bleidorn gleich zweimal für die Pinguine, in deren Reihen der wieselflinke Spross von DEL-Allstar Alexander Selivanov – Niko übers Eis flitzte, noch vor der Pause zum 2:2 eingenetzt. Vor beiden Toren ging es dann im Schlussabschnitt hoch her, bis schlussendlich die Kölner das Glück auf ihrer Seite hatten und Marco Kosche den siegbringenden dritten Treffer erzielte. Als beide Spiele beendet waren, flogen Handschuhe und Schläger der Sieger in die Luft und der schwer erkämpfte Sieg wurde mit der „Laola“ besiegelt.

Auch das Rahmenprogramm und die Versorgung stimmten dank der ehrenamtlichen Mithilfe vieler rühriger Hände: Wen der Hunger plagte, der konnte sich eine wohlig dampfende Erbsensuppe aus der Gulaschkanone einverleiben oder zu belegten Brötchen und Kuchen greifen und mit Kaffee, Bier oder Brause den Durst stillen. Ein Fanfarenzug sorgte zwischendurch für musikalische Untermalung und die DEL-Cracks Youri Ziffzer, Ricard Persson, Tobias Draxinger, Jens Baxmann, Florian Busch, Mark Beaufait und Steve Walker mussten sich einem nicht nur zahlenmäßig übermächtigen Eisbären-Bambini-Allstar-Team geschlagen geben. Gegen einen kleinen Obolus von einem Euro war es zudem möglich den Kabinentrakt des Berliner DEL-Teams zu besichtigen, was rege in Anspruch genommen wurde, sodass zukünftig in Fankreisen wohl häufiger geprahlt werden kann auf dem Platz von Olaf Kölzig, Erik Cole, Sven Felski oder Micki DuPont gesessen zu haben – Fotos als Beweis wurden im Allerheiligsten jedenfalls reichlich geschossen. Und so dürfte auch für jeden, der den Weg zum 11. Internationalen Bambini-Turnier in den Wellblechpalast gefunden hat, ein rundum ereignisreicher Tag zu Ende gegangen sein.

Am zweiten Wettkampftag ging es nicht weniger spannend zu! Die kleinen Protagonisten sorgten weiterhin in hartumkämpften Spielen für reichlich Furore bis der Turniersieger mit der ersten Bambini-Mannschaft der Eisbären Juniors feststand und der Jubel bei den Hausherren groß war.

Für alle, die diesmal nicht vorbeigeschaut haben, sei die Empfehlung bereits jetzt für das nächste Jahr ausgesprochen: Auf geht´s zum 12. Internationalen Bambini-Turnier in den Wellblechpalast – es lohnt sich! .... stimmt!! Es ist echt ein Erlebnis, wenn man das "Funkeln in den Augen" der Kleenen sieht! Eishockey "verzaubert" halt ...

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Geschrieben von: Eiskaltes Haendchen 24th February 2005 - 09:30:21

Peter Stastny bekennt sich zu Bush
Der Asket will Anwalt beider Seiten sein



BRÜSSEL. Ein verwinkelter Gang, fensterlos, Seitentrakt; Dutzende Türen, eine öffnet sich, ein schmales Vorzimmer, ein kleines Büro. Der Arbeitsplatz eines Beckenbauer. Des Beckenbauer der Slowakei. Der Vergleich schmeichelt ihm. Er wehrt ab: "Ich bin eher der Gerd Müller der Slowakei." Müller hat er bewundert, dessen Tempo im Denken, Handeln, Toreschießen. Peter Stastny war auch so: am Puck. Und doch auch ein Beckenbauer: Was er anfaßte, geriet zu Gold. Als junger Mann Weltmeister mit der CSSR; 15 Jahre National Hockey League, in denen nur Wayne Gretzky seine Trefferquote übertraf; und als Teamchef der WM-Titel 2002 mit dem slowakischen Eishockey-Team.


Auch im letzten Juni konnte Stastny nicht verlieren. Die Auszählung der Europawahl war "wie Verlängerung im siebten Play-off-Spiel". Im Morgengrauen stand der Wahlsieg fest, sie feierten, als wär's der Stanley Cup. Fürs EU-Parlament kandidierten auch einige, bei denen man eher schräge Publicity vermutete: ein estnisches Fotomodell, eine tschechische Porno-Lady. Warum ein slowakischer Nationalheld mit Wohnsitz in Amerika, der von Ruhm und Geld schön leben könnte? Und von seiner NHL-Rente, die er mit 48 längst beziehen könnte? Peter Stastny lacht; saugt genüßlich den Duft des Kaffees ein, den der Gast rührt. Er könnte sich ein faules Leben machen; er könnte einen Kaffee trinken. "Doch das wäre selbstsüchtig." Derzeit fastet er. "Als Charaktertest." Peter Stastny, ein kantiger, drahtiger Mann, der auch als Sitzarbeiter noch wie ein Leistungssportler aussieht - dafür sorgen 200 Situps zum Frühstück. Und ein Sinn für Askese. "Jeder in der Familie leistet in der Fastenzeit einen Verzicht, der ihm weh tut", sagt der gläubige Katholik. Auch die vier erwachsenen Kinder tun das: die Tochter, die Luxusreisenden für ein Schweizer Unternehmen die schönsten Flecken der Welt zeigt; der Sohn, der in Nürnberg in der DEL Eishockey spielt; die beiden jüngeren, die in Amerika aufs College gehen. "Ich hätte aufs Bier verzichten können", sagt er. "Aber das wäre keine Strafe. Ich trinke Bier nur nach dem Sport, dazu komme ich kaum noch als Politiker." Er lacht: "Ich glaube, ich bin nur deshalb Athlet geworden, weil nach dem Sport das Bier so gut schmeckt." Also kein Kaffee.

Könnte man sich einen Beckenbauer in einem Kleinbüro im monströs verbauten Brüsseler EU-Viertel vorstellen? Als einen von 732, die 350 Millionen vertreten, wovon viele der 350 Millionen nichts wissen? Als zweiten Vorsitzenden im Ausschuß für Welthandel? Als einfaches Mitglied der Haushaltskommission? Bei Marathonsitzungen? Ohne Kaffee? Aber Stastny war schon immer anders. Schon die Flucht aus der sowjetisch besetzten Heimat nennt er "eine politische Handlung". Er weigerte sich, für den KGB Mitspieler zu bespitzeln. Er fürchtete aber, sie würden ihn aus dem Nationalteam werfen, so wie zehn Jahre zuvor seine Freunde Wladimir Dzurilla und Jaroslav Holik, die nach der Niederschlagung des Prager Frühlings auf dem Nationaltrikot den roten Stern durchgestrichen hatten. Heute setzt sich Stastny wie andere Konservative im EU-Parlament dafür ein, nicht nur die Symbole der Nazis zu verbieten, auch die der Kommunisten: "Mehr Menschen starben durch Kommunisten als durch die Nazis." Mit 23 floh er mit Frau und Bruder nach Kanada und wurde ein Superstar der NHL: in Quebec, New Jersey, St. Louis. Nach dem Zerfall des Sowjetimperiums wich das erste Glück über die Befreiung dem Entsetzen, "wie die Slowakei in die Hände einer Banditenhorde fiel". Stastny ließ sich vom heutigen Ministerpräsidenten Mikulas Dzurinda gewinnen, gegen das Meiar-Regime politisch zu kämpfen: "Gott sei Dank sind wir sie losgeworden." Spätestens mit der EU-Aufnahme 2004 sei der Kampf um Freiheit und Demokratie der Slowakei gewonnen, das Volk zuversichtlich, die Wirtschaft in Schwung. "Das war nicht selbstverständlich", sagt Stastny. "Wir hätten so enden können wie Weißrußland."

Stastny ist Slowake und Kanadier, hat ein Haus in St. Louis, wo er alle paar Monate bei seiner Frau ist, und ein Apartment in Bratislava, wohin er alle paar Wochen pendelt. Welches ist sein Zuhause? "Beide." Er lächelt zartbitter: "Das Problem ist nur, daß ich die meiste Zeit woanders bin: in Brüssel und Straßburg." Der Abgeordneten-Blues, typisch fürs erste Jahr. Das sei bisher aber "gar nicht so schlimm wie befürchtet", findet der EU-Neuling. "Wenn eine Sitzung allzu öde ist, nehme ich es als Übung innerer Stärke, als Schule der Geduld." Das schaffen nicht viele, die ungeduldige Sportler waren: "Als Athlet erlebst du sofort das Ergebnis deines Handelns. Als Politiker vielleicht nie." Er ist nicht der einzige NHL-Star, den es zuletzt zum Arbeiten über den Atlantik zog. Der Streit über Geld ließ die Saison platzen, NHL-Profis heuerten ersatzweise in Europa an. "Sie sollten nachgeben, zum Wohle des Ganzen", findet Stastny. "Die Gehälter sind schon viel zu hoch. Der Durchschnittslohn pro Jahr liegt über zwei Millionen Dollar. Ich habe nie eine Million gemacht." Und er war kein Durchschnitt, sondern ein Star.

Noch einer kam dieser Tage nach Europa. Stastny sieht im Bush-Besuch eine Chance, "Mißverständnisse" zu beheben. Er bekennt sich als Bewunderer von Bush. Er wird ihn diesen Donnerstag in Bratislava persönlich treffen. Stastny, ein Bein in der Neuen, eins in der Alten Welt, sieht sich in Brüssel als "Anwalt beider Seiten". Europa und Amerika, findet er, sollten auftreten wie zwei Eishockeyteams, die sich bekämpfen, aber respektieren: "Man braucht sich, man ist in derselben Liga." Und zu einem Eishockeymatch gehört ab und zu eine kleine Schlägerei. CHRISTIAN EICHLER


Text: F.A.Z., 24.02.2005, Nr. 46 / Seite 37

Geschrieben von: Basler2000 24th February 2005 - 13:19:35

Salzgitters Eishockey soll wieder belebt werden

Salzgitters, 24. Februar

Salzgitters Eishockey soll wieder belebt werden - Revival Game Salzgitter Allstars vs. Salzgitter Steel Bullets

Massentumulte am Montagnachmittag beim Vorverkauf der Karten für das Wochenende, Schwarzmarktpreise von bis zu 80 Mark für ein Eishockeyspiel in der Regionalliga/ Oberliga.....das alles ist inzwischen 15 Jahre her. In diesen "verrückten" Zeiten war die Eissporthalle am Salzgitter-See regelmäßig restlos ausverkauft.



Heute spielt die Hobby Mannschaft der Salzgitter Steel Bullets vor 150 Zuschauern in eine Hobbyliga. Die Seele des Vereins ist der Nachwuchs, und dem soll jetzt mit dem Benefizspiel auf die Sprünge geholfen werden.

Die Stars von damals heißen, Pat Ryan, Petr Slaby, Markus Schweizer, Janne Suikki oder Juha Tyystjärvi. Sie kommen jetzt wieder, für einen Abend wird alles wieder so sein wie früher. Am Samstag, dem 12. März, zur Traditionellen Bullyzeit um 19:00 Uhr Spielen die Salzgitter Steel Bullets gegen die Allstars, die einst für den TSV / EHC Ruhm und Ehre einheimsten. Bereits um 12.00 Uhr Mittags gibt es eine Autogrammstunde mit den Stars von Damals im Bowling Center / Citytor Lebenstedt. Wer also noch einmal Pat Ryan von ganz nah in seine Himmelblauen Augen schauen möchte...

Fast alle ehemaligen haben begeistert Ihr Kommen zugesagt:
Pat Ryan , Petr Slaby , Kennt Todd , Heiko Awizus , Kevin McGibney , Markus Schweizer , Frank Burchot , Michael Clemens , Dirk Heckmann , Jan Furo , Marek Adamec , Stefan Schütze , Oliver Kreipl , Torsten Magers , Slavomir Osinski , Jan Welke , Marc Garth , Martin Flemming , Michael Nather , Marco Gapinski , Vladimir Lukscheider kommen aus ganz Deutschland zu diesem Spiel angereist. Die weiteste Anreise haben die Entwicklungshelfer der ersten Stunde: Janne Suikki (inzwischen Motorradrennfahrer) und Juha Tyystjärvi aus Salzgitters finnischer Partnerstadt Imatra. Aus Schweden kommt der Wirbelwind Dr.Andreas Mattussek.

Der Gesamte Erlös dieser Veranstaltung geht an den Salzgitter Eishockey Nachwuchs Förderverein ( SENF e.V. ) der dieses Jahr sein fünfjähriges Bestehen feiert. Im Vorverkauf wurden schon 1500 Karten abgesetzt die Steel Bullets rechnen damit, dass alle 2700 Tickets verkauft werden.

Wer sich noch Karten sicher möchte, in Salzgitter im Vorverkauf bei: CD XXL Chemnitzerstrasse Lebenstedt , Allkauf/ Creteilpassage in Lebenstedt, Sport Öhlert in SZ-Bad , Fitnesscenter InJoy in Broistedt und der Pizzeria im Söhlder Hof in Söhlde.

Auf der Clubhompage: www.senfev.de können Karten vorbestellt werden.

Die bisherige Resonanz auf das Allstar Game zeigt eindrucksvoll, dass Eishockey in Salzgitter noch immer ein schlafender Riese ist, der nur darauf wartet geweckt zu werden. Zur Abwechslung vielleicht einmal von seriösen Machern. Deshalb wollen die Steel Bullets in der kommenden Saison eine Herrenmannschaft für den Spielbetrieb im NEV anmelden. Das Allstar Game ist gewissermaßen der Startschuss für einen nochmaligen Neuanfang

Heute beginnt auch die Versteigerung der Allstar Trikots bei Ebay. Nach dem Spiel werden Sie den neuen Besitzern zusammen mit einem Mannschaftsfoto überreicht.

Mehr Infos unter www.senfev.de

Nach dem Spiel gibt es eine After Game Party im Söhlder Hof mit allen Spielern und Fans. Ein gratis Busshuttle von der Eissporthalle am Salzgittersee bringt dann alle nach Söhlde.

http://www.hockeyweb.de/index.php?action=ART&aNr=11204

Geschrieben von: Basler2000 3rd March 2005 - 16:51:37

Rückkehr zur Regionalliga droht

EV Füssen-Vorstand will sich gegen die Einführung einer eingleisigen Oberliga wehren

Streitbar will sich der geschäftsführende Vorstand des EV Füssen, Jürg Tiedge, präsentieren. Schließlich droht eine unheilvolle Entwicklungen für seinen Verein: Es bestehen Pläne, die Oberliga in der kommenden Saison eingleisig zu spielen.

„Mit brachialer Gewalt”, sagt Tiedge, wolle man innerhalb der Eishockeyspielbetriebsgesellschaft (ESBG) die Eingleisigkeit der Oberliga erzwingen. Wenn die Liga also nicht mehr wie bisher in einer Nord- und einer Südrunde ausgespielt wird, bedeute dies für die Füssener lange, teure Fahrten zu den Vereinen im Norden und weniger Einnahmen im heimischen Stadion. Eine eingleisige Oberliga entspreche einer dritten Bundesliga. In dieser, so Tiedge, könne nur mit einer reinen Profimannschaft gespielt werden. Mit einem Team wie in Füssen, das aus Profis und einheimischen „Nebenerwerbsspielern” besteht, sei dies nicht möglich.

Dazu kommen weitere Schwierigkeiten: In der eingleisigen Oberliga gebe es künftig sechs Ausländer pro Team. Zudem wolle der Eissportverband von den Oberligisten eine Grundbürgschaft von 50\x0e000 Euro verlangen. Insgesamt ist es für Tiedge deshalb unvorstellbar, dass der EV Füssen in solch einer Oberliga mitspielt. Und einige weitere, kleine Vereine ebenso wenig.

Deshalb sei sogar die Wiedereinführung der Regionalliga ins Kalkül gezogen worden. Käme es zur eingleisigen Oberliga, müsste der EVF „zwangsweise” in dieser Regionalliga spielen. Und Peiting wohl ebenso. Die Einführung bedürfe aber einer guten Vorbereitung. Für den Nachwuchs, so Tiedge, wäre das dann sogar wünschenswert. Für die Zuschauer jedoch nicht. Schließlich seien die Leoparden ja nicht abgestiegen. Zudem stehe dann bei Beginn der Saison schon fest, dass die Mannschaft gar nicht aufsteigen darf, aus „Vernunftgründen”. Für die Fans sei dies nicht nachvollziehbar. Und das nicht nur in Füssen: Ein Riesenproblem gibt es laut Tiedge auch beim Aufsteiger Landsberg und bei einem eventuellen Absteiger Kaufbeuren.

Um eine Lösung zu finden, wollen die Vereine nun im Vorfeld der entscheidenden ESBG-Sitzung am 12. März ligenübergreifende Gespräche führen. Der Peitinger Vorsitzende hat per Brief schon ein Motto ausgegeben: „Ich bin mit anderen der Meinung, dass sich die Südvereine nicht weiter dominieren lassen sollen, sondern eine eigene Liga fahren”, schreibt Peter Gast. Tiedge will auf alte Zusagen pochen: Die besagen, dass zweigleisig gespielt wird, wenn es 20 oder mehr Vereine in der Oberliga gibt. Laut Tiedge ist offen, wie viele Vereine bis Ende der Saison noch nicht pleite sind. Sind es weniger als 20, bliebe nichts anderes übrig, als eingleisig zu spielen.

Seit Jahren werde den Vereinen das Wasser abgegraben: Vor vier Jahren habe es in Deutschland noch 74 Vereine gegeben, jetzt mit DEL-Teams nur noch 49. „Verliert nicht den Blick fürs Reale, sonst beschert ihr uns den Ruin”, lautet deshalb sein zweiter Appell. Auf Derbys könne nicht verzichtet werden. Eine eingleisige Oberliga kann er sich deshalb nur in der Art vorstellen, wie einst die „Hacker-Pschorr-Liga”. „Das war gesund”, sagt er: Es wurde eingleisig gespielt, aber mit regionaler Doppelrunde. „Das bringen wir auf die Reihe”, sagt der geschäftsführende Vorstand des EVF. Schließlich müsse die Mannschaft dann nur einmal pro Saison nach Dresden oder Berlin fahren und könnte den Zuschauern daheim trotzdem Derbys bieten.

Quelle : Füssener Blatt vom 03.03.05

Gefunden auf http://www.ev-fuessen.de/

Geschrieben von: Basler2000 7th March 2005 - 14:49:35

EVR-Eisbären leiten Schritte gegen drei Füchse ein

Sperren gegen Gagnon, Elwing und Sekera beim Kontrollausschuss beantragt/ „Den Stock wie eine Axt benutzt"

Die Spiele der Regensburger Eisbären gegen die Lausitzer Füchse stehen in dieser Saison der 2. Eishockey-Bundesliga unter einem schlechten Stern. Die erste Partie in der Donau-Arena Anfang Dezember prägte Schiedsrichter Peter Bertl mit 114 Strafminuten. Vergangenen Freitag schlugen die Wogen beim 2:3 noch höher: In Spielminute 23 verletzte Füchse-Verteidiger Sean Gagnon EVR-Stürmerstar Mark Woolf böse, nach der Schlusssirene wurden die Füchse Sebastian Elwing und Martin Sekera ausfällig.

Die Eisbären-GmbH will sich das nicht bieten lassen. Geschäftsführer Markus Schrör kündigte ESBG-Geschäftsführer Helmut Bauer gestern bereits telefonisch an, dass man beim Kontrollausschuss Sperren beantragen will. „Vorab: Wir haben verdient verloren und gratulieren Weißwasser auch zum wahrscheinlichen Erreichen der Playoffs. Aber es kann nicht sein, dass Gagnon absichtlich den besten Außenstürmer der Liga außer Gefecht setzt. Dass das sein einziges Ziel war, belegen die TV-Bilder eindeutig. Er hat doch den Stock wie eine Axt benutzt." Noch in der Nacht hatte auch Trainer Erich Kühnhackl die Bilder in Augenschein genommen. „Gagnon hatte den Schläger wie ein Golfspieler hinter dem Kopf. Das hatte mit - Sport nichts mehr zu tun. Jetzt sind die Instanzen gefragt, einen solchen Spieler aus dem Verkehr zu ziehen."

Zumal Weißwasser ja auch noch als Playoff-Gegner der Regensburger in Frage kommt und damit einen direkten Vorteil aus der Woolf-Verletzung ziehen könnte. Dem 34-Jährigen wurde „durch den Handschuh die Fingerkuppe abgeschlagen und das obere und mittlere Glied gebrochen", erklärt Schrör, der „mit zwei, drei Wochen" Pause rechnet. Ein Einsatz zum Play-off-Begihn ist damit „sehr, sehr unwahrscheinlich". Die Eisbären wollen zudem auch noch straf- und zivilrechtliche Schritte gegen Sean Gagnon einleiten.

Dem Kontrollausschuss gemeldet werden auch Füchse-Torwart Sebastian Elwing und Stürmer Martin Sekera. Letzterer war in der Vergangenheit durch diverse Provaktionen aufgefallen und „glänzte" diesmal durch Obszönitäten vor den Rängen nach dem Spiel. Elwing, als Spieler des Abends geehrt, gab nach seiner Ehrung gegenüber zwei Zehnjährigen geschmacklose Äußerungen von sich. „Wer solche obszöne Sprüche loslässt hat ein Problem und, sollte professionelle Hilfe in Anspruch nehmen", kommentierte Schrör die Vorfälle. „Das ist eine Schande fürs Eishockey", wetterte Schrör weiter. „So bringt man eine komplette Sportart zum Beispiel bei Sponsoren in Verruf." Zumal er Kenntnis davon hat, dass Elwing erst vor Wöchenfrist in Schwenningen einen Ordner mit dem Schläger verletzt hatte.

Erich Kühnhackl konnte in der Pressekonferenz nichts mit dem Verhalten von Kollege Horymir Sekera anfangen und verließ sie vorzeitig. „Ich hab' das nimmer anhören können. Ich erwarte, dass ein Trainer sich entschuldigt und nicht Ausreden sucht. Letztlich bin ich auch aus Selbstschutz gegangen, sonst hätte ich mich noch zu einer unüberlegten Äußerung hinreißen lassen."

Quelle : Claus-Dieter Wotruba, Mittelbay. Zeitung vom 07.03.2005

Zur weiteren Info das Forum der Regensburger nutzen http://www.eisbaeren-regensburg.de/modules.php?op=modload&name=PNphpBB2&file=index

Geschrieben von: Basler2000 14th March 2005 - 12:41:00

Bandencheck:

Die Hockeyweb-Kolumne von Alexander Brandt

Eishockey-Deutschland, 14. März

Was war das für ein tolles, letztes Wochenende in der DEL! Spannende Entscheidungen überall dort, wo Premiere nicht übertrug, Dramatik pur, von der wir nichts zu sehen bekamen! Ich beantrage hiermit eine Wild-Card für die Hannover Scorpions fürs DEL-Finale. Hannover muss die heißeste Mannschaft im Moment sein (ich kann das nur vermuten, sehen durfte ich die Scorpions ja nicht) und ist für mich für die Endspielserie gesetzt, den zweiten Platz im Finale dürfen die acht Play-off-Teilnehmer ausspielen.
Endlich ist Play-off-Zeit und überall ließt man Spekulationen über die Viertelfinal-Paarungen und die "Play-Downs" (für mich der dämlichste Anglizismus seit "jemanden briefen" ). Ich persönlich halte diese Spekulationen für genauso schwachsinnig wie die Prognosen im Sommer. Da werden aussagefreie Ergebnisse herangezogen, die ein halbes Jahr zurück liegen. Da bemüht man direkte Vergleiche der Vereine aus den vergangenen zehn Jahren, obwohl da völlig andere Teams auf dem Eis standen. Schwachsinn! Trotzdem machen es alle, und wenn ich Kollegen nach dem Grund frage, zucken die mit den Achseln und sagen: "Die Leute wollen das lesen." Na gut, wenn die Leute das lesen wollen, dann gebe ich eben nach und präsentiere ebenfalls meine ultimativen Play-off-Prognosen. Diese basieren auf jahrzehntelangen Erfahrungen, messerscharfen Analysen und knallhartem Sachverstand. Meine Prognosen sind so exakt, dass die Teams eigentlich gar nicht mehr anzutreten brauchen, da ihr Schicksal sowieso schon feststeht. Sie spielen überhaupt nur noch, weil es eine kleine, rechnerische Unsicherheit in meinen Prognosen gibt. Die ist zwar minimal, aber gewinnt nicht auch immer mal wieder jemand den Lotto-Jackpot?
Falls Sie sich die Spannung erhalten wollen, meine Damen und Herren, lesen Sie jetzt bitte nicht mehr weiter!

Frankfurt-Hamburg
In Hamburg sagt man Tschüss! Sorry, liebe Freezers, aber holt euch endlich mal ein paar gute, junge, deutsche Spieler (mit Barta habt Ihr ja schon einen guten Anfang gemacht), dann klappt es irgendwann auch mal mit dem Halbfinale. Diesmal aber noch nicht.
Eisbären – Augsburg
"Das wird eine schwere Serie für Berlin", sagte Greg Poss und ich lehne mich mutig gegen die Kompetenz des Bundestrainers auf und sage: Augsburg hat sein Ziel schon erreicht, für die Eisbären dagegen geht es jetzt erst los, Augsburg wird nur eine Zwischenstation.
Nürnberg-Mannheim
Jetzt kommen die engen Serien. Greg Poss hat am Freitag eine Brandrede ans Publikum gehalten. Nein, die war nicht von mir, ich schreibe mich mit "dt". Ich hätte von einer solchen Rede auch abgeraten, das wirkt maximal für das direkt folgende Spiel, aber auf Dauer lassen sich die Zuschauer nicht auf Zuruf motivieren. Das geht nur, wenn die da oben das Gefühl haben, dass sich die da unten den Arsch aufreißen. Und da ist ein 1:6 gegen Wolfsburg nicht unbedingt förderlich. Premiere unterstellte den Nürnbergern grobe Unsportlichkeit und meinte angesichts des 1:6, Nürnberg wolle wohl Mannheim aus dem Weg gehen. Ich denke aber, eine Brandrede ans Publikum macht wenig Sinn, wenn man vorhat, sich direkt danach abschießen zu lassen. Absicht unterstelle ich den Nürnbergern daher nicht. Was genau kann man jetzt von Nürnberg erwarten? Ich habe so meine Zweifel, vor allem wegen Svoboda. Mannheim dagegen kann den Knoten jetzt endlich platzen lassen. Möglich ist jedoch, dass da gar kein Knoten war und die wirklich so schlecht sind, wie sie den Namen nach gar nicht sein können. Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, ich sage: Mannheim kommt weiter und Greg Poss hat viel Zeit für die WM-Vorbereitung.
Ingolstadt-Köln
Das ist für mich die "Verkehrte-Welt-Serie". Ingolstadt kommt mit lauter Stars, während die Großstadt Köln und ihre riesige Arena mit einer kompakten Kämpfer-Truppe dagegen setzen. Hä? Müsste es nicht genau umgekehrt sein? Aber den Kölnern widme ich mich noch ausführlich, wenn sie ausgeschieden sind. Sollten sie dagegen Meister werden, halte ich einfach meine Fresse und tu so, als hätte ich es schon immer gewusst. Also wer kommt nun weiter? Köln hat zuletzt gezeigt, dass es Starensembles wie Mannheim und Frankfurt frustrieren und provozieren kann. Werden die NHL-Stars der Ingolstädter dagegenhalten oder sich verkriechen? Das ist für mich die Preisfrage in dieser Serie. Mein Sachverstand sagt: "Öh... keine Ahnung". Mein Bauch sagt: Köln kommt weiter.
Bei den Abstiegsspielen rechne ich mit einer klaren Sache für Kassel. Sehr bitter für Wolfsburg, vor ein paar Wochen träumte man noch von den Play-offs. Aber ich habe eigentlich nie geglaubt, dass zwei etablierte Teams wie Kassel und Hannover beide eine ganze Saison lang die Seuche haben können, für mich war Wolfsburg immer der Abstiegskandidat Nummer Eins. Aber selbstverständlich habe ich mächtig gezweifelt, als der Vorsprung zwischenzeitlich sehr groß war.

Fazit: Das war die spannendste Vorrunde seit langem und das beste kommt noch. Oh Hockey Game, it´s the best game you can name…
Gruß vom Wahrsager Alexander Brandt

http://www.hockeyweb.de/index.php?action=ART&aNr=11679

Geschrieben von: Eiskaltes Haendchen 18th March 2005 - 08:01:23

"Eishockey-WM" in Frankfurt


mah. FRANKFURT. Zu einer unternehmensinternen "Eishockey-WM" finden sich an diesem Samstag Mitarbeiter der Dresdner Bank und des Allianz-Konzerns in der Eissporthalle am Ratsweg zusammen. Von 10 Uhr an spielen Teams aus Frankfurt, Berlin, Köln, Düsseldorf und eine internationale Auswahl mit Akteuren aus London, New York und Moskau um den Siegerpokal, den sich im vergangenen Jahr die "Bembeltown Hornets" bei einem Turnier in Ratingen gesichert hatten. Auf den Heimvorteil spekulierend, wollen die Cracks aus dem Frankfurter Finanzviertel ihren Titel verteidigen. Ihre Konkurrenten hören auf klangvolle Namen: Allianz Eagles, Bärlin Capitals, Cologne Dragons, Dresdner Mighty Ducks oder DrKW Greenbacks. Der Eintritt beläuft sich auf symbolische 99 Cent. Sämtliche Einnahmen werden zusammen mit dem Erlös aus dem Verkauf von Essen und Getränken dem Wiesbadener Förderverein "Zwerg Nase" gespendet, der behinderten Kindern und ihren Familien hilft. Möglicherweise stocken die Eishockeyprofis der Frankfurt Lions den Betrag aus ihrer Mannschaftskasse noch ein wenig auf. Weil der Meister aus der Deutschen Eishockey Liga vor seiner Abreise zum zweiten Play-off-Viertelfinale in Hamburg noch einmal auf eigenem Eis üben möchte, wird die "Eishockey-WM" zwischen 12 und 13 Uhr unterbrochen - der Anschauungsunterricht dürfte den Betriebssportlern gerade recht kommen.


Text: F.A.Z., 18.03.2005, Nr. 65 / Seite 77

Geschrieben von: Bärliner 21st March 2005 - 10:05:07

Mannheim und Berlin stehen im DNL-Finale
Adler schalten Cannibals aus, Eisbären gewinnen gegen Tölz

Nach einem Arbeitssieg beim 5:3 im zweiten Halbfinalduell gegen den EV Landshut stehen die Mannheimer Jungadler zum vierten Mal in Folge im Finale der Deutschen Nachwuchs-Liga. Finalgegner sind die Eisbären Juniors aus Berlin, die überraschend den Vorrundensieger aus Bad Tölz zwei Mal mit 5:2 bezwangen. Das erste Finalspiel findet am kommenden Mittwoch in Berlin statt. Am Ostersamstag um 17 Uhr empfangen die Jungadler die Gäste aus Berlin zum zweiten Duell.

Nach dem relativ deutlichen 6:1-Sieg im ersten Halbfinalspiel in Landshut machten die Cannibals den Jungadlern den Weg ins Finale nicht leicht. Nach 82 Sekunden gingen die Gäste aus Niederbayern mit 0:1 in Führung. Zwar kamen die Jungadlern mit zwei Toren ins Spiel zurück, doch beim 2:2-Ausgleich der Gäste noch im ersten Drittel liess sich die Mannschaft von Trainer Helmut de Raaf wie beim 0:1 auskontern.

Auch die 3:2-Führung im zweiten Abschnitt verlieh den Jungadlern keine Sicherheit, vor allem in den Zweikämpfe im eigenen Drittel hatten die Mannheimer ihre Probleme gegen die Gäste, das verdiente 3:3 nach 40 Minuten war die Folge.

Erst im letzten Drittel konnten die Mannheimer den Vorrundendritten besser unter Druck setzen. Beim vorentscheidenden 4:3 durch Arturs Kruminsch kämpften die Kurpfälzer die Scheibe regelrecht über die Torlinie - den Gästen war die Enttäuschung nach dem vierten Gegentreffer deutlich anzusehen. Erst das 5:3 ins leere Landshuter Tor eine Minute vor Ende brachte die endgültige Entscheidung zugunsten des Titelverteidigers.

Geschrieben von: Bärliner 23rd March 2005 - 22:15:34

Neues von Florida-Olli!! ... eigentlich doch nicht! wink.gif


BZ-Interview von Sven Flohr mit dem Mann, der ganz groß einsteigen will
FLORIDA-OLLI: Ich will mit den Preussen Meister werden

Berlin - Sein Name geistert seit Anfang des Jahres durch die Deutschlandhalle. Doch jetzt scheint Oliver Kopplin ernst zu machen - der Millionär aus Florida steht kurz vor dem Einstieg bei den Preussen als alleiniger Gesellschafter ("Die Chancen stehen jetzt 50/50"). Warum, erzählt "Florida-Olli" im BZ-Interview. Mitte der 80iger Jahre sind Sie in die USA gegangen, wo Sie heute noch leben. Was verbindet Sie mit den Preussen? Mein erstes Eishockey-Erlebnis war 1979 ein 3:2-Sieg des Schlittschuhclubs. Die Stimmung und das schnelle Spiel hatten mich sofort fasziniert. Beim BSC Preussen hatte ich dann eine Dauerkarte. Durch die Preussen wurden viele Freundschaften geschlossen, die weit über das Eishockey hinaus reichten. Einige blieben auch nach meinem Umzug nach Florida bestehen. Wie sind Sie dort zu Ihrem Geld gekommen? Mein Durchbruch gelang mir auf dem Immobilienmarkt. Es folgte der Tourismus mit Vermittlungen von Kreuzfahrten und Insider-Stadtrundfahrten. Die meisten meiner Geschäfte liegen in der Karibik und in Zentralamerika, plus einige über die USA verstreute Firmen. Anfang 2004 habe ich begonnen, in Hotels und Resorts zu investieren. Was sind Ihre Preussen-Ziele? Das kurzfristige Ziel lautet, in die DEL aufzusteigen. Dort muß sich der Klub etablieren. Das langfristige Ziel ist die Deutsche Meisterschaft. Aber das hängt ja nicht nur vom Geld ab, sondern auch von der sportlichen Seite. Geld allein garantiert keine Aufstiege oder Meisterschaften. Über wieviel Geld reden wir denn? Zuletzt war eine Million Euro im Gespräch... Mit 1 Mio. Euro ist es nicht getan. Allein um die GmbH auf Null zu bringen, müssen rund 250 000 bis 300 000 Euro Schulden abgebaut werden. Und das ist eine sehr vorsichtige Hochrechnung. Dann muß eine komplette geschäftliche Struktur aufgebaut und viel Geld ins Marketing investiert werden. Eine vorsichtige Hochrechnung des Etats für die 2. Liga beziffert sich auf 3 bis 3,5 Mio. Euro. Die werden nicht durch Sponsoren und Zuschauer ausgeglichen. Und man muß ja auch noch weiter in die Zukunft schauen. Um Preussen auf finanziellen Erfolgskurs zu bringen, muß der Verein zweite Kraft hinter Hertha werden. Meine Aufgabe als Fan und ,Mäzen' ist es, die Preussen auf solide finanzielle Füße zu stellen. Unabhängig von mir. Hat die Deutschlandhalle eine Zukunft? Oder planen Sie einen Neubau? Deutschlandhalle: Kurzfristig ja, langfristig nein. Neue Halle: Planen kann man viel. Aber es gehört eine Menge Kapital dazu. Als Zweit- oder Drittliga-Truppe braucht man keine neue, große Halle. Zur Realisierung solcher Pläne gibt es viele wichtige Komponenten. Warum hat Ihr Einstieg bisher nicht geklappt? Zum einen fehlen noch Informationen im finanziellen Bereich. Zum anderen sind da einige rechtliche Dinge, und man muß ja mit allen Gesellschaftern über die Anteilsabgabe verhandeln. Mal angenommen, Sie sind eingestiegen. Wo findet man Sie: Stehplatz oder VIP-Tribüne? Ich werde wahrscheinlich der einzige 'Klub-Besitzer' sein, der sich drei Eintrittskarten kaufen muß. Eine Stehplatzkarte für die Nordkurve. Na ja, und da ich ja nun auch älter werde, brauche ich wahrscheinlich eine Sitzplatzkarte für das zweite und dritte Drittel. Und dann brauche ich eine Karte für den VIP-Raum, wenn nach dem Spiel im "Luisen-Preuss' kein Bier mehr serviert wird.

Geschrieben von: Basler2000 23rd March 2005 - 23:33:19

ZITAT(Bärliner @ 23rd March 2005 - 22:15:34)
Neues von Florida-Olli!! ... eigentlich doch nicht!  wink.gif

JAAAAAA ER LEBT NOCH.....!!!! laugh.gif biggrin.gif tongue.gif

Wenn die Lücke der GmbH jetzt erst bei 300.000 ist, dann geht es bestimmt nächste Saison auch ohne Super-Oli weiter, mit den Preussen als Zugpferd in der neuen "2.Liga Nord/Ost", da gibt es dann endlich wieder echte Derby gegen FASS Berlin 1b oder die Berliner Hirsche!!! laugh.gif lustsch.gif

Die Preussen lernen es wohl nie??? wink.gif

Geschrieben von: Eiskaltes Haendchen 27th March 2005 - 00:08:53

... muß der Goalie nicht auf die Strafbank?

Der Torhüter im Eishockey genießt Artenschutz. Wehe, ein Gegenspieler wagt es, ihn anzugreifen oder gar über den Haufen zu fahren. Der Bösewicht bekäme es umgehend mit den Kollegen des Angegriffenen zu tun. Eine Rangelei ist meist die Folge, manchmal gar eine handfeste Prügelei. Also: Finger weg vom Goalie! Auch sonst genießen Eishockey-Torhüter eine Sonderrolle. Wenn sie selbst einmal über die Stränge schlagen, müssen sie nicht - wie ihre Kollegen Feldspieler - auf der Strafbank Platz nehmen. Die Regeln verbieten es, daß ein Torwart für ein Vergehen, welches eine kleine, eine große oder eine Disziplinarstrafe nach sich zieht, vorübergehend vom Eis muß. Kein Wunder. Das Verletzungsrisiko für den zweiten Goalie, der nur für ein paar Minuten aufs Eis müßte, wäre viel zu hoch. Der zweite Mann schmort schließlich auf der Bank und wäre damit viel zu kalt für einen fliegenden Wechsel auf den Posten zwischen den Pfosten. Also muß ein anderer Spieler die Strafe des Torwarts abbrummen. Alles darf sich der letzte Mann dennoch nicht erlauben. Entpuppt er sich als wahrer Rüpel und wird deshalb mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe oder einer schweren Disziplinarstrafe bedacht, ist Schluß für ihn. Dann muß er durch seinen Stellvertreter oder aber durch einen Feldspieler seiner Mannschaft ersetzt werden. Dieser hätte dann zehn Minuten lang Zeit, um sich in die komplette Ausrüstung zu zwängen. Aber das wäre ein wahres Himmelfahrtskommando - und kommt deshalb nicht vor. stp.


Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 27.03.2005, Nr. 12 / Seite 22


Geschrieben von: Eiskaltes Haendchen 29th March 2005 - 21:16:30

Kommentar Sport
Vorsicht, Kamera!

29. März 2005 Ob der große Bruder Fußball wenigstens manchmal, und wenn auch nur verstohlen, zum Eishockey hinüberschielt? Dort nämlich haben sie längst eingeführt, worüber im Fußball noch als vage Möglichkeit ausgiebig diskutiert wird: den Videobeweis. "Er ist kein Allheilmittel, aber er hilft", sagt Gernot Tripcke. Der gute Mann ist der Chef der obersten Spielklasse im Kampf um den Puck, der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Deren Spitzenteams haben momentan Hochsaison. Ein paar Spiele noch, und der neue Meister steht fest. Vielleicht wird es mit den Lions Frankfurt sogar der Meister der Saison 2003/2004.

Die Löwen haben sich in einer schier endlos anmutenden Play-off-Serie gegen die Hamburg Freezers durchgesetzt. Dramaturgisch fehlte es an nichts, folglich auch nicht an der Frage: Tor oder nicht Tor? In Hamburg ist die Partie per Videobeweis entschieden worden. Die Sachlage war erst nach Studium der Fernsehbilder eindeutig: Der Puck hatte, obwohl schon Beute des Torhüters, gemeinsam mit dem Körper des vermeintlichen Retters die Torlinie überquert. So hatten es die Zuschauer beim Fernsehsender "Premiere" beobachtet, und so hat es auch der "Stand-by"-Schiedsrichter dem Hauptschiedsrichter auf Befragen geschildert. Dieser "Videorichter", eigentlich als Ersatz vor Ort, um im Falle einer Verletzung des Hauptschiedsrichters einzuspringen, wird in den Play-offs als vierte Kraft und zusätzliche Unterstützung der Schiedsrichter eingesetzt. Die DEL läßt seit 1998 nichts unversucht, dem Unparteiischen Bilder zugänglich zu machen, "die die ganze Welt aus allen Perspektiven sehen kann", so Tripcke. "Die ganze Welt" war im Zweifelsfall die überschaubare Zahl der "Premiere"-Abonnenten. Zudem waren die Kameras des Bezahlsenders nicht überall präsent. Darum hat sich die Liga vom Beginn der Play-offs 2000 an für die Installierung von Übertorkameras in allen DEL-Stadien entschieden, Kostenpunkt rund 40 000 Euro pro Saison. Zeitgleich wurde auf die Heranziehung von Fernsehbildern verzichtet. Erst seit dem Play-off-Viertelfinale dieser Saison wird zusätzlich auf "Premiere"-Bilder als Beweismittel zurückgegriffen. Aber nur auf Verlangen des Hauptschiedsrichters - und nur im Streitfall Tor oder nicht Tor. "Die Schiedsrichter sind eigentlich froh über diese Möglichkeiten", versichert Tripcke, "weil sie sonst wie Trottel dastünden."

Im Miniformat gibt sich die DEL somit alle Mühe, die Entscheidungen der Unparteiischen zu objektivieren. Aber längst nicht alle Zweifelsfälle sind "videobeweisfähig". Nicht nur Tripcke erinnert sich an ein rheinisches Derby zwischen Köln und Düsseldorf, als erst das Standbild eines Fotografen die Wahrheit über den Puck im Tor ans Licht brachte. Und trotz Übertorkamera und Fernsehbildern: Bei allen technischen Möglichkeiten bleibt dem menschlichen Ermessen noch reichlich Spielraum. Sollten ihn die Kollegen vom Fußball aber fragen, würde Tripcke sagen: Die Torkamera macht Sinn. Hans-Joachim Leyenberg

Text: F.A.Z., 30.03.2005, Nr. 73 / Seite 31


Geschrieben von: Eiskaltes Haendchen 2nd April 2005 - 20:31:02

Olaf Kölzig fährt nicht zur WM
Berlin (dpa). Ohne NHL-Torhüter Olaf Kölzig muß Eishockey-Bundestrainer Greg Poss für die in vier Wochen beginnende Weltmeisterschaft in Österreich planen. Kölzig muß sich nach eigenen Angaben vom Samstag wegen einer Knochenabsplitterung am rechten Knie operieren lassen und befürchtet eine zu kurze Vorbereitung auf die neue Saison, falls er den Eingriff erst nach der WM vornehmen lassen würde. Der Torhüter der Washington Capitals war wegen des andauernden Arbeitskampfes in der nordamerikanischen Profiliga zu den Eisbären Berlin in die Deutsche Eishockey Liga gewechselt. Nach drei Spielen Pause hatte Kölzig bei der überraschenden 3:5-Heimniederlage zum Halbfinal-Auftakt gegen den ERC Ingolstadt am Freitag abend jedoch ein mißglücktes Comeback hingelegt. An drei der vier Gegentore war Kölzig nicht schuldlos. An diesem Sonntag wird Oliver Jonas im Tor der Berliner stehen. Der am Mittwoch 35 Jahre alt werdende Kölzig wird zwar auf der Bank sitzen, steht aber nur im Notfall zur Verfügung. Außerdem ist für Eisbären-Stürmer Kelly Fairchild die Saison nach einem Muskelfaserriß wohl beendet, ferner fehlen der gesperrte NHL-Profi Eric Cole und der langzeitverletzte Rob Leask in der wenig meisterlichen Berliner Abwehr.


Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 03.04.2005, Nr. 13 / Seite 20

Geschrieben von: Eiskaltes Haendchen 7th April 2005 - 05:41:37

Wegen Schiedsrichterbeleidigung ist der tschechische Eishockeyprofi Pavel Kubina wird vom tschechischen Verband für 15 Spiele gesperrt worden. Der Nationalspieler vom Erstligaklub HC Vitkovice muß außerdem 6700 Euro Strafe zahlen. Der Verteidigerhatte den Schiedsrichter der Korruption beschuldigt.


Text: F.A.Z., 07.04.2005, Nr. 80 / Seite 31

Geschrieben von: Bärliner 7th April 2005 - 06:07:46

Der Schiedsrichter hiess Pavel Hoyzer!? huh.gif biggrin.gif

Geschrieben von: Basler2000 18th April 2005 - 11:07:08

Bandencheck:

Die Hockeyweb-Kolumne von Alexander Brandt

Eishockey-Deutschland, 18. April

Skandal! Unmöglich! Entwürdigend! Wieder einmal spalten die Eisbären die Nation. Diesmal nicht durch einen fairen Check, der eigentlich ein übles Foul war (oder umgekehrt?), sondern durch die Entweihung unserer schönen Deutschen Nationalhymne. Was ist geschehen? Vor den Finalspielen wird ob der Feierlichkeit des Ereignisses schon seit Jahren das Deutschlandlied intoniert. Meistens a capella, durch einzelne oder mehrere Sänger/innen. Nicht so in Berlin-Hohenschönhausen, dort spielte am Freitag der Gitarrist der früheren DDR-Kultband „Karat“ (von denen hat der Maffay damals das Lied mit den sieben Brücken geklaut) eine Instrumental-Version, also nix mit Einigkeit, Recht oder Freiheit. Ich persönlich habe mich in dem Moment mehr darüber amüsiert, dass der Zonen-Hendrix sein eigenes Playback nicht nachspielen konnte, aber viele andere Zuschauer an den Fernsehern fanden es schlicht unmöglich. „Die Hymne wurde verschandelt“, „niveaulos und billig“, „wildes Geschraddel auf einer billigen Klampfe“, um nur einige Kommentare aus dem Internet zu zitieren. „Billige Klampfe“, das Argument zieht. Wenn schon, dann bitte auf einer 59er Les Paul (Anmerkung für Banausen: das ist eine legendäre Gitarre), schon wäre der feierliche Rahmen bei gleicher Musik gewährleistet, oder wie darf man das verstehen? Auch die Presse nahm das Hymnen-Thema auf, ebenso den Vergleich mit Jimi Hendrix. Man sollte aber als halbwegs gebildeter Mitteleuropäer schon in der Lage sein, dessen Namen korrekt zu schreiben. So wie „Bäthooven“ oder „Mohzart“.
Ist eine Nationalhymne ein Musikstück und somit Kunst, die man nach Herzenslust interpretieren darf und soll? Oder ist es ein nationales Wahrzeichen, das mit Musik eigentlich gar nichts mehr zu tun hat? Ich fand die Eisbären-Version mutig und originell. Und allemal besser als diese fürchterlichen Polizei-Kapellen, die immer bei Fußball-Länderspielen auftreten. Dann doch lieber einen Alt-Hippie, der noch ein wenig üben muss. Vielleicht haben die Verantwortlichen der Eisbären das ja ganz bewusst instrumental machen lassen, um die Wiederholung der peinlichen Pfiffe zu vermeiden, die es bei früheren Gelegenheiten in Hohenschönhausen für die gesamtdeutsche Hymne gegeben hatte? Aber vielleicht hatten die Pfeiffer recht, warum sollte man in Ost-Berlin nicht „Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt“ spielen? Paßt doch wie die Faust aufs Auge für die neuen Bundesländer seit 1990. Außerdem: Andere Länder haben auch eigene Hymnen. „Gott mit dir, du Land der Bayern“ ist so eine. Oder „Viva Colonia“. Nur die Schwaben haben keine Hymne, die haben sie sich gespart.

In Mannheim ging es dann schon deutlich seriöser zu. Ein angemessen gekleideter Herr von den „Söhnen Mannheims“ (das ist die Zweitband von diesem kurpfälzischen Betbruder, die Typen, die immer so jammern) trällerte unser Deutschlandlied mit ernster Miene und versöhnte die Traditionalisten unter den Fans. Mal sehen, was uns die Eisbären im dritten Spiel präsentieren werden. Vielleicht Achim Mentzel in der Lederjacke, die Erich Honecker einst von Udo Lindenberg geschenkt bekam? Oder man spielt die US-Hymne, schließlich handelt es sich beim EHC um republikanisches Privateigentum?

Zum Schluss noch ein Kompliment an Premiere: Wie Ihr Rich Chernomaz reingelegt habt, war erste Sahne, wenn auch zu diesem für ihn bitteren Zeitpunkt etwas unfair. Nachdem Lance Nethery wieder seine albernen Halb-Dementis zum Thema Düsseldorf abgelassen hatte, behauptete man einfach gegenüber Chernomaz, Nethery habe gerade seinen Abgang bestätigt. Der ahnungslose Cherno parlierte daraufhin über Netherys Wechsel und bestätigte ihn dadurch erst. Ab der übernächsten Saison werden dann beide wohl wieder vereint sein...

Interviews mit Premiere? In Zukunft nur noch in Gegenwart eines Anwalts! Gruß vom nicht Rechtsschutz-Versicherten Alexander Brandt

http://www.hockeyweb.de/index.php?action=ART&aNr=12647

ZITAT
In Mannheim ging es dann schon deutlich seriöser zu. Ein angemessen gekleideter Herr von den „Söhnen Mannheims“ (das ist die Zweitband von diesem kurpfälzischen Betbruder, die Typen, die immer so jammern) trällerte unser Deutschlandlied mit ernster Miene und versöhnte die Traditionalisten unter den Fans. Mal sehen, was uns die Eisbären im dritten Spiel präsentieren werden. Vielleicht Achim Mentzel in der Lederjacke, die Erich Honecker einst von Udo Lindenberg geschenkt bekam? Oder man spielt die US-Hymne, schließlich handelt es sich beim EHC um republikanisches Privateigentum?


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Geschrieben von: Basler2000 19th April 2005 - 00:05:42

Neuanfang in Salzgitter



Salzgitter, 19. April Das Eishockey kehrt nach Salzgitter zurück. Am 9. April 2005 wurde der EHC Salzgitter 05 Steelers ins Leben gerufen. Aus einem "runden Tisch" heraus, zu dem alle Eishockeyfreunde Salzgitters eingeladen waren, fanden sich acht Gründungsmitglieder, die den neuen EHC aus der Taufe hoben. Den Vorstand bilden Olaf Hartmann als erster Vorsitzender, sein Vertreter ist Jörg Opitz, Kassenwart Wolfgang Weber, Schriftführer Benjamin Kozlowski und die Pressesprecherin Julia Geldmacher. Auf der ersten Mitgliederversammlung im Mai soll ein Wirtschaftsbeirat gewählt werden. Zur Zeit läuft die Suche nach Kandidaten auf Hochtouren. Den auch anwesenden Vorstandsmitgliedern des SENF e.V. wurde eine Zusammenarbeit angeboten, um jungen Spielern die aus dem Schülerbereich heraus gewachsen sind und im SENF e.V. durch das Fehlen von Jugend- und Juniorenteams keine Eishockeyzukunft mehr haben, die Möglichkeit zu geben, in das Herrenteam hereinzuwachsen, wieder unter Wettkampfbedingungen zu spielen und durch einen erfahrenen Trainer aufgebaut zu werden. Zur Zeit sind diese Jungs mit ihrem Talent im Hobbyteam "Steel Bullets" geparkt. Eine nicht nur für sie unbefriedigende Situation. Die Nachwuchsarbeit der übrigen drei Nachwuchs-Teams soll in Händen des SENF e.V. verbleiben. Das Herrenteam der "Salzgitter Steelers" soll sich unter der Leitung eines erfahrenen Trainers aus oben genannten Spielern, erfahrenen Spielern und aus anderen Vereinen zurückkehrenden jungen Talenten bilden. Der EHC 05 soll in der Niedersachsenliga starten, kurzfristig den Aufstieg in die Verbandsliga (2. Liga Nordost), mittelfristig den Aufstieg in die Regionalliga (1. Liga Nordost) schaffen. Der erste Jahresetat soll rund 17.000 Euro umfassen.

http://www.hockeyweb.de/?action=STA&Inhalt=lv/lv_nord&rubrikNr=6&nav=2%7C5%7C0

Geschrieben von: Tom Tokio 19th April 2005 - 08:54:37

ZITAT(Basler2000 @ 18th April 2005 - 11:07:08)
Oder man spielt die US-Hymne, schließlich handelt es sich beim EHC um republikanisches Privateigentum?

lustsch.gif Köstlich! lustsch.gif

Geschrieben von: Tom Tokio 19th April 2005 - 08:56:07

ZITAT(Basler2000 @ 19th April 2005 - 00:05:42)
...und die Pressesprecherin Julia Geldmacher.

ohmy.gif ohmy.gif ohmy.gif

Geschrieben von: Bärliner 21st April 2005 - 09:33:54

Der erste Meister (1912) kam aus Berlin...

Die Hauptstadt ist eine echte Eishockey-Hochburg - das war schon immer so. Die Wiege der Puckjagd stand an der Spree: Am 4. Februar 1887 fand das erste deutsche Eishockeyspiel auf dem Halensee statt. Der Akademische SC schlug eine Gruppe Studenten 11:4. Und auch der allererste Meister kam aus Berlin...

Am 28. Januar 1912 holte der Berliner Schlittschuh-Club den ersten von (bis heute) 19 Titeln. Damals spielte man "Kanadisches Eishockey" noch mit einem Goalie und sechs Feldspielern. Top-Teams waren Leipzig, Hannover, Dresden, München und aus Berlin der SCC, BFC Preussen und der 1893 gegründete Schlittschuh-Club. Zur Vorbereitung reisten die bärenstarken Leipziger an die Spree - und versenkten Charlottenburg 1:0 und den BSC 5:0. Zur Meisterrunde war alles anders. Leipzig blieb zu Hause doh.gif , der Schlittschuh-Club siegte im Finale gegen Charlottenburg 1:0 nach zweimaliger Verlängerung.

Geschrieben von: Basler2000 21st April 2005 - 12:48:36

ZITAT(Bärliner @ 21st April 2005 - 10:33:54)
Der erste Meister (1912) kam aus Berlin...

Die Hauptstadt ist eine echte Eishockey-Hochburg - das war schon immer so. Die Wiege der Puckjagd stand an der Spree: Am 4. Februar 1887 fand das erste deutsche Eishockeyspiel auf dem Halensee statt. Der Akademische SC schlug eine Gruppe Studenten 11:4. Und auch der allererste Meister kam aus Berlin...

Am 28. Januar 1912 holte der Berliner Schlittschuh-Club den ersten von (bis heute) 19 Titeln. Damals spielte man "Kanadisches Eishockey" noch mit einem Goalie und sechs Feldspielern. Top-Teams waren Leipzig, Hannover, Dresden, München und aus Berlin der SCC, BFC Preussen und der 1893 gegründete Schlittschuh-Club. Zur Vorbereitung reisten die bärenstarken Leipziger an die Spree - und versenkten Charlottenburg 1:0 und den BSC 5:0. Zur Meisterrunde war alles anders. Leipzig blieb zu Hause doh.gif , der Schlittschuh-Club siegte im Finale gegen Charlottenburg 1:0 nach zweimaliger Verlängerung.

Wir waren halt nur Meister der Herzen!!! laugh.gif

bzw. unsere erste Insolvenz war 1912!!! laugh.gif

Aber soll nochmal einer sagen wir hätten keine Tradition!!! tongue.gif

Geschrieben von: Bärliner 21st April 2005 - 14:06:05

ZITAT(Basler2000 @ 21st April 2005 - 13:48:36)
Aber soll nochmal einer sagen wir hätten keine Tradition!!! tongue.gif

... und genau deshalb hab ich's eingestellt! smile.gif

Geschrieben von: ganz normaler Fan 21st April 2005 - 14:58:17

Bärliner @ ( Erstellt am 21st April 2005 - 15:06:05 )

ZITAT
... und genau deshalb hab ich's eingestellt!  smile.gif



War ja auch in jedem Brüller zu lesen während dieser Saison ! wink.gif

Das Eishockey wurde danach erst zu DDR Zeiten zu Grabe getragen .

Geschrieben von: Bärliner 21st April 2005 - 15:07:23

ZITAT(ganz normaler Fan @ 21st April 2005 - 15:58:17)
Das Eishockey wurde danach erst zu DDR Zeiten zu Grabe getragen .

... und beinahe wieder ... in Leipzig! huh.gif tongue.gif

Geschrieben von: Eiskaltes Haendchen 24th April 2005 - 13:18:56

Benda bewahrt DEB-Team vor Niederlage

23. April 2005 Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat im zweite Länderspiel gegen Lettland ansteigende Form für die am 1. Mai in Österreich beginnende Weltmeisterschaft gezeigt und ein Unentschieden erkämpft. Zwei Tage nach dem 2:4 von Kaufbeuren erreichten das Team am Samstag in Ravensburg gegen den WM-Viertelfinalteilnehmer aus dem Vorjahr ein 3:3 (2:2, 0:1, 1:0). Vor dem WM-Auftakt in Wien gegen Kasachstan bestreitet das DEB-Team in der kommenden Woche noch zwei Länderspiele gegen die Vereinigten Staaten.

Frühe Führung

Die deutsche Mannschaft begann die Partie vor 3000 Zuschauern konzentriert und gingen schon nach acht Minuten 2:0 in Führung. Zuerst verwertete der Augsburger Björn Barta den Abpraller nach einem Schuß von Alexander Sulzer (Düsseldorf). Danach ließ der Düsseldorfer Daniel Kreutzer nach einem Barta-Zuspiel dem dieses Mal aufgebotenen lettischen NHL-Torhüter Arturs Irbe keine Chance.

Noch im Start-Drittel kamen die Letten durch Unaufmerksamkeiten in der deutschen Verteidigung durch Aigars Cipruss (17.) und Mikelis Redlihs (19.) zum Ausgleich. Die deutsche Mannschaft, in der Bundestrainer Greg Poss erstmals den in Cleveland unter Vertrag stehenden Torhüter Dimitri Pätzold testete, verlor im zweiten Drittel allerdings ihre Linie ab.

Ausgleich von Benda

Das Spiel verflachte, die Letten gewannen zunehmend die Oberhand. Armands Berzins nutze in der 30. Minute die Konfusion in der deutschen Abwehr aus und schoß zum 2:3 ein. Danach vergab der Krefelder Shayne Wright freistehend vorm Tor die große Chance zum Ausgleich. Im Schlußabschnitt setzte die DEB-Auswahl nach einem Pfostenschuß von Barta (51.) alles auf eine Karte und schnürte die Letten in deren Drittel ein. Das Drängen auf den Ausgleich wurde belohnt, als Mannschaftskapitän Jan Benda in der fairen Begegnung knapp drei Minuten vor dem Ende nach guter Vorarbeit von Andreas Morczinietz der Treffer zum 3:3-Endstand gelang.

Unmittelbar nach Ende der Begegnung gab Poss bekannt, daß er die Verteidiger Sasa Martinovic (Hamburg Freezers) und Felix Petermann (Nürnberg Ice Tigers) sowie die Stürmer Christian Hommel (Kassel Huskies) und David Sulkovsky (Frankfurt Lions) nicht mit zur WM nehmen wird. Auch Keeper Pätzold wurde aussortiert.

Text: FAZ.NET mit Material von dpa und sid

Geschrieben von: Bärliner 25th April 2005 - 15:10:28

Hymnen-Panne in Quebec

Caroline Marcil wird das Testspiel der kanadischen Nationalmannschaft gegen die USA zur Weltmeisterschaft nicht so schnell vergessen. Sie sollte die Nationalhymnen beider Teams vortragen, scheiterte jedoch schon am "Star Spangled Banner" der USA, dessen Text sie nicht auswendig kannte. Nach zwei vergeblichen Versuchen ging sie unter den Buh-Rufen der 7.166 Zuschauer vom Eis, um den Text aus der Kabine zu holen. Als sie zurückkehrte, rutschte der rote Teppisch unter ihren Füßen weg und sie fiel hart aufs Eis, wo sie einige Sekunden benommen liegen blieb, während das Fernsehen ihren Sturz noch einmal zeigte.

Der Teppich blieb im Mittelkreis liegen, Doug Weight und ein Teamkamerad trugen ihn sofort zurück, doch Caroline Marcil hatte die Eisfläche bereits wieder verlassen.

Man beschloss, ohne Hymnen mit dem Spiel zu beginnen. Die USA gewannen 5:4.

[hockeyweb]

.... lustsch.gif lustsch.gif

Geschrieben von: Eiskaltes Haendchen 1st May 2005 - 09:41:02

Der Brüller der Woche...

... gelang einigen Fans des ETC Crimmitschau, die mit folgender Meldung Eishockeydeutschland verwirrten:

ZITAT
Neuzugang beim ETC:
Max E. Moose wurde am 26.10.1979 in Richriver, Ontario Canada geboren. Seine Karriere begann er mit 16 in der OHL, eine der Top-Nachwuchsligen Canadas. Er spielte dort erst 3 Jahre für die Toronto St.Michal’s Majors und anschließend ein Saison für Windsor Spitfires. Er erzeilte dort pro Jahr mindestens 15 Tore, in seiner letzten Saison für Windsor sogar 33. Dazu amchte er noch 21 Assists, holte allerdings auch 119 Strafminuten. Mit 20 wurde er Profi und kam in der ECHL unter wo er, bis auf einige kurze Aufenthalte in der AHL, 5 Jahre unter anderem für die Charlotte Checkers, Toledo Storm, Bakersfield Condors und Achorage Aces spielte. In der letzten Saison wechselte er in die UHL, wo er Flint Generals in 56 Spielen 35 Tore, 26 Assists und 156 Strafminuten holte.

Der 1,82cm große Linksaußen sieht seine Stärken im läuferischen Bereich. Zudem versteht er es zu checken und kann durch seine körperliche Präsenz notfalls auch Härte ins Spiel bringen.
Mit seiner Frau Sandy besuchte er während seines Europa-Urlaubs am Wochenende seinen neuen Arbeitgeber und konnte auf der Fanfeier schon mal Kontakt zu seinen neuen Fans herstellen.

Auf dem Foto zeigt er schon mal die Zielsetzung für die kommende Saison, denn er will den ETC zurück in die Zweitklassigkeit schiessen.



Na etwas stutzig geworden? Nein? Also als Kenner der Fan-/Forumszene fällt das natürlich nicht schwer. Spricht man Max E. Moose schön englisch aus - klingt es wie "Maximus" und das ist ein bekannter Forumuser von ETCOnline. Für Auswertige natürlich nicht zu erdeuten, geisterte die Meldung in etlichen Eishockeyforen, z. B. ESBG-Forum usw... herum und war sogar kurzzeitig bei www.hockeytransfers. de zu lesen. In der ETC-Geschäftsstelle klingelte das Telefon heiß und erboste Presseleute wollten wissen, warum sie nicht informiert wurden. Sogar Spieler des ETC riefen an, und wollten wissen, wer das ist. "Ich hab den schon mal gesehen, aber..." lustsch.gif
Ganz Crimmitschau kugelt sich und auch in der Geschäftsstelle trägt man es mittlerweile mit Humor.
GREAT... clap.gif

Die Wurzel allen "Übels": http://forum.etconline.de/viewtopic.php?t=208

Geschrieben von: Merlin77 1st May 2005 - 11:19:12

clap.gif lustsch.gif lustsch.gif vom Allerfeinsten!

Geschrieben von: Oetzi 4th May 2005 - 15:28:04

biggrin.gif Finde ich auch lustsch.gif blink.gif

Geschrieben von: Basler2000 4th May 2005 - 16:08:56

Bandencheck: Die Hockeyweb-Kolumne von Alexander Brandt

Eishockey-Deutschland, 4. Mai

Tja, nun haben wir den Salat: Deutschland droht zum ersten Mal seit dem Wiederaufstieg der Gang in die Abstiegsrunde und hat auf dem Wiener Badesee die ersten beiden Vorrunden - Spiele verloren. Wer nun den Bandencheck angeklickt hat, weil er ein Donnerwetter erwartet, wird eine Enttäuschung erleben. Zum Draufhauen braucht man Wut oder Ärger, und den empfinde ich nicht, eher eine Depression, mit der wohl ganz Eishockey-Deutschland seit Sonntag Abend herumläuft. Wer die Gesichter unserer Spieler nach dem Spiel gegen die Kasachen gesehen hat, dem ist nicht nach draufhauen zumute, jetzt ist anfeuern gefragt, denn der Supergau, sprich Abstieg, ist noch vermeidbar.
Also auf geht´s, Jungs! Ihr packt das!

Ich bin ein bekennender Fan der Schweiz. Wunderschönes Land, tolles Eishockey, nette Leute. Der Spengler Cup ist für mich der mit Abstand großartigste Eishockey-Event außerhalb der NHL und ich habe immer verwundert auf die von da unten empfundene Rivalität mit Deutschland geschaut, ich habe darüber sogar mal einen Artikel für Schweizer Medien geschrieben, die Rivalität aus der Sicht eines Deutschen. Doch nun ist Schluss mit lustig, bis Donnerstag Abend, 24.00 Uhr kündige ich der Schweiz die Freundschaft! Ab Freitag früh habe ich euch wieder lieb, aber erst dann! Und ich appelliere an unsere Jungs: Schießt die Eisgenossen in die Abstiegsrunde! Zieht ihnen die Alphörner durch den löchrigen Käse! Jagt Heidi auf die Alm zurück! Schreibt ihnen Nummern aufs Tore-Konto! Ran an den Wichser!

Ha, des ischt nichcht nett, odrrr?

Zeigt unseren Jungs das Video vom Sieg gegen die Schweiz bei der WM 2001 (hallo, liebe Schwyzer: BEI der WM, nicht AN der WM). Der Jubel in der Kölnarena, das Tor von Marco Sturm! Dieses Spiel sticht heute noch wie Fondue-Nadeln in die schweizerischen Wunden. Überhaupt: Die Schweizer haben mit Paul DiPietro einen eingebürgerten Kanadier in ihren Reihen. Pah, so was haben wir nicht nötig! Wir haben nicht einen einzigen Ami mit deutschem Pass dabei. Rob Leask ist verletzt, scheiße.

Okay, Lewandowski, Martinec, Fical oder Benda sind nicht unbedingt in Deutschland zur Welt gekommen, aber das sind die bayerischen Spieler ja auch nicht.

In welcher Sprache parlieren die Schweizer Spieler eigentlich? Deutsch? Französisch? Italienisch? Räto-Romanisch? Die Herren in den dunklen Anzügen auf deren Spielerbank, das sind nicht etwa Trainer, das sind Dolmetscher. Neenee, gegen die kann man doch gar nicht verlieren. Bei uns geht es viel gesitteter und zivilisierter zu, da sprechen alle Offiziellen feinstes Hochdeutsch. So wie Greg Poss oder der Reindl Franz. Ihr seht also, liebe Spieler, das kann gar nicht schief gehen.

Ich selbst werde mir das Spiel morgen mit einigen Freunden gemeinsam ansehen. Es gibt Käse-Fondue. Wer als erster sein Stück Brot verliert, muss zur Strafe zu Fuß von Klosters nach Davos laufen (für alle Ortsunkundigen: Das geht etwas steil aufwärts. Etwas sehr steil aufwärts). Wer zum zweiten Mal sein Brot verliert, muss eine Saison lang mit dem Trikot von Adrian Wichser herumlaufen. Und was geschieht mit dem Unglücksraben, der dreimal sein Brot verliert? Was könnte schlimmer sein? Ich werde es Euch verraten: Auf jenen Todgeweihten wartet eine DVD „Best of Paola und Kurt Felix“. Und wer sich damit herausreden will, er habe keinen DVD Player, bekommt eine Eintrittskarte für einen Auftritt von DJ Bobo. Dagegen wirken Checks von Eric Cole wie Streicheleinheiten!

Schluß jetzt, go Boyz, go Boyz, go Boyz!

Gruß aus dem nördlichen Kanton von Alexander Brandt

http://www.hockeyweb.de/index.php?action=ART&aNr=13139

Geschrieben von: Bärliner 9th May 2005 - 09:29:53

Bandencheck: Die Hockeyweb-Kolumne von Alexander Brandt

Eishockey-Deutschland, 9. Mai

Im Bandencheck Nr. 15 vom 20.12.2004 schrieb ich:
Man stelle sich mal vor, Deutschland verliert bei der WM unglücklich das erste Spiel und landet in der Abstiegsrunde, fröhlich stürmend und in die Konter der Gegner laufend. Da könnte aus der Doppelbelastung (von Poss) ratzfatz eine Garnichtbelastung werden. Aber was soll´s, dann holt der Hans die Karre wieder aus dem Dreck und Greg Poss geht im Austausch zu den Kölner Haien und wird Deutscher Meister.

Gebt es zu Leute, Ihr habt das damals für einen Scherz gehalten, dabei mache ich nie Scherze! Und was ist jetzt? Genau die beschriebene Situation ist eingetroffen und Hans Zach wird schon wieder als Nachfolger gehandelt, bzw. hat sich selbst ins Gespräch gebracht. Ein Rückschritt soll ein Fortschritt sein? Nun, ein Schritt zurück ist immer noch fortschrittlicher als vier Schritte zurück, so mag jetzt manch einer denken.

Mich erinnert die Diskussion eher an eine Szene aus dem amerikanischen Präsidenten-Wahlkampf. Da argumentierten die Republikaner, man wechsle nicht das Pferd mitten im Strom. Und manche Leute fragten: „Aber wenn das Pferd nicht schwimmen kann und man gar nicht erst in den Strom hinein wollte?“ Unser Pferd heißt Greg Poss, es befindet sich im Abstiegs-Strom und versucht sich gerade als Freischwimmer. Immer kurz vorm absaufen. Zum Glück hat Greg Poss den Rücken frei, sein Vertrag wurde ohne jeden Leistungsnachweis verlängert und die DEB-Spitze steht hinter ihm. „Die Trainerfrage stellt sich nicht“, sagte der DEB-Präsident, wie hieß der noch mal. Und Generalsekretär Franz Reindl sagte: „Greg Poss führt die Nationalmannschaft und damit basta!“

Alles klar, Thema erledigt. Oder? Leider nein, denn schon kommen wieder die Nörgler aus den Löchern, die schon an Hans Zach kein gutes Haar ließen, und schießen sich auf Poss ein. Die Trainerfrage stellt sich nämlich doch, Herr Esken (so heißt er, der Präsi), wenn derart schaurige Resultate eingefahren werden. Das weiß der Mann natürlich auch, aber er muss mit Poss ja auch seine eigene Entscheidung verteidigen. Wenn die DEB-Herren sagen „die Trainerfrage stellt sich nicht“, dann meinen sie damit in Wirklichkeit „unsere Entscheidungen werden nicht infrage gestellt, sonst stellt am Ende noch jemand uns selbst infrage.“ Man will schließlich weiterhin oben schwimmen.

Greg Poss wird allerortens kritisiert, mit Recht, auch in diesem unseren Hockeyweb. Okay, also übernehme ich als semiprofessioneller Polarisierer gerne mal wieder die andere Seite der Medaille und fordere hiermit, an Greg Poss festzuhalten.

Halt, nicht gleich ausflippen, erst mal weiterlesen.

Blicken wir doch mal auf die vergangenen Weltmeisterschaften zurück. Wir sicherten jeweils im ersten Spiel den Klassenerhalt und konnten ohne Druck in die weiteren Spiele gehen und schauen, ob sich noch was machen lässt. Dabei haben wir uns auch unter Zach nicht mit Ruhm bekleckert. Ein knappes 4:2 gegen Kasachstan letztes Jahr, davor hatten wir zweimal eine Wild Card für den Klassenerhalt, weil wir gegen Japan antreten durften. Und die schlugen wir vor zwei Jahren gerade mal mit 5:4. Es war doch immer klar, dass wir arge Probleme bekommen würden, sobald ein Eröffnungsspiel mal in die Hose geht. Dann muss man plötzlich gegen Teams punkten, die mindestens ebenso stark sind. Und in der Abstiegsrunde muss man plötzlich das Spiel machen gegen Gegner, die so gegen uns spielen wie wir gegen Tschechien und Co. Willkommen in der Realität.

Ihr wollt Poss immer noch rauswerfen, weil die Mannschaft konfus spielt? Okay, meinetwegen. Und dann? Wer soll´s dann machen? Schaut euch doch mal um: Da ist kein DEL-Trainer, der in den Startlöchern steht und bereit und in der Lage wäre, den Karren aus dem Dreck zu ziehen, so wie damals Hans Zach nach dem Abgang von George Kingston. Jetzt gibt es nur eines: Konsequent weiter arbeiten und von unten den Eishockey-Laden aufbauen. Unsere Nachwuchs-Nationalmannschaften sind Fahrstuhl-Teams, die immer wieder auf- und absteigen. Das A-Team hat sich traditionell immer mit eingedeutschten Kanadiern oder Tschechen über Wasser gehalten. Da muss der Hebel angesetzt werden, nur wenn wir mit der U 18 und der U 20 auf Dauer sicher in der jeweiligen A-Gruppe spielen, wird auch das erste Team oben bleiben.

Wollen wir schwimmen oder wollen wir nur nicht absaufen?

Gruß vom geistigen Nichtschwimmer Alexander Brandt

Geschrieben von: Basler2000 9th May 2005 - 11:00:22

ZITAT(Bärliner @ 9th May 2005 - 10:29:53)
Ihr wollt Poss immer noch rauswerfen, weil die Mannschaft konfus spielt? Okay, meinetwegen. Und dann? Wer soll´s dann machen? Schaut euch doch mal um: Da ist kein DEL-Trainer, der in den Startlöchern steht und bereit und in der Lage wäre, den Karren aus dem Dreck zu ziehen, so wie damals Hans Zach nach dem Abgang von George Kingston.

DEL-Trainer nicht, aber einen anderen der polarisiert!!! wink.gif Ich schlage Frank Gentges vor, da können die Jungs gar nicht ins schwimmen kommen, denn er wird sie laufen lassen bis sie umfallen!!! laugh.gif tongue.gif biggrin.gif

Geschrieben von: Tom Tokio 9th May 2005 - 14:05:10

ZITAT(Basler2000 @ 9th May 2005 - 13:00:22)
ZITAT(Bärliner @ 9th May 2005 - 10:29:53)
Ihr wollt Poss immer noch rauswerfen, weil die Mannschaft konfus spielt? Okay, meinetwegen. Und dann? Wer soll´s dann machen? Schaut euch doch mal um: Da ist kein DEL-Trainer, der in den Startlöchern steht und bereit und in der Lage wäre, den Karren aus dem Dreck zu ziehen, so wie damals Hans Zach nach dem Abgang von George Kingston.

DEL-Trainer nicht, aber einen anderen der polarisiert!!! wink.gif Ich schlage Frank Gentges vor, da können die Jungs gar nicht ins schwimmen kommen, denn er wird sie laufen lassen bis sie umfallen!!! laugh.gif tongue.gif biggrin.gif

clap.gif clap.gif Großartiger Vorschlag! thumb_up.gif

Geschrieben von: Bärliner 9th May 2005 - 21:33:35

Bandencheck spezial

Köln/Duisburg, 9. Mai

Von Ductus

Als die 1. und 2. Bundesliga - vor allem die mit dem ECD Sauerland und dem EHC Essen-West - vor etwas mehr als zehn Jahren nach vielen Konkursen (heute Insolvenzen) keine zwei Dutzend Teams zur Bildung von zwei funktionstüchtigen Ligen zur Verfügung hatten, wurde die DEL ins Leben gerufen. Zwar mindestens ein Jahr zu früh, aber eben der Not gehorchend.

Die deutsche Profiliga hat sich etabliert, im Spielbetrieb, beim Marketing und bei der Öffentlichkeitsarbeit einigermaßen professionell. Das muss jetzt und heute dem DEB abgesprochen werden. So wie vor gut einem Jahrzehnt wäre es auch heute dringend geboten, den glatten und endlich richtigen Schritt zu tun: Die Nationalmannschaft denen überlassen, die am ehesten professionell arbeiten - der DEL also. Kann es richtig sein, dass ein Richter mit ein wenig Puckverständnis, dafür mit hohem Einsatz für die Profilierung der eigenen Person weiterhin das Sagen beim deutschen Aushängeschild hat? Über Franz Reindl kann eine Menge gesagt werden, aber Sachverstand kann ihm nicht abgesprochen werden. Da die DEL ohnehin ihre besten deutschen Angestellten zur Verfügung stellt, wäre auch hier der glatte Schnitt und die klare Zuständigkeit logisch und auf Dauer sinnvoll. Das heißt nicht, dass es - wie unter Bernd Schäfer III noch bis zum Frühjahr 2000 vehement gefordert - die generelle Loslösung angesagt wäre. Nur das Einbetten in die richtige Form. Der ideelle Bereich mit den Nachwuchsnationalmannschaften oder den Damen kann in München bleiben, der Rest gehört nach Köln in die DEL-Zentrale wie auch der komplette Bereich Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, der endlich von professionellen Kräften betreut werden muss.

[hockeyweb]

Geschrieben von: nerris 9th May 2005 - 23:02:08

Was bin ich froh, dass es Kompetenzproblem nicht nur in Leipzig gibt wink.gif .

Geschrieben von: Bärliner 11th May 2005 - 09:47:25

Bandencheck: Die Hockeyweb-Kolumne von Alexander Brandt

lustsch.gif teehee.gif lustsch.gif


Deutscher Eishockey-Bund – Der Präsident
Interne und externe Stellenausschreibung


Für den Bereich Internationale Turniere ist im Bereich A-Nationalmannschaft ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt die Tätigkeit einer/eines

Bundestrainers/Bundestrainerin

ohne geregelte Arbeitszeit (nur zwei bis drei Turniere pro Jahr) für die Dauer von 12 Monaten zu vergeben. Unbefristeter Vertrag möglich, gerne auch ohne Leistungsnachweis.

Aufgabenbereiche und Voraussetzungen:

1. Nominierung der Nationalspieler aus den Reihen der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Aus einem Kreis von ca. 40 Kandidaten müssen 22 Spieler ausgesucht werden

2. Trainieren der ausgewählten Spieler. Vorzugsweise Schwerpunkt auf Powerplay und Sichern des Pucks an der blauen Linie

3. Wahlweise Studium der Gegner mittels Videoanalyse. Wer den Gegner genau kennt, weiß wenigstens, warum er verlieren wird.

4. Erfahrung im Umgang mit kritischen Medien. Analphabetismus ist keine zwingende Voraussetzung, erleichtert den Job aber ungemein.

5. Künstlerische Aufgaben, insbesondere Zeichnen von Kreisen und Pfeilen auf Taktiktafeln, die 22 Personen binnen 30 Sekunden (Auszeit) begreifen und verinnerlichen können

6. Vermittlung eines für Außenstehende nachvollziehbaren Systems, das zur Qualität der Spieler passt

7. Gute Kontakte zu den Einbürgerungsbehörden wären wünschenswert

8. Deutsche Staatsangehörigkeit, wahlweise langjährige Kenntnisse in der DEL mit deutschem Familienanschluss

9. Bereitschaft, mit unerfahrenen Co-Trainern und Funktionären aus den unteren Ligen zu arbeiten

Die Tätigkeit erfordert Interesse am Eishockeysport, Belastbarkeit (nur im April). Kommunikationsfähigkeit und Flexibilität wären wünschenswert, mancher Vorgänger auf dieser Positionen kam allerdings auch ohnedies aus.

Bewertung der Stelle: Abhängig von den sportlichen Erfolgen, derzeit ca. 100.000 Euro pro Jahr mit der Option, 10 Monate im Jahr noch einen anderen Job nebenher zu machen

Schwerbehinderte werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt, die Bewerbung von Frauen ist ausdrücklich erwünscht, wenn auch problematisch (muss den Anblick nackter, muskulöser Männer ertragen können)

Ihre Bewerbung richten Sie bitte an den DEB, sie wird von dort aus an die entsprechenden Golfplätze weitergeleitet, auf denen sich das Präsidium während des Sommers fortbildet.

[hockeyweb]

Geschrieben von: Basler2000 11th May 2005 - 12:01:30

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Geschrieben von: Bärliner 12th May 2005 - 13:09:15

Pagé: Nationaltrainer - mein Traum!

Er führte die Eisbären zum Titel, doch bei der Eishockey-WM erlebte Meister-Coach Pierre Pagé ein deutsches Desaster mit - nur 1 Sieg! In der BZ spricht Pagé Klartext über unsere Eispfeifen, Keeper Oliver Jonas, Greg Poss und das Gespenst Hans Zach...

Nur ein Sieg für Deutschland bei der WM. Was lief da falsch? Auch wenn jetzt viele auf Greg Poss schimpfen: Aber er ist nicht das Problem!

Das sagen Sie, weil Sie ihn als Trainer-Kollegen schätzen. Natürlich muß man die Niederlagen analysieren. Und da möchte ich mich nicht zu sehr einmischen. Nur: Es sind die Kleinigkeiten, die über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Zum Beispiel? Wenn ich eine Nummer 1 wie Oliver Jonas hole, dann muß ich auch seinen Goalie-Coach für so ein wichtiges Turnier holen! So etwas macht den Unterschied im Spiel gegen Kasachstan aus.

Was noch? Alle haben geglaubt, es geht so weiter wie bisher. Greg Poss mußte mindestens so erfolgreich sein wie Hans Zach. Und dabei natürlich auch viel besseres Eishockey spielen. Aber so was geht doch nicht innerhalb eines halben Jahres!

Wie lange muß Eishockey-Deutschland warten? Die gesamte Mentalität im deutschen Verband und dem Umfeld muß sich ändern. Es reicht nicht zu sagen: Poss spielt offensiv, also werden wir jetzt Achter oder ein bißchen besser.

Konkreter, bitte! Hans Zach hat jahrelang defensives Hockey spielen lassen. Das steckt doch in der Mannschaft drin. Und das kriegst Du nicht in ein paar Monaten raus. Vor allem, wenn es nicht läuft. Dann fällt man ganz schnell wieder ins alte Muster zurück. Doch das sorgt dann für zusätzliche Konfusion.

Warum behält man den Stil von Zach nicht bei? Weil man damit nicht mehr weiterkommt! Ohne Frage, Hans Zach hat in seiner Amtszeit einen guten Job gemacht. Aber jetzt ist es Zeit für den nächsten Schritt. Doch das birgt ein gewisses Risiko in sich. Nur wenn man diesen Weg gehen will, muß man alle Konsequenzen tragen. Auch wenn es am Anfang Niederlagen gibt.

Hans Zach hat sich bereits als Nachfolger angeboten. Wenn er das gemacht hat, ist es eine Unsportlichkeit. Hans Zach ist Vergangenheit. Und man erreicht nichts, wenn man in der Vergangenheit lebt.

Wenn Poss gehen muß: Wäre das ein Job für Sie? Ich werde niemandem in den Rücken fallen. Deshalb sage ich dazu nichts. Nur soviel: Ich habe noch zwei Jahre Vertrag bei den Eisbären. Und es ist mein Traum, einmal Nationaltrainer zu sein. Das kann auch Deutschland sein. Aber niemals jetzt, wenn mein Kollege Poss in einer schweren Situation steckt, würde ich irgend etwas Zweideutiges sagen.

Ein Wort zu Oliver Jonas. Es war auch nicht seine WM, oder? Nein, aber er hat mit Robert Müller einen starken Konkurrenten. Doch Oliver hat, anders als in Berlin, seine Chance nicht richtig genutzt. Als bei uns Kölzig ausfiel, war er da.

Aber er scheint die damalige Kölzig-Verpflichtung noch immer als Beleidigung zu empfinden. Wie geht es mit Jonas in Berlin weiter? Ich arbeite nur mit Spielern zusammen, die auch bleiben wollen. Wenn er weg will, ist das keine Grundlage. Wir müssen die Situation schnell klären.

[bz]

Geschrieben von: Bärliner 17th May 2005 - 13:16:19

Bandencheck: Die Hockeyweb-Kolumne von Alexander Brandt

Eishockey-Deutschland, 17. Mai


Am Tag nach dem Dänemark-Spiel ging ich zum Frisör. Als die grauen Haarbündel während des Beschneidungs-Aktes in meinen abgedeckten Schoß plumpsten, widmete ich sie ihren Verursachern: Eins für Bakos, eins für Jonas, eins für Schauer, drei für Benda, fünf für Poss...
Aber man muss auch das Positive sehen, endlich können unsere Fans jetzt nach dem Abstieg mal wie die Fußball-Kollegen singen: „Ohne Holland fahr´n wir zur WM!“ Denn wir spielen nächstes Jahr nicht gegen Holland, sondern in einer Gruppe mit Frankreich, Japan, Großbritannien, Ungarn und Israel. Israel? Die haben noch nichtmal eine Eishalle, die trainieren auf dem Toten Meer! Aber das genügt, um mit uns in einer Gruppe zu spielen! Auf der anderen Seite sind das doch alles Länder, die viel größer und bedeutender sind als Tschechien, Schweden oder Finnland. Ob der Abstieg Absicht war? Um gegen so große Nationen zu spielen und aus Mitleid die WM 2010 zu kriegen? Kam mir gleich verdächtig vor, dass ein Jan Benda plötzlich nicht mehr in der Lage war, einen Puck anzunehmen und zum Nebenmann weiter zu spielen. Und wer will schon nach Riga in Lettland, wenn er nach Amiens bei Paris fahren kann? Falls wir Ungarn schlagen, wäre es dann das "Wunder von Amiens"? Aus dem Hintergrund müßte Ustorf schießen, Ustorf schießt: TOR TOR TOR!

Warum Amiens? Warum hat sich der DEB nicht um die Austragung der B-WM beworben? Wäre wohl unfair, die kleinen Eishockey-Nationen mit der Unterstützung unserer Fans vom Eis zu blasen und direkt wieder aufzusteigen? Ich verstehe das nicht, das hätte doch der erste Schritt sein müssen, sofort nachdem der Abstieg fest stand: Die B-WM ins eigene Land zu holen, alles zu versuchen, um sofort wieder aufzusteigen! Aber halt - vielleicht sollten wir bis zum automatischen Aufstieg 2010 zweitklassig bleiben, damit die DEL nicht wieder mitten im Reformprozess stoppt, weil wir mal zwischendurch in einem Viertelfinale stehen. Allmählich vermute ich hinter der Sache einen ausgeklügelten Plan... die Agenda 2010! lustsch.gif

Diese kommende B-WM muss einen neuen Anfang darstellen. Als die Nationalmannschaft 1998 abgestiegen war, gab es nach den folgenden zwei Jahren Zweitklassigkeit positive Veränderungen im Deutschen Eishockey: Die Zahl der ausländischen Spieler wurde Jahr für Jahr herunter gefahren, die DEL war sich endlich der Bedeutung des Nationalteams bewusst. Jetzt muss der erneute Abstieg wieder positive Folgen haben, damit meine Haare nicht völlig sinnlos ergrauten. Jetzt muss der DEB zusammen mit der DEL neue Regelungen zur Nachwuchsförderung finden, jetzt müssen Ideen und Konzepte her! Und wann soll man sich darum kümmern, wenn nicht ab sofort? In knapp 10 Wochen starten die DEL-Teams schon wieder ins Sommertraining, dann haben die Klubs alle Hände mit der Planung der neuen Saison zu tun. JETZT muss was in Sachen Zukunft unternommen werden.

Meine Herren in den Chefteagen des DEB und auch der DEL, Ihr habt die Bude eingerissen, jetzt baut sie verdammt noch mal auch wieder auf! Jetzt müssen sich auch manche Leute fragen lassen, worum es ihnen eigentlich geht: Ums Eishockey oder ums Ego? Ich nenne gerne Poss und Reiter: Herr Esken (das ist der Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes) ist für mich nicht mehr haltbar, wie wäre es denn mal mit einer Eishockey-Persönlichkeit an der Spitze anstelle eines leicht übersehbaren Juristen? Sollte ein Präsident repräsentieren oder nur verwalten?

Wenn wir in ein paar Jahren auf diese beschissene Saison 2004/2005 zurückblicken, sollten wir wenigstens das Gefühl haben, dass der Abstieg damals ein positives Aufbruchsignal war.

Was jetzt auf keinen Fall passieren darf, wird vermutlich passieren: Nämlich erst mal gar nichts. Irgendwann im Herbst werden wir dann lesen, dass alles beim Alten bleibt, schließlich habe man ja nur Pech und viele Absagen gehabt. Dann holt man sich beim Deutschland-Cup lauter Klatschen ab und stellt befriedigt fest, dass man auf dem richtigen Weg sei, man habe schließlich gut mitgehalten. Mit welchem Trainer auch immer.

Und dann singen wir alle: „2010, Ihr werdet es schon sehen, wir punkten gegen Dänemark und wir schlagen die Kasachen!“

Lieber DEB, liebe DEL, bitte straft mich Lügen!

Gruß vom grauen Panther Alexander Brandt

Geschrieben von: Basler2000 26th May 2005 - 13:57:06

Bandencheck: Die Hockeyweb-Kolumne von Alexander Brandt

Eishockey-Deutschland, 23. Mai

Nun hat die DEL tatsächlich die Brücken zu den anderen deutschen Eishockey-Ligen gekappt und die vor einigen Jahren mühevoll ausgehandelte Auf-und Abstiegsregelung wieder abgeschafft. Zur Begründung wurden uns seitens der DEL sechs Punkte aufgeführt, die unlogisch, widersprüchlich und mit unangebrachter Polemik durchsetzt sind:

1. Die meisten unserer modernen Spielstätten, auf denen das Wachstum der DEL zu einem großen Teil basiert, werden oder sind von privaten Investoren finanziert, die für ihre Vorhaben die wirtschaftliche Planungssicherheit eines kontinuierlichen und attraktiven Mieters in Form eines DEL-Clubs benötigen

Ja klar, und wo stehen die meisten unserer modernen Spielstätten? In Köln, Mannheim, Nürnberg, Hamburg, Ingolstadt, Krefeld, Hannover. Die Scorpions werden nicht noch einmal so eine schlechte Saison spielen, alle anderen Klubs sind nie und nimmer abstiegsgefährdet. Die Planungssicherheit ist definitiv gegeben.

2. Das Zuschauer- und Medieninteresse an den Play-downs der DEL lag in allen Jahren deutlich unterhalb der jeweiligen Durchschnittswerte der Liga.

Die fanden eben zeitgleich mit den Play-offs statt und die DEL hat selbst den Vertrag mit Premiere unterzeichnet, das nur eine Partie pro Spieltag überträgt. Haben Kassel und Wolfsburg in den sieben Spielen etwa Minus gemacht?

3. In den letzten Jahren ist es nie zu dem gewünschten sportlichen Austausch der Clubs zwischen der DEL (Verlierer der Play-downs) und der zweiten Liga (Sieger der Play-offs) gekommen, ohne dass wirtschaftliche Aspekte mitentscheidend waren oder Ausnahmegenehmigungen erteilt werden mussten.

Ausnahmegenehmigungen mussten erteilt werden, weil die Vorgaben der DEL offensichtlich nicht den immer noch herrschenden Realitäten des gesamten deutschen Eishockeys (kleine Hallen) entsprechen. Erst macht man es den Aufsteigern fast unmöglich, ohne extreme Kopfstände in die DEL zu kommen und dann wirft man ihnen genau dies vor?

4. Die Aussicht auf einen Aufstieg in die DEL hat die Clubs in den unteren Ligen dazu bewogen, relativ teure Spieler zu verpflichten und bei einer negativen sportlichen Entwicklung während der Saison weiter ins wirtschaftliche Risiko zu treten und zusätzliche Spieler zu verpflichten oder Trainerwechsel vorzunehmen. Entsprechendes gilt für DEL-Clubs zur Vermeidung des Abstiegs.

Mit demselben Argument könnte man auch die Meisterschaften abschaffen, weil sie die Clubs in allen Ligen dazu verleitet, teurere Spieler zu verpflichten und Trainer zu entlassen. Genau genommen schreibt die DEL hier, dass die Meisterschaft ohne Aufstieg kein reizvolles Ziel ist, weil sie keine Trainer- oder Spielerwechsel erfordert. Sie gibt folglich zu, dass sie die 2. Liga mit ihrer Entscheidung kastriert und den dort aktiven Spielern und Trainern das sportliche Ziel nimmt. Und was wird wohl ein DEL-Verein machen, der ab Dezember den Anschluss zu den Play-off-Plätzen zu verlieren droht? Richtig: Den Trainer entlassen und teure Spieler holen, da mangels Abstiegskampf sonst sofort die Luft aus der gesamten Restsaison raus ist!

5. Ferner hat die Aussicht auf einen Aufstieg in die DEL in den unteren Ligen dazu geführt, dass die für uns alle wichtigen jungen deutschen Spieler relativ wenige Einsätze bekommen haben und z.B. die Förderlizenzregel nicht ihre volle mögliche Wirkung entfalten konnte. Stattdessen haben die Clubs verstärkt auf ausländische und ältere Spieler gesetzt. Eine Heranführung der Spieler von der DNL an die DEL wird dadurch erschwert.

Ah ja... wir nehmen den unteren Ligen den sportlichen Reiz, damit sie mehr deutsche Spieler einsetzen? Und wofür sollen sich diese Spieler dann zerreissen, wenn es nichts mehr zu gewinnen gibt? Für die Zweitliga-Meisterschaft, die man gerade erst unter 4. für reizlos erklärt hat? Die DEL widerspricht sich hier. Zudem heuchelt man mit der Formulierung "für uns alle wichtigen jungen deutschen Spieler" Interesse an der Nachwuchsförderung vor, um die Zweifler herüberzuziehen. Wer ist schon gegen Kinder? Eine derart billige Rhetorik ist peinlich und leicht durchschaubar! Verpflichtet Euch zur Finanzierung des Nachwuchses, wenn Euch wirklich etwas daran liegt. Solange das nicht geschieht, ist alles andere nur Heuchelei.

6. Nicht zuletzt ist in anderen europäischen Ligen aus den gleichen Gründen ein sportlicher Auf und Abstieg bereits abgeschafft worden oder soll zeitnah abgeschafft werden, wie beispielsweise in Finnland, Russland oder auch der Schweiz. Die Erfahrungen dieser Länder mit einem geschlossenen System sind durchweg positiv.

Schön für Finnland, Russland oder die Schweiz. Die haben aber auch gute eigene Spieler bzw. eine gute Nachwuchsförderung und genau das haben wir leider nicht! Unsere Situation ist eine völlig andere als in den genannten Ländern. Hier versucht die DEL, mangels nachvollziehbarer Begründungen mit Klischees zu kommen, Marke "Guck mal, die anderen machen das auch so!"

Die DEL hat hier in dilletantischer und leicht durchschaubarer Weise "Argumente" zusammengeschludert, die krampfhaft ihre Entscheidung begründen sollen. Über die wahren Gründe kann man nur spekulieren. Ich stelle mir das mal ganz provokativ so vor: Da sitzen die DEL-Chefs (von denen viele nie Eishockey gespielt haben) an einem Tisch und stellen fest, dass das Produkt Eishockey ganz toll sein könnte, wenn es kein Sport wäre. Also schafft man den Sport eben ab! Die Verteidiger des Sports werden dann als "Traditionalisten" beschimpft, man unterstellt ihnen damit Rückständigkeit um sie von der Diskussion auszuschliessen und unglaubwürdig zu machen. Sehr schlechter Stil, liebe DEL!

Tatsache ist, dass mitten in einer Krise des Deutschen Eishockeys ein dicker Keil zwischen DEL und DEB getrieben wird. Statt an einem Strang zu ziehen und etwas aufzubauen, kocht man sein eigenes Süppchen. Statt sich zur Nachwuchsfinanzierung zu bekennen, schottet man sich ab. Alles, was man in den vergangenen Jahren mühsam aufgebaut hat (vor allem an Image!) reißt man jetzt mit dem Arsch wieder ein. Jeder DEL-Klub, der diese sechs Punkte unterschrieben hat, aber in der DNL nicht mit eigenen Teams am Start ist oder einen DNL-Verein finanziell unterstützt, hat einen Offenbarungseid geleistet und schadet unserem Sport.

Die DEL hofft natürlich, dass die Fans sich bis September mit dem Scheiss abgefunden haben, deswegen hat sie die Entscheidung auch zu diesem Zeitpunkt bekannt gegeben. Mal sehen, ob die Fans den Kakao trinken werden, durch den man sie zieht.

Ich könnte mir allerdings auch vorstellen, dass es innerhalb der DEL Stress geben wird, weil der eine oder andere Vertreter den Beschluss nur zähneknirschend mitgetragen hat und nun entsetzt ist, wie grottenschlecht er in der Öffentlichkeit verkauft wird...

Gruß vom Auf-und Absteiger Alexander Brandt

http://www.hockeyweb.de/index.php?action=ART&rubrikNr=9&nav=4|2&aNr=13652

Geschrieben von: Eiskaltes Haendchen 2nd June 2005 - 16:15:23

Kein Olympia-Aufgebot für 'Sex-Trio'

Die zuletzt in der Schweiz aktiven NHL-Spieler, Kristian Huselius, Henrik Tallinder und Andreas Lilja, werden als Konsequenz des noch nicht abgeschlossenen Sex-Skandals für ein Olympia-Aufgebot in Schwedens Eishockey-Nationalteam nicht in Frage kommen.

Das entsprechende Verfahren gegen Huselius (zuletzt und weiter bei Rapperswil), Lilja (zuletzt Ambri) und Tallinder (zuletzt Bern) wegen angeblicher Vergewaltigung einer 21-jährigen Frau ist noch nicht abgeschlossen. Die Stockholmer Staatsanwaltschaft will auf sexuelle Ausbeutung klagen.

Tallinder, Huselius und Lilja hatten bislang erklärt, dass es Anfang Februar im Teamhotel der Schweden in Stockholm zu Sex mit der Frau im "gegenseitigen Einvernehmen" gekommen sei. Das Trio wurde deshalb aus dem Nationalteam ausgeschlossen. Auch die schwedischen Klubs suspendierten die NHL-Spieler daraufhin.

Quelle: Nachrichten.ch

Geschrieben von: Eiskaltes Haendchen 3rd June 2005 - 13:12:43

Das IG-Modell zieht Kreise... thumb_up.gif

"Wir sind die Freezers!"
Eishockey: Viele Fans fordern mehr Vereinskultur und wollen deshalb eine IG gründen.


Von Björn Jensen, Lutz Wagner

Hamburg - Wer bislang glaubte, daß Eishockeyfans die Sommerpause dafür nutzen, um abzuschalten von ihrem Lieblingsthema, der hat sich gründlich geirrt. Unter den Anhängern der Hamburg Freezers ist in den vergangenen Wochen eine grundlegende Diskussion über die Vereinskultur entbrannt, die eine Neuordnung der Fanszene bewirken könnte.

Auslöser der Debatte war die Schließung des Fanforums auf der offiziellen Internet-Homepage des DEL-Klubs. "Das hat bei vielen Fans das Faß zum Überlaufen gebracht. Wir fühlen uns vom Klub mißachtet, unsere Belange werden überhaupt nicht ernst genommen", sagt Eckhardt Nehrig (39). Die Erklärung des Klubs, die Schließung habe urheberrechtliche Gründe, wollte der Dauerkarten-Inhaber nicht akzeptieren. Zwei Stunden nach der Sperrung des Forums war er mit einem neuen Angebot im Netz, das er privat betreibt und über das er auch seine Idee kommunizierte, eine "Interessengemeinschaft (IG) Freezers-Fans" zu gründen. Das Interesse war überwältigend, so daß sich Nehrig mit sechs Mitstreitern zusammengetan hat, um in den kommenden Wochen konkrete Pläne für die Gründung der IG auszuarbeiten.

Deren Ziele sind klar definiert. "Wir wollen dazu beitragen, dauerhaft gutes Eishockey in Hamburg zu etablieren. Wir sind mit der Entwicklung der Qualität ebenso unzufrieden wie mit dem Umgang der Vereinsführung mit den Fans. Das wollen wir ändern, denn wir sind die Freezers", sagt Nehrig, der Wert darauf legt, "daß wir nicht nur Rechte fordern, sondern auch Pflichten übernehmen wollen." So wollen die Anhänger Veranstaltungen für den Verein organisieren, die Kommunikation mit den Spielern verbessern oder bei der Gestaltung von Fanartikeln mitwirken. "Das sind alles Dinge, die wir vor Monaten vorgeschlagen haben. Der Klub hat bislang immer alles abgelehnt", so Nehrig.

Die Gründe dafür erschließen sich dem Schenefelder nicht. "Finanzielle Probleme können es nicht sein, wir würden vieles in Eigenregie machen und kein Geld nehmen", sagt er. Vielmehr befürchten er und seine Mitstreiter, daß der Vereinsführung zuviel Menschlichkeit suspekt ist. "Wir würden gern eine Vereinskultur aufbauen, aber das scheint nicht gewünscht", sagt er. "Der Verein ist sich der Gunst der Fans zu sicher, weil es bislang ja bestens läuft." Mit seinem Einblick ins Seelenleben der eingefleischten Fans, von denen er "90 Prozent" hinter sich weiß, wagt Nehrig die Prognose, daß die Stimmung kippe. "Schon jetzt gibt es viele, die sich keine Dauerkarte mehr kaufen, weil sie unzufrieden sind. Aber wenn die treuen Anhänger wegbleiben, kommt auch das Eventpublikum nicht mehr, weil die Stimmung fehlt. Diesen Trend wollen wir aufhalten."

Daß es im Verein mit dem Freezers-Fan-Projekt (FFP) bereits eine Institution gibt, die als Bindeglied zwischen Fans und Verein agieren soll, hält die Gruppe um Nehrig nicht von ihren Plänen ab. "Im FFP sitzen nur Leute, die vom Klub abgenickt wurden. Viele von denen sind selbst unzufrieden, weil sie nichts durchsetzen können. Was wir brauchen, ist eine unabhängige Fanvertretung. Das soll die IG werden", sagt Nehrig. Spätestens Anfang August, zum Start der Vorbereitung auf die neue Saison, soll der fünf- bis siebenköpfige Rat gegründet sein. Dessen Mitglieder sollen von allen interessierten Fans auf einer öffentlichen Veranstaltung gewählt werden.

Nehrig will im nächsten Schritt in einem Gespräch mit Manager Boris Capla die Einstellung des Klubs zu diesem Thema ausloten. Wie diese ausfallen dürfte, hat er indes schon erfahren müssen. Die vom Verein beschäftigte Fanbeauftragte Nicole Schümann hat bereits angekündigt, mit einer unabhängigen IG nicht zusammenarbeiten zu wollen.

erschienen am 3. Juni 2005 in Sport

Geschrieben von: Basler2000 3rd June 2005 - 13:17:58

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Leipzig in der Vorreiterrolle!!! clap.gif

VOn Leipzig lernen, heißt siegen lernen!!! wink.gif

Geschrieben von: smoking joe 3rd June 2005 - 13:26:48

Dann laßt uns gleich die Rechnung für die Franchise-Gebühr losschicken. Betrag: TEUR 200 !! wink.gif

Geschrieben von: Tom Tokio 3rd June 2005 - 13:46:31

ZITAT(smoking joe @ 3rd June 2005 - 15:26:48)
Dann laßt uns gleich die Rechnung für die Franchise-Gebühr losschicken. Betrag: TEUR 200 !! wink.gif

lustsch.gif thumb_up.gif Warum eigentlich nicht... wink.gif

Geschrieben von: Manne 3rd June 2005 - 13:50:30

Nach Mut-Probe abgestürzt!


Nach Mut-Probe abgestürzt - Eishockey-Star (15) verunglückte tödlich
Steven H. (15), Eishockey-Nachwuchs-Star der Adler Mannheim, stürzte bei einer Mut-Probe sechs Meter tief durch ein Glas-Dach und wurde tödlich verletzt. Der alarmierte Notarzt konnte nichts mehr tun.

Gestern um 13 Uhr fand die Beerdigung statt. Sein Körper auf Rosen gebettet in einem blauen Sarg, Musiker spielten sein Lieblingslied. Eltern und Freunde nahmen bewegt Abschied von ihm, ein Freund brach weinend zusammen.

Die Eltern und Geschwister erschienen in Weiß, seine Mutter sagte: "Unser Kleiner geht heute ins Licht. Deshalb tragen wir auch kein Schwarz. Steven hätte sich das so gewünscht."


[SternShortnews.de]

Geschrieben von: Eiskaltes Haendchen 3rd June 2005 - 13:59:52

*grusel* ohmy.gif

Geschrieben von: Bärliner 3rd June 2005 - 23:25:47

... ob die bei der "Interessengemeinschaft Freezers-Fans" auch so hart "kämpfen" müssen!? rolleyes.gif

Geschrieben von: Bärliner 6th June 2005 - 08:13:22

Bandencheck: Die Hockeyweb-Kolumne von Alexander Brandt

Eishockey-Deutschland, 6. Juni

Wir befinden uns in der eishockeylosen Zeit, was gibt´s Neues? Spieler werden verpflichtet, Trainingslager organisiert und die Berliner Preussen, in welcher Namensvariation auch immer, gehen in die Insolvenz. Das Übliche eben, wie jedes Jahr. Halt, einen Unterschied gibt es doch: Diesmal scheint es die letzte Insolvenz der Preussen zu sein. Dabei war die abgelaufene Saison sportlich erfolgreich. In der Vorrunde der Oberligasaison legte die Mannschaft des „Berliner Schlittschuh-Club Preussen“ eine beispiellose Siegesserie hin und strebte Richtung zweite Liga. Dass es mit dem Aufstieg dann nicht klappte, lag zum großen Teil an der Führung des Vereins (an die Bezeichnung „Gesellschaft“ kann ich mich im Sport immer noch nicht gewöhnen), die erklärte nämlich kurzerhand, man werde den Spielbetrieb einstellen, wenn man nicht aufsteige. Die Spieler mussten ab jenem Zeitpunkt mit dem Druck antreten, um das Schicksal des gesamten Vereins zu spielen und zerbrachen daran. „Wir wollten gewinnen, Berlin wollte nicht verlieren“, erklärten die Hannover Indians treffend, nachdem sie die Berliner aus den Play-offs und aus der Geschichte geschossen hatten. Die Fans traf die Niederlage besonders hart. Zwar waren sie an Insolvenzen und Neuanfänge mittlerweile gewohnt, doch den Berlin Capitals des Lorenz Funk, die ein Jahr zuvor pleite gegangen waren, hatte man nicht unbedingt nachgetrauert. Fans, die seit zwei Jahrzehnten am Eichkamp dabei waren und alles mitgemacht haben, was an Fan-Leid auch nur theoretisch möglich ist.
Es ist gerade einmal zehn Jahre her, dass der Berliner Immobilien-Kaufmann Axel Banghard die Preussen von Gründungs-Präsident Herrmann Windler übernahm und das Zeitalter der Dampfplauderer einleitete. Im offenen Ferrari fuhr Banghard damals bei den Fanclubs vor und erklärte, man wolle die Preussen zum „FC Bayern des Eishockeys“ machen. Man werde in einigen Jahren in einer neuen Halle spielen und in der European Conference der International Hockey League an den Start gehen. Personen wie Ecclestone, Tiriac und Beckenbauer habe man auf seiner Seite. Letzterer hatte immerhin eine Verbindung zu den Banghards: Er wurde von Vater Egon um Millionen geprellt, die er pfänden lassen musste.

In den folgenden Jahren wurde bei den Preussen auf dicke Hose gemacht, statt den überschuldeten Club zu sanieren. Dann ging die Familie Banghard pleite. Egon, der den Laden von seinem inzwischen verschwundenen Sohn übernommen hatte, erschlich mit diversen Tricks im Sommer 2001 noch einmal eine Lizenz für die Preussen, doch 2002 war Schluss – die DEL warf die „Berlin Capitals – Die Preussen“ aus der DEL. Die Preussen waren kaum noch ein Eishockey-Club, sondern vielmehr ein Magnet für Spinner und Scharlatane, die sich zum jeweiligen Retter der Woche aufspielten. Banghard Senior landete im Knast, Junior gilt als unbekannt verzogen.

Man begann als Berlin Capitals e.V. unter Präsident Lorenz Funk in der Regionalliga von Neuem, stieg in die Oberliga auf und ging erneut pleite. Eine Gruppe aus der Chefetage spaltete sich ab und startete einen neuen Versuch nach einer Kooperation mit dem Berliner Schlittschuh-Club, doch wieder brachten interne Streitigkeiten das Schiff zum kentern. Im Winter hieß es plötzlich, ein ehemaliger Fan namens Oliver Kopplin, der es in Florida zu einem Vermögen gebracht habe, wolle den Laden übernehmen. Doch mehr als verwirrendes Gelaber in Internet-Foren steuerte Kopplin effektiv nicht bei, aus welchen Gründen auch immer, da blickt sowieso keiner mehr durch.

Nach Kopplins Absage hatte sich dann wohl wieder eine Gruppe abgespalten, die sich mit den Preussen versuchen wollte. Doch diese Herren schafften es nicht einmal bis zum Sommer. Vielleicht wird nun wieder jemand irgendwo einen „Neuanfang“ starten wollen und sich das Wort „Preussen“ in irgendeiner Form an die Brust heften, um die unverbesserlichen Fans für sich zu gewinnen. Doch gerade die dürften jetzt wirklich endgültig die Nase voll haben.

Bleibt die Frage, warum verschiedenste Gruppierungen immer wieder an der Aufgabe scheitern, im Westen Berlins Profi-Eishockey aufzubauen. Waren es immer die falschen Personen? Oder stimmt die Aussage eines ehemaligen Mitarbeiters der Capitals? Der sagte im vergangenen Sommer den baldigen Exitus voraus, weil sich seiner Erfahrung nach unter den in Berlin-Charlottenburg gegeben Umständen einfach kein Eishockey finanzieren lasse. Die Kosten an die Messe Berlin für die Deutschlandhalle seien schlicht zu hoch, das Interesse der Sponsoren zu niedrig. Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen.

Viele Preussenfans haben sich längst andere Hobbies oder einen Premiere-Decoder zugelegt und fahren gelegentlich zu DEL-Spielen nach Hamburg. Die immer weniger werdenden Restfans werden diesem Beispiel wohl folgen.

Und schuld daran sind immer nur die anderen. Nachzulesen unter www.preussenforum.de und www.hockey-heimat.de

Gruß vom ex-Preussen Alexander Brandt

Geschrieben von: Eiskaltes Haendchen 7th June 2005 - 19:21:30

Hannover
Ein Jahr kein Gehalt gezahlt

Die Hannover Scorpions holt erneut die Vergangenheit ein. Dem Klub aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) droht eine schwere Schlappe vor Gericht: Die frühere Führung um Jochen Haselbacher soll Verteidiger Reiko Berblinger eine Saison lang kein Gehalt bezahlt haben.

Zudem soll von Haselbachers Sohn Eric, zu diesem Zeitpunkt Manager des Klubs, der Vertrag gefälscht worden sein, und Jochen Haselbacher soll den Profi zum Sozialamt geschickt haben, damit dieser illegal Wohngeld kassiert. „Das wäre dann auch noch Betrug“, sagt Berblingers Anwalt Wolfram Cech. Richter Klaus Ruhkopf wird sein Urteil in vier Wochen fällen, ließ gestern aber keinen Zweifel daran, dass Berblinger gewinnen und etwa 25000 Euro Bruttolohn kassieren wird.

In 42 Spielen stand der Nachwuchsverteidiger in der Saison 2003/2004 im Scorpions-Aufgebot, zumeist saß er dabei ausschließlich auf der Ersatzbank. „Immer wieder habe ich gefragt, wann mir mein Gehalt gezahlt wird“, sagt Berblinger, „und immer wieder wurde ich vertröstet.“ Haselbachers Anwalt Jörg-Friedrich Onnasch erklärte gestern beim Gütetermin, dass mit dem Spieler vereinbart worden sei, dass dieser kostenlos spielen würde. „Er hat förmlich gebettelt, um bei uns die Chance zu bekommen, in der höchsten Liga zu spielen“, sagte Onnasch. „Selbst wenn das so gewesen ist, hätte man dies vertraglich vereinbaren müssen“, sagt Richter Ruhkopf. Im Vertrag stand zwar, dass Berblinger unentgeltlich spielen würde – allerdings wurde dieser Passus nachträglich eingefügt und lediglich von Eric Haselbacher unterschrieben. „Das ist damit unwirksam“, sagt Ruhkopf.

Berblinger erklärte gestern, dass er vom Manager gefragt worden sei, ob er für die Scorpions spielen möchte. „Dafür habe ich sogar meinen Job als Pfleger aufgegeben“, sagte er. „Da spiele ich doch nicht unentgeltlich.“ Als er im Dezember immer noch keinen Cent gesehen hatte, habe ihm Jochen Haselbacher gesagt, er solle beim Sozialamt Wohngeld beantragen. „Meine Frau war schwanger, ich hatte Angst, dass mir die Wohnung gekündigt wird, da habe ich so gehandelt“, sagt der Spieler, dem seine Mannschaftskollegen schließlich sogar Babykleidung besorgt hätten, weil er zum Sozialfall zu werden drohte.

Im letzten Saisonspiel verletzte sich Berblinger am Knie – und musste alle Arztkosten selber tragen. Die Scorpions hatten ihn nicht einmal versichert, die Berufsgenossenschaft lehnt bis heute jegliche Zahlung ab. „Ohne finanzielle Unterstützung meiner Eltern wäre ich heute am Ende“, sagt Berblinger, der mittlerweile beim Oberligisten EC Hannover Indians spielt. Jochen Haselbacher wollte gestern zu den Vorwürfen keine Stellung nehmen.


Jens Hauschke
Veröffentlicht 07.06.2005 17:37 Uhr
Hannoversche Allgemeine Zeitung

Geschrieben von: Eiskaltes Haendchen 8th June 2005 - 18:57:09

"Das Produkt muß stimmen"
Eishockey: Detlef Kornett, Europachef der Anschutz Entertainment Group (AEG), sieht die Freezers auf dem richtigen Weg.

ABENDBLATT: Herr Kornett, die Freezers hatten in der vergangenen Saison mit 7,1 Millionen Euro den höchsten Etat aller Klubs in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Trotzdem langte es nur zu Rang acht nach der Vorrunde und zum Aus im Viertelfinale. Können Sie damit zufrieden sein?

DETLEF KORNETT: Das mit dem höchsten Etat ist so eine Sache. Wir haben durch die Anmietung der Color-Line-Arena auch enorme Kosten zu tragen. Sieht man den reinen Team-Etat, liegen wir nur im Mittelfeld. Da sind uns Klubs wie Köln, Mannheim oder Frankfurt voraus. Das soll aber keine Entschuldigung sein. Sportlich können wir nur bedingt zufrieden sein.

ABENDBLATT: Werten Sie das Abschneiden als Rückschritt?

KORNETT: Nein, auf keinen Fall.

ABENDBLATT: Ist damit zu rechnen, daß die AEG mehr Geld in ihre beiden deutschen Teams investieren wird, nachdem sie ihre anderen europäischen Beteiligungen durchweg beendet hat?

KORNETT: Nein, der Kostendruck wird bleiben. Doch den hat jedes DEL-Team. Wir haben die Strukturen erheblich verschlankt, haben tolle Fortschritte in Richtung einer schwarzen Null gemacht. Was die Finanzen angeht, sind wir mehr als zufrieden. Unterm Strich bleibt aber: Das Produkt muß stimmen. Deshalb ist es zum Beispiel wichtig, die Publikumslieblinge langfristig zu binden.

ABENDBLATT: Genau das ist nicht gelungen. Die Topscorer Brandon Reid und Craig Johnson sind weg, Bobby House hat seine Karriere beendet, und Dave Tomlinson ist auch nicht mehr erste Wahl.

KORNETT: Eine gewisse Fluktuation gibt es immer.

ABENDBLATT: Dennoch muß es nachdenklich stimmen, wenn Schlüsselspieler wie Johnson oder in der Vorsaison Andrew Schneider nur gehen, weil sie ein Problem mit dem Manager haben.

KORNETT: Ich habe das nur am Rande mitbekommen. Wenn sich beide Seiten nicht einigen konnten, gibt es hinterher unterschiedliche Wahrnehmungen zu den Gründen des Scheiterns. Boris Capla hat absolut unser Vertrauen, einen Freibrief hat er deshalb natürlich nicht. Die Freezers werden autark gemanagt und haben deshalb einen gewissen Entscheidungsfreiraum. Daß nicht alle Entscheidungen bei allen Beifall finden, ist normal.

ABENDBLATT: Dann befürchten Sie also keinen Imageschaden, wenn die Leistungsträger in jedem Jahr scharenweise davonlaufen?

KORNETT: Nein, dafür sind die Freezers ein viel zu attraktives Produkt und haben nichts von ihrer Anziehungskraft eingebüßt. Natürlich würde ich mir mehr Ruhe wünschen. Aber wir können nicht auf jeden Wunsch eines Spielers eingehen. Wenn es ihn dann fortzieht, bitte schön, Reisende soll man nicht aufhalten.

ABENDBLATT: Es wurden bereits mehr junge deutsche Spieler verpflichtet als in den vergangenen Jahren. Ist das ein Reflex auf den permanenten Kostendruck?

KORNETT: Das Team muß nicht preiswerter werden. Doch die Spiele sind in den letzten Jahren immer schneller geworden, und die Freezers hatten nicht genug junge Spieler, die dieses Tempo gehen konnten. Außerdem haben wir uns die Förderung einheimischer Talente vorgenommen.

ABENDBLATT: Ist es normal, daß man dabei auch schon mal in den Reihen des Bruderteams wildert?

KORNETT: Sie spielen auf den Wechsel von Alexander Barta von Berlin nach Hamburg an. Ich sage es ganz offen: Da hat die Kommunikation zwischen Eisbären und Freezers nicht immer ganz reibungslos funktioniert, da hätte man sich besser abstimmen müssen. Ich sehe es aber als Kompliment an, wenn ein Spieler in der Unternehmensgruppe bleibt und nicht abwandert. In Berlin war Alex Barta nur ein Rollenspieler, in Hamburg wird er zur tragenden Säule. Das ist doch positiv.

ABENDBLATT: Ist für Sie die DEL ein Produkt mit Zukunft?

KORNETT: Ohne Frage, die Liga hat sich in Deutschland als Nummer zwei hinter der Fußball-Bundesliga etabliert, alle Zahlen sprechen dafür.

ABENDBLATT: Steht und fällt die Entwicklung nicht aber mit einer stärkeren Fernsehpräsenz?

KORNETT: Premiere ist ein super Partner. Wünschenwert wäre, die Liga würde wieder 15 Minuten in der ARD-"Sportschau" bekommen. Doch bei den derzeitigen Sendeformaten ist das nicht durchzusetzen. Interview: LUTZ WAGNER

erschienen am 8. Juni 2005, Hamburger Abendblatt

Geschrieben von: Eiskaltes Haendchen 9th June 2005 - 16:43:09

Die Eisbären wollen eine Alternative zu den Falken sein
Von Joachim Friedl
Heilbronn hat einen zweiten Eishockey-Club: die Eisbären. In dem in Gründung stehenden Verein sind die Eisbären Ilsfeld, die 15 Jahre lang im Hobbybereich aktiv waren, aufgegangen. Für die neue Saison hat der Verein für die unterste Liga, die Landesliga Baden-Württemberg, gemeldet.



"Wir sehen uns als Alternative zum Heilbronner Eishockey Club und als neue Heimat für Eishockey-Spieler und Fans, die sich mit den HEC-Falken nicht mehr identifizieren können", rechtfertigt der künftige Vorsitzende und Spielertrainer Kai Sellers die Vereinsgründung. Mittelfristig kann er sich eine sportliche Kooperation mit dem HEC vorstellen, sagte aber auch: "Finanziell wollen wir unabhängig bleiben." Wert legt Sellers auf die Feststellung: "Wir sind keine Biertümpeltruppe und zieht Vergleiche zum Heilbronner Fußballverein FC Laube: "Die haben sich etabliert."

Dem Vorstand des derzeit 50 Mitglieder starken Vereins gehören neben Kai Sellers als zweiter Vorsitzender Rainer Scholl, Schatzmeister Jens Kaiser und Schriftführer Robert Kuhnert an. Eine Jugendmannschaft hat der Verein noch nicht.

Ihre sieben Landesliga-Heimspiele gegen Pforzheim, Stuttgart, Rottweil, Mannheim, Schwenningen, Herrischried und Reutlingen wollen die Eisbären ohne Eintritt zu verlangen in der Knorr-Arena austragen und hoffen auf ein Entgegenkommen des HEC, der Generalpächter der Sportstätte ist. Dazu Claus Böhm, Vorsitzender des HEC: "Priorität Nr. 1 haben unsere Profis, dann kommt die Jugend, dann der Publikumslauf. Über dann noch vorhandene Eiszeiten kann man reden."

Sportlich glaubt Sellers an den Durchmarsch in der Landesliga und den Aufstieg in die Baden-Württembergliga. Dabei setzt der Verein auf Amateurspieler aus der Region; selbst einige Vorstandsmitglieder werden auflaufen. Pro Spiel erwarten die Eisbären 300 Zuschauer.

In die Saison 2005/2006 geht der Club mit einem Etat von 25 000 Euro, der momentan zu 80 Prozent gedeckt ist. Als Sponsoren wurden bislang die Volksbank Heilbronn - ihr Logo ziert den Helm - das Immobilienbüro Müller, Bucher & Partner, die Fahrschule Göttig, CNC-Bearbeitung Buss Leingarten, der Mannheimer Eishockey-Ausrüster Crack's und das Heilbronner Seat-Autozentrum Tatz gewonnen. Ein Hauptsponsor für das Trikot ist dagegen noch nicht gefunden. Erwirtschaftete Überschüsse werden zu 70 Prozent angespart, 30 Prozent werden an die Spieler ausgeschüttet. Der Jahresbeitrag für Aktive liegt bei 35 Euro, für Passive bei 15 Euro und für Jugendliche bei zehn Euro.

Onlineportal stimme.de

Geschrieben von: Eiskaltes Haendchen 10th June 2005 - 14:10:43

Keine Lizenz: Mad Dogs müssen aus der Oberliga

Schweinfurt (10.6.2005). Zu befürchten war es schon seit Wochen. Seit Freitag ist es definitiv: Das Schweinfurter Eishockey steht vor einem Neuanfang ganz unten. Die insolvente Mighty Dogs GmbH erhält von der Spielbetriebsgesellschaft für die kommende Oberliga-Runde keine Lizenz mehr.

Kurz und knapp informierte Pressesprecher Tobias Werberich am Freitagmittag mit folgendem Wortlaut die Medien: "Mit dem heutigen ESBG-Schreiben ist nun auch das letzte Fünkchen Hoffnung auf eine weitere Oberliga-Saison erloschen. Aufgrund der hohen geforderten Auflagen seitens der ESBG und trotz etlicher Gespräche konnten diese hohen Hürden nicht genommen werden. So müssen die Dogs nach neun Jahren wieder den bitteren Gang in die Niederungen des Deutschen Eishockey´s antreten. Ob dies die Bezirksliga oder die Landesliga (Wet Dogs als Nachrücker aus der Bezirksliga) sein wird, muss man nun in Gesprächen mit dem BEV klären. Weitere Einzelheiten folgen im Laufe des morgigen Tages..."

SWEX.DE bleibt am Puck und wird ausführlich berichten.

DEL-Aus naht: Immer noch kein Baubeginn
(rau) Ist Wolfsburgs Erstliga-Eishockey noch zu retten? Gestern sollte die Spitze der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) von der Klub-Führung des EHC und Verantwortlichen des geplanten Multifunktionsbaus (der für die Lizenz unbedingt kommen muss) konkrete Verträge über das Bauvorhaben sehen. Was vorgewiesen werden konnte, war dürftig. EHC-Geschäftsführer Bernd Rumpel ernüchtert: „Wir geben keinen Kommentar ab.“ Allerdings stellte er fest: „Wir hätten uns gewünscht, dass es zu diesem Termin gar nicht erst gekommen wäre.“
Dafür hätte früher gebaut werden müssen. Stadt und die federführende WOB AG hatten nach dem Aufstieg im vergangenen Jahr versprochen, dass die neue Halle kommt. Nur deshalb durfte der EHC mit Ausnahmegenehmigung für seinen zu kleinen Eispalast überhaupt aufsteigen. Gebaut wurde nichts.
Gestern dann die kalte Dusche: Während die EHC-Geschäftsführung von Wolfsburg aus nach Köln reiste, stießen aus Frankfurt Manfred Günterberg (WOB AG) und Michael Merten (Investorengruppe GMUL) dazu. Alles was sie hatten: Einen Vertrag über vorbereitende Baumaßnahmen. Die soll eine Tochter der Papenburg AG vornehmen. Die gehört Günter Papenburg, Besitzer von DEL-Klub Hannover Scorpions. Was die WOB AG noch verriet: Die vorbereitenden Arbeiten werden etwa vier Wochen dauern, parallel findet die Ausschreibung für die Errichtung der Multifunktions-Arena statt.
Ein Schlag ins Kontor, man hatte mit mehr gerechnet. Axel Diedrich von der VW-Sportförderung, Aufsichtsratsmitglied des EHC: „Diese Mitteilung macht mich sprachlos. Ich bin von wasserdichten Verträgen ausgegangen. Es hieß immer, es funktioniert, jetzt muss man das wohl hinterfragen.“
Der DEL-Medienbeauftragte Andreas Ulrich stellte nur fest: „Wir bewerten die Unterlagen nicht, das Treffen hatte informellen Charakter. Die Lizenz-Entscheidung obliegt den Gesellschaftern.“ Und die entscheiden am 27. Juni, ob der EHC eine neue Ausnahmegenehmigung bekommt. Als sicher kann gelten: Es gibt sie, wenn überhaupt, nur mit konkreteren Verträgen. Immerhin: Bauunternehmer Papenburg geht davon aus, dass das keine vier Wochen dauert. Sonst ist es wohl aus mit Wolfsburgs DEL-Eishockey.

Geschrieben von: Tom Tokio 10th June 2005 - 14:35:22

...und es geht weiter bergab mit Deutschlands Eishockey...fehlt nur noch ein Lockout in der DEL... w00t.gif

Geschrieben von: Andy 10th June 2005 - 15:52:20

zumindest wird in deutschlands höchster Eishockeyliga noch gespielt und um 1.klassiges Eishockey zusehen können wir nach Tschechien fahren oder gleich dort hin umziehen. biggrin.gif

Geschrieben von: Eiskaltes Haendchen 10th June 2005 - 20:12:08

Wayne´s interessiert - Auslandsmeldungen:

HCI wird nächste Saison härter spielen

Innsbrucks Gegner werden sich in der kommenden Saison höllisch in Acht nehmen müssen - für die Fans wird's hingegen ein himmlisches Vergnügen.
Der HCI - im Bild links Patrick Mössmer - hat Blut geleckt, will in Zukunft mit hartem Eishockey für Furore sorgen.

"Schlagschuss" heißt der legendäre Eishockey-Film mit Paul Newman in der Rolle des Trainers. Er holt sich die drei berüchtigten Hanson-Brüder in sein Team, damit sie mit den Gegnern aufräumen und die eigenen Fans von den Sitzen reißen.

Schaut man auf das Strafenregister der vier kanadischen Neuzugänge, ist der Imagewechsel beim HCI einer um 180 Grad. Neo-Coach Alan Haworth ließ schon bei der Auswahl der Legionäre seine Handschrift klar erkennen. Todd Elik, Yannick Tremblay, David Cloutier und Daniel Jacob bringen es zusammen auf sagenhafte 4500 Minuten in der Kühlbox. Wenn sie nur annähernd das halten, was ihr Ruf verspricht, werden aus den Engeln in der kommenden Saison Bengeln.

Angeführt vom "bösen Buben" Elik. Der 39-jährige Mittelstürmer, ein Typ zwischen Genie und Wahnsinn, beansprucht alleine mehr als 2000 Strafminuten für sich. Beim wieselflinken Flügelstürmer Tremblay, der die magische 1000er-Marke ebenfalls klar überschritten hat, fliegen nicht nur die Beine, sondern auch die Fäuste, wenn's sein muss.

Oder die Verteidiger, beide g'standene Mannsbilder von knapp 2 Meter Größe. Was sind die Vorzüge von einem, der von sich behauptet, erst mit 17 Jahren das Eislaufen gelernt zu haben ..? Jacob versteht Eishockey als Handwerk. Er wird genauso wie Cloutier vor dem Tor von Claus Dalpiaz für den langersehnten Respekt sorgen.

Weil was haben die HCI-Cracks vergangene Saison nicht gejammert? "Die Schweden sind zu brav, niemand fürchtet sich vor uns", war es immer wieder dieselbe Leier. Erst mit NHL-Star Brad Isbister wurden die Sitten rauer. Und das Spiel damit zur Show. Die will der HCI den Fans nun von Beginn an bieten.



www.tirol.com

Geschrieben von: Bärliner 13th June 2005 - 08:46:03

Bandencheck:
Die Hockeyweb-Kolumne von Alexander Brandt


Eishockey-Deutschland, 13. Juni


Als Protest gegen die Abschottung der DEL wollen Fans Klopapierrollen an die DEL-Zentrale schicken, um zu demonstrieren, dass sie die Abschaffung von Auf- und Abstieg für Unsinn halten. Wie Fans nun einmal sind: Sitzen ist für´n Arsch und Klopapier ist für Arschlöcher. Die DEL wird es freuen, Klopapier kann man immer gebrauchen, denn auch Funktionäre müssen mindestens einmal täglich zur Toilette gehen und ausdrücken, was sie denken. Womöglich zeigen die Mitarbeiter/innen ja Humor und schicken die Rollen nach Benutzung an die Absender zurück? Oder sie machen ein Geschäft daraus und lassen die Playercards der Spieler auf die Blätter drucken. Dann kann irgendwo in Köln ein Mädel auf dem Klo kreischen: „Ich hab´ den Tinoooo, der ist ja soooo süüüüüß....“ Und Oliver Jonas könnte sich den Hintern mit den Gesichtern des Eisbären-Managements abwischen – und umgekehrt.
Spaß beiseite, die ganze Idee ist natürlich für´n Arsch, denn protestieren kann man immer noch am besten auf sachliche Weise, per Brief oder Mail, mit Demonstrationen in den Hallen. Verschiedene Zeitungen haben inzwischen Umfragen durchgeführt, deren Ergebnisse man aber mit Vorsicht genießen sollten, da sie kaum repräsentativ sind. Bekanntlich melden sich immer nur Kritiker zu Wort, Unterstützer tun dies selten. Das ist auch ganz normal so. Wenn man eine Zeitung liest und einen Artikel findet, über den man sich aufregt, worüber schreibt man dann wohl einen Leserbrief? Bestimmt nicht darüber, dass die man die Zeitung bis auf einen Artikel gut fand.

Wie gesagt sollen die Klopapierrollen an die DEL-Zentrale gehen. Das verstehe ich nicht: Die DEL vertritt den Beschluss doch nur, gefertigt wurde er von den DEL-Klubs bis auf Köln, Düsseldorf und Mannheim, wie man hört/liest. Also schickt Euer Klopapier an Eure lokalen DEL-Klubs, wenn überhaupt! Man kann der DEL-Zentrale nicht den Beschluss an sich vorwerfen, sondern nur, dass sie ihn grottenschlecht verkauft und die Gegenseite disqualifiziert hat. Alle Gegner des Beschlusses einfach als „Traditionalisten“ in die Tonne zu kloppen, war beschämend. Selbst wenn man die Abschaffung von Auf- und Abstieg befürwortet, kann man wohl kaum abstreiten, dass die Gegenseite argumentativ mehr zu bieten hat als bloße Tradition nach dem Motto: Haben wir immer so gemacht, kann ja jeder kommen.

Für mich persönlich zählt bei diesem Thema unter dem Strich nur, dass zwischen DEL und DEB eine gegenseitige Abhängigkeit besteht, die man nicht durch vermeintliche wirtschaftliche Zwänge bombardieren sollte. Die Nachwuchsarbeit von Berlin, Köln und Mannheim wird zu Recht immer gelobt. Aber wenn ich mir ansehe, wo die Jungs herkommen, die dort spielen, sehe ich selten die Geburtsorte Berlin, Köln oder Mannheim. Die meisten Jungs kommen immer noch aus den „guten, alten“ Eishockey-Städten im Süden. Und die dort ansässigen Clubs sollte man unterstützen, statt ihnen a.) keine Entschädigung zu zahlen und ihnen b.) jede sportliche Perspektive zu nehmen. Das ist kein Traditionalismus, das ist Sicherung der Zukunft!

Rein marketingmäßig hat sich die DEL-Aktion bereits gelohnt: Auch im Sommer ist Eishockey ständig im Gespräch und niemand redet mehr über den Abstieg der Nationalmannschaft. Wenn man den abgeschafft hätte, müssten wir jetzt nicht gegen Israel spielen, ha! Nun haben wir auch noch einen Aufstand der DEB-Vereine zu befürchten, die Isolierung der DEL wird als letztes Druckmittel nicht ausgeschlossen.

Alle streiten sich, statt die akuten Probleme zu lösen. Macht die Bundesregierung auch so, kann folglich nicht schlecht sein...

Es ist zu offensichtlich, dass die DEL-Clubs die Auswirkungen ihres Beschlusses und die Reaktionen völlig unterschätzt haben. Setzt Euch doch einfach noch mal zusammen und findet eine bessere Lösung, liebe Leute. Einen Fehler einzusehen und ihn zu korrigieren lässt auf einen guten Charakter schließen. Warum werden die Anforderungen für die Aufnahme eines Aufsteigers nicht einfach heraufgesetzt? Damit hätte man de facto sein Ziel erreicht, ohne so einen Rummel verursachen zu müssen. Und dann müssten Aufsteiger ihre avisierten Neubauten womöglich auch realisieren, statt wie in Wolfsburg nur einen Bagger wochenlang über eine Wiese fahren zu lassen. War der Baggerfahrer eigentlich eine „Ich-AG“ oder ein „1-Euro-Job“? Peter Hartz kommt doch aus Wolfsburg, oder? Läuft die Hinhaltetaktik der Wolfsburger gegenüber der DEL unter dem Stichwort „Hartz V“?

Gruß vom Klopapier-Benutzer Alexander Brandt

Geschrieben von: Bärliner 17th June 2005 - 12:48:50

Wayne Gretzky wird "Executive Director"
Eishockey-Legende übernimmt Leitung der "Ahornblätter"


"The Great One" Wayne Gretzky wird sich künftig wieder stärker um die kanadische Eishockey-Nationalmannschaft kümmern. Wie der als Teammanager schon 2002 mit dem Olympiasieg gekrönte Gretzky ankündigte, wird er sein Team als "Executive Director" zu den Olympischen Spielen nach Turin führen. Dabei soll die Eishockey-Legende gemeinsam mit den ebenfalls neu berufenen Kevin Lowe (General Manager Edmonton Oilers) und Steve Tambelini (General Manager Vancouver Canucks) die sportliche Leitung der Mannschaft übernehmen..

Inwieweit der Trainerstab von den Entscheidungen des neuen Führungstrios betroffen ist, wurde auf der Pressekonferenz nicht bekannt. Gretzky war zuletzt von führenden Eishockey-Persönlichkeiten Kanadas zu einem stärkeren Engagement beim Nationalteam gedrängt worden. Für ihn sei diese Aufgabe aber ohnehin immer "reizvoll" gewesen, betonte er.


[eishockey info]

Geschrieben von: Bärliner 20th June 2005 - 08:51:43

Bandencheck: Die Hockeyweb-Kolumne von Alexander Brandt

Eishockey-Deutschland, 20. Juni


Marc Hindelang vom DSF bzw. Premiere ist für seine Berichterstattung von der vergangenen Eishockey-WM ausgezeichnet worden. Ich denke, daran kann wirklich niemand etwas aussetzen. Wer wie Hindelang in der Lage war, die grauenhaften Spiele unserer Nationalmannschaft ohne Fluchen und wüste Beschimpfungen zu kommentieren und sachlich zu bleiben, der verdient eine Auszeichnung! Ich selbst habe während der Übertragungen mit diversen Gegenständen nach meinem Fernseher geworfen und dabei bewundert, wie freundlich Marc Hindelang den Mist noch kommentierte. Allerdings könnte ich mir gut vorstellen, dass er vielleicht manchmal sein Mikro abstellte und erst mal laut „Scheisse!“ brüllte. Ich habe mich an dieser Stelle schon einmal als Hindelang-Fan geoutet. Manch´ Leser wird nun die Nase rümpfen, aber Kommentatoren sind nun einmal Geschmackssache, ähnlich wie wir Schreiberlinge. Wobei wir gegenüber den TV-Heinis einen Vorteil haben: Wer etwa den Bandencheck nicht mag, braucht ihn einfach nicht mehr zu lesen. Beim TV-Mann ist das anders, denn man muss ihn wohl oder übel ertragen, weil man ja das Spiel sehen will, das er kommentiert. Daher dürften die Jungs wesentlich mehr Kritik abbekommen als unsereiner. Außerdem kann ich frisch geschriebenen Blödsinn wieder löschen und verbessern. Das geht beim Live-Fernsehen nicht. Man versuche einmal, zwei Stunden zu reden ohne Blödsinn zu labern. Wer das kann, geht zum Fernsehen. Wer das nicht kann, wird Politiker.

Selbiges gilt auch für die „Experten“, die seit einigen Jahren nach amerikanischem Vorbild die Sportberichterstattungen bereichern. Denen stehe ich aber ehrlich gesagt skeptisch gegenüber, denn fast immer erzählen die mir nur, was ich gerade gesehen habe. Oder sie bestätigen lediglich den Fernseh-Moderator: „Ja wie Du schon sagst...“ Im Fußball zahlen sie beispielsweise einem Franz Beckenbauer Millionen dafür, dass er mir in der Halbzeit erzählt, wer in Führung ging und wer mehr vom Spiel hatte. Und das auch noch in nicht gerade zusammenhängenden Sätzen. Da hätte man meine Rundfunkgebühren besser anlegen können, beispielweise mit einer Reportage über Nachwuchsförderung im deutschen Eishockey.

Der Beckenbauer unseres Sports ist zweifelsohne Erich Kühnhackl. Ein im wahrsten Sinne des Wortes überragender Spieler war er, nun ist er Experte, allerdings liegen seine Stärken wie bei Beckenbauer eher im Fachwissen als in der Wortgewandtheit. Ich erinnere mich zum Beispiel an seinen Satz: „In dieser Phase kann der Trainer nur noch mit Worten helfen oder verbal.“

Generell wünschte ich mir, die Experten würden sich weniger diplomatisch und eher kontrovers äußern, ähnlich wie Andreas Niederberger es macht, der griff schon mal die DEG hart an, während sich der Moderator moderat verhielt – so soll es sein. Wiederkäuen und bestätigen kann ich selbst, dazu brauche ich keinen ehemaligen Nationalspieler.

Und noch weniger brauche ich diese typische Sportreporter-Sprache. Fällt denn nur mir auf, dass die Typen Wörter benutzen, die im normalen Wortschatz gar nicht auftauchen? „Auftakt nach Maß“, „fulminant“, „eminent“, „Tribut zollen“, „Glanzparade“, usw. Wer hat je von anderen Menschen als Sportreportern solche Vokabeln vernommen?

Neulich war ich im Supermarkt und hatte zum Glück einen Euro für den Einkaufswagen: Ein Auftakt nach Maß! Ich schob den Wagen dann vorbei an Freund und Feind zum Obststand und erstand eminent schmackhafte Erdbeeren, von denen einige herunter fielen, die ich jedoch mit einer Glanzparade auffing. Mit fulminantem Drive schob ich den Wagen dann zur Kasse, um dem Supermarkt Tribut zu zollen.

Oje, das kann der Hindelang besser....

Gruß vom eminent fulminanten Alexander Brandt

Geschrieben von: Manne 20th June 2005 - 09:10:27

ZITAT(Bärliner @ 20th June 2005 - 09:51:43)
Wobei wir gegenüber den TV-Heinis einen Vorteil haben: Wer etwa den Bandencheck nicht mag, braucht ihn einfach nicht mehr zu lesen. Beim TV-Mann ist das anders, denn man muss ihn wohl oder übel ertragen, weil man ja das Spiel sehen will, das er kommentiert.

Zum Glück gibts für so etwas bei Premiere die Tonoption! laugh.gif

Geschrieben von: Bärliner 25th June 2005 - 07:51:55

Schönes deutsches Eishockey

Ein paar sommerliche Gedanken an Hans Zach und seinen Nachfolger Greg Poss
Keine Ahnung, warum einem gerade in diesen heißen und fußballbeladenen Tagen ausgerechnet der ehemalige Eishockeybundestrainer Hans Zach immer wieder mal kurz durch den Kopf schießt. Wobei es so ganz genau genommen nicht nur Zach ist, an den man bisweilen denken muss, sondern schon auch dessen Nachfolger Greg Poss. Irgendwie ist die Geschichte der beiden miteinander verwoben - und geht so: Zach, der knurrige Metzgermeister aus Bad Tölz, hatte viele Jahre ziemlich viel Erfolg mit den deutschen Kufencracks, die international ja nicht eben die ice-crème de la ice-crème darstellen. Doch Zach, der ob seiner Wutausbrüche bisweilen auch Alpenvulkan gerufen wird, hatte dieses Manko wettgemacht, indem er seinen Spielern ein System an die Hand gab, das zwar ziemlich defensiv und manchmal nicht sonderlich schön anzusehen war, aber eben für ihre Verhältnisse außergewöhnlich erfolgreich. Dreimal hat der alpenvulkanisierte Metzgermeister die deutschen Kufenflitzer ins Viertelfinale einer WM oder von Olympia geführt, was jedes Mal eine kleine Sensation darstellte.

Genug war das manchen Herren im Land dennoch nicht. Also mäkelten sie an Zach und seiner Spielweise herum. Zu wenig begeisternd, zu wenig schön, zu wenig offensiv - mit solchen Dingen kamen die Herren. Außerdem müsse, wer dreimal ins Viertelfinale gekommen ist, es irgendwann auch mal ins Halbfinale schaffen. Am Ende hatte Zach keine Lust mehr, sich all das dumme Geschwätz anzuhören - und warf den Bettel hin.

Womit Teil zwei der Geschichte beginnt - und mit ihr das Kapitel Poss. Greg Poss wurde nämlich Nachfolger von Zach - und für manchen mutete das an wie ein Kulturschock. Poss war nämlich nicht nur Nachfolger, sondern auch das Gegenteil seines Vorgängers: jung-dynamisch, smart, stets lächelnd - und, wie es sich für einen Amerikaner ziemt, positiv denkend bis zum Kotzen. Das Schönste aber war, dass Poss versprach, die deutsche Mannschaft supertolles, schönes, schnelles Eishockey spielen zu lassen, in etwa so wie es Russen und Kanadier und Schweden und Tschechen immer spielen. Und wer weiß, wenn auch die Deutschen so spielen würden, vielleicht würden sie dann tatsächlich mal ins Halbfinale einer WM kommen und später sogar ins Finale und … Poss entwarf da wirklich eine tolle Vision - und wenn es in irgendeinem unbedeutenden Testspiel mal nicht so klappte, dann war das nicht weiter schlimm. "Das Gute ist, dass wir einfache Fehler gemacht haben. Das lässt sich leicht korrigieren", sagte Poss dann - und alles war wieder gut.

Doch dann kam die WM - und viel zu schreiben braucht man darüber nicht, nur das: Die deutsche Mannschaft verlor: 1:5 gegen die Schweiz, 0:2 gegen die Tschechen, 1:2 gegen Kasachstan, später auch noch 2:3 gegen Dänemark - und als die WM vorbei war, war Deutschland abgestiegen, weil Poss wohl irgendwie vergessen hatte, dass er gar nicht die Spieler hatte, um sein supertolles, schönes, schnelles Poss-Eishockey spielen zu lassen. Wofür es nur eines geben konnte: den Rauswurf.

Ja, an solche Dinge muss man denken in diesen heißen und fußballbeladenen Tagen. Keine Ahnung, warum dem so ist.

FRANK KETTERER

taz Nr. 7695 vom 21.6.2005

Geschrieben von: Ronny Ef 26th June 2005 - 10:55:47

Ist zwar nicht wirklich "was zu lesen" eher was zum anschauen ... wink.gif


http://www.easports.com/games/nhl06/videos.jsp?setID=First+Look+Trailer&resID=hi

blink.gif blink.gif

haben will ... sofort ... w00t.gif

Geschrieben von: Eiskaltes Haendchen 29th June 2005 - 17:30:46

Wie sich in Moskau noch Märkte etablieren lassen

Der Eishockey-Patriot
Von Mathias Brüggmann, Handelsblatt

Stechende Harzdämpfe ziehen durch die marode Betonhalle des Moskauer Eishockey-Kombinats. Arbeiter in Blaumännern verkleben fünf dünne Holzlagen mit je zwei Glasfasermatten. 400 000 Schläger für Russlands beliebtesten Sport stellen sie so jährlich weitgehend in Handarbeit her, 70 Prozent gehen in den Export – ins ebenfalls eishockeyverrückte Kanada. Dass das fast 70 Jahre alte Kombinat, das trotz der neuen, kapitalistischen Zeit noch immer so heißt, weiterwerkelt, hat es einem Kapitalisten zu verdanken: Artur Sogomonjan.

HB MOSKAU. Der 38-jährige armenische Geschäftsmann hat seit 2002 rund 20 Mill. Dollar in die Betriebe zur Herstellung von Sportschuhen, Trikots, Eishockey-Schlägern und -Monturen gesteckt. Im Jahr zuvor war ein Lizenzvertrag mit Adidas zur Fertigung von Turnschuhen ausgelaufen – den Werken drohte der Kollaps. Mit Sogomonjans Geld wurden neue Anlagen gekauft und wurde die Produktion ausgeweitet.

Natürlich geht es dem Junggesellen, der sein Startkapital in den wilden 90er-Jahren als Händler und Broker („Wir verkauften alles, was wir in die Finger kriegten“) gemacht hat, dabei ums Geld. Doch das verdient er hauptsächlich mit seinen Chemiefabriken, die rund 200 Mill. Dollar Umsatz jährlich erzielen. An der kleinen Mast-Bank, deren Aufsichtsratschef der Elektroingenieur und promovierte Ökonom ist, hat sich Sogomonjan beteiligt, als er im Finanz-Crash 1998 merkte, „dass es gefährlich ist, Geld auf einer fremden Bank zu haben“. Das Engagement im Sportartikel-Sektor ist für den früheren Profifußballer (Lokomotive Moskau) aber mehr als ein Hobby: „Gerade der Sport weckt viel Patriotismus“ – ein Gefühl, das seit dem Amtsantritt von Präsident Wladimir Putin stark verbreitet ist.

Nun will der Sportfan, auf dessen poliertem Schreibtisch ein großer Schokoladen-Fußball thront, nicht nur mit russischen Mannschaften fiebern, sondern die Teams auch in russische Sportbekleidung stecken. Seine Marke „Efsi“ soll zur nationalen Sportmarke im Mittelpreissegment werden, der Marktanteil von heute unter einem bis 2010 auf zehn Prozent ansteigen. Bisher laufe alles nach Plan – der vom ebenfalls armenischstämmigen früheren Perestroika-Chefökonomen Abel Aganbegjan entworfen wurde. 2004 konnte Sogomonjan die Produktion bereits verdoppeln, für dieses Jahr ist ein ähnliches Wachstum geplant, der Umsatz soll 35 Mill. Dollar erreichen. Dazu beitragen soll eine kürzlich in Estland gekaufte und in einen Moskauer Vorort gebrachte Fabrik zur Herstellung von Langlaufskiern.

„Schwer, aber unglaublich interessant“ sei sein neuer Geschäftszweig. Sogomonjan beschreibt ihn als „Aufbau einer neuen Marke oder die Wiedergeburt einer fast toten sowjetischen Marke“. Helfen soll dabei der Plan, Russlands Olympiamannschaft 2008 in Peking in „Efsi“-Trainingsanzügen antreten zu lassen – zum 50-jährigen Bestehen der Marke. Erste Profiteams in den russischen Eishockey- und Fußball-Ligen spielen bereits in Efsi-Trikots.

Doch ob es zum großen Durchbruch als Massen-Marke kommt, hängt von einem typischen russischen Phänomen ab: ob Sogomonjan seine Investitionen schützen und seine Werke behalten kann. Denn auf die Grundstücke in Moskau hat es auch Putins Bundessportbehörde unter Leitung des früheren Eishockey-Profis Wjatscheslaw Fetisow abgesehen: „Die wollen uns loswerden und ein Kasino auf dem Gelände bauen“, sagt Sogomonjan über die zahlreichen Hausdurchsuchungen vermummter Polizisten in den vergangenen anderthalb Jahren. Russlands Sportagentur verfügt über das Lizenzrecht für das Glücksspiel-Geschäft sowie den Import von Alkohol und Zigaretten.

Noch von einem anderen Faktor wird die Realisierung von Sogomonjans Plan abhängen: ob es dem neuen Konkurrenten von Adidas, Nike und Co. gelingen wird, die auf den russischen Markt drängenden westlichen Einzelhandelskonzerne für die Marke zu gewinnen. Sogomonjan ist optimistisch: Er verhandle bereits mit der französischen Auchan- und der deutschen Metro-Gruppe darüber, Lieferant zu werden.

HANDELSBLATT, Mittwoch, 29. Juni 2005, 14:34 Uhr


29. Juni 2005, 12:01, NZZ Online
Eishockey-Crack Filin für zwei Jahre gesperrt
An WM positiv auf Nandrolon getestet

Der an der A-WM in Österreich positiv auf Nandrolon getestete Weissrusse Tsimafei Filin ist vom internationalen Verband für zwei Jahre gesperrt worden. Die Sperre dauert bis 3. Mai 2007. Der 20-jährige Spieler hat am 7. Juni in einem Brief an den Landesverband zugegeben, die verbotene Substanz eingenommen zu haben.
(si) Der erlaubte Wert des Weissrussen Tsimafei Filin war um mehr als das 250-Fache überschritten. Der Disziplinarkommission des internationalen Verbandes IIHF gehörte auch der Schweizer Ivo Eusebio an. Der Entscheid über eine Sperre gegen den ebenfalls positiv getesteten Ukrainer Alexander Pobijedonoszew wird zu einem späteren Zeitpunkt gefällt.

Hamburg Freezers-Presseservice: Nissan beendet Engagement bei Hamburg Freezers
29.06.2005 - 16:19 Uhr
Hamburg (ots) - Der Sponsorenvertrag zwischen Nissan und den
Hamburg Freezers wird für die Saison 2005/2006 nicht verlängert.
Dies teilte der Club aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) heute
mit.

Zu den Gründen sagte Christian Toetzke von Upsolut, dem
Vermarkter der Freezers: „Die Ursachen liegen bei Nissan
und haben nichts mit den Freezers zu tun. Obwohl man mit dem
Engagement in Hamburg sehr zufrieden ist, hat der Mutterkonzern
überraschend entschieden, sich strategisch neu auszurichten und
andere Schwerpunkte zu setzen.“

Toetzke bedauert den Schritt des Autobauers, da Gespräche über einen
neuen Sponsorenvertrag bereits seit Anfang des Jahres liefen. „Die
Entscheidung war nicht abzusehen“, berichtet er. Dennoch zeigt sich
der Marketing-Experte optimistisch: „Die Freezers sind ein sehr
attraktives Produkt. Dies gilt besonders in der für Autohersteller
wichtigen Zielgruppe der 18- bis 48-Jährigen. Der Platz von Nissan
ist jetzt für andere Automarken frei geworden.“

Geschrieben von: Basler2000 30th June 2005 - 13:13:36

Wer kommende Saison eine Auswärtsfahrt nach Heilbronn plant, sollte sich vorsehen. Es könnten sonst unvorhergesehene Kosten auf ihn zukommen.

Hier eine Meldung aus der Stuttgarter Zeitung :

ZITAT
"Zu ekelig"
Heilbronn verbietet Spucken

Höhepunkt der Sauber-Kampagne in der Kommune

Heilbronn - Für Schmutzfinken wird Heilbronn ein teures Pflaster: Neben der nachlässigen Entsorgung von gebrauchten Kaugummis, Zigarettenstummeln und Hundekot wird jetzt auch das Spucken in der Öffentlichkeit bestraft. "Es ist Ekel erregend und unhygienisch. Wir wollen nicht, dass uns in die Wohnung gespuckt wird", bestätigte der Leiter des Ordnungsamtes, Bernd Werner, am Dienstag einen Bericht der "Stuttgarter Zeitung". Seit vergangener Woche muss 25 Euro zahlen, wer auf die Straße spuckt. Bei den Bürgern kommt die Aktion dennoch "überraschend gut" an, betonte Werner.

Das Spuckverbot gilt als vorläufiger Höhepunkt im Sauberkeitsstreben der Stadt. Raucher müssen seit einigen Jahren 15 Euro für jede weggeschnippte Kippe bezahlen; mehr als 200 Menschen werden nach Werners Angaben pro Jahr gefasst. Hundebesitzer müssen für jedes liegen gebliebene Häuflein 50 Euro bezahlen. Ausgespuckte Kaugummis kosten 25 Euro. Kontrolliert werden die Heilbronner dabei von Politessen und anderen städtischen Mitarbeitern. Interesse an dem Maßnahmenkatalog hätten auch schon Mannheim und Frankfurt/Main angemeldet.

dpa/lsw
28.06.2005 - aktualisiert: 28.06.2005, 12:36 Uhr 



Einen Hund wird ja wohl keiner dabei haben.

Anderen Städten scheint diese Einnahmequelle offensichtlich auch zu gefallen.

http://www.icehockeypage.de/

Geschrieben von: smoking joe 30th June 2005 - 13:33:41

ZITAT(Basler2000 @ 30th June 2005 - 14:13:36)
Anderen Städten scheint diese Einnahmequelle offensichtlich auch zu gefallen.

Ich sag nur: Kaugummisteuer !! thumbdown.gif

Geschrieben von: Bärliner 6th July 2005 - 11:51:02

Eine DEL II wird mehr und mehr zum Thema
Nächste Woche Gespräche mit der DEL

Seit einigen Tage steht das 14-er-Feld der Zweiten Bundesliga für die Saison 2005/06 fest. Als letzter Teilnehmer wurden die Wolfsburger Grizzly Adams als Zwangsabsteiger aus der DEL eingegliedert. Die anderen 13 Clubs haben mittlerweile die Lizenz erteilt bekommen. Einmütigkeit herrscht unter den 13 auch in einem anderen Punkt: Sie werden Gespräche mit der DEL führen mit dem Ziel, vom Deutschen Eishockey-Bund (DEB) und dessen Eishockeyspielbetriebs-Gesellschaft (ESBG) weg unter das Dach der DEL zu wechseln und bald als DEL II zu firmieren.
Die Lawine ins Rollen gebracht hat die Entscheidung der DEL, den sportlichen Auf- und Abstieg nur noch bis zum Ende des Kooperationsvertrags zuzulassen. Da der Vertrag 2006 endet, wäre ein sportlicher Aufstieg aus der Zweiten Bundesliga in die DEL folglich nur noch am Ende der Saison 2005/06 möglich. Da sich die Zweit-Bundesligisten in dieser für sie so wichtigen Frage mehr und mehr vom DEB im Stich gelassen gefühlt haben, haben sie bei einer Sitzung kürzlich in München beschlossen, Gespräche mit der DEL-Geschäftsführung aufzunehmen. Das Ziel ist klar: Die in den vergangenen Jahren immer professioneller gewordene Zweite Bundesliga soll unter dem Dach der Profi-Liga DEL als DEL II an den Start gehen.

DEB-Präsident Uli Esken plädiert für ein durchgängiges Auf- und Abstiegssystem von oben nach unten. Allerdings ist die Zweite Bundesliga mittlerweile schon meilenweit entfernt von der Oberliga und viel näher dran an der DEL.

Das soll nach dem Willen der Bundesligavertreter nun offensichtlich auch mit einer Kooperation und Ligenumbenennung dokumentiert werden. Am 14. Juli finden erste Gespräche in Berlin zwischen Vertretern der DEL und der Zweiten Bundesliga statt. „Ich halte nichts davon, uns der DEL an den Hals zu schmeißen, aber genauso kann es für uns alle der erste Schritt in eine bessere Zukunft sein“, so Norbert Lehmann, Verwaltungsratsvorsitzender des SC Bietigheim-Bissingen und Aufsichtsratsvorsitzender der ESBG. Lehmann plädiert dafür, den DEB mit in die Gespräche mit der DEL einzubeziehen: „Es muss uns doch in erster Linie um das deutsche Eishockey gehen. Da gehören alle Beteiligten an den Tisch.“

Bewusst gelogen
Alle Clubs der Zweiten Bundesliga haben ihre Lizenz für die Saison 2005/06 erhalten, auch wenn darunter einige sind, die Auflagen erfüllen müssen. „Die Wirtschaftlichkeit hat sich gegenüber den vergangenen zwei Jahren verschlechtert. Alleine die Tatsache, dass fast alle Clubs nicht in der Lage waren, zur ersten Frist ihre Unterlagen komplett vorzulegen, sagt eigentlich alles“, sagte Uwe Harnos, der Vizepräsident des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) und Aufsichtsratsmitglied der ESBG, die für den Ligenspielbetrieb verantwortlich ist, der Fachzeitschrift Eishockey NEWS zum diesjährigen Lizenzierungsverfahren. „Wenn ich lese, wie Clubs reihenweise behaupten, sie hätten die Lizenz ohne Auflagen bekommen, da frage ich mich manchmal schon. Da wird teilweise bewusst gelogen. Wenn ich beispielsweise Gelder nachweisen muss, dann ist das sehr wohl eine Auflage“, so Uwe Harnos. ... kommt mir irgendwie bekannt vor, nur eben an anderer Stelle. wink.gif

Der Lizenzentzug droht den Zweit-Bundesligisten aber auch während der laufenden Saison, denn erstmals müssen Clubs, die sich mit der Berufsgenossenschaft auf Ratenzahlungen geeinigt haben, die Zahlungen gegenüber der ESBG nachweisen. Auch gegen Clubs, die ihre Spielergehälter aus der Vorsaison nicht wie vereinbart bezahlt haben, will die ESBG verschärft vorgehen.

VON CLAUS PFITZER

http://www.bietigheimer-zeitung.de/html/news/artikel_lokalsport.php4?artikel=31458

Geschrieben von: smoking joe 6th July 2005 - 12:09:31

ZITAT(Bärliner @ 6th July 2005 - 12:51:02)
Auch gegen Clubs, die ihre Spielergehälter aus der Vorsaison nicht wie vereinbart bezahlt haben ...

Ach ja. Sowas gibts auch woanders ... ph34r.gif

Geschrieben von: Basler2000 19th July 2005 - 00:28:50

Heftiger Schlag oder nur ein Reflex?

Amtsgericht Pforzheim: Verfahren gegen Eishockey-Spieler des VfR Pforzheim wird gegen Zahlung von 750 Euro eingestellt

Das Verfahren gegen den Angeklagten wurde gestern gegen eine Zahlung von 750 Euro vorläufig eingestellt.
Die Anklage lautete auf gefährliche Körperverletzung. Der VfR-Spieler hatte während einer Spielunterbrechung kurz vor dem Ende der Partie in der Pforzheimer St.-Maur-Halle einen Herrischrieder Spieler mit dem Eishockey-Schläger im Gesicht getroffen.

Der Pforzheimer war zuvor im Spiel von dem Herrischrieder mit der Faust attackiert worden. Die Bilanz der Auseinandersetzung: Der Pforzheimer erlitt einen Nasenbeinbruch, der Herrischrieder büßte mehrere Zähne ein und hatte eine Platzwunde.

Gegen beide Spieler leitete die Staatsanwaltschaft Verfahren ein. Im Vorfeld hatten sich die zwei Spieler bereits darauf geeinigt, dass der Herrischrieder seine Klage gegen den Pforzheimer zurückzieht, falls dieser jenen Teil seiner Arztkosten übernimmt, den die Krankenkasse nicht bezahlt.

„Reflexartig getroffen“

Wegen der Schwere des angelasteten Delikts musste sich der Pforzheimer aber dennoch vor dem Amtsgericht Pforzheim verantworten. Beim gestrigen Verfahren galt es zu klären, ob der Schlag des Pforzheimers mit dem Eishockey-Schläger vorsätzlich geschah. Der Angeklagte verneinte dies entschieden: „Ich habe ihm den Schläger unabsichtlich ins Gesicht geschlagen, als ich mich schützen wollte.“

Unmittelbar vor seinem Schlag sei er nämlich von dem Gegenspieler erneut mit der Faust ins Gesicht geschlagen worden. Daraufhin habe er seinen Schläger reflexartig hochgerissen, um sich vor möglichen weiteren Attacken des Kontrahenten zu schützen. Der Angeklagte hatte zu diesem Zeitpunkt wegen des vorausgegangenen Faustschlags des Herrischrieders während des Spiels bereits stark aus der Nase geblutet.

Der Herrischrieder Spieler hatte wegen dieser Attacke, die er zugab, eine Zeitstrafe bekommen und hatte sich gerade auf dem Weg zur Strafbank befunden, als er nach einer neuerlichen Auseinandersetzung mit dem blutenden Pforzheimer die schmerzhafte Bekanntschaft mit dessen Schläger gemacht hatte. Der Hieb des Pforzheimers sei für ihn überraschend gekommen, „ich habe den Schläger nicht kommen sehen.“ Angeblich nicht erinnern konnte sich der Herrischrieder, ob er unmittelbar, bevor er vom Schläger getroffen worden war, selbst noch einmal die Faust sprechen gelassen hatte, wie der Pforzheimer ausgesagt hatte. „Es gab ein Gerangel. Es ist möglich, dass ich dabei nochmal zugeschlagen habe, ich weiß es nicht mehr“, berichtete er von Gedächtnislücken.

Zeugen widersprechen sich

Einer der beiden Schiedsrichter des Spiels, das Pforzheim mit 7:3 gewonnen hatte, sagte aus, dass der Herrischrieder den Pforzheimer lediglich „weggeschubst“ habe, „ein Faustschlag war es nicht“. Auch seien zwischen dem Schubsen des Herrischrieders und dem Schlag des Pforzheimers „zwischen zehn und zwanzig Sekunden“ vergangen. Der zweite Schiedsrichter meinte ebenfalls, dass die Schläger-Attacke kein Reflex gewesen sein könne.

Drei Pforzheimer Spieler, die als Zeugen geladen waren, behaupteten das Gegenteil: Erstens sei die zweite Attacke des Herrischrieders ein Faustschlag gewesen, zweitens könne das Schläger-Manöver ihres Teamkollegen, das unmittelbar auf den Faustschlag gefolgt sei, sehr wohl ein Reflex gewesen sein.

Verteidiger Walter Hilber betonte, dass aufgrund der widersprüchlichen Zeugenaussagen zu Gunsten des Angeklagten angenommen werden müsse, dass er den Herrischrieder nicht mit Absicht mit seinem Schläger getroffen habe.
Mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft stellte Richterin Bergmann das Verfahren gegen den Pforzheimer schließlich vorläufig ein. Endgültig eingestellt wird es, wenn der Pforzheimer bis 15. Juni 750 Euro an den Herrischrieder überweist. Die Summe soll die restlichen Arztkosten decken und darüber hinaus als Schmerzensgeld dienen.

http://www.pz-news.de/sport/sonstige/68757/index.html

Geschrieben von: Basler2000 27th July 2005 - 14:31:14

Sponsorensuche im Internet

Hamburg, 22. Juli Der Hamburger SV sucht einen neuen Sponsor im Internet. Genauer gesagt: Das Team aus der Verbandsliga Nordost versteigert eine Werbefläche auf dem Vereinstrikot der ersten Mannschaft im Internet-Auktionshaus Ebay. Dabei können sich sowohl Unternehmen melden als auch Privatpersonen, die eine Botschaft unterbringen wollen. Bedingung ist natürlich, dass alle Werbegesetze und die Vorschriften des Deutschen Eishockey-Bundes eingehalten werden. Mit dem Erlös wird Material - wie Schläger - für die erste Mannschaft finanziert. Zur Versteigerung: http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&category=29071&item=5221395359&rd=1&ssPageName=WDVW.

http://www.hockeyweb.de/?action=STA&Inhalt=lv/lv_nord&rubrikNr=6&nav=3%7C5%7C0

Naja sind ja schon bei 252,00 Euro, das reicht ja neben dem Material noch für einen Kracher um den Aufstieg anzupeilen und sich nächstes Jahr mit den Crocodiles zu messen!!! laugh.gif wink.gif

Geschrieben von: Basler2000 29th July 2005 - 21:50:37

Strukturreform bei den Freezers

Eishockey: Ein neuer Verein soll Jugendarbeit und Fankultur fördern

Von Björn Jensen, Lutz Wagner

Hamburg - Der Termin war - unfreiwillig - gut gewählt. Vor drei Tagen hatte das Fachmagazin "Eishockey News" die Jugendarbeit der Hamburg Freezers (zurecht) arg kritisiert. In einem Ranking der 14 DEL-Vereine rangierten die "Eisschränke" abgeschlagen auf dem letzten Platz. Da paßte es wunderbar, daß die Verantwortlichen des Hamburger Eishockeyteams gestern auf ihrer Saisoneröffnungs-Pressekonferenz eine neue Organisationsstruktur vorstellen konnten.

Mit der Gründung eines neuen Vereins, des "Hamburger Eishockey Club e. V. - Hamburg Freezers" sollen die Versäumnisse der ersten drei Freezers-Jahre nun getilgt werden. Im Mittelpunkt der Vereinsarbeit wird der Aufbau, die Unterhaltung und die Betreuung des Eishockey-Nachwuchses aus Hamburg und dem Umland stehen, ohne dabei in bestehende Kooperationen (u. a. mit den Crocodiles) einzugreifen. Zudem möchte der Verein den Schulsport unterstützen und über den Bau einer dritten Halle nahe AOL- und Color-Line-Arena (Abendblatt berichtete) neben besseren Trainingsmöglichkeiten für Profis und Nachwuchs auch mehr Eislaufzeiten für die Bevölkerung schaffen, um Eishockey auf eine breitere Basis zu stellen.

Initiator des Vereins ist Dr. Andreas Mattner, CDU-Abgeordneter der Hamburgischen Bürgerschaft und Geschäftsführer der ECE Consulting, der als Vorstandsvorsitzender fungieren möchte. Als Mitstreiter gewann Mattner mehrere hochrangige Vertreter aus der Hamburger Wirtschaft. So wollen sich Dr. Reiner Brüggestrat (Vorstandssprecher Hamburger Bank), Wolfgang Burgard (Vorstandsvorsitzender Holsten-Brauerei AG), Enno Emmerinck (Vorstand Volksbank Hamburg), Dr. Rainer Schubach (Vorstand HEW/Vattenfall) und Wolfgang Warburg (Vorstand Lufthansa Technik) ehrenamtlich engagieren.

Wert legt Mattner, der sich "in sportliche Belange nicht einmischen" will, darauf, daß der Verein kein elitärer Zirkel von Mäzenen sein soll. "Uns eint, daß wir alle Freezers-Fans sind. Deshalb sind alle, die diese Leidenschaft teilen, willkommen, uns zu unterstützen." Im August soll die erste Mitgliederversammlung abgehalten werden, um die Strukturen abzusegnen, dann soll sich der Verein in seinem ersten Jahr etablieren. "Wir haben nicht den Anspruch, daß alles sofort klappt, sondern wollen Jugendförderung und Vereinskultur jetzt auf den Weg bringen", sagt Mattner. Deshalb sei noch nicht klar, wie interessierte Fans beitreten können. "Aber daran werden wir arbeiten."

Freezers-Manager Boris Capla sagte: "Seit zwei Jahren arbeiten wir auf die Gründung eines solchen Vereins hin. Erst jetzt aber haben wir mit Herrn Dr. Mattner einen kompetenten Partner dafür gefunden." Die Gründung eines e. V. ist nötig, weil die Freezers aufgrund ihrer Struktur als GmbH die Voraussetzungen eines gemeinnützigen Vereins nicht erfüllen. "Wir tun jetzt in umgekehrter Reihenfolge das, was der HSV mit seiner Ausgliederung versucht, indem wir auf eine Kapitalgesellschaft einen e. V. aufsatteln", so Mattner.

Bei den organisierten Freezers-Fans stößt die Neuordnung auf Zustimmung. Ecki Nehrig, Mitinitiator der InteressenGemeinschaft (IG), die am 26. August ihre Mitglieder wählen will, sagte: "Das ist etwas, worauf viele Fans lange gewartet haben. Man merkt, daß sich bei den Freezers endlich etwas bewegt."

Neben einem Dauerkartenrekord (3900) konnte Capla keine Neuerungen vermelden. Der Etat (7,1 Millionen Euro) bleibt für die neue Saison ebenso gleich wie der kalkulierte Zuschauerschnitt (9500) und die Zielsetzung ("Erreichen der Play-offs und der schwarzen Null").

Verteidiger Alan Letang mußte wegen einer Blinddarmentzündung in seiner kanadischen Heimat operiert werden und erhielt daher verlängerten Sommerurlaub (bis 8. August). Das erste Eistraining am Montag wird Verteidiger Shane Peacock verpassen - er mußte seinen Hamburg-Flug auf den 1. August umbuchen.

http://www.abendblatt.de/daten/2005/07/29/464506.html?s=1

Geschrieben von: Bärliner 3rd August 2005 - 12:12:42

Terrorgefahr bei Weltmeisterschaft in Lettland?
Lettischer Kriminalexperte besorgt


Der lettische Kriminalexperte Andrejs Vilks sieht nach Angaben der "Kleinen Zeitung Steiermark" die Bedrohung eines Terroranschlags während der Eishockey Weltmeisterschaft 2006 in Lettland. So gebe es Erkenntnisse, dass Personen, die in Verbindung zu internationalen terroristischen Kreisen stehen, regelmäßig nach Lettland reisen.

Bei dem aktuell anhaltenden Mitarbeiterrückgang bei Polizei und Sicherheitsbehörden, begründet durch niedrige Bezahlung und schlechte soziale Leistungen, sind Mängel bei der Sicherheit eines solchen Großereignisses zu befürchten, zeigt sich Vilks besorgt.

eishockey info

Geschrieben von: Bärliner 3rd August 2005 - 14:03:27

NHL-IIHF: Russland verweigert Vertragsunterzeichnung

Der neue Vertrag zwischen der NHL und dem Eishockey-Weltverband ( IIHF) bezüglich Spielertransfers zwischen Europa und Nordamerika stößt auf Schwierigkeiten. Russischen Medienberichten zufolge beabsichtigen einige russische Klubs den Vertrag nicht zu unterzeichnen. Der russische Eishockeyverband kann den Vertrag jedoch nur mit dem Einverständnis der Klubs umsetzen.

Alle anderen europäischen Verbände haben das Abkommen bestätigt. Das neue Abkommen regelt alles zwischen der Olympiateilnahme der NHL-Spieler und den Spielertransfers. Gemäß dem neuen Fünfjahresabkommen soll die NHL 12,5 Mio. Dollar in einen Fond einzahlen, aus welchem europäische Klubs entschädigt werden sollen, die ihre Spieler an die NHL verlieren.

Im letzten Abkommen betrug diese Summe noch 9 Mio. und wurde auf Druck des russischen Verbandes auf die genannte Summe erhöht. Nun wehren sich jedoch die russischen Klubs, welche lieber direkt mit den NHL-Klubs verhandeln wollen, um noch mehr Geld an den Spielertransfers zu verdienen. Mit der möglichen Nicht-Unterzeichnung riskieren sie jedoch, dass sie nichts daran verdienen.

Es wäre sogar denkbar, dass die bereits gesicherte Teilnahme von NHL-Spielern an Olympia ins Wasser fällt und ein Transferchaos entsteht.


hockeyfans.ch

Geschrieben von: Bärliner 3rd August 2005 - 22:44:00

Tschechische Klubs lehnen NHL Vereinbarung ab
Teilnahme bei Olympischen Spielen gerät in Gefahr


Einige Klubs aus der tschechischen Tipsport Extraliga haben am Mittwoch die Transfervereinbartung mit der National Hockey League (NHL) abgelehnt. Die Vereinbarung sieht vor, dass europäische Klubs, deren Spieler nach Nordamerika wechseln, eine Entschädigung erhalten.

Die Ablehnung gefährdet die Teilnahme von NHL Spielern bei den Olympischen Spielen 2006 in Turin.

eishockey info

Geschrieben von: Tom Tokio 4th August 2005 - 10:42:04

Mmh, hätte man wohl vorher mal die anderen fragen sollen. Russland, Tschechien...
Aber die Amis kochen eh immer ihr eigenes Süppchen...

Geschrieben von: Basler2000 4th August 2005 - 19:31:32

Dickes Urlaubspaket für die Gästefans

In Sachen Marketing begeben sich die Fischtown Pinguins mal wieder in eine Vorreiterrolle. Gemeinsam mit der Gemeinde Nordholz bieten der Eishockey-Zweitligist ein Urlaubspaket für Gästefans. Bürgermeister Bernhard Jährling, Kämmerer Jürgen Grundmann und Alfred Prey, Sportwart der REV-Spielbetriebs-GmbH, haben am Mittwoch die Kooperation besiegelt.

Zuschauer aus allen Teilen Deutschlands, die ihr favorisiertes Eishockeyteam zum Gastspiel in Bremerhaven begleiten möchten, dürfen sich auf ein tolles Angebot freuen. Für 85 Euro gibt es zwei Hotelübernachtungen in der Gemeinde Nordholz (inklusive Frühstück), ein rustikales Fischessen, den kostenlosen Besuch des Luftschiff- und Marinefliegermuseums „Aeronauticum“, eine geführte Deichwanderung, den Transfer von Nordholz zum Eisstadion sowie eine Eintrittskarte für das Eishockeyspiel in Bremerhaven.

Dieses Angebot kann bei der Tourist-Info Nordholz-Spieka unter Telefon 0 47 41/10 48 oder per E-Mail verkehrsverein@nordholz-spieka.de gebucht werden. Es gilt für die ganze Saison und damit für jedes Heimspiel der Fischtown Pinguins.
Die Pinguins werden bei den Auswärtsfahrten gezielt Werbung für dieses Angebot machen. In Regensburg, Straubing oder Freiburg – egal wo – bekommen die Zuschauer beim Kauf einer Eintrittskarter einen Informationsflyer in die Hand gedrückt. „Diese Tourismus-Maßnahme ist einmalig und hat es so im Eishockey noch nicht gegeben“, sagt Prey.

Quelle: rev-bremerhaven.de

thumb_up.gif Gute Idee sowas ähnliches sollten alle EH-Vereine einführen. Vielleicht wäre es noch überlegenswert von 2 auf eine 1 Übernachtung zu reduzieren!!! wink.gif

Geschrieben von: Bärliner 9th August 2005 - 17:51:27

Vertrag mit dem Weltverband - NHL zu Krisengesprächen in Europa

Zürich-Bill Daly und Ted Saskin reisen als ranghohe Vertreter der NHL und NHLPA nach Europa. Der Grund sind "Krisengespräche" bezüglich des neuen Abkommens zwischen der NHL und den IIHF-Ligen. Der 2004 abgelaufene Vertrag wurde zwar neu ausgehandelt, fand jedoch keine vollkommene Zustimmung. Abgelehnt wurde das Abkommen von den Ligen aus Russland und Tschechien. Nach einem Besuch in Turin bezüglich der Olympischen Winterspiele mit NHL-Teilnahme kommt es daher in Tschechien sowie am IIHF-Sitz in Zürich zu Gesprächen. Bereits letzte Woche gab es in Moskau Gespräche des NHL-Commissioners Gary Bettman mit russischen Verbandsvertretern, an denen auch der Sportminister und frühere Eishockey-Star Slava Fetisov sowie der IIHF-Präsident René Fasel teilgenommen haben sollen.

Das neue Abkommen sähe Zahlungen von jährlich 12,5 Millionen US-Dollar (bisher 9 Millionen US-Dollar) an die von Spielertransfers betroffenen Clubs und Verbände vor. Pro Spieler sind neue Beträge mit höherer Spannweite vorgesehen als bisher. So soll es für einen Nummer-1-Draft 900.000 US-Dollar geben, für spätere Draft-Picks nach etwa vier Runden nur 150'000 US-Dollar. Für die Russen ist die obere Grenze für die Stars zu tief, während die Tschechen die tieferen Beträge für spät gedraftete Spieler bemängelten und die Clubs das Abkommen daher einstimmig ablehnten.

Den Hoffnungen der NHL, dass sich dieses Abkommen im Gegensatz zum Gesamtarbeitsvertrag "über Nacht" erzielen lasse, steht nun die Realität gegenüber. Vor allem verharren Russland und Tschechien auf dem Standpunkt jahrelang zu wenig für Spielerwechsel in die NHL bekommen zu haben. In Zukunft will man sich nicht mehr mit einem "Butterbrot" abspeisen lassen.

hockeyfans ch

Geschrieben von: Bärliner 15th August 2005 - 10:04:17

NHL-IIHF Transferabkommen:
Russen bleiben beim "Njet"


Der russische Verband wird das heutige Ultimatum bezüglich des Transferabkommens IIHF-NHL verstreichen lassen, wie die Zeitung "Sowjetskij Sport" berichtet. Von den Top-7-Ligen Europas haben bislang Russland und Tschechien die Zusage verweigert.

Das Transferabkommen zwischen der IIHF (inklusive sämtlicher nationalen Verbände und deren Ligen) sowie der NHL wird damit nicht zustandekommen. Russland und Tschechien haben sich nicht für das Abkommen begeistern können, welches ähnlich ist wie jenes bis 2004, jedoch mit rund 30 Prozent höheren Geldern für die Clubs in Europa ausgestattet ist. Demnach wären pro Spieler Beträge zwischen 150.000 und 900.000 US-Dollar für Verbände und betroffene Clubs fällig, deren Verteilung IIHF-intern geregelt würde. Das Ultimatum an die Vertreter Russlands und Tschechiens läuft heute Mittag ab. In Russland beharrten die Clubs einstimmig auf der Gegenposition, weshalb es nicht einmal mehr zu einer (dritten) Versammlung in dieser Angelegenheit kam.

Russland zeigt den Nordamerikanern nach Millioneninvestitionen von Industriemillionären und -milliardären in die eigene Liga RHL die kalte Schulter. "Das russische Eishockey soll nicht mehr ein Rohmaterial-Anbieter für das US-amerikanische und kanadische Eishockey sein", ließen die Russen am Wochenende in einer Mitteilung ausrichten. Ihre Position ist es - auch nach Absprache mit ihrem Olympischen Komitee und dem Sportminister - dass sich die NHL-Clubs individuell mit den Besitzer der Transferrechten in Russland einigen sollen. Die Summen bis zu 900.000 Dollar sind ihnen zu klein. Dynamo Moskau fordert für Alexander Ovechkin über zwei Millionen Dollar und hat für die bevorstehenden Verhandlungen mit den Washington Capitals bereits seine Juristen eingeschaltet.

Auch die Tschechen zeigten sich nicht mehr zufrieden mit dem Abkommen. Sie fordern unter anderem eine Verdoppelung der Mindestsumme für spät gedraftete Spieler auf 300.000 Dollar sowie Transfersummen für Spieler, die zum wiederholten Male nach Nordamerika wechseln. Auch mit der Deadline für die Verpflichtung von in Europa tätigen, auch unter Vertrag stehenden Spielern, sind die Tschechen unzufrieden: Sie läuft jeweils bis zum 15. Juni und kann durch zusätzliche 100.000 Dollar an Transfergelder auch darüber hinaus bis zum 15. August angewandt werden.

Klar ist, dass die Pläne der NHL damit vorerst auf Eis gelegt sind. Man hatte gehofft, bis Anfang August - und im Gegensatz zum Gesamtarbeitsvertrag im Eilzugtempo - eine Einigung erzielen zu können für eine Deadline bis zum heutigen 15. August 2005. Nun ist das Abkommen aber vorerst gescheitert, weil nicht planmäßig die sieben wichtigsten Verbände Europas zugestimmt haben. Ein "Ja" gab es aus der Schweiz, Deutschland, Schweden, Finnland und der Slowakei. Die möglichen Konsequenzen sind noch völlig offen: Sie gehen über einen erneuten Versuch, ein Abkommen mit einzelnen oder mehreren Ligen zu erzielen oder den Verzicht auf ein multinationales Vertragswerk, womit Spielertransfers von Club zu Club geregelt werden müssen - so wie es die Russen erreichen wollten. Der Nachteil: Dadurch wären die NHL-Clubs nur bei in Europa unter Vertrag stehenden Spielern zum Verhandeln mit Clubs gezwungen - denn bei Vertragslosigkeit ließe sich eine Ablösesumme für einen Wechsel in die NHL rechtlich kaum durchsetzen. Spieler wären für die NHL-Clubs also neu ablösefrei zu haben.

hockeyfans.ch

Geschrieben von: Bärliner 17th August 2005 - 13:55:27

Transferabkommen NHL-IIHF steht

Das Transferabkommen zwischen der NHL und dem IIHF ist ohne Teilnahme von Russland zustandegekommen und unterschriftsreif. Gestern Abend lenkten bekanntlich die Tschechen ein und auch die NHL liess sich entgegen ursprünglicher Aussagen zu einem Abkommen ohne Russland überzeugen. Beteiligt sind die Verbände und Ligen aus der Schweiz, Deutschland, Schweden, Finnland, Tschechien und der Slowakei. Auch die Olympia-Teilnahme der NHL 2006 und 2010 ist damit gesichert. Die Deadline für Transfers in die NHL während des zweijährigen Abkommens läuft neu bis zum 15. Juni mit Ausnahme dieses Jahres bis zum 24. August 2005.
Details zum Abkommen wurden vor der Unterzeichnung noch zurückgehalten, doch dürfte die Mindestsumme eines Transfers 200.000 Dollar betragen. Ausserdem ist eine Gebühr von 50.000 bis 150.000 Dollar pro Spieler vorgesehen, der nicht auf mindestens 30 NHL-Spiele kommt. Damit will der IIHF Transfers für Spieler, die nur in den Farmteams verbleiben, reduzieren. Enttäuscht äusserte sich der IIHF-Präsident über die Ablehnung der Russen, welche Transfers nun individuell mit der NHL-Clubs regeln.

hockeyfans ch



Tschechische Klubs akzeptieren Kompromiss
NHL-Spieler bei den Olympischen Spielen in Turin dabei


Die tschechischen Klubs haben einem Transferkompromiss der National Hockey League zugestimmt. Der Vertrag sieht vor, dass Klubs von wechselnden Spielern eine Mindestentschädigung von 200.000 Dollar bekommen. Mit der Zustimmung ist der Weg für die Teilnahme der NHL Spieler bei den Olympischen Spielen 2006 in Turin frei.

eishockey info

Geschrieben von: Bärliner 20th August 2005 - 16:31:08

Freezersfans: Vom „Klatschvieh“ zur selbstbewussten Fanszene?



Wenige Tage noch, dann wird sich zeigen, ob die Fans der Hamburg Freezers tatsächlich erwachsen geworden sind. Am kommenden Freitag (26.8.) findet die erste Wahl zu einer freien und unabhängigen Fanvertretung (IG) statt. In drei Jahren vom „Klatschvieh“, wie Spötter die Freezersfans gerne nennen, zu einer selbstbewussten Fanszene.

„Wer seine Fans solange links liegen lässt, wie die Freezers-Führung das getan hat, der muss sich nicht wundern, wenn die plötzlich Eigeninitiative zeigen“, meint Eckhard Nehrig (39), einer der Initiatoren der IG. Als die Freezers unvermittelt und über Nacht die bis dahin einzige Kommunikationsplattform der Fans, das offizielle Forum, zerschlugen, installierte Nehrig innerhalb weniger Stunden ein neues Forum. Andere Fans halfen mit und plötzlich stand die Idee einer Interessengemeinschaft Freezersfans im Raum.

Sieben Fans unterschiedlichsten Alters und aus verschiedenen Fangruppierungen waren es zum Beginn. Sie brüteten die Idee aus, schmiedeten Pläne zur Umsetzung und loteten die Stimmungslage bei den Fans aus. „Viele waren von der Idee regelrecht begeistert und haben uns Unterstützung zugesagt“, berichtet Ecki, wie Nehrig in Fankreisen nur genannt wird, „Einige wenige haben uns Profilierungssucht vorgeworfen, aber die müssten ja jetzt staunen.“

Staunen deshalb, weil von den sieben Initiatoren nur ein einziger, nämlich Nehrig selber, für die IG kandidiert. Die übrigen Initiatoren haben in den vergangenen Wochen einen beträchtlichen Teil ihrer Freizeit geopfert und sind dabei stets im Hintergrund bleiben. „So soll es auch bleiben“, sagt Nehrig, „die IG muss von der breiten Masse der Fans getragen werden. Sonst macht das keinen Sinn.“

Und deshalb wollen Nehrig und seine Mitstreiter diesen Artikel auch noch einmal als Appell an alle Freezersfans verstanden wissen: „Macht mit. Kommt zur Wahl. Jede Stimme zählt.“ Aber auch Kandidaten, die sich wählen lassen wollen, sind noch willkommen. „Egal, ob aus einem Fanklub oder nicht-organisiert, je mehr aus unterschiedlichen Kreisen in die IG gewählt werden, umso größer ist die Chance, dass möglichst viele Faninteressen vertreten werden“, redet Eckhardt Nehrig allen Freezersfans ins Gewissen.

Bei den Fans anderer DEL-Klubs schaut man mit Interesse nach Hamburg. Eisbären-Fan Matthias Eckhart aus Berlin: „Wir in Berlin haben nur gute Erfahrungen mit unserem Fanbeirat gemacht. Der wird auch von der Geschäftsleitung als ernst zu nehmender Gesprächspartner akzeptiert.“ Heinz Merkens aus Düren, seit Jahren glühender Haie-Fan, der seine privaten Kontakte nach Hamburg auch immer wieder mal für Besuche in der Color-Line-Arena nutzt: „ Wenn die Freezersfans diese Chance nicht ergreifen, dann haben sie es auch nicht besser verdient. Dann bleiben sie eben unkritische Eventies. Aber dann sollen sie sich auch nie mehr beschweren.“

In der Tat: Die kommende Woche wird zeigen, ob die Freezersfans den Sprung vom „Klatschvieh“ zu mündigen Eishockeyfans schaffen. Wer wählen oder sich als Kandidat aufstellen lassen möchte, kann sich unter www.freezers-fanforum.de informieren.(ej)

hockeyweb

Geschrieben von: Bärliner 22nd August 2005 - 12:18:02

Tschechen schaffen Redline-Offside ab
Die Tschechen haben das Redline-Offside abgeschafft, bevor es wiedereingeführt wurde. rolleyes.gif Noch vor drei Monaten hatten die Proficlubs für eine Wiedereinführung der 1998 IIHF-weit abgeschafften Regel gestimmt und auch das Touch-Icing befürwortet. Nun ist man von diesen Plänen abgekommen und möchte wie im restlichen Europa Eishockey spielen. Beide Regeln gibt es derzeit nur in Nordamerika und stehen auch dort zur Diskussion über eine Abschaffung.

hockeyfans ch

Geschrieben von: Bärliner 24th August 2005 - 09:44:37

NHL boykottiert Russen mit Vertrag

Wie heute in der russischen Presse zu lesen ist, hat der NHL-Commissioner Gery Bettman angeordnet, dass NHL-Clubs keine Spieler mit laufenden Verträgen in Russland verpflichten soll. Damit würde keine Ablösesumme fällig und vertragslose Spieler wie Alexander Ovechkin können ablösefrei wechseln. Eine Ausnahme wird eventuell bei Evgeny Malkin gemacht: Der Nummer-2-Draft 2004 von Pittsburgh steht bei Metallurg Magnitigorsk unter Vertrag. Für die NHL wird es damit schwierig, junge Talente zu holen, denn in Russland werden in Zukunft Fünfjahresverträge für Talente ab 16 Jahre üblich, die jeweils primär beim Ausbildungsclub unterschrieben werden müssen.

hockeyfans ch

Geschrieben von: Bärliner 26th August 2005 - 15:46:17

Superstars bleiben in Russland
Jaromir Jagr und andere Stars kehren der NHL den Rücken


Einige namhafte NHL-Stars, darunter auch Jaromir Jagr, der letzte Saison bei Avandgard Omsk in der russischen Superliga spielte, haben nach Presseberichten die so genannte Trading-Deadline, die zwischen der NHL und europäischen Ligen gilt, verstreichen lassen. Trotz neuer Angebote hätten sie sich nicht bei ihren Agenten gemeldet. Damit bleiben Jaromir Jagr und voraussichtlich Igor Kovalchuk, Milan Kraft und Jevgeny Malkin zunächst bei ihren russischen Klubs, wo sie lukrative Verträge besitzen.

eishockey info

Geschrieben von: Marktschreier 26th August 2005 - 16:23:23

Da staunt man was in der russischen Superliga an Gehältern gezahlt wird ohmy.gif Naja das Öl machts. Oder etwa die russ.Mafia?? ph34r.gif

Geschrieben von: Bärliner 29th August 2005 - 23:00:59

Ein Foul mit Folgen
Kevin Miller nach fünf Jahren vor Gericht


Es war ein Foul, das seinerzeit für Aufsehen gesorgt hat, weit über die Grenzen den Schweiz hinaus. Andrew McKim, kanadischer Sturm-Irrwisch und damals in Diensten der ZSC Lions wurde von seinem Landsmann Kevin Miller mit dem Ellenbogen brutal in den Nacken gestreckt. Die Folge: McKim, der DEL-Fans noch aus seiner Zeit bei den Berliner Eisbären bekannt sein dürfte, wurde Sportinvalide und litt Jahre lang unter den Folgen des Schädel-Hirntraumas, das die Ärzte damals diagnostizierten.

Lange hatte McKim, der immer durch besonders faire Spielweise aufgefallen war, unter Schwindelanfällen zu leiden, war zeitweilig ohne Gleichgewichtssinn. Dem Sünder Kevin Miller bürdete der SEHV schnell eine Strafe auf, weitere Folgen blieben damals aus. Jetzt - fünf Jahre nach dem Zwischenfall - wird dem heute 40-Jährigen vor einem Schweizer Bezirksgericht der Prozess gemacht. Immerhin: Miller nimmt die Vorwürfe ernst, wenn er sie auch bestreitet. Er erschien persönlich zum Ortstermin. Ein Urteil ist noch nicht ergangen, wegen der belastenden Video-Aufnahmen wird jedoch nicht mit einem Freispruch gerechnet. ... Recht so! thumb_up.gif


eishockey info

Geschrieben von: Bärliner 31st August 2005 - 11:00:52

Deutsche Teams reisen zur Electro Oil Trophy
Internationales Turnier mit Eisbären und Haien in Lugano


Ab Donnerstag bestreiten die Kölner Haie und die Eisbären Berlin bei der Electro-Oil Trophy im schweizerischen Lugano ihre letzten Testspiele vor der DEL-Saison 2005/2006. Die beiden deutschen Teams treffen in der Gruppe B auf die slowakische Mannschaft von Chemopetrol Litvinov.

In der Gruppe A kämpfen der Gastgeber HC Lugano (SUI), Ambri-Piotta (SUI) und Timra IK (SWE) um die zwei Plätze, die zum Einzug ins Halbfinale berechtigen. Die Spiele der Vorschlussrunde sowie das Platzierungsspiel der jeweils Gruppendritten finden am Samstag statt, Spiel um Platz 3 und Finale am Sonntag.

Die Haie reisen am Mittwoch per Flugzeug nach Mailand und von dort aus mit dem Bus weiter nach Lugano. Nicht dabei sind Brad Schlegel, Alex Hicks und Michael Hrstka. Die Eisbären müssen auf Derek Walser und Rob Leask verzichten.

eishockey info

Geschrieben von: Tom Tokio 31st August 2005 - 11:42:45

ZITAT(Bärliner @ 30th August 2005 - 01:00:59)
Ein Foul mit Folgen
Kevin Miller nach fünf Jahren vor Gericht


Es war ein Foul, das seinerzeit für Aufsehen gesorgt hat, weit über die Grenzen den Schweiz hinaus. Andrew McKim, kanadischer Sturm-Irrwisch und damals in Diensten der ZSC Lions wurde von seinem Landsmann Kevin Miller mit dem Ellenbogen brutal in den Nacken gestreckt. Die Folge: McKim, der DEL-Fans noch aus seiner Zeit bei den Berliner Eisbären bekannt sein dürfte, wurde Sportinvalide und litt Jahre lang unter den Folgen des Schädel-Hirntraumas, das die Ärzte damals diagnostizierten.

Lange hatte McKim, der immer durch besonders faire Spielweise aufgefallen war, unter Schwindelanfällen zu leiden, war zeitweilig ohne Gleichgewichtssinn. Dem Sünder Kevin Miller bürdete der SEHV schnell eine Strafe auf, weitere Folgen blieben damals aus. Jetzt - fünf Jahre nach dem Zwischenfall - wird dem heute 40-Jährigen vor einem Schweizer Bezirksgericht der Prozess gemacht. Immerhin: Miller nimmt die Vorwürfe ernst, wenn er sie auch bestreitet. Er erschien persönlich zum Ortstermin. Ein Urteil ist noch nicht ergangen, wegen der belastenden Video-Aufnahmen wird jedoch nicht mit einem Freispruch gerechnet. ... Recht so! thumb_up.gif


eishockey info

Nicht das ich gewaltgeil wäre ph34r.gif , aber gibts das Foul irgendwo zum Selbstbetrachten?
Würde mich schon interessieren, welche Art von Foul ein derartig heftiges und vor allem langes Nachspiel hat.

Geschrieben von: Bärliner 31st August 2005 - 19:11:06

Electro Oil Trophy
Erfolgreicher Turnierauftakt der Eisbären in der Schweiz


Für die Eisbären ging es am Mittwochnachmittag zum Turnierauftakt um die Electro-Oil-Trophy in Lugano gegen den tschechischen Erstligisten Chemopetrol Litvinov. Nach der ersten erfüllten Pflicht, dem Pokal-Erstrundensieg in Freiburg (3-2) am Sonntag, gilt es nun für die Cracks aus Berlin die heiße Phase der Saisonvorbereitung zu bestehen. Eine Feuertaufe für die zumeist jungen Spieler, denn neben den noch ausstehenden Neuverpflichtungen potentieller Leistungsträger, brachen mit Rob Leask (verletzt) und Derrick Walser (weilt aus privaten Gründen in Kanada) weitere Konstanten des Grundgerüstes weg.

Enttäuscht haben die Young Guns aber nicht, denn einen deutlichen 4-1 Auftaktsieg konnten sie für sich verbuchen. Der Atmosphäre in der Halle, eher dem Charakter eines Trainingsspieles nahe, trotzen die Berliner gleich zur Anfangsphase des Spieles mit einem Doppelschlag: Frank Hördler und Youngster René Kramer im Powerplay, servierten durch ihre Tore den Tschechen einen harten Brocken zum verdauen.
Einzig Robert Reichel schaffte es, den gut aufgelegten Berliner Goalie Dshunussow zum kurzzeitigen Anschluss zu überwinden (12.)

Das Mitteldrittel begannen die Eisbären defensiver und mussten den einen oder anderen Versuch zum Ausgleich von Litvinov hinnehmen, wo sich Dshunussow aber erneut als Sieger herausstellte. Besser als die Tschechen machte es Florian Busch, der in der 37. Spielminute „eiskalt“ den Puck ins gegnerische Tornetz hob und mit dem 3-1 ein kleines Torepolster schuf.

Das letzte Drittel, was in den vorangegangene Testspielpartien beruhigt als Manko bezeichnet werden konnte, verlief aus Eisbärensicht dieses mal defensiv erfolgreich. Es wurde nicht ein Tor kassiert, dafür aber ein weiteres erzielt. Richard Mueller, der wohl schnellste Spieler in der Eisbären-Organsiation, ließ Abwehr des HC Chemopetrol Litvinov komplett stehen und glänzte diesmal ebenfalls mit Vollstreckerqualität zum 4-1 Endstand.

Morgen trifft der Deutsche Meister auf die Kölner Haie.

Eisbären Berlin – HC Chemopetrol Litvinov 4:1 (2:1,1:0,1:0)

Tore:
1:0 Hördler 3:07 (Walker,Beaufait)
2:0 Kramer 5:59 (Baxmann,Beaufait) PP
2:1 Reichel 11:18 (Prorok)
3:1 Busch 36:33 (Felski)
4:1 R. Mueller 56:45 (Busch,Ustorf)



text: hockeyweb

Geschrieben von: Bärliner 1st September 2005 - 21:32:08

Electro Oil Trophy
2.Spiel - 2.Sieg beim Turnier - Eisbären "angeln" die Kölner Haie mit 4:1




Die Eisbären sind mit dem 4:1 Gruppensieger und zogen ungefährdet ins Halbfinale der Electro-Oil-Trophy ein.

Kölner Haie – Eisbären Berlin 1:4 (0:2,1:1,0:1)

Tore:
0:1 Mueller 7:58 (Gawlik,Rankel)
0:2 Beaufait 10:26 (Busch)
1:2 Adduono 25:18 (Kopitz,Ankert) PP
1:3 Gawlik 29:33 (Hördler)
1:4 Walker 55:26 (Felski)

Strafminuten:
Köln – 8 (4,2,2)
Berlin – 16 (6,8,2)

Zuschauer: 150

Geschrieben von: derabgesandte 1st September 2005 - 22:36:06

Eisbären im Halbfinale der Electro Oil Trophy

Lugano/Berlin, 1. September

Für DEL-Verhältnisse ungewohnt spät (20.15 Uhr) trafen die Eisbären am Donnerstagabend im Rahmen der Electro Oil Trophy in Lugano auf die Kölner Haie. Die junge Pagé-Truppe, mit nur sechs gestandenen Profis im Kader (DuPont, Felski, Walker, Beaufait, Pederson, Fairchild), siegte überraschend deutlich mit 4:1(2:0; 1:1; 1:0) und zog so als Gruppensieger ins Halbfinale des gut besetzten internationalen Wettbewerbs.
Neben den schon länger fehlenden Stammverteidigern Walser und Leask, musste der Deutsche Meister nun auch noch auf Stürmer Stefan Ustorf verzichten, der über Kniebeschwerden klagte und sich auf Ergometertraining beschränken musste. EHC-Coach Pierre Pagé konnte gegen den Titelmitfavoriten aus der Domstadt so lediglich auf drei komplette Reihen zurückgreifen.
Den Torreigen begann in der 8. Minute des ersten Spielabschnitts mit Richard Mueller jener Eisbären-Spieler, der ihn tags zuvor beim 4:1-Sieg gegen den tschechischen Vertreter HC Chemopetrol Litvinov beschlossen hatte. Der nach Köln abgewanderte Oliver Jonas im Tor der Haie konnte einen Versuch von Christoph Gawlik noch abwehren, gegen Muellers Schuss zum 1:0 für die Berliner war der Haie-Goalie machtlos. Schon drei Minuten später schickte Florian Busch Routinier Mark Beaufait mit schönem Pass auf die Reise und der netzte zur 2:0-Pausenführung für den Meister ein (11.). Busch, Fairchild, Walker, Pederson oder Felski hätten den Zwischenstand für die Hauptstädter noch ausbauen können, scheiterten aber bei ihren Möglichkeiten. Die beste Gelegenheit für die Kölner vergab im ersten Abschnitt Dave McLlwain, der aber nicht am jungen EHC-Keeper Youri Ziffzer vorbei kam.

Sechs Minuten waren im Mitteldrittel gespielt, da nutzte Haie-Stürmer Jeremy Adduono eine Powerplay-Gelegenheit zum 1:2-Anschluss für die Haie, nachdem die Zach-Truppe zuvor schon besser ins Spiel gekommen war. Bei einer weiteren Möglichkeit bei Kölner Überzahl zeichnete sich Goalie Youri Ziffzer mit einer starken Aktion gegen Ivan Ciernik aus. Als EHC-Verteidiger Frank Hördler nach einer Strafe gerade das Sünderbänkchen verlassen hatte, passte er auf Gawlik und der verwandelte gekonnt zum 3:1 (30.). Bei diesem Zwischenstand blieb es trotz weiterer Chancen auf beiden Seiten bis zur zweiten Pause.

Im Schlussdrittel rissen die Berliner das Spiel wieder an sich und kamen im Gegensatz zu den Haien durch Busch, Kramer, Gawlik und Felski zu weiteren zahlreichen Torgelegenheiten. In der 56. Spielminute war es dann Kapitän Steve Walker vorbehalten, das Endergebnis von 4:1 herzustellen.
Gerade die beiden letzten Testspielergebnisse lassen vermuten, dass die Botschaft des Trainers bei den jungen Cracks angekommen ist, der vor kurzem weit mehr Produktivität von ihnen forderte. Die Youngster, so scheint es derzeit, haben den Kampf um die Plätze im DEL-Kader aufgenommen. (mac)

Kölner Haie – Eisbären Berlin 1:4 (0:2,1:1,0:1)

Tore:
0:1 Mueller 7:58 (Gawlik,Rankel)
0:2 Beaufait 10:26 (Busch)
1:2 Adduono 25:18 (Kopitz,Ankert) PP
1:3 Gawlik 29:33 (Hördler)
1:4 Walker 55:26 (Felski)

Quelle:http://www.hockeyweb.de/index.php?action=ART&aNr=15544

Geschrieben von: Bärliner 1st September 2005 - 23:38:37

Electro Oil Trophy
Lugano und Ambri für das Halbfinale qualifiziert


In Bellinzona gewinnt Ambrì gegen Timra bei der Electro Oil Trophy mit 5:2 in ihrem ersten Spiel des Turniers. In der Mannschaft von Serge Pelletier ragten vor allem die ausländischen Spieler heraus, insbesondere der finnische Stürmer Eero Somervuori, der zwei Tore geschossen hat. Mit dieser Niederlage ist Timra sicher Dritter in seiner Runde, während sowohl Lugano als Ambrì Piotta die Sicherheit haben, am Samstag die Halbfinalen des Turniers spielen zu können.

eishockey info

Geschrieben von: Bärliner 2nd September 2005 - 11:50:51

Leistungsunterschied zum Lokalrivalen zu groß
Scorpions haben kein Interesse mehr am Stadtduell


Nach der erneut sehr einseitigen Partie haben die Hannover Scorpions angekündigt, zukünftig keine Freundschaftsspiele mehr gegen den Lokalrivalen Hannover Indians austragen zu wollen. Zu groß sei der Leistungsunterschied, der beim 8:1 am vergangenen Mittwoch deutlich wurde.

Während Indians Coach Greg Thomson nach Angabe der Neuen Presse das Verhalten des DEL Clubs arrogant findet, verteidigt Scorpions Coach Kevin Gaudet die Entscheidung und stellt weitere Spiele erst in Aussicht, wenn die Indians in die 2. Bundesliga aufgestiegen sein sollten.

eishockey info


... BEKLOPPT!

Geschrieben von: Bärliner 3rd September 2005 - 09:58:44

Electro Oil Trophy
Haie folgen Eisbären ins Halbfinale
Berliner treffen auf Ambri - Köln gegen Lugano


Die Kölner Haie haben am Freitag Nachmittag bei der Electro Oil Trophy in Lugano durch ein 4:2 (1:1 2:1 1:0) gegen Chemopetrol Litvinov den zweiten Platz in der Gruppe B hinter den Eisbären Berlin gesichert und damit das Halbfinale erreicht. Am Samstag treffen die Haie nun auf Gastgeber HC Lugano. Die Eisbären erwarten Ambri Piotta.

Der dreifache Torschütze Dave McLlwain brachte die Haie bereits nach 155 Sekunden in Führung. Prorok egalisiert für Chemopetrol zum 1:1 in Überzahl (10.). Im zweiten Drittel dauerte es fünf Minuten, bis Haie Neuzugang Ivan Ciernik die erneute Führung erzielen konnte. Wiederholt konnten die Tschechen durch Travnicek vier Minuten später ausgleichen. In der 34. Spielminute sorgte ein Gewitter für einen Stromausfall und eine Unterbrechung des Mitteldrittels. Nach der Eisbereitung gelang Dave McLlwain mit seinem zweiten Treffer die dritte Führung der Domstädter. Weniger Sekunden später erhöhte McLlwain mit einem Konter in Unterzahl zum vorentscheidenden 4:2.

eishockey info

Geschrieben von: Bärliner 3rd September 2005 - 14:59:31

Matchstrafen ziehen Sperren nach sich

Der Spielabbruch vom Freitag wird für die Revier Löwen Oberhausen ein Nachspiel haben, denn während in Testmatches ausgesprochene Spieldauerstrafen nichts nach sich ziehen, kommt es bei Matchstrafen zu einer Sportgerichtsverhandlung und im Fall der Fälle zu einer längeren Sperre. 492 Strafminuten standen Freitag nach einer Massenschlägerei zu Buche.

Ursache war ein Revanchefoul von Lars Gerike. „Ich habe 30 Minuten abgesehen von dieser Aktion nichts gemacht, ärgere mich selbst, dass das Spiel dann diesen Verlauf genommen hat.“ Der spielende Manager sieht sich anschließend aber nicht als weiteren Unruhestifter oder an der Schlägerei beteiligten Akteur. „Ich bin auf dem Weg zur Kabine von den Herner Spielern angegriffen worden. Habe mich losgerissen und bin direkt verschwunden. Erst sehr viel später habe ich erfahren, dass auch ich dafür noch eine Matchstrafe bekommen habe“, beteuert der Oberhausener. Spieldauerstrafen für Akim Ramoul, Matthias Potthoff, Christoph Jahns, Lars Gerike (RLO), Torsten Peters, Sebastian Hasselberg Hasselberg und Delf Spauszus (HEG) sowie Matchstrafen für Alexander Baum, Lukas Heise, Nils Liesegang, Sergej Hatkevitch Lars Gerike (RLO), Pascal Adolfs, Maxim Meyer, Patrick Berger und Milan Vanek waren am Ende auf dem Spielberichtsbogen verzeichnet.

Allen „Matchstrafenempfängern“ droht nun für den ersten Spieltag eine Sperre. Die Löwen wollen nun dem Verband Videomaterial zur Beurteilung der Szenen vorlegen.


hockeyweb


.... klassischer "Rumble in the Rink"!! clap.gif

Geschrieben von: Bärliner 3rd September 2005 - 18:43:00

Electro Oil Trophy
Halbfinal-Niederlage der Eisbären


Mit 3:5 mussten die Eisbären ihre erste Niederlage im Halbfinale der Electro-Oil-Trophy hinnehmen.
Gegen das schweizer Team des HC Ambrì-Piotta lagen die Berliner schon 0:3 und 1:4 zurück. Kämpften sich aber durch Tore von André Rankel, Denis Pederson und Mark Beaufait im letzten Drittel noch auf 3:4 heran, ehe die Schweizer ihren Sieg sechs Minuten vor Schluss besiegelten.
Der HCAP hat durchaus verdient gewonnen, denn hätten die Eisbären nicht ganz so viele individuelle Fehler gemacht und von Anfang an wach auf den Körper gespielt, dann wäre durchaus auch der Finaleinzug drin gewesen.

Eisbären Berlin – HC Ambrì-Piotta 3:5 (0:2,1:2,2:1)

Tore:
0:1 Somervuori 1:29 (Tallarini)
0:2 Cereda 15:46 (Trudel)
0:3 Cereda 22:13 (Toms,Demuth) PP
1:3 Rankel 28:01 (Busch,Felski) PP
1:4 Trudel 29:19 (/)
2:4 Pederson 46:58 (DuPont)
3:4 Beaufait 52:27 (Mueller,Kramer) PP
3:5 Pont 53:59 (Demuth) 6-5

Schiedsrichter: ??
Strafminuten:
Berlin – 26 (4,12,10) + 10-Minuten-Disziplinarstrafe (Fairchild)
Ambrì-Piotta – 16 (2,4,10) + 10-Minuten-Disziplinarstrafe (Kobach)

Zuschauer: 300

Der deutsche Meister steht somit im kleinen Finale des Turniers, dass am Sonntagnachmittag ausgetragen wird.

Geschrieben von: Bärliner 4th September 2005 - 00:00:25

Electro Oil Trophy
Eisbären und Haie scheitern im Halbfinale
Deutsches Duell um Platz 3 - Schweizer Finale perfekt


Die deutschen Teams sind bei der Electro Oil Trophy in Lugano im Halbfinale gescheitert. Die Eisbären unterlagen Ambri Piotta mit 3:5 (0:2 1:2 2:1), die Haie mussten sich Gastgeber Lugano nach Penaltyschießen mit 3:4 (1:1 1:0 1:2) geschlagen geben. Am Sonntag treffen die beiden deutschen Teams im Spiel um Platz 3 erneut aufeinander. Anschließend kommt es zum «Schweizer-Finale» zwischen dem HC Lugano und Ambri Piotta.

Vor 300 Zuschauern lagen die Berliner nach 22 Spielminuten bereits mit 0:3 im Rückstand. Somervuori und Cereda (2) waren für die Schweizer erfolgreich. Erst danach kamen die Eisbären besser ins Spiel. André Rankel konnte in der 29. Spielminute verkürzen. Die Hoffnung der Eisbären währte nur kurz. Eine Minute später stellte Trudel den alten drei Tore Abstand wieder her. Mit körperlichem Kampf versuchten die Eisbären im Schlussdrittel vergeblich ins Spiel zu finden. Pierre Page bremste seine Schützlinge mit einer Auszeit und korrigierte die Spielweise mit Erfolg: Durch Tore von Denis Pederson nach einem Konter sowie Mark Beaufait in Überzahl konnten die Hohenschönhausener auf 3:4 verkürzen. Das entscheidende fünfte Tor für Ambri erzielte Pont.

Die Haie mussten ohne fünf Stammspieler gegen Lugano antreten. Brad Schlegel, Alex Hicks, Michael Hrstka, Paul Traynor sind alle verletzt, Dave McLlwain ist aus privaten Gründen für einige Tage in Nordamerika. Die Gastgeber erwischten einen Blitzstart: Nach nur 18 Sekunden war Haie-Torwart Jonas geschlagen. Luganos Stürmer Reuille war der Torschütze zum 1:0 (1.). Die Haie erholten sich aber recht schnell vom frühen Rückstand und kamen durch Lewandowski zum Ausgleich (16.). Im zweiten Durchgang erzielte Gogulla in der 34. Spielminute die Führung für die Haie. Innerhalb von nur 14 Sekunden gaben die Haie die Führung im Schlussabschnitt wieder aus der Hand. Metropolit (47.) in Überzahl und Reuille (48.) ließen die Führung erneut wechseln. Eduard Lewandowski sorgte mit seinem zweiten Tor kurz vor Spielende dafür, dass die Partie in die torlose Verlängerung ging. Oliver Jonas hatte zum Zeitpunkt des Treffers sein Gehäuse bereits verlassen. Das Penaltyschießen wurde zur Geduldsprobe. Conne verwandelte den 20. Penalty zum Sieg für die Tessiner.

eishockey info

Geschrieben von: Bärliner 4th September 2005 - 23:21:47

Electro Oil Trophy
Eisbären gewinnen kleines Finale gegen Haie


Die Eisbären belegen bei der Electro Oil Trophy den dritten Platz. Im kleinen Finale setzten sich die Berliner im deutschen Duell gegen die Kölner Haie mit 6:3 durch.

Nach dem ersten Drittel führten die Eisbären vor ca. 60 Zuschauern durch Tore von Mueller (10.) und Busch (14.) mit 2:0. Im zweiten Durchgang gelang den Haien durch Tore von Boos (27.) und Gogulla (31.) zunächst der Ausgleich, die Eisbären zeigten sich davon unbeeindruckt und schlugen mit Toren von Felski (36.), Walker (39.) und Gawlik (40.) zurück. Im Schlussdrittel kamen beide Teams noch einmal zum Torerfolg. Mark Beaufait (57.) für Berlin, sowie Boos (59.) für Köln erzielten die letzten beiden Tore für die deutschen Teams in Lugano.

eishockey info

Geschrieben von: Bärliner 15th September 2005 - 00:21:49

clap.gif Wählt die "Deutsche Eishockey-Partisanen-Partei (DEPP)! clap.gif

DEPP steht für einen soziale gerechten Umbau der Eishockeygesellschaft! Wir wollen nach Einkommen gestaffelte Preise für Fanartikel und Getränke in den Hallen (schließlich zahlen wir auch unterschiedliche Steuersätze)! Wir fordern den Einsatz von Nachwuchsspielern (Deutschlands Chancen nutzen)!

DEPP fordert Live-Übertragungen aller DEL-Spiele im Free-TV! Nehmt den Jauch als Moderator und präsentiert Jungs wie Furchner oder Rautert, schon wird ganz Deutschland Eishockey sehen wollen!

DEPP ist gemein nützlich, DEPP ist frei von Filz, denn Pucks bestehen aus Hartgummi!

Werden auch Sie ein DEPP! w00t.gif



Hier präsentieren wir unser Schattenkabinett, das Kompetenzteam schlechthin:

Bundeskanzler: Detlev Kornett (sieht aus wie ein Politiker, redet wie ein Politiker und hat gute Kontakte in den USA)

Regierungssprecher: Gernot Tripke (verkauft garantiert alles als Erfolg)

Außenminister: Lance Nethery (viel auf Reisen, kennt jeden)

Bildung und Forschung: Oliver Jonas (Harvard-Absolvent und Checker menschlicher Zellen)

Verteidigung: Hans Zach (Defensiv-Experte)

Wirtschaft und Arbeit: Markus Pöttinger (BWL-Student)

Finanzen: Markus Kuhl (macht jedes Jahr Minus und spielt trotzdem oben mit)

Inneres: Alexander Brandt (gnadenloser Wächter über Recht und Ordnung)

Gesundheit: Thomas Greilinger (Fachmann für sportgerechte Ernährung)

Familie, Senioren: Dave McLlwain (selbst Senior und hat gerade ein Kind adoptiert)

Umwelt: Tobias Abstreiter (rettet ganze Regionen vor dem Absaufen)

Justiz: Willi Schimm (personifizierte Gerechtigkeit auf dem Eis)

Verkehr: Tomas Martinec (sorgt ständig für Verkehr vor dem Tor des Gegners)

Verbraucherschutz: Michael Leopold (vertritt die Interessen der Konsumenten im TV)

Staatsminister Bundeskanzleramt: Gerd Schröder (ignoriert Protestmails und -Faxe wie kein anderer)

Staatsminister Kultur und Medien: Andreas Morczinietz (ewiger Kunststudent und Liebling der Medien, weil er so schön lächelt)

Deutschland ist reif für den Wechsel, wählt DEPP!

* Für den Inhalt der Werbespots sind die Parteien selbst verantwortlich, wir wollen mit dem Mist nichts zu tun haben und bringen das nur unter Zwang... und weil die Partei Anzeigen gebucht hat, aber pssst! *


hockeyweb-kolumne von A. Brandt

Geschrieben von: Bärliner 21st September 2005 - 19:09:23

IIHF-Halbjahreskongress
Folgende Neuerungen wurden im Rahmen des Halbjahreskongresses beschlossen:


Torhüter-Ausrüstung: Ab der Saison 2006/ 07 wird die Torhüter-Ausrüstung (Stockhand, Fanghand, Schützer) um 10% bis 15% verkleinert. Dies gilt für den A-Pool (Herren, Frauen, Nachwuchs) ebenso wie für die Division I. Für die Divisionen II und III gilt diese Regelung erst ab der Saison 2007/ 08. Die NHL spielt bereits ab dieser Saison 2005/ 06 mit dem verkleinerten Equipment. Ein Antrag der NHL, bereits bei den Olympischen Spielen 2006 in Turin einheitlich mit verkleinerter Ausrüstung zu spielen, wurde abgelehnt.

Olympische Spiele 2006 in Turin: bis 24.Oktober 2005 müssen alle Teilnehmernationen ihrem NOK eine Liste mit Kandidaten für die Olympischen Spiele 2006 in Turin vorlegen. Die Anzahl der Kandidaten ist nicht begrenzt, jedoch können nach dieser Frist keine weiteren Spieler ergänzt werden. Alle Olympia-Kandidaten werden Doping-Kontrollen durch die World Anti-Doping Agency (WADA) unterzogen.

Termin für die Nominierung des offiziellen Olympia-Kaders (20 Spieler + 3 Torhüter) ist der 22. Dezember. Verletzte Spieler können bis spätestens 24 Stunden vor Turnierbeginn ausgetauscht werden.


Aussicht auf den Jahreskongress in Riga (Lettland,18. bis 21.05.2006):

Auf den Jahreskongress in Riga/ LAT wurde die Entscheidung über die Einführung des 3-Punkte-Systems (Sieg nach reg. Spielzeit 3 Punkte, Sieg nach Verlängerung 2 Punkte, Niederlage nach Verlängerung 1 Punkt) verschoben. Geplant ist, das 3-Punkte-System ab der Saison 2006/ 07 einzuführen.

Weiter soll im Rahmen des Jahreskongresses in Riga der Vorschlag des IIHF Sport-Komitees diskutiert und beschlossen werden, nachdem die beiden Absteiger der U-20-WM mit den beiden Aufsteigern der U-20-Div.I ein Vierer-Turnier um die beiden freien Plätze im A-Pool austragen sollen. DEB-Generalsekretär Franz Reindl, selbst Mitglied dieses Komitees: „Für uns wäre diese Form der Qualifikation natürlich sehr positiv. Als „Schwellenmannschaft“ hätten wir so die Möglichkeit, trotz eines Abstiegs noch die Qualifikation für das kommende U-20-Turnier im A-Pool zu schaffen. Nachdem das Qualifikationsturnier jeweils im November – also wenige Wochen vor dem WM-Termin – ausgetragen werden soll, kann man so auch sicher gehen, dass wirklich die beiden besten Nationen für den A-Pool qualifiziert sind.“

Geschrieben von: Bärliner 22nd September 2005 - 22:40:57

ZITAT(Bärliner @ 30th August 2005 - 00:00:59)
Ein Foul mit Folgen
Kevin Miller nach fünf Jahren vor Gericht

Kevin Miller verurteilt
Foul an Andrew McKim geahndet - Kritik an Urteil


Knapp fünf Jahre nach dem Geschehen ist Ex-HCD-Profi Kevin Miller vom Bezirksgericht Zürich wegen eines brutalen Fouls an dem damaligen ZSC-Lions-Spieler Andrew McKim verurteilt worden. Miller muss - sollte das urteil rechtskräftig werden - für drei Monate hinter Gitter. Außerdem wurden 10.000 Schweizer Franken Schmerzensgeld verhängt. Zudem ist Miller für die Folgen der Gesundheitsschäden, an denen der Sportinvalide McKim noch heute leidet, schadensersatzpflichtig. thumb_up.gif



Kritik am Urteil kam inzwischen vom Anwalt des Angeklagten sowie von dessen ehemaligen Klub HC Davos. Während der Anwalt Millers mit seinem Mandanten nun vor das Oberlandesgericht ziehen will, sah sich der HCD zu einer kurzfristigen Erklärung genötig. Darin stärkt man dem ehemaligen Spieler den Rücken: "Der HCD geht davon aus, dass das letzte Wort in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen ist und hofft, nicht zuletzt im Interesse des schweizerischen Eishockeysports, dass dieses erstinstanzliche Urteil korrigiert wird." thumbdown.gif


eishockey info

Geschrieben von: Bärliner 15th October 2005 - 14:40:17

Hansons in Deutschland

Sensationelle Neuigkeiten für die Eishockeyfans in Deutschland. Auf der ersten und einzigen Deutschland-Tour der Hanson-Brüder aus dem Film Schlappschuss vom 5.11. - 12.11.05 wird auch der verrückte frankokanadische Torhüter "Denis Lemieux" anwesend sein. Der ausgeflippte Goalie des Films unterhielt die Zuschauer durch seine aberwitzigen Paraden und durch seinen französichen Einschlag in den Dialogen. "Wem "geh`öt" die Chiefs ?" ist sicherlich einer der bekanntesten Sprüche aus dem 1977 erschienen Film und längst zu einem geflügelten Wort unter den Eishockeyfans geworden.


Torhüter "Denis Lemieux"

Denis Lemieux spielte im wirklichen Leben in der AHL und wurde mehr oder wenig zufällig für den Film entdeckt. Dennoch entwickelte sich seine eigentliche Nebenrolle zu einem der Protagonisten des Films. Für alle interessierten "Slapshot"-Fans gibt es weitere Informationen zur Tour unter http://www.hansons-in-deutschland.de

hockeyweb

Geschrieben von: Tom Tokio 15th October 2005 - 14:53:08

Wenn der Berlin-Termin (12. November) fest ist (ist noch als unsicher ausgezeichnet), wäre das doch ein Tag zum "Nach Berlin fahren"...oder? wink.gif

Geschrieben von: Bärliner 15th October 2005 - 19:01:37

Gesellschafterversammlung in Oberschleißheim
ESBG Mitglieder fordern Auf- und Abstieg von der DEL


Auf der Außerordentlichen Gesellschafterversammlung der Eishockeyspielbetriebsgesellschaft mbH (ESBG) am heutigen Samstag in Oberschleißheim bei München haben die Gesellschafter dem Konzept des Deutschen Eishockey-Bundes für einen neuen Kooperationsvertrag zwischen der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) und dem Deutschen Eishockey-Bund e.V. (DEB) einstimmig zugestimmt. DEB-Generalsekretär Franz Reindl hatte zuvor das Konzept des DEB vor der Versammlung präsentiert.

Das DEB-Präsidium wurde damit beauftragt, in den Kooperationsverhandlungen mit der DEL auch die Interessen der ESBG (2. Bundesliga, Oberliga) zu vertreten. Insbesondere fordert die ESBG-Gesellschafterversammlung dabei die Beibehaltung des Auf- und Abstiegs. Weiter umfasst das im Wesentlichen auf den bis 2006 laufenden Kooperationsvertrag aufbauende Konzept folgende Eckpunkte:

Langfristige Laufzeit (einschließlich der WM 2010) Entgelt: wie bisher Nationalmannschaften: Betrieb und Bewirtschaftung wie bisher beim DEB Spielertransfers: über den DEB Schiedsrichter: wie bisher beim DEB, aber erhebliche Intensivierung der Aus- und Weiterbildung, insbesondere Einführung von Profi-Schiedsrichtern und hauptamtlichem Schiedsrichterausbilder sowie Trainee-Programm für besondere, junge Schiedsrichtertalente

Für die für die DEL lizenzierten DEB-Schiedsrichter wurde bereits vorab eine dreijährige Vereinbarung getroffen, um den laufenden Spielbetrieb zu sichern. Da die Intensivierung der Schiedsrichterausbildung den Zeitraum bis 2006 überschreitet, wurde der DEL bereits in dieser Woche der Entwurf eines neuen Gesamt-Kooperationsvertrages vorgelegt. Nachdem nunmehr die arbeitsrechtlichen Fragen geklärt sind sowie eine entsprechende Vereinbarung zwischen DEB und DEL in den nächsten Tagen abgeschlossen sein wird, steht einem Einsatz des amerikanischen Profi-Schiedsrichter Rick Looker in der DEL am nächsten Wochenende voraussichtlich nichts mehr im Wege.

Darüber hinaus stellte Franz Reindl auch die Eckdaten des neuen aktuellen NHL/IIHF/DEB-Spielertransfervertrages vor. Dieser umfasst alle Spielerwechsel in die NHL und sichert den Clubs im Verbandsgebiet des DEB/IIHF mindestens USD 200.000 pro Spielerwechsel zu. Weiter sind alle Transferfristen und Modalitäten geregelt. Die ESBG-Gesellschafterversammlung stimmte der Vereinbarung einstimmig zu.

eishockey info

Geschrieben von: Bärliner 15th October 2005 - 20:54:34

Ergebnisse vom Samstag, 15.10.05

Regionalliga Nord-Ost:


FASS Berlin - ECC Preussen Jun. Berlin 4:0
ESC Halle 04 - Crocodiles Hamburg 7:2
EHV Schönheide - Wedemark Farmers 5:0

Geschrieben von: Bärliner 18th October 2005 - 15:14:30

.... wen's interessiert, hier folgendes:

sozioland startet eine "Eishockey 2005/06" Fan-Umfrage

Die Kufen sind gewetzt, das Eis gewienert, die Nerven zum Zerreißen gespannt. Grimmige, entschlossene Gesichter starren hochkonzentriert auf eine kleine, runde Hartgummischeibe. Mit gebückter Haltung, den Schläger im Anschlag warten die Spieler auf die Freigabe des Pucks. Kein Sport ist so schnell und so hart wie Eishockey. Wenn es draußen kälter wird, treibt es die echten Fans ein ums andere Mal in die Eissporthallen des Landes. Sport für echte Kerle eben. sozioland will von den Fans wissen, was sie an Eishockey fasziniert? In welchen Hallen herrscht die beste Stimmung?

Die Umfrage finden Sie direkt unter folgendem Link:

http://www.sozioland.de/4558_eishockey.php?type=#passwd#

Weitere Fragen der Umfrage:

Wer wird Meister? Wer steigt ab? Welche Vereine sind sympathisch? Was halten Sie vom "TUI Nations Cup"?

Unter allen Teilnehmern verlost sozioland in Kooperation:

- 2mal 4 Tickets für den "TUI Nations Cup" von /Hockeyweb.de/

- 3 Eishockey-Helme und 5 Tiefschützer von /eishockeyzentrale.de/

- 25x 10.-€ Gutschein von /Buchklappe.de/



gefunden bei eh-magazin

Geschrieben von: Bärliner 1st November 2005 - 20:16:21

Pavel beendet seine Karriere

Der ehemalige russische Starstürmer Pavel Bure (34) hat seinen endgültigen Rücktritt als Aktiver erklärt und wird dafür Team-Manager der russischen Auswahl bei den Olympischen Spielen in Turin.

Bure hatte seit einer Knieverletzung im März 2003 kein Spiel mehr bestritten. In den Jahren 2000 und 2001 war er mit 58 respektive 59 Treffern Torschützenkönig in der nordamerikanischen Profiliga NHL. Mit Russland gewann er als Captain 1998 in Nagano Olympiasilber und 2002 in Salt Lake City Bronze.



hockeyfans.ch

Geschrieben von: Bärliner 5th November 2005 - 14:52:39

DEL – Playercards 2005-06 ab sofort verfügbar


Einführungsangebot: (nur vom 5.-6.11.2005)

20 % Rabatt bei www.playercards.com

auf alle Playercard-Produkte

Die Playercards der laufenden Saison 2005-06 und der dazugehörige Sammelordner mit allen Registerblättern der DEL-Teams und der Deutschen Nationalmannschaft sind ab sofort verfügbar. Für den interessierten Sammler hat die City-Press GmbH in der Galerie auf www.playercards.com alle Kartenlayouts veröffentlicht. Hier sind alle produzierten Karten der einzelnen Teams und Spieler abgebildet.

Die beliebten Sammelkarten genießen nun schon Tradition in der Deutschen Eishockey Liga.

Das aktuelle Playercardprodukt besteht aus 20 Spielerkarten pro Team und der Deutschen Nationalmannschaft in der normalen Serie. Integriert sind zwei „Youngsters“ pro Team.


Als Sonderkarten wurden aufgenommen und den Normalkarten beigestreut:

die besten Verteidiger der Liga in die Sonderserie „Defender“
die erfolgreichsten Scorer in die Sonderserie „Star Attack“
die Allstars 05
die Pokalkarte des Deutschen Meisters

Die Serie Allstars 05 wird sich bei den Fans großer Beliebtheit erfreuen. Erstmals haben wir „Game worn“-Jerseykarten hergestellt, bei denen Trikotstücke der anlässlich des Allstardays 2005 in Hamburg getragenen Jerseys eingesetzt wurden.

Die Karten werden ab dem 22. November 2005 auch bundesweit über den Bahnhofsbuch- und Zeitschriftenhandel der DEL-Standorte vertrieben.

Der Preis pro Pack mit 8 Sammelkarten beträgt 2,50 Euro, der Sammelordner mit allen Registerblättern 15 Euro.

Die Playercard-Produkte können ab sofort unter http://www.playercards.com oder unter der Hotline: 030 – 280 70 61 bestellt werden.


hockeyweb

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ZITAT
Das aktuelle Playercardprodukt besteht aus 20 Spielerkarten pro Team und der Deutschen Nationalmannschaft in der normalen Serie. Integriert sind zwei „Youngsters“ pro Team.

... nur 2 "Youngsters"? Bin auf die Serie der Eisbären gespannt! w00t.gif

Geschrieben von: Bärliner 6th November 2005 - 23:46:11

Hanson-Spektakel in Krefeld

Das Licht in der Rheinlandhalle ist aus. Ein Spot auf die Mitte. Und dort saß er: Denis Lemieux, der im wirklichen Leben Yvon Barrett heißt. Und wie er es 1977 tat, erklärte er noch einmal, was so alles im Eishockey verboten ist. Wenige Minuten später war es soweit. Mit einem Geländewagen wurden sie aufs Eis gefahren: Jeff Carlson, Steve Carlson und David Hanson. Carlson? Das ist der echte Name der Hanson Brothers. So wie es sie wirklich gab – bei den Johnstown Jets in der North American Hockey League. Alle hatten sie aufeinander folgende Rückennummern, trugen dicke Brillen und hatten lange Haare.

Die Story von den durchgeknallten Brüdern erzählte ein Teamkollege, Ned Dowd, seiner Schwester Nancy, die Autorin war – und schon war die Idee zum Film „Slap Shot“ geboren. Und wer konnte die Brüder besser spielen als sie selbst? Nur Jack Carlson war nicht dabei, er musste in den Play-offs der World Hockey Association für die Edmonton Oilers ran. Seine Rolle übernahm Dave Hanson, der ebenfalls in Johnstown spielte. Sein Name war Programm – die Hansons waren geboren.

Und gestern zeigten sie in der Rheinlandhalle, dass sie nichts verlernt hatten. Erst einmal bekam Schiri Wolfgang Hellwig etwas auf die Mappe, der mit einer sehenswerten Flugeinlage zu Boden ging. Fast noch spektakulärer war der „Sturz“ von Ian Wood. Ein Dreier-Check an Uwe Fabig? Na klar. Und schon musste das Krefelder Urgestein, das selbst als „harter Hund“ bekannt war, an den Beinen vom Eis gezogen werden. Alles echt? Na klar! Echt war die Show, und die war perfekt. 4500 Fans in Krefeld hatten ihre helle Freude an den von Didi Hegen gecoachten „Eishockeylegenden“, alias Charlestown Chiefs. Ein Foul an alle drei Hansons – und Jupp Kompalla, der auch seine berühmte Tochter Nicole als „Lineswoman“ mitgebracht hatte, gab Penalty, den alle drei gemeinsam verwandelten. 18 Strafminuten gab es – alle für die Hansons. Und natürlich Spieldauerstrafen – auch alle für die Hansons. Dass sie aber wirklich Eishockey spielen können, zeigten die drei bei ihrem zweiten Tor, das sie richtig schön herausgespielt hatten.

Tumultartig geriet die Autogrammstunde, bei der die Hansons und Denis Lemieux geduldig unterzeichneten, was ihnen vor die Nase gehalten wurde. Fotos mit bedrohlicher Pose und Fans – auch das war kein Problem. Aber in Wirklichkeit – da sind das alles nette Kerle.

Alle drei waren Eishockeyprofis. Jack Carlson, der im Film nicht mitmachten konnte, spielte 236 Mal in der NHL, 272 Mal in der WHA. Dave Hanson spielte auch in den besten Ligen der Welt, genauso wie Steve Carlson, der von 1986 bis 1993 auch als Trainer tätig war – unter anderem für die Johnstown Chiefs in der ECHL.

Das Spiel gegen „Lothars Dreamteam“ ging übrigens mit 7:8 nach Penaltyschießen verloren. Jaja. Auf der Strafbank gewinnt man keine Spiele... (the)


Die Aufstellungen:

Charlestown Chiefs:

Tor: Pavel Cagas, Gerhard Hegen, Denis Lemieux (Yvon Barrett).
Verteidigung: Uwe Krupp, Dieter Medicus, Dany Nowak, Andreas Pokorny, Manfred Schuster, Elmar Schmitz, Greg Pruden, Uli Hiemer.
Sturm: Uli Rudel, Kerry Goulet, Rochus Schneider, Udo Schmid, Jeff Hanson (Jeff Carlson), Steve Hanson (Steve Carlson), Jack Hanson (David Hanson), Tauno Zobel, Bruce Hardy.
Trainer: Didi Hegen und Holger Ustorf.

Lothars Dreamteam:

Tor: Ian Wood, Karel Lang.
Verteidigung: Uwe Fabig, Markus Krawinkel, Stefan Königer, Arno Brux, Earl Spry, Frank Hackenwert, Martin Gebel, Klaus Micheller, Darryl Shannon, Mario Doyon, Hubert Just, Jochen Hecker.
Sturm: André Grein, Dirk Kuhnekath, René Reuter, Teal Fowler, Andy Pritchard, Brad Purdie, Peter Ihnacak, James Hanlon.
Trainer: Mike Zettel und Doug Mason.

Schiedsrichter: Wolfgang Hellwig, Jupp Kompalla, Nicole Kompalla.

Die weiteren Tourdaten der Hansons in Deutschland:

Braunlage (08.11.), Hamburg (09.11.), Straubing (10.11.), Schwenningen (11.11.), Freiburg (12.11.).



hockeyweb

Geschrieben von: Bärliner 12th November 2005 - 17:24:00


Allgemeiner Kommentar: Das große Geschäft mit den Rechten
Lizenzgebühren von Wettanbietern: Und was kommt dann?


Mit einem gewissen Argwohn beobachten die Macher der Fußball-Bundesliga (DFL) und neuerdings auch die Verantwortlichen der Deutschen Eishockey Liga (DEL) die immer größer werdende Geschäftsmasse der boomenden Sportwettenbranche, die inzwischen vor allem mit Online-Angeboten enorme Gewinne ausweist.

In einem komplizierten Mammut-Prozess wird im Fußball gerade geklärt, ob Ligen-Vermarktungsgesellschaften für derartige Wettgeschäfte Lizenzgebühren erheben dürften. Anwälte der Sportligen argumentieren, dass die Sportveranstaltung eine Grundvoraussetzung dafür ist, dass derartige Wetten überhaupt angeboten werden können. Und daran sollte auch der Veranstalter mitverdienen dürfen.

Was derzeit nur im Fußball heiß diskutiert wird, könnte demnächst auch für die DEL ein Thema werden. Der jüngst für drei weitere Jahre ins Amt berufene DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke, selbst Rechtsanwalt, sieht hier Klärungsbedarf und will im Falle es jetzt für den Fußballbereich eine entsprechende Rechtsprechung gibt, ebenfalls kostenpflichtige Lizenzen an Wettanbieter vergeben.

Jetzt mag sich der Eishockey-Fan fragen: Was interessiert mich das? Auch Sportjournalisten könnten dem Ausgang dieser Entwicklung als Zaungäste gelassen beiwohnen - mag man annehmen. Wir finden aber, dass es angebracht ist, gerade bei der Frage der Rechteveräußerung und der Vergabe von Lizenzen genau hinzusehen. Schon jetzt ist es zum Beispiel Fotografen, die mit der DEL in keinem lizenzrechtlichen Verhältnis steht, nicht erlaubt, Fotos in Eigenregie an Verbraucher zu verkaufen. Das darf nur die DEL-Agentur via Playercards und ähnlichen bunten Bildchen. Ebenso unterliegt die kommerzielle Vermarktung dieser Fotos Regularien, die für Fotografen gelten, nicht aber wiederum für den DEL-Lizenznehmer. Ähnliche Zustände gibt es bekanntlich seit Jahren auf dem TV-Sektor. In den Bereichen Merchandising und Gastronomie verhält es sich gleichermaßen.

Vor diesem Hintergrund muss man sich schon fragen, was da noch alles kommen soll. Vor allem wenn die Arbeitsbedingungen von Journalisten von solchen Lizenzgeschäften tangiert und behindert werden, wird es kritisch. Dann ist die wertneutrale Berichterstattung vom Eishockey in ernster Gefahr.

Zwar steht dies im konkreten Fall der Sportwettgeschäfte nicht zu befürchten, aber es beschleicht einen eben immer das Gefühl, dass bald auch bloße Anwesenheiten von Journalisten im Stadion oder die Verwendung von Namen und Logos für die Berichterstattung der Medienvertreter solchen Regelungen unterliegen und dafür Gebühren erhoben werden. Es geht hier noch nicht einmal um rein finanzielle Fragen - es besteht einfach Missbrauchsgefahr. Wenn die Liga sich über Gebührenmodelle quasi frei ihre Partner aussuchen darf, impliziert das den möglichen Ausschluss kritischer Kollegen anderer Redaktionen und Firmen. Das wäre das Todesurteil für Medien, die nicht von Liga's Gnaden sind. Hoffen wir, dass es soweit nicht kommt.

Übrigens: Das Bundesverfassungsgericht will zur Diskussion um die Sportwettanbieter im ersten Quartal 2006 entscheiden. Aber die DEL frohlockt auf ihrer Website schon (Zitat): "Nach dem Verkauf der Rechte für Fernsehbilder und - nach dem jüngsten Urteil des Bundesgerichtshofes - für Radioübertragungen, scheint die Lizenz für Sportwettenanbieter nur noch eine Frage von Monaten." (Zitatende)


eishockey info

Geschrieben von: Bärliner 12th December 2005 - 02:21:26

59:0! Verbandsligist Niesky sorgt für Saisonrekord

yikes.gif blink.gif w00t.gif blink.gif yikes.gif

23:0. Ein deutliches Ergebnis. Noch deutlicher ist es, wenn es das Ergebnis nach dem ersten Drittel ist. Den aktuellen Saisonrekord hält seit Sonntagabend der Verbandsligist ELV Niesky, der mit 59:0 (23:0, 18:0, 18:0) gegen den ECE Braunschweig gewann. Schon am Samstag wurde es bitter für die Eislöwen aus Niedersachsen. Da gewannen die Jungfüchse Weißwasser mit 38:0 (10:0, 9:0, 19:0) gegen die Braunschweiger.

Geschrieben von: Tom Tokio 12th December 2005 - 15:47:18

ZITAT(Basler2000 @ 12th December 2005 - 15:32:41)
Hier mal noch ein Ergebnis aus Liga 5 : super ausgeglichenen Verbandsliga Nordost! doh.gif

Tornado Niesky - ECE Braunschweig 59:0 (23:0, 18:0, 18:0) wink.gif

Also gut und gerne ein Tor pro Minute! laugh.gif Verrückt!

Kann nicht der Trainer der Unterlegenen ein weißes Handtuch oder so werfen?!
Sowas muss man sich doch nicht geben...?

Geschrieben von: Ronny Ef 12th December 2005 - 15:51:11

Nach gespielten 1:47 im ersten Drittel stand es laut Forum bereits 5 : 0 für Niesky ... ph34r.gif blink.gif

Gott was bin ich froh das ich da keinen Spielbericht schreiben muß doh.gif doh.gif doh.gif

Geschrieben von: nerris 13th December 2005 - 00:01:18

Was haben die Jungs von Niesky denn in der einen statistischen Minute gemacht, als kein Tor fiel? Vielleicht ein Schluck Glühwein genommen?
Ich fass es nicht. Bin mal gespannt, ob es die Verbandsliga nächste Saison noch gibt. doh.gif

Geschrieben von: mulder 13th December 2005 - 08:26:43

naja ... aber ueber ihre tor verhaeltnis muessen sie sich keine sorgen mehr machen! ...

laugh.gif

Geschrieben von: Tom Tokio 13th December 2005 - 09:31:38

ZITAT(nerris @ 13th December 2005 - 00:01:18)
Was haben die Jungs von Niesky denn in der einen statistischen Minute gemacht, als kein Tor fiel?

Laut Niesky-Forum ist wohl die Uhr im Stadion bei Unterbrechungen immer 2 bis 3 Sekunden weitergelaufen.
So wurde ihnen wohl insgesamt fast eine Minute "geklaut".
Bei irgendeiner Wette zwischen irgendwelchen Anwesenden ging es wohl um 60 Tore, die dann halt aufgrund der "verlorenen" Minute nicht geschafft wurden.

Wie dem auch sei...ist ein ziemlich abartiges Ergebnis. Einen großen Sinn haben derartige Leistungsunterschiede sicher nicht, da sich auch die Leute aus Niesky vehemment beschwert haben, dass sie sich so etwas nicht nochmal gefallen lassen wollen - für 6€ Eintritt.

Und auch wenn es evtl. für einen Nicht-Eishockeykundigen nicht nachvollziehbar ist - ich kann es verstehen - was für ein langweiliges eintöniges Spiel muss das gewesen sein!

Geschrieben von: smoking joe 13th December 2005 - 10:01:14

Also echt schwach von Niesky. Das eine Tor hätten sie auch noch machen müssen, um das Mittel von 1Tor/Minute zu erreichen. wink.gif

Geschrieben von: Bärliner 14th December 2005 - 12:12:29

Fans kündigen Sturmlauf an
Kooperationsvertrag DEL/DEB in der Kritik


Lange war es ruhig um die Fan-Initiative "Pro Aufstieg", die seit nunmehr fast einem Jahr gegen die geplante Abschaffung des Auf- und Abstieges aus der höchsten deutschen Eishockeyliga DEL mobil macht. Anlässlich des neuen Kooperationsvertrages zwischen dem Deutschen Eishockey Bund (DEB) und der DEL setzen die Fans nun jedoch zu einem neuen Sturmlauf an.

Für das kommende Wochenende plant die Fan-Initiative "Pro Aufstieg" eine bundesweite Plakataktion in den Stadien von DEL und ESBG. Dirk Bersch, Pressesprecher der Initiative hofft auf möglichst viele Nachahmer, die ein Plakat mit der Aufschrift "Euer Kooperationsvertrag stinkt" in den Stadien platzieren. Die Initiative kritisiert vor allem die Hinnahme der Abschaffung des Auf- und Abstieges und die lediglich finanziell begründbare Teilnahme an der DEL mit einem Eintrittsgeld von 800.000 Euro.

eishockey info

Geschrieben von: Ronny Ef 14th December 2005 - 20:38:28

Poss neuer Trainer bei Mannheim

Greg Poss legt sein Amt als Bundestrainer mit sofortiger Wirkung nieder und wechselt in die DEL zu den Adler Mannheim.

Poss übernahm den Posten 2004 von Hans Zach. Der Amerikaner geriet nach dem miserablen Abschneiden bei der WM in Österreich und dem Abstieg in die Gruppe B zunehmend in die Kritik.

Er erhält einen Vertrag bis 2008 und soll nun beim Rekordmeister in Mannheim für den Einzug in die Playoffs sorgen. Die Adler stehen momentan nur auf einem enttäuschenden zehnten Platz in der DEL.


http://www.sport1.de/coremedia/generator/www.sport1.de/News/Eishockey/DEL/Meldungen/eis_20del_20poss_20neuer_20trainer_20mannheim_20mel.html


Oh Gott ... ph34r.gif

Geschrieben von: Bärliner 14th December 2005 - 22:17:28

ZITAT(Ronny Ef @ 14th December 2005 - 20:38:28)
Oh Gott ... ph34r.gif

... mir graust es sehr!

So war ich doch froh, ihn nicht mehr bei den DEL-Spielen auf der Bank rumtoben zusehen und nu ... dry.gif

Für wen isses nu gut? Für die Nationalmannschaft bestimmt, aber auch für die Adler?? wacko.gif

Geschrieben von: Ronny Ef 14th December 2005 - 22:24:29

Mir grauts eher vor Krupp als Alleinverantwortlichen ... C-WM wir kommen

Geschrieben von: Bärliner 15th December 2005 - 00:04:00

ZITAT(Ronny Ef @ 14th December 2005 - 22:24:29)
Mir grauts eher vor Krupp als Alleinverantwortlichen ... C-WM wir kommen

Abwarten ... Pierre Pagè is doch so "geil" auf den Job ... wink.gif

Geschrieben von: Bärliner 15th December 2005 - 12:50:32

Die Hockeyweb-Kolumne von Alexander Brandt

Da kommt man früh am Morgen nichts Böses ahnend ins Büro, ruft seine Mails ab und wird brutal geweckt: Greg Poss ist nicht mehr Bundestrainer! Greg Poss geht zu den Adlern! Richer abgelöst (okay, das war keine Überraschung). Jetzt lese ich überall Adler, Adler, Adler. Und was ist mit dem Bundesadler? Wer wird denn jetzt Bundestrainer? Kann ja eigentlich nur Uwe Krupp sein, oder? Ist er vielleicht gerade hier in Deutschland? Er müsste eigentlich hier sein, die Entscheidung steht sicher schon seit Tagen fest, da müsste der DEB doch alles genau geplant und organisiert haben.
Dann lese ich, das sei alles ganz spontan geschehen und der DEB habe noch gar keine Zeit gehabt, mit Krupp zu sprechen. Das überrascht mich, denn laut Hockeyweb kursierten die Gerüchte um Poss schon seit Tagen. Warum hat man nicht vollendete Tatsachen geschaffen und mit Poss´ Abgang gleich Krupps Inthronisierung bekannt gegeben? Steht uns jetzt wieder ein Eiertanz bevor, wie nach der WM, als Krupp als Bundestrainer nach Deutschland flog und als Co-Trainer wieder heimkehrte? Oder wird Hans Zach wieder Bundestrainer? Halt, lieber DEB, jetzt regt Euch nicht darüber auf, dass ich Zach genannt habe, Ihr seid selbst schuld, wer keine Fakten schafft, ebnet den Weg für Spekulationen. Der Name Zach ist natürlich Blödsinn in dem Zusammenhang, solange er vom DEB noch Geld fordert und mit dem Präsidenten nicht klar kommt, wird der sich nie auf den Job einlassen.

Ich unterstelle dem DEB natürlich keine Unwahrheiten und gehe davon aus, dass die Entscheidung wirklich spontan fiel und man keine Zeit hatte, alles zu regeln. Eine bescheidene Frage sei aber erlaubt: Warum bittet man die Adler dann nicht um einen Tag Aufschub, damit man erst seinen Laden in Ordnung bringen kann? Das wären die Mannheimer dem Aushängeschild des Deutschen Eishockey doch wohl schuldig. Ob Richer nun Mittwoch oder Donnerstag Abend seinen Abgang macht, ist doch wurscht.

In der Presse-Erklärung des DEB steht nichts dazu, merkwürdig. Dafür aber ein Zitat von Franz Reindl: „Greg sucht in Mannheim eine neue Herausforderung und der DEB will sein Ansinnen unterstützen.“ Auf Deutsch: Sie haben sich nicht gerade überschlagen, Poss zu halten. Gerade bei Franz Reindl könnte ich mir vorstellen, dass er schon mal schlechter gelaunt war als heute. Dem DEB kam das Mannheimer Angebot doch gerade recht, so sind sie den erfolglosen Abstiegstrainer mit dem schlechten Image los, ohne ihn weiter bezahlen zu müssen. Darauf konnte man nach dem Abstieg der Nationalmannschaft kaum hoffen, ich konnte mir jedenfalls nicht vorstellen, dass Poss noch mal einen DEL-Job bekommen könnte, schon gar nicht bei einem Spitzenclub. Aber in der Deutschen Eishockeyszene ist man nie vor Überraschungen sicher, deshalb macht sie ja soviel Spaß.

Man stelle sich mal vor, was im Lande los wäre, wenn Jürgen Klinsmann wenige Monate vor der WM als Bundestrainer hinschmeißen und zum VfB Stuttgart wechseln würde. Man würde ihn nackt ausziehen und als Vaterlandsverräter durchs Brandenburger Tor hetzen. Im übertragenen Sinne natürlich. Unser nun ehemaliger Eishockey-Bundestrainer wird von derartiger Kritik jedoch verschont bleiben, weil ihm kaum jemand eine Träne nachweint und deshalb kann sicher jeder mit der Entscheidung leben. Ob er nun die Hauptschuld am Abstieg trug oder nicht, auf jeden Fall symbolisierte er das Debakel von Innsbruck.

Wir stehen nur zwei Monate vor den Olympischen Spielen, wer zu so einem Zeitpunkt den Bundestrainer gehen lässt, wollte ihn auf keinen Fall halten.
Wie geht es jetzt weiter? Alles andere als die Beförderung von Uwe Krupp wäre schwer nachvollziehbar, er hat die vergangenen Monate mit der Nationalmannschaft verbracht und kennt die Spieler genau, zurzeit weilt er bei der U 20 B-WM in Slowenien, kennt sich folglich auch mit dem Nachwuchs bestens aus. Der DEB muss bemüht sein, möglichst schnell klare Verhältnisse zu schaffen. King Kong kommt heute nicht nur in die Kinos, sondern auch zu einem neuen Job.

Und die Mannheimer? Die haben immer lausige Vorrunden, aber tolle Play-offs gespielt. Unter Poss wird das genau anders herum, siehe Nürnberg. ... clap.gif laugh.gif

Gruß vom fast wachen Alexander Brandt, der sich jetzt erst mal einen Tee macht, guten Morgen.

Geschrieben von: Bärliner 15th December 2005 - 19:01:44

"King Kong" als Hoffnungsträger
Kommentar zur Nominierung von Uwe Krupp als DEB-Coach


Was haben Filmindustrie und Deutscher Eishockey Bund gemeinsam? Sie setzen nun all ihre Hoffnungen in "King Kong". Die Filmwirtschaft hofft nach einem schwachen Jahr mit dem Remake des Dramas um den verliebten Riesenaffen auf die Wende an den Kinokassen. Der Deutsche Eishockey Bund hofft nach der enttäuschenden, aber nicht überraschenden "Fahnenflucht" von Bundestrainer Greg Poss auf dessen Assistenten, der innerhalb von nur 24 Stunden zum Nachfolger des US-Amerikaners gemacht wurde.

Uwe Krupp (Spitzname zu aktiver Zeit "King Kong"), der als Top-Verteidiger in den neunziger Jahren in der NHL für Furore sorgte, muss nun eine mächtige Last auf seinen breiten Schultern tragen. Nur noch knapp zwei Monate bleiben Krupp, "sein" Team für Olympia zu finden und fit zu machen. Und dann ist da noch die B-WM in Amiens im Frühjahr. Da muss der Aufstieg her. Das ist ein ziemlich heftiger Brocken, den es da zu stemmen gilt. Krupp hat Mut und Selbstvertrauen schon allein dadurch bewiesen, dass er sich kurzfristig bereit erklärt hat, den Job zu machen. Als Kenner der Eishockeyszene weiß er gut, was ihn nun erwartet. Hoffentlich.

Als Trainer ist Krupp hingegen ein unbeschriebenes Blatt - er hat im Coaching weit weniger Erfahrung als sein Vorgänger, der ja ebenfalls noch blutjung in der Trainergilde war. Krupps Erfahrung speist sich aus seiner langen und glanzvollen Profi-Karriere in Übersee. Insofern bleibt an seiner Eignung nur wenig Zweifel. Am Erfolg seiner Mission um so mehr.

eishockey info

Geschrieben von: morelto 15th December 2005 - 23:48:40

@Bärli

Glückwunsch .. weiterso


30. Spieltag: Titelverteidiger Berlin zieht mit Ingolstadt gleich

Titelverteidiger Eisbären Berlin ist wieder auf Tuchfühlung zum Tabellenführer ERC Ingolstadt gegangen. Der Meister gewann zum Auftakt des 30. Spieltages mit 4:3 (2:1, 2:1, 0:1) bei den Iserlohn Roosters und zog nach Punkten mit Ingolstadt gleich. Vor 2.467 Zuschauern in Iserlohn gaben die Berliner von Beginn an den Ton an. Immerhin konnten die durch drei Ausfälle geschwächten Gastgeber zumindest mithalten. Den zehnten Eisbären-Sieg in Serie leitete Steve Walker in der 5. Minuten mit seinem Treffer zum 1:0 ein. Die weiteren Tore für die Gäste von der Spree markierten Micki DuPont (13.) sowie der zweimal erfolgreiche Kelly Fairchield (32., 37.).

Für die Iserlohner konnten Raffaele Intranuovo (11.) und Bryan Adams (26.) in den ersten beiden Dritteln zweimal ausgleichen, Mark Greig gelang in der 56. Minute noch der Anschlusstreffer. Damit vermochten die Sauerländer, bei denen Adams und Greig trotz leichter Verletzungen spielten, die dritte Niederlage in Folge jedoch nicht zu verhindern.

http://www.del.org/clubs/clubnews_ebb.html

Geschrieben von: Bärliner 20th December 2005 - 08:11:38

Rückkehr des schnellen Finnen
Mit deutschem Pass spielt Niklas Hede in der DEL


Zuletzt ging alles ganz schnell. Schneller jedenfalls, als es sich Niklas Hede vorgestellt hatte. Erst am 9. Dezember erhielt der gebürtige Finne seinen deutschen Pass, und schon elf Tage später kehrt er nach über fünfjähriger Abstinenz in die Deutsche Eishockey-Liga zurück. Wenn am Dienstag sein neuer Klub Hamburg Freezers auf die Hannover Scorpions trifft, gibt es eines der erstaunlichsten Comebacks in der höchsten deutschen Spielklasse. "Ich bin ganz schön aufgeregt, wieder ganz oben zu spielen", sagt Hede, und man spürt die Freude förmlich durchs Telefon.

Niki Hede gehörte zu den zahlreichen Spielern, die es in Folge des Bosman-Urteils in die DEL spülte. Der kleine Stürmer heuerte 1996 beim EHC Eisbären an, als die Hohenschönhausener ihre erste Weltauswahl zusammenstellten. Hier wirbelte er drei Jahre, avancierte dank seiner Schnelligkeit und seiner schlitzohrigen Tore zum Publikumsliebling. Dann jedoch wollte ihn der EHC nicht mehr, Hede wechselte zum Ortsrivalen Capitals. "Danach bin ich nach Finnland zurück. Aber Deutschland gefiel mir besser, da kam ich wieder zurück." Hier aber bekam er nur Verträge in der zweiten Liga, in Bad Tölz und Straubing. Nun jedoch ist Hede, inzwischen 36 Jahre alt, wieder interessant geworden. Da er acht Jahre in Deutschland gelebt hat, erhielt er neben dem finnischen auch den deutschen Pass, obwohl er mit einer Finnin verheiratet ist.

Eisbären interessiert

"Ich habe auch mit den Eisbären verhandelt, zu denen wäre ich noch lieber gegangen", sagt Hede. "Manager Lee wollte mich eigentlich haben, aber er bot mir nur einen Vertrag bis Saisonende an. Da habe ich gesagt, schau mal ganz ruhig, was andere bieten." Schließlich wolle er mindestens noch zweieinhalb Jahre Eishockey spielen, so Hede. Dann jedoch ging es schnell. "Als ich meinen Pass bekam, fragte auch Hamburg an und drängte. Lee war nicht zu erreichen, weil er in der Slowakei weilte. Da unterschrieb ich eben bei den Freezers." Zwar auch nur für ein halbes Jahr. Aber auf jeden Fall hatte der EHC Eisbären mal wieder das Nachsehen gegenüber dem ungeliebten Anschutz-Bruder. Obwohl eine Verpflichtung Hedes sicher zu Diskussionen in der Hauptstadt geführt hätte, schließlich betont der EHC stets seine Förderung des eigenen Nachwuchses. Da hätte ein 36-Jähriger schwerlich hineingepasst.

Sturz über Ausstiegsklausel

Letzten Freitag stürmte Hede noch für den Zweitliga-Spitzenreiter Straubing Tigers beim 4:2 gegen Wolfsburg. Unmittelbar danach eröffnete er den Verantwortlichen, dass er weggeht und bereits in Hamburg unterschrieben hat. Die fielen aus allen Wolken, weil sie glaubten, eine entsprechende Ausstiegsklausel für die DEL im Vertrag existiere nicht. Ein Irrtum, der nun vermutlich Straubings Geschäftsführer Jürgen Pfundtner und dem sportlichen Leiter Günther Preuß den Job kosten wird, weil sie vorher vollmundig das Gegenteil kund taten. Denn Hede galt in Straubing als unersetzlich, ist auch mit elf Treffern der beste Saisontorschütze.

Wie gut der wendige Stürmer noch ist, können die Eisbären-Fans bald begutachten. Am Freitag gastieren die Freezers im Wellblechpalast - und Hede freut sich auf die Rückkehr an die alte Stätte. "Jetzt hat zwar erst einmal das Hannover-Spiel den Vorrang, und über den Freitag habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Aber an die Eisbären habe ich nur gute Erinnerungen. Es war die beste Zeit meiner Laufbahn." Mit den Steen, Fortier, Govedaris, McKim und Rhodin zog Hede ins Finale der Saison 1997/98 ein, wo man allerdings den Adler Mannheim unterlag. "Wir besaßen eine super Mannschaft", so Hede. Vom damaligen Kader sind allerdings nur Rob Leask und Sven Felski übrig geblieben. "Ich freue mich, sie und ein paar andere alte Freunde zu treffen. Und die Stimmung in Berlin werde ich auch genießen."

berliner zeitung


Ick freu mich wie ein kleines Kind den "Trick-Nick" wiederzusehen! Hey Hey Nicki - Hey Nicki Hey ... biggrin.gif thumb_up.gif

Geschrieben von: Bärliner 23rd December 2005 - 20:00:00

Strategische Vereinbarung zur allgemeinen Förderung des deutschen Eishockeysports mit Kooperationsvertrag besiegelt

Am heutigen Abend haben in Köln Vertreter des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), der Deutschen Eishockey Liga (DEL), sowie der Eishockeyspielbetriebs-Gesellschaft (ESBG) den neuen Kooperationsvertrag vorgestellt. Der neue Kooperationsvertrag regelt nicht nur das gemeinsame Miteinander der drei Organisationen, vielmehr ist er eine strategische und vollumfängliche Vereinbarung zur allgemeinen Förderung des deutschen Eishockeysports, zur speziellen Förderung des Nachwuchsbereiches, zur Förderung der Deutschen Nationalmannschaft und zur zukünftigen Entwicklung des professionellen Ligenbetriebes auf allen sportlichen Ebenen, vom Schiedsrichterwesen bis hin zu nationalen und internationalen Spielertransfers.

Damit geht der neue Kooperationsvertrag weit über die bisherige Vereinbarung zwischen den Organisationen hinaus, in der die Definition von gegenseitigen Leistungen, insbesondere der finanziellen Zahlungen durch die DEL, im Vordergrund stand.

Hans Ulrich Esken, DEB-Präsident:
„Wir haben in kurzer Verhandlungszeit ein Ergebnis gefunden, dass die Entwicklung des Eishockeysports für den Bereich der Ligen und des DEB fördern wird.“

Gernot Tripcke, DEL-Geschäftsführer:
„Dieser Kooperationsvertrag ist eine Art Verfassung für das deutsche Profi-Eishockey. Es ist uns in den letzten Monaten gemeinsam gelungen, ein Konzept zu erarbeiten, dass von allen Beteiligten als zentrale Grundlage für die Weiterentwicklung unserer Sportart angesehen wird.“

Uwe Harnos, Aufsichtsratsmitglied der ESBG:
„Das Miteinander steht im Vordergrund, was wir als notwendig und wichtig erachten, um unsere gemeinsamen Ziele zu erreichen.“

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Vorstellung des neuen Kooperationsvertrages zwischen DEB, DEL und ESBG - Quelle: www.del.org

Vorwort zu den drei Organisationen
Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) ist die höchste Spielklasse im deutschen Eishockey und spielt unter Beibehaltung ihrer rechtlichen, wirtschaftlichen und organisatorischen Selbstständigkeit unter dem Dach des DEB den Titel des „Deutschen Eishockey Meisters“ aus. Die DEL Betriebsgesellschaft mbH gehört zu 100% den Clubs, die in ihr spielen – jeweils zu gleichen Teilen.
Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) ist der Dachverband im Eishockey und in dieser Funktion auch für die Deutsche Nationalmannschaft zuständig. Der DEB ist Mitglied im zukünftigen Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).
Die Eishockeyspielbetriebs-Gesellschaft (ESBG) organisiert den Spielbetrieb der 2. Bundesliga und der Oberliga. Die am Spielbetrieb der genannten Ligen teilnehmenden Clubs sind entweder selbst Mitglieder im DEB oder sie sind über Kooperationsverträge mit Stammvereinen verbunden, die Mitglied im DEB sind. Die ESBG ist vertraglich eng an den DEB gebunden, der auch Mitgesellschafter der ESBG ist.

Kernaussagen zum neuen Kooperationsvertrag
Der neue Kooperationsvertrag regelt nicht nur das gemeinsame Miteinander der drei Organisationen, vielmehr ist er eine strategische und vollumfängliche Vereinbarung zur allgemeinen Förderung des deutschen Eishockeysports, zur speziellen Förderung des Nachwuchsbereiches, zur Förderung der Deutschen Nationalmannschaft und zur zukünftigen Entwicklung des professionellen Ligenbetriebes auf allen sportlichen Ebenen, vom Schiedsrichterwesen bis hin zu nationalen und internationalen Spielertransfers!

Damit geht der neue Kooperationsvertrag weit über die bisherige Vereinbarung zwischen den Organisationen hinaus, in der die Definition von gegenseitigen Leistungen, insbesondere der finanziellen Zahlungen durch die DEL, im Vorder- grund stand.

Nationalmannschaften
DEB, ESBG und DEL bekennen sich zum gemeinsamen Interesse an einer starken Nationalmannschaft als wichtigem Imagefaktor für das gesamtdeutsche Eishockey.
Die DEL und die ESBG werden in ihren Spielplänen Freiräume für die Maßnahmen der Nationalmannschaft schaffen.
Die wirtschaftliche und sportliche Führung der Nationalmannschaften obliegen ausschließlich dem DEB.
Bei einer möglichen Neubesetzung der Positionen des Sportdirektors oder des Bundestrainers wird der DEB sich im Vorfeld mit der DEL beraten
Die DEL/ESBG-Clubs verpflichten sich, die in Nationalmannschaften berufenen Spieler abzustellen und für die Dauer der Ab- stellung das Gehalt weiter zu bezahlen.
DEB leistet an die DEL/ESBG-Clubs keinerlei Abstellgebühr für die Nationalspieler.

Nachwuchsförderpool
Die DEL-Clubs installieren ab der Saison 2006/2007 einen Nachwuchsförderpool zu Gunsten:
- der jeweils am Spielbetrieb der DNL (Elite-Nachwuchs des DEB) teilnehmenden Clubs
- der abstellenden Clubs von U16-U18 Nationalspieler für Nachwuchsländerspiele des DEB

Förderlizenzen, Ausländische Spieler
Spieler, die für die Deutsche Nationalmannschaft spielberechtigt sind und nicht älter als 25 Jahre sind, können gleich- zeitig eine Spielberechtigung für einen DEL- und einen ESBG-Club erhalten (Förderlizenz, U25).
DEL und ESBG werden sich bemühen, dass ab der Saison 2008/2009 in der DEL nur zehn ausländische Spieler, In der 2. Bundesliga nur fünf ausländische Spieler, in der Oberliga nur vier ausländische Spieler und in der Regionalliga nur drei ausländische Spieler eingesetzt werden.
In der Saison 2006/2007 kann ein DEL-Club nur dann mehr als 18 Spieler pro Spiel einsetzen (maximal 22), wenn die verbleibenden Plätze mit U25-Spielern besetzt werden.
Ab der Saison 2006/2007 kann ein Club der 2. BL nur dann mehr als 15 Spieler pro Spiel einsetzen, wenn die verbliebenen Plätze mit U23-Spielern besetzt werden.
DEB und ESBG werden sich bemühen, dass ab der Saison 2006/2007 in der Oberliga und der Regionalliga nur dann pro Club mehr als 15 Spieler eingesetzt werden können, wenn diese unter die Kategorie U21 fallen.
DEL, ESBG und DEB streben eine einheitliche Definition der ausländischen Spieler an. So sind ausländische Spieler alle diejenigen, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Dies gilt schon seit Jahren in der DEL. Der DEB wird sich bemühen, die in seiner Spielordnung verankerte Ausnahme des „Eishockeydeutschen“ per Satzungsänderung abzuschaffen.

Schiedsrichterwesen
Die DEL entsendet Vertreter in den Schiedsrichterausschuss des DEB.
Der Schiedsrichterausschuss teilt die Schiedsrichter und Beobachter ein – auch für die DEL.
Der Schiedsrichterausschuss wird in regelmäßigem Kontakt zu den Sportkommissionen von DEL und ESBG stehen.
Die DEL setzt für ihren Spielbetrieb nur vom DEB lizenzierte Schiedsrichter ein.
Profi-Schiedsrichter sind bei der DEL angestellt und sind vorrangig für den Spielbetrieb der DEL einzuteilen.
Das Austauschprogramm mit anderen europäischen Ligen wird fortgesetzt.
Der DEB richtet ein Schiedsrichter-Trainee-Programm ein, mit dem Ziel, mittelfristig gut ausgebildete, junge Schiedsrichter an die DEL und den ESBG-Bereich heran zu führen. Auch zu diesem Zweck beschäftigt der DEB einen hauptamtlichen Schiedsrichterausbilder.

Trainer
Die DEL verpflichtet sich, als Lizenz-Trainer im Spielbetrieb nur Trainer mit deutscher A-Lizenz, Diplom oder Gastlizenz einzusetzen.
Der DEB wird mindestens einmal pro Spielzeit einen Fortbildungs-Workshop für alle DEL-Trainer, gegebenenfalls mit den Trainern der ESBG und der DNL-Clubs veranstalten.
Der DEB wird Möglichkeiten für ehemalige Nationalspieler anbieten, die A- beziehungsweise B-Lizenz auf verkürztem Wege zu erlangen.

Aufstieg von Clubs der 2. BL in die DEL – Aufnahme von ehemaligen DEL-Clubs in der ESBG
Die DEL spielt ab der Saison 2006/2007 keinen sportlichen Absteiger mehr aus. Unabhängig davon soll ein Austausch zwischen dem Spielbetrieb der DEL und dem der ESBG möglich sein.
Die DEL kann auf maximal 16 Clubs ausgedehnt werden, wobei maximal ein Club pro Saison aus dem ESBG-Bereich aufsteigen kann. Nur wenn die DEL mit weniger als 14 Clubs den Spielbetrieb durchführen müsste, können auch zwei ESBG-Clubs aufsteigen.
Die DEL und die ESBG verpflichten sich, dass ihre gesellschafts- und lizenzrechtlichen Regelungen einen Austausch zwischen den Ligen zulassen und die betroffenen Clubs aufgenommen werden können.
Für die Aufnahme eines ESBG-Clubs in die DEL ist ab der Saison 2007/2008 eine Lizenz in Höhe von 800.000,- € sowie ein Gesellschafteranteil zum Nennwert zu erwerben.
Für die Aufnahme eines DEL-Clubs in die ESBG ist ab der Saison 2007/2008 eine Lizenz in Höhe von 100.000,- € sowie ein Gesellschafteranteil zum Nennwert zu erwerben.
Jeder Club, der am Spielbetrieb der DEL ab der Saison 2006/2007 teilnehmen will, muss über eine Spielstätte mit einem Kapazitätsindex von mindestens 9.000 Punkten verfügen: Ein Punkt pro Stehplatz, zwei Punkte pro Sitzplatz, weitere zwei Punkte pro VIP-Platz bei einem VIP-Bereich innerhalb der Spielstätte, 1.000 Punkte für Videowürfel und fernsehtechnische Einrichtungen. DEL-Clubs, die in der Saison 2005/2006 am Ligabetrieb teilgenommen haben, erhalten Bestandsschutz.
Der Meister der 2. BL der ESBG erlangt die sportliche Qualifikation zur Teilnahme am DEL-Spielbetrieb – unter der Voraussetzung, dass nicht bereits 16 andere Clubs für die DEL qualifiziert sind.
Die Aufstockung der DEL durch einen Club, der keine sportliche Qualifikation aufweist, ist ausgeschlossen.
Der Umzug eines bestehenden DEL-Clubs ist nur an Standorte von ESBG-Clubs, die das Play-off Halbfinale der 2. Bundesliga erreicht haben, oder an einem Standort an dem kein ESBG-Club existiert möglich.

Finanzielle Regelung
Die DEL wird dem DEB zur Durchführung seiner Aufgaben pro Ligaclub und Saison einen definierten Betrag zur Verfügung stellen.
Die DEL-Clubs bezahlen ferner Maßnahmen im Schiedsrichterbereich, vor allem die Personalkosten für Schiedsrichterausbilder und Profi-Schiedsrichter sowie einen Zuschuss zum Trainee-Programm.
Die DEL-Clubs werden die finanziellen Mittel für den Nachwuchsförderpool zur Verfügung stellen.

Geschrieben von: Bärliner 29th December 2005 - 15:49:01

Eishockey-Regelauslegung in Deutschland wird verschärft
Mehr Aufmerksamkeit bei Haken, Halten und Behinderung


Mitten in der Saison wird im deutschen Eishockey die Regelauslegung verschärft. Was im Dezember noch ohne Strafen durchging, wird im Januar nach NHL-Vorbild nun bestraft. Die Umsetzung erfolgt in der Deutschen Eishockey Liga (DEL), sowie in allen Ligen des Deutschen Eishockey-Bundes e.V. (DEB) inklusive den Nachwuchsligen.

Der Schiedsrichterausschuss reagiert somit einerseits auf die nicht zufrieden stellenden Schiedsrichterleistungen in der laufenden Saison, sowie andererseits auf die aufkommenden Diskussionen hinsichtlich der durch den internationalen Eishockeyverband (IIHF) getätigten Aussage, dass die Olympischen Winterspiele 2006 nach dem Standard der nordamerikanischen Profiliga NHL geleitet werden. Die NHL hat im Bereich der Regelverstöße Haken, Halten und Behinderung die so genannte "Null Toleranz" Regel eingeführt.

Auch andere europäische Eishockeynationen wie die Schweiz und Schweden haben bereits reagiert. Die Spiele der jeweiligen Ligen werden seit kurzem mit einer verschärften Regelauslegung geleitet.

Der Schiedsrichterausschuss des Deutschen Eishockey-Bundes unter Leitung von Obmann Bernd Schnieder hat die deutschen Eishockeyschiedsrichter umfangreich geschult. Anhand von vielen Videobeispielen wurden den Schiedsrichtern Spielsituationen vorgestellt, die nach der verschärften Regelauslegung zukünftig nicht mehr erlaubt sind.

Die Trainer und sportlichen Leiter der DEL-Mannschaften wurden im Rahmen eines Symposiums in Köln bereits über die strengere Regelauslegung informiert. Auch hier wurden zahlreiche Videobeispiele vorgestellt und anschließend ausführlich erläutert.

Holger Gerstberger, Schiedsrichterbeauftragter der DEL: "Die verschärfte Auslegung im Bereich Haken, Halten und Behinderung, die im übrigen Standard des IIHF Regelwerks ist und auch für den Spielbetrieb in allen deutschen Ligen gilt, ist zu Beginn für die Beteiligten ein Lernprozess, der Zeit braucht und nur dann erfolgreich sein kann, wenn alle, also Schiedsrichter, Trainer und Spieler sowie Medien und Fans, dieses wollen und an einem Strang ziehen. Die NHL hat bewiesen, dass trotz Anfangsschwierigkeiten dieser Weg absolut richtig ist. Der Erfolg sind noch attraktivere Spiele.

Wir denken, dass wir alle Beteiligten gut vorbereitet haben und hoffen, dass trotz der sicherlich auch bei uns auftretenden Anfangsschwierigkeiten alle gemeinsam das Ziel verfolgen, den neuen Standard erfolgreich umzusetzen und dies nicht nur als Aufgabe der Schiedsrichter sehen".


eishockey info

Geschrieben von: Bärliner 8th January 2006 - 01:33:40

Women's Air Canada Cup - Sensationserfolg gegen Kanada


Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft der Frauen hat das letzte Spiel im Rahmen des Women's Air Canada Cup in Ravensburg sensationell mit 6:4 (1:2, 1:1, 4:1) gegen Kanada gewonnen. Es war der erste Sieg im 13. Spiel gegen die in der Weltrangliste führenden Kanadierinnen.

Nachdem Bundestrainer Peter Kathan bereits am Vormittag die Olympia-Nominierungen bekannt gegeben hat, spielten die deutschen Frauen wie befreit auf und konnten von Beginn an gut mit halten. Für den Olympia-Kader wurden Nina Linde, Nina Ziegenhals und Jessica Hammerl auf Abruf gesetzt.

Torhüterin Jennifer Harß musste heute aufgrund einer Innenbandzerrung im linken Knie pausieren. Für sie rückte kurzfristig Lisa Geml aus Garmisch-Partenkirchen ins Team, kam jedoch nicht zum Einsatz. Der Olympia-Einsatz von Jennifer Harß ist aber nicht gefährdet.

Peter Kathan zum Spiel gegen Kanada: "Wir haben heute diszipliniert, taktisch gut und defensiv gespielt. Spätestens nach dem 4:4-Ausgleich waren die Kanadierinnen wie gelähmt und die Zuschauer haben uns nach vorne gepusht. Für die Olympischen Spiele haben wir nun keinen Druck. Ich möchte den Verantwortlichen für die ausgezeichnete Organisation vor Ort ganz herzlich danken. Auch das Publikum war fantastisch. Wir kommen gerne wieder nach Ravensburg."


Deutschland – Kanada 6:4 (1:2, 1:1, 4:1)

Tore:
0:1 11:40 Marin (Chouinard)
1:1 17:12 Busch (Fellner, Kruck)
1:2 19:29 Riggs
1:3 22:34 Podloski (Jones)
2:3 36:54 Lanzl M. (Becker, Oswald)
2:4 41:38 Bowman (Mikkelson, Slusar)
3:4 43:38 Fellner (Kruck)
4:4 44:15 Oswald (Ritter, Becker)
5:4 56:11 Busch (Scheytt, Götz)
6:4 59:21 Lanzl A. (Lanzl M., Oswald)


hockeyweb


... Hut ab und Brust raus! biggrin.gif

Geschrieben von: Demo 8th January 2006 - 11:27:08

na das find ich ja mal ganz grosse klasse! thumb_up.gif

Geschrieben von: Bärliner 9th January 2006 - 08:35:48

Kommentar: Die neue Regelauslegung

Landauf, landab ist kaum jemand einer anderen Meinung. Die neue, strengere Regelauslegung ist eine tolle Sache. Das beeilen sich jedenfalls viele Trainer zu sagen. Und auch Holger Gerstberger, der DEL-Schiedsrichterbeauftragte, redet der neue Auslegung das Wort. „Solange es alle wollen.“ Aber was wollen denn alle? Spielberichtsbögen, auf denen die Strafenliste fünfmal so lang ist wie die Torliste? Die Befürworter der neuen Linie könnten nun mit Recht sagen: „Das ist in der Anfangsphase nun einmal so, bis sich die Spieler daran gewöhnt haben.“ Das ist richtig – und dennoch gibt es drei Punkte, die bislang übersehen worden sind.

1) Die neue Linie ist ein Kind der NHL. Doch in Nordamerikas Profiliga pfeifen nicht drei Schiedsrichter – sondern vier. Und dann noch Profis. Die „Null-Toleranz-Richtlinie“ sieht vor, dass jedes Haken, Halten und Behinderung rigoros gepfiffen wird. Ein Hauptschiedsrichter alleine kann jedoch nicht alles sehen. Und für das Vier-Mann-System fehlt dem Deutschen Eishockey-Bund schlicht und ergreifend das Personal.

2) In der NHL spielen bessere Spieler. Das ist nun keine besonders heikle Erkenntnis, doch in einem 20er-Kader eines Spiels sind vielleicht 18 Spieler ohne Probleme in der Lage, ihr Spiel der neuen Linie anzupassen. Die DEL wäre zwar gerne die zweitbeste Liga der Welt, aber da hätten wir noch die American Hockey League, die russische, die tschechiche, die schwedische, die finnische Liga. Habe ich jemanden vergessen? Das heißt wiederum, das hier vielleicht zehn von 20 Spielern in der Lage sind, sich anzupassen. Keine gute Quote.

3) Die deutschen Schiedsrichter. Bei allem Respekt vor dem Druck und der Leistung der Unparteiischen. Fakt ist und bleibt, dass schon lange vor der neuen Regelauslegung festzustellen war, dass Deutschland nicht gerade mit vielen guten Schiris gesegnet ist. Beispiel Stefan Breiter. Er hatte schon in der 2. Bundesliga der letzten Saison Licht, aber auch viel Schatten. Beim Derby am Sonntag zwischen Duisburg und Krefeld war bei ihm zu beobachten, was passiert, wenn ein durchschnittlicher Schiri und die neue Linie aufeinandertreffen: 101 Strafminuten in einem fairen Spiel. Und das, weil auch (weiterhin) faire Checks als Foul gepfiffen wurden.

Ein weiteres Argument der Befürworter ist, dass die Fans sehen wollen, wie technisch gute Spieler Tore schießen. Es ist ja okay, wenn jedes Foul als Foul gepfiffen wird. Doch plötzlich ist die leiseste Berührung Behinderung, plötzlich ist ein leichtes, ungewolltes Touchieren mit dem Schläger ein Haken. Das fördert – auch das haben die letzten Spiele gezeigt – Schwalben. Will ich viele Tore sehen? Ja. Will ich aber viele Tore sehen, weil die Verteidiger nicht mehr eingreifen dürfen? Vielleicht, weil ohnehin gerade viel Platz auf dem Eis, dafür viel weniger Platz auf den Strafbänken ist? Nein! Auf keinen Fall! Stürmer sollen sich ihre Tore erarbeiten. Eishockey ist Technik und Schnelligkeit. Eishockey ist aber auch Härte. So wollen die Spieler spielen, das wollen die Zuschauer auch sehen.

Fouls sollen als solche rigoros gepfiffen werden. Die neue Linie – so wie sie sich in den ersten Spielen darstellt – ist aber des Gut(gemeint)en zu viel!

Friedhelm Thelen für hockeyweb



yepp, Friedel, so isses! clap.gif wink.gif

Geschrieben von: Bärliner 9th January 2006 - 14:19:20

Dynamo Moskau gewinnt European Champions Cup

Am Ende eines hochklassigen Turniers in St. Petersburg setzte sich der russische Titelträger im Finale gegen den finnischen Meister Karpät Oulu mit einem 5:4 nach Penaltyschießen durch.

Der spätere Turniersieger dominierte zuvor bereits die Alexander Ragulin-Gruppe und setzte sich sowohl gegen den HC Pardubice (5:1) aus Tschechien, als auch gegen den slowakischen Vertreter Slovan Bratislava (3:1) durch.

Finalist Oulu hielt sich in der Ivan Hlinka-Gruppe mit Siegen über den HC Davos (3:1) und Frölunda Göteborg (3:0) ebenso schadlos.

Enttäuschend diesmal die Schweden von Frölunda Göteborg, die gegen den HC Davos eine deutliche 2:6-Klatsche hinnehmen mussten und gegen Oulo sogar ohne eigenen Treffer blieben.

Ebenfalls sieg- und punktlos aus dem Turnier verabschiedete sich der HC Pardubice, der zudem das Prestige-Duell gegen Slovan Bratislava mit 0:2 verlor.

hockeyweb

Geschrieben von: mulder 10th January 2006 - 10:56:04

"Ihr macht unseren Sport kaputt"
Eishockey-Fans sauer

Viele Fans sind wütend, die Trainer uneins und die Spieler weiter unsicher: Die neue "Null-Toleranz"-Linie der Schiedsrichter in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) sorgt auch nach drei Spieltagen im neuen Jahr noch für hitzige Diskussionen.

"So macht ihr unseren Sport kaputt", riefen die Zuschauer in Frankfurt, wo Referee Martin Reichert beim 5:1 der Lions gegen die Hannover Scorpions 79 Strafminuten verhängte. Insgesamt sprachen die Unparteiischen in den sechs Sonntagspielen 389 Strafminuten aus, im Schnitt 65 pro Spiel.

Der DEL-Schiedsrichterbeauftragte Holger Gerstberger äußerte Verständnis für die Reaktion der Anhänger. "Sie sind seit vielen Jahren anderes Eishockey gewohnt, das ist jetzt natürlich eine Umstellung. Aber es gibt auch viele positive Stimmen", sagte der ehemalige Unparteiische.

"Kein Eishockey-Spiel gesehen"

In Nürnberg ereiferte sich Trainer Mike Schmidt nach dem 1:4 der Hamburg Freezers: "Wenn man im ersten Drittel achtmal in Unterzahl spielt, davon dreimal mit drei gegen fünf, hat man keine Chance. Das ist wohl einmalig in der DEL." Schiedsrichter Roland Aumüller hatte im ersten Durchgang 28 Strafminuten gegen die Hanseaten ausgesprochen, die Ice Tigers nutzten jeweils eine 5:3-Überzahl zu ihren ersten beiden Toren.

In Duisburg war Coach Teal Fowler nach dem 3:4 der Krefeld Pinguine sauer auf den Unparteiischen Stefan Breiter. "Ich habe die schwierige Aufgabe und soll ein Eishockey-Spiel kommentieren. Aber ich habe kein Eishockey-Spiel gesehen", begann der US-Amerikaner seine Ausführungen und fügte an: "Die Strafzeiten haben das Spiel verzerrt."

Kurioses Spiel in Duisburg

Die strikte Ahndung von Halten, Haken und Behinderung, die seit Jahresbeginn von den Schiedsrichtern verlangt wird, führte in Duisburg nicht nur zu 101 Strafminuten, sondern auch zu einem kuriosen Spielverlauf. Krefeld führte nach zwei Dritteln 3:1 und sah wie der sichere Sieger aus, doch bei 30 Strafminuten gegen die Pinguine im Schlussabschnitt drehten die Duisburger noch das Spiel.

"Das war ein kurioses Spiel, bei dem man schon mal als Trainer von der Stange fallen kann", meinte EV-Coach Dieter Hegen. Der Ex-Nationalspieler hatte bereits zweieinhalb Minuten vor Schluss beim Stand von 2:3 Torhüter Christian Rohde vom Eis genommen, Stephane Robitaille gelang im Powerplay der Ausgleich, Michael Henrich, der vier Minuten zuvor noch einen Penalty verschossen hatte, erzielte zwei Sekunden vor Schluss den Siegtreffer. Als es im zweiten Drittel noch Strafen gegen Duisburg gehagelt hatte, machten die Fans ihrem Unmut Luft und warfen Gegenstände auf das Eis.

Page dafür

Aktivster Fürsprecher der neuen Regelauslegung ist Meistertrainer Pierre Page von den Eisbären Berlin. "Die DEL kann mit den neuen Regeln die beste Liga in Europa werden", sagte der Kanadier nach dem 4:3 bei den DEG Metro Stars und ergänzte: "Die Schiedsrichter sind nicht das Problem. Spieler und Trainer müssen lernen und verstehen."

Die Berliner profitierten in Düsseldorf von der "Null-Toleranz"-Linie: Alle vier Tore erzielten sie in Überzahl. Die DEG, die in den beiden Spielen zuvor acht Powerplay-Treffer markiert hatte, traf diesmal nur einmal in numerischer Überlegenheit. "Wir haben heute gegen das beste Überzahlspiel der Liga verloren", resümierte DEG-Trainer Don Jackson.

Auf den von Page angesprochenen Lernprozess setzt auch Schiedsrichter-Chef Gerstberger. "Es gibt ein Herantasten von allen Seiten. Das dauert eben, vielleicht noch den ganzen Januar, bis das Strafmaß wieder nach unten geht", sagte Gerstberger: "Aber in der Breite ist die Resonanz positiv. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass von allen Seiten das Bemühen da ist."

Thomas Lipinski

QUELLE: www.n-tv.de

Geschrieben von: Bärliner 10th January 2006 - 12:54:57

Kein Eishockey auf der Verkehrsinsel
Wirtschaftsverwaltung ist irritiert über Messe-Pläne


Über die Zukunft der Deutschlandhalle, immer noch wegen einer Dachinspektion geschlossen, gibt es erneut Streit. Die jüngste Ankündigung der Messe Berlin, des Landessportbunds und der Sportverwaltung von Senator Klaus Böger (SPD), bereits "in den nächsten Tagen" eine provisorische Freiluft-Eisfläche auf dem Parkplatz vor der Halle aufzustellen, stieß in der Senatsverwaltung für Wirtschaft auf Unverständnis.

Die Anlage soll nach Angaben der Messe den Eissport - zum Beispiel der Eishockey-Spieler vom ECC Preussen Juniors Berlin - bis zum Ende der Saison im April sichern, falls die Fläche in der Deutschlandhalle weiterhin gesperrt bleibt. Christoph Lang, Sprecher von Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linkspartei), sagte am Montag, die Entscheidung für ein solches Provisorium könnten Messe oder Sportbund nicht alleine treffen, sondern nur der Senat insgesamt. Über Ersatzflächen fürs Berliner Eishockey entscheide die Landesregierung im Zusammenhang mit dem möglichen Neubau eines Kongresscenters, für das die Deutschlandhalle abgerissen werden müsste. Der Senat befasse sich damit demnächst, sagte Lang. Ein neues Kongresscenter könne frühestens 2009 öffnen, für den Eissport stünde eine Lösung daher erst in zwei oder drei Jahren an. Die Messe hatte angeboten, gleich nach der Fußball-WM mit dem Bau einer Ersatzhalle nahe der Waldbühne zu beginnen.

Die Messe selbst betrachtet die provisorische Anlage auf dem Parkplatz als ein Angebot wegen der "Unwägbarkeiten" bei der Überprüfung des Daches der Deutschlandhalle. Vorwürfe, man wolle auf diese Weise die Deutschlandhalle dauerhaft geschlossen halten, um sie leichter abreißen zu können, hatte der landeseigene Betrieb stets zurückgewiesen. Die geplante Wiedereröffnung der Halle im Februar sei "im Prinzip möglich", sagte Messe-Sprecher Wolfgang Wagner. Offen sei aber, ob die laufende Inspektion der Dachplatten nicht doch noch neue Risiken aufzeige.

Enttäuschte Sportler

Die betroffenen Sportler reagieren auf das Messe-Angebot allerdings "enttäuscht bis wütend", wie ECC-Preussen-Sprecher Hans Peter Harbig sagte. Eine provisorische Eissportfläche unter freiem Himmel, auf einer Verkehrsinsel am Messedamm, sei nicht praktikabel. "Jugendsport und Autoabgase vertragen sich nicht." Die Schüler- und Jugendabteilungen des Vereins spielen zudem in der Bundesliga, da seien feste Hallen Vorschrift, sagte Harbig. ECC-Vorstandsmitglied Sabine Schepurek forderte, die Eisfläche in der Deutschlandhalle wieder in Betrieb zu nehmen und warf der Messe Berlin eine Verzögerungstaktik vor. Bereits im November 2005 hatte ein Belastungstest ergeben, dass das Dach nicht einsturzgefährdet sei. Die Messe lässt derzeit die mehreren tausend Betonplatten einzeln überprüfen.

Auch der Berliner Architekten- und Ingenieurverein (AIV) forderte am Montag ein Nutzungskonzept für die Deutschlandhalle und nannte die "angebliche Einsturzgefahr" ein vorgeschobenes Argument, um den Abriss zu rechtfertigen. Die Messe wolle sich des ICCs und der Deutschlandhalle entledigen, um keine Konkurrenz für das geplante neue Kongresszentrum zu haben, sagte AIV-Chef Manfred Semmer.

berliner zeitung

Geschrieben von: Bärliner 13th January 2006 - 16:58:27

Für Leute mit k.A. (falls es die - (hier) - noch gibt)



Die "Geschichte" des Eishockeysports ...

Die Ursprünge des Eishockeysports sind bis heute nicht einwandfrei geklärt. Aus Frankreich stammt ein Bericht, wonach die heutige Form bereits im 17. Jahrhundert von Huron- und Chippewa-Indianern an der Küste von Ontario/Kanada betrieben wurde.
Die Ureinwohner spielten mit einem Stock, der ein kleines Netz eingeknüpft hatte, und einem Ball. Das Spiel ist bis heute als Lacrosse erhalten geblieben. Alte Kupferstiche und Gemälde belegen, dass auch in den Niederlanden bereits im 16. und 17. Jahrhundert ein eishockeyähnliches Spiel ausgeübt wurde.


Wer hat's erfunden?

Das schottische Shinney gilt ebenfalls als Vorläufer. Shinney wurde mit Ball und Krummstock - allerdings ohne Torhüter - gespielt. Ein Team bestand aus 50 bis 100 Personen. Die Beteiligten spielten auf Raumgewinn, Kompanie gegen Kompanie. Eine überwiegende Zahl der Forscher sieht den eigentlichen Ursprung jedoch im englischen Spiel Bandy. Englische Soldaten brachten Bandy aus ihrer Heimat nach Kanada mit und verlegten das Spiel dort auf Schnee und Eis. Auf einer fußballfeldgroßen Eisfläche mit Toren, elf Spielern pro Team sowie Torhüter, Stock und Ball gingen die ersten Kufenkünstler zu Werke. Vermutungen liegen nahe, dass die Mannschaftsstärke bei kleineren Eisflächen verkleinert wurde und so das heutige Eishockey entstand.

Eishockey-"Mutterland" Kanada

Als eigentliches Mutterland des Eishockey gilt Kanada. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde hier die erste offizielle Begegnung ausgetragen. Weihnachten 1855 trafen sich englische Infanteristen aus Halifax und Kingston, die Royal Canadien Rifles, zum ersten offiziellen Bandy-Spiel. Am 3. März 1875 traten Studenten und Lehrkräfte der McGill-Universität von Montreal dann zum ersten Eishockeyspiel an. Der McGill-Student William Fleet Robertson schrieb das erste Regelwerk und erfand 1877 den Puck. Er schnitt von einem Gummiball die obere und untere Rundung ab und schuf so eine Scheibe.

Olympiadebüt im Sommer

Sein olympisches Debüt gab das damals bereits gut organisierte Eishockey 1920 ausgerechnet bei den Sommerspielen in Antwerpen. Dort sicherte sich - genau wie bei den ersten Winterspielen 1924 in Chamonix und den beiden darauf folgenden Spielen - Kanada die Goldmedaille. Eine Wachablösung der Männer mit dem Ahornblatt auf der Brust folgte erst 1956 in Cortina dAmpezzo, als die Sowjetunion ins Geschehen eingriff und in den Folgejahren acht von zehn Titeln gewann.

1998: Erstmals Damen am Puck

Zwei Neuerungen sahen die Winterspiele 1998 in Nagano. Zum ersten Mal konnten die hoch bezahlten Profis aus der nordamerikanischen Profiliga NHL mitmischen und zum ersten Mal ermittelten auch die Frauen ihren olympischen Titelträger. Während bei den Männern die überragenden Tschechen die Nase vorn hatten, setzten sich bei den Damen die USA durch.


... nur mal so, als Lesestoff, für Zwischendurch ... wink.gif

Geschrieben von: Bärliner 3rd February 2006 - 17:11:18

Rosenheimer Halle gesperrt - Spielabsage

Nun hat es auch die Starbulls Rosenheim erwischt. Nach der Katastrophe in Bad Reichenhall wurden bereits mehrere Eissporthallen in Bayern aus Sicherheitsgründen gesperrt. Die Stadien in Deggendorf und Geretsried sind wieder geöffnet, Senden bleibt bis zum Saisonende geschlossen. Wie die Starbullls auf ihrer Homepage berichten, wurde im Kathrein-Stadion der gleiche Leim wie in Bad Reichenhall verwendet. Wie lange das Stadion gesperrt bleibt, steht noch nicht fest. Das für heute angesetzte Auftaktspiel gegen die Blue Devis Weiden in der Oberliga-Meisterrunde wurde abgesagt. Einen Ersatztermin gibt es noch nicht.


Leim? Werden in Bayern die Hütten geklebt? rolleyes.gif

Geschrieben von: Bärliner 5th February 2006 - 13:05:26

Rosenheimer Halle wieder geöffnet

Das ging ja schnell – zum Glück für die Starbulls Rosenheim. Nach nur kurzer Schließung ist das Kathrein-Stadion wieder geöffnet. Die Rosenheimer Eissporthalle wurde vorübergehend geschlossen, da vermutet wurde, beim Bau seien die gleichen Leimbinder wie bei der Unglückhalle in Bad Reichenhall verwendet worden. Ein Gutachter bescheinigte nun aber die Sicherheit des Rosenheimer Stadions. Wann das ausgefallene Spiel in der Oberliga-Meisterrunde gegen die Blue Devils Weiden nachgeholt wird, steht allerdings noch nicht fest.

Geschrieben von: ZorndesKahn 5th February 2006 - 13:32:18

ZITAT(Bärliner @ 3rd February 2006 - 17:11:18)
Rosenheimer Halle gesperrt - Spielabsage

Leim? Werden in Bayern die Hütten geklebt? rolleyes.gif

nich nur in Bayern , Holzleimbinderkonstruktionen, angesichts der enorm gestiegenen Stahlpreise ( China ) , eine wieder verstärkt aufgekommene Alternative bei Hallenbauten. rolleyes.gif

Geschrieben von: Bärliner 5th February 2006 - 14:28:22

Tja, nüscht mehr mit guten alten Kruppstahl ... rolleyes.gif
Demnächst werden wohl wieder Zelte aufgebaut ...

Geschrieben von: Bärliner 10th February 2006 - 13:44:05

Deutschlandhalle wieder zum Betrieb freigegeben

Gestern Abend fiel die Entscheidung, dass die im August aus Sicherheitsgründen geschlossene Deutschlandhalle in 14 Tagen wieder zur Nutzung für die 800 Eissportler freigegeben wird. Die mussten in den zurückliegenden Monaten in die Weddinger Erika Hess-Eissporthalle, der Eishalle im Sportpark an der Paul Heyse Straße, bzw. ins Hohenschönhauser Sportforum ausweichen.
Eine letzte durch den Betreiber Messe Berlin GmbH beauftragte Begutachtung des Daches der 1935 in Betrieb gegangenen Deutschlandhalle blieb ohne negativen Befund.
Damit könnten die Eishockeyspieler des ECC Preussen Juniors Berlin noch in dieser Saison an ihrer Heimstatt das Training und den Spielbetrieb wieder aufnehmen.

berliner zeitung/hockeyweb

Geschrieben von: Basler2000 21st February 2006 - 15:49:08

Neuer Verein in Bayreuth vor der Gründung

Am 23.Februar 2006 findet die Gründungsversammlung für den neuen "Schlittschuhverein Bayreuth 2006" statt. Der Name SV Bayreuth wird bei den Eishockeyfans sicherlich gut angenommen werden, da viele Erinnerungen an den ehemaligen Zweitligisten wach werden. Gespräche gibt es auch mit der Nachwuchsabteilung des insolventen ESV Bayreuth wegen einer möglichen Übernahme.
Hinter der Neugründeng stehen Initiatioren des Fanclubs "Suedkurve Bayreuth" (www.suedkurve-bayreuth.de). Wegen der Neugründung wird allerdings der Bayreuther EC, der ein Comeback plante, den Spielbetrieb vorraussichtlich nicht mehr aufnehmen.

http://www.icehockeypage.net/index.php?option=com_content&task=view&id=1601&Itemid=2

Geschrieben von: Bärliner 27th February 2006 - 20:22:33

Jaromir Jagr erklärt Rücktritt
NHL-Star möchte nicht mehr für Tschechien spielen


Stürmer-Star Jaromir Jagr hat seinen Ausstieg aus der tschechischen Nationalmannschaft angekündigt. Wenige Stunden nach dem Gewinn der Bronze-Medaille in Turin erklärte der 34-jährige den anwesenden Journalisten seine Gründe: "Ich glaube, dass es an der Zeit ist, aufzuhören. Das ist wenigstens mein Gefühl. Es ist furchtbar ermüdend, wenn man weiß, dass zwanzig Leute auf einen angewiesen sind und man selbst sieht, dass es nicht geht. Und man kann absolut nichts daran ändern. Das macht mich fertig". Was für ein Spruch! Jagr, Du bist nicht der Eishockeygott! doh.gif

In der National Hockey League möchte Jagr dagegen weiter auf Torjagd für sein Team, die New York Rangers, gehen.


eishockey info

Geschrieben von: Bärliner 28th February 2006 - 14:37:03

Capitals wollen nach Liga-Urteil in die DEL
Jim Boni droht mit Rücktritt als Bundestrainer


Nach tagelangen Diskussionen hat der österreichische Strafsenat entschieden, dass das umstrittene Penaltyschießen zwischen Wien und Villach wiederholt werden muss. Beim Stand von 2:1 für Wien war statt des falsch notierten Lanzinger (Nummer 24) VSV-Topscorer Bousquet (54) zum Penalty angetreten. Der slowakische Referee Jonak, der auch die A-WM-Lizenz besitzt, wertete das Spiel für die Wiener - bis er von der Ligaleitung überstimmt wurde. Die Kärntner hatten ebenso wie die Play-off-Konkurrenten der Wiener (Innsbruck, Linz und KAC) erfolgreich gegen die Wertung des 5:4-Sieges der Capitals vom Freitag protestiert.

Sollten die Wiener das Penaltyschießen verlieren, rutscht das Boni-Team auf der Zielgeraden aus den Play-off Rängen. Boni selbst ist nicht bereit mit seinem Team noch einmal anzutreten und droht mit Rücktritt - auch als Bundestrainer. Nach Ansicht von Boni trifft die Schuld beim falschen Ablauf des Penaltyschießens den Schiedsrichter. Caps-Vizepräsident Martin Platzer prüft, welche Konsequenzen ein Nichtantritt für den Club haben würde und fordert eine komplette Neuansetzung oder zumindest eine 2:1 Führung im Wiederholungsfall.

Nicht zuletzt wegen dieser und weiterer Entscheidungen des Strafsenats drohen die Caps der Erste Liga in Österreich den Rücken zu kehren und stattdessen in Deutschland in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) anzutreten. Bis 2010 soll in Wien eine 10.000 Zuschauer fassende Halle gebaut werden.

eishockey info


blink.gif blink.gif

Geschrieben von: Bärliner 28th February 2006 - 14:40:19

Mario Lemieux am Herzen operiert
Herz-Rhythmusstörungen erzwangen Karriereende


Pittsburgh Penguins Eigentümer Mario Lemieux musste sich einer Herz-OP unterziehen. Das gab der NHL Klub bekannt. Der 40-jährige hatte am 24. Januar seine Karriere wegen Herz-Rhythmusstörungen beenden müssen. Durch diese Operation soll Lemieux auf Medikamente verzichten und wieder mehr Belastungen ausgesetzt werden können.




Geschrieben von: MKS 28th February 2006 - 14:41:59

Bärli du hast mir die Smileys weggenommen!!

Erst harte vor den B***n abhauen und dann solche Sachen! Die spinnen die Ösis!

Geschrieben von: Bärliner 3rd March 2006 - 10:26:02

ZITAT
Capitals wollen nach Liga-Urteil in die DEL
Jim Boni droht mit Rücktritt als Bundestrainer

Wien tritt unter Protest zum Penaltyschießen an
Capitals beugen sich dem Diktat des ÖEHV


Die Vienna Capitals sind unter Protest am Donnerstag um 17.35 Uhr zum Penaltyschießen in der Albert Schultz Halle angetreten. Das Penaltyschießen beginnt mit einem Stand von 2:1 für die Caps und wird mit der am Freitag festgelegten Reihenfolge der Schützen fortgesetzt. Den Capitals wurde bei einem Nichantreten eine Strafverifizierung mit 0:5 angedroht.

eishockey info


Zum Glück - keine Ösis in der DEL! Die hätten aber noch bei Villach eine Dopingkontrolle verlassen können ...
wink.gif

Geschrieben von: Bärliner 4th March 2006 - 12:20:50

ZITAT
ZITAT
Capitals wollen nach Liga-Urteil in die DEL
Jim Boni droht mit Rücktritt als Bundestrainer

Wien tritt unter Protest zum Penaltyschießen an
Capitals beugen sich dem Diktat des ÖEHV

So, um der unsäglichen Sache noch den Abschluss zu geben, folgendes: rolleyes.gif

Capitals ziehen in die Play-offs ein -
Penaltyschießen gegen Villach gewonnen


Die Vienna Capitals entschieden am Donnerstag die Fortsetzung des Penaltyschießens gegen Villach für sich und stehen damit in den Playoffs der 1. Eishockey Liga Österreichs.

Geschrieben von: Bärliner 6th March 2006 - 23:19:05

laugh.gif laugh.gif laugh.gif laugh.gif laugh.gif

Ick hab grad bei einer Recherche im Internet folgendes "Schmankerl" gefunden!! Sensationell - ick wusste es doch schon immer - klingt viiiieeeel besser als Blue Lions - schade eigentlich, das man sich umbenannt hat!!! lustsch.gif

ZITAT
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Auf der Ligentagung am 16.04.2005 haben lt. IG Eishockey in Leipzig
folgende Mannschaften eine Zusage ueber die Teilnahme an der 1. Liga
Nord/Ost 2005/06 abgegeben:
- aus den LEV's im Norden
-- EC Timmendorfer Strand, Adendorfer EC, Braunlager SC/Harz,
FTV Crocodiles Hamburg, ESC Wedemark, EC Wilhelmshaven-Friesland
- aus den LEV's im Osten:
-- ESC Halle 04, EHV Schoenheide, Rostocker EC, ECC Preussen Juniors
Berlin,
FASS Berlin
- aus der ESBG-Oberliga:
-- Bluelions Leipzig (wohl als 1. Mannschaft des EHC Eisbaeren
Leipzig
)


mehr dazu siehe http://www.eishockey-leipzig.de/demo_ig/php/news/newscomplete.php?show=477

Gruess aus Muenchen

Wolfgang Goetz
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.

http://www.sportgate.de/board/post/283/Verbaende_im_Norden_und_im_Osten_wollen_sich_zu_Nord-Ost_zusammenschliessen:.html

clap.gif clap.gif clap.gif

Geschrieben von: Bärliner 10th March 2006 - 09:58:30

Auch DEG gründet Farmteam
Zweite Mannschaft für die Oberliga


Bei den DEG Metro Stars konkretisieren sich die Pläne zur Gründung eines Farmteams, in dem junge Talente und überzählige ausländische Spieler Spielpraxis sammeln könnten. Ziel sei es, die "DEG Metro Stars II" in der Oberliga antreten zu lassen, hieß es.

Die Metro Stars kopieren damit das 'Berliner Modell' der Eisbären, die mit wachsendem Erfolg ein junges Team in der Oberliga spielen lassen. Auch in Düsseldorf betrachtet man die Zwei-Team-Strategie als langfristiges Investment vor allem zur Entwicklung und Förderung der Jugend.

Geschrieben von: ganz normaler Fan 10th March 2006 - 10:28:48

Da kann man nur hoffen, dass es nicht passiert wie im Fußball, wo die Hälfte der der dortigen RL aus den zweiten Mannschaften von 1. und 2. Budesligisten besteht.

1. sind die Mannschaften nicht gerade ein Publikumsmagnet ( sind die Eisbären Juniors auch nicht )

2. sportlich fragwürdig, je nachdem ob Spieler in der 1. ranmüssen oder nicht,, ist die Leistungsstärke der Juniorsmannschaft, haste Glück sind gerade 3 oder 4 in der DEL, haste Pech spielen sie bei den Juniors. Das ist schon ein bissl Wettbewerbsverzerrend.

Für die Vereine macht das sicher Sinn ein Juniorsteam aufzubauen, für die Atrraktivität der Liga nicht.

Geschrieben von: Bärliner 10th March 2006 - 10:40:41

ZITAT(ganz normaler Fan @ 10th March 2006 - 10:28:48)
... sportlich fragwürdig ...

Normi, ohne eine grosse Diskussion vom Zaun zu brechen, aber das is totaler Quatsch!!!


... und mit Gesamtbetrachtung auf Dein Posting: Schliesse nicht von einem bisherigen EINZELFALL auf die Allgemeinheit, bitte!

Geschrieben von: mulder 10th March 2006 - 10:42:00

auch wenns jetzt etwas offtopic wird ..

warum wird die dnl nicht soo angenommen? ... oder verstehe ich den namen soo falsch? huh.gif

Geschrieben von: Bärliner 10th March 2006 - 10:51:33

mulle,

interessierst DU Dich (als Bsp.) sooo für das Hockey 15/16/17jähriger, das Du da immer hinrennen musst? Die Zuschauer bei DNL-Spielen "rekrutieren" sich hauptsächlich aus den Eltern und Verwandtschaften der Spieler auf'm Eis ...

Geschrieben von: mulder 10th March 2006 - 10:59:53

danke fuer die nette erleuchtung ...

ich dachte das ist fuer "nachwuchs" allgemein ... und nicht nur ... kinder und jugendliche! ...

danke erleuchteter! ...

cool.gif

Geschrieben von: smoking joe 21st March 2006 - 12:27:11

Sarkasmus pur - einfach göttlich !!!

(P.S. und jetzt vergleicht das mal mit uns wink.gif )

http://www.youtube.com/watch?v=DIC7mTm_LgU

Geschrieben von: Bärliner 23rd March 2006 - 11:09:29

Brand(t)herd: Die Hockeyweb-Vorschau auf die restlichen Viertelfinalspiele

Es wird spannend: Wer setzt sich in den letzten Spielen des Viertelfinales durch? Hier die ultimative Voraussage:

Berlin – Krefeld In eigener Halle können die Eisbären alles klar machen, doch Krefeld kommt noch einmal zurück und gewinnt das fünfte Spiel. Als Stefan Ustorf von Premiere gefragt wird, ob sein Team zu satt sei, dreht er sich um und stapft wortlos in die Kabine. Krefelds Trainer Teal Fowler überrascht mit einem Anliegen: Er möchte auf das Heimrecht im sechsten Spiel verzichten und gleich in Berlin bleiben. Die Eisbären lehnen dies ab: "Wir verzichten doch nicht auf unseren Auswärtsvorteil!" Im sechsten Spiel machen die Eisbären alles klar.

Ingolstadt – Hannover Nach einem Patzer von Trevor Kidd scheiden die Scorpions im sechsten Spiel aus. "Jemand hat ihn drei Stunden vor dem Spiel angesprochen und damit seine Konzentration zerstört, sowas darf einfach nicht passieren" schimpft Trainer Kevin Gaudet. Auf der Tribüne wurde Hans Zach gesichtet: "Meine Frau und ich waren in Hannover zum Einkaufen", erklärt Zach seine Anwesenheit.

Düsseldorf – Hamburg Beide Teams bringen weiter ihre Heimspiele durch, es kommt zum ultimativen Showdown an der Brehmstrasse. Nach der dritten Overtime holte sich Andrej Trefilov mit einer seiner berühmten Schwalben eine Strafzeit ab, die DEG macht in Unterzahl den Siegtreffer. Die Freezers analysieren die Serie und kommen zu dem Schluss, dass sie mehr ältere, erfahrene Spieler brauchen.

Nürnberg – Köln Ups, schon vorbei...

laugh.gif laugh.gif

Geschrieben von: Bärliner 25th March 2006 - 13:24:57

Ich weiss, es gibt hier den "Extra-Thread" für Eishockey-Videos unter 'Hockey Global' - das sind aber eher 'Spieler-Tor-Streams'.

Von daher - hier nun für den Eishockey-Interessierten folgendes:

http://www.i-luma.tv/src/browser.php?superkanal=44&subkanal=670

Geschrieben von: Tom Tokio 25th March 2006 - 18:34:15

ZITAT(Bärliner @ 25th March 2006 - 13:24:57)
Ich weiss, es gibt hier den "Extra-Thread" für Eishockey-Videos unter 'Hockey Global' - das sind aber eher 'Spieler-Tor-Streams'.

Von daher - hier nun für den Eishockey-Interessierten folgendes:

http://www.i-luma.tv/src/browser.php?superkanal=44&subkanal=670

Hab eigentlich noch nie für irgendwelche EH-Videos aus dem Netz bezahlt...und werde das auch weiterhin nicht tun.

Geschrieben von: Bärliner 25th March 2006 - 18:41:10

Dieser Link ist auch nur für den INTERESSIERTEN! tongue.gif

Geschrieben von: Tom Tokio 25th March 2006 - 18:53:05

ZITAT(Bärliner @ 25th March 2006 - 18:41:10)
Dieser Link ist auch nur für den INTERESSIERTEN! tongue.gif

dry.gif Touché

Damit ist es offiziell: Ich bin NICHT interessiert... cool.gif

Geschrieben von: Bärliner 26th March 2006 - 23:41:08

Bandencheck - die Hockeyweb-Kolumne von Alexander Brandt

Verlierer sind fast immer interessanter als Sieger. Feiern kann jeder, dazu gehört nichts, Sieger sind langweilig. Verlierer hingegen müssen ausnahmsweise mal Tacheles reden, die Situation analysieren und aus Fehlern lernen, während man bei den Siegern an Fehlern festhält, weil Erfolg ja alles rechtfertigt und wer gewinnt, hat sowieso alles richtig gemacht. Deswegen habe ich mich nach dem Ausscheiden der Nürnberg Ice Tigers in Köln mal zum Grüppchen um Benoit Laporte gestellt und ergriffen gelauscht, was dieser so zu Protokoll gab. Interessanterweise machte er auf eine kleine Geschichte aufmerksam, die große Auswirkungen hatte: Vor ein paar Wochen tranken wohl drei Ice Tigers einen über den Durst und wurden dabei von einer Boulevardzeitung verewigt. Eigentlich nur eine große Sache für die Gattin eines der Spieler, die Gerüchten zufolge an jenem Abend brav auf die Kinder aufpasste und dann am nächsten Tag ihren Gatten saufend und knutschend in der Zeitung sehen durfte. Aber: "Danach war eine andere Stimmung in der fucking Kabine", sagte Laporte und machte deutlich, worum es in den Play-offs geht - um die Chemie. Denn während die Öffentlichkeit immer wieder dem Irrsinn unterliegt, von Statistiken eines Spielers darauf schließen zu können, ob er in ein Team passt, wissen die Trainer besser als jeder andere, wie wichtig die Stimmung im Team ist. 2002, 2003 und 2004 wurde nicht die jeweils beste Mannschaft Meister, sondern die mit dem größten Zusammenhalt. Nur 2005 war die mit der besten Chemie auch spielerisch die beste Mannschaft. Und so erklärt sich auch, warum in diesem Jahr die vermeintlich engste Serie "Vierter gegen Fünfter" am Ende die Deutlichste war. In Nürnberg hing der Haussegen schief, in Köln herrschte dagegen perfekte Harmonie. Genau das machte in den engen Spielen bei den Ice Tigers den kleinen Unterschied aus, der die Serie entschied.

Am Donnerstag zog es mich gen Düsseldorf, schließlich hätte es das allerletzte Spiel an der guten alten Brehmstrasse sein können und die Hamburger hatten in der Overtime Überzahl, das war eine ganz enge Kiste. Umso weniger verstand ich, warum so ein Spiel an einem Donnerstag vor nicht einmal 7.000 Zuschauern stattfinden musste. Premiere hatte alle Partien auf den Donnerstag legen lassen, damit sie sich eine davon rauspicken konnten, die anderen beiden guckten in die Röhre. Erst schwärmen sie auf Premiere dauernd von legendären Brehmstrassen-Feeling, dann sorgen sie fast dafür, dass die Brehmstrasse ihr letztes Spiel in einem unwürdigen Rahmen erleben musste. Das passt nicht so recht zusammen, um das Wort "scheinheilig" zu vermeiden.

Zum Schluss noch etwas Trauriges: Es kann sich wohl kaum jemand vorstellen, was gestern in Kassel emotional abgegangen sein muss. Respekt vor den Duisburgern, die auf den Punkt vorbereitet waren und Mitleid für die Huskies und ihre Fans, die nun zwei Jahre lang durch die Hölle gegangen sind. Was mich allerdings nervt, ist schon wieder diese überall auftauchende Formulierung, die Huskies seien der "sportliche Absteiger". Das liest sich auf den ersten Blick wie "weisser Schimmel", denn ein Absteiger ist doch immer ein sportlicher Absteiger, sonst würde er schließlich nicht absteigen, logisch? Nein, man wählt die Formulierung "sportlicher Absteiger", weil es ja auch wirtschaftliche Absteiger gibt. Das eine darf aber nichts mit dem andern zu tun haben. Wer abgestiegen ist, muss ohne Wenn und Aber runter in die 2. Liga, sonst verliert die 1. Liga ihre Glaubwürdigkeit. Wollen wir wieder so ein Sommertheater, weil der sportliche Absteiger wochenlang hoffen darf, doch noch drin zu bleiben, bis es auch einen wirtschaftlichen Absteiger gibt? Ganz unabhängig davon, ob es nun die Huskies getroffen hat oder sonst wen: Alles andere als der Abstieg des Absteigers wäre nicht zu vermitteln. Und die Formulierung "Sportlicher Absteiger" sollte aus dem Wortschatz gestrichen werden. Sollte tatsächlich jemand wirtschaftlich absteigen, müssen eben beide raus.

Gruß vom moralischen Absteiger Alexander Brandt

Geschrieben von: Borsdorfer 27th March 2006 - 18:30:59

ZITAT
Wir gehen in jedem Fall hoch!
Geschrieben von Puckschubser am Dienstag, 21. März 2006
Tagesgespräch, mit Bernd Funke, Präsident des ELV Niesky

Dem Sportlichen Aufstieg folgt nun die Diskusion, ob das angesichts der Bedingungen auch geht. Und: Sogar über eine neue Halle wird geredet.
Nehmen die Tornados ihr Aufstigsrecht wahr, spielen nächste Saison in der Regionalliga?
Nach heutigem Stand: ja. Das Ergebnis der Sportlerumfrage, aus der wir erneut als populärste Mannschaft hervorgegangen sind, ist für uns Verpflichtung. Auch, wenn sich die Zuschauerzahlen in der Verbandsliga fast halbiert haben, Dank an alle, die uns gewählt haben.....
Vor einem Jahr hieß es: Das geht nicht, wegen der Spiele im Oktober und März und wegen des nicht ausreichenden Spielerkaders. Was hat sich geändert?
Die Probleme stehen nach wie vor. Aber sportlich und wirtschaftlich funktioniert diese Liga für uns nicht. Es gibt nur zwei Alternativen: Eine Liga hoch oder runter. Eine Liga runter kann es nicht gehen. Das wäre das Ende des Eishockeys in Niesky, wir würden das aufgeben, was wir in den letzten zehn Jahren aufgebaut haben.
Wie sollen die Probleme gelöst werden?
Zuallererst geht es darum, den Spielbetrieb im Oktober und im März abzusichern. Deshalb haben wir Gespräche mit dem ES Weißwasser geführt, gemeinsam in der Regionalliga zu starten. Es ist schon traurig, aus der SZ erfahren zu müssen, dass die Weißwasseraner nun ohne uns antreten wollen, obwohl sie sportlich nicht qualifiziert sind.
Gibt es trotzdem noch Gespräche mit dem Verein?
Ja, allerdings verstehen wir nicht, dass von ESW-Seite das Gerücht aufgebracht wurde, wir dürfen ohne Dach nicht in der Regionalliga spielen. Zum Glück wurde das ja schnell widerlegt. Wir hoffen, trotzdem über eine Kooberation bezüglich der Hallennutzung für Training und einige Punktspiele reden zu können. Für den Fall, dass gar nichts geht, haben wir schon mit Jonsdorf gesprochen und von dort eine generelle Zusage bekommen.
Was ist mit dem Spielerkader?
Da sind wir auch vor eine neue Situation gestellt. Der Großteil der Spieler der bisherigen Mannschaft will jedenfalls in der Regionalliga angreifen. Wir sind aber diesbezüglich nach allen Seiten offen.
Wann gibt es endlich ein Dach über dem Waldstadion?
Aus heutiger Sicht wohl nie. Wassereinzugsgebiet, fehlende Parkplätze, Lärmbelästigung nahe dem Krankenhaus - all das spricht dagegen. Die Unsicherheiten in Weißwasser haben uns eher darauf gebracht, in Niesky eine neue Eis-/Multifunktionshalle zu bauen!
Gespräch: Frank Thümmler (SZ)
Wir gehen in jedem Fall hoch!

Quelle:http://www.elv-niesky-fan.de
_________________

...das scheint ja wieder eine recht illustre RL zu werden! dry.gif

Geschrieben von: Basler2000 10th April 2006 - 11:11:07

Bandencheck - die Hockeyweb-Kolumne von Alexander Brandt

Eishockey-Deutschland, 10. April

Nee, was war das für eine geile Halbfinalserie zwischen Köln und Düsseldorf! Monatelang habe ich rumgejammert als sei ich ein Sänger der Söhne Mannheims, weil ich unbedingt das Derby in den Play-offs wollte. Und ich hatte damit recht, es war einfach nur geil. Ich war fünf Mal live dabei und hatte in allen fünf Spielen ein debiles Dauergrinsen wie eine VIVA-Moderatorin im Gesicht. Das war die ultimative Belohnung dafür, dass man acht Monate lange graue Alltagskost futtern musste. Emotionen auf voll besetzten Rängen, tolle Tore, spannende Spiele, ausflippende Spieler, Trash Talk, zu heisse und zu kalte Duschen- da war alles dabei, was Play-offs attraktiv macht. Nicht zu vergessen ein mal jammernder, mal jubelnder Hans Zach, der meinte, das dritte Spiel sei zerpfiffen worden, weil eine von hundertfünfzig Strafen gegen sein Team an jenem Abend umstritten war. Und dann dieser göttliche Ausbruch gegenüber Jupp Kompalla (Spitzname: "Der liebe Gott") vor laufenden TV-Kameras: "Du Arsch Du!" Zu bewundern auf Sport.ard.de.
Jaja, wir haben schon schräge Typen in der DEL. Zum Glück, sonst könnte ich den Bandencheck in die Tonne kloppen.

Manch´ einer forderte daraufhin eine Strafe gegen Zach, aber mein Gott, das sind Play-offs, da kracht es und am nächsten Tag ist es wieder gut. Als die Haie drüber geschlafen und sich die Aufzeichnung nochmal angesehen hatten, sah alles schon wieder ganz anders aus. Was mich nur gestört hat, waren die Schwalben auf beiden Seiten. Jedes Team meinte natürlich entrüstet, nur die anderen hätten sich unsportlich verhalten, ist ja klar. Dabei gingen einige Herren schneller in die Horizontale als eine Bordsteinschwalbe auf St. Pauli. Ich wünschte, die Schiedsrichter hätten öfters den Mut, unsportliches Verhalten zu pfeifen. Einigen Herren wünsche ich da dickere Eier und das nicht nur, weil bald Ostern ist.

Moritz Müller von den Haien wurde auf einem semiprofessionellen Lokalsender während des Serie als Spaßvogel des Teams gepriesen und er gab auch gleich eine Kostprobe seines Komiker-Talentes, als er meinte, der Kopfstoß von Tino Boos im dritten Spiel sei gar keiner gewesen, der hätte sich nur nach vorne gebeugt und Ferraro hätte sich dann theatralisch fallen lassen. Echt witzig, der Moritz. Der größte Witz blieb aber Schiedsrichter Rick Looker vorbehalten, der mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Lewandowski den Weg für Düsseldorf frei machte. Es ist schon schade, wenn eine so tolle Serie durch den Schiri beeinflusst wird. Jetzt werden die Nürnberger sagen, ohne Looker seien die Haie gar nicht erst ins Halbfinale gekommen. Sowas gleicht sich eben aus, sagt man. Achja? Kann man sich darauf verlassen?

Wenn es um Schiedsrichter geht (und diese Diskussion kommt jedes Jahr), dresche ich gerne Phrasen. Die erste: "Der Schiedsrichter hat in dem Spiel einen Fehler gemacht. Und wieviele Fehler haben die Spieler gemacht?" Die zweite: "Schiedsrichterentscheidungen sind wie das Wetter: Sie fallen vom Himmel und man muss das Beste draus machen." Amen. Wie alle Dramen hatte auch dieses seine tragischen Helden: Mike Pellegrims bei Düsseldorf, Alex Hicks bei Köln und Rick Looker bei der DEL. Wie sagte dieser Temperamentsbolzen Don Jackson: "That´s Hockey". Nochmals Amen.

Kai Hospelt von den Haien stellte am Sonntag nach dem fünften Spiel die Verschwörungstheorie auf, dass an der Brehmstrasse wohl keiner mehr gewinnen darf. Nun, das werden wir sehen, wenn die Eisbären dort antreten. In Düsseldorf regierte am Sonntag Abend jedenfalls die Ansicht, dass dieses geniale Halbfinale durch nichts mehr zu toppen sei und die Eisbären im Finale leichtes Spiel haben werden, weil beim Sieger des rheinischen Derbys die Luft raus ist, wer immer es auch gewonnen hätte. Schaun mer mal.

Tja, und was sagen jetzt die Kölner Anhänger? Normalerweise hält man ja mit dem Team, das einen rausgeworfen hat. Ich denke aber mal, das wird in diesem Fall anders sein... Eines steht auf jeden Fall fest: Über diese Halbfinal-Serie wird man in einigen Jahren noch sprechen. Ob sich dann noch jemand erinnern kann, wer anschließend Meister wurde?

Gruß vom "Zeugen Lookers" Alexander Brandt

http://www.hockeyweb.de/index.php?action=ART&aNr=20115

Geschrieben von: Bärliner 18th April 2006 - 21:53:37

Aufsteiger Straubing zittert um DEL-Lizenz

Tausende Fans machten die Nacht zum Tage: Mit einem 2:1-Auswärtssieg im entscheidenden fünften Finalspiel in Bremerhaven sicherten sich die Straubing Tigers die Meisterschaft in der 2. Bundesliga und damit den sportlichen Aufstieg in die Deutsche Eishockey-Liga (DEL).

800 Kilometer entfernt feierte die Bevölkerung in der niederbayerischen Kleinstadt ausgelassen mit Feuerwerk und Autokorso den größten Erfolg in der 60-jährigen Straubinger Eishockey-Geschichte. "Das ist der pure Wahnsinn, einfach unglaublich", sagte Trainer Olle Öst. In der an Spannung kaum zu überbietenden Finalserie hatten die Tigers schon mit 2:0-Siegen geführt, ehe sie anschließend zwei "Matchbälle" vergaben. Doch im entscheidenden fünften Spiel bewiesen die Niederbayern die besseren Nerven. Unter den großen Jubel mischte sich auch Wehmut, denn für Meistermacher Öst war es wohl das letzte in seiner langen Trainerkarriere. "Ich denke, jetzt ist es an der Zeit für mich, in Rente zu gehen", sagte der 66 Jahre alte Schwede, der sich vor einem Jahr einer Herzoperation unterziehen musste.

Anfang Februar hatte der auf Kurzzeit-Engagements spezialisierte Motivationskünstler den wegen Erfolglosigkeit entlassenen Ex- Nationalspieler Peter Draisaitl abgelöst und die Mannschaft vom fünften Platz nach der Vorrunde ins Finale geführt.

"Dieses Stück mit Straubing ist noch ein bisschen höher zu bewerten", sagte der Trainer-Oldie. Im Aufstiegsjubel war es für die Straubinger auch zu verschmerzen, dass Bremerhavener Chaoten während des Spiels die Reifen am Mannschaftsbus zerstachen und die Spieler am Dienstagvormittag erst mit dreistündiger Verspätung zur Meisterfeier am Straubinger Stadion eintrafen, wo hunderte Fans auf sie warteten.

Ob die Tigers auch die Zulassung für die höchste deutsche Spielklasse erhalten, ist jedoch ungewiss. Den auf Expansion in Metropolen und moderne Multifunktionsarenen fixierten DEL- Verantwortlichen sind vor allem die geringe Bevölkerungsgröße - Straubing wäre mit 45 000 Einwohnern der mit Abstand kleinste DEL- Standort - und das 35 Jahre alte Stadion am Pulverturm ein Dorn im Auge. Bei der Gesellschafterversammlung am Montag nächster Woche soll beschlossen werden, dass der Aufsteiger ein zu allen vier Seiten geschlossenes Stadion vorweisen müsse. Die hinter einem Tor offene Straubinger Arena erfüllt diese Voraussetzung nicht.

In der Branche wird gemunkelt, dass die DEL den Tigers eine Ausnahmegenehmigung verweigern könnte und damit dem sportlichen Absteiger dieser Saison, den Kassel Huskies, durchs Hintertürchen zu einem Verbleib in der höchsten Spielklasse verhelfen will. "Ich habe ein ungutes Gefühl", sagte Vereinschef Jürgen Pfundtner dem Fachblatt "Eishockey News", kündigte aber auch an: "Wir würden in diesem Fall alle juristischen Möglichkeiten ausschöpfen."

Der REV Bremerhaven will trotz der Niederlage eine Lizenz beantragen. "Wir bewerben uns für die DEL", sagte Manager Hans-Werner Busch. "Wir haben ein DEL-fähiges Paket geschnürt und gehen damit ins Rennen."

sportgate

Geschrieben von: Basler2000 20th April 2006 - 11:54:57

Lebenszeichen in Bayreuth: Neuer Verein gegründet

Der EHC (Eishockeyclub) Bayreuth "die Tigers" e.V. nimmt im Herbst den Spielbetrieb auf

Mehrere Monate mussten die Fans und Nachwuchsspieler in Bayreuth und Umgebung warten und bangen - seit gestern gibt es einen neuen Verein in der Wagnerstadt. Unter Vorsitz von Werner Prüschenk und Sven Judas nimmt der EHC im Herbst den Spielbetrieb auf - und das wahrscheinlich in der Bezirksliga.

Laut Informationen des Nordbayerischen Kurier arbeiten die beiden neuen Vorstände zusammen mit Ihren Gründungsmitstreitern bereits seit zwei Monaten an einem Konzept, welches den Nachwuchs im Mittelpunkt hat. Alle Teams können wahrscheinlich in den angestammten BEV-Ligen an den Start gehen.

Auch hat man sich wieder für den Beinamen "die Tigers" entschieden. Dadurch spart man sich nach eigenen Angaben auch knapp 15.000 Euro für neue Trikots in den Nachwuchsteams ein.

Ebenso gab es schon positive Gespräche mit bisherigen Werbepartnern im Eisstadion, so dass auch aus den Reihen der Sponsoren einige neue und alte Werbepartner gefunden werden dürften.

Im Rahmen eines Elternabends möchten die neuen Verantwortlichen am Donnerstag, 27. April, weitere Signale für eine positive Zukunft in Bayreuth geben.

Geschrieben von: Basler2000 24th April 2006 - 11:18:17

Bandencheck: Die Hockeyweb-Kolumne von Alexander Brandt

Amiens, 24. April

Sonntag Nachmittag, Ankunft in Amiens. Die Autobahn stimmt, jetzt noch die Ausfahrt 34 erwischen und am Kreisverkehr rechts. Da kommt schon die Ausfahrt 33, gleich bin ich angekommen! Die nächste Ausfahrt ist die 32, scheisse. Rausfahren, wenden und wieder zurück. Jetzt aber, 34 raus und am Kreisverkehr rechts. Moment, ich bin ja von der anderen Seite gekommen, also wieder zurück. An einer Ecke erblicke ich einen Doppelzentner in einem Schwenninger Trikot, der gegen einen Zaun pinkelt. Hier bin ich bestimmt richtig und siehe da, schon stehe ich vor meinem Hotel. Ich checke ein und betrete mein Zimmer. Ein Bett, ein Waschbecken, ein Tisch – irgendwas fehlt hier. Ah, ein Badezimmer? Gibt es auf dem Flur. Super, ich soll mir mit dem Schwenninger ein Klo teilen? Obwohl, vielleicht nimmt der immer den Zaun. Es ist halt nur eine B-WM, da muss man Abstriche machen. Egal, jetzt erstmal in die Stadt zur Eishalle. Die ist schnell gefunden, das Coliseum liegt sehr zentral und sieht sehr neu aus. Als ich die Halle betrete, trainiert die deutsche Mannschaft gerade, wie passend. Die ersten Kollegen sind auch schon da, Marco Sturm gibt ein Interview für das israelische TV, ich rede kurz mit Andy Renz, die Spieler sind mit den Bedingungen sehr zufrieden. Kurze Plaudereien mit Sven Felski, Ernst Höfner und Klaus Merk, alle schwärmen von der tollen Stadt. Von einer Journalistin, die Beiträge über das israelische Team macht, erfahren wir, dass die Israelis kein Testspiel hatten. Sie waren für eine Woche in Tschechien und sollten eigentlich ein Spiel machen, aber dann waren die Spieler des Gegners im Osterurlaub verschwunden. Jetzt freuen sie sich darauf, mal gegen Marco Sturm spielen zu dürfen.

Journalisten sind ja bekanntlich nur zum Fressen und Saufen beim Sport, folglich gehe ich mit einem Kollegen erstmal auf Kneipensuche. Wir werden an einem schönen Kanal mehr als fündig, Amiens ist eine wunderschöne Stadt mit langen Straßen, Fußgängerzonen und einer gigantischen Kathedrale, in welche die berühmte Notre Dame de Paris zweimal reinpassen würde. Per Handy lotsen wir die anderen eintreffenden Journalisten zu uns (Eishockey-Deutschland ist klein, man kennt sich), schließlich sitzen wir zu fünft in einer Kneipe und trinken auf Greg Poss, der großen Anteil daran hat, dass wir heute in dieser herrlichen Stadt zusammensitzen dürfen. Dann wird spekuliert, erwartet uns eine Woche des Grauens, ein schreckliches Gegurke, oder ein souveräner Auftritt? Uwe Krupps Team wird mißtrauisch unter die Lupe genommen. Die Einen kritisieren, dass er zu viele junge Spieler dabei hat, während die bekannten Namen daheim bleiben mussten. Würden Spieler wie Hock, Morczinietz, Kathan hier auf diesem B-Niveau nicht Slalom mit den Gegnern fahren? Andere wieder halten Krupps Personalpolitik für genau richtig. Ich selbst dresche hohle Phrasen: Warten wir erstmal ab, in einer Woche sind wir schlauer.

Dann wird noch ordentlich darüber gelästert, dass Hans Zach in Essen nach dem Spiel gegen Österreich mit DEB-Präsident Esken heftig debattierte, um wieviel Kohle es da wohl gegangen sein mag? Lästern macht immer wieder Spaß, vor allem ,weil jeder von uns aus einer anderen Stadt kommt und Geschichten von seinem jeweiligen Klub beisteuert. Das ist das eigentlich Schöne an diesen Turnieren.

Noch einen Toast auf Greg Poss und dann ab ins Hotel. Schalom.

Gruß vom ewig lästernden Alexander Brandt

http://www.hockeyweb.de/index.php?action=ART&aNr=20360

Geschrieben von: Bärliner 28th April 2006 - 23:24:36

Wladislaw Tretjak neuer russischer Verbandschef

Der legendäre Torhüter Wladislaw Tretjak soll das russische Eishockey als neuer Verbandschef aus der Krise führen. Der dreimalige Olympiasieger und zehnfache Weltmeister mit der sowjetischen Auswahl wurde in Moskau an seinem 54. Geburtstag einstimmig gewählt.

Den Anstoß für seine Bewerbung habe das schwache Abschneiden der Russen bei den Olympischen Winterspielen in Turin gegeben, erklärte Tretjak. Die "Sbornaja", die schon länger keine internationalen Meistertitel mehr gewann, war ohne Medaille nach Hause gefahren.

Tretjak ist der fünfte Eishockey-Verbandschef seit der Unabhängigkeit Russlands im Jahr 1992.

sportgate

Geschrieben von: Ogi 14th May 2006 - 09:09:35

Planungen des EHC Bayreuth laufen an

Beim Nachfolgeverein des insolventen ESV Bayreuth, dem EHC Bayreuth laufen die Planungen für die erste Saison in der Bezirksliga bereits auf Hochtouren. Die erste wichtige personelle Entscheidung war die Verpflichtung von Verteidiger Marco Zimmermann als Spielertrainer. Der Routinier kehrt vom Bayrernligisten EV Pegnitz in seine Heimatstadt zurück.
Bei einam Fanstammtisch am 18.Mai sollen eventuell erste Konturen des Kaders, in dem einige Juniorenspieler integriert werden, aufgezeigt werden.
Das neue Vereinslogo wurde aus Kostengründen (Nachwuchs-Trikots) nur leicht geändert. Auch eine Homepage ist im Aufbau und unter www.ehc-bayreuth.de erreichbar.
(IHP)

Geschrieben von: Ogi 14th May 2006 - 13:55:15

TuS Geretsried zieht sich aus der Bayernliga zurück - rückt Schweinfurt nach?

Der TuS Geretsried hat dem Bayerischen Eissport Verband (BEV) inzwischen offiziell mitgeteilt, dass er ab der nächsten Saison nicht mehr am Spielbetrieb teilnimmt. Wie bereits berichtet hat sich die Eissportabteilung vom TuS getrennt und mit dem ESC Geretsried einen eigenen Verein, der in der Bezirksliga antritt, gegründet.
Den frei gewordenen Platz in der Bayernliga wird vorraussichtlich der ERV Schweinfurt einnehmen. Die Mighty Dogs erspielten sich den dritten Platz in der bayerischen Landesliga und hätten somit das Nachrückerrecht, das wohl auch wahrgenommen werden soll.
(IHP)

Geschrieben von: Bärliner 18th May 2006 - 15:52:05

IIHF: Mögliche Änderungen beim WM-Modus

Dieses Wochenende werden beim IIHF-Halbjahreskongress in Riga mögliche Änderungen für die kommenden Weltmeisterschaften bestimmt.

Aufgrund der größeren Reisedistanzen bei der WM 2007 (Moskau, St. Petersburg) und 2008 (Québec City, Halifax) besteht der Vorschlag, die Viertelfinal-Partien innerhalb der Zwischenrundengruppen zu spielen und erst ab dem Halbfinale für eine komplette Vermischung der Gruppen zu sorgen. Damit könnten die Mannschaften weiter getrennt in Moskau bzw. St. Petersburg bleiben und erst ab den Halbfinals würden sämtliche Spiele in Moskau ausgetragen. Analog steht zur Abstimmung, die Abstiegsspiele der Gruppenvierten in Playouts (2 Spiele) zwischen jeweils zwei Gruppenvierten am selben Spielort umzuwandeln, um die beiden Absteiger zu ermitteln. Dieser Vorschlag stieß in früheren Jahren auf Widerstand, hätte aber ebenfalls logistische Vorteile. Kein Thema mehr sind dagegen zwei Achtergruppen statt vier Vierergruppen, wie es vor zwei Jahren einmal ein Thema war.

Abgestimmt wird auch über die Gruppeneinteilung über die Weltrangliste anstatt wie in den vergangenen zwei Weltmeisterschaften über eine Auslosung mit vier Töpfen. Dies hätte den Nachteil, dass einige Gegner über Jahre gleich bleiben könnten. Die Schweiz würde auf den Weltranglistenersten (derzeit Schweden) sowie Lettland (9.) und Italien (16. der WM 2007-Teilnehmer) treffen. Auch über die Einführung der Dreipunkteregel an der WM wird befunden.

hockeyfans.ch

Geschrieben von: Bärliner 19th May 2006 - 09:21:51

Fischtown Pinguins bekommen eine neue Halle

Eishallenneubau in Bremerhaven beschlossen



Zeichnung der neuen Eisarena in Bremerhaven Foto: Fischtown Pinguins

Die Pinguine bekommen eine neue Spielstätte. Bis 2008 wird am Wilhelm-Kaisen-Platz eine neue Eishalle gebaut. Diese Entscheidung wurde am Donnerstag Nachmittag durch das Bremerhavener Stadtparlament unter tosendem Applaus der anwesenden Eishockeyfans getroffen.

Aus der Führungsetage des Seestadtklubs bedankte sich Geschäftsführer und Manager Hans Werner Busch für das von der Politik entgegengebrachte Vertrauen. Busch: "Mit dieser für die Fischtown Pinguins so wichtigen Entscheidung, können wir nun in aller Ruhe den ständig wachsenden sportlichen und finanziellen Anforderungen entgegen sehen. Persönlich habe ich nie an der positiven Entscheidungsfreude unserer Politiker gezweifelt. Nun liegt es an uns, das in uns gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen."

Geschrieben von: Bärliner 22nd May 2006 - 13:46:20

Eishockey News versteigert Artist Proofs bei ebay

Am Sonntagabend startete Eishockey News die Versteigerung von drei handsignierten Artist Proofs von Wayne Gretzky, Brett Hull und Bernie Nicholls beim Internet-Auktionshaus ebay. Die vom bekannten Portrait-Maler Joachim Thiess erstellten Drucke sind absolute Raritäten und stellen eine Besonderheit dar: Artist Proofs, besonders gelungene Drucke, die auf Fehler oder Farbdiffenenzen geprüft werden, gelangen nicht in den freien Verkauf, sondern verbleiben beim Star, dem Künstler oder der Produktionsfirma. Die von Gretzky, Hull und Nicholls handsignierten Drucke, die mit einem Echtheitszertifikat ausgeliefert werden, finden sich bei http://www.ebay.de in der Kategorie Eishockey.


eh-news

Geschrieben von: smoking joe 22nd May 2006 - 14:05:42

ERV Schweinfurt mit ersten Verlängerungen

Der Bayernliga-Kader der Mighty Dogs beginnt sich zu formieren: Mit Steffen Görlitz, Markus Ploss, Benedikt Waldner, Steffen Reiser und Andreas Kleider wurden von Beirat Klaus Nolke nun die ersten 5 Spieler benannt, die für die neue Saison wieder zur Verfügung stehen. Steffen Reiser, zugleich Abteilungsleiter 1. Mannschaft, führt derzeit Gespräche mit den restlichen Spielern und kündigte weiterhin 2, maximal 3 Verstärkungen für das Bayernliga-Team des ERV Schweinfurt an.
(IHP/Pressemitteilung Schweinfurt Mighty Dogs)

Wollte nicht noch einen Threat "Wo sind die Ex-Ex" aufmachen.
wink.gif

Geschrieben von: Bärliner 26th May 2006 - 19:03:01

Der "Schmetterling" geht
Ex-DEL-Keeper Petr Briza beendet Karriere


Bei diesem Namen horchen noch immer viele deutsche Eishockey-Fans auf, obwohl Torhüter Petr Briza die DEL schon vor vielen Jahren verlassen hat. Der langjährige Landshuter Torhüter hat in Prag im 41. Lebensjahr seinen Rücktritt vom aktiven Sport bekannt gegeben. Bis zuletzt hatte Briza bei Sparta Prag erfolgreich das Tor gehütet.

Der stets bescheidene Tscheche, dem wegen seines eigenwilligen, aber erfolgreichen Stils der Beiname "Schmetterling" verpasst wurde, war und ist Inspirationsquelle für unzählige junge tschechische Torhüter - nicht zuletzt auch Eisbären-Goalie Tomas Pöpperle, mit dem er in der Saison 2004/2005 in Prag ein erfolgreiches Duo gebildet hatte.

Geschrieben von: Basler2000 26th May 2006 - 22:40:17

SEC will das Stuttgarter Eishockey erhalten

Der Stuttgarter EC, Stammverein der insolventen Wizards, arbeitet derzeit am Erhalt des Stuttgarter Eishockey. Der SEC will für die höchstmögliche Liga im Landesverband Baden-Württemberg melden. Wie es mit der Wizards-GmbH weitergeht, ist dagegen noch völlig unklar. Eine GmbH kann ohnehin nicht am Spielbetrieb im Landesverband BW teilnehmen. Zudem ist noch offen, ob das Insolvenzverfahren der Wizards überhaupt eröffnet werden kann.
Dennoch unterstützt die Wizards-Führung die Pläne des Stammvereins und will vor allem im Marketing- und Sponsorenbereich helfen.
Der Stuttgarter EC, der in der abgelaufenen Saison keine Mannschaft im Spielbetrieb gemeldet hatte, führt momentan Gespräche für den benötigten Kader. Trainiert wird die Mannschaft von Guido Holzmann.
(IHP)

Geschrieben von: Bärliner 27th May 2006 - 10:00:41

Wie "König Fußball" regiert
Die Eishockeywelt sieht dieser Tage neidisch auf die WM


"Die Welt zu Gast bei Freunden", lautet dieser Tage das Motto in der deutschen Sportszene. Alles wird auf den Fußball fixiert sein - noch weit mehr als es sonst schon der Fall ist. Da schaltet die ARD dann notfalls schonmal live aus der Tagesschau zum Trainingsquartier der DFB-Mannschaft und erkundigt sich besorgt bei Reporterin Monica Lierhaus, wie es denn um Michael Ballacks Knie bestellt sei. Die Nation kriegt am Fernsehschirm selbst "Knieschlottern". Der Eishockey-Fan, sofern er nicht selbst dem Fußball verfallen ist, fragt sich da neidisch: Wann wird eine solche Aufmerksamkeit einmal dem Eishockeysport zu teil!? Vermutlich nie. Aber lernen kann man trotzdem vom "kollektiven Wahnsinn Fußball".

Was der Fußball dieser Tage in Deutschland schafft, schaffen hundert Eishockey-Weltmeisterschaften im Puck-Mutterland Kanada nicht. Gelenkt von den Massenmedien, thematisiert in der Werbung und allgegenwärtig präsent auf Schildern, T-Shirts und schlichtweg überall im öffentlichen Leben ist der Fußball dieser Tage ein Massenereignis, das zwar mit Sport nur noch wenig zu tun hat, aber immense Summen an Geld in die Taschen vieler Unternehmen, Verbände und Menschen spült. Viele meinen ja, das sei eine Zukunft, die praktisch jeder Sportart notgedrungen bevorsteht. Die immer größer werdende wechselseitige Abhängigkeit von Sport und wirtschaftlichen Interessen sorgt zwangsläufig dafür.

Im kleineren Stil schlägt das deutsche Profi-Eishockey doch längst in ähnliche Kerben. Große Arenen, multimediale Spektakel und Inszenierungen - da hat man die Zeichen der Zeit auch in der DEL beispielsweise längst verstanden. Auch hat man verstanden, dass an der eingangs geschilderten Entwicklung ohnehin kein Weg vorbei führen wird. Aller Fan-Proteste zum Trotz: Der weiche Schalensitz und die Popcorn-Tüte repräsentieren die Zukunft, während der gestrickte Fan-Schal mit Zigaretten-Brandlöchern und Aufnähern eher für eine Fan-Kultur von gestern steht.

Der Nostalgie zum Trotz stößt die schöne, neue, kommerzielle Zukunft natürlich Türen auf. Auf diesem Wege kann das Eishockey im Wettlauf mit anderen Sportarten wie Basketball oder Handball eben doch mehr Bedeutung erlangen als es bisher üblich war. Die Landflucht der Eishockeyvereine hinein in die großen Städte ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg. So werden neue Zielgruppen erschlossen und auch die Medien, die so wichtig für die Vermarktung sind, wenden sich dann leichter dem Geschehen zu. So gesehen tut man gut daran, sich während der Fußball-WM einmal genau umzusehen. Einen Blick in die Zukunft zu wagen, auch wenn man über diese Zukunft geteilter Meinung sein mag. Am Ende wird sie kommen. Machen wir das Beste daraus.

eishockey info

Geschrieben von: Bärliner 27th May 2006 - 22:11:15

WM 2007 in Kasan statt St. Petersburg?

Bei der WM 2007 in Russland ist der Zweitspielort neben Moskau noch nicht gesichert. Zwar sprach man bis zuletzt offiziell von St. Petersburg, doch noch überlegt man sich eine Verlegung nach Kasan.

In russischen Medien sprechen der Verbandspräsident Vladislav Tretjak und der Sportminister Vjacheslav Fetisov von Problemen bei einer Durchführung in St. Petersburg, wo 2000 die WM stattfand. Anstelle der schicken Ostsee-Metropole denkt man nun elf Monate vor WM-Beginn über eine Verlegung in die tatarische Hauptstadt Kasan nach. Dort wurde letztes Jahr die 10 000 Zuschauer fassende TatNeft-Arena eröffnet, benannt nach dem lokalen Ölkonzern, der neben Öl auch den lokalen Club Ak Bars Kasan mit Millionenbeträge zum Meistertitel förderte. Für eine Verlegung spricht die grössere Eishockey-Begeisterung als in St. Petersburg. Und vor allem, dass der mögliche neue Nationaltrainer Biljaletdinov die Freigabe von Kasan bekommen müsste.

Planmässig verläuft dafür wenigstens der Bau des Moskauer Eispalastes. Dort steht bereits der Grundriss und man hat sich zum Ziel gesetzt, bereits im September 2006 den zur Euro Hockey Tour zählenden Rosno Cup dort austragen zu können. Zudem soll Dynamo Moskau in die neue Arena einziehen, sofern die Finanzprobleme des Vorjahresmeisters gelöst werden.

Während St. Petersburg "nur" 600 Kilometer nordwestlich von Moskau liegt, befindet sich Kasan 700 Kilometer östlich der russischen Hauptstadt.

hockeyfans.ch

Geschrieben von: morelto 30th May 2006 - 15:01:36

Ukraine manipulierte WM-Spiele!

Kiew, 29. Mai

UkraineAuch dem Eishockey droht ein Manipulationsskandal: Der ukrainische NationalmannschaftsKapitän Sergej Klimentjev gab in der russischen Zeitung "Sovjetski Sport" zu, dass man in der Zwischenrunde absichtlich derart schlecht spielte, dass man drei Kanterniederlagen erlitt.

Konnte man in der Vorrunde gegen Italien (4:2), die Schweiz (1:2) und Schweden (2:4) noch mithalten, ging man in der Zwischenrunde gegen Russland (0:6), Weissrussland (1:9) und die Slowakei (0:8) sang- und klanglos unter. "Wir hätten besser spielen können, wollten aber nicht", äusserte sich Klimentiev vom russischen Meister Kasan. Grund: Man wollte besonders gegen den Nachbarn Weissrussland nicht den Eindruck erwecken, dass das ukrainische Eishockey in Ordnung sei, sondern auf die Krise und Finanznot des Eishockey-Sports in ihrem Land aufmerksam machen - und sorgt mit drei manipulierten WM-Spielen damit für einen Skandal. Wegen fehlendem Geld sei selbst in der Nationalmannschaft die medizinische Versorgung prekär.

Und nach dem Untergang mehrerer Proficlubs droht nun auch dem letzten Profiteam, Sokol Kiew, der Ausschluss aus der weissrussischen Meisterschaft, weil man kein Geld hat, um statt in der 1000 Zuschauer fassenden Trainingshalle die Miete für eine würdigere Halle in Kiew zu zahlen. Die Nachwuchsmannschaften sind bei Weltmeisterschaften schon länger auf dem absteigenden Ast. An eine positive Entwicklung glaubt Klimentjev nicht: "Ich denke, die Mannschaft wird absteigen." Ob für die Ukrainer neben dem Eis vom IIHF Konsequenzen für ihre Unsportlichkeit folgen werden, bleibt abzuwarten. (Quelle: Hockeyfans.ch)

Sachen gibts nono.gif nono.gif nono.gif

Geschrieben von: morelto 30th May 2006 - 15:08:23

30.05.2006
Sharky und Xaver treffen auf Bumsi – Haie- und ERC Maskottchen kämpfen bei Stefan Raabs TV total um den WM-Titel


„Die 1. Offizielle TV total Maskottchen Weltmeisterschaft“ am Donnerstag um 22 Uhr auf ProSieben

Sharky tritt bei der WM an
Die DEL-Maskottchen "Sharky" (Kölner Haie) und "Xaver" (ERC Ingolstadt) treten am Donnerstag bei der „1. Offiziellen TV total Maskottchen Weltmeisterschaft“ an. Die Sendung wird am 1. Juni um 22 Uhr auf ProSieben ausgestrahlt.

Wer Maskottchen-Weltmeister werden will, muss sich in einem Hindernisparcour behaupten. Aus allen Teilnehmern qualifizieren sich die jeweils fünf besten der Vorläufe fürs Finale. Man darf auf ein buntes Spektakel gefasst sein, wenn sich Bären, Zebras, Löwen, Vögel und ein Hai im Wettlauf messen.

Insgesamt treten über 30 tierische Sportmaskottchen gegeneinander an. Neben Sharky sind u.a. mit dabei: Bär Bumsi von den Biathleten im italienischen Antholz, der Löwe des Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München, Feuervogel Burnie von Rhein Fire Düsseldorf und der Hase Danny Dancer des Deutschen Verbands für Garde- und Schautanzsport.

http://www.del.org/news

Geschrieben von: Bärliner 1st June 2006 - 21:08:37

Planungen laufen auf Hochtouren – Statement von Gerhard Göbel

Etwas mehr als eine Woche ist es her, dass der neue Vorstand der Roten Teufel Bad Nauheim von den Mitgliedern gewählt wurde. Seitdem wurden zahlreiche Gespräche geführt, um die Rahmenbedingungen für den Start einer ersten Mannschaft in der Regionalliga Hessen sowie die Zukunft der Nachwuchs-Abteilung zu klären. Hierbei gab es viele positive Ansätze, wobei am Dienstag auch ein Meeting mit einem Interessenten-Kreis geführt wurde, der die erste Mannschaft mittels eines eigenständigen Profitcenters innerhalb des Vereins abwickeln möchte. "Sicher ist nämlich, dass sich von den Vorstandsmitgliedern keiner an der Verwaltung der Senioren-Mannschaft beteiligen wird, um Interessenskonflikte jedweder Art von vornherein auszuschließen", so Gerhard Göbel, der neue 1. Vorsitzende des Vereins. "Wir streben eine Kooperation mit der noch zu gründenden Gesellschaft an, wobei die Förderung und Integration des Nachwuchses im Vordergrund stehen wird", erklärt Göbel. "Das langfristige Ziel aller Beteiligten ist es, unserer eigenen Jugend wieder eine Perspektive in der ersten Mannschaft zu geben, nachdem in der Vergangenheit immer wieder Talente aufgrund einer fehlenden sportlichen Zukunft abgewandert sind. Um dieses zu erreichen, lautet das kurzfristige Ziel der ersten Mannschaft somit ganz klar Rückkehr in die Oberliga, so dass in der anstehenden Spielzeit der Aufstieg erreicht werden soll. Ein Grundstock an Spielern steht hierbei bereits zur Verfügung, wobei natürlich die besten aktuellen Juniorenspieler sowie die U23-Akteure fest eingeplant sind. Sie können sich für die Oberliga empfehlen und werden alles für dieses Ziel geben", lässt Göbel durchklingen, dass die sportlichen Planungen schon weit fortgeschritten sind.

"Darüber hinaus stellt sich allerdings die Frage, wie sich der Kader zum Saisonstart präsentieren wird: gestalten wir die Hessenrunde mit einem relativ kostengünstigen Team und stocken dann zur NRW-Aufstiegsrunde auf, oder lassen wir eine Mannschaft von Beginn an ins Rennen gehen, die zwar teurer ist, dafür aber mehr Zeit hat, um sich einzuspielen, und die zu einem Großteil dann auch in der Oberliga spielen kann? Das sind die grundsätzlichen Themen, die derzeit in der Diskussion sind. Letzten Endes ist es auch eine finanzielle Frage, die wir aktuell mit potenziellen Sponsoren erörtern. Erste viel versprechende Ansätze sind vorhanden, jedoch bitten wir die Fans noch ein klein wenig um Geduld, ehe wir detaillierte Informationen hierüber vermelden können. Aufgrund der Kürze der Zeit seit unserer Wahl sind diese Dinge noch nicht endgültig in trockenen Tüchern, auch wenn wir wissen, dass wir ursprünglich am 2. Juni mit etwas Definitivem an die Öffentlichkeit gehen wollten. Sobald die Gespräche jedoch abgeschlossen sind, werden wir die Details darüber vermelden. Sollte alles so verlaufen, wie wir uns das vorstellen, wird sich diese zusätzliche Wartezeit auf jeden Fall lohnen", so Göbel, der neben der ersten Mannschaft natürlich noch die Baustelle Finanzen des Vereins in Arbeit hat. "Nach Prüfung der Unterlagen tun sich täglich neue Lücken auf, so dass wir derzeit den Stand der Verbindlichkeiten nur schätzen können. Er wird sich aber im mittleren fünfstelligen Bereich bewegen, hinzu kommt die Etat-Unterdeckung für die kommende Saison. Auch hier wird noch einiges an Arbeit auf uns zukommen", erwartet der Bad Nauheimer anstrengende nächste Wochen und wohl auch Monate.

Somit ist derzeit eines klar: die Planungen und Gesprächen laufen auf Hochtouren, Zusagen und Absichtserklärungen von Spielern und Sponsoren liegen vor. Das Outsourcen der ersten Mannschaft in eine eigenständige Gesellschaft, die mit dem Verein kooperieren wird, ist ebenfalls angelaufen. Das sportliche Konzept ist von allen Beteiligten abgesegnet, es fehlt momentan lediglich noch die endgültige Höhe des Kalkulationspostens Sponsorengelder, um dann entscheiden zu können, wie man das Regionalliga-Team aufstellen wird. "Ab sofort werden wir regelmäßig Updates von den Planungen herausgeben, so dass wir schon in Kürze über den neuesten Stand berichten werden", wollen Göbel und die zukünftige Leitung der ersten Mannschaft die Öffentlichkeit auf dem Laufenden halten.

hockeyweb

Geschrieben von: Bärliner 8th June 2006 - 17:56:28

Olympische Spiele 2010
Kleinere Eisflächen in Vancouver


Die Olympischen Winterspiele 2010 werden erstmals auf kleineren Eisflächen (NHL-Format) ausgetragen. Die Entscheidung durch das Olympische Komitee spart Umbaukosten von zehn Millonen US-Dollar, ermöglicht den Erhalt der Zuschauerkapazität und damit den Verkauf von 35.000 Tickets.

Geschrieben von: Ogi 14th June 2006 - 08:36:14

Die alte Garde regiert und reformiert jetzt das russische Eishockey

In den 80er Jahren beherrschten sie mit der Sbornaja und ihren Klubs die Eishockeywelt. Jetzt haben sie die Macht im russischen Eishockey übernommen.
Die Rede ist von den einstigen Superstars Vyacheslav Fetisov, Sergej Makarov, Vladislav Tretjak und ihren Kollegen.

Der einstige Weltklasseverteidiger, NHL-Profi und Rebell gegen die Methoden des Trainers Viktor Tichonov, Vyacheslav Fetisov ist unter Präsident Putin als Sportminister ein mächtiger Mann geworden. Sein besonderes Augenmerk gilt natürlich den Puckjägern, die nicht mehr so dominant sind wie zu seiner großen Zeit. Mit finsterem Blick, der einst die gegnerischen Angreifer traf, sieht er die Resultate der Sbornaja, die ins zweite Glied der Weltklasse abgesunken ist.
Dieser finstere Blick traf aber auch Verbandspräsident Alexander Steblin, unter dessen Führung das russische Eishockey, wie Fetisov kritisiert, tief abgesunken ist.

Er und sein Mitarbeiter im Sportministerium, der ehemalige Weltklassestürmer Sergej Makarov suchten sich den ehemaligen Supergoalie Vladislav Tretjak als neuen Präsidenten aus. Ihn hatte Fetisov taktisch klug zu einem Sitz im russische Parlament, der Duma verholfen. Er arrangierte für seine Freund Tretjak einen sicheren Wahlreis außerhalb von Moskau. Dafür kam Tretjak, der als Torwarttrainer der Chicago Black Hawks und mit Wayne Gretzkys Hilfe als Werbeikone seine Dollars in den USA verdiente nach Moskau zurückkehrte. Dort hatte er als Nebenverdienst eine Eishockeyschule, denn seine Pension als Oberstleutnant der Armee lag unter 100 Dollar pro Monat ! Er, der einst der Vertreter der Jugendorganisation Komsomolsk in der Sbornaja war, hat in Übersee viel gelernt. Er ist auch als Funktionär ein echter Profi – und das brauchen die Russen.

Tretjak war der zweite ehemalige Weltklassespieler nach dem zwischenzeitlich verstorbenen Puckzauberer Anatolj Firsov, der in die Duma einzog.
Gerade erst zum Präsidenten des Verbandes gewählt, krempelte Tretjak alles um. Er sorgte, dass der bisher abgelehnte Vertrag mit der NHL zum Thema Ablösesummen unterzeichnet wurde. Er erkannte sofort, dass es u.a. auch das Torhüterproblem ist, an dem die Sbornaja kränkelt. In der Liga spielen in fast allen Spitzenklubs Goalies aus Übersee. Ab sofort müssen die Klubs, die ausländische Keeper verpflichten 7.5 Millionen Rubel (250 000 Euro) Verbandsabgabe bezahlen. Für jeden weiteren der vier erlaubten Ausländer pro Team sind 45 000 Euro fällig. Sportminister Fetisov unterstützt diese Aktionen mit seinem „staatlichen Segen“.

Der nächste Schritt ist schon vorbereitet. Der schon in der nordamerikanischen NHL tätige Trainer Zinatulu Bilyaledtinov soll neuer Chefcoach der Sbornaja werden. Er soll die Mischung aus NHL-Eishockey und „russischer Schule“ herstellen. Und das neben seinem Trainerjob beim Landesmeister Bars Kazan. Dazu Fetisov: „Es ist besser dass der Nationalcoach auch einen Verein traniert, damit ist er immer im Betrieb.“ Er meinte sicher seinen ehemalige Trainer Viktor Tichonov der auch die Sbornaja und den Spitzenklub CSKA Moskau betreute.
Seinen Namen nennt er natürlich nicht, denn die beiden sind sich nicht grün.
Bilyaledtinov spielte in seiner aktiven Zeit beim CSKA-Lokalrivalen Dynamo Moskau, (Polizei) während Fetisov, Tretjak und Makarov bei CSKA, dem Armeeklub spielten.

Als Sbornaja-Berater sollen weiterhin Boris Michailov (früher CSKA) und Vladimir Yurzinov (früher Dynamo) tätig bleiben.

(Horst Eckert)

http://www.hockeyweb.de/index.php?action=ART&aNr=21247

Geschrieben von: Bärliner 15th June 2006 - 11:00:56

Regionalliga NRW

Revier Löwen Oberhausen
Entscheidung in Sachen Hallenprojekt vertagt
Keine Einigung bei Gesprächen erzielt

Die Löwen-Sponsoren Frank Tilli und Andreas Prinz hätten Manager Lars Gerike und dem Vorstand um Holger Konermann am Montagabend gerne Vollzug in Sachen Übernahme des Betriebs der Eishalle am Revierpark Vonderort vermeldet, doch beim Gespräch mit den Vertretern der Park-Betreiber RVR, Stadt Oberhausen und Stadt Bottrop konnte keine Einigung erzielt werden. "Der Revierpark möchte, dass wir eine komplette Jahresmiete, also knapp 275.000 Euro, in Form einer Bankbürgschaft beibringen. Das ist ein zunächst durchaus nachvollziehbares Ansinnen. Allerdings finden auf der anderen Seite die von uns angedachten Umbaumaßnahmen im Wert von 350.000 Euro, durch die es zu einer Wertsteigerung des Objektes sowie erweiterten Nutzungsmöglichkeiten kommt, keine Berücksichtigung", erklärt ein etwas ernüchterter Frank Tilli. "Deshalb können und wollen wir uns nicht um den Erhalt einer Bankbürgschaft bemühen. Noch gebe ich aber die Hoffnung nicht auf, dass innerhalb der nächsten Tage eine Lösung gefunden werden kann." Angesichts des aus sportlicher Sicht vorhandenen Handlungsdrucks, soll in einigen Tagen eine definitive Endscheidung gefällt werden. "Wir werden dem Revierpark kommende Woche Mittwoch unser letztes Angebot übermitteln, über das dann bis zum Wochenende beraten werden wird", kündigt Tilli an. "Wird unserem Angebot zugestimmt, geht es weiter. Ansonsten wird es in der kommenden Saison wohl keine Teilnahme am Spielbetrieb geben. Alle weiteren Dinge hätte dann eine Mitgliederversammlung zu entscheiden." Das Konzept der Revier Löwen sieht für die kommenden zwölf Monate Ausgaben in Höhe von 800.000 Euro vor. 350.000 Euro würden auf den Umbau der Halle Vonderort in eine eishockeytaugliche Spielstätte mit 1000 Plätzen entfallen. Hinzu kämen Miet- und Betriebskosten in Höhe von 300.000 Euro sowie Kosten für den sportlichen Bereich in Höhe von 150.000 Euro. Dem würden Einnahmen durch die Vermietung von Eiszeiten, öffentlichen Eislauf, Vermarktung der Werbeflächen in der Halle und Einnahmen aus dem Betrieb der Eishallengastronomie für die zu gründende Eishallen-Betriebsgesellschaft sowie Zuschauereinnahmen (500 im Schnitt pro Heimspiel) und Einnahmen aus Trikotwerbung etc. für den Verein gegenüberstehen. "Wir haben alles ganz genau durchgerechnet und kalkuliert. Diese 800.000 Euro können von uns kalkulatorisch gestemmt werden", stellt Frank Tilli klar, dass die geforderte Bankbürgschaft in Höhe von knapp 275.000 Euro die letzte, einzige und unüberwindbare Hürde ist, die die Revier Löwen noch vom Einzug in eine Spielstätte auf Oberhausener Boden trennt.

eishockey info

Anm. Admin Basler2000 : Beitrag verschoben, da der in Regionalliga Nordost nicht wirklich passte! wink.gif

Geschrieben von: Bärliner 16th June 2006 - 18:48:29

Weltmeisterschaft 2007
Organisationschaos vor WM 2007
Russen favorisieren "Moskauer" WM


Knapp ein Jahr vor der IIHF Weltmeisterschaft 2007 in Russland bereiten die russischen Organisatoren dem Weltverband weiter Kopfzerbrechen mit ihrer organisatorischen "Zickzackfahrt".

Hintergrund: Offenbar aus wirtschaftlichen Gründen favorisiert man beim russischen Verband nun die so genannte "Moskauer" WM. Anstatt die Spiele in der neuen Moskauer Arena und in St. Petersburg auszutragen, soll nun auch der Zweitaustragungsort Moskau werden. In einem nahegelegenen Vorort wird nun eine moderne, aber relativ kleine Arena, die bei internationalen Eishockey-Spielen gut 7.000 Zuschauer fassen würde, als Spiel-Schauplatz vorgeschlagen.

Der Weltverband IIHF kann diese Regelung per Veto jedoch noch verhindern.


eishockey info

Geschrieben von: morelto 18th June 2006 - 13:22:55

WM 2007 in Moskau und Mytischtschi

Zürich, 15. Juni

Russland bleibt für eine Überraschung gut: Rund zehn Monate vor WM-Beginn gaben die Organisatoren Veränderungen bekannt. Zweitspielort neben dem neuen Moskauer Eispalast werden nicht die Millionenstädte St. Petersburg oder Kasan, sondern der Moskauer Industrievorort Mytischtschi. Dies gab der OK-Präsident Georgi Poltavchenko am Donnerstag in Moskau bekannt.

Grund war unter anderem, dass Finnland in die gleiche Gruppe mit Russland in Moskau kommt und man daher in St. Petersburg Verluste befürchtete. Neben dem neuen, im September 2006 eröffnet werdenden Eispalast für 15 000 Zuschauer in der Stadt Moskau, wo wahrscheinlich auch die Schweiz ihre Spiele bestreiten wird, kommt die in der abgelaufenden Saison eröffnete, 7000 Zuschauer fassende Arena Mytischtschi zum Zuge, sofern der IIHF nicht sein Veto gegen diese Verschiebung einlegt, wurde diesem doch bis vor drei Wochen noch St. Petersburg als Zweitspielort angekündigt. Diese Arena hatte schon im letzten Sommer für Aufregung gesorgt, weil die Besitzer des Traditionsclubs Khimik Voskresensk aufgrund der neuen Halle den Umzug nach Mytischtschi durchsetzten, sich fortan Khimik Moskawskaja Oblast nannten und den fünften Rang herausholten. Khimik Voskresensk besteht durch den Lizenzerwerb eines konkursiten Zweitdivisionärs eine Liga tiefer weiter.

(hockeyfans.ch)

Geschrieben von: Bärliner 18th June 2006 - 21:56:14

Hershey Bears gewinnen Calder Cup

Die Hershey Bears haben die Finalserie um den Calder Cup für sich entschieden und sich damit den Titel in der American Hockey League (AHL) gegen die Milwaukee Admirals mit 4:2 Siegen gesichert.

Im sechsten und letzten Aufeinandertreffer gab es einen ungefährdeten 5:1 Sieg der Bären. Tenute (3.), Kiepis (6.), Laich (13.) und Forbes (22.) und Beech (54.) erzielten die Tore für den Cupgewinner vor 5474 Zuschauern im Bradley Center. Den Ehrentreffer für die Admirale steuerte Haydar im zweiten Drittel bei.

Geschrieben von: Ogi 19th June 2006 - 19:05:10

Von Eigentoren und unerlaubten Weitschüssen - die neuen Regeln

Na? Wenn Sie Schiedsrichter wären, wie würden Sie entscheiden? Gegen die eine Mannschaft wird eine Strafe angezeigt, das andere Team nimmt den Torhüter für einen weiteren Feldspieler vom Eis. Doch, oh Schreck. Ein Fehlpass. Der Puck schlittert ins eigene Tor. Und jetzt? Kein Tor! Eigentore – die es als solche ja ohnehin nicht gibt – sind nicht möglich bei angezeigter Strafe.

Hätten Sie’s gewusst? Nein? Macht nichts! Sie können es gleich wieder vergessen. Vor einigen Jahren als Regel eingeführt, gehört das Ganze nun wieder der Geschichte an. Hätte der Torwart seinen Kasten beim Verlassen des Eises eigentlich gleich mitnehmen können, sind „Eigentore“ nun wieder möglich. Dummheit wird also bestraft, nach den Regeln, die das neue Eishockey-Regelbuch für die Jahre 2006 bis 2010 vorschreibt.

Und es ist eine ganze Menge neu geregelt. Schaun mer mal:

Torhüterausrüstung: Darüber ist schon viel gesprochen worden. Der Stockhandschuh darf nur noch 38,1 statt 41 cm lang und 20,32 statt 21 cm breit sein. Die Breite des Fanghandschuhs wurde von 23 auf 20,32 cm reduziert, das Innenmaß der Fanghand beträgt nur noch 46 statt 48 cm, und der Umfang reduziert sich von 122 auf 114,3 cm. Die Ausrüster wird’s freuen. Aber auch die Beinschienen der Goalies werden schmaler. Nur noch 28 statt 30,5 cm.

Meckern: Keine nette Sache, besonders nicht für die Schiris. Auch der Kapitän darf längst nicht alles. Verlässt er ohne Aufforderung die Spielerbank oder reklamiert er eine Strafe, wird’s ernst. Bislang zwei, jetzt zehn Minuten. „Obszöne Gesten“ sollten sich die Spieler künftig auf jeden Fall sparen. Das ist nun sofort eine Matchstrafe. Und nein, eine Liste der obszönen Gesten gibt es im Regelbuch nicht.

Bullys: Bislang fanden die Bullys entweder in der Mitte oder an einem Punkt auf der gedachten Linie zwischen den Endspielanpunkten (in Längsrichtung) statt. Das bleibt auch weiterhin so. Allerdings werden die „Einwürfe“ – wie sie im Regelbuch heißen – innerhalb der beiden Verteidigungsdrittel nun immer am Endanspielpunkt (das ist der mit dem großen Kreis drum herum) durchgeführt.

Icing: Ging ein Puck bei einem unerlaubten Weitschuss durch den Torraum, wurde kein Icing gepfiffen. Das ist nun nicht mehr so. Auch in diesem Fall geht es künftig mit einem Bully auf der anderen Seite weiter. Verlässt ein Torhüter allerdings bei einem Icing seinen Torraum und bewegt sich in Richtung des Pucks, wird das Icing nun frei gegeben. Bislang mussten nur Feldspieler ein Icing unterbrechen, wenn sie dazu in der Lage waren.

Tor: Ein Tor ist künftig auch dann gültig, wenn sich ein Spieler im Torraum befindet. Allerdings darf er den Torwart in keiner Weise behindern.

Torhüter: Torhüter sind tabu. Das waren sie schon immer. Nun sind sie noch etwas „tabuer“. Jede noch so leichte Berührung des Goalies im Torraum mit Schläger oder Körperteil, sind künftig zwei Minuten. Aber auch außerhalb des Torraums! Es sei denn, der Spieler gibt sich in diesem Fall sichtlich Mühe, den Kontakt zu verhindern. Wird ein Spieler vom Gegner in den Torraum befördert, kommt er auch um eine Strafzeit herum.

Amnestieregelung: Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht. Stehen mehrere Strafen auf der Uhr, war es bislang nicht schwierig. Der Spieler, dessen Strafe am weitesten abgelaufen war, durfte wieder aufs Eis. Die neue Regelung in ihrer ganzen Pracht: „Beendet wird die erste laufende Strafe, es sei denn diese wurde gleichzeitig auch einem Spieler der anderen Mannschaft auferlegt (-> 4:4). In diesem Fall wird die nächste kleine Strafe aufgehoben, die die Unterzahl verursacht hat.“ Ach ja: Ein Tor per Penalty hebt künftig keine laufende Strafe mehr auf.

Penalty: Penalty bleibt Penalty. Bislang hatte die begünstigte Mannschaft das Recht, den Strafschuss abzulehnen und stattdessen Überzahl zu spielen. Das geht jetzt nicht mehr. Apropos Penalty: „Stellt ein Team, das in doppelter Unterzahl spielt, in den letzten zwei Minuten einen Vermessungsantrag, gibt es einen Strafschuss, wenn der Ausrüstungsgegenstand korrekt ist.“ Natürlich gegen die Mannschaft, die vermessen ließ. Bevor es zu Fragen kommt…

Höheres Strafmaß: Generell kann der Schiedsrichter nun auch zu höheren Strafen greifen, wenn er das für angemessen hält. Zum Beispiel auch zu einer Matchstrafe für Haken. Oder: Verlässt ein Spieler die Strafbank, um zu reklamieren, gibt es nun zwei Minuten plus Spieldauerstrafe.

Die kompletten Änderungen durch das neue Regelbuch sind übersichtlich auf der Homepage der deutschen Eishockey-Schiedsrichter unter www.hockeyref.de zu finden. (the)

Geschrieben von: Basler2000 19th June 2006 - 19:21:18

*Kopfschüttel*

Warum einfach wenns es auch kompliziert geht, scheint die neue Devise zu sein! Bis auf die Verkleinerung der Ausrüstung verstehe ich bei den anderen Regeländerung den Sinn nicht wirklich bzw. was sie bringen sollen! wink.gif

Geschrieben von: Basler2000 19th June 2006 - 19:45:44

Und weiter gehts :

Spatlbreite zwischen Bande und Türen wird von 8mm auf 5 mm reduziert (Den Leipziger Eismeister wird freuen)

- getönte und kolorierte Visiere sind unzuläassig

Neu auch :

Zieht der Torhüter seinen Helm oder Gesichtsschutz in Breaksituationen aus, um Unterbrechung zu provozieren--> Strafschuss
Geschiet das während eines Strafschuss --> zugesprochenes Tor

Höhe der Rückennummer : alt 20-25cm neu 25-30cm
Höhe des Namens : alt 8cm neu 10cm

Puck : Aufdruck mit max. 4,5cm Durchmesser oder 35% der Fläche ist erlaubt
Der Puck darf beidseitig bedruckt sein

u.s.w.

wen es wirklich interessiert sollte sich unbedingt das .pdf-Dokument von hockref.de ziehen! wink.gif

Geschrieben von: nerris 19th June 2006 - 20:03:20

Mein lieber Schwan, das wird für einiges an Chaos sorgen, aber unheimlich die Wirtschaft beleben. Neue Banden, neue Trikots, neue Ausrüstung,...... Nur die Eltern tun mir leid, die für ihre Kiddys alles neu kaufen müssen.

Geschrieben von: Ogi 20th June 2006 - 09:50:17

Der „Mann mit den tausend Händen“ regiert jetzt das russische Eishockey

Vladislav Tretjak war in den 70er und 80er Jahren der beste Torhüter der Welt. Mann nannte ihn den „Mann mit den tausend Händen“. Der am 25. April 1952 im Moskauer Außenbezirk Orudyevo geborene Oberstleutnant i.R. ist jetzt der Präsident und Chef des russischen Eishockey Verbandes.

Eishockeytorhüter wurde der kleine Vladislav an Anordnung seines sparsamen Vaters. Papa Tretjak hatte festgestellt, dass die Feldspieler ihre Ausrüstung selbst kaufen müssen, während Torhüter sie vom Verein bekamen. „Du wirst Torhüter“, bestimmte Vater Tretjak und meldete den Junior bei CSKA Moskau an. Vorher war Vladislav ein begabter Stürmer in seiner Straßenmannschaft.

Bei CSKA, dem Klub der Roten Armee durchlief er alle Stationen von den Knaben bis zu ersten Mannschaft. Aufgerückt ist er immer schon vor dem Ablauf seiner Altersstufe. Mit 16 Jahren holte ihn Anatoli Tarasov in das Ligateam und mit 17 Jahren ins Nationalteam, die Sbornaja. Vladislav Tretjak hatte neben seinem Talent auch großen Ehrgeiz und den Willen zur harten Arbeit mitgebracht. In diesen ersten Jahren wurde er schon dreimal Junioren-Welt-meister. Schon bald hatte er Torwart-Legende Konowalenko verdrängt und war die Nummer eins in der Sbornaja. Mit der Sbornaja nahm er an vier Olympischen Spielen teil, wo er dreimal Gold und einmal Silber gewann Er war bei 13 Weltmeisterschaften dabei und zehn Titel holte. Neunmal wurde er Europameister. 287 mal stand er im Tor der Sbornaja. Mit CSKA gewann er zwischen 1968 und 1984 elf Meistertitel und wurde 13 mal Europacupsieger.
Nebenbei absolvierte er mit Erfolg die Diplomaten-Hochschule in Moskau.

Training mit Gipsfuss

Ein Beispiel bestätigt seinen eisernen Willen und seine Einsatzbereitschaft:
Im Februar 1981 reise er mit CSKA zum Punktspiel in die „verbotene Stadt“ Gorki. Beim Aussteigen aus dem Bus trat Tretjak auf den Bordstein und und brach sich den Fuß. Und das acht Wochen vor der Weltmeisterschaft ! Der Arzt meinte lakonisch;“ sechs Wochen Gips, dann wieder Training. In der nächsten Saison bist du wieder dabei ! „ Er hatte nicht mit dem starken Willen des Keepers gerechnet. Vladislav macht schon in der Klinik Konditionsübungen, stemmte Gewichte und tauchte am Tag seiner Entlassung aus der Klinik mit Gipsfuß beim CSKA-Training auf. Er setzt sich auf einen Stuhl und seine Kollegen mussten Tennisbälle gegen eine Wand knallen. Die Abpraller wehrte er ab. Dabei hatte er in jeder Hand noch einen Ziegelstein. Das war Ersatz für sein Reaktionstraining auf dem Eis. Als der Gips weg war, präsentierte sich Tretjak in Topform. Er kam noch in das WM-Team und absolvierte bei der WM in Göteborg acht Spiele und ließ nur 13 Gegentore zu. Seine Sbornaja wurde Welt- und Europameister.

1984 wollte er zu den Montreal Canadiens in die NHL. Sbornaja- und CSKA-Trainer Viktor Tichonov verbot den Wechsel in seine Funktion als militärischer Vorgesetzter. Tretjak erklärte seinen Rücktritt als aktiver Spieler.

Er betätigte sich als Torwart-Nachwuchstrainer und drehte mit seinem Freund Wayne Gretzky in Moskau einen Lehrfilm, der in Nordamerika vermarktet wurde und dem Oberstleutnant im Ruhestand einige Devisen einbrachte. Nach der politischen Wende holte ihn Gretzky nach Übersee. Er verschaffte ihm einen Werbespot für Rasierklingen und half bei der Veröffentlichung des Tretjak-Buches. Dann nahm der Moskauer einen Job als Torwarttrainer bei den Chicago Black Hawks an und eröffnete gleichzeitig seine Nachwuchs-Schule in Moskau. Leiter wurde sein ehemaliger Schülertrainer. Auch als Trainer wurde er wieder aktiv. Für die Olympischen Spiele in Salt Lake City holte man ihn als Co- und Torwarttrainer in den Betreuerstab der Sbornaja. Sein ehemaliger Mitspieler, der russische Sportminister Vyacheslav Fetisov förderte auch die politische Karriere von Tretjak und sorgte dafür das der Mann mit den tausend Händen einen Sitz im russischen Parlament, der Duma erhielt. Und Fetisov war es auch, der darauf drängte, dass Vladislav Tretjak vor einigen Wochen zum Verbandspräsidenten gewählt wurde.

Horst Eckert

hockeyweb

Geschrieben von: Bärliner 20th June 2006 - 22:29:14

Schweizer Play-Offs werden zum "Wunschkonzert"
Clubs können sich ihren Gegner aussuchen


Im Schweizer Eishockey gibt es eine außergewöhnliche Neuerung. Zukünftig dürfen sich die besser Platzierten Teams ihre Gegner in den Play-Offs aussuchen. Gleiches gilt auch für die Play-Outs. Der Erstplatzierte der Vorrunde hat die Wahl zwischen den Clubs von Platz 5 bis 8. Der Zweitplatzierte kann aus den verbleibenden drei Clubs auswählen, der Dritte aus den zwei verbleibenden. Der Qualifikationsvierte spielt gegen das noch übrig gebliebene Team.

Eine weitere Änderung ist, nur noch vier statt derzeit fünf Ausländer in der Nationalliga A spielberechtigt sind.

Unverändert bleibt dagegen, dass es keinen direkten Absteiger geben wird. Der Gewinner der NLB-Play-Offs muss sich weiterhin gegen den Verlierer der NLA Play-Outs durchsetzen.

eishockey info


... die spinnen doch, die Schweizer! doh.gif doh.gif

Geschrieben von: morelto 21st June 2006 - 08:49:56

ZITAT(Ogi @ 19th June 2006 - 19:05:10)
Von Eigentoren und unerlaubten Weitschüssen - die neuen Regeln

Dummheit wird also bestraft, nach den Regeln, die das neue Eishockey-Regelbuch für die Jahre 2006 bis 2010 vorschreibt.

Torhüterausrüstung: Darüber ist schon viel gesprochen worden. Der Stockhandschuh darf nur noch 38,1 statt 41 cm lang und 20,32 statt 21 cm breit sein. Die Breite des Fanghandschuhs wurde von 23 auf 20,32 cm reduziert, das Innenmaß der Fanghand beträgt nur noch 46 statt 48 cm, und der Umfang reduziert sich von 122 auf 114,3 cm. Die Ausrüster wird’s freuen. Aber auch die Beinschienen der Goalies werden schmaler. Nur noch 28 statt 30,5 cm.

Apropos Penalty: „Stellt ein Team, das in doppelter Unterzahl spielt, in den letzten zwei Minuten einen Vermessungsantrag, gibt es einen Strafschuss, wenn der Ausrüstungsgegenstand korrekt ist.“ Natürlich gegen die Mannschaft, die vermessen ließ. Bevor es zu Fragen kommt…

Verlässt ein Spieler die Strafbank, um zu reklamieren, gibt es nun zwei Minuten plus Spieldauerstrafe.

also erstmal gut finde ich das die Eigentore zählen
(Dummheit muss und sollte bestraft werden)

Zur Torhüterausrüstung kann ich nur sagen .. pure Verkaufsstrategie.-
Wer denkt sich eigentlich die neuen MAße aus??

Daran verdienen doch nur die Hersteller. (20,32 statt 21 = lachhaft)

Also wenn ich das richtig verstanden habe gibt es kein Torraumabseits mehr ! ja??

Kann mir bitte einer von den Regelgurus nochmal die Sache mit dem Vermessungsantrag erklären ?(gerne auch per PM)

also ich finde die neuen Regel jetzt schon doof und teuer..
(bis auf den besseren Schutz des Goalies)

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Geschrieben von: smoking joe 21st June 2006 - 09:02:38

Das mit der Vermessung ist meines Wissens bisher so:

Eine Mannschaft kann einen Antrag auf Vermessung der Ausrüstung des Gegners stellen. Sind die Maße korrekt erhält die antragsstellende Mannschaft eine 2-Minuten-Strafe. Da galt für jede Zeit im Spiel.

Nun ist folgendes denkbar: Noch 2 Spielminuten und das antragstellende Team ist in doppelter Unterzahl. Wenn die Vermessung fehlschlägt, gilt die darauf folgende 2-Minuten-Strafe als aufgeschoben. Nach 2 Minuten ist das Spiel aber beendet und die Strafe kann nicht abgesessen werden. Die antragsstellende Mannschaft kann also ohne Risiko mal "auf Verdacht" einen Vermessungsantrag stellen ohne einen Nachteil zu haben.

Nun geht dies nicht mehr.

Hoffe es war verständlich.

Geschrieben von: Ogi 23rd June 2006 - 07:30:48

Enthscheidung über die Zukunft der Revier Löwen Oberhausen naht

Konzept und letztes Angebot eingereicht

Der Beirat für das Eishallenprojekt Frank Tilli und Andreas Prinz haben zusammen mit Lars Gerike und dem Vorstand der Revier Löwen Oberhausen wie angekündigt das wirtschaftliche Konzept für den Umbau und die Übernahme des Betriebs der Eishalle Vonderort noch einmal umfassend überarbeitet und verbunden mit einem letzten Angebot an die Gesellschafter des Revierpark Vonderort weitergeleitet. Deren Geschäftsführer haben es nun in der Hand, den Weg für eine Spielstätte der Löwen in Oberhausen frei zu machen. „Das war eine ganz schön stressige Angelegenheit. Ich habe wenige Minuten vor dem Start des NHL-Finals den Griffel fallen lassen können“, blickt Lars Gerike, nach einem Bildschirmabsturz nachts um eins, auf die eine oder andere spannende Nachtschicht zurück. „Um die Planungen so transparent wie möglich zu gestalten, mussten wir einige Teile des Konzeptes völlig neu überarbeiten. Außerdem mussten in der Geschäftsstelle der Löwen alle Arbeiten koordiniert werden.“ Der Beirat beschäftigte sich derweil mit Kosten und Einnahmen für den Betrieb der Eishalle. „Es war eine Rechnung mit dem ganz spitzen Bleistift und wir müssen jetzt schauen, wie auf unser Angebot reagiert wird“, sagt Frank Tilli. „Knackpunkt wird sicherlich weiterhin der Umgang mit dem Thema Bürgschaft bzw. Wertsteigerung des Objekts durch den Umbau sein.“ Die „Revier Löwen“ haben bei der Abgabe des letzten Angebots deutlich gemacht, dass sie aufgrund des sportlichen Handlungsdrucks an einer schnellen Lösung interessiert sind. Frank Tilli und der 1. Vorsitzende der „Revier Löwen“ Oberhausen e.V. Holger Konermann wissen aber auch, „dass es keine einfache Entscheidung von Seiten der Betreiber ist und wir deshalb auch auf das Wohlwollen von Herrn Frind und seiner Partner angewiesen sind. An dieser Stelle wollen wir uns auch für die Zusammenarbeit bei Herrn Frind bedanken.“ Hier kann man nur hoffen, dass ähnlich wie im Fussball ein Zeichen zur Sportstadt Oberhausen gesetzt wird. „Ich warte auf einen positiven Anruf, denn ich bin ab Freitag eine Woche im Familienurlaub und hoffe, dass es sich lohnt, für die „Revier Löwen“ und Oberhausen noch einmal alle Kraft zu sammeln.“ sagt, der mittlerweile in Oberhausen heimisch gewordene, Lars Gerike abschließend. Sobald die Entscheidung gefallen ist, werden die Fans informiert.
(IHP/Pressemitteilung Revier Löwen Oberhausen)




Auftakt zum Sommertraining bei den Schweinfurt Mighty Dogs

Eine erste Mannschaftssitzung bildete am Montag, 19. Juni, den Auftakt zum Sommertraining der Mighty Dogs. Abteilungsleiter Steffen Reiser und Spielertrainer Sergej Waßmiller, dessen erwartete Vertragsverlängerung für eine Saison gleichzeitig bekanntgegeben wurde, trafen sich mit einem Großteil des potentiellen zukünftigen Kaders, um die Trainingszeiten festzulegen. Dabei waren erstmals auch 3 junge Spieler, die aus der ERV-Jugend zu den Junioren gestoßen sind und während der Vorbereitung ihre Chance bekommen sollen, in den Kader der ersten Mannschaft aufgenommen zu werden. Dabei handelt es sich um Michel Amrhein, Niklas Zimmermann und Eugen Nold. Das Sommertraining soll mit 2 Einheiten wöchentlich starten, um sich ab August zu steigern. Weitere Vertragsverlängerungen bzw. Neuzugänge sollen Ende Juli bekanntgegeben werden, ein erster Fanstammtisch wird dann folgen.
(IHP/Pressemitteilung Schweinfurt Mighty Dogs)

Geschrieben von: Ogi 24th June 2006 - 11:31:30

Revier Löwen vor dem endgültigen Aus

Die Revier Löwen Oberhausen stehen vor dem endgültigen Aus. Die Rückkehr des Vereins nach Oberhausen ist gescheitert, und somit steht keine Spielstätte zur Verfügung. Geplant war der Umzug in die Eishalle im Revierpark Vonderort. Der Geschäftsführer des Revierparks lehnte nach den letzten Gesprächen eine Übernahme durch die Revier Löwen ab. Gescheitert ist der Verein aufgrund einer fehlenden Bankbürgschaft (in Höhe von rund 300.000 Euro) als Absicherung für die Mietzahlungen.
Somit scheint es äusserst unwahrscheinlich, dass der Oberligaabsteiger in der nächsten Saison den Spielbetrieb in der Regionalliga NRW aufnehmen kann.
(IHP)

Geschrieben von: Eisblitz 28th June 2006 - 15:29:04

Jeff Tomlinson: „Für Constantin Braun heißt es noch härter arbeiten!"

Berlin, 28. Juni



Noch Anfang März schob der gebürtige Lampertheimer und ehemalige Jungadler Constantin Braun das Thema NHL im Interview mit Hockeyweb von sich: „Ich warte einfach ab, was passiert und mache mir darum überhaupt keine Gedanken“. Am vergangenen Wochenende aber war die NHL seltsam gegenwärtig – die beste Liga der Welt sicherte sich beim diesjährigen Entry Draft in Vancouver die Rechte an den besten Eishockeytalenten.

Ausgerechnet hatte sich Constantin Braun dafür im Frühjahr wie gesagt noch wenig, da er im Ranking ziemlich weit hinten zu finden war. Andere, wie etwa sein neuer Teamkamerad Elia Ostwald oder auch sein Sturmkollege bei den Eisbären Juniors Marcel Müller, standen weit vor ihm. Dennoch „erwischte“ es den 18-jährigen Wahl-Berliner im sechsten Durchgang an Position 164 als vorletzten von vier Deutschen dann doch noch (Hockeyweb berichtete). Jeff Tomlinson, Brauns Coach bei den Eisbären Juniors, reagierte begeistert auf die Wahl der Kings: „Ich denke, Constantin wurde gedraftet, weil er eine sehr gute Saison hatte. Er arbeitet bei jedem Wechsel hart und im Training ist er bei jeder Übung voll dabei. Viele NHL-Teams sehen in ihm, was wir in ihm sehen: er ist jung, talentiert, aggressiv, stark. NHL-Teams halten Ausschau nach starken, jungen, gut schlittschuhlaufenden Spielern, die besser werden. Wir alle können sehr stolz darauf sein, dass er gedraftet wurde. Er hat hart dafür gearbeitet und verdient die Anerkennung.“ Auch auf internationaler Bühne, beim Viking Cup zum Beispiel, konnten sich die Späher ein Bild von Brauns Fähigkeiten machen, als er sich mit fünf Treffern als sicherster Torschütze des DEB-Teams erwies. Nicht weniger auffällig präsentierte sich der 1,90 Meter messende Stürmer bei der U18-WM im April den Beobachtern, half er doch durch vier Torvorlagen und zwei „Buden“ wesentlich, den Verbleib im A-Pool zu sichern.

Es war sicher kein Zufall, dass ausgerechnet die Los Angeles Kings bei Braun zugriffen, sind sie doch das sportliche Flaggschiff der Anschutz Gruppe, zu der bekanntlich auch die Berliner Eisbären gehören; Scoutingreports gibt es da quasi auf dem kleinen Dienstweg. Coach Tomlinson beschreibt das Ganze so: „Wir stehen im ständigen telefonischen Kontakt mit den Scouts. Sie rufen an, um zu erfahren, ob gewisse Spieler bei diesem oder jenem Spiel eingesetzt werden, wollen wissen wo wir spielen und ob wir ihnen Tickets besorgen können. Sie stellen uns viele Fragen über die Spieler. Ein Team bat einige unserer Spieler sogar, eine Art Fragebogen auszufüllen. In der letzten Saison wurden viele unserer Spiele von Scouts der verschiedensten Teams besucht.“

Sollte eines Tages tatsächlich ein Angebot der Kings ins Haus flattern, ginge jedenfalls ein weiterer Wunsch des talentierten Eisbären-Stürmers in Erfüllung. Im März nämlich antwortete Constantin Braun mit einem frechen Augenzwinkern auf die Frage, welcher NHL-Klub ihm denn am liebsten sei: „Mir eigentlich egal, aber irgendwohin, wo es warm ist“. Los Angeles würde da also bestens passen!

Von einem NHL-Team ausgewählt worden zu sein, das weiß auch Jeff Tomlinson, bedeutet nicht automatisch, den Sprung über den großen Teich schlußendlich auch zu schaffen: „Um gedrafted zu werden, ist eine Menge harter Arbeit nötig. Aber dahin zu kommen auch einen Vertrag unterschreiben zu können, ist noch härter. Und letztlich im Kader eines NHL-Teams zu stehen, ist der schwierigste der drei Schritte. Ich denke, Constantin wird irgendwann einen Vertrag in der NHL unterschreiben, wenn er sich immer weiterentwickelt. Dazu muss er allerdings noch zehn Mal härter arbeiten, als er es bisher schon getan hat. Nicht nur auf dem Eis, auch außerhalb!“

Matthias Eckart

Geschrieben von: Eisblitz 29th June 2006 - 15:33:12

Brooks und Roy in der Hall of Fame

München/Duisburg, 29. Juni


Nach seinem tödlichen Autounfall 2003 im Alter von 66 Jahren ist Trainerlegende Herb Brooks nun in die Hall of Fame der NHL aufgenommen worden. Der Coach führte die USA bei den Olympischen Spielen 1980 sensationell zur Goldmedaille, zudem holte der langjährige NHL-Trainer 2002 in Salt Lake City Silber.Neben Brooks wurden Patrick Roy, der erfolgreichste NHL-Torhüter der Geschichte, sowie die früheren Liga-Grössen Terrance Duff und Harley Hotchkiss in die Hall aufgenommen. Roy gewann mit den Montréal Canadiens und Colorado Avalanche 551 Spiele und viermal den Stanley Cup in der besten Liga der Welt.

Geschrieben von: smoking joe 6th July 2006 - 07:57:25

Initiative von DEB, DEL und ESBG trägt Früchte

Lange haben die Eishockey-Vereine und die Verbände darum kämpfen müssen, nun steht der Erfolg unmittelbar ins Haus. Die berühmt-berüchtigte DIN 18036 steht kurz vor der Neuregelung. Bester Aspekt - für viele Vereine und Stadionbetreiber auch finanzieller - daran: Seitennetze, wie sie es in einigen Stadien bereits gibt, müssen nicht mehr zwingend vorhanden sein.
Denn laut Gutachten von Prof. Dr. Sennder (TU München) reicht es vollkommen, an den Seiten einen Plexiglasaufsatz von 160 bis 200 cm anzubringen. Hier müssten die meisten Stadien also einfach nur das Plexiglas erhöhen und nicht Vorrichtungen für Netze und die Netze ansich anschaffen. Vor allem in der DEL gab es hierüber bezüglich TV-Übertragungen in den letzten Spielzeiten Diskussionen.

Hinter den Toren muss nach wie vor über der vorgeschriebenen Plexiglasumrandung ein Fangnetz vorhanden sein.

Der Wortlaut der neuen DIN 18036 im einzelnen:

„In den Endzonen (hinter den Torlinien) und von der Torlinie 4 m Richtung neutrale Zone muss formstabiles, durchsichtiges Material in Höhe von 160 cm bis 200 cm auf die Bande aufgebaut werden.

Über dem formstabilen, durchsichtigen Material müssen in diesem Bereich zusätzlich Fangnetze angebracht werden. Diese Fangnetze müssen bis zu einer Geraden reichen, die von der gegenüberliegenden Torlinie zu einem 2,30 m über der Vorderkante der obersten Tribünenstufe im Unterrang liegenden Punkt verläuft, mindestens jedoch 5,00 m ab Oberkante des formstabilen, durchsichtigen Materials hoch sein. Das formstabile, durchsichtige Material auf den Längsseiten (ausgenommen im Bereich vor den Spielerbänken) und hinter den bzw. seitlich von den Spielerbänken muss 1,60 m hoch sein.

Der Abstand zwischen den einzelnen Schutzelementen darf höchstens 5 mm betragen. Die Kante der Schutzelemente im Bereich der Spielerbänke sind mit Polstern zu versehen.

Im Spielbetrieb außerhalb des internationalen Eishockeyverbandes (IIHF), der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) und der Eishockeyspielbetriebsgesellschaft mbH (ESBG) dürfen auch andere Sicherheitseinrichtungen in entsprechender Höhe verwendet werden.

Alle Sicherheitseinrichtungen oberhalb der Bande (formstabiles, durchsichtiges Material bzw. Fangnetze) müssen einem mit 160 km/h auftreffenden Puck standhalten. Feste Teile der Sicherheitseinrichtungen müssen so ausgebildet sein, dass sie nicht verletzungsgefährlich sind. Die Sicherheitseinrichtungen sollten bei einer anderweitigen Nutzung der Eisfläche leicht entfernbar sein.“

(IHP)

Geschrieben von: smoking joe 6th July 2006 - 13:14:46

Revier Löwen bemühen sich weiter um Vonderort

Die Verantwortlichen der Revier Löwen bemühen sich weiter um die Rückkehr nach Oberhausen und damit um ihren Fortbestand. Wie bereits kürzlich berichtet, sind die letzten Verhandlungen mit den Betreibern des Revierparks Vonderort aufrgund einer fehlenden Bürgschaft gescheitert. Doch die Verantwortlichen Lars Gerike, Frank Tilli und Andreas Prinz geben nicht auf und versuchen die benötigten Gelder, um die Eishalle Vonderort zu übernehmen, zu beschaffen. Ob das eigene Ziel, noch in dieser Woche endgültige Klarheit über die Zukunft zu haben, realisiert werden kann, ist noch unklar.
Fest steht dagegen der erste definitive Spielerabgang. Verteidiger Alexander Baum wollte die weitere Entwicklung nicht mehr abwarten und hat einen Vertrag beim Rivalen und letztjährigen Ligakonkurrenten Ratinger Ice Aliens unterzeichnet.

(IHP)

So lange, wie das Theater schon dauert kann man Oberhausen wohl leider von der Eishockeylandkarte streichen.

Geschrieben von: Basler2000 30th August 2006 - 00:06:39

Vier gegen Vier Sudden-Death Overtime in der Hauptrunde

"Sudden-Death" Verlängerung - Regelung für die Spiele der 1. Bundesliga DEL, 2. Bundesliga, Oberliga sowie der Deutschen Nachwuchs-Bundesliga DNL für die Saison 2006/07

In Anlehnung an die internationalen Standards wird ein Hauptrundenspiel, sollte es nach Ablauf der regulären Spielzeit unentschieden stehen, um 5 Minuten verlängert und endet, sobald ein Tor erziehlt wird. Das Team, welches das Tor erziehlt ist der Gewinner.
Gespielt wird nach dem "Sudden-Death"-Modus mit vier gegen vier Feldspieler und einem Torhüter. Sollte in der Verlängerung kein Tor gefallen sein, wird anschließend ein Penaltyschießen durchgeführt.
In den Play-Off´s/Play-Downs bleiben die bisher geltenden Verlängerungsregelungen bestehen, jedoch wird auch hier mit vier gegen vier Feldspielern agiert.

Die speziellen Regelungen hierfür sind wie folgt (zusätzliche Strafen werden gemäß der Regelvorschriften angewandt):

Wenn eine Mannschaft in der Verlängerung bestraft wird, spielen die Mannschaften 4 gegen 3. Weitere Strafen beeinflussen die Mannschaftsstärke gegen das schon bestrafte Team auf dem Eis nicht.
Wenn in der Verlängerung ein Team so bestraft wird, dass eine 2 Mann-Überzahl entsteht, bleiben für das bestrafte Team 3 Spieler auf dem Eis, während das nicht bestrafte Team einen zusätzlichen fünften Mann erlaubt bekommt!
Beim ersten Unterbruch nach einer 2 Mann Überzahl-Situation gilt der Vorteil nicht länger (wenn eine oder beide Strafen abgelaufen sind), und die Spielstärke wird wieder auf 4 gegen 3 oder 4 gegen 4 umgestellt.
Falls eine Überzahl-Situation von der regulären Spielzeit in die Verlängerung reicht, werden die oben genannten Kriterien mit Beginn der Verlängerung angewandt. Wenn mit Beginn der Verlängerung die Mannschaften 5 gegen 4 spielen, beginnt die Verlängerung mit 4 gegen 3.
Wenn die reguläre Spielzeit mit einer 5 gegen 3 Überzahl endet, beginnen die Teams die Verlängerung mit 5 zu 3 Spielstärke. Mit dem Ende der Strafzeiten im laufenden Spiel wird die Spielstärke auf 5 zu 4 oder 5 zu 5 aufgestockt. Beim ersten Unterbruch wird die Spielstärke wieder auf 4 zu 3 oder 4 zu 4 angepasst.
Falls die Mannschaften am Ende der regulären Spielzeit 3 zu 3 spielen, beginnt die Verlängerung mit 3 zu 3. Wenn die Spielstärke wieder 5 zu 4 oder 5 zu 5 erreicht, wir sie beim nächsten darauf folgenenden Spielunterbruch auf 4 zu 3 oder 4 zu 4 angepasst.
Falls die Mannschaften am Ende der regulären Spielzeit 4 zu 4 spielen und nicht übereinstimmende Strafzeiten verbüßen, beginnt die Verlängerung mit 4 gegen 4, und die Spieler verlassen ganz normal die Strafbänke, bis 5 zu 4 oder 5 zu 5 gespielt wird. Beim ersten darauf folgenden Unterbruch wird die Spielstärke wiedeer auf 4 zu 3 oder 4 zu 4 angepasst.

(DEB SR-Ausschuss/30.08.2006)

Geschrieben von: Ogi 30th August 2006 - 15:44:37

RT Bad Nauheim vorerst gerettet

Verein vorerst gerettet – Mitglieder leisten Sonderumlage

Am gestrigen Dienstagabend fand im Stadiocafé die mit Spannung erwartete außerordentliche Mitgliederversammlung der Roten Teufel statt. Thema der kurzfristig einberufenen Veranstaltung war die finanzielle Situation des Vereins, so dass exakt 112 der 243 stimmberechtigten Mitglieder erschienen, um den einführenden Worten des Vorsitzenden Gerhard Göbel zu folgen. „Es geht in dieser Versammlung ausschließlich um den Fortbestand des Eishockeys. Sollten wir keine Einigung finden, so werden wir morgen Insolvenz anmelden müssen, da ansonsten der Vorstand persönlich haftbar zu machen ist“, kündigte Göbel für den Ernstfall drastische Maßnahmen an. Ohne große Umschweife folgten präzise Zahlen und Fakten, aus denen die missliche Lage der Roten Teufel hervorging. „Wir haben bis heute nicht alle Unterlagen des Alt-Vorstands erhalten. Was wir jedoch bislang bekommen haben, beinhaltet einige Auffälligkeiten und Unregelmäßigkeiten, die wir gerichtlich verfolgen werden“, so Göbel weiter. „Dies ist jedoch Zukunftsmusik. Hier und heute geht es darum, dass wir sehr kurzfristig Zahlungen an die Stadt und das Finanzamt leisten müssen. Wir reden hierbei von 32.000 EUR, die wir nur durch eine Sonderumlage auf die Mitglieder hereinbekommen können“, erklärte der Herz-Chirurg, der gemeinsam mit seinen Vorstandsmitgliedern am 23.Mai den Vorsitz des Traditionsvereins übernommen hatte. Dieser offenkundig einzige Ausweg aus der aktuellen Situation löste verständlicherweise eine lange Diskussion zwischen den Mitgliedern aus, warum es überhaupt zu dieser Misere kommen konnte. Gerhard Göbel machte deutlich, dass aus der Regionalliga-Saison 2004/05 ein Abschluss von ca. -47.000 EUR zu Buche steht, was den meisten der Anwesenden ob der vielen Zuschauerzahlen und Sponsorengelder, die der Club damals hatte, mehr als überraschend vorkam. „Ohne dieses Minus würden wir heute wohl nicht hier stehen, dies ändert aber nichts an der derzeitigen Lage“, machte der Vorsitzende dem Plenum die Situation nochmal klar.
Um ein wenig mehr Verständnis und Transparenz in Bezug auf die Finanzen herbeizuführen, stellte Vorstandsmitglied Thomas Greb den Mitgliedern einige der bei der Buchprüfung erkannten Auffälligkeiten der Vorgänger vor. Auch dies löste natürlich Diskussionen aus, und es kam bei den Anwesenden die dringende Forderung auf, diese Unregelmäßigkeiten offiziell zu verfolgen. Greb teilte mit, dass man bereits am Donnerstag diesbezüglich einen Termin habe, so dass entsprechende Mittel und Wege eingeleitet werden. Selbstverständlich kam auch die Frage auf, warum man nicht den Alt-Vorstand vorrangig für diese Verbindlichkeiten in die Pflicht nähme. Göbel erklärte, dass man dies schriftlich eingefordert hatte, dieses wurde allerdings vom ehemaligen Vorstand abgelehnt.
Somit wurde mehr als deutlich, dass nur eine Umlage die missliche Lage retten konnte. Der Vorstand erläuterte die Kalkulation, dass aktive Mitglieder pro Familie einmalig 200 EUR sowie passive Mitglieder 50 EUR zu leisten hätten, um den Fortbestand zu sichern. Grundsätzlich war man sich einig, dass jeder seinen Beitrag leisten sollte, es wurde jedoch darüber diskutiert, wie man sogenannte „Härtefälle“ unterstützen kann. Man vereinbarte, dass es einen Hilfs-Fond geben wird, in den finanziell besser gestellte Mitglieder über die Sonderumlage hinaus auf ein Sonderkonto einzahlen können, womit sozial schwächere subventioniert werden. Unter anderem kündigte hierbei sogar ein Nicht-Mitglied, das als Gast vertreten war, an, 1.000 EUR für den Erhalt der Roten Teufel geben zu wollen. Auch andere kündihten an, über den Umlagebetrag einzahlen zu wollen. Mit dieser Konstellation ging man in die Abstimmung, und diese fiel mit einer deutlichen Mehrheit (102 Stimmen = 91 Prozent) pro Sonderumlage aus. Dieser Entscheid ist bindend für alle Mitglieder, so dass in den nächsten zehn Tagen dieser Beitrag abgebucht wird, zuvor werden die nicht anwesenden Mitglieder natürlich ausführlich über die Sitzungsergebnisse informiert. „Natürlich freuen wir uns über diese Entscheidung, die wir den Mitgliedern aber gerne erspart hätten. Wir hoffen, dass wir diesen Sonderbeitrag in der nahen Zukunft auf andere Weise kompensieren können, wenn wir in einer ordentlichen Mitgliederversammlung den neuen Haushaltsplan vorstellen werden“, zeigte sich Göbel ob dieses Votums sichtlich erleichtert.
Im Zuge dieser positiven Nachricht konnte der Vorstand eine weitere Meldung bekanntgeben: seit dem gestrigen Dienstag ist der Vertrag mit dem neuen Hauptsponsor unter Dach und Fach (Meldung siehe weiter unten), so dass es auch in Hinsicht der ersten Mannschaft nun in die Vollen gehen kann.
Alles in allem gingen die Mitglieder nach der gut zweistündigen Sitzung trotz der zusätzlichen finanziellen Belastung mit zufriedenen Gesichtern nach Hause, denn durch diese Maßnahme ist es vorrangig ihren aktiven Kindern – viele Mitglieder haben im Verein spielende Sprösslinge – möglich, auch weiterhin bei den Roten Teufeln auf Torejagd zu gehen. Die anderen Mitglieder des Clubs, die natürlich auch Fans der ersten Mannschaft sind, freuen sich auf eine spannende Saison in der Regionalliga, die nun finanziell gesichert ist, und für die aufgrund dieser positiven Nachricht nun sukzessive die Planungen in die Tat umgesetzt werden können.

Spendenkonto für „Härtefälle“ eingerichtet

Wie angekündigt wurde schnell gehandelt und ein Sonderkonto eingerichtet, auf das Spenden eingezahlt werden können. Diese sollen ausschließlich dafür verwendet werden, dass sogenannte Härtefälle, die aufgrund ihrer finanziellen Situation nicht oder nur zum Teil die den Verein rettende Sonderumlage leisten können, dennoch hierzu in der Lage sein werden. Alle Gönner und Unterstützer der Roten Teufel haben ab sofort die Möglichkeit, einen finanziellen Beitrag hierzu gegen Erhalt einer steuerlich absetzbaren Spendenquittung auf folgendes Konto zu überweisen:
Kontoinhaber: Rote Teufel Eishockey Nachwuchs e.V.
Kontonummer: 46775805
Bankleitzahl: 513 900 00 (Volksbank Mittelhessen)
Jeder Beitrag, und sei er noch so klein, zählt. Somit kann wirklich jeder helfen, dass besonders die aktiven Kinder und Jugendliche im Verein auch weiterhin ihrem Sport nachgehen können, was nach wie vor eins der Hauptziele des Clubs ist. Ganz wichtig bei der Überweisung ist, dass der Betreff "Spende" sowie deutlich der Einzahler mit Name und Adresse zwecks Ausstellung der Spendenquittung enthalten ist. Ein ganz großes Dankeschön geht im voraus an alle Spender, die den Verein finanziell unterstützen, um auch hiermit - nach den Mitgliedern gestern Abend - ein weiteres positives Signal in alle Richtungen auszusenden.

Doug Murray knüpft Kontakt zu ausländischem Sponsor

Doug Murray, ehemaliger Stürmerstar und Publikumsliebling der Fans der Roten Teufel Bad Nauheim hilft dem Eishockeystandort Bad Nauheim. Doug Murray hat in enger Zusammenarbeit mit Vorstandsmitglied Thomas W. Greb die Weichen für die Zukunft der 1.Mannschaft gestellt. "Als ich über den Stand der Dinge ausführlich informiert worden bin, war es für mich selbstverständlich dem Verein zu helfen. Es kann nicht sein, dass ein Traditionsverein mit diesen Fans von der Eishockeylandkarte einfach so verschwindet. Ich habe mein Bestes gegeben und hoffe, dass es hier weitergehen wird. Ich kenne die Personen vom neuen Vorstand und weiß, das diese alles tun werden, damit der Nachwuchsverein weiterlebt und das die 1.Mannschaft von Roger Nicholas und Michael Eckert wieder dahin geführt wird, wo sie hingehört" so das bescheidene Statement von Doug Murray.
Wir sind Doug Murray für seine Hilfe unendlich dankbar und freuen uns, dass es mit dem neuen Hauptsponsor Paramountgold geklappt hat. Der Vorstandsvorsitzende des neuen Hauptsponsors Paramountgold wird aller Voraussicht nach am Freitag, den 08.09.2006 neben Doug Murray das Eröffnungsbully beim Spiel der 1.Mannschaft gegen den ESV Königsbrunn machen. Wir werden beide gebührend empfangen und hoffen, dass dies ein Signal auch für die anderen Sponsoren ist. Gemeinsam werden wir es schaffen." so Gerhard Göbel, 1.Vorsitzender der Roten Teufel Bad Nauheim.
Paramount Gold Mining Corp. ist ein Edelmetall-Explorationsunternehmen. Das Ziel des Managements ist es, Paramount zu einem signifikanten Edelmetallproduzenten zu machen, indem es die San Miguel- und Linda-Projekte in Mexiko und Peru weiterentwickelt, sowie weitere fortgeschrittene Projekte erwirbt und/oder Minen in den produktivsten Edelmetall-Gegenden der Welt akquiriert. Die Aktie des Unternehmens handelt in den USA unter dem Symbol "PGDP" und an der Frankfurter Wertpapierbörse unter dem Symbol "P6G.F". Für weitere Informationen kann die mehrsprachige Firmenwebsite www.paramountgold.com besucht werden.
(IHP/Pressemitteilung Rote Teufel Bad Nauheim/30.08.2006)

Geschrieben von: smoking joe 31st August 2006 - 09:25:46

http://www.funmansion.com/html/Junior-Hockey-Brawl.html

Geschrieben von: MKS 31st August 2006 - 09:30:48

cool. Sind das alles deine?

Geschrieben von: smoking joe 31st August 2006 - 09:31:51

http://www.funmansion.com/html/Junior-Hockey-Brawl.html

Geschrieben von: smoking joe 31st August 2006 - 14:57:04

Oberliga-Stürmer für Schweinfurt

Der Bayernliga-Aufsteiger ERV Schweinfurt lässt mit einer weiteren Neuverpflichtung aufhorchen. Nach Michael Thurner zieht es einen weiteren Stürmer aus der Oberliga zu den Mighty Dogs. Neu verpflichtet wurde Sebastian Buchwieser, der zuletzt für die Stuttgart Wizards aufs Eis ging.
Der 26-Jährige stammt aus dem Nachwuchs des SC Riessersee. Nachdem er in der 2.Bundesliga für Braunlage und Freiburg aktiv war, wechselte im Jahr 2000 nach Augsburg, wo er erstmals DEL-Luft schnupperte. Im Folgejahr ging er für die Moskitos Essen in Deutschlands höchster Liga aufs Eis. Nach einer Saison bei den Regensburger Eisbären in der 2.Bundesliga wechselte er in die Oberliga zu Schweinfurts alten Rivalen, den Haßfurt Sharks. Seit der Saison 04/05 spielte er dann für die Stuttgart Wizards, für die er in der abgelaufenen Spielzeit 12 Tore und 33 Vorlagen in 48 Partien erzielen konnte.

(IHP/31.08.2006)

Wieder ein "Ex-Ex" von uns untergekommen.

Geschrieben von: smoking joe 1st September 2006 - 14:46:02

Torhüterwechsel bei der Herner EG

Die Herner EG bedauert bekannt geben zu müssen, dass der Vertrag mit Torhüter Thomas Juister im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst werden musste. Die von Juister und dem Verein erbetene Einbürgerung des Kanadiers lässt sich bis Saisonbeginn leider nicht realisieren.
Grund ist die neue Regelung: Danach dürfen nun nur noch zwei kanadische Kontingentspieler in der Meisterrunde sowie in der Aufstiegsrunde spielen. Mit Shannon McNevan und Bob Cavanagh sind diese beiden Kontingentstellen bereits vergeben.
Doch für die vielen HEG-Anhänger kein Grund zur Trauer, denn für Ersatz wurde schnell gesorgt: Als neuen Torhüter gibt die Herner EG nun die Verpflichtung von Ulrik Kuhnekath (EC Timmendorfer Strand) bekannt. Der 33 Jahre junge Goalie hatte schon zuvor in Ratingen und Grefrath das Tor gehütet.

(IHP/Pressemitteilung Herne Blizzards/01.09.2006)

nur zwei Kontigentspieler in der RL NRW bzw. der Aufstiegsrunde mit Hessen und BW - ob das der Grund für den Wechsel von O´Grady von Bad Nauheim zu den Bullen war ...
wink.gif

Geschrieben von: smoking joe 1st September 2006 - 15:16:17

Der EHC Dortmund hat kurz vor Beginn der Saisonvorbereitung zwei weitere neue Spieler verpflichtet. Mit Maris Kruminsch kommt ein talentierter Stürmer zu den Elchen. Der 19-jährige gebürtige Lette (mit deutschem Paß) spielte in der DNL für Köln und Krefeld. In der vergangenen Saison sammelte er erste Erfahrungen in der 2.Bundesliga bei den Moskitos Essen. Mit Carsten Plate kommt ein erfahrener Verteidiger zum EHC. Der 34-Jährige ging in der letzten Saison für die Saale-Bulls Halle in der Regionalliga Nord-Ost aufs Eis. Zuvor war er mehrere Jahre in der Oberliga für Weiden, Hannover und Bayreuth aktiv.

(ihp)

Geschrieben von: smoking joe 1st September 2006 - 15:30:22

Die Trier Huskys können mit Markus Joosten einen neuen Verteidiger präsentieren. Der 21-Jährige stammt aus dem Kölner Nachwuchs und ging zuletzt für die Saale-Bulls Halle in der Regionalliga Nord-Ost aufs Eis.

(ihp)

Geschrieben von: smoking joe 4th September 2006 - 12:53:55

Eisbären Heilbronn verpflichten Kraiss - Dorochin als Gastspieler

Der Kader des EHC Heilbronn (Baden-Württemberg-Liga) erhält nochmals Zuwachs. Neu verpflichtet wurde Stürmer John Kraiss. Das 18-jährige Talent spielte letzte Saison bei den Heilbronner Falken in der Oberliga. Zur neuen Saison wollte er eigentlich in eine Nachwuchsliga in Übersee wechseln, brach dort aber seinen Aufenthalt nach nur kurzer Zeit wieder ab. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland bekam er bei seinem heimatverein allerdings keinen neuen Vertrag mehr. Zuletzt hat er er ein Probetraining in Augsburg bestritten. Auch bei den Blue Lions Leipzig war er im Gespräch, hat sich nun allerdings dazu entschlossen seine Pläne von der "Profi-Karriere" sprichwörtlich auf Eis zu legen und heuerte deshalb bei den Eisbären an.
Zudem geht derzeit Igor Dorochin als Gastspieler mit dem EHC aufs Eis. Das 44-jährige Stürmer-Idol trainiert schon seit einigen Wochen mit dem Team und wird auch in den Vorbereitungsspielen auflaufen.

(IHP/04.09.2006)

Geschrieben von: Ogi 4th September 2006 - 15:24:18

Regionalliga Hessen: Neuwied ist dabei!

Herzlich Willkommen, VFE Neuwied! Die Rheinländer ergänzen in der Saison 2006/2007 die Regionalliga Hessen. Sieben Clubs spielen damit ab dem 13. Oktober um zwei freie Plätze in der gemeinsamen Endrunde der Landesverbände Hessen/Nordrhein-Westfalen/Baden-Württemberg. Im Rahmen der Ligen-Tagung in Wallernhausen am Samstag bestätigte Bernhard Sturm als Eishockey-Obmann außerdem eine Reduzierung der Kontingentstellen von bislang fünf auf nur noch zwei.

EHN

Geschrieben von: Basler2000 4th September 2006 - 15:58:18

ZITAT(Ogi @ 4.09.2006 - 16:24:18) *
Regionalliga Hessen: Neuwied ist dabei!

Herzlich Willkommen, VFE Neuwied! Die Rheinländer ergänzen in der Saison 2006/2007 die Regionalliga Hessen. Sieben Clubs spielen damit ab dem 13. Oktober um zwei freie Plätze in der gemeinsamen Endrunde der Landesverbände Hessen/Nordrhein-Westfalen/Baden-Württemberg. Im Rahmen der Ligen-Tagung in Wallernhausen am Samstag bestätigte Bernhard Sturm als Eishockey-Obmann außerdem eine Reduzierung der Kontingentstellen von bislang fünf auf nur noch zwei.

EHN


Spannend, auf den einschlägigen Neuwieder Eishockeyseiten steht zwar auch das gespielt werden soll und einen Spielplan gibt es auch schon, doch die Frage nach dem wo und der ungeklärten Eishallenfrage wird nirgends beantwortet, erinnert mich irgendwie an das endgültige Aus der Saaleteufel! Na mal sehen was passiert!

Geschrieben von: smoking joe 5th September 2006 - 17:32:04

Deutschland Cup 2006 präsentiert die „Hanson Brothers“

Noch rund zwei Monate, dann öffnen sich die Tore der TUI Arena für einen Leckerbissen der ganz besonderen Art. Der Eishockey Deutschland Cup von Donnerstag, den 09. November bis Sonntag, den 12. November 2006 verspricht Eishockey-Sport der Extra-Klasse und verbindet dabei die Tradition einer Veranstaltung, die nunmehr bereits zum 16. Mal ausgetragen wird mit der Moderne der TUI Arena Hannover und einem modifizierten Spielplan.

Doch nicht nur über erstklassigen Sport bei den Duellen der sechs Nationalteams aus den USA, Deutschland, der Schweiz, Slowakei, Lettland und Japan dürfen sich die Zuschauer und Fans aus den sechs Ländern und der ganzen Welt freuen, auch das Rahmenprogramm hat es in diesem Jahr in sich. Denn neben einem Fandorf nach Vorbild der Berliner Fanmeile und diversen anderen Aktionen ist es den Turnierorganisatoren auch gelungen, die „Hanson Brothers“ für den Turnier-Samstag zu verpflichten.

Bereits im letzten Jahr machten die aus dem Spielfilm "Schlappschuß" (Slap Shot) bekannten Hanson Brothers in Deutschland auf sich aufmerksam, als sie durch sechs deutsche Städte tourten. Das Trio, das sich stets mit den markanten Horn-Brillen und langen Haaren präsentiert und so gar nicht in das Klischee von muskelbepackten Eishockey-Cracks passen will, tritt damit im Rahmen des Deutschland-Cups erstmals auch in Hannover auf, um dort am Samstag Abend ab 20 Uhr, gespickt mit ehemaligen NHL-Stars, gegen eine Traditionsmannschaft des DEB anzutreten. „Ein absolutes Highlight und Muss für jeden Eishockey-Begeisterten“, freut sich Turnierdirektor Marco Stichnoth über die Verpflichtung der drei Amerikaner, die im letzten Jahr bereits im Rahmen einer Autogrammstunde in Hannover rund 200 Fans begeisterten. „Die Fans verlangten nach der Tour 2005 geradezu nach einer Fortsetzung und diesem Wunsch wollen wir gerne Rechnung tragen“, erläutert Stichnoth die Beweggründe der Verpflichtung. Er ergänzt: „Mit dem Deutschland Cup haben wir genau den richtigen Rahmen, um der Klasse dieser Jungs gerecht zu werden.“

(hockeyweb)

Geschrieben von: Ogi 7th September 2006 - 20:15:58

Warten bis zum Monatsende

Gemeldet ist der VFE Neuwied für die Regionalliga Hessen. Noch ist aber nicht endgültig sicher, dass der „Verein zur Förderung der Eishockeyjugend Neuwied“ auch tatsächlich antritt. „Bis zum Ende des Monats wollen wir Klarheit haben“, sagt Rainer Litz, der Vorsitzende des Vereins, der ursprünglich ein Förderverein für den Eishockeynachwuchs war. Und das soll auch künftig wieder so sein. „Im Laufe der Saison soll ein neuer Eishockeyverein gegründet werden“, berichtet Litz. Der VFE will nur in der Übergangsphase den Spielbetrieb garantieren, so dass die Satzung auch zunächst nur für einen Jahr geändert und um die Durchführung des Spielbetriebs erweitert worden ist. Noch versuchen die Verantwortlichen des VFE den Saisonetat zusammen zu bekommen. „Wir benötigen einen fünfstelligen Betrag“, sagt Litz. Auch die Zukunft ist noch offen. „Wir suchen noch Leute, die sich in dem neuen Eishockeyverein engagieren wollen“, erklärt Litz. Das Saisonziel – wenn der VFE Neuwied in der Regionalliga an den Start geht – ist einfach. „Wir wollen nur den Übergang sicherstellen“, so der Vorsitzende. Daher werden hauptsächlich eigene Juniorenspieler an den Start gehen. Der Eintritt zu den Spielen des Vereins in der Regionalliga Hessen wird kostenlos sein. Zunächst muss aber abgewartet werden, ob der VFE bis Monatsende das Budget für den Spielbetrieb aufbringt. Wenn ein Nachfolgeverein für den bisherigen Oberligisten SC Mittelrhein-Neuwied gegründet wird, wird sich der VFE wieder auf seine Funktion als Förderverein beschränken. (the)

hockeyweb

Geschrieben von: smoking joe 8th September 2006 - 14:01:31

Flupo und die Saaleteufel sind wieder da

Eishockeyfankreis Halle lädt zum Tippspiel ein

Pünktlich zum Saisonstart haben wir vom Eishockeyfankreis Halle auf unserer Webseite (www.eishockeyfankreis-halle.de) ein Tippspiel eingerichtet. Neben vier Männer-Ligen kann hier auch die 1.Bundesliga der Damen getippt werden.
Dazu gibts aktuelle Infos rund ums Eishockey.
Da wir uns auch die Unterstützung der OSC Eisladies auf die Fahnen geschrieben haben, gibt es jetzt in unserer Zuständigkeit eine Fanpage. Auf www.eisladies.de werden wir die Mädels durch die Saison begleiten.

(IHP/Pressemitteilung Eishockeyfankreis Halle/08.09.2006)

Geschrieben von: Ogi 9th September 2006 - 14:16:29

Modus der Baden-Württemberg-Liga festgelegt

Am Freitag Abend haben die Vereinsvertreter der Baden-Württemberg-Liga auf einer Termintagung in Schwenningen den Modus für die neue Saison festgelegt. Die Runde wird bis Jahresende komplett gespielt sein, da im Januar bereits die gemeinsame Aufstiegsrunde zur Oberliga mit den qualifizierten Mannschaften der Regionalliga West und Regionalliga Hessen beginnt.
Die neue Baden-Württemberg-Liga wird in zwei 5er-Gruppen aufgeteilt. Die Mannschaften, die ihr Startrecht in der Aufstiegsrunde wahrnehmen, spielen eine Doppelrunde. Die Teams auf den Plätzen eins und zwei sind für die Aufstiegsrunde qualifiziert. In dieser Gruppe spielen die Eisbären Heilbronn, die Hügelsheim Hornets, der Mannheimer ERC, die Schwenninger Fire Wings und der Stuttgarter EC.
Die anderen fünf Mannschaften spielen eine Einfachrunde. In dieser Gruppe sind die Balingen Blue Marlins, die Eisbären Eppelheim, die Wölfe Freiburg 1b, der EV Ravensburg 1b und die Zweibrücken Hornets vertreten. Im Januar spielen diese dann mit den restlichen drei Teams der ersten Gruppe nochmal zusammen eine Einfachrunde.
Nicht mehr in der Liga vertreten sind die Kornwestheim Kodiaks und die ESG Esslingen. Den Platz der Amateur-Mannschaft der Bietigheim Steelers nimmt deren Kooperationspartner Stuttgarter EC ein.
(IHP/09.09.2006)

Geschrieben von: Ogi 10th September 2006 - 09:52:20

Aus der Hochburg wird ein Zulieferer

Weil es kein Jugend- oder Juniorenteam mehr gibt, hat eine komplette Mannschaft den Fuchsbau verlassen, ist verstreut über ganz Deutschland.

Die Augen der Nachwuchs-Scouts in Mannheim, Iserlohn, bei den Eisbären Berlins und anderswo dürften im Sommer geleuchtet haben: Allesamt konnten ihre Jugend-, Junioren, oder DNL-Mannschaften verstärken – mit Talenten aus Weißwasser.

Mindestens 19 Spieler haben die einstige Nachwuchshochburg nach SZ-Informationen nach oder im Verlauf der vergangenen Saison verlassen (siehe Infokasten). Gäbe es nicht schulische Zwänge (zum Beispiel relativ kurz vor dem Abitur), wären es wohl noch mehr.

Einer von ihnen ist der 16-jährige Verteidiger Karl Neubert, der jetzt gemeinsam mit Christian Gose, Clemens Kohlstrunk und Kevin Thau in Iserlohn auf Puckjagd geht. Er sagt: „Wir hatten in Weißwasser einfach keine Perspektive mehr. Alle in unserem Alter, die das Ziel haben, vielleicht einmal Eishockey-Profi zu werden, waren gezwungen, zu gehen, weil es für uns in Weißwasser keine Mannschaft mehr gibt.“
Gutes Angebot aus Iserlohn

Karl, der seit zehn Jahren in Weißwasser Eishockey gespielt hat, wurde genau wie seine drei anderen Teamkameraden vom damaligen Sachsenauswahl- und jetzigen Iserlohner Nachwuchstrainer Klaus Schröder angesprochen, ob er sich vorstellen könne, nach Iserlohn zu wechseln, dort im Internat zu wohnen und die Schule zu besuchen.

Leicht gefallen ist den Jungs der Schritt nicht, „aber die vom Verein angebotene Alternative, im Regionalligateam mitzuspielen, kommt für uns doch nicht wirklich in Frage. Das Verletzungsrisiko wäre für uns Nachwuchsspieler viel zu groß und ich glaube, wir würden, wenn überhaupt, nur wenig Eiszeit erhalten“, erklärt der Verteidiger, der im August 16 Jahre alt geworden ist. Die jetzt gebotene Alternative, in der Junioren-Bundesliga zu spielen (mit dem Ziel, in die DEL aufzusteigen) und von einem in ganz Eishockeydeutschland für seine gute Arbeit im Nachwuchsbereich bekannten Trainer eine Top-Ausbildung zu erhalten, konnte und wollte er nicht ausschlagen.

Lösung für Jüngere fehlt

Dirk Rohrbach, Präsident des Vereins, ist selbst nicht zufrieden mit der Situation, zumal er noch im SZ-Interview am Ende der vergangenen Saison (14. März) gesagt hatte: „Meine Aufgabe in den nächsten vier Monaten wird es sein, auch für die Jüngeren eine Lösung anzubieten. Ein übergroßes Verletzungsrisiko werden wir mit ihnen nicht eingehen.“ Heute muss Rohrbach eingestehen, dass es nicht gelungen ist, eine solche Lösung aufzuzeigen.

„Aus Niveaugründen haben sich nach dem absehbaren DEL-Abstieg einige Vorzeige-Nachwuchsspieler wie Toni Ritter oder Steve Hanusch schon frühzeitig entschieden, zu einem Spitzenclub zu wechseln, weil das für ihren Reifeprozess besser ist“, erklärt der Ex-Profi. Über eine Junioren-Bundesliga-Mannschaft hätte man zu diesem Zeitpunkt noch nachdenken können.

Regionalliga-Team vorgezogen

Die Verantworlichen in Weißwasser zogen damals aber eine Männer-Spielgemeinschaft mit den Nieskyer Tornados vor, die zumindest für die älteren, talentierten Spieler tatsächlich ein leistungsfördernder Übergang zum Männerbereich sein könnte. Ohne diese Spieler aber ist eine Mannschaft in der Junioren-Bundesliga nicht machbar.

Blieb die Variante, es mit einer Jugend-Bundesliga-Mannschaft zu versuchen. Aus den Jahrgängen 1990 und 1991 standen aber nur neun Spieler zur Verfügung. Einzige Chance wäre eine Spielgemein- schaft gewesen. Dirk Rohrbach dazu: „Wir waren deshalb in Berlin, haben dort mit Spielern geredet, die den Sprung in den Kader der DNL-Mannschaft nicht geschafft haben. Die bewerben sich aber lieber bei einer anderen DNL-Mannschaft, als nach Weißwasser zu kommen.“ Ergebnis aus Weißwasseraner Sicht ist, dass alle neun Spieler dieser beiden Jahrgänge Weißwasser inzwischen verlassen haben.

Genau das aber wirft die nächste Frage auf: Wie will man diese Lücke wieder schließen? Nach der gerade beginnenden Saison kommt wieder eine halbe Mannschaft aus dem Schülerbereich, und steht allein da, weil es em Jahrgang darüber keine Spieler mehr in Weißwasser gibt. Zu befürchten ist, dass zumindest die Besten, die Eishockey als Leistungssport betreiben wollen, wieder den Fuchsbau verlassen (müssen). Und das könnte Jahr für Jahr so weiter gehen! Weißwasser würde als einstige Nachwuchshochburg auf diese Art also Zulieferer für die heutigen Leistungszentren werden.

Wie aber raus aus dem Teufelskreis? Dirk Rohrbach sagt: „Wir werden in der Saison 2007/08 versuchen, eine Junioren-Bundesliga-Mannschaft zu melden, um den Spielern wieder einen Übergang zu den Männern zu verschaffen.“ Ob das allerdings realistisch und für die gerade dem Schülerbereich entwachsenen Spieler eine wirklich annehmbare Lösung ist, darf zumindest bezweifelt werden. Kenner der Szenerie sagen, auch damit wären die 15-Jährigen körperlich überfordert und bis auf wenige Ausnahmen wäre dies ihrer Entwicklung nicht förderlich. Schließlich würden sie auf bis zu 20 Jahre alte Spieler treffen.

Einziger gangbarer Ausweg scheint die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen zu sein. Das macht man in den Altersklassen von den Schülern abwärts schon in wirklich lobenswerter Weise mit Niesky, bietet diesen Jungs ein gutes Training und eine annehmbare Wettkampfmöglichkeit mit 16 bis 22 Punktspielen in der ostdeutschen Meisterschaft. Will man aber höherklassiges Eishockey ab der Jugend spielen, reicht das nicht.

Die Lösung liegt in Sachsen

Chancen zur Zusammenarbeit mit weiteren Vereinen gibt es bestimmt und man sollte dabei nicht nur nach Berlin schauen. Auch in Dresden und Jonsdorf gibt es Nachwuchseishockey und die Namen derer, die dort etwas aufbauen wollen, sollten in Weißwasser einen klangvollen Namen haben: Ex-Bundesligatrainer Horymir Sekera macht ab dieser Saison die Jonsdorfer Jungfalken flügge und Andreas Heinrich, ehemals erfolgreicher Nachwuchscoach in Weißwasser, ist jetzt in Dresden tätig. Die im Nachwuchs ehemals Großen aus Weißwasser müssen nur über ihren Schatten springen und das Gespräch suchen, sonst haben die Scouts aus Mannheim, Berlin oder Iserlohn Jahr für Jahr glänzende Augen nach einem Besuch im Weißwasseraner Fuchsbau.

Hintergrund

Nachwuchsspieler, die den ES Weißwasser im Verlauf oder nach der vergangenen Saison verlassen haben.

Toni Ritter, Steve Hanusch (15, beide nach Mannheim), Christian Gose (16), Clemens Kohlstrunk (16), Karl Neubert (16), Kevin Thau (15, alle nach Iserlohn), Elias Ostwald (18), Jens Heyer (17), Richard Gelke (alle Eisbären, Berlin), Kevin Ludewig (15), Manuel Buder (15, beide Bad Nauheim), Benjamin Zech (17, Krefeld), Andy Hirsch (Crimmitschau), , Robert Möhle (Nürnberg), Erik Reukauf (18, Leipzig), Martin Güttler (17, Bad Muskau), Jan Noack (17), Philip Bauer (17), Sven Hasse, Elias Grabein (17), Attila Pahl (alle unbekannt)

Der ES Weißwasser startet in der neuen Saison mit den Schülern, Kleinschülern und Knaben in der ostdeutschen Meisterschaft als Spielgemeinschaft mit Niesky.

Interview mit Klaus Schröder:

Den Anschluss verpasst

Als langjähriger Trainer der Sachsenauswahl müssten sie die Lage in Weißwasser gut einschätzen können. Was sagen sie zur jetzigen Situation?

Erst einmal, ich kenne mich wirklich sehr gut in Weißwasser aus, war recht oft dort. Ich glaube, dass man es verpasst hat, sich rechtzeitig auf die veränderten Bedingungen nach der Wende einzustellen und gegenzusteuern, auch, wenn viele aus der Stadt wegziehen.

Was hätte man konkret tun können?

Wir haben in meiner Zeit in Crimmitschau gezeigt, was machbar ist, haben ein Nachwuchs-Trainingszentrum aufgebaut und ziehen damit Kinder aus der weiteren Umgebung, aber auch aus anderen Bundesländern an. Das hilft, in geburtenschwachen Jahrgängen Lücken auszugleichen und Mannschaften auf hohem Niveau zu formen.

Dafür muss man doch aber erst Fördermittel bekommen?

Nein, in Crimmitschau helfen da, eine Schule mit Internat und die Stadt. Auch die Eltern müssen einen Beitrag leisten.

Jetzt holen sie vier Talente nach Iserlohn. Haben Sie ein schlechtes Gewissen?

Nein, weil sich die vier Jungs letztlich entscheiden mussten zwischen Weggehen aus Weißwasser oder Aufhören mit leistungsorientiertem Eishockey. Das sind vier leistungsstarke Nachwuchsspieler, die bisher auf hohem Niveau trainiert und in Iserlohn eine sportliche Perspektive haben.

Die in Weißwasser angebotene Alternative heißt mitspielen im Regionalligateam. Was sagen Sie als Nachwuchstrainer dazu?

Nachwuchs- und Männereishockey sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe. 15- oder 16-Jährige bei den Männern mitspielen zu lassen, ist aus medizinischer und pädagogischer Sicht nicht vertretbar.

In Weißwasser besteht jetzt nach dem Schülerbereich ein Loch. Der nahtlose Übergang zu den Männern ist nicht mehr gewährleistet. Hat Weißwasser eine Chance, dieses Loch wieder zu schließen?

Ja. Zum Beispiel über Spielgemeinschaften. Man muss diese Mannschaften wieder aufbauen, auch in den unteren Ligen und später wieder leistungsorientiert denken. Das wird aber schwer, die besten Talente werden an die Zentren gehen. Weißwasser wird wohl eine lange Durststrecke gehen müssen.

http://www.eissport-weisswasser.de/?section=12&show=news&newsid=1423

Geschrieben von: Ogi 12th September 2006 - 12:28:21

Haie mit eigenem Programm

Die Kölner Haie bekommen eine eigene Fernsehsendung. Am morgigen Mittwoch um 19.00 Uhr ist es soweit: Das Kölner Haie NetCologne FanTV geht auf Sendung. Zu erleben ist das neue Haie-Format auf center.tv, dem Lokalsender aus Köln, der alleine über das Kabelnetz 750.000 Haushalte erreicht und über das Internet weltweit zu empfangen ist. Der Sendetermin wird auch zukünftig Mittwoch um 19.00 Uhr sein. In der Premierensendung blickt center.tv u.a. in Spielberichten auf den erfolgreichen Start des KEC in die neue Saison zurück. Zudem stehen ein ausführliches Portrait von Cheftrainer Doug Mason und ein Interview mit Stürmer Tino Boos auf dem Programm. Außerdem stellt NetCologne FanTV am Mittwoch die einzige Eishockeyspielerin beim KEC vor. Moderiert wird die neue Haie-Sendung von Konstantin Klostermann. Haie-Geschäftsführer Thomas Eichin in der heutigen Pressemitteilung des Vereins: „NetCologne FanTV bringt uns voran. Das Format ist ein riesiger Zugewinn für die Haie-Fans in der Region und die Partner des KEC. Natürlich ist es auch für uns selbst eine wichtige Plattform, da ausführlich und umfassend über die Haie berichtet wird. Die Sendung ist ein weiterer wichtiger Baustein unserer Zusammenarbeit mit NetCologne und center.tv.“

hockeyweb

Geschrieben von: Ogi 12th September 2006 - 19:23:00

FASZINATION STANLEY-CUP Teil 18

Die Ehre Kanadas
In den 30er Jahren musste Kanadas Eishockey einen Einbruch erleben. Von den großen Hochburgen des Landes blieben am Ende noch zwei am Puck. Montreal mit seinen Canadiens und die Toronto Maple Leafs. Quebec war schon lange weg, die Ottawa Senators gaben 1934 auf und 1938 verließen aus Geldnot die Montreal Maroons die NHL.

Jetzt kämpften die Canadiens und die Maple Leafs um die Ehre des Eishockey-Mutterlandes gegen die fast übermächtigen US-Teams. Die besten Spieler wurden weggeholt.

Als 1930 die Ottawa Senators in Geldnot waren, boten sie ihren Starverteidiger King Clancy an. Toronto-Generalmanager Conn Smythe wollte ihn, hatte aber auch kein Geld. Also ging er zur Pferderennbahn und wettete auf einen Außenseiter 100:1. Er hatte Glück, der Gaul gewann und Smythe hatte 35 000.- Dollar gewonnen.
Damit kaufte er King Clancy in Boston. E war der große Blueliner-König neben Bostons Eddie Shore. Am 12. Dezember 1933 trafen die beiden Abwehrkönige im Boston Garden zum direkten Duell aufeinander. Alle warteten auf ersten Körperkontakt der beiden.Und der kam in Form eines korrekten Checks von King Clancy.
Eddie Shore bekam einen Wutanfall und checkte den nächsten Toronto-Spieler dermaßen brutal, dass dieser im hohen Bogen durch die Luft Flog und mit dem Kopf auf das Eis prallte. Es war Ace Bailey. Torontos Rauhbein Red Horner sah das und verlor total die Nerven. Er haute Eddie Shore den Stock über den Kopf dass das Blut spritzte. Eddie und Ace Bailey wurden vom Eis getragen. Eddie erholte sich schnell, aber Ace Bailey kämpfte in der Klinik um sein Leben. Nach zwei Gehirnoperationen gaben die Ärzte auf. Sie ließen verlauten, dass der Patient innerhalb von einigen Stunden stirbt!

Das kleine Wunder
Und dann geschah ein kleines Wunder. Eine Krankenschwester, ein großer Eishockeyfan, glaubte nicht an das Urteil der Ärzte, wonach Ace Bailey nur noch einige Stunden leben sollte. Sie wachte an seinem Bett. Plötzlich brüllte sie ihn an: „Du musst aufwachen, dein Team braucht dich, sie spielen in Unterzahl!“
Langsam schlug Ace die Augen auf und erwachte aus seinem Koma. Die sofort herbeigeeilten Ärzte meinten, dass er nun vielleicht überleben wird. Und Ace Bailey überlebte. Die Karriere auf dem Eis musste er allerdings beenden.
Man organisierte ein Benefizspiel für ihn. Das All Star-Match im Maple Leaf Garden konnte Ace schon miterleben. Man führte ihn auf das Eis und er bedankte sich bei allen Spielern. Eddie Shore spielte auch mit. Als Ace zu ihm ging, war atemlose Stille im Garden. Man hätte die berühmte Stecknadel fallen hören. Täter und Opfer standen sich gegenüber. Ace umarmte dann Eddie Shore. Er hatte ihm in aller Öffentlichkeit vergeben. Das Match brachte rund 20 000 Dollar für die Bailey-Rente.

Toronto das Team des Jahrzehnts
Die Toronto Maple Leafs waren zweifellos das Team des Jahrzehnts. Coach Dick Irvin und Manager Conn Smythe waren die Macher des großen Kampfes gegen die US-Übermacht. Mit Lorne Chabot, George Hainsworth und später dem überragenden Turk Broda hatten sie großartige Goalies. King Clancy und Hap Day waren die Abwehrchefs. Und vorne waren Charlie Conacher, Joe Primeau und „Busher Jackson die Torgaranten 1938 kamen noch Gord Drillon und Syl Apps dazu. Siebenmal im Finale um den Stanleycup, das unterstreicht die Klasse, die dieses Team hatte – auch wenn es nur einen Cupsieg (1932) gab. In den 40er Jahren beherrschten sie die NHL und die Kämpfe um den Stanleycup noch eindrucksvoller. Der Maple Leaf-Garden wurde zum Mekka der Fans.

Clarence „Hap“ Day


Clarence Day (Foto) wurde am 6. Januar 1901 in Owen Sound (Ontario) geboren. „Happy“ oder kurz „Hap“, wie ihn seine Freunde nennen, begann das Spiel mit dem Puck bei den Hamilton Tigers in der Ontario Liga (OHL).
1924 wurde der Verteidiger Profi bei den TorontoMaple Leafs. Dort erkämpfte er sich einen Stammplatz und wurde später sogar Kapitän des NHL-Teams.

1932 gewann er mit Toronto den Stanleycup. 1933, 1935 und 1936 erreichte er mit den Maple Leafs jeweils das Cup-Finale.Er wurde im All Star-Match 1934 und 1937 eingesetzt. 1937wechselte er zum Ausklang zu den New York Americans, für die er noch ein Jahr aktiv war und dann seine erfolgreiche
Karriere beendete.

Hap Day absolvierte 634 NHL-Spiele in denen er auf 90 Tore, 123 Assists und 213 Skorerpunkte kam. 657 Minuten verbrachte er auf der Strafbank.1940 begann seine Karriere als NHL-Coach bei Toronto.
Mit den Maple Leafs gewann er 1942, 1945, 1947, 1948 und 1949 fünfmal den Stanleycup 1957/58 fungierte er noch ein Jahr als General-Manager der Maple Leafs. Jetzt hatte er alle Positionen von Spieler über den Kapitän, Coach und Manager bei den Maple Leafs hinter sich. Am 12. Februar 1990 verstarb Hap Day im Alter von 89 Jahren in seiner Heimat Toronto.

hockeyweb

Geschrieben von: Bärliner 13th September 2006 - 18:31:09

ZITAT(Ogi @ 12.09.2006 - 20:23:00) *
FASZINATION STANLEY-CUP Teil 18

Ogi, wieso steigste mit Teil 18 ein - wo sind eigentlich die Teile 1-17? Kannste die nicht auch noch alle kopieren und hier einstellen? wink.gif

Geschrieben von: Bärliner 15th September 2006 - 10:14:00

Der Computer wechselt aus

Die Fitness deutscher Eishockeyspieler wird künftig schon während eines Spieles ausgewertet


Eine Eishockey-Ausrüstung ist ohnehin sehr umfangreich. Insofern hätten einige seiner Kollegen schon ein wenig mürrisch dreingeschaut, neulich beim Länderspiel in Mannheim, erzählt Christoph Gawlik. In der Kabine bekamen die deutschen Profis vor der Partie gegen die Slowakei nämlich einen Brustgurt und ein Pulsarmband überreicht, erzählt der 19 Jahre alte Stürmer von den Eisbären. „Das mussten wir tragen“, sagt der Berliner. „Mir hat es aber nichts ausgemacht, ich war schließlich fit.“ Die zusätzliche Ausrüstung der Nationalspieler hatte nämlich einen einfachen Zweck: Die Fitnesswerte der Spieler wurden gemessen, während des Spieles per Funk gesendet und sofort ausgewertet – eine Neuheit im Mannschaftssport.

Jens Geist, leitender Trainingswissenschaftler des Olympiastützpunkts in München, hat das Projekt entwickelt. Beim Länderspiel in Mannheim saß der Sportwissenschaftler mit seinem Laptop auf der Tribüne gegenüber der deutschen Spielerbank. „Damit ich die Auswechslungen beobachten konnte.“ Auf seinem Computer liefen die Frequenzwerte der Spieler ein, im Brustgurt trugen sie einen Funkmechanismus. Geist war mit dem deutschen Kotrainer Klaus Merk per Funk verbunden. „So konnte ich ihm mitteilen, wie hoch die Belastung beim Einzelnen ist“, erzählt Geist. „Die Trainer konnten somit darauf reagieren, sie wussten wen sie wegen drohender Muskelübersäuerung nicht zu lange auf dem Eis lassen sollten und welchen Spieler sie häufiger einsetzen konnten.“

Im Spiel hatte Geist sein System zuvor nur im unterklassigen Eishockey ausprobiert. Womöglich wird er nun die Nationalmannschaft bis zur Weltmeisterschaft 2007 in Russland begleiten. Franz Reindl, Sportdirektor beim Deutschen Eishockey-Bund, ist begeistert von der Innovation. „So weiß man immer, auf welchen Spieler man wann setzen kann“, sagt Reindl. „In entscheidenden Phasen eines Turnier kann das ausschlaggebend sein.“

Das Messen der Fitnesswerte im Spiel sei nur ein Teil, sagt Geist. „Die bedeutsamere Geschichte findet im Training statt, da muss ich testen, was für eine Gesamtbelastung bei einem Spieler möglich ist. Da stelle ich fest, welche Spieler sensibler angepackt werden müssen. Ich muss individuelle Parameter, etwa die Herzfrequenzen der Spieler kennen, sonst kann ich ihre Werte im Spiel nicht interpretieren.“ Aufgrund der „Identitätswerte“ wisse man, ob ein Spieler bei „80, 90 oder 100 Prozent seines Leistungsvermögens ist“.

Die „individuellen Parameter“ ihrer Spieler kennen sie bei den Eisbären, sagt Peter John Lee. „Bei uns bekommt jeder Spieler zum Dienstantritt eine Hose, Turnschuhe und ein Pulsarmband“, sagt der Manager. Im Spiel haben sie die Pulsmesser zwar noch nicht getragen, aber im Training. Da werden die Berliner Profis seit einiger Zeit im physischen Bereich breit gefordert: Das, was früher ein Trainer machen sollte, wird von vielen Spezialisten gemacht: Vom „Power-Skating“- Coach, der den Spielern Beine macht, bis zum eigenen Torwarttrainer. Die physische Fitness der Spieler sei aber nur ein Punkt, sagt Lee. Psychische Fitness sei ebenso wichtig. Daher haben sie bei den Eisbären auch einen Psychologen eingestellt. Markus Flemming, früher Torwart bei der Düsseldorfer EG, ist für die mentale Fitness der Spieler zuständig. [Schade, ick hätte Oli Stoll verpflichtet. wink.gif ]

Der Diplompsychologe gehört zum „Arbeitskreis Sportpsychologie“, der sich um Hans-Dieter Hermann gebildet hat. Hermann ist der erste Psychologe der Fußball-Nationalmannschaft. Flemming sagt: „Es geht darum, dass die Spieler ihren Kopf trainieren. Das ist besonders bei den Torhütern wichtig, denn dort macht die Konzentration im Spiel bis zu 85 Prozent aus.“ Ein laut brüllender Motivationstrainer sei er aber nicht, sagt Flemming. „Ich will nicht auf dem Mannschaftsfoto erscheinen, der Sportpsychologe hält sich im Hintergrund.“

Der Sportwissenschaftler hält sich auch lieber im Hintergrund, sagt Jens Geist. „Unser Ziel ist, dass alle Spieler eines Teams auf hohem Niveau vorbereitet, gesund und belastungsfähig sind.“ In der DEL läge da noch einiges im Argen. „Wir vom Olympiastützpunkt bieten daher auch allen DEL-Klubs unsere Hilfe an.“

Das beim Länderspiel in Mannheim praktizierte System sei aber „noch in der Aufbaustufe“, sagt Geist. Auf einer Skala von 0 bis 10 sei man etwa „bei 6 oder 7“. Noch gäbe es Probleme mit der Technik. „Im Stadion habe ich die Geräuschkulisse als Störfaktor.“ Und natürlich die Spieler. „Von den Nationalspielern waren einige nicht so glücklich, als sie erfuhren, was sie unter der Ausrüstung da noch tragen mussten“, sagt Geist. Christoph Gawlik gehörte aber nicht dazu. Er hatte auch keinen Grund, seine Fitnesswerte stimmten: Der junge Berliner schoss zwei Tore beim 3:1-Sieg der verkabelten Deutschen gegen die unverkabelten Slowaken. Ein erster Sieg der neuen Technik?

tagesspiegel

Geschrieben von: Oliver Stoll 15th September 2006 - 11:34:26

biggrin.gif Danke Bärli für das Kompliment. Aber der Markus Flemming macht das sicherlich ganz gut thumb_up.gif

Geschrieben von: Eiskaltes Haendchen 17th September 2006 - 07:43:25

Eishockey-Team in Horrorcrash VIAMALA-Tunnel verwickelt: http://www.20min.ch/news/schweiz/story/29541620

Geschrieben von: Bärliner 12th October 2006 - 00:13:25

Offener Brief des DEB-Schiedsrichterausschusses

Mit großem Befremden nimmt der Schiedsrichterausschuss des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) derzeit die nicht sachliche und objektive Kritik an Rick Looker wahr.
Als im Sommer 2005 die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) zusammen mit dem DEB die Voraussetzungen für den ersten Profi Schiedsrichter im deutschen Eishockey geschaffen hat, wurden von uns verschiedene Optionen geprüft. Die Wahl ist auf Rick Looker gefallen, da er die besten Voraussetzungen mitgebracht hat.

Seine Leistungen bis zum heutigen Tag haben diese Entscheidung bestätigt und gerechtfertigt.
Die Mitglieder des Schiedsrichterausschusses haben nach dem polemischen Artikel der EishockeyNEWS das Gespräch mit den Trainern und sportlichen Leitern verschiedener DEL-Vereine gesucht. Der Tenor war eindeutig: die überzogene Kritik an Looker ist nicht nachvollziehbar, man bescheinigt Looker einen „ordentlichen und professionellen Job“.
Die in dem Artikel von Daniel Stolpe gemachten Aussagen sind haltlos und nicht gerechtfertigt.

Wir haben in den vergangenen Jahren immer wieder bewiesen, dass wir Kritik und Diskussionen über Schiedsrichterleistungen ernst nehmen, wenn diese sachlich und objektiv ist.
Und selbstverständlich wird die Leistung eines Schiedsrichters, insbesondere eines Profi-Schiedsrichters, ausführlich durch die Verantwortlichen beobachtet und beurteilt. Und selbstverständlich wird dann auch festgestellt, dass bei einem Schiedsrichter Potential für Verbesserungen vorhanden ist. Auch bei einem Profi-Schiedsrichter.
Insgesamt ist festzustellen, dass Rick Looker bislang einen sehr guten Job macht und die Qualität der Schiedsrichterleistungen mit verbessert hat. Und es ist nicht die Aufgabe eines Schiedsrichters, populäre Entscheidungen zu treffen, sondern regelkonforme. Und das ist Rick Looker bisher auch in dem erwartenden Rahmen gelungen.
Was hier jedoch geschieht, ist aus unserer Sicht eine gezielte Kampagne durch Einzelne, die wir in dieser Form auf das schärfste verurteilen und ablehnen.

Der Schiedsrichterausschuss
des Deutschen Eishockey-Bundes e.V.

Geschrieben von: Bärliner 24th October 2006 - 11:04:23

Harte Strafe für "Eishockey-Rüpel"

Schweizer Amateurspieler soll Referee geschlagen haben


Ein "Rüpel-Skandal" erschüttert das Schweizer Amateur-Eishockey. Die Schiedskommission des Ligaverbandes hat jetzt nach Medienberichten eine 30-monatige Sperre gegen den Spieler Christian Renaud vom regionalen Klub Nord Vaudois verhängt. Der Übeltäter soll nach einer Meinungsverschiedenheit mit dem Schiedsrichter am 14. Oktober diesen nach Spielende mit Faustschlägen attackiert haben.

Die harte Sperre wurde von Verbandsseite auch mit der mangelnden Einsichtigkeit Renauds begründet. Dieser hatte sich offenbar nicht zum ersten Mal mit dem Unparteiischen angelegt.


eishockey info

Geschrieben von: Bärliner 25th October 2006 - 20:58:29

Das erste mal, dass ich was halbwegs interessantes im 'ESBG-Forum' gelesen habe, na ja, war ja auch nur "reinkopiert":

PUTINS PLAN
Königsklasse in Europas Eishockey


Von UWE FIBELKORN und ARNO SCHMITZ
Köln – Die Pläne liegen längst in der Schublade, die Umsetzung ist Chefsache. Im Eishockey soll es bald eine europäische Superliga geben – als Gegenstück zur nordamerikanischen NHL.

Mit Klubs aus Russland, Tschechien, Skandinavien, Schweiz und Deutschland sollen Stars in Europa gehalten werden.

René Fasel (56), Schweizer Präsident des Eishockey-Weltverbandes IIHF, bestätigt: „Wir führen mit dem russischen Sportminister Wjatscheslaw Fetisow und dem russischen Verbands-Präsidenten Wladislaw Tretjak seit längerer Zeit sehr gute Gespräche über eine solche europäisch-asiatische Liga. Diese Idee ist richtig und wichtig, weil wir ein Gegengewicht zur NHL und eine starke russische Eishockey-Kultur brauchen.“

Aus Deutschland kämen Klubs mit modernen Sportarenen wie Köln, Mannheim, Hamburg, Hannover oder Düsseldorf in Frage. Aber DEG-Manager Lance Nethery ist skeptisch: „Das ist nicht leicht umzusetzen. Irgendwann kommt eine europäische Liga, sicher. Aber im Moment fehlt vor allem die TV-Präsenz. Die Champions League im Fußball wird breiter vermarktet, vor allem was Fernsehen angeht.“

Die Grundidee hatte Russlands Staatspräsident Wladimir Putin, der im Gespräch mit Vereinsfunktionären die Schaffung solch einer Liga als Gegenstück zur NHL anregte, um den Abwanderungsstrom russischer Stars nach Amerika zu stoppen.

Putins Sportminister Wjatscheslaw Fetisow sagte denn auch, dass er schon vor drei Jahren an solchen Plänen gearbeitet habe: „Sponsoren wie Roman Abramowitsch wollten uns helfen, aber die Präsidenten der Klubs waren dagegen. Heute ist die Situation besser geworden.“

Hinter den Kulissen wird schon eifrig verhandelt. René Fasel favorisiert statt einer „europäischen NHL“ eine andere Lösung: „Eine Liga nach dem Vorbild der Champions League im Fußball hat durchaus Chancen. Eine solche Liga ist frühestens 2008/09 denkbar.“

Eine Teilnahme der Kölner Haie an einer Champions League könnte sich Haie-Geschäftsführer Thomas Eichin durchaus vorstellen, „aber das Konzept muss stimmen“. Eichin: „Doch ich glaube nicht, dass eine europäische NHL umsetzbar wäre. Aber man soll ja nie nie sagen …“

http://www.express.de/servlet/Satellite?pagename=XP/index&pageid=1004370693702&rubrik=216&artikelid=1161689618336

Geschrieben von: morelto 29th October 2006 - 08:55:47

DEB
Bundestrainer Uwe Krupp benennt Aufgebot

Im Rahmen einer Pressekonferenz in Hannover hat Bundestrainer Uwe Krupp am Freitag das Aufgebot für das Länderspiel gegen Kanada am 08.November in Hamburg sowie den EnBW Deutschland-Cup (09. bis 12.11.) in Hannover benannt.

http://www.icehockeypage.net/index.php?option=com_content&task=view&id=3347&Itemid=2

Geschrieben von: Bärliner 3rd November 2006 - 12:02:59

"Stanley Cup Sieger 2007? Da kannst Du auch gleich eine Münze werfen!"

Interview mit Jamie Storr
von Wolfgang Grupp und Robin Patzwaldt für eishockey.com


Der Anteil der ehemaligen NHL-Spieler in der DEL steigt, auch bedingt durch den Salary Cap in der besten Eishockey Liga der Welt. Ein weiterer erfahrener Spieler den es nun nach Deutschland verschlagen hat ist der 31-jährige Kanadier Jamie Storr, der seit dieser Saison den Kasten des DEL-Clubs aus Düsseldorf hütet.

Eishockey.com nutzte die Gelegenheit sich mit dem über 200maligen NHL-Goalie, der u.a. für die Los Angeles Kings und die Carolina Hurricanes in der NHL aktiv war, über seine persönliche Situation, aber auch die Lage in der NHL am Rande eines DEL-Spiels in Düsseldorf zu unterhalten.

Jamie Storr fand dabei sehr offene und kritische Worte über die Entwicklung der NHL und auch Privates:

?: Hallo Jamie! Was hat dich vor Saisonbeginn ausgerechnet hierher nach Deutschland verschlagen?

Storr: Dafür gab es verschiedene Gründe. Zum Einen wollte ich dort spielen wo sich auch meine Familie komplett wohl fühlen kann und zum Anderen hat sich hier in Düsseldorf die Möglichkeit ergeben, dass ich mit meinem alten Freund Craig Johnson zusammen spielen kann, den ich noch von unserer gemeinsamen Zeit bei den Los Angeles Kings her kenne. Und als ich das Angebot aus Düsseldorf bekam war das dann eine leichte Entscheidung für mich. Natürlich hätte ich auch gut in die Schweiz oder nach Finnland gehen können, doch ich dachte mir hier in Deutschland sind die Voraussetzungen für mich und meine Familie halt doch am Besten.

? : Wieso hast Du Nordamerika nun im Sommer eigentlich konkret verlassen?

Storr: Nach all den Jahren in Nordamerika habe ich eine neue Herausforderung gesucht. Ich habe alleine zehn Spielzeiten in der NHL zugebracht. Und dort herrscht ein gnadenloses Leistungsprinzip. Es wird quasi täglich erwartet, dass du Wunderdinge vollbringst. Und wenn du das mal nicht tust, dann wirst du schnell durch einen 18-Jährigen ersetzt. Die Liga ist dort unglaublich jung und schnelllebig geworden. Und dann das auf und ab, zum Minor League Team und zurück. Das war nichts mehr für mich. Ich wollte nun einfach noch einmal regelmäßiger spielen und mehr Ruhe und Stabilität in mein sportliches Leben bringen. Diese Möglichkeit habe ich jetzt hier in Düsseldorf bekommen, wofür ich sehr dankbar bin. Hier spiele ich jetzt schon fünf Mal in Folge, und wenn ich will mache ich auch noch Spiel 6 und 7 direkt anschließend mit. Darauf habe ich mich gefreut. Hier lässt man die Jungs halt auch mal in Ruhe ihr Spiel spielen. Und wir haben die Chance jede Partie zu gewinnen und schießen viele Tore. Das gefällt mir sehr.

? : Und was hast Du Dir hier mit deinem neuen Team in Düsseldorf vorgenommen in dieser DEL-Saison?

Storr: Da denke ich immer von Spiel zu Spiel. Natürlich wollen wir die Meisterschaft für uns entscheiden. Aber das kann man nicht planen. Da gehört auch immer viel Glück dazu. Wir versuchen erst einmal gutes Hockey anzubieten und in die Playoffs einzuziehen. Wenn man das erreicht hat kommt es auch immer ein wenig auf das Glück an. Denn die Spiele sind alle eng und die Liga ist ausgeglichen. Wir versuchen gutes Hockey zu spielen und werden alles dafür tun um am Ende ganz oben zu stehen, aber das ist ein langer Weg und viel Unvorhersagbares kann sich ereignen. Daher konzentrieren wir uns hier auf die kleinen Schritte und versuchen so am Ende viel zu erreichen. Wenn es dann am Ende wirklich der Titel wird ist es umso schöner. Und eines steht fest, unser Team hat unglaublich viel Talent und Potenzial und bisher genieße ich die Zeit hier unheimlich.

? : Wie gefällt Dir die Stimmung hier bei den Fans? Ist ja doch etwas anders als in Nordamerika und der NHL, oder?

Storr: Die Unterstützung der Fans hier in Deutschland ist einfach klasse. Alle stehen zu 100% zu ihrem Team. Selbst als wir kürzlich in Augsburg waren, und die sind im Moment ja ganz unten in der Tabelle, wurde das Team von seinen Fans toll unterstützt. Natürlich ist es auch hier wichtig, dass Du möglichst oft gewinnst, aber jedes Team hat grundsätzlich die Unterstützung seiner Fans sicher. Das ist in der NHL etwas anders zur Zeit. Die Liga dort hat Probleme bei der Zuschauermobilisierung bekommen. Die Spiele in der Woche sind dort nicht immer so gut besucht wie das früher mal der Fall war. Und natürlich ist auch die Unterstützung der Fans dort nicht so lautstark und bedingungslos wie das hier in Deutschland der Fall ist.

? : Was sagst Du zum sportlichen Niveau der DEL? Wie würdest Du die Liga einordnen im internationalen Vergleich?

Storr: Es dürfte nach der NHL, die ja unbestritten die beste Liga der Welt ist, die inzwischen zweitbeste Liga sein. Ich sehe die DEL auch deutlich im Vorteil gegenüber der AHL zum Beispiel. Die Leistungsdichte der Spieler innerhalb eines Teams ist hier größer und auch die Liga ist ausgeglichener. In der AHL hast Du pro Team vielleicht zwei tolle, junge Talente, aber der Rest des Teams ist eher nur Durchschnitt. Der Unterschied zwischen den ersten und den zweiten Reihen eines Teams ist dort doch bereits wesentlich größer. Hier in der DEL gibt es inzwischen ja auch so viele ehemalige NHL-Spieler. Das Niveau hier ist daher sehr gut, technisch und auch spielerisch.

? : Den Hauptteil deiner Zeit in der NHL verbrachtest Du ja bei den LA Kings, von denen Du auch 1994 in der ersten Runde an Nummer 7 gedraftet wurdest. Was war für dich dort der schönste Erfolg?

Storr: Das wir 1998 mit einem eher mittelmäßigen NHL-Kader in Los Angeles in die Playoffs gekommen sind war für mich eine tolle Sache. Obwohl wir vom Teambudget her nicht hätten unter die erste Hälfte der NHL-Teams kommen dürfen, schlossen wir als fünftbeste Mannschaft im Westen die Vorrunde ab. Zwar scheiterten wir dann in der KO-Runde gegen St.Louis, doch dabei dort gegen NHL-Größen wie Chris Pronger, Al McInnis, Brendan Shanahan bei den Blues gespielt zu haben, das hat dieses Jahr zu einem besonders schönen gemacht. Und wir haben damals ein tolles Team mit einer super Kameradschaft gehabt.

? : Verfolgst Du auch hier in Deutschland noch das aktuelle Geschehen in der NHL?

Storr: Ja, natürlich. Ich habe noch immer viel Spaß daran. Viele Freunde und alte Bekannte spielen ja noch dort. Obwohl inzwischen auch immer mehr von ihnen ihre Karriere beenden oder beendet haben und ins Management oder auf Trainerposten gewechselt sind. Das ist für mich schon ein etwas merkwürdiges Gefühl. Aber auch die Crosbys und die Ovechkins dort anzuschauen macht mir natürlich immer noch unheimlich viel Spaß.

? : Hast Du auch ein persönliches Lieblingsteam in der NHL? Wenn, dann sind das doch bestimmt die Kings, oder?

Storr: Ja. Ich lebe ja auch im Sommer noch in LA. Wir haben noch unser Haus dort. Und viele meiner alten Bekannten sind dort in der Franchise aktiv. Auch ich möchte nach meiner aktiven Karriere mal in einer solchen Rolle arbeiten, für die Franchise in irgendeiner Rolle aktiv werden, sei es als PR-Direktor, Trainer oder Repräsentant. Es macht Spaß die Geschicke der Franchise weiter zu verfolgen und zu sehen was aus den einzelnen Leuten wird bzw. geworden ist. Von daher ist die Verbindung zu den Kings natürlich noch immer besonders stark.

? : Ist es nicht schwer mit Freunden in dieser schnelllebigen Profi-Zeit in Kontakt zu bleiben?

Storr: Genau so ist es. Es ist schon etwas ganz besonderes wenn man, wie ich jetzt hier in Düsseldorf, mit wirklich guten Freunden zusammen spielen kann. Das ist nicht selbstverständlich und eine besondere Freude. Das ist, wie gesagt, ja auch einer der Gründe warum ich jetzt hier bin. Der Kontakt zu Craig Johnson, mit dem ich bereits 12 Jahre zusammen gespielt habe, geht weit über den eines normalen Mannschaftskameraden hinaus. Und gegen Ende meiner Laufbahn noch einmal diese Möglichkeit hier zu haben ist etwas sehr seltenes und kostbares in diesem Geschäft.

? : Gibt es für Dich einen Favoriten auf den Gewinn des Stanley Cups im Jahre 2007?

Storr: Wisst Ihr was? Durch den Salary Cap ist das unvorhersagbar geworden. Da kannst du auch gleich eine Münze werfen! Diese Veränderungen benachteiligen natürlich Teams wie Detroit, die früher immer nach Herzenslust Leute verpflichten konnten. Das Ergebnis sieht man jetzt. Deren Halle ist nicht mehr, wie früher üblich, ständig ausverkauft. Jetzt haben Sie zu kämpfen, wo ihre Überlegenheit vorbei ist. Auch wenn Teams einen reichen Eigentümer haben ist das jetzt kein deutlicher Vorteil mehr. Das ist zwar einerseits gut für die Liga, da alle Teams Chancen auf sportlichen Erfolg haben, andererseits schadet es den bisher finanziell deutlich im Vorteil befindlichen Teams natürlich auch. Und es geht auch teilweise zu Lasten des Faninteresses in den Hallen der ehemals reichen Teams der Liga. Denn die erfolgsverwöhnten Teams der letzten Jahre können Ihren Fans die häufiger werdenden Niederlagen nur schwer erklären, und auch die Erfolgsteams der letzten Zeit wie Carolina, die den Cup ja in 2006 gewonnen haben, oder Tampa Bay, der Titelträger aus 2004, haben ihre Heimspiele ja längst nicht alle ausverkauft. Das Ganze hat also auch eine ziemlich negative Seite.

Vielen Dank Jamie! Das waren ja wirklich interessante Einsichten. Wir wünschen Dir für die Zukunft alles Gute!

Geschrieben von: Bärliner 5th November 2006 - 16:05:42

Ausschreitungen außerhalb des Stadions - Zwischenfälle nach Züricher Derby

Nach der Niederlage der Kloten Flyers im Züricher Stadtderby gegen die Lions bekamen sich unweit des Bahnhofes Kloten nach Medienberichten zahlreiche gewaltbereite Anhänger beider Clubs in die Haare. Bei den Ausschreitungen, die von der Polizei erst nach einer Stunde unter Kontrolle gebracht werden konnten, wurde eine Person leicht verletzt. Die "Klotener Hooliganszene" sorgte in dieser Saison bereits mehrfach für Negativschlagzeilen und zieht das ansonsten friedliche Eishockey-Publikum in der Schweiz zusehens in Misskredit.
Über Konsequenzen aus den wiederholten Prügelszenen ist bisher nichts bekannt. Fanclubs aller Vereine sind jedoch bereits seit längerem bemüht, gewaltbereite Fans von den Stadien abzukanzeln.

Geschrieben von: smoking joe 9th November 2006 - 11:18:12

na schau an ...

Berliner Schlittschuh-Club: Rekordmeister in der Verbandsliga

„Tradition neu beleben. Mit Leidenschaft“. Unter diesem Motto versuchen einige Idealisten in Berlin dem ruhmreichen deutschen Rekordmeister Berliner Schlittschuhclub neues Leben einzuhauchen. 20 Mal, davon einmal als „Kriegsspielgemeinschaft“ mit dem SC Brandenburg, ging der deutsche Meistertitel an den Traditionsverein. Bis zum Zweiten Weltkrieg beherrschten die Berliner die Eishockeyszene nicht nur in Deutschland. Der Sportpalast in der alten Hauptstadt wurde zur Kultstätte der Puckjäger. Superstars wie Gustav Jaenecke, Erich Römer und Rudi Ball waren die Lieblinge des Publikums. Man leistete sich zwei Mannschaften. Eine, mit den Stars reiste durch Europa, firmierte auch als deutsche Nationalmannschaft und gewann mehrmals den Spenglercup in Davos. Die zweite BSC-Mannschaft holte, in der Finalrunde durch einige Stars verstärkt, locker den deutschen Titel.

Nach dem Krieg, begann mit der Schließung des Sportpalastes der Abstieg. Zwar konnte Trainer Xaver Unsinn 1974 und 1976 die letzen deutschen Titel an die Spree holen, aber ein dauerhaftes Spitzenteam gab es in Berlin rund um die letzte Symbolfigur Lorenz Funk nicht mehr. Der Schlittschuh-club verabschiedete sich 1982, ein Jahr vor dem EV Füssen aus der Bun-desliga und verschwand in den unteren Klassen.

Heute spielt die Mannschaft des Rekordmeisters in der Verbandsliga Nord. Die Gegner sind u.a. der EHC Timmendorfer Strand, die TuS Harsfeld und die Lokalrivalen OSC und FASS Berlin. Trainer Erwin Jaworowski und seine Jungs beziehen zweistellige Niederlagen – geben aber nicht auf. Man ist stolz wenn die Zuschauerzahl „dreistellig“ ist und nennt seine etwas marode Spielstätte auf dem ehemaligen TSC-Gelände an der Paul Heyse-Straße ironisch „Heyse-Dome“.

Es gibt einen sehr aktiven Fanclub (www.bschc-fan.de), der mit seiner Spendenaktion „100 x 10“ schon etliche Euros gesammelt hat. Außerge-wöhnlich ist auch der Sponsor des Teams. Es sind die „Eisernen Kameraden“, Fußballfans des Berliner Kultklubs FC Union, die ihre Eishockeyfreunde unterstützen. Diese Aktionen ermöglichten auch ein Trainingslager der Mannschaft vor der Saison in Bremen. „Noch“ rangiert der Berliner Schlittschuhclub im hinteren Teil der Tabelle, aber alles hoffen auf bessere Zeiten.

(hockeyweb)

Geschrieben von: Bärliner 19th November 2006 - 11:14:08

Eishockey Championsleague: Eine Totgeburt

Als Antwort auf den Europäischen Spielerexodus in Richtung Nordamerika wird unter anderem auch die Aktivierung eines starken Europäischen Clubwettbewerbes forciert. Zu Recht wie ich meine. Mit restriktiven Transferreglementen und patriotischen Appellen kommen wir nicht weiter. Die einzige richtige Antwort auf die starke Nordamerikanische NHL ist eine noch stärkere Europäische NHL. Wir in Europa sollten selbstbewusster werden und uns eine Europäische NHL zum Ziel setzen – dies ist eine erstrebenswerte Vision und ich bin sicher, dass diese Vision nicht unrealistisch ist. Der Russische Bär ist spätestens seit der Malkin-Affäre tief im Stolz verletzt und der Russische Bär ernährt sich nicht mehr wie früher von Brosamen, er ist in die Kaviar-Liga aufgestiegen. Aufgepasst, da kommt was – vielleicht zugunsten des Europäischen Eishockeys. Eine Europäische NHL oder EHL? Ich staune, dass dies mindestens nicht vordergründig angedacht wird. Stattdessen wird über eine Wiederbelebung des Europacups diskutiert.

Ein totes Pferd

Erfolg für eine Art Champions-League im Eishockey zweifle ich an. Ein Parallelwettbewerb zu den heimischen Ligen mit denselben Teams wird in Europa kaum goutiert. Weil es aber im Fussball funktioniert glaubt man, dasselbe Rezept auch im Eishockey anwenden zu können. Da orte ich das typische Consultingsyndrom: „Diese Masche funktioniert anderswo, im Fussball, demnach wird sie auch im Eishockey funktionieren“. Aber aufgepasst: Berater sind oft kontextresistent und wir laufen Gefahr, ein Minenfeld mit Denksackgassen zu betreten. Den ehemaligen European Cup, Continental Cup und wie sie alle hiessen, neu in Champions-League umzutaufen ist lediglich Sprachreinigung. In diesem Fall wünsche ich mir die positive Kraft des negativen Denkens denn ich wage zu behaupten, dass das Projekt „Champions-League“ im Eishockey nicht zum Fliegen kommt. Das ist ein totes Pferd welches wir bereits kennen. Jetzt wird versucht, dieses tote Pferd schneller, effizienter, kundenfreundlicher, farbiger, attraktiver und kostengünstiger zu machen – was zweifellos auch gelingen wird. Dabei wird vergessen, dass das schnelle, attraktive und kostengünstige Pferd noch immer ein totes Pferd ist.

Munich Krauts


Um der übermächtigen NHL Paroli bieten zu können benötigen wir völlig neue Phantasien. Wir müssen „out of the box“ denken. Wie wäre es mit einer Europäischen NHL, einer EHL nach NHL-Vorbild, mit Spielerdrafts, mit Trades und mit vielleicht 12 Teams zu Beginn, mit der Option zur Erweiterung. Voraussetzung in Deutschland ist eine hochklassiges Arena in einem Einzugsgebiet mit relevanter Marktgrösse (TV- und Vermarktungsverträge) sowie einem intelligenten Business-Plan und einem potenten Startkapital. Lasst doch die Kölner Haie gegen die DEG Metro Stars spielen. Diese Traditionen muss man ehren und hochhalten, sie entsprechen einem Bedürfnis der Kunden und man darf sie nicht künstlich zerstören. Auch von Fusionen halte ich herzlich wenig. Fusionen funktionieren auch in der Wirtschaft nie, das Scheitern ist bereits anthropologisch angezeigt. Vielleicht schaffen wir es aber in Deutschland, eine Art Gründungsmythos zu schaffen: Wir stellen zwei oder drei deutsche Teams für die EHL, z.B. die “Munich Krauts“ – in der Vermarktung kokettieren wir mit unserem bayerischen Anderssein, mit unserer Weisswurst, dem Bier, dem Sauerkraut, die Lederhosen etc. Wir besinnen uns auf unsere Wurzeln. Alles was von der Wurzel wächst hat Kraft. Alle Zukunft hat Herkunft! Die „Munich Krauts“ werden ein Erfolg und wir werden ein „uniques“ Team mit hohem Vermarktungspotenzial und einer wohltuenden Eigenständigkeit stellen. In Europa profitieren wir von einer grossen kulturellen Vielfalt die uns die Positionierung eigenständiger Eishockeyteams in Europa enorm erleichtert. Wir müssen nicht wie in den USA Kunstfiguren zum Leben erwecken (Coyotes, Thrashers, Panthers, Predators etc.). Die bisherige DEL wird wie bis anhin gespielt mit denselben Teams. Die „Munich Krauts“ gibt es zusätzlich und sie spielen in einer modernen Top-Arena gegen die Moscow Bears, Stockholm Mooses , die Crazy Swiss Yodlers und die Vienna Schnitzels.

Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit!

Eine derart kühne Idee weiterzuentwickeln benötigt Köpfe die bereit sind, übliche Denkmuster zu sprengen: Juristen die nicht im Vornherein sagen, dass das Draftsystem mit dem Europäischen Recht nach freier Arbeitsplatzwahl unvereinbar sei. Wir benötigen hochkarätige Wirtschaftsführer die bereit sind, Hirn und Geld zu investieren, die bereit sind, Risiken einzugehen und vielleicht zu scheitern, die bereit sind, ein solches Engagement als Spielwiese und nicht als Profitmaximierungsmaschine zu betrachten. Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit! Phantasterei, Illusion? Lassen wir die Gedanken zu, bevor wir sie ablehnen. Denken bedeutet nicht nur, die Vergangenheit zu verteidigen. „The puck stops here – for now...”

Thomas Roost - hockeyweb.de

Geschrieben von: Bärliner 22nd November 2006 - 09:02:45

Im Westen was Neues

Charlottenburger Eishockey-Tradition soll wieder aufleben - in der Oberliga


Auf die Auswärtsspiele könnte Harald Kuhnke auch verzichten. Am besten wäre es, sagt der Trainer, der Bus ginge unterwegs kaputt, dann würde nur ein 0:5 in die Wertung einfließen. Bei sieben Partien in der Fremde verlor der ECC Preussen bislang fünf Mal. Die letzten beiden Spiele jeweils mit 1:10.

Seiner Mannschaft kann Kuhnke, der frühere DDR-Nationalspieler, keinen Vorwurf machen. "Viele gehen jeden Tag arbeiten", sagt er. Profi-Eishockey, das gibt es in Charlottenburg nicht mehr. Von den großen Zeiten mit Stars und Meistertiteln ist nichts geblieben. Die Realität spielt sich in der viertklassigen Regionalliga ab, also fast im Verborgenen.

Immerhin, ein paar treue Anhänger sind geblieben nach den Wirren der Vergangenheit. Etwa 400 Zuschauer verfolgen die Spiele des ECC in der Deutschlandhalle. Als die Capitals dort noch in der DEL spielten, kamen 6000 Fans. Doch seit die klammen Caps 2002 aus der DEL flogen, jagte eine Pleite die nächste. Zwei Jahre später war der EC Berlin Capitals in der Oberliga insolvent, 2005 die Neugründung BSchC Preussen.

Die Glaubwürdigkeit des Eishockey-Sports in Charlottenburg litt sehr unter der Entwicklung. Die Folgen sind heute noch spürbar. "Es wurde viel verbrannte Erde hinterlassen", sagt Klaus-Werner Riemer. Seit 30 Jahren ist er dabei, hat jede Pleite und jede Neugründung miterlebt. Inzwischen fungiert er als Teamleiter beim ECC. Der entstand 2004 und fasste den gesamten Nachwuchsbetrieb der früheren Capitals zusammen. Quasi als Gegenpart zur Profiabteilung, die mit dem Schlittschuhclub kooperierte. Mit den bekannten Folgen.

Der ECC überlebte - weil man sich von der Maßlosigkeit der Vorgänger entfernte. Kleiner Sport, dafür aber auf gesunder Basis, so lautete das Credo. Mit einem Etat von 200 000 Euro und etwa 250 Spielern in sieben Teams, in der Jugend und bei den Schülern mischen die Charlottenburger sogar in der Bundesliga mit, steht der Verein gut da.

Die Sponsorensuche ist trotzdem schwer. "Vielen fallen beim Namen Preussen die leeren Versprechungen von früher ein. Jetzt bekommt man zu hören: Zeigt erst mal, dass ihr vernünftig arbeiten könnt", erzählt Riemer. Doch um gut arbeiten zu können, sind eben auch Sponsoren nötig. Vor allem nächste Saison. Da will der ECC mit seiner ersten Mannschaft in die Oberliga aufsteigen. Die ist sportlich notwendig, weil das Niveau in der Regionalliga durch eine Strukturreform nächstes Jahr sinken wird. Mit dem Eishockey in Charlottenburg aber soll es wieder aufwärts gehen.

Berliner Morgenpost

Geschrieben von: Laney 30th November 2006 - 18:26:57

Women’s Air Canada Cup erstmals mit sechs Teams

Von 03. bis 07. Januar 2007 wird der Women’s Air Canada Cup erstmals mit sechs Teams ausgetragen. An den Spielorten Ravensburg und Memmingen treffen dabei die Mannschaften aus Deutschland, Kanada, Finnland, Russland, Japan und der Schweiz aufeinander.
Bundestrainer Peter Kathan: „Für uns ist der Air Canada Cup neben der WM das wichtigste Turnier. Der Air Canada Cup ist inzwischen ja schon zur Tradition geworden und durch die Aufstockung auf sechs Teams auch nach der WM zum größten Nationenturnier im Fraueneishockey. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei den Organisatoren des EV Ravensburg und bei unserem Teammanager Dieter Reinartz bedanken, die diese große Herausforderung eines Sechs-Nationen-Turniers auf sich genommen haben. Auch ohne die Unterstützung unserer Sponsoren, allen voran der Air Canada, wäre ein Turnier von solchem Format nicht durchführbar. Mit Japan und Kanada haben wir sehr schwere Gruppengegner, aber ich denke, dass wir mit der Unterstützung des fantastischen Ravensburger Publikums wie schon im Januar diesen Jahres wieder eine gute Leistung zeigen können.
[...]

(IHP/Pressemitteilung Deutscher Eishockey Bund/30.11.2006)



Na, wie wäre es damit? wink.gif

Geschrieben von: Bärliner 8th December 2006 - 10:18:48

Europäer wechseln zu früh in die NHL
Eishockey-Weltverband veröffentlicht eine Studie mit überraschenden Resultaten


Besonders selbstbewusst trat die Internationale Eishockey-Förderation, die IIHF, bislang nicht auf, wenn es darum ging, die Interessen des europäischen Eishockeys gegenüber der nordamerikanischen Profiliga zu verteidigen. Zu mächtig, zu einflussreich gebarte sich die NHL, als dass der Verband allzu viel Widerstand geübt hätte bei strittigen Entscheidungen.

Sanft auf Konfrontationskurs

Nun aber strebt die IIHF einen, wenn auch sanften, Konfrontationskurs an. Kürzlich präsentierte der Weltverband eine umfangreiche Studie zum Status europäischer Spieler in Nordamerika. Diese enthält eine Reihe kritischer Einschätzungen und vor allem die Warnung, dass die Praxis der Rekrutierung europäischer Spieler für die NHL auf Dauer beiden Seiten schaden wird.

"Die Ergebnisse der Studie untermauern unsere Befürchtung, dass zu viele Spieler, die noch nicht bereit sind für die NHL, die europäischen Top-Ligen verlassen und deshalb niemals ihr Potenzial erreichen", sagt IIHF-Präsident René Fasel. Das Niveau der Ligen als auch das der Nationalteams würde unter der aktuellen Entwicklung leiden.

Daten von 1200 Spielern verglichen


Die IIHF hat sich viel Arbeit auferlegt mit der Studie. Insgesamt flossen die Karrieredaten von gut 1200 Spielern im Zeitraum von 1997 bis 2006 ein. Gegenstand der Erhebung waren alle Europäer, die in den vergangenen sechs Jahren in NHL- oder Farmteams gespielt haben, sowie alle europäischen Talente, die in den vergangenen neun Jahren in kanadischen Juniorenligen ausgebildet worden sind.

Oberstes Ziel des Weltverbandes ist es, aus Sorge um den Leistungsstand der europäischen Ligen das Verhältnis zwischen Nordamerikanern und Europäern in der NHL von jetzt 70 zu 30 Prozent auf 80 zu 20 Prozent zu ändern. Die Umsetzung dessen liegt freilich nicht im Ermessen der IIHF. "Eine solche Reglementierung wäre auch nicht sinnvoll, wenn es genug gute Spieler gäbe", sagt Pierre Pagé. Der Trainer des EHC Eisbären war 20 Jahre in der NHL tätig.

Zwar ist Pagé mit der Absicht, die der Studie zugrunde liegt, nicht einverstanden. Die Resultate findet der 58-Jährige dennoch sehr interessant. So bekleideten zwischen 2000 und 2006 von den 621 untersuchten Europäern in der NHL 388 Spieler (62,5 Prozent) nur Nebenrollen und hatten keinen oder nur einen geringfügigen Einfluss auf das Spiel ihrer Teams. "Es gibt zu viele, die kein NHL-Kaliber haben. Solche Spieler könnten durch Nordamerikaner ersetzt werden, denn für ihre europäischen Klubs sind sie trotzdem ein herber Verlust", besagt die Studie. Ein Verlust, der sich zeitlich immer früher vollzieht.

Eine gute Ausbildung für europäische Talente werde dadurch immer schwieriger. Viele Spieler gehen schon im Juniorenalter in kanadische Ligen. Dabei schafften es nur elf Prozent der untersuchten 575 Akteure, zu einem guten NHL-Spieler zu werden. "Europäer, die diesen Weg wählen, haben meist kurze und unbedeutende NHL-Karrieren. Viele kehren ohne ein einziges Spiel desillusioniert und in schlechterem Zustand zurück", fand die IIHF heraus.

Deshalb empfiehlt der Verband talentierten Europäern, ausreichend Erfahrung in den heimischen Ligen und den Nationalteams zu sammeln. Vier Jahre gelten als Richtwert. So erübrige sich der Umweg über kanadische Juniorenligen oder die NHL-Farmteams. Obwohl viele Europäer meinen, dass dies eher eine Abkürzung sei. Was den Exodus nach Nordamerika in den vergangenen Jahren erklärt. Die Studie aber deckt auf, dass Spieler, die mehr als ein Jahr in kanadischen Juniorenligen verbringen oder mehr als 100 Spiele in Farmteams absolvieren, nur geringe Chancen auf gute NHL-Karrieren haben.

Mehr und besseres Training in Europa

Für Pagé ist das nicht überraschend. "Die Ausbildung in Europa hat den Vorteil, dass viele Klubs eigene Juniorenteams besitzen und die Talente in einer Saison gleichzeitig bei Junioren und Profis spielen können", sagt der Kanadier. Außerdem werde viel mehr Zeit für das Training aufgewendet. In seiner Heimat gibt es den fließenden Übergang nicht. Auch werde mehr gespielt statt trainiert. Um echte Stars zu produzieren, sei der europäische Weg besser. Alexander Owetschkin zum Beispiel spielte vier Jahre in der russischen Liga und im Nationalteam, bevor er als 20-Jähriger in die NHL wechselte und dort gleich in seiner ersten Saison 52 Tore schoss und 54 Vorlagen gab.

Auswirkungen der Studie sind unklar

Welche Auswirkungen die Studie haben wird, ist ungewiss. In der NHL sind die Reaktionen gering - mit dem Verweis, dass letztlich jeder Spieler selbst entscheiden muss, was er tut. Und die Aussicht, früh einen Vertrag in der besten Liga der Welt unterzeichnen zu können, ist verlockend. Wie der deutsche Nationaltorhüter Thomas Greiss (20), der im Sommer nach einer tollen Saison in der DEL zu den San Jose Sharks ging und inzwischen schon in zwei Farmteams spielte, erliegen viele der Versuchung.

Viel mehr als "eine neues Bewusstsein" zu kreieren, kann die IIHF deshalb kaum erhoffen. Der Weltverband legt den Klubs der NHL und Europas nah, miteinander zu kooperieren. Zum beiderseitigen Vorteil. Die IIHF versteht darunter vor allem, dass die Europäer und ihre Ligen gestärkt würden. Interessant fände Pierre Pagé allerdings, welche Entwicklung junge Nordamerikaner nehmen würden, wenn sie ebenso den Empfehlungen der IIHF folgten.

BlnMoPo

Geschrieben von: Eisblitz 22nd December 2006 - 16:05:43

Besuch aus Schweden: Skare BK gastierte in Berlin
Berlin, 22.Dezember 2006


Das Gastspiel eines schwedischen Erstdivisionärs (3.Liga) an sich wäre wahrscheinlich kaum die Aufregung wert, doch wenn es sich dabei um das Farmteam des mehrfachen schwedischen Meisters Färjestad BK handelt und dessen Coach auch noch Leif Carlsson heißt, dann ist eine Erwähnung geradezu schon ein Muss.

Zehn Jahre ist es nun her, dass Leif Carlsson erstmals das Trikot der Eisbären überstreifte.
Der ehemalige schwedische Top-Verteidiger war für fünf DEL-Spielzeiten (die letzte davon absolvierte er in den Farben der Revier Löwen aus Oberhausen) einer der am meisten gefürchteten Blueliner der Liga. Er gehörte jener Multikulti-Truppe der Hauptstädter an, die nach dem Bosman-Urteil nicht nur in der DEL für Furore sorgte, sondern auch auf europäischer Bühne zu überzeugen wusste. Vom Finalturnier der European Hockey League der Saison 1998/99 in Moskau kehrte diese Mannschaft immerhin mit der Bronzemedaille im Gepäck zurück. Seine Karriere als Aktiver beendete Leif Carlsson bei Grums IK und wechselte dann ins Trainerfach.

Der Kontakt zu den Eisbären und deren Umfeld ist nach Carlssons Rückkehr in seine schwedische Heimat nie abgebrochen. So folgte er vor zwei Jahren gern der Einladung zur Galaveranstaltung „50 Jahre Eishockey in Hohenschönhausen“, die von den Fans der Eisbären organisiert wurde. Dort traf er unter anderem auf die ehemaligen Weggefährten Andrew McKim, Marc Fortier und seinen einstigen Verteidigerkollegen Derek Mayer. Mit eben diesem konnte Carlsson bei seinem jetzigen Besuch erneut in Erfahrungsaustausch treten, denn Mayer weilt derzeit ebenfalls in Berlin. Der gebürtige Kanadier überlegt, wie Carlsson die Trainerlaufbahn einzuschlagen und könnte schon bald den Posten des Assistenztrainers bei den Eisbären Juniors an der Seite von Jeff Tomlinson antreten. Zuvor sind aber noch einige private Dinge zu regeln war zu vernehmen.

Doch nicht nur um alte Freunde zu treffen hielt sich Leif Carlsson mit seiner Mannschaft in der deutschen Hauptstadt auf, auch sportliche Aufgaben standen an. Gleich am Anreisetag trat Skare BK vergangenen Donnerstag mit seiner jungen Mannschaft (Durchschnittsalter nur knapp über 20 Jahre) in der Deutschlandhalle gegen den ECC Preussen an. Die Regionalliga-Truppe von Trainer Harald Kuhnke hatte den jungen Schweden aber nur wenig entgegen zu setzen und kassierte eine deutliche 10:4-Niederlage.

Am Sonntag bekam es Skare BK mit dem anderen Berliner Regionalligisten, FASS Berlin, im Erika-Hess-Eisstadion zu tun. Aber auch die Weddinger waren den hochtalentierten Gästen nicht gewachsen und verließen nach dem 3:8 ebenso als klarer Verlierer das Eis.

Erst am Montag kam es zum Auftritt der Schweden an der ehemaligen Wirkungsstätte ihres Trainers, im Wellblechpalast wartete das DNL-Team der Eisbären auf Skare BK. Zwar attestierte Leif Carlsson hinterher, dass dieses Match die größte sportliche Herausforderung für sein Team bot, doch hatten die im Schnitt vier Jahre jüngeren Eisbären Youngster am Ende trotz harten Kampfes mit 2:8 klar das Nachsehen. Was Wunder, hatten sie es, wie zuvor auch der ECC und FASS zum Teil mit Spielern zu tun, die bereits im Trikot von Färjestad BK ihre Visitenkarte in der schwedischen Eliteserien abgegeben hatten.

Zwischendurch gab es natürlich das obligatorische Berlin-Besichtigungsprogramm mit Ausflügen ans Brandenburger Tor, Checkpoint Charlie, Potsdamer Platz und man sah sich das aktuelle Eisbären-Team im DEL-Spiel gegen Straubing an. Insbesondere der Leistung von Eisbären-Goalie Youri Ziffzer galt hier die die volle Aufmerksamkeit der Carlsson-Schützlinge.

Nachdenklich dagegen ging es am Freitagnachmittag beim Besuch der Gedenkstätte des KZ Sachsenhausen zu, wo es galt die Fragen der schwedischen Gäste nach dem Wieso und Warum zu beantworten.

Leif Carlsson richtete am Tag der Abreise Worte des Dankes an seine Berliner Gastgeber und lobte vor allem die Schar ehrenamtlicher Helfer, die ihn und seine Spieler in den zurückliegenden Tagen unter Aufopferung ihrer Freizeit so herzlich betreut hatten. Ihm wie seinen Spielern hat es in Berlin jedenfalls so gut gefallen, dass man das Versprechen abgab, bald wieder zu kommen.

Darüber hinaus sendete Leif Carlsson deutliche Signale, als er nach seiner Zukunft gefragt sagte: „Ich habe vor allem ein Ziel und das heißt: Berlin! Diese Stadt mit ihren Menschen ist mir ans Herz gewachsen und in meiner Zeit hier zu meiner zweiten Heimat geworden. Gerne würde ich hier eines Tages arbeiten wollen.“
hockeyweb.de

Geschrieben von: Bärliner 27th December 2006 - 09:57:55

U20-WM: Deutschland startet mit Sensationssieg - 2:1 n.V. gegen USA

Die deutsche U-20-Nationalmannschaft ist mit einem Sensationssieg in die U-20-Weltmeisterschaft in Schweden (Leksand & Mora) gestartet. Das Team von Bundesnachwuchstrainer Ernst Höfner und seinen Assistenten Uwe Krupp und Klaus Merk besiegte den Favoriten USA mit 2:1 (1:0, 0:0, 0:1, 1:0) nach Verlängerung. Die Tore für Deutschland erzielten Christopher Giebe (André Schietzold) in der 14.Minute und Marcel Müller (Christopher Fischer) in der 62. Spielminute.

Bundesnachwuchstrainer Ernst Höfner: "Es ist einfach unvorstellbar. Gegen die USA zu gewinnen, ist eine absolute Sensation. Meine Mannschaft hat heute überragend gespielt und bis zum Schluß gekämpft. Trotz der heutigen Niederlage ist die USA für mich weiterhin der Titelfavorit."

deb-online.de

Geschrieben von: Bärliner 27th December 2006 - 22:43:10

U20-WM: Zweiter Sieg im zweiten Spiel - 4:2 gegen Slowakei

Nach dem gestrigen Sensationssieg gegen Titelfavorit USA hat die deutsche U-20-Nationalmannschaft auch ihr zweites Spiel im Rahmen der U-20-Weltmeisterschaft in Schweden (Leksand & Mora) siegreich beendet. Das Team von Bundesnachwuchstrainer Ernst Höfner und seinen Assistenten Uwe Krupp und Klaus Merk besiegte am heutigen Abend das Team aus der Slowakei mit 4:2 (2:1, 0:1, 2:0). Die Tore für Deutschland erzielten Florian Ondruschka, Felix Schütz, Rene Kramer und Christoph Gawlik.

Bundesnachwuchstrainer Ernst Höfner: "Es war ein super Spiel mit Kampf bis zum Schluß. Wir haben heute wieder am Optimum gespielt. Besser geht's nicht! Aber man muss natürlich vorsichtig sein und weiter hart arbeiten. Dann brauchen wir noch ein bisschen Glück und wir sind dabei."

Ausführliche Informationen und detaillierte Statistiken zum WM-Turnier finden Sie unter folgendem Link: http://www.iihf.com/Hydra/Tournaments_07/output/w20/hydra.iihf.com/IIHF_Core/jsp/content/web_output/index.jsp@compId=96

Geschrieben von: Bärliner 28th December 2006 - 13:18:33



Ex-DDR-Auswahlspieler Helmut Senftleben von Dynamo Berlin erlag mit 72 Jahren am 25. Dezember einem Krebsleiden.

Geschrieben von: smoking joe 28th December 2006 - 15:40:27

Revier Löwen blicken optimistisch auf das Jahr 2007

Bis kurz vor dem Weihnachtsfest war der Vorstand der Revier Löwen noch im Einsatz, um dafür zu sorgen, dass optimistisch auf das Jahr 2007 geblickt werden kann. „Wir sind zuletzt in vielen Bereichen aktiv gewesen. Die Geschäftsstelle in Osterfeld ist endgültig aufgelöst. Der Verein hat eine neue Telefonnummer und die Post geht an ein Postfach“, benennt Vorstandsmitglied Holger Rößing einen Teil der geleisteten Arbeit. „Außerdem haben wir der OGM als Betreiber der Eissporthalle Vonderort einen überarbeiteten Businessplan vorgelegt.

Nicht nur für die Fans, sondern auch für uns als Vorstand heißt es nun Abwarten, was die OGM daraus macht. Der Wunsch und Wille, Eishockeysport in Oberhausen zu ermöglichen, ist in jedem Fall da.“ Ziel der angedachten Zusammenarbeit ist eine gemeinsame Sicherung und Entwicklung der Eishalle Revierpark Vonderort und der Revier Löwen Oberhausen bei paritätischer Risiko-/Nutzenverteilung. Dabei sollen der Ausbau der Eishalle und die Entwicklung des Vereins parallel verlaufen, bis 2009 der Aufstieg in die Regionalliga ebenso geschafft sein, wie ein Großteil der Umbaumaßnahmen. Der gezielte Aufbau von Nachwuchsmannschaften soll mit einem Juniorenteam sowie einem Bambinibereich und einer Laufschule beginnen.

Eng miteinander verknüpfte Werbung und Öffentlichkeitsarbeit für die Eishalle und für den Eishockeysport sowie professionelle Sponsorengewinnung sollen zur Basis für eine erfolgreiche Partnerschaft werden. Die sportlichen Vorbereitungen für die Spielzeit 2007/08 sind ebenfalls angelaufen. „Es haben sich bereits zahlreiche Spieler und Trainer für ein Engagement im Senioren- und Nachwuchsbereich gemeldet“, freut sich Holger Rößing. „Die Gespräche in diesem Bereich können fortgesetzt werden, wenn wir Ende Januar oder Anfang Februar hoffentlich ein positives Signal von der OGM bekommen.

Für den 29. Januar planen wir auch eine Mitgliederversammlung. Dann werden wir ganz genau über die weitere Planung informieren." Der Vorstand des Revier Löwen Oberhausen e.V. wünscht allen Vereinsmitgliedern und allen eishockeybegeisterten Oberhausenern ein glückliches neue Jahr.

(IHP)

Geschrieben von: Bärliner 30th December 2006 - 01:34:55

Berlin und Mannheim mit 2. Liga-Team?

Die Eisbären Berlin und Adler Mannheim planen ein gemeinsames Nachwuchsteam in der 2. Bundesliga. Die Idee entstand offenbar nach der Teilnahme der Schweizer U20-Nationalmannschaft in der NLB.

Die derzeit im deutschen Nachwuchs erfolgreichsten Clubs wollen im Nachwuchsbereich künftig ihre Rivalität auf die Seite legen. Spielball ist dabei das Oberliga-Team Heilbronner Falken, welches von den Mannheimern mit Nachwuchsspielern ausgestattet wird. Sollten die auf Rang zwei klassierten Falken den Aufstieg schaffen, werden auch die Berliner Talente in die Mannschaft bringen.

hockeyfans.ch

Geschrieben von: Bärliner 30th December 2006 - 01:36:39

U20-WM: Kanada stoppt deutsche Siegesserie

Titelverteidiger Kanada hat die überraschende Siegesserie des Aufsteigers Deutschland mit dem dritten Sieg im dritten Spiel beendet. Beim 3:1-Erfolg konnten die Underdogs jedoch bis ins Schlussdrittel auf einen weiteren Punktgewinn hoffen.
Erstmals kam bei den Deutschen der zweite Torhüter Timo Pielmeier zum Einsatz. Der 17-Jährige ersetzte den bislang hervorragend haltenden Sebastian Stefaniszin. "Er hat einen Einsatz verdient und gegen Kanada hatten wir nichts zu verlieren", so der Assistentstrainer Uwe Krupp zum Entscheid, "wir wollten Stefaniszin eine Pause geben, er spielt morgen." Die deutschen Aufsteiger starteten auch mit den Feldspielern mutig und offensiv ins Spiel, offenbarten aber schnell technische Unterlegenheit, vor allem wenn nicht die ersten beiden Formationen auf dem Eis standen. Oft wusste man sich nur mit Strafen zu helfen, was sich rächen sollte. Der verteidigende Doppeltorschütze Kris Russell brachte die Kanadier bei vier gegen vier Feldspieler in Führung. Viel mehr gab die umkämpfte Partie zu Beginn noch nicht her.

Im Mitteldrittel schalteten die Kanadier einen Gang höher, nachdem die Deutschen dem Ausgleich näher kamen. Nachdem Christopher Fischer in der 30. Minuten mit einem Schuss knapp ans Tor vorbei noch den Ausgleich verpasste, traf Felix Schütz zwei Minuten später bei doppelter Überzahl. Doch die kanadische Antwort kam postwendend: Im nächsten Powerplay ging man durch Steve Downie wieder in Führung und war fortan feldüberlegen.

Dass die Deutschen die Hoffnung trotzdem nicht aufgaben, lag nicht zuletzt an der lockeren Einstellung der Kanadier, welche das Tempo nicht hochhielten und sich zu schonen versuchten. Meistens ging die Rechnung auf, doch hatte das DEB-Team in manchen Situationen, insbesondere in Überzahl, die eine oder andere Chance. Russel mit einem Weitschusstor zum 3:1 in der 51. Minute machte schliesslich alles klar und brach den Widerstand der Deutschen.

Die Kanadier stehen damit bereits als Gruppensieger fest, während die Deutschen um den Einzug in die Playoffs weiterkämpfen müssen.

Stimmen:
Uwe Krupp, Assistenztrainer Deutschland: "Wir sind glücklich, so wie wir spielen, auch wenn es einige gute Saves brauchte. Wir gaben nie auf. Kanada haben wir jedoch dominanter erwartet und hatten genug Chancen, um dran zu bleiben. Über das Turnier gesehen haben wir bislang in jedem Drittel stark gespielt und kokmmen ans Leistungspotenzial."

Florian Schütz, Stürmer Deutschland: "Ich bin schon etwas enttäuscht vom Resultat, auch wenn es gegen Kanada war. Es ist keine Schande, gegen Kanada zu verlieren. Wir haben super gespielt, es war eng, aber sie haben besser gespielt und ihre Chancen ausgenutzt. Persönlich bin ich natürlich glücklich, wenn es mir gut läuft, aber die Mannschaft zählt immer zuerst."

www.hockeyfans.ch

Geschrieben von: Bärliner 30th December 2006 - 21:43:38

U20-WM: Deutschland - Schweden 1:3

In ihrem abschließenden Gruppenspiel im Rahmen der U-20-Weltmeisterschaft in Schweden hat die deutsche U-20-Nationalmannschaft heute mit 1:3 (0:1, 1:1, 0:1) gegen Gastgeber Schweden verloren. Das Tor für die DEB-Auswahl erzielte Christopher Fischer in der 22.Spielminute zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich.

Trotz der Niederlage besteht für das Team von Bundestrainer Ernst Höfner und seinen Assistenten Uwe Krupp und Klaus Merk weiterhin die sensationelle Chance auf das Viertelfinale. Voraussetzung dafür ist ein Sieg Schwedens im morgigen Spiel gegen die USA.

U-20-Assistenztrainer/Bundestrainer Uwe Krupp: "Man hat den Jungs heute die Müdigkeit angemerkt. Die drei harten Spiele der letzten Tage haben uns in den Knochen gesteckt. Hätten wir wie die Schweden einen Tag frei gehabt, wäre es ein ganz anderes Spiel gewesen. Trotzdem haben unsere Jungs auch heute wieder aufopferungsvoll gekämpft und bis zum Schluß alles gegeben."

hockeyweb.de

Geschrieben von: Bärliner 1st January 2007 - 13:29:22

DEB-Junioren verpassen knapp das Viertelfinale

Deutschlands U20-Team hat sich wegen des Sieges der USA gegen Schweden leider nicht für das Viertelfinale qualifiziert und muss nun in der Abstiegsrunde um den Klassenerhalt kämpfen. Gegner hierbei sind die Schweiz und Weißrussland.

Geschrieben von: Bärliner 2nd January 2007 - 10:46:56

Hier mal eine Umfrage -> http://www.eishockey-magazin.de/index.php?p=poll&poll_id=2&showresult=1&area=1 - die ist doch sicher auch für Euch interessant!? zwinker.gif

Um an dieser Umfrage teilnehmen zu können, muss man aber registriert bzw. eingeloggt sein. rolleyes.gif

Geschrieben von: Bärliner 3rd January 2007 - 23:59:04

Deutschland verliert vorletztes Spiel gegen Weißrussland
Entscheidendes Spiel am Donnerstag gegen die Schweiz


In ihrem vorletzten Spiel im Rahmen der U-20-Weltmeisterschaft in Schweden hat die deutsche U-20-Nationalmannschaft heute mit 1:3 (1:0, 0:1, 0:2) gegen Weißrussland verloren. Das Tor für die DEB-Auswahl erzielte Felix Schütz in der 12.Spielminute zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung.

Morgen, 19:30 Uhr, geht es gegen den Erzrivalen aus der Schweiz dann um den Klassenerhalt. Bereits um 16:00 Uhr treffen im anderen Abstiegsrundenduell Weißrussland und die Slowakei aufeinander. Eine Vorentscheidung im Abstiegskampf ist bisher noch nicht gefallen.

Bundesnachwuchstrainer Ernst Höfner: "Wir haben heute nicht geradlinig genug und zu wenig zwingend gespielt. Uns war klar, dass man gegen Weißrussland auch verlieren kann. Die Weißrussen waren sehr stabil in der Abwehr und haben vor allem sehr gut gekontert. Wir waren heute einfach nicht hart genug zum Tor und haben uns im Angriffsdrittel nicht durchsetzen können. Jetzt ist es wichtig, die Konzentration wieder zu finden und uns neu aufzubauen. Morgen müssen wir alles geben und unsere letzte Chance nutzen, um den Klassenerhalt zu schaffen."

eishockey.info

Geschrieben von: Bärliner 4th January 2007 - 22:14:03

Die deutsche U-20 Nationalmannschaft verliert das entscheidendes Spiel gegen die Schweiz mit 3:5 (2:2 0:2 1:1)

Damit ist der bittere Abstieg besiegelt

Aufgrund des besseren Torverhältnisses sicherte sich die Slowakei neben der Schweiz den Verbleib in der A-Gruppe. Zweiter Absteiger neben Deutschland ist das Team aus Weißrussland.


Die Deutsche Eishockey-U20 hat bei der Weltmeisterschaft in Schweden den Klassenerhalt verpasst. Nachdem die von allen Experten als "außerordentlich talentiert" bezeichnete DEB-Auswahl mit zwei Siegen und einem weiteren "Beinahe-Sieg" in das Turnier mehr als nur aussichtsreich gestartet war, ging der unerfahrenen Mannschaft von Nachwuchs-Bundestrainer Ernst Höfner zusehens die Puste aus. Nun mussten die Deutschen auch das letzte Spiel der Relegation gegen den Erzrivalen aus der Schweiz mit 3:5 verloren geben. Während die Eidgenossen den Klassenerhalt geschafft haben, muss der DEB-Nachwuchs nun wieder zurück in die Zweitklassigkeit. Natürlich kann das Ziel nur direkter Wiederaufstieg lauten.

In der umkämpften Partie hatte Deutschland gegen die Schweizer zweimal in Führung gehen können (Schütz zum 1:0 und 2:1 - 6./18.), doch abgesehen vom zwischenzeitlichen Anschlusstreffer von Braun in der 45. Minute konnte die Höfner-Truppe in der Folge keine entscheidenden Akzente mehr setzen. DEB-Sportdirektor Franz Reindl bilanzierte anschließend enttäuscht: "Es ist sehr bitter, nach einem sehr guten Turnier mit fünf Punkten am Ende doch noch abzusteigen. Unsere Mannschaft hat bei diesem Turnier internationale Klasse gezeigt und viele Spieler haben das Zeug zu Größerem."

eishockey.info

Geschrieben von: Basler2000 4th January 2007 - 22:25:39

Schade, Schade so gut ins Turnier gestartet und dann aber doch in der entscheidenden Phase wieder verloren! Schade hätte es den Jungs gegönnt! sad.gif

Geschrieben von: Bärliner 8th January 2007 - 01:25:51

DEB-Frauen verlieren Finale

Die Frauen-Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes hat das Finale des Sechs-Länder-Turniers um den Air-Canada-Cup gegen die U-22-Auswahl von Olympiasieger Kanada verloren. Die Mannschaft von Bundestrainer Peter Kathan unterlag dem Turnierfavoriten in Regensburg mit 1:6.

Platz drei sicherte sich die Schweiz durch ein 5:2 gegen Russland.

Das Endspiel hatten die DEB-Damen durch ein 5:0 gegen die Russinnen erreicht, während die Kanadierinnen in der Vorschlussrunde die Schweiz mit 11:0 deklassiert hatten.

Geschrieben von: Bärliner 8th January 2007 - 17:01:01

Neuer Vertragsvorschlag an Europa

Die nordamerikanische Profiliga National Hockey League (NHL) kommt mit einem neuen Vertragsvorschlag an Europas Top-7-Nationen.
Das derzeit laufende, damals kurzfristig eingerichtete Vertragswerk zwischen dem NHL und den IIHF-Verbänden garantiert derzeit eine Zahlung von 200 000 Dollar pro Spieler und brachte letzte Saison 9,7 Millionen Dollar nach Europa. Dank diesen Ausbildungsentschädigungen darf die NHL in Europa Spieler mit und ohne laufende Verträge holen. Russland verzichtete als einzige Nation auf eine Zusammenarbeit und auf das Geld der NHL.

Für 2007/08 muss ein neues Vertragswerk ausgehandelt werden. Die NHL präsentierte den Top-7-Nationen (Deutschland, Finnland, Russland, Schweden, Schweiz, Slowakei, Tschechien) einen neuen Vorschlag über drei Jahre, welche Europa pro Saison 15 Millionen Dollar garantieren soll. Dies jedoch ohne Begrenzungen in der Anzahl von Spielern. Der Preis pro Spieler kann daher je nach Anzahl über oder unter 200 000 Dollar zu liegen kommen. Die NHL machte jedoch klar, dass dieses Angebot nur gälte, wenn alle Nationen teilnehmen. Während die anderen sechs Verbände lieber ein solches Angebot annehmen als gar nichts zu erhalten, dürfte es in Russland erneut zu grossen Debatten kommen.

http://www.hockeyfans.ch/

Geschrieben von: Eisblitz 16th January 2007 - 17:36:37

Bern: Europarekord aufgestellt
Berlin/Duisburg, 15.Januar 2007

Beim Berner Derby zwischen den SCL Tigers und dem SC Bern (2:5) im Berner Fussballstadion Stade de Suisse wurde ein neuer europäischen Zuschauerrekord im Ligabetrieb aufgestellt: 30076 Zuschauer!

Der bisherige Rekord geht auf das Jahr 1963 zurück, als Frölunda Göteborg (Schweden) auf einer offenen Eisbahn 23192 Zuschauer hatte.

(Bericht und Foto: www.hockeyfans.ch)

Geschrieben von: Borsdorfer 21st January 2007 - 15:18:45

Zu diesem Europarekord fand ich noch folgenden Artikel:

Ein schweizer Hokey- Spiel wie ein Erotikfilm ohne Ton
Ein ausverkauftes Stade de Suisse in Bern. Wer den Puck sehen wollte, brauchte ein Fernglas.
In 17 Monaten jagen im Stade de Suisse in Bern die Fußball- Stars bei der EURO 2008 dem Ball hinterher.
Am 14.01.07 füllten 30000 Zuschauer die Ränge der neuen Arena. Was sie zu sehen bekamen, waren... Eishokey- Cracks. Aufgrund des 100. Auseinandertreffens des SC Langnau und dem SC Bern wurde das Derby in das Fußball- Stadion verlegt. Die Rechnung ging aber nicht ganz auf. Zwar stürmten die Fans die Arena, dass es einen neuen Europarekord bei einen Eishokeyspiel gab, doch die Stimmung wurde als Erotikfilm ohne Ton bezeichnet. Man sah und ... hörte kaum etwas von der Eisfläche. Für die, die es übrigens nicht mitbekamen: Bern gewann mit 5:2.
Quelle: DIE NEUE (Öst.) v. 16. Jänner 2007

Geschrieben von: Bärliner 23rd January 2007 - 12:24:19

Ein Schiri lag doch nicht richtig

So viel Ärger am Wochenende – und dennoch lagen die Schiedsrichter bei den beiden großen Aufregern in der DEL und in der Oberliga richtig. Zumindest einer von beiden. Denn nach einer erneuten Rückfrage ergabe sich ein Missverständnis, von dem Holger Gerstberger, der Schiedsrichter-Beauftragte der DEL, in unserem ersten Interview ausgegangen ist. "Ich bin bei der Schilderung davon ausgegangen, dass während der angezeigten Strafe ein Spieler der anderen Mannschaft an die Scheibe gelangt ist. Das hatte ich im Gespräch falsch verstanden."

Hockeyweb.de: In Frankfurt zeigte Schiedsrichter Bulanov eine Strafzeit gegen Tobias Wörle an. Sein Teamkollege Thomas Oppenheimer schoss bei der Puckkontrolle, die zum Abpfiff führte, den Puck über die Bande aus dem Spielfeld heraus. Der Schiri erkannte auf weitere zwei Minuten wegen Spielverzögerung. Wie sehen Sie die Situation?

Holger Gerstberger: Leider ist Herrn Bulanov da tatsächlich ein Fehler unterlaufen. Tatsächlich hätte es gegen den Spieler Oppenheimer keine Strafzeit geben dürfen. Das ist in einem Rundschreiben in der Saison 2005/06 so geregelt worden. Wie gesagt, in der Schilderung der Situation gab es ein Missverständnis, so dass ich zunächst von einer anderen Situation ausgegangen bin.

Hockeyweb.de: In Riessersee wurde das Spiel gegen die Hannover Indians in der neunten Minute abgebrochen. Vorher gab es viele Strafzeiten gegen die Niedersachsen – aber eben auch eine zweiminütige Bankstrafe nach der kurzen Rückkehr der Mannschaft auf das Eis.

Holger Gerstberger: Auch hier entsprach diese Entscheidung den Regeln. Geht eine Mannschaft vom Eis, muss sie nach der Aufforderung des Schiedsrichters zurückkehren. Macht sie das nicht, wird das Spiel abgebrochen. Macht sie es, geht es weiter, aber die sich verfehlende Mannschaft erhält zwei Strafminuten wegen Spielverzögerung. Geht die gleiche Mannschaft im gleichen Spiel erneut vom Eis, muss das Spiel abgebrochen werden.

http://www.hockeyweb.de/artikel.php?a=25694

Geschrieben von: Bärliner 2nd February 2007 - 00:09:45

Kommentar: Was ist mit „unserem“ Sport in dieser Saison nur los?


Was ist mit „unserem“ Sport in dieser Saison nur los? Wird eigentlich immer weniger Gewicht auf Fairplay gelegt, dafür mehr auf Unterhaltung (die Wörter „Event“ oder „Entertainment“ vermeide ich absichtlich), um nicht zu sagen, Volksbelustigung?

Ein paar Beispiele für diesen „unfairen“ Trend sollen eigentlich nachdenklich stimmen. Schiedsrichter sind längst nicht mehr regelsicher, wenn man nur an einige Stichpunkte wie Verlängerung oder Strafzeitnahme denkt. In Iserlohn wurde auf die „Vier-gegen-Vier-Regel“ im wahrsten Sinne des Wortes gepfiffen, in Krefeld gab es Tumulte in der Verlängerung, obwohl der Schiedsrichter korrekt entschied, während ein ranghoher Funktionär zunächst anderer Meinung war, bei einer nochmaligen Nachfrage nicht mehr zur Verfügung stand (die Mailbox wurde urplötzlich eingeschaltet), wieder in Iserlohn wurde dem Schiedsrichter bedeutet, dass eine Matchstrafe „nur“ international okay ist, während hierzulande beim Gebrauch der Fäuste „zweimal zwei plus zehn“ als Strafe völlig reicht.

Den meisten ist sicherlich noch das Beispiel des zurückgehaltenden Spielers beim Match Krefeld gegen Düsseldorf in bester Erinnerung. Weder die „Amateure“ an der Zeitnahme noch die „Profis“ in Schwarz-Weiß (von denen einer sogar schon bei einer WM unser Land vertrat) ließen sich auf eine Diskussion mit dem protestierenden DEG-Kapitän ein. Sie hätten sich doch denken können, dass dieser nicht grundlos seine Stimme erhebt. Der DEG-Protest wurde jedoch in beiden Instanzen abgeschmettert, obwohl eine Regelbeugung vorlag.

Ein weiteres Beispiel: Nürnbergs Kapitän erhält wenige Sekunden nach dem Eröffnungsbully eine Fünfminutenstrafe plus „Spieldauer“, weil er seinen gegnerischen Spieler mit hohem Stock verletzte. Die Schiedsrichter sind in diesem Falle gehalten, eine Absicht zu unterstellen und den Betreffenden unter die Dusche zu schicken. Kann man wirklich im Ernst glauben, dass hier eine Absicht vorliegt? Egal, der Hauptschiedsrichter, zu allem Überfluss auch noch ein Profi, verordnete dem konsternierten Ice Tiger „Kurzarbeit“. Die Diskussion hierüber dauerte übrigens runde fünf Minuten. Lächerlich, einfach lächerlich!

Stichwort Schiedsrichter:
Die Funktionäre werden immer zahlreicher, deren Leistungen jedoch nicht besser. Schon an den vorgenannten Beispielen erkennen auch diejenigen, die nicht das Regelbuch unter dem Kopfkissen haben, dass hier etwas nicht stimmen kann. Dass sogar ein Profi-Schiedsrichter zu den „Versagern“ gehört, erschwert die Sache noch mehr. Neutrale Beobachter werden den Eindruck nicht los, als kämen einige Unparteiische nicht durch Leistung, sondern durch entsprechendes Benehmen ihren Vorgesetzten gegenüber nach oben.

Stichwort Zeitnehmer:
DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke nach dem Krefelder Vorfall: „Dann müssen wir eben Schulungen durchführen. Durch Schaden wird man klug.“ Heißt das etwa im Umkehrschluss, dass die Rundschreiben, die von der Ligenleitung jedes Jahr an die Vereine (Entschuldigung, Firmen) verschickt wurden, zuweilen ungelesen in die Ablage wandern? Wie sind sonst solche Vorfälle, wie beschrieben, zu erklären?

Stichwort Stadionsprecher:
Mir sagte einmal ein Mitarbeiter dieser Zunft: „Der Stadionsprecher muss euphorisch sein!“ Nee, muss er nicht, zumindest nicht in erster Linie. Er muss korrekt sein, muss nicht die Tore des Gegners mit kaum vernehmbarer Flüsterstimme ansagen und muss nicht von „den anderen“ sprechen, wenn er den Gegner meint. Die eigenen Fans aufmuntern, okay, aber in fairer Form und nicht anders. Und wenn der Name eines langjährigen DEL-Akteurs immer noch verkehrt ausgesprochen wird, ist dies ganz einfach miese und wiegelt die Gästefans nur auf. Auch der Sprecher gehört zu den Offiziellen. Mir klingt jetzt noch die Stimme von DEG-Sprecher Volker Boix (auch wenn er bis vor kurzem den Kölner Spieler „Mäckelwein“ nannte) in den Ohren, als er vor knapp vier Jahren nach dem Ausscheiden „seiner“ DEG den siegreichen (und späteren Meistern) aus Krefeld nachrief: „Jungs, diesmal wart ihr besser!“ Das ist Fairness!

Mein Nachbar, Duisburger wie ich, ist seit Jahren DEG-Fan. Daher verwunderte mich ein wenig seine Meinung zum besagten Fall. Christian schimpfte nicht auf die Krefelder oder auf die Juristen. „Mein Gott, Werner, wird unsere Sportart lächerlich gemacht! Das Eishockey ist der Verlierer und nicht irgendwelche Vereine.“ Schade, dass er Recht hat!

Ein Kommentar von Werner Nieleck für http://www.hockeyweb.de/artikel.php?a=25979


Mit dem Stichwort Stadionsprecher, spricht mir der Mann aus'm Herzen!

Geschrieben von: Eisblitz 5th February 2007 - 17:38:02

Quergedacht: Jedes Jahr eine Eishockey-WM – weniger wäre hier mehr!von Gernot Kirch

Zu wenig Zeit für die Nationalmannschaft! Keine Länderspielpause im Dezember! Zu dicht gedrängtes Programm in der DEL! So, oder so ähnlich, liest es der Eishockey-Fan zurzeit in allen Printmedien, die sich mit Eishockey beschäftigen.

Sicher, mittlerweile unbestritten: Ohne eine erfolgreiche Nationalmannschaft wird sich das deutsche Eishockey nicht aus der Bedeutungslosigkeit in der öffentlichen Wahrnehmung ziehen können, in die es mittlerweile gerutscht ist.

Aber in diesem Zusammenhang – zu wenig Zeit für die Nationalmannschaft - sollte auch einmal die Frage gestellt werden: Muss eigentlich jedes Jahr eine Eishockey-Weltmeisterschaft ausgespielt werden. Und dies sogar in Jahren, in denen eine Winter-Olympiade stattfindet? Dazu eventuell noch alle vier Jahre der „World Cup of Hockey“ (dem Nachfolger des Canada-Cups), einer Art Super-Weltmeisterschaft? Macht dies wirklich Sinn? Wäre weniger hier nicht mehr?

Ich glaube ja. Ein Sport-Highlight, ein Groß-Ereignis, was die Eishockey-Weltmeisterschaft sein will, muss zelebriert werden. Ihm muss man entgegenfiebern. So wie dies im Fußball geschieht. Oder im Rugby (wenn auch nicht gerade in Deutschland). Oder es auch im Handball wieder sein soll. Alle vier Jahre! Und dazwischen die Olympiade. Und beides (Eishockey-WM und Olympia) Sport-Höhepunkte, zu denen wirklich die Besten kommen, die Jagrs und Ovechkins, die Hechts und die Prongers. Die Stars eben, nicht die zweite Garnitur. Auch um dieses Image der WM geht es. Denn in den Augen vieler ist dies nur eine WM der Ausgeschiedenen, der Verlierer. Also, noch einmal, weniger wäre hier mehr!!
Das Treffen der weltbesten Eishockey-Cracks darf nicht zur Massenware verkommen, muss wirklich die ganze Welt interessieren.
Und in den Zwischenjahren würde auch genug Zeit sein, um die deutsche Nationalmannschaft umzubauen, zu verjüngen und zu experimentieren. Auch ohne, dass man an der DEL rumschnipselt.
eishockey-magazin

Geschrieben von: smoking joe 6th February 2007 - 15:36:43

Herner EG gründet Limited

Die Herner EG bereitet sich auf den Sprung in die Oberliga vor. Während die Blizzards weiter unangefochten an der Tabellenspitze der Regionalligen-Endrunde stehen, haben die Verantwortlichen eine eine Limited gegründet, die ab der nächsten Saison den Spielbetrieb der 1.Mannschaft übernehmen soll, um den Stammverein abzusichern.
Geschäftsführerin der "Herner EG Limited" wird Biljana Mirkovic, die den sportlichen Leiter der HEG, Rolf van Hauten, noch aus Zeiten bei der Düsseldorfer EG kennt. Die 33-jährige Kauffrau arbeitet ab sofort an der Sicherung des Etats für die kommende Saison in der Oberliga.
Die Gesellschafter Uwe Menapace und Jürgen Orlowski werden der neuen Geschäftsführerin im Aufsichtsrat zur Seite stehen.

(IHP)

Na ob das bei der ESBG so gut ankommt ?? Ltd. gabs auch in Ratingen und in der letzten EHN war zu lesen, daß sich die ESBG gut überlegt, ob sie eine Ltd. zuläßt und wenn ja, welche Auflagen (genannt wurden TEUR 25 an Bürgschaft - also wie das Stammkapital einer GmbH) gemacht werden.

Geschrieben von: Eisblitz 9th February 2007 - 22:36:23

Team United besiegt Team German beim ESBG All-Star-Game
Das Team United, bestehend aus den besten ausländischen Spielern der Asstel Eishockey Liga und Oberliga, hat das Team German, bestehend aus den besten deutschen Spielern im ESBG-Bereich, deutlich mit 16:4 beim ESBG All-Star-Game in Ravensburg besiegt.
Die Tore für United erzielten Tyson Mulock, Turo Virta, Dion Del Monte, Shawn McNeil, Kevin Gardner, Jared Mudryk, Eric Nadeau, Chris Stanley, Jade Galbraith, Dean Beuker, Aleksandrs Siskovics, Ryan Huddy und Lanny Gare.
Für das deutsche Team trafen Bradley Bergen, Manuel Klinge, Kamil Toupal und Daniel Menge.
Vor dem Spiel fand noch die Skills Competition statt. Als schnellster Schlittschuhläufer zeichnete sich der Ravensburger Stürmer Mike Dolezal aus, dicht gefolgt von Füssens Kevin Gardner und Kassels Manuel Klinge.
Bei den Torhütern konnte wie bereits im Vorjahr der Garmischer Top-Goalie Marc McArthur mit fünf gehaltenen Panalties den Wettbewerb für sich entscheiden.
Den härtesten Schlagschuß zeigte der Weidener Star-Verteidiger Turo Virta mit 150 km/h, dicht gefolgt vom Regensburger Verteidiger Josh MacNevin und dem Garmischer Topscorer Jade Galbraith.
(IHP/09.02.2007)

Geschrieben von: Bärliner 25th February 2007 - 12:07:49

Dramatischer Unfall in Höchstadt

Das 2. Viertelfinale in der Bayernliga zwischen dem Höchstadter EC und den Passau Black Hawks (Endstand 1:3) wurde von einer schweren Verletzung des Passauer Spielers Gert Heubach überschattet, der in einem Zweikampf von einem Schlittschuh im Halsbereich getroffen wurde und mit durchtrennter Halsvene ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Nach einer Versorgung konnte Heubach die Klinik wieder verlassen.


... ... gehabt!

Geschrieben von: Black Lion 28th February 2007 - 18:14:41

Ich weiß nicht, wohin damit. Einfach verschieben, wenn das hier nicht passt... unsure.gif

Einstiegshilfe für neue Oberligisten?

Möglicherweise wird den Aufsteigern aus den Regionalligen der Sprung in die dritthöchste Spielklasse etwas erleichtert. Die ESBG-Verantwortlichen suchen gemeinsam mit dem DEB-Präsidium bei einem Treffen am Mittwoch in München nach Lösungen.
Dabei scheint aber festzustehen, dass aber auch die neuen Oberligisten künftig Zahlungen in den sogenannten "Reindl-Pool" für jeden neuverpflichteten Spieler (1.500 Euro) tätigen müssen.
Anders sieht es bei Zahlungen in den Fond für Nachwuchsteams aus. Mindestens fünf Nachwuchs-Mannschaften fordert die ESBG. Für jedes fehlende Team sind üblicherweise 15.000 Euro Zahlung in den Reindl-Pool fällig. Hier denkt die ESBG über Ausnahmefristen für die Oberliga-Neulinge im ersten Jahr nach.
Der Inhalt des Fonds wird bekanntlich immer zum Saisonende ausgeschüttet und bevorzugt an Vereine, die eine tadellose Nachwuchsarbeit leisten, ausgezahlt.
icehockeypage.com

EDIT: Sry, plz löschen.

Geschrieben von: smoking joe 28th February 2007 - 19:09:25

ZITAT(Black Lion @ Feb 28 2007, 06:14 ) *
Ich weiß nicht, wohin damit. Einfach verschieben, wenn das hier nicht passt... unsure.gif

Einstiegshilfe für neue Oberligisten?

Möglicherweise wird den Aufsteigern aus den Regionalligen der Sprung in die dritthöchste Spielklasse etwas erleichtert. Die ESBG-Verantwortlichen suchen gemeinsam mit dem DEB-Präsidium bei einem Treffen am Mittwoch in München nach Lösungen.
Dabei scheint aber festzustehen, dass aber auch die neuen Oberligisten künftig Zahlungen in den sogenannten "Reindl-Pool" für jeden neuverpflichteten Spieler (1.500 Euro) tätigen müssen.
Anders sieht es bei Zahlungen in den Fond für Nachwuchsteams aus. Mindestens fünf Nachwuchs-Mannschaften fordert die ESBG. Für jedes fehlende Team sind üblicherweise 15.000 Euro Zahlung in den Reindl-Pool fällig. Hier denkt die ESBG über Ausnahmefristen für die Oberliga-Neulinge im ersten Jahr nach.
Der Inhalt des Fonds wird bekanntlich immer zum Saisonende ausgeschüttet und bevorzugt an Vereine, die eine tadellose Nachwuchsarbeit leisten, ausgezahlt.
icehockeypage.com


guggst Du http://forum.eishockey-leipzig.de/index.php?showtopic=2877&view=findpost&p=112561

Geschrieben von: Bärliner 8th March 2007 - 15:31:19

Olympische Spiele 2010 - Neuer Modus bei den Olympischen Spielen - Zwölf Nationen in drei Gruppen

Nach Angaben einer schweizer Internetseite findet das Olympische Eishockeyturnier mit einem neuen Modus statt. Zwar werden erneut zwölf Nationen teilnehmen, diese werden dann aber in drei Gruppen aufgeteilt. Möglich wäre, dass jeweils der Gruppenerste und der beste Gruppenzweite automatisch für das Viertelfinale qualifiziert sind. Die restlichen Teams kämpfen um die letzten vier Plätze.

Geschrieben von: Bärliner 14th March 2007 - 23:44:06

Neue Teams beim Deutschland-Cup in Hannover

Mit zwei neuen Teams startet der Deutschland Cup 2007 vom 8. bis 11. November in Hannover. Statt Lettland und Kanada werden die USA und Dänemark teilnehmen. Gespielt wird erneut in zwei Dreier-Gruppen, die im April ausgelost werden.

Geschrieben von: Basler2000 15th March 2007 - 18:25:47

Ligasponsor für die DNL

Deutsche Nachwuchsliga und Schüler-Bundesliga mit eigenem Ligensponsor – „US-Land Banking Nachwuchsliga“ und „US-Land Banking Schüler-Bundesliga“

Die Deutsche Nachwuchsliga und die Schüler-Bundesliga haben ab sofort einen eigenen Ligensponsor. US-Land Banking ist ein Produkt der amerikanischen Investment Banking Firma Private Commercial Office, Inc. Der deutsche Geschäftsführer Ulrich Engler, mit seinem Produkt Day Trading bereits seit 2003 sehr erfolgreich auf dem Markt, möchte seine konservative Anlagestrategie mit US-Land-Banking ausbauen. Dabei handelt es sich um Erwerb, Entwicklung und Verwertung strategisch günstig gelegener und nicht erschlossener Grundstücke (Bauerwartungsland) mit hohem Wachstumspotenzial.
Ulrich Engler ist begeisterter Eishockey-Fan. Und das kommt nicht von ungefähr, denn eines haben diese Sportart und sein Geschäft gemeinsam: in beidem kommt es darauf an, schnell zu kombinieren und treffsicher zum Abschluss zu kommen. Daher lag es für Ulrich Engler nahe, sich für den deutschen Eishockey-Nachwuchs zu engagieren.
Die Partnerschaft zwischen den DNL- und Schüler-Bundesliga-Vereinen sowie US-Land Banking läuft ab sofort und gilt bis zum Saisonende 2007/ 08.
Neben dem Namenssponsoring, „US-Land Banking Nachwuchsliga“ und „US-Land Banking Schüler- Bundesliga“, zeigt sich die Partnerschaft zukünftig auch in Form des neuen Ligenlogos auf Helmen und Trikots der etwa 600 Nachwuchsspieler bundesweit.
Die Partnerschaft ermöglicht es den einzelnen Vereinen, ihre Nachwuchsarbeit mit den zur Verfügung gestellten Mitteln weiterzuentwickeln und zu verbessern, um so die Basis an gut ausgebildeten Nachwuchsspielern in Deutschland zu erweitern.
(IHP/Pressemitteilung Deutscher Eishockey Bund/15.03.2007)


Geschrieben von: Ogi 15th March 2007 - 18:33:00

Fehlt nur noch ein Ligasponsor für die Oberliga.

Geschrieben von: Basler2000 11th April 2007 - 07:49:32

Revier Löwen vor dem endgültigen Aus

Abschied vom Eishockeysport in Oberhausen? - Termin 1. Mai nicht zu schaffen

„Bei den letzten Gesprächen mit dem Hallenbetreiber OGM wurde deutlich, dass dort zwar mit Hochdruck an den Plänen zur Umgestaltung der Eishalle Vonderort in eine eishockeytaugliche Eishalle gearbeitet wurde, wir jedoch übereinstimmend feststellen mussten, dass eine verbindliche Zusage der Umsetzung bis zum 1. Mai nicht erfolgen kann“, stellt der 2. Vorsitzende der Revier Löwen, Holger Rößing, fest. Mit diesem Datum müssen bekanntermaßen die Mannschaftsmeldungen beim Landeseissportverband (LEV NRW) für die kommende Spielzeit erfolgen, die nun erneut ohne Beteiligung der Revier Löwen Oberhausen stattfinden wird. Ebenso werden voraussichtlich alle weiteren Pläne in Sachen „Eishalle Vonderort“ ohne die Revier Löwen von statten gehen. „Wir werden auf Grund der nun nicht mehr möglichen finanziellen Konsolidierung den Weg zum Insolvenzgericht gehen müssen“, resümiert der enttäuschte Vorstand der Revier Löwen. Die Löwenverantwortlichen hatten bis zum Schluss gehofft, den aus Altlasten bestehenden sechsstelligen Schuldenberg im Laufe der nächsten Jahre schrittweise abbauen zu können. Mit dem Insolvenzantrag droht nun die Auflösung des Vereins. Ob und wieweit diese Entwicklung den endgültigen Abschied vom Eishockeysport in Vonderort bedeutet, ließ die OGM offen. Für den 14. Mai plant der Löwenvorstand einen Informationsabend für alle eishockeyinteressierten Oberhausener, um die aktuelle Situation und die Zukunft des Eishockeys in Oberhausen zu diskutieren.
(IHP/Pressemitteilung Revier Löwen Oberhausen/10.04.2007)

Geschrieben von: Bärliner 16th April 2007 - 23:52:48

... in mahnender Erinnerung ... rolleyes.gif

Ein Ende als Schmierenkomödie
Vor genau fünf Jahren starb ein Stück Berliner Eishockey-Tradition



Tristesse in der Deutschlandhalle: Enttäuschte Fans der Capitals (Foto: Peters)

Lenz Funk lud nicht ein, auch nicht zu seinem Sechzigsten. Geburtstage feiern, das war nie seine Sache. Meist kam früher aber trotzdem immer irgendwer vorbei, um mit der Eishockey-Legende anzustoßen. Inzwischen ist das schwierig geworden. Funk hat sich ganz still zurückgezogen. Der Mann, der für das Berliner Eishockey steht wie kein anderer, lebt seit 2006 wieder in der bajuwarischen Heimat. Nach 33 Jahren nun Bad Tölz statt Berlin, heimischer Herd statt Haxenwirt in Wilmersdorf.

Mit Funk, der kürzlich 60 Jahre alt wurde, ist ein Stück Geschichte gegangen. Aber immerhin hat der frühere Nationalspieler länger durchgehalten als die Berlin Capitals, mit denen er ebenso verbunden war wie mit dem EHC Eisbären. Vor genau fünf Jahren (am 17. April 2002) wurde das Insolvenzverfahren gegen den die Caps eröffnet. Damit endete eine große Eishockey-Tradition in Charlottenburg. Die letzten beiden Jahre der Caps sind als unsägliche Schmierenkomödie in Erinnerung. Legendär noch heute die Worte "nächste Woche", mit denen den Angestellten des Vereins über Monate die Zahlung der Gehälter in Aussicht gestellt worden ist. Die Capitals konnten nicht mehr zahlen. Das finanzielle Dilemma begleitete das Charlottenburger Eishockey durch alle Zeiten. Angefangen 1982 mit der Pleite des Schlittschuhclubs, mit 19 Titeln noch immer deutscher Rekordmeister.

Als Nachfolger entstand damals der BSC Preussen, mit Steakhaus-Besitzer Herrmann Windler als Präsident. Neuanfang in der Zweiten Liga und von dort wieder nach oben - dafür scheute Windler keine Mühen. Zwölf Jahre amtierte er als Präsident, er tat es wie ein Patriarch.

"Sicher hatten wir kleine Tricks parat", sagte er einmal. Einige Millionen Mark Schulden brachten die Tricks ein. Sie wurden zu einem Ballast für den schwäbischen Immobilien-Kaufmann Egon Banghard, der den Klub später übernahm. Auch wenn die Namen sich oft änderten - von Preussen Devils über Berlin Capitals zu Berlin Capitals "Die Preussen" - die Schulden blieben. "Es war ein Fehler, damals einfach so weiterzumachen", sagt Joachim Börner. Der Rechtsanwalt begleitete die Capitals seit Banghards Einstieg. Oft gab es eine Unterdeckung im Etat. Weil die Schulden des Preussen e.V. Jahr für Jahr abgetragen wurden.

Das Sterben der Capitals verlief alles andere als geräuschlos. Die Probleme waren groß, der Drang zur Selbstdarstellung mindestens genauso. Nie hat man genug bekommen. Mitte der 90er Jahre besaßen die Charlottenburger die teuerste Mannschaft der Liga. Sie zahlten Gehälter, an die heute nicht mehr zu denken ist. Der teuerste Akteur wurde mit fast einer Million Mark entlohnt.

Der sportliche Erfolg stellte sich trotzdem nie ein. Es gab Momente des Glücks in der Jafféhalle. Es gab unvergessliche Derbys mit den Eisbären. Es gab unglaubliche Geschichten. Wie die von Trainer Peter Ustorf, der bei einem Derby mal aus dem Publikum als "Wichser" beschimpft wurde und sich dafür mit einer Prügelei revanchierte. Unvergleichliche Spieler wie Toni Tanti, John Chabot, Georg Holzmann oder Tom O'Regan standen in den Reihen der Capitals. Ins Finale schafften es die Charlottenburger nie, dafür scheiterten sie sechsmal im Halbfinale.

So lange Banghards Geld floss, interessierte niemanden der wirtschaftliche Wahnsinn, der bei den Capitals ablief. Etwa 15 Millionen steckte der Unternehmer, der wegen Anlegerbetrugs 2004 zu drei Jahren Haft verurteilt wurde, in den Verein. Aber Ende 2000 konnte er nicht mehr. Die Immobiliengeschäfte liefen schlecht - und der Klub war, trotz der folgenden Versuche beispielsweise einer Investorengruppe, nicht mehr zu retten. Zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre wurde die Lizenz entzogen, zudem stiegen die Berliner am 7. April 2002 auch sportlich ab.

Aufgeben wollte Lenz Funk nicht, auch wenn am 17. April 2002 das Insolvenzverfahren eröffnet worden ist. Er hat versucht, das Eishockey in Charlottenburg nicht sterben zu lassen. Doch die Neugründungen, die auf die Berlin Capitals folgten, hatten nur eines mit dem großen Vorgänger gemeinsam. Auch sie gingen bald in Konkurs.

Berliner Morgenpost

Geschrieben von: Bärliner 20th April 2007 - 19:23:21

IIHF führt Champions Hockey League 2008/09 ein

Der Internationale Eishockey Verband IIHF hat auf einer Tagung in Zürich die Gründung einer Champions Hockey League ab der Saison 2008/09 in Aussicht gestellt. Darüber informierte Präsident Rene Fasel die Vertreter der nationalen Verbände. So sollen ab 2008/09 in einer ersten Qualifikationsrunde die Clubs, die nach einer speziellen Rangliste von Platz sieben bis 24 geführt werden, in sechs Gruppen á drei Teams sechs Gruppensieger ausspielen. Das Turnier soll an einem Wochenende mit jeweils zwei Spielen pro Team durchgeführt werden.
In der zweiten Runde treffen die sechs Gruppensieger auf die zweitbesten Teams nach der Vorrunde (die nicht Meister geworden sind, z. B. in Deutschland wäre dies in dieser Saison Düsseldorf) der Top sechs Nationen. In einem Hin- und Rückspiel werden die sechs Teilnehmer ermittelt, die neben den Meistern der europäischen Top sechs Nationen in der zwölf Mannschaften umfassenden Champions Hockey League spielen.
Die zwölf Teams spielen in vier Gruppen á drei Teams jeweils in einer Doppelrunde (vier Spiele pro Team) die Halbfinalteilnehmer aus. Das Halbfinale und das Finale werden jeweils mit Hin- und Rückspiel ausgetragen.
An Gewinnsummen werden 16,7 Millionen Schweizer Franken ausgelobt, wobei der Siegerallein 1 Million Schweizer Franken als Gewinnsumme erhält. Zudem ist geplant, dass der Europäische Champions League Sieger danach Ende September gegen den amtierenden Stanley Cup Gewinner um den Weltpokal spielt.

http://www.eishockeynews.de/nachricht.html?nachricht_id=814


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Geschrieben von: Tom Tokio 20th April 2007 - 19:49:11

Wow! Klingt toll!

Geschrieben von: Basler2000 22nd April 2007 - 10:00:09

Neuer DEL-Standort in Stuttgart?

Entscheidung über einen möglichen Umzug der Füchse von Duisburg nach Stuttgart soll am Donnerstag fallen

Wie bereits in der vergangenen Woche berichtet, führen die Füchse-Verantwortlichen am nächsten Donnerstag, den 26.April, weitere Gespräche mit den Betreibern der Stuttgarter Porsche-Arena, sowie Sport-Bürgermeisterin Dr. Susanne Eisenmann. Dann soll auch eine endgültige Entscheidung fallen, ob die Füchse von Duisburg nach Stuttgart umziehen.
EVD-Geschäftsführer Pape forderte von den Stuttgartern einen Nutzungsvertrag der neuen Porsche-Arena, die im Mai 2006 eröffnet wurde und in der neben Handball auch Eishockey gespielt werden soll, für die nächsten vier Jahre, sowei feste Sponsorenzusagen. Hier ist eine Summe von fünf Millionen Euro im Gespräch. Offenbar scheinen die Stuttgarter mittlerweile einen Geldgeber gefunden zu haben.
Sollte der Umzug der Füchse am Donnerstag tatsächlich besiegelt werden, so soll schon am Freitag bei der DEL-Gesellschafterversammlung über den Antrag der Standort-Verlegung abgestimmt werden. Auch eine Namensänderung steht im Raum.
(IHP/21.04.2007)

Geschrieben von: Bärliner 23rd April 2007 - 22:54:29

Pierre Pagé geht nach Salzburg - Red Bull-Konzern in Kooperation mit Anschutz-Gruppe

Nun also doch. Pierre Pagé (58) wechselt von den Berliner Eisbären zum österreichischen Meister Red Bull Salzburg. Dies vermeldet der in Berlin erscheinende Tagesspiegel in seiner Ausgabe vom Mittwoch.

Wochenlang war über das Engagement des Kanadiern beim Club des Energy-Drink-Herstellers Dietrich Mateschitz spekuliert worden, aber auch über eine Wechsel innerhalb der DEL, zum Beispiel nach Hamburg oder Düsseldorf. Auch eine Rückkehr nach Nordamerika spielte in den Gedankengängen des Pierre Pagé zeitweilig eine mehr oder minder große Rolle.

In Salzburg findet Pagé, unter dessen Regie die Eisbären Berlin zweimal deutscher Meister wurden, ähnliche Verhältnisse wie in der Bundeshauptstadt vor. Die roten Bullen verfügen über einen ähnlich großen finanziellen Spielraum wie die Eisbären. Zudem arbeitete der Mateschitz-Konzern in Zukunft eng mit der Anschutz-Gruppe, bekanntlich Alleingesellschafter der Eisbären, zusammen. In New Jersey entsteht so in den nächsten Monaten In Kooperation zwischen den beiden Unternehmensgruppen eine Soccer- und Konzertarena.

Aber auch Nachwuchsarbeit wird im Flachgau großgeschrieben. So wollen die Salzburger demnächst mit ihrer Jugendmannschaft in der deutschen Bundesliga um den Aufstieg in die DNL kämpfen. blink.gif In Deutschland war Pagé neben den Meistertiteln mit den Eisbären vor allem aufgrund der Tatsache populär geworden, dass er die jungen einheimischen Spielern förderte.

eishockey.info

Geschrieben von: Eisblitz 27th April 2007 - 16:04:19

Füchse bleiben in Duisburg

Duisburg wird auch in der nächsten Saison in der Deutschen Eishockey Liga vertreten sein. Die Gespräche der Füchse-Verantwortlichen mit den Betreibern der Stuttgarter Porsche-Arena wurden am heutigen Donnerstag eingestellt.
Die Forderungen von Hauptgesellschafter Ralf Pape bezüglich Sponsoren-Garantien konnten aufgrund der kurzen Fristen Ende April von Stuttgarter Seite aus nicht erfüllt werden.
Damit bleibt der DEL-Standort Duisburg erhalten.
(IHP/26.04.2007)

Geschrieben von: Basler2000 9th May 2007 - 13:46:07

Aus Champions Cup wird die Champions League
Berlin/Duisburg, 9.Mai 2007


Ab 2008 wird sich im europäischen Eishockey etwas ändern. Das beschloss der Eishockey-Weltverband in einer seiner vielen Tagungen bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in Moskau.

Ab dem nächsten Jahr gibt es für nahezu alle europäischen Landesmeister (zumindest die in der Eishockey-Rangliste Europas die Plätze 1-24 einnehmen) einen gemeinsamen Wettbewerb.

Während die Meister der Top-6 Nationen Europas für die abschließende Qualifikationsrunde um das erreichen der Halbfinals gesetzt sind, müssen sich die restlichen Landesmeister (europäische Rangliste Plätze 7-24) in zwei Qualifikationsrunden gegeneinander, bzw. gegen die Vizemeister der Top-6 Nationen durchsetzen.

Deutschland rangiert gegenwärtig auf Position 7, und muss somit in die Qualifikation.

Die Champions League löst somit den Champions Cup ab, welcher in den letzten drei Jahren in St. Petersburg ausgespielt wurde. Einziger deutscher Teilnehmer dort waren im Januar 2005 die Frankfurt Lions.

www.hockeyweb.de

Geschrieben von: Basler2000 11th May 2007 - 08:14:51

Herner Blizzards vor dem Ende?

Die nicht für das Lizenzierungsverfahren der Oberliga zugelassene Herner EG kann noch bis Freitag (11. Mai) für die Regionalliga NRW nachmelden. Der als einzige Person gegenüber dem LEV zeichnungsberechtigte Vorsitzende Uwe Menapace verweigert aber die Unterschrift. Grund: Vize Jürgen Orlowski und Ex-Sportchef Rolf van Hauten hatten seine Verfehlungen auf einer Pressekonferenz öffentlich gemacht (Eishockey NEWS berichtete). Da Menapace weiterhin als Vorsitzender amtiert, besteht keine Handhabe gegen sein Verhalten. Damit wäre das Herner Eishockey am Ende und die Gysenberghalle würde nicht weiter als Eissporthalle betrieben werden.

Quelle : www.eishockeynews.de

Geschrieben von: Eisblitz 11th May 2007 - 16:01:33

Russland unterzeichnet Transfervertrag nicht

Der neue Transfervertrag zwischen der IIHF und Russland ist unterzeichnet - eine Unterschrift fehlt jedoch. Russland wollte dem Abkommen nicht zustimmen. Präsident Vladislaw Tretjak sagte am Rande der WM in Moskau: "Wir werden nicht jetzt den Vertrag unterzeichnen aber gerne, wenn wir uns einig sind."

Nach Entschädigungssummen befragt, die er sich für einen Spieler der Stärke eines Evgeny Malkin oder Alexander Ovechkin vorstelle, sagte Tretjak: "Eine Million Dollar." Das vorgeschlagene Konzept sieht eine Zahlung von ca. 200.000 Dollar pro Spieler vor.

Tretjak sagte weiterhin, dass es in Russland in Kürze neue Gesetze für Sportverträge geben werde. Hohe Strafen hätten dann diese Spieler zu erwarten, die während des laufenden Vertrages das Team verlassen. "Es wird hohe finanzielle Strafen geben. Jeder Spieler wird es sich zweimal übelegen, ob er den Vertrag brechen will." Der Spieler müsse dann aus dem Vertrag herausgekauft werden. Tretjak sagte weiter: "Wir möchten, dass die NHL unsere Verträge so akzeptiert, wie wir die Verträge der NHL akzeptieren."

Evgeny Malkin hatte sein russisches Team Metallurg Magnitogorsk im vergangenen Sommer während des Trainingslagers "fluchtartig" verlassen, da dieses ihn nicht aus dem Kontrakt lassen wollte. Die alte Gesetzgebung sah vor, dass der Arbeitnehmer den Arbeitgeber zwei Wochen vor Kündigung des Kontraktes informieren muss. "Diese Regelung war für Elektriker, Klempner und andere Arbeiter, nicht aber für Eishockey-Spieler", sagte Tretjak.

IIHF-Präsident Rene Fasel sagte, er könne niemanden zwingen, das Abkommen zu unterzeichnen. Er ist sich sicher, dass "NHL-Teams auch weiterhin russische Spieler unter Vertrag nehmen werden. Der Unterschied ist, dass es für die russischen Vereine gar keine Entschädigung geben wird."

Geschrieben von: Basler2000 14th May 2007 - 08:30:46

Standort Neuwied erneut vor dem Aus?

Die Neuwieder Eishockeyfans müssen erneut eine Hiobsbotschaft hinnehmen. Wieder gibt es Probleme mit der Eishalle. Nach einem Bericht der Rhein Zeitung will der Betreiber des "Ice-House" den Pachtvertrag mit dem Eigentümer nicht mehr verlängern.
Hintergrund ist, dass der Hallenbesitzer die Pacht erheblich erhöhen will um anstehende Investitionen zu tätigen.
Nun ist dem Betreiber das Risiko zu groß und alles deutet derzeit darauf hin, dass die Eishalle im Herbst nicht mehr öffnen wird. Dies würde zugleich bedeuten, dass der neu gegründete EHC "Die Bären" Neuwied keine Spielstätte mehr hat.
(IHP/12.05.2007)

Geschrieben von: Basler2000 14th May 2007 - 09:31:54

Blizzards melden doch für die Regionalliga NRW

Nachdem es am Mittwoch noch so ausgesehen hat, als ob die Herner Blizzards nach der Nichtaufnahme in der Oberliga auch nicht in der Regionalliga NRW spielen würden, ist diese Hiobsbotschaft für die Fans nun vom Tisch.
Noch-Vorstand Uwe Menapace wollte die Anmeldung für den LEV nicht unterzeichen. Der Rest-Vorstand um Vize Jürgen Orlowski und der LEV NRW haben aber nun eine Möglichkeit gefunden, die Blizzards auch ohne die Unterschrift von Menapace ordnungsgemäß in der Regionalliga starten zu lassen und diese Möglichkeit auch wahrgenommen.

Quelle : www.eishockeynews.de

Geschrieben von: Basler2000 28th May 2007 - 10:20:01

EHV Schönheide e.V. wählt neuen Vorstand

Neue siebenköpfige Führungsriege blickt positiv in die Zukunft

Auf der mit Spannung erwarteten außerordentlichen Mitgliederversammlung des EHV Schönheide e.V. wurden am Samstag, dem 26.05.2007, die Weichen in Richtung Zukunft für den Schönheider Eishockeysport gestellt.
Nachdem am 28.04.07 der bisherige Vorstand des EHV Schönheide erklärte, für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung zu stehen, hatte sich ein kleiner Personenkreis dazu entschieden, das Heft in die Hand zu nehmen, um die Zukunft und das Weiterbestehen des EHV Schönheide e.V. nicht zu gefährden. Mit tatkräftiger und uneingeschränkter Unterstützung des alten Vorstandes, allen voran der langjährige Vereinspräsident Wolfgang Schädlich, ist es gelungen, ein junges und motiviertes Team zu finden, welches alles versuchen wird, die bisherige gute Vereinsarbeit weiterzuführen und mit neuen Ideen und Konzepten dem Verein eine positive Zukunft und Weiterentwicklung zu ermöglichen.
57 anwesende von insgesamt 145 Vereinsmitgliedern entschieden sich mit großer Mehrheit für folgende, zur Wahl gestandenen Personen:
Das Amt des Vereinspräsidenten wird ab sofort durch den 32-jährigen Verwaltungsfachwirt Kai Wilhelm besetzt. Kai Wilhelm wurde in Erlabrunn geboren, wohnt in Schönheide und arbeitet als Hauptamtsleiter in der Stadtverwaltung Bad Elster. Zuvor arbeitete er im Ordnungsamt der Gemeindeverwaltung Schönheide und ist zusätzlich seit 2004 stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion Aue-Schwarzenberg sowie seit 2005 stellvertretender Gemeindewehrleiter der Schönheider Feuerwehr. Er möchte gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern, den Beiratsmitgliedern und den 145 Vereinsmitgliedern an der Zukunftsfähigkeit des Vereins arbeiten.
Ihm zur Seite steht als erster Vizepräsident Silvio Sprafke. Der ebenfalls 32-jährige Stützengrüner ist seit 2003 Mitglied beim EHV Schönheide und war in den vergangenen Spielzeiten im Webteam des EHV tätig. Er möchte mit seinem Wissen und Engagement vor allem im sportlichen Bereich, sowie im Marketing und Sponsoring dem Verein neue Impulse verleihen.
Als dritte Kraft im Boot und auf die Position des zweiten Vizepräsidenten wurde der 35-jährige Schönheider Markus Gläß gewählt. Zwar als Neumitglied beim EHV Schönheide e.V. aber mit seiner Erfahrung aus den letzten Regionalligaspielzeiten als Pressesprecher und Webmaster des Vereins wird er sich vor allem auf den sportlichen Bereich konzentrieren. Ausgehend vom Spiel- und Trainingsbetrieb, bis hin zu Mannschaft- und Trainerangelegenheiten und den dazugehörigen organisatorischen Aufgaben wird dieses Aufgabenfeld abgesteckt sein.
Die Position des Schatzmeisters beim EHV Schönheide e.V. wird für die Zukunft in weibliche Hände gelegt. Mit der 35-jährigen Jacqueline Leistner aus Stützengrün konnte eine erfahrene Fachkraft auf dem Gebiet der Finanzen gewonnen werden. Als stets treuer Fan der Schönheider Wölfe komplettiert sie als vierter “Mann“ den neuen Vorstand des EHV Schönheide e.V..
Ebenfalls mit deutlicher Mehrheit gewählt, gestaltet sich der neue Vorstandsbeirat personell wie folgt. Mit dem 70-jährigen Schönheider “Urgestein“ Karl-Heinz Lenk baut der neue Vorstand der Wölfe vor allem auf das Wissen seiner langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeiten im Verein. Er soll die junge “Truppe“ in vielen Dingen unterstützen und mit seiner großen Lebenserfahrung helfend unter die Arme greifen.
Als Bindeglied zwischen Vorstand und Nachwuchs des EHV Schönheide wurde mit Holger Lenk ein erfahrener und im Umgang mit den Cracks von morgen geübter Verantwortlicher gefunden, der mit seinem engagierten Team die Geschicke des Nachwuchses weiter leiten soll.
Beiratsmitglied Nummer drei ist Heiko Tischler. Der 35-jährige Schönheider ist von Beruf Anästhesiepfleger und seit seinem siebten Lebensjahr Mitglied beim EHV Schönheide. Bei den “Alten Herren“ immer noch aktiv und mit seinen Erfahrungen aus der langjährigen Vereinszugehörigkeit soll er dem Vorstand in organisatorischen und sportlichen Fragen zur Seite stehen.
Nach der Wahl und dem Konsolidierungsgespräch mit dem alten Vorstand stand die neue Crew den Vereinsmitgliedern für erste Fragen Rede und Antwort. Alle neu gewählten Verantwortlichen bedankten sich für das entgegen gebrachte Vertrauen und würdigten bei der Verabschiedung ihrer Vorgänger nochmals das langjährige Engagement und den reibungslosen Übergang, bei dem auch in den nächsten Wochen die tatkräftige Unterstützung zugesagt wurde.
Der neue Vorstand blickt dabei motiviert und positiv in die Zukunft und wird in den nächsten Wochen ein neues Finanzkonzept für die Eishallenbetreibung bei der örtlichen Kommune abgeben und auch nahtlos den Kontakt zu den Sponsoren aufnehmen. Parallel dazu werden die Planungen für den anstehenden Spielbetrieb organisiert, bei welchem der EHV Schönheide von einer weiteren Teilnahme in der Regionalliga Nord-Ost ausgehen wird. In diesem Zusammenhang hoffen die Beteiligten bei der für Mitte Juni geplanten Ligentagung noch auf eine Änderung der angestrebten Ligeneinteilung und des Spielmodus. Einen entsprechenden Vorschlag wird der EHV Schönheide in den nächsten Tagen sowohl den entsprechenden Landesverbänden als auch allen geplanten Teilnehmern der RLNO schriftlich zukommen lassen.
Die ersten Ergebnisse sollen die EHV-Mitglieder dann auf einer ordentlichen Mitgliederversammlung im Juli erfahren.
(IHP/Pressemitteilung Wölfe Schönheide/27.05.2007)

Geschrieben von: Basler2000 16th June 2007 - 12:35:10

Herner EV 2007 gegründet

Herner EV 2007 und Herner EG bilden Spielgemeinschaft

Auf einer Pressekonferenz am Freitag wurde bekannt, dass die Herner EG in der nächsten Saison eine Spielgemeinschaft mit dem neu gegründeten Verein Herner EV 2007 bilden wird. Somit wird Herne auch in der nächsten Saison in der Regionalliga NRW antreten.
Zwar steht die Herner EG immernoch in der Insolvenz, bringt jedoch die erforderliche Lizenz für die Regionalliga mit. Die Zukunft gehört aber dem neuen HEV, der auch bereits den Spielbetrieb des Nachwuchses und der 2.Mannschaft übernehmen wird. Die Altlasten bleiben bei der HEG.
Nun soll noch eine Spielbetriebs-GmbH gegründet werden, die dann die 1.Mannschaft übernimmt. Als Gesellschafter wird überraschenderweise Stürmer Shannon McNevan bereit stehen. Der 25-jährige Kanadier garantiert die erforderliche Grundeinlage von 25.000 Euro. Die in diesem Jahr gegründete Ltd um Rolf van Hauten spielt somit keine Rolle mehr.
Saisonziel ist der Aufstieg in die Oberliga, der dann möglich sein wird, weil der neue HEV Schuldenfrei ist. Als mittelfristiges Ziel gilt sogar der Aufstieg in die 2.Bundesliga.
Ob die Spielgemeinschaft wieder als "Blizzards" antritt ist noch nicht sicher. Auch wie nie neuen Vereinsfarben aussehen werden steht noch nicht fest. Hierrüber sollen möglicherweise die Fans entscheiden.
Auch im sportlichen Bereich laufen bereits die Planungen. So soll der Großteil des letztjährigen Meister-Kaders gehalten werden. Gespräche mit den Spielern wurden bereits geführt.
(IHP/16.06.2007)

Geschrieben von: Ogi 17th June 2007 - 06:31:42

Neuer Modus in der Regionalliga Nord-Ost

Am Samstag trafen sich die Vereinsvertreter der neuen Regionalliga Nord-Ost in Lüneburg zu einer Tagung. Dabei wurde über den neuen Modus beraten. Für alle Beteiligten kam es zu einer positiven Lösung, so dass die Liga künftig aus mindestens 18 Vereinen besteht.
Ligenleiter Torsten Kluin bestätigte, dass die Liga künftig in zwei Gruppen geteilt wird.
In der Nord-Gruppe gehen der Adendorfer EC, die Bremen Pirates, die Amateure des REV Bremerhaven, die Crocodiles Hamburg, der Hamburger SV, die EHC Salzgitter Steelers, die SENF Salzgitter Steel Bullets, der EHC Timmendorfer Strand, die Wedemark Farmers, sowie die die 1b-Mannschaft der Grizzly Adams Wolfsburg an den Start.
Die Ost-Gruppe besteht aus den ECC Preussen Juniors Berlin, FASS Berlin, dem OSC Berlin, dem Berliner SC, den Jonsdorfer Falken, den Tornados Niesky, der 1b-Mannschaft der Rostock Piranhas, sowie den Wölfen Schönheide. Möglicherweise kommen dazu noch Chamnitz und Dresden.
Beide Gruppen werden jeweils eine Einfachrunde spielen. Die besten vier Mannschaften jeder Gruppe spielen eine gemeinsame Meisterrunde. Der erstplatzierte ist der sportliche Aufsteiger in die Oberliga. Play-Offs sind nicht geplant.
Die Teams, die nicht an der Meisterrunde teilnehmen, spielen in ihrer Gruppe in einer Einfachrunde den Absteiger aus.
(IHP/16.06.2007)

Geschrieben von: smoking joe 20th June 2007 - 14:48:26

Deutscher Eishockey-Bund legt neues Konzept vor

Unter dem Motto „2010 IIHF Weltmeisterschaft in Deutschland – Chance für das Deutsche Eishockey“ lud das Präsidium des Deutschen Eishockey-Bundes im vergangenen Februar zu einem Roundtable-Gespräch nach München. Im Rahmen dieser Sitzung haben Vertreter von DEB, DEL, ESBG, LEVs und Fachmedien die aktuellen Problemfelder erörtert und folgende gemeinsame Ziele formuliert:
Starke Nationalmannschaft IIHF Weltmeisterschaft als Chance für das Deutsche Eishockey Verbesserung der Nachwuchsarbeit
Weiterhin wurde ein entsprechendes Fachgremium gebildet, welches anlässlich der Kommissionssitzung am 13. April 2007 in Köln dem DEB den Auftrag für eine entsprechende Konzeptentwicklung erteilte. Unter besonderer Berücksichtigung der kurz-, mittel- und langfristigen Umsetzbarkeit sowie der Einarbeitungsfähigkeit in die DEL-Lizenzordnung wurde dem DEL-Sportausschuss nun das Konzept vorgelegt.
Dieses setzt sich zum Ziel, die Anzahl qualitativ hochwertiger deutscher Spieler zu erhöhen. Es geht dabei in erster Linie auf eine Reduzierung der ausländischen Spieler ein, beinhaltet aber auch eine umfassende Überarbeitung des Förderlizenzmodells sowie einen langfristig angelegten Nachwuchs-Maßnahmenplan. Dabei richtet sich das Konzept neben der DEL in gleicher Weise auch an die Klubs der 2. Bundesliga und der Oberliga sowie an die Landeseissportverbände.
Dieses Konzept wird nun auch in der kommenden Woche im Rahmen der DEL-Gesellschafterversammlung in Fürth bei Nürnberg diskutiert.

eishockeynews.de

nach da bin ich ja mal gespannt, wie das x-te Konzeptpapier aussehen wird.

Geschrieben von: mulder 21st June 2007 - 07:43:06

ich hoffe mal .. das thema "auslaender reduzierung" ( uii .. klingt das komisch! ) .. wird endlich geklaert und kommt zu einem "guten" ende! ..

ich weiss sowieso nicht warum die DEL vereine auf der grossen anzahl "fremdspieler" beharren wollen .. nur wegen dem geld? .. tztz .. je mehr einheimische EH (hochklassig) spielen um so mehr zuschauer kommen zu den spielen! ..

naja ..

Geschrieben von: Basler2000 25th June 2007 - 13:34:18

Kontingent-Regelung in Bayern geändert

Nach der neuen Regelung des Deutschen Eishockey Bundes gelten ab der nächsten Saison alle Spieler die keine deutsche Staatsbürgerschaft besitzen als Kontingentspieler. Somit wurde der Status des "Eishockey-Deutschen" abgeschafft. Jedoch wird dies im Bayerischen Eissportverband nicht zutreffen.
Aus "Gründen des Bestandsschutzes" wurde festgelegt, dass alle Akteure, die bis zum 31.Mai 2007 keine Kontingentstelle belegten, weiterhin als deutsche Spieler, auch ohne die deutsche Staatsangehörigkeit, auflaufen können. Die Vereine können einen entsprechenden Antrag beim Verband stellen.
Möglicherweise könnte es dadurch nun auch eine Kehrtwende im ESBG-Bereich geben. Viele betroffene Spieler drohten bereits Klagen gegen die Rückwirkung des DEB-Beschlusses an.
(IHP/25.06.2007)

Geschrieben von: Basler2000 25th June 2007 - 13:35:39

ZITAT(Basler2000 @ 25th June 2007 - 14:34:18) *
Kontingent-Regelung in Bayern geändert

Nach der neuen Regelung des Deutschen Eishockey Bundes gelten ab der nächsten Saison alle Spieler die keine deutsche Staatsbürgerschaft besitzen als Kontingentspieler. Somit wurde der Status des "Eishockey-Deutschen" abgeschafft. Jedoch wird dies im Bayerischen Eissportverband nicht zutreffen.
Aus "Gründen des Bestandsschutzes" wurde festgelegt, dass alle Akteure, die bis zum 31.Mai 2007 keine Kontingentstelle belegten, weiterhin als deutsche Spieler, auch ohne die deutsche Staatsangehörigkeit, auflaufen können. Die Vereine können einen entsprechenden Antrag beim Verband stellen.
Möglicherweise könnte es dadurch nun auch eine Kehrtwende im ESBG-Bereich geben. Viele betroffene Spieler drohten bereits Klagen gegen die Rückwirkung des DEB-Beschlusses an.
(IHP/25.06.2007)


Gut das mal wieder Klarheit herrscht! rolleyes.gif thumbdown.gif

Geschrieben von: smoking joe 29th June 2007 - 14:13:53

DEL legt nun offiziell Nachwuchskonzept vor

Das von der DEL-Sportkommission erarbeitete Konzept zur Förderung des deutschen Nachwuchses wurde im Rahmen der Gesellschafter-Versammlung bestätigt und dem DEB zur weiteren Beratung mit der ESBG vorgelegt Auf Seiten der DEL hofft man, dass das Konzept auf breite Zustimmung aller anderen Beteiligten stößt.

Zur Intensivierung der Nachwuchsförderung im Deutschen Eishockey schlagen die Clubs der DEL, auf Basis der Vorgespräche mit dem Sportdirektor des DEB, Franz Reindl, und dem Bundesnachwuchstrainer, Ernst Höfner, folgenden Maßnahmenkatalog vor:

1. Konkretisierung der Anforderungen an die Nachwuchsarbeit des Stammvereins gemäß § 11 Lizenzordnung der DEL.

Jeder DEL Club muss mit einem Stammverein kooperieren, der ab der Spielzeit 2008/2009 (wenn nicht anders angegeben) die nachfolgend aufgelisteten Anforderungen erfüllt:
a) Der Stammverein sollte seinen Sitz am Standort des DEL Clubs oder maximal in 30 km Umkreis haben, es sei denn, es gibt triftige Gründe für eine anderweitige Kooperation.
b.) Der Stammverein muss mit mindestens fünf Mannschaften am Spielbetrieb des DEB bzw. des jeweiligen LEV in den nachfolgenden Altersstufen teilnehmen: Kleinschüler, Knaben, Schüler, Jugend, DNL, Junioren. ?Zusätzlich sind Anfängergruppen (Laufschule, Bambini) anzubieten.
c) Ab der Saison 2010/2011 muss jeder Stammverein mindestens eine Mannschaft für Knaben A, Schülerbundesliga oder DNL qualifiziert haben. Ab der Saison 2012/2013 muss jeder Stammverein mindestens zwei Mannschaften für Knaben A, Schülerbundesliga oder DNL qualifiziert haben.
d) Jeder Mannschaft sowie den Anfängergruppen (Laufschule, Bambini) müssen während der Saison (September bis März) mindestens drei Trainingseinheiten von mindestens 60 Minuten pro Woche zur Verfügung stehen, es sei denn, die Hallenverfügbarkeit steht dem entgegen. Darüber hinaus, sowie im Sommer, ist ein begleitendes Trockentraining anzubieten.
e) Alle Mannschaften müssen bei allen Trainingseinheiten und Spielen von qualifizierten Trainern betreut werden. Hierfür muss jeder Stammverein ab der Saison 2008/2009 mindestens sechs Honorartrainer davon mindestens drei mit C-Lizenz nachweisen, ab der Saison 2010/2011 mindestens sechs Honorartrainer davon mindestens einen mit B-Lizenz und mindestens fünf mit C-Lizenz nachweisen, ab der Saison 2012/2013 mindestens sechs Honorartrainer davon einen Trainer mit A-Lizenz in Vollzeit sowie mindestens fünf Trainer mit C-Lizenz nachweisen.

2. ESBG und DEB verpflichten sich, entsprechende Regularien auch für die Stammvereine der Mannschaften, die am Spielbetrieb der 2. Bundesliga teilnehmen, verbindlich festzulegen.

3. Leistungen des DEB


a) Der DEB bietet regelmäßige Workshops für die Nachwuchskoordinatoren der Stammvereine an.
b.) Der DEB kontrolliert die Erfüllung der Vorgaben und berät die Stammvereine durch regelmäßige Besuche Vorort.
c) Der DEB bietet regelmäßige Sondertrainingsveranstaltungen bei den Stammvereinen an, zum Beispiel für Torhüter oder Power skating.
d) Der DEB entwickelt ein tragfähiges Konzept zur Integration von Kindergartenkindern und Schulanfängern in Laufschulen und Bambinimannschaften sowie die Einbindung von neuen Förderprogrammen (z. B. „Fit statt Fett“) in diese Konzepte. Er informiert die Stammvereine regelmäßig über die Fördermöglichkeiten.
e) Der DEB vermittelt und leistet aktive Lobbyarbeit zur kostengünstigen Akquisition von Eiszeiten, bei der Förderung von Neubauten sowie der Zurverfügungstellung von Ausrüstungsgegenständen insbesondere für Anfänger.

4. Teilnahme an der DNL

Unter Bezugnahme auf die Regelung im Kooperationsvertrag wird der DEB nochmals wohlwollend die Möglichkeit überprüfen, die DNL bei sportlicher Eignung des Bewerbers um weitere Stammvereine der DEL-Clubs zu erweitern.

5. Teilnahme an der Oberliga

DEB und ESBG werden dafür Sorge tragen, dass ab der Saison 2008/2009 bis zu drei sportlich geeignete (nicht unbedingt sportlich qualifizierte) „Farmteams“ der DEL-Clubs am Spielbetrieb der Oberliga teilnehmen können. Gegebenenfalls erfolgt diese Teilnahme unter Verzicht auf die Aufstiegsmöglichkeit in die zweite Bundesliga.

6. Ausländische Spieler in der Oberliga

DEB und ESBG werden dafür Sorge tragen, dass die Anzahl der ausländischen Spieler in der Oberliga kontinuierlich reduziert wird und zur Saison 2010/2011 keine Ausländer mehr in der Oberliga eingesetzt werden dürfen.

7. Ausländische Spieler in der 2. Bundesliga

DEB und ESBG tragen dafür Sorge, dass die Anzahl der ausländischen Spieler in der zweiten Bundesliga nicht erhöht wird. Zur besonderen Förderung deutscher Torhüter sollen ab der Saison 2008/2009 in der zweiten Bundesliga ausländische Torhüter mit zwei „Ausländerlizenzen“ bewertet werden.

8. Ausländische Spieler in der DEL

Die DEL reduiert ab der Saison 2008/09 die Anzahl der ausländischen Spieler auf zehn auf dem Spielbericht bei zwölf Saisonlizenzen.
Auf dem Spielbericht stehen ab der Saison 2008/09 nur noch maximal 20 Spieler, davon maximal 17 Ausländer/Ü 25-Spieler, davon maximal zehn Ausländer.

eishockeynews.de


erst mal lesen und verdauen ...

Geschrieben von: Basler2000 29th June 2007 - 16:08:11

Ein toller Plan! rolleyes.gif

Am besten aber das hier :

ZITAT
5. Teilnahme an der Oberliga

DEB und ESBG werden dafür Sorge tragen, dass ab der Saison 2008/2009 bis zu drei sportlich geeignete (nicht unbedingt sportlich qualifizierte) „Farmteams“ der DEL-Clubs am Spielbetrieb der Oberliga teilnehmen können. Gegebenenfalls erfolgt diese Teilnahme unter Verzicht auf die Aufstiegsmöglichkeit in die zweite Bundesliga.

6. Ausländische Spieler in der Oberliga

DEB und ESBG werden dafür Sorge tragen, dass die Anzahl der ausländischen Spieler in der Oberliga kontinuierlich reduziert wird und zur Saison 2010/2011 keine Ausländer mehr in der Oberliga eingesetzt werden dürfen.


Da fällt mir nichts mehr zu ein, als ob das nur ansatzweise das Problem löst, die Vereine in der Oberliga, bereiten jetzt sicher schon Dankesschreiben vor! rolleyes.gif

Geschrieben von: Larionov 29th June 2007 - 23:46:30

Nur ne kleine Anmerkung: Ist den hohen Herren eigentlich mal aufgefallen, dass im Vergleich zu anderen Sporarten (Fussball, Handball, Basketball...auch Volleyball) , das Verhältnis Deutsche zu Ausländern außerordentlich gut ist. Oder anders ausgedrückt: Nirgendwo wird deutschen Spielern über eine Quotenregelung mehr Spielzeit gewährt als in anderen Sportarten.

Ich frage mich warum noch kein findiger Anwalt eines EU-Spielers mit einer Klage vor dem EuGH erfolgreich war und diese rechtswidrige Übereinkommen (Stichwort: freie Wahl des Arbeitsplatzes) gekippt hat. Bestrebungen in dieser Richtung laufen ja......hoffen wir, dass diese unsinnige Regelung bald ein Ende hat.....

Deutsche Spieler müssen lernen, sich über Qualität durchzusetzen. Viel zu viele mittelmäßige Spieler stagnieren in ihrer Entwicklung, weil einfach der innere Antrieb fehlt sich zu quälen. Der Stammplatz ist ja, dank diverser Regelungen sowieso gesichert. Fragt mal bei Vereinen nach , wie die Preise für junge Deutsche in den letzten Jahren in die Höhe gegangen sind, gleichzeitig aber das sportliche Niveau der Jugend weiter abnimmt. ich sage da nur "DNL-Niveau". Was man da teilweise geboten bekommt, hat vielleicht etwas mit Hobbyeishockey bzw. Sachsenliga zu tun, ist aber meilenweit von der so genannten deutschen Nachwuchselite entfernt. Die besseren bekommen ihren Platz in der DEL (meist Bank, weil die Qualität eben nicht reicht), die schlechteren landen in der 2. oder Oberliga. Dort nehmen sie besseren Spielern den Platz weg, die auf Grund der Altersregelung, dann nach unten (erst OL, dann Landesverband) geschoben werden und schließlich in der Versenkung verschwinden. Doch damit ist das Problem nicht gelöst: das Niveau in den Ligen unterhalb der DEL sinkt durch die schlechte Nachwuchsarbeit weiter, womit dem Nachwuchs sowie den Vereinen an sich nicht geholfen ist.

Das Stichwort muss lauten: Jeder Spieler, egal ob Deutscher oder Ausländer, muss seinen Platz über Leistung bestätigen. Dies kann nur über eine Gleichbehandlung erfolgen.

Über eine Quotierung kann man erst wieder nachdenken, wenn die Qualität des Nachwuchses wieder da ist. Dazu müssen aber umfängliche Reformen her. So muss, ähnlich wie in der Schweiz, jeder DEL-Klub eine Mindestsumme für den Nachwuchs ausgeben, ein Leistungszentrum schaffen, sowie an einer "Junior-DEL" teilnehmen.
Zur Zeit benötigen wir noch die Ausländer, weil sie qualitativ einfach besser sind und es sich eine Liga, die sowie so nicht im Rampenlicht der Öffentlichkeit steht, nicht leisten kann, weiter an Niveau zu verlieren. Hier geht es dann um ganz elementare Dinge wie Zuschauer, Attraktivität des Spieles - und damit verbunden - Sponsoringverträge.

Oder aber man akkzeptiert den Status des Eishockeysportes hierzulande (Randsportart) und findet sich mit der derzeitigen Nachwuchssituation ab, akkzeptiert dass man wohl nie um einen Weltmeistertitel mitspielen wird (Dies dürfte auch bei deutlich gesteigerter Nachwuchsarbeit utopisch sein, weil andere Staaten (Russland, Schweden, Finnland oder Kanada) ganz andere Ressourcen (Scoutingsystem, ganzjähriges Eistraining, Mental und Fitnesstrainer bereits im Juniorenbereich) haben. Dort ist Eishockey Volkssport, in den Medien präsent, vergleichbar bei uns mit Fussball). Ob die hohen Herren Reindl und Co da hinwollen, weiss ich nicht, angesichts des riesigen Vorsprunges ist dieses Unterfangen aber utopisch.
Wichtig muss erst einmal sein: "Produktion" von Spielern für den Spielbetrieb von etwa 40 bis 50 Profiteams, damit die Sportart überhaupt überlebt.

Geschrieben von: Oliver Stoll 30th June 2007 - 07:54:09

Armin thumb_up.gif Du sprichst mir aus der Seele

Geschrieben von: Basler2000 30th June 2007 - 18:45:51

ZITAT
Ich frage mich warum noch kein findiger Anwalt eines EU-Spielers mit einer Klage vor dem EuGH erfolgreich war und diese rechtswidrige Übereinkommen (Stichwort: freie Wahl des Arbeitsplatzes) gekippt hat. Bestrebungen in dieser Richtung laufen ja......hoffen wir, dass diese unsinnige Regelung bald ein Ende hat.....


Ganz einfach, weil dies eine freiwillige Selbstverpflichtung der Vereine ist, die beschließen letztendlich ob so eine Regelung durchkommt oder nicht, deswegen ist da nicht viel mit Klage! Deswegen gab es ja auch von Zeit zu Zeit Meldungen in den Vereine sagten da machen wir nicht mit!

ZITAT
Deutsche Spieler müssen lernen, sich über Qualität durchzusetzen. Viel zu viele mittelmäßige Spieler stagnieren in ihrer Entwicklung, weil einfach der innere Antrieb fehlt sich zu quälen. Der Stammplatz ist ja, dank diverser Regelungen sowieso gesichert. Fragt mal bei Vereinen nach , wie die Preise für junge Deutsche in den letzten Jahren in die Höhe gegangen sind, gleichzeitig aber das sportliche Niveau der Jugend weiter abnimmt. ich sage da nur "DNL-Niveau". Was man da teilweise geboten bekommt, hat vielleicht etwas mit Hobbyeishockey bzw. Sachsenliga zu tun, ist aber meilenweit von der so genannten deutschen Nachwuchselite entfernt. Die besseren bekommen ihren Platz in der DEL (meist Bank, weil die Qualität eben nicht reicht), die schlechteren landen in der 2. oder Oberliga. Dort nehmen sie besseren Spielern den Platz weg, die auf Grund der Altersregelung, dann nach unten (erst OL, dann Landesverband) geschoben werden und schließlich in der Versenkung verschwinden. Doch damit ist das Problem nicht gelöst: das Niveau in den Ligen unterhalb der DEL sinkt durch die schlechte Nachwuchsarbeit weiter, womit dem Nachwuchs sowie den Vereinen an sich nicht geholfen ist.


Der fehlende Antrieb bzw. Qualität der Nachwuchsspieler ist die eine Seite, fakt ist aber genauso das mitunter die Kader mit mittelmäßigen eher drittklassigen Ausländer besetzt werden, sieht man allein schon daran das ein Großteil der Ausländer immer noch nach Statistik und wohlklingenden Worten ihrer Berater verpflichtet werden. Wovon ich auch abgehen würde sind diese U23 bzw. U21 Regelungen, man sollte es an deutsche Spieler fixieren und nicht an irgendwelche Geburtsdaten. Denn es kann genauso nicht sein das ein z.B. 24-jährigen durch den Rost fällt um damit einem - überspitzt formuliert - gesagt untalentiertem 19-jährigen Platz zu machen. Das Hauptproblem ist für micht aber das mitunter zwar der Nachwuchs gefördert wird, auch ne DNL-Mannschaft existiert, aber diese letztlich nur aus zusammengekauften "Stars" aus der nahen und weiten Umgebung besteht. De facto man sich einfach die Spieler der kleinen Vereine holt. Wenn man das Niveau wirklich steigern will, dann muss jeder Verein auch wirklich den Nachwuchs fördern und seine angeblich so erfolgreiche Nachwuchsförderung z.B. nicht nur auf die Installierung einer DNL-Mannschaft ausrichten. Da muss man halt auch mal ein paar Euro investieren und sich nicht immer nur auf das Ehrenamt im Stammverein verlassen, wenn man ja "so professionell" ist, wie mitunter die Gesellschafter, Geschäftsführer etc. der DEL Vereine behaupten. Denn sonst hat man nicht mehr Talente sondern sorgt auf Dauer nur dafür das die "großen" Vereine den "kleinen" entgültig den Todesstoß geben! Wenn ich da z.B. in die Schweiz schaue, das investiert jedes 1. Liga Team und die auch die Teams darunter 6 mitunter auch 7-stellige Summe jedes Jahr in seine Nachwuchsabteilungen

ZITAT
Das Stichwort muss lauten: Jeder Spieler, egal ob Deutscher oder Ausländer, muss seinen Platz über Leistung bestätigen. Dies kann nur über eine Gleichbehandlung erfolgen.


Das mag im Grundgedanken richtig sein, öffnet aber einer Mutlikultiliga Tür und Tor in der dann jede nationale Identifikation fehlt, Ausländer müssen das Salz in der Suppe sein, sie müssen deutlich besser sein als ihre deutschen Kollegen und nicht nur gleichwertig, aber im Team, weil mitunter billiger! Finanzstarken Ligen wie der NHL, der in Russlang etc. Konkurrenz zu machen in dem man versucht das Niveau der einheimischen Hockeyliga über Ausländer zu erhöhen, halt ich für falsch, da endet man noch viel eher als Randsportart! Wer glaubt das dies funktioniert, der hat schon verloren!

ZITAT
Über eine Quotierung kann man erst wieder nachdenken, wenn die Qualität des Nachwuchses wieder da ist. Dazu müssen aber umfängliche Reformen her. So muss, ähnlich wie in der Schweiz, jeder DEL-Klub eine Mindestsumme für den Nachwuchs ausgeben, ein Leistungszentrum schaffen, sowie an einer "Junior-DEL" teilnehmen.


Das ist Quatsch, wer bitte entscheidet dann über die Qualität, man kann auch nicht von unten verbessern und teilweise neu aufbaun und gleichzeitig den Sockel der Pyramide abschlagen, weil dann beginnt man in 5 oder 10 Jahren wieder von vorn Regelungen scheibchenweise einzuführen. Nur anders muss sie sein!

Irgendwann z.B. dem Fussball den Rang abzulaufen, daran brauch man nicht denken, das ist eine Utopie die leider einige im Eishockey haben, mitunter auch Sponsoren, was oft dazu führt das Spieler aus Ecken der Welt verpflichtet werden, die sich der Verein gar nicht leisten kann. Und wenn das Kartenhaus dann wie so oft im Eishockey zusammenbricht, hat man nix mehr ausser vielleicht eine mehr oder weniger modern Eishalle!

Geschrieben von: smoking joe 6th July 2007 - 15:08:12

Adler Mannheim nehmen am Spengler Cup 2007 teil

Das Teilnehmerfeld für den 81. Spengler Cup in Davos 2007 steht nun fest. Neben Gastgeber HC Davos und Team Kanada komplettieren der deutsche Meister Adler Mannheim, der tschechische Vizemeister HC Pardubice sowie der russische Spitzenclub Salavat Julaev Ufa das Feld. Das Turnier findet wie gewohnt vom 26. bis 31. Dezember statt.

Während Mannheim zuletzt 2001 die Einladung zum traditionsreichen Wettbewerb erhielt, liegt sie bei Pardubice schon 20 Jahre zurück. Damals nahm der TJ Tesla Pardubice, wie der Club früher hieß, daran teil. Im Tor mit keinem Geringeren als Dominik Hasek.

Einziger Spengler Cup Debütant ist Ufa. Seit 1997 spielt sich das Team in der höchsten russischen Liga nach oben. Im Vorjahr beendete das Team um Top-Scorer Vladimir Antipov die Punktrunde auf Platz drei, scheierte jedoch im Viertelfinale an CSKA Moskau.

Titelverteidiger beim 81. Spengler Cup ist Gastgeber Davos, das im Vorjahr im Finale Team Kanada mit 3:2 besiegte.

eishockeynews.de

Geschrieben von: Eisblitz 13th July 2007 - 16:14:42

Ab 2008 Eishockey Champions League

Zur Saison 2008/2009 kündigt die IIHF die Einführung einer Champions League im Eishockey an. Im Novemver dieses Jahres sollen die endgültigen Verträge geschlossen werden.

Im September 2008 sollen dann die ersten beiden Qualifikationsrunden für die Champions League ausgetragen werden, die Meister der 6 nationalen europäischen Topp-Ligen (Rangfolge nach IIHF Weltrangliste) sind für die Hauptrunde gesetzt.
Von Oktober bis Dezember findet dann die Hauptrunde mit 12 Mannschaften in 4 3er Gruppen statt.
Am 10. Dezember und 7. Januar sollen die Halbfinals ausgetragen werden, das Finale - ebenfalls mit Hin- und Rückspiel - folgt am 21. und 28. Januar 2009.
(IHP/13.07.2007)


Geschrieben von: smoking joe 6th September 2007 - 08:42:38

Einfach köstlich !!

Es geht los - aber 60 Spieltage sind doch viel zu wenig!

Eishockey geht wieder los. Was ist Eishockey? Eishockey ist der beste Trost für die traurige Tatsache, dass der Sommer so gut wie vorüber ist. Obwohl Eishockey ja mittlerweile auch schon in der warmen Jahreszeit stattfindet, zum Beispiel wenn die Spieler im Anschluss an das Sommertraining gemeinsam einen trinken gehen. Das nennt man dann „Team-Building“. Man baut ein Team, indem man Kameradschaft schafft.

Manche Trainer haben da ganz originelle Einfälle und lassen ihre Spieler beispielsweise an Drahtseilen über reißende Flüsse klettern, gesichert nur durch ein Seil in den Händen eines Mannschaftskameraden. Das soll den Geist fördern, das Vertrauen in den Kollegen, dem man sein Leben anvertraut. Da fällt es dann auch nicht so ins Gewicht, dass man Eishockey eigentlich nicht an einem Drahtseil hängend über einem reißenden Fluss spielt. Und wenn der Kollege mit dem Seil in der Hand just während der Flussüberquerung ein besseres Angebot von einem anderen Club oder sogar aus der NHL erhält, geht der am Seil hängende Kollege schonmal baden.

Egal, der Sommer ist vorüber, die Teams sind gebuildet und Eishockey trägt uns nun wieder mit Leichtigkeit über die kalten Monate bis in den nächsten Frühling. Und noch viel weiter, wir haben ja jetzt 60 Spieltage. Hurra, soviel wie nie zuvor! Da drängt sich mir doch folgende Frage auf: Warum machen wir eigentlich noch eine Sommerpause? Lasst uns ganzjährig spielen, das gibt noch viel mehr Einnahmen für die Clubs! Wir anderen Arbeitnehmer arbeiten doch auch ganzjährig, warum nicht auch die Eishockeyspieler? Man müsste natürlich jedem Spieler individuell sechs Wochen Jahresurlaub zugestehen, die er möglichst am Stück in Anspruch nehmen sollte. Über Sonn- und Feiertagszulagen sollte man sich allerdings noch unterhalten, ebenso über die Einführung gleitender Arbeitszeit, die Probleme im täglichen Spielbetrieb nach sich ziehen könnte: „Los, Tino soll den Penalty schießen! Wo ist er denn???“ - „Der bummelt Überstunden ab, Trainer.“

Man müsste allerdings einmal pro Jahr einen Punkt setzen, den Tabellenführer zum Meister erklären und eine Woche später wieder bei Null anfangen, sonst hätte Duisburg bald 250 Punkte Rückstand auf den Vorletzten. Oder man orientiert sich am Tennis und spielt ganzjährig Turniere, so holt jeder mal einen Titel und hat an 52 Wochen im Jahr Einnahmen, weil alle Sponsoren gebündelt am selben Ort auftreten und man dann die Kohle anteilig verteilen kann. Was spricht eigentlich dagegen? So könnte man auch ohne Probleme die Turniere der Nationalmannschaft einbauen. Die spielt ja schließlich auch keine Saison, sondern eben Turniere!

Man hätte auch zusätzliche Einnahmen durchs Merchandising: Schals und Mützen wären out, Badehosen und Sonnenschirme mit den Logos der DEL-Clubs wären der letzte Schrei! Bzw. in Sommern wie diesem auch Gummistiefel und Regenmäntel. The sky is the limit.

Ergo: 60 Spieltage sind einfach nicht genug! Herr Tripcke, übernehmen Sie!

Gruß vom ganzjährig arbeitenden Alexander Brandt

(Alexander Brandt ist Köln-Korrespondent von Eishockey NEWS und wird ab sofort auf unserer Homepage als Kolumnist das Geschehen nicht immer ganz ernst gemeint kommentieren. Seine Kolumne erscheint künftig immer montags.)


eishockeynews.de

Geschrieben von: Basler2000 6th September 2007 - 08:46:48

Sehr lustig!!! laugh.gif

Der Brandt hat wohl bei Hockeyweb gekündigt? rolleyes.gif

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