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allgem. Eishockeysport-Infos, Lesestoff für zwischendurch...
Gast_Bärliner_*
Beitrag 21st April 2005 - 09:33:54
Beitrag #31





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Der erste Meister (1912) kam aus Berlin...

Die Hauptstadt ist eine echte Eishockey-Hochburg - das war schon immer so. Die Wiege der Puckjagd stand an der Spree: Am 4. Februar 1887 fand das erste deutsche Eishockeyspiel auf dem Halensee statt. Der Akademische SC schlug eine Gruppe Studenten 11:4. Und auch der allererste Meister kam aus Berlin...

Am 28. Januar 1912 holte der Berliner Schlittschuh-Club den ersten von (bis heute) 19 Titeln. Damals spielte man "Kanadisches Eishockey" noch mit einem Goalie und sechs Feldspielern. Top-Teams waren Leipzig, Hannover, Dresden, München und aus Berlin der SCC, BFC Preussen und der 1893 gegründete Schlittschuh-Club. Zur Vorbereitung reisten die bärenstarken Leipziger an die Spree - und versenkten Charlottenburg 1:0 und den BSC 5:0. Zur Meisterrunde war alles anders. Leipzig blieb zu Hause doh.gif , der Schlittschuh-Club siegte im Finale gegen Charlottenburg 1:0 nach zweimaliger Verlängerung.
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Basler2000
Beitrag 21st April 2005 - 12:48:36
Beitrag #32


Reinkarnation des Bösen
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ZITAT(Bärliner @ 21st April 2005 - 10:33:54)
Der erste Meister (1912) kam aus Berlin...

Die Hauptstadt ist eine echte Eishockey-Hochburg - das war schon immer so. Die Wiege der Puckjagd stand an der Spree: Am 4. Februar 1887 fand das erste deutsche Eishockeyspiel auf dem Halensee statt. Der Akademische SC schlug eine Gruppe Studenten 11:4. Und auch der allererste Meister kam aus Berlin...

Am 28. Januar 1912 holte der Berliner Schlittschuh-Club den ersten von (bis heute) 19 Titeln. Damals spielte man "Kanadisches Eishockey" noch mit einem Goalie und sechs Feldspielern. Top-Teams waren Leipzig, Hannover, Dresden, München und aus Berlin der SCC, BFC Preussen und der 1893 gegründete Schlittschuh-Club. Zur Vorbereitung reisten die bärenstarken Leipziger an die Spree - und versenkten Charlottenburg 1:0 und den BSC 5:0. Zur Meisterrunde war alles anders. Leipzig blieb zu Hause doh.gif , der Schlittschuh-Club siegte im Finale gegen Charlottenburg 1:0 nach zweimaliger Verlängerung.

Wir waren halt nur Meister der Herzen!!! laugh.gif

bzw. unsere erste Insolvenz war 1912!!! laugh.gif

Aber soll nochmal einer sagen wir hätten keine Tradition!!! tongue.gif


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Gast_Bärliner_*
Beitrag 21st April 2005 - 14:06:05
Beitrag #33





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ZITAT(Basler2000 @ 21st April 2005 - 13:48:36)
Aber soll nochmal einer sagen wir hätten keine Tradition!!! tongue.gif

... und genau deshalb hab ich's eingestellt! smile.gif
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ganz normaler Fa...
Beitrag 21st April 2005 - 14:58:17
Beitrag #34


Normi
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Bärliner @ ( Erstellt am 21st April 2005 - 15:06:05 )

ZITAT
... und genau deshalb hab ich's eingestellt!  smile.gif



War ja auch in jedem Brüller zu lesen während dieser Saison ! wink.gif

Das Eishockey wurde danach erst zu DDR Zeiten zu Grabe getragen .
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Gast_Bärliner_*
Beitrag 21st April 2005 - 15:07:23
Beitrag #35





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ZITAT(ganz normaler Fan @ 21st April 2005 - 15:58:17)
Das Eishockey wurde danach erst zu DDR Zeiten zu Grabe getragen .

... und beinahe wieder ... in Leipzig! huh.gif tongue.gif
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Eiskaltes Haendc...
Beitrag 24th April 2005 - 13:18:56
Beitrag #36


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Benda bewahrt DEB-Team vor Niederlage

23. April 2005 Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat im zweite Länderspiel gegen Lettland ansteigende Form für die am 1. Mai in Österreich beginnende Weltmeisterschaft gezeigt und ein Unentschieden erkämpft. Zwei Tage nach dem 2:4 von Kaufbeuren erreichten das Team am Samstag in Ravensburg gegen den WM-Viertelfinalteilnehmer aus dem Vorjahr ein 3:3 (2:2, 0:1, 1:0). Vor dem WM-Auftakt in Wien gegen Kasachstan bestreitet das DEB-Team in der kommenden Woche noch zwei Länderspiele gegen die Vereinigten Staaten.

Frühe Führung

Die deutsche Mannschaft begann die Partie vor 3000 Zuschauern konzentriert und gingen schon nach acht Minuten 2:0 in Führung. Zuerst verwertete der Augsburger Björn Barta den Abpraller nach einem Schuß von Alexander Sulzer (Düsseldorf). Danach ließ der Düsseldorfer Daniel Kreutzer nach einem Barta-Zuspiel dem dieses Mal aufgebotenen lettischen NHL-Torhüter Arturs Irbe keine Chance.

Noch im Start-Drittel kamen die Letten durch Unaufmerksamkeiten in der deutschen Verteidigung durch Aigars Cipruss (17.) und Mikelis Redlihs (19.) zum Ausgleich. Die deutsche Mannschaft, in der Bundestrainer Greg Poss erstmals den in Cleveland unter Vertrag stehenden Torhüter Dimitri Pätzold testete, verlor im zweiten Drittel allerdings ihre Linie ab.

Ausgleich von Benda

Das Spiel verflachte, die Letten gewannen zunehmend die Oberhand. Armands Berzins nutze in der 30. Minute die Konfusion in der deutschen Abwehr aus und schoß zum 2:3 ein. Danach vergab der Krefelder Shayne Wright freistehend vorm Tor die große Chance zum Ausgleich. Im Schlußabschnitt setzte die DEB-Auswahl nach einem Pfostenschuß von Barta (51.) alles auf eine Karte und schnürte die Letten in deren Drittel ein. Das Drängen auf den Ausgleich wurde belohnt, als Mannschaftskapitän Jan Benda in der fairen Begegnung knapp drei Minuten vor dem Ende nach guter Vorarbeit von Andreas Morczinietz der Treffer zum 3:3-Endstand gelang.

Unmittelbar nach Ende der Begegnung gab Poss bekannt, daß er die Verteidiger Sasa Martinovic (Hamburg Freezers) und Felix Petermann (Nürnberg Ice Tigers) sowie die Stürmer Christian Hommel (Kassel Huskies) und David Sulkovsky (Frankfurt Lions) nicht mit zur WM nehmen wird. Auch Keeper Pätzold wurde aussortiert.

Text: FAZ.NET mit Material von dpa und sid


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Gast_Bärliner_*
Beitrag 25th April 2005 - 15:10:28
Beitrag #37





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Hymnen-Panne in Quebec

Caroline Marcil wird das Testspiel der kanadischen Nationalmannschaft gegen die USA zur Weltmeisterschaft nicht so schnell vergessen. Sie sollte die Nationalhymnen beider Teams vortragen, scheiterte jedoch schon am "Star Spangled Banner" der USA, dessen Text sie nicht auswendig kannte. Nach zwei vergeblichen Versuchen ging sie unter den Buh-Rufen der 7.166 Zuschauer vom Eis, um den Text aus der Kabine zu holen. Als sie zurückkehrte, rutschte der rote Teppisch unter ihren Füßen weg und sie fiel hart aufs Eis, wo sie einige Sekunden benommen liegen blieb, während das Fernsehen ihren Sturz noch einmal zeigte.

Der Teppich blieb im Mittelkreis liegen, Doug Weight und ein Teamkamerad trugen ihn sofort zurück, doch Caroline Marcil hatte die Eisfläche bereits wieder verlassen.

Man beschloss, ohne Hymnen mit dem Spiel zu beginnen. Die USA gewannen 5:4.

[hockeyweb]

.... lustsch.gif lustsch.gif
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Eiskaltes Haendc...
Beitrag 1st May 2005 - 09:41:02
Beitrag #38


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Der Brüller der Woche...

... gelang einigen Fans des ETC Crimmitschau, die mit folgender Meldung Eishockeydeutschland verwirrten:

ZITAT
Neuzugang beim ETC:
Max E. Moose wurde am 26.10.1979 in Richriver, Ontario Canada geboren. Seine Karriere begann er mit 16 in der OHL, eine der Top-Nachwuchsligen Canadas. Er spielte dort erst 3 Jahre für die Toronto St.Michal’s Majors und anschließend ein Saison für Windsor Spitfires. Er erzeilte dort pro Jahr mindestens 15 Tore, in seiner letzten Saison für Windsor sogar 33. Dazu amchte er noch 21 Assists, holte allerdings auch 119 Strafminuten. Mit 20 wurde er Profi und kam in der ECHL unter wo er, bis auf einige kurze Aufenthalte in der AHL, 5 Jahre unter anderem für die Charlotte Checkers, Toledo Storm, Bakersfield Condors und Achorage Aces spielte. In der letzten Saison wechselte er in die UHL, wo er Flint Generals in 56 Spielen 35 Tore, 26 Assists und 156 Strafminuten holte.

Der 1,82cm große Linksaußen sieht seine Stärken im läuferischen Bereich. Zudem versteht er es zu checken und kann durch seine körperliche Präsenz notfalls auch Härte ins Spiel bringen.
Mit seiner Frau Sandy besuchte er während seines Europa-Urlaubs am Wochenende seinen neuen Arbeitgeber und konnte auf der Fanfeier schon mal Kontakt zu seinen neuen Fans herstellen.

Auf dem Foto zeigt er schon mal die Zielsetzung für die kommende Saison, denn er will den ETC zurück in die Zweitklassigkeit schiessen.



Na etwas stutzig geworden? Nein? Also als Kenner der Fan-/Forumszene fällt das natürlich nicht schwer. Spricht man Max E. Moose schön englisch aus - klingt es wie "Maximus" und das ist ein bekannter Forumuser von ETCOnline. Für Auswertige natürlich nicht zu erdeuten, geisterte die Meldung in etlichen Eishockeyforen, z. B. ESBG-Forum usw... herum und war sogar kurzzeitig bei www.hockeytransfers. de zu lesen. In der ETC-Geschäftsstelle klingelte das Telefon heiß und erboste Presseleute wollten wissen, warum sie nicht informiert wurden. Sogar Spieler des ETC riefen an, und wollten wissen, wer das ist. "Ich hab den schon mal gesehen, aber..." lustsch.gif
Ganz Crimmitschau kugelt sich und auch in der Geschäftsstelle trägt man es mittlerweile mit Humor.
GREAT... clap.gif

Die Wurzel allen "Übels": hier klick


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Gast_Merlin77_*
Beitrag 1st May 2005 - 11:19:12
Beitrag #39





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clap.gif lustsch.gif lustsch.gif vom Allerfeinsten!
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Oetzi
Beitrag 4th May 2005 - 15:28:04
Beitrag #40


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biggrin.gif Finde ich auch lustsch.gif blink.gif


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ICEFIGHTERS LEIPZIG, meine Stadt, mein Verein, meine Liebe

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Basler2000
Beitrag 4th May 2005 - 16:08:56
Beitrag #41


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Bandencheck: Die Hockeyweb-Kolumne von Alexander Brandt

Eishockey-Deutschland, 4. Mai

Tja, nun haben wir den Salat: Deutschland droht zum ersten Mal seit dem Wiederaufstieg der Gang in die Abstiegsrunde und hat auf dem Wiener Badesee die ersten beiden Vorrunden - Spiele verloren. Wer nun den Bandencheck angeklickt hat, weil er ein Donnerwetter erwartet, wird eine Enttäuschung erleben. Zum Draufhauen braucht man Wut oder Ärger, und den empfinde ich nicht, eher eine Depression, mit der wohl ganz Eishockey-Deutschland seit Sonntag Abend herumläuft. Wer die Gesichter unserer Spieler nach dem Spiel gegen die Kasachen gesehen hat, dem ist nicht nach draufhauen zumute, jetzt ist anfeuern gefragt, denn der Supergau, sprich Abstieg, ist noch vermeidbar.
Also auf geht´s, Jungs! Ihr packt das!

Ich bin ein bekennender Fan der Schweiz. Wunderschönes Land, tolles Eishockey, nette Leute. Der Spengler Cup ist für mich der mit Abstand großartigste Eishockey-Event außerhalb der NHL und ich habe immer verwundert auf die von da unten empfundene Rivalität mit Deutschland geschaut, ich habe darüber sogar mal einen Artikel für Schweizer Medien geschrieben, die Rivalität aus der Sicht eines Deutschen. Doch nun ist Schluss mit lustig, bis Donnerstag Abend, 24.00 Uhr kündige ich der Schweiz die Freundschaft! Ab Freitag früh habe ich euch wieder lieb, aber erst dann! Und ich appelliere an unsere Jungs: Schießt die Eisgenossen in die Abstiegsrunde! Zieht ihnen die Alphörner durch den löchrigen Käse! Jagt Heidi auf die Alm zurück! Schreibt ihnen Nummern aufs Tore-Konto! Ran an den Wichser!

Ha, des ischt nichcht nett, odrrr?

Zeigt unseren Jungs das Video vom Sieg gegen die Schweiz bei der WM 2001 (hallo, liebe Schwyzer: BEI der WM, nicht AN der WM). Der Jubel in der Kölnarena, das Tor von Marco Sturm! Dieses Spiel sticht heute noch wie Fondue-Nadeln in die schweizerischen Wunden. Überhaupt: Die Schweizer haben mit Paul DiPietro einen eingebürgerten Kanadier in ihren Reihen. Pah, so was haben wir nicht nötig! Wir haben nicht einen einzigen Ami mit deutschem Pass dabei. Rob Leask ist verletzt, scheiße.

Okay, Lewandowski, Martinec, Fical oder Benda sind nicht unbedingt in Deutschland zur Welt gekommen, aber das sind die bayerischen Spieler ja auch nicht.

In welcher Sprache parlieren die Schweizer Spieler eigentlich? Deutsch? Französisch? Italienisch? Räto-Romanisch? Die Herren in den dunklen Anzügen auf deren Spielerbank, das sind nicht etwa Trainer, das sind Dolmetscher. Neenee, gegen die kann man doch gar nicht verlieren. Bei uns geht es viel gesitteter und zivilisierter zu, da sprechen alle Offiziellen feinstes Hochdeutsch. So wie Greg Poss oder der Reindl Franz. Ihr seht also, liebe Spieler, das kann gar nicht schief gehen.

Ich selbst werde mir das Spiel morgen mit einigen Freunden gemeinsam ansehen. Es gibt Käse-Fondue. Wer als erster sein Stück Brot verliert, muss zur Strafe zu Fuß von Klosters nach Davos laufen (für alle Ortsunkundigen: Das geht etwas steil aufwärts. Etwas sehr steil aufwärts). Wer zum zweiten Mal sein Brot verliert, muss eine Saison lang mit dem Trikot von Adrian Wichser herumlaufen. Und was geschieht mit dem Unglücksraben, der dreimal sein Brot verliert? Was könnte schlimmer sein? Ich werde es Euch verraten: Auf jenen Todgeweihten wartet eine DVD „Best of Paola und Kurt Felix“. Und wer sich damit herausreden will, er habe keinen DVD Player, bekommt eine Eintrittskarte für einen Auftritt von DJ Bobo. Dagegen wirken Checks von Eric Cole wie Streicheleinheiten!

Schluß jetzt, go Boyz, go Boyz, go Boyz!

Gruß aus dem nördlichen Kanton von Alexander Brandt

Quelle


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Gast_Bärliner_*
Beitrag 9th May 2005 - 09:29:53
Beitrag #42





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Bandencheck: Die Hockeyweb-Kolumne von Alexander Brandt

Eishockey-Deutschland, 9. Mai

Im Bandencheck Nr. 15 vom 20.12.2004 schrieb ich:
Man stelle sich mal vor, Deutschland verliert bei der WM unglücklich das erste Spiel und landet in der Abstiegsrunde, fröhlich stürmend und in die Konter der Gegner laufend. Da könnte aus der Doppelbelastung (von Poss) ratzfatz eine Garnichtbelastung werden. Aber was soll´s, dann holt der Hans die Karre wieder aus dem Dreck und Greg Poss geht im Austausch zu den Kölner Haien und wird Deutscher Meister.

Gebt es zu Leute, Ihr habt das damals für einen Scherz gehalten, dabei mache ich nie Scherze! Und was ist jetzt? Genau die beschriebene Situation ist eingetroffen und Hans Zach wird schon wieder als Nachfolger gehandelt, bzw. hat sich selbst ins Gespräch gebracht. Ein Rückschritt soll ein Fortschritt sein? Nun, ein Schritt zurück ist immer noch fortschrittlicher als vier Schritte zurück, so mag jetzt manch einer denken.

Mich erinnert die Diskussion eher an eine Szene aus dem amerikanischen Präsidenten-Wahlkampf. Da argumentierten die Republikaner, man wechsle nicht das Pferd mitten im Strom. Und manche Leute fragten: „Aber wenn das Pferd nicht schwimmen kann und man gar nicht erst in den Strom hinein wollte?“ Unser Pferd heißt Greg Poss, es befindet sich im Abstiegs-Strom und versucht sich gerade als Freischwimmer. Immer kurz vorm absaufen. Zum Glück hat Greg Poss den Rücken frei, sein Vertrag wurde ohne jeden Leistungsnachweis verlängert und die DEB-Spitze steht hinter ihm. „Die Trainerfrage stellt sich nicht“, sagte der DEB-Präsident, wie hieß der noch mal. Und Generalsekretär Franz Reindl sagte: „Greg Poss führt die Nationalmannschaft und damit basta!“

Alles klar, Thema erledigt. Oder? Leider nein, denn schon kommen wieder die Nörgler aus den Löchern, die schon an Hans Zach kein gutes Haar ließen, und schießen sich auf Poss ein. Die Trainerfrage stellt sich nämlich doch, Herr Esken (so heißt er, der Präsi), wenn derart schaurige Resultate eingefahren werden. Das weiß der Mann natürlich auch, aber er muss mit Poss ja auch seine eigene Entscheidung verteidigen. Wenn die DEB-Herren sagen „die Trainerfrage stellt sich nicht“, dann meinen sie damit in Wirklichkeit „unsere Entscheidungen werden nicht infrage gestellt, sonst stellt am Ende noch jemand uns selbst infrage.“ Man will schließlich weiterhin oben schwimmen.

Greg Poss wird allerortens kritisiert, mit Recht, auch in diesem unseren Hockeyweb. Okay, also übernehme ich als semiprofessioneller Polarisierer gerne mal wieder die andere Seite der Medaille und fordere hiermit, an Greg Poss festzuhalten.

Halt, nicht gleich ausflippen, erst mal weiterlesen.

Blicken wir doch mal auf die vergangenen Weltmeisterschaften zurück. Wir sicherten jeweils im ersten Spiel den Klassenerhalt und konnten ohne Druck in die weiteren Spiele gehen und schauen, ob sich noch was machen lässt. Dabei haben wir uns auch unter Zach nicht mit Ruhm bekleckert. Ein knappes 4:2 gegen Kasachstan letztes Jahr, davor hatten wir zweimal eine Wild Card für den Klassenerhalt, weil wir gegen Japan antreten durften. Und die schlugen wir vor zwei Jahren gerade mal mit 5:4. Es war doch immer klar, dass wir arge Probleme bekommen würden, sobald ein Eröffnungsspiel mal in die Hose geht. Dann muss man plötzlich gegen Teams punkten, die mindestens ebenso stark sind. Und in der Abstiegsrunde muss man plötzlich das Spiel machen gegen Gegner, die so gegen uns spielen wie wir gegen Tschechien und Co. Willkommen in der Realität.

Ihr wollt Poss immer noch rauswerfen, weil die Mannschaft konfus spielt? Okay, meinetwegen. Und dann? Wer soll´s dann machen? Schaut euch doch mal um: Da ist kein DEL-Trainer, der in den Startlöchern steht und bereit und in der Lage wäre, den Karren aus dem Dreck zu ziehen, so wie damals Hans Zach nach dem Abgang von George Kingston. Jetzt gibt es nur eines: Konsequent weiter arbeiten und von unten den Eishockey-Laden aufbauen. Unsere Nachwuchs-Nationalmannschaften sind Fahrstuhl-Teams, die immer wieder auf- und absteigen. Das A-Team hat sich traditionell immer mit eingedeutschten Kanadiern oder Tschechen über Wasser gehalten. Da muss der Hebel angesetzt werden, nur wenn wir mit der U 18 und der U 20 auf Dauer sicher in der jeweiligen A-Gruppe spielen, wird auch das erste Team oben bleiben.

Wollen wir schwimmen oder wollen wir nur nicht absaufen?

Gruß vom geistigen Nichtschwimmer Alexander Brandt
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Basler2000
Beitrag 9th May 2005 - 11:00:22
Beitrag #43


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ZITAT(Bärliner @ 9th May 2005 - 10:29:53)
Ihr wollt Poss immer noch rauswerfen, weil die Mannschaft konfus spielt? Okay, meinetwegen. Und dann? Wer soll´s dann machen? Schaut euch doch mal um: Da ist kein DEL-Trainer, der in den Startlöchern steht und bereit und in der Lage wäre, den Karren aus dem Dreck zu ziehen, so wie damals Hans Zach nach dem Abgang von George Kingston.

DEL-Trainer nicht, aber einen anderen der polarisiert!!! wink.gif Ich schlage Frank Gentges vor, da können die Jungs gar nicht ins schwimmen kommen, denn er wird sie laufen lassen bis sie umfallen!!! laugh.gif tongue.gif biggrin.gif


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Tom Tokio
Beitrag 9th May 2005 - 14:05:10
Beitrag #44


mamamamamam ...
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ZITAT(Basler2000 @ 9th May 2005 - 13:00:22)
ZITAT(Bärliner @ 9th May 2005 - 10:29:53)
Ihr wollt Poss immer noch rauswerfen, weil die Mannschaft konfus spielt? Okay, meinetwegen. Und dann? Wer soll´s dann machen? Schaut euch doch mal um: Da ist kein DEL-Trainer, der in den Startlöchern steht und bereit und in der Lage wäre, den Karren aus dem Dreck zu ziehen, so wie damals Hans Zach nach dem Abgang von George Kingston.

DEL-Trainer nicht, aber einen anderen der polarisiert!!! wink.gif Ich schlage Frank Gentges vor, da können die Jungs gar nicht ins schwimmen kommen, denn er wird sie laufen lassen bis sie umfallen!!! laugh.gif tongue.gif biggrin.gif

clap.gif clap.gif Großartiger Vorschlag! thumb_up.gif


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Endstand Livespiele Saison 2007/08: xx | Endstand Livespiele Saison 2006/07: 46 | Endstand Livespiele Saison 2005/06: 65
Я люблю Россия - es lebe die DSF!
Ein Manöverschuss aus einem Panzer kostet so viel wie ein KiTa-Platz - wir verballern unsere Zukunft.
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Gast_Bärliner_*
Beitrag 9th May 2005 - 21:33:35
Beitrag #45





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Bandencheck spezial

Köln/Duisburg, 9. Mai

Von Ductus

Als die 1. und 2. Bundesliga - vor allem die mit dem ECD Sauerland und dem EHC Essen-West - vor etwas mehr als zehn Jahren nach vielen Konkursen (heute Insolvenzen) keine zwei Dutzend Teams zur Bildung von zwei funktionstüchtigen Ligen zur Verfügung hatten, wurde die DEL ins Leben gerufen. Zwar mindestens ein Jahr zu früh, aber eben der Not gehorchend.

Die deutsche Profiliga hat sich etabliert, im Spielbetrieb, beim Marketing und bei der Öffentlichkeitsarbeit einigermaßen professionell. Das muss jetzt und heute dem DEB abgesprochen werden. So wie vor gut einem Jahrzehnt wäre es auch heute dringend geboten, den glatten und endlich richtigen Schritt zu tun: Die Nationalmannschaft denen überlassen, die am ehesten professionell arbeiten - der DEL also. Kann es richtig sein, dass ein Richter mit ein wenig Puckverständnis, dafür mit hohem Einsatz für die Profilierung der eigenen Person weiterhin das Sagen beim deutschen Aushängeschild hat? Über Franz Reindl kann eine Menge gesagt werden, aber Sachverstand kann ihm nicht abgesprochen werden. Da die DEL ohnehin ihre besten deutschen Angestellten zur Verfügung stellt, wäre auch hier der glatte Schnitt und die klare Zuständigkeit logisch und auf Dauer sinnvoll. Das heißt nicht, dass es - wie unter Bernd Schäfer III noch bis zum Frühjahr 2000 vehement gefordert - die generelle Loslösung angesagt wäre. Nur das Einbetten in die richtige Form. Der ideelle Bereich mit den Nachwuchsnationalmannschaften oder den Damen kann in München bleiben, der Rest gehört nach Köln in die DEL-Zentrale wie auch der komplette Bereich Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, der endlich von professionellen Kräften betreut werden muss.

[hockeyweb]
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