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smoking joe
Beitrag 18th February 2005 - 09:24:04
Beitrag #31


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ZITAT(Waldhuhn @ 17th February 2005 - 17:06:47)
Nun gut - aber welcher Teil des Hundes ist es???...

Die Frage lautet doch eher: Wo ist der Hund auf dem Foto ???? laugh.gif laugh.gif


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Eiskaltes Haendc...
Beitrag 24th February 2005 - 08:44:08
Beitrag #32


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STATISTIK
Sachsen
Der trügerische Babyboom

Von Reiner Burger, Dresden


23. Februar 2005 Der Osten Deutschlands ist seit Jahren dafür bekannt, noch schneller zu schrumpfen als der Westen. Nicht nur verlassen immer noch mehr Menschen die neuen Bundesländer als dort hinziehen, es kommen zudem seit einigen Jahren je 1000 Einwohner auch weniger Kinder zur Welt als in den alten Ländern. Im vergangenen Jahr aber überraschten Teile des Ostens mit Meldungen über so viele Kinder wie schon lange nicht mehr. Bis September kamen in Sachsen 24660 Mädchen und Jungen und damit 908 mehr als im Vorjahreszeitraum zur Welt - die Zahl für das gesamte Jahr kann das Statistische Landesamt erst im April vorlegen. Für die Landeshauptstadt ist sie schon ermittelt: In Dresden registrierte das Standesamt 6000 Neugeborene, was im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von sieben Prozent bedeutet.


Ein Blick auf die graphische Darstellung des Altersaufbaus im Freistaat bringt eine Erklärung für den kleinen sächsischen „Babyboom”. Zur Zeit sind Frauen vergleichsweise geburtenreicher Jahrgänge im gebärfähigen Alter. Doch schon in wenigen Jahren kommen die geburtenschwachen Jahrgänge in die Phase möglicher Familiengründung. Hinzu kommt: Trotz des „Babybooms” sterben noch immer mehr Sachsen als geboren werden. Zwar gab es zu DDR-Zeiten den Versuch, mit aktiver Bevölkerungspolitik das Geburtenniveau bestandserhaltend zu steigern. Sie scheiterten jedoch: Seit den sechziger Jahren verzeichneten die Statistiker für den Osten einen Sterbeüberschuß.

2,1 Geburten je Frau müssen sein

"Kleiner" Babyboom in Sachsen
Nach der Wende sank das Geburtenniveau noch einmal von 1,6 Geburten je Frau im Jahr 1990 auf nur noch 0,8 Geburten in den Jahren 1993/1994. Bis zum Jahr 2000 ist der Wert zwar wieder auf 1,2 Geburten je Frau gestiegen und verharrt - mit geringen Abweichungen - auf diesem Stand. Er bleibt damit, anders als prognostiziert, unter dem ohnehin sehr niedrigen, seit 30 Jahren gehaltenen westdeutschen Niveau (1,4 Geburten je Frau) zurück. Zwar liegen Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern mit einem Wert von 1,255 noch etwas über dem ostdeutschen Durchschnitt. Zieht man aber in Betracht, daß zur Bestandserhaltung der Generationen 2,1 Geburten je Frau benötigt werden, so ist der Freistaat „von einer nachhaltigen Erholung der Bereitschaft, Kinder zu haben, weit entfernt”, wie Charlotte Höhn, Direktorin des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung in Wiesbaden, urteilt.

Anders als in Ostdeutschland oft wahrgenommen, schrumpft und altert die Bevölkerung in den neuen Bundesländern nicht in erster Linie wegen der Abwanderung, sondern wegen des Geburtendefizits. Allerdings wird das Defizit durch die Abwanderung noch verstärkt. Als erstes Bundesland hat Sachsen 2002 eine detaillierte Wanderungsanalyse vorgelegt. Demnach sind 53Prozent der Fortgezogenen jünger als 30Jahre. „Die hohe Fortzugsintensität der jungen Frauen zwischen 18 und 30 Jahren”, heißt es in der Studie, verringere „das Potential im gebärfähigen Alter” noch zusätzlich und schränke damit die Möglichkeit steigender Geburtenzahlen in Sachsen weiter ein. Zudem fanden die Forscher des Statistischen Landesamts heraus, daß abgewanderte Frauen in der Altersgruppe von 25 bis unter 45 Jahre sich weniger vorstellen können, eines Tages in ihre Heimat zurückzukehren, als Männer in diesem Alter.

2020 ist jeder dritte Sache 65 wheelchair.gif

Abwanderung, niedrige Geburtenhäufigkeit und steigende Lebenserwartung lassen nach Ansicht von Bevölkerungsforscherin Höhn eine weitere Schrumpfung und Alterung der sächsischen Bevölkerung mittel- und langfristig irreversibel erscheinen. Schon jetzt hat Sachsen mit einem Durchschnittsalter von 42,3 Jahren den höchsten Altersdurchschnitt aller Bundesländer. Bis zum Jahr 2020 rechnen die sächsischen Statistiker mit einem Anstieg auf rund 49 Jahre. Jeder dritte Sachse wäre dann 65 Jahre und älter. Lebten im Freistaat 1990 noch mehr als fünf Millionen Menschen, waren es im vergangenen Jahr nur noch 4,3 Millionen. Bis zum Jahr 2020 rechnet das Statistische Landesamt mit einem weiteren Rückgang um 15 Prozent. Im Laufe von 30 Jahren hätte das Bundesland nach dieser Prognose ein Drittel seiner Bevölkerung verloren. Um das Ausmaß der Entwicklung zu verdeutlichen, wird in der Sächsischen Staatskanzlei folgender Vergleich gezogen: „Das ist so, als ob die Städte Dresden, Leipzig, Chemnitz und Zwickau entvölkert würden.” Die Entwicklung mache Sachsen in demographischer Hinsicht zu einem „Pionier” in einem europaweiten Wandlungsprozeß, dessen Folgen früher als anderswo in Sachsen zu spüren seien.

Die Sächsische Staatsregierung bemüht sich deshalb, einen Maßnahmenkatalog aufzustellen, um den demographischen Wandel so gut wie möglich zu bewältigen und zum Vorreiter für andere zu werden. Basis dafür sind fünf Gutachten, die im vergangenen April vorgelegt wurden. Demnach wird der durch das Geburtendefizit und die Abwanderung verursachte Schrumpfungsprozeß drastische Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, die Raumplanung und die öffentlichen Haushalte haben. Schon heute klagen einige Betriebe über Fachkräftemangel. Dieses Problem wird sich verschärfen. Wohnraum wird weiter in großem Rahmen leer stehen - obwohl schon einige tausend Wohnungen abgerissen wurden, um den Markt zu entlasten.

An der Kinderbetreuung wird nicht gespart

Künftig müssen Straßen und auch Kanalisationssysteme zurückgebaut werden. Überdimensionierte Kanalisationssysteme stellen schon heute manche Kommune vor große Schwierigkeiten: Damit die Rohre nicht verstopfen, muß regelmäßig zusätzlich teures Frischwasser durch sie geleitet werden. Erhebliche Auswirkungen wird der demographische Wandel zudem auf die öffentlichen Haushalte haben: Die Etatvolumina auf allen staatlichen Ebenen werden nicht wie bisher gewohnt stetig zunehmen, sondern stark schrumpfen - weil weniger Steuerzahler vorhanden sind und weil Sachsen weniger an Zuweisungen aus dem Länderfinanzausgleich zustehen wird. Bereits durch den Bevölkerungsrückgang seit 1990 sind Sachsen rechnerisch Einnahmen von rund einer Milliarde Euro entgangen. Der Freistaat sieht sich deshalb gezwungen, massiv Personal abzubauen (bis 2009 sollen 15000 Stellen im öffentlichen Dienst gestrichen werden) und Leistungen zu kürzen.Trotz des Sparzwangs soll Sachsen nach Auffassung von Bevölkerungsforscherin Höhn keinesfalls am hohen Niveau der Kinderbetreuung sparen. Zwar würde, wie die Wissenschaftlerin vorsichtig formuliert, eine erfolgreiche Familien- und Bevölkerungspolitik erst in 20 bis 30Jahren beginnen, das Potential an jungen Erwerbstätigen und möglichen Eltern wieder aufzufüllen. Spare man jedoch bei der Kinderbetreuung, sei mit einem weiteren Geburtenrückgang zu rechnen. Um im Gegenteil im sich abzeichnenden Wettbewerb um die Köpfe mehr qualifizierte Leute - also Familien oder zur Familiengründung bereite Personen - ins Land zu locken, empfiehlt Höhns Institut dem Freistaat, den hohen Kinderbetreuungsgrad künftig zu vermarkten, auch solle die Freude an Kindern thematisiert werden. Ob es der Politik aber überhaupt gelingen könne, das Geburtenniveau positiv zu beeinflussen, lasse sich nicht mit Sicherheit sagen, äußert die Bevölkerungsforscherin. „Sicher ist aber, daß pronatalistische Effekte erst in 20bis 30Jahren die demographische Alterung in Sachsen mildern können; deshalb bleibt diese das Hauptproblem.”


Text: F.A.Z., 24.02.2005, Nr. 46 / Seite 12


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Löwenherz
Beitrag 25th February 2005 - 14:26:48
Beitrag #33


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In Anlehnung an den Abend in Prag!!! laugh.gif

Eine beliebte sonntägliche Sendung des Kinderfernsehens war Zu Besuch im Märchenland. Die Sendung startete am 23.11.1955 unter dem Titel 'Meister Nadelöhr erzählt Märchen'.
Die Rahmenhandlung dieser Sendung spielte zu Beginn (bis Mitte 70er Jahre) in einer Schneiderstube, die Meister Nadelöhr ? gehörte. Mitbewohner dieser Schneiderstube waren der Teddy Bummi, die Ente Schnatterinchen und der Kobold Pittiplatsch (ab 1962) - alle drei durch Handpuppen dargestellt. Bis Mitte der 60er Jahre spielte zudem ein Postbote namens Meister Briefmarke mit, der die Briefe der Zuschauerkinder brachte. Später wurde Teddy Bummi durch Mischka (ab 1975) - eine analoge sowjetische (russische) Figur ersetzt.

Obligatorisch eigeleitet wurde die Sendung vo einem von 'Meister Nadelöhr' auf seiner Schneider-Elle gespielten Lied, das folgenden Text hatte:

Ich komme aus dem Märchenland,
schnibbel-die-schnabbel-die Scher,
bin allen Kindern wohlbekannt
und reiste weit umher.
Die schönsten Märchen kenne ich
und alle, alle Kinder freuen sich,
schnibbel-die-schnabbel-die Scher,
aus Meister Nadelöhr.


Zum Ende der Sendung erklang das Lied mit diesem Text:

Das Spiel ist aus, ich muss nun gehn,
schnibbel-die-schnabbel-die Scher,
und sage euch auf Wiedersehen,
ein andermal noch mehr.
Dann hält wie stets, ihr habt doch Zeit
, viel Neues schon für euch bereit,
schnibbel-die-schnabbel-die Scher,
der Meister Nadelöhr.


(Text: Walter Krumbach ?, Melodie: Wolfgang Richter ?)

Weitere handelnde (erwachsene) Personen waren Meister Briefmarke und Schneemann Eimerhut.

In dieser Sendung wurde üblicherweise ein bis zwei kurze (5 bis 15 Minuten) Trickfilme für Kinder gezeigt. Diese Geschichte erzeugte Meister Nadelöhr mit den Worten "Eis, zwei, drei, ein Märchen schnell herbei!"

Nach dem Ausscheiden von 'Meister Nadelöhr' (1975 - kankheitsbedingt) wurde 'Fabian' 1976 der Chef im Schneiderhaus.

Sprecher bzw. Schauspieler:


Meister Nadelöhr: Eckart Friedrichson (14.01.1930 - 07.06.1976)
Meister Briefmarke: Heino Winkler (22.04.1912 - 18.11.1964)
Teddy Bummi, Pittiplatsch: Heinz Schröder (02.05.1928)
Schnatterinchen: Friedgard Kurze
Fabian: Klaus-Peter Plessow


Mach mit, mach's nach, mach's besser!
Daten

Deutschland (DDR), 1964 - 1991

Inhalt

Addi moderierte fast 30 Jahre lang die beliebte Sport- und Kindersendung "Mach mit, mach's nach, mach's besser". Diese Sendung war Pflichtprogramm am Sonntag morgen. Viele kennen die Sendung auch im Zusammenhang mit der Kindersendung "Brummkreisel", da diese Ende der 80er neben "Mach mit, mach's nach, mach's besser" gesendet wurde. In Addis, eigentlich Gerhard Adolph, beliebten Sportsendung kämpften Schulen oder Städte hauptsächlich in Turnhallen gegeneinander, indem sie verschiedene sportliche Leistungen vollbrachten. Beliebt waren vor Allem die Staffelläufe. Leider wurde auch diese Sendung nach der Wende abgesetzt.

Mitwirkende

Addi (Gerhard Adolph)
Angelika Mihan
und andere...


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Eiskaltes Haendc...
Beitrag 25th February 2005 - 14:35:14
Beitrag #34


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Oh LÖWI..... Ich glaub, wir haben in Prag "schlafende Hunde" bei dir geweckt....


Addi ist auch mit dranschuld, dass ich zum ersten Mal mit EISHOCKEY in Kontakt kam. Ich glaub, ich war 10 Jahre alt oder so, da gabs mal ne Sendung da hatte er ne Gruppe Junior-Spieler aus Weisswasser dabei und die haben ihren Sport vorgestellt. Ich war zutiefst beeindruckt - damals hab ich mir gewünscht, ich wär ein Junge und würde in Weisswasser wohnen, weil dann würd ich das nämlich auch spielen!!!!! Coooool - vergess ich nie!!!!!! blush.gif

ICH DENKE - ADDI IST MIT SCHULD!!!


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Löwenherz
Beitrag 25th February 2005 - 14:41:56
Beitrag #35


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Jawohl!!! laugh.gif Und zur Belohnung dürft ihr alle eine Extrafolge...

.....sehen!! w00t.gif

..und erhaltet dieses Poster!!



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Gast_Bärliner_*
Beitrag 25th February 2005 - 14:43:47
Beitrag #36





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ZITAT(Waldhuhn @ 25th February 2005 - 14:35:14)
... damals hab ich mir gewünscht, ich wär ein Junge und würde in Weisswasser wohnen ...

GOTT SEI DANK gehen nicht alle Wünsche in Erfüllung!!! lustsch.gif
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Eiskaltes Haendc...
Beitrag 25th February 2005 - 14:47:24
Beitrag #37


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ZITAT(Bärliner @ 25th February 2005 - 14:43:47)
ZITAT(Waldhuhn @ 25th February 2005 - 14:35:14)
... damals hab ich mir gewünscht, ich wär ein Junge und würde in Weisswasser wohnen ...

GOTT SEI DANK gehen nicht alle Wünsche in Erfüllung!!! lustsch.gif

*brüll* ... Man weiss es nicht...


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smoking joe
Beitrag 25th February 2005 - 16:24:30
Beitrag #38


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Oh Oh Waldi.

Sei froh, daß Du es nicht weißt. Ich kenne Bela Wod(k)a - war 3 Jahre dort und ich sage Dir: ich war froh wieder in Leipzig zu sein. *grusel* *schüttel*


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26.07. - Papa 2010 !!!!!!!!!!!!



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Eiskaltes Haendc...
Beitrag 27th February 2005 - 10:51:53
Beitrag #39


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GONZO-JOURNALISMUS

Schriftsteller Hunter S. Thompson tot

Von Jordan Mejias, New York

21. Februar 2005 Es war wohl nicht zu vermeiden, daß der Romanautor und Journalist, der sich immer wieder selbst mitten in die Explosionen seiner Geschichten hineinmanövrierte, auch bei seinem Tod ein entscheidendes Wort mitreden wollte. Hunter S. Thompson hat sich am Sonntag abend erschossen und damit bis zum letzten Atemzug die düstere, dreckige, nie weniger als schockierende und provozierende Erzählung, in der sein Leben und sein Werk gemeinsame Sache machten, weitergeschrieben.

Tod und Gewalt waren seine ständigen Begleiter, und als er vor einigen Jahren seine Assistentin mit einer Kugel verletzte, weil er einen Bären von seinem Grundstück bei Aspen, Colorado, vertreiben wollte, lasen sich Berichte davon wie ein Auszug aus einem seiner vergessenen Magazinartikel oder einem noch zu veröffentlichenden Roman. Thompson, so meinte es schon Richard Nixon zu wissen, repräsentierte die „dunkle, bestechliche und unheilbar gewalttätige Seite des amerikanischen Charakters”. Da sprach ein Fachmann, auch wenn er nicht unbedingt als Geistesverwandter zu bezeichnen wäre.

Schlaglicht auf die Schattenseiten Amerikas

Nixons letzte Wahlkampagne dokumentierte ein gewisser, nicht eben rätselhafter Dr. Thompson auf seine sehr persönliche, sehr chaotische und mißgelaunte Weise in „Fear and Loathing: On the Campaigne Trail '72”, und wer glaubte, den Kern der überbordenden Protestsatire geknackt zu haben, durfte dem Kult um den gern drogenumnebelten Schreibberseker beitreten. Fear and Loathing, Angst und Schrecken jagte er aber auch mit seinen wüsten Albträumereien aus Las Vegas ein, mit Horrorszenarien, in denen er abermals die Schattenseiten des amerikanischen Projekts grell beleuchtete.

Hollywood brauchte zwar ein geschlagenes Vierteljahrhundert, um die Story auf die Leinwand zu bringen, aber dann sorgte immerhin Johnny Depp dafür, daß „Fear and Loathing in Las Vegas” nichts von seiner Aktualität verlor. Über den New Journalism, dem Thompson als Great Gonzo seine Pionierdienste zum Beispiel im einst avantgardistischen „Rolling Stone” zukommen ließ, wäre das kaum zu sagen.

Egotrip im Zeichen der Wut

Der fiktional getönte Journalismus, der gegen die von den traditionellen Reportern gepflegte Illusion der Objektivität anschreibt, gehört mit seinen Berichterstattern, die ihre Berichte vor allem um sich selbst kreisen lassen, derzeit nicht mehr zu den absoluten Rennern des Metiers. Daß sogar die „New York Times” kürzlich im Fälschungsfall Jayson Blair testen mußte, wo der New Journalism aufhört und die Lügengeschichte anfängt, hat dem Genre nicht eben Aufwind verliehen. Offenbar brauchte der Egotrip im Zeichen der Wut und einer raubaukenhaften, bärbeißigen Dekadenz die Aktualität der Hell's Angels und aller sonst gegenkulturell Ausgeflippten.

Thompson übte sich gleichwohl nicht in Schweigen. In seinem letzten Buch, einer Sammlung von Kolumnen, die er im vertrauten Anarchostil, also mit bewußtseinströmender Versalienlust für die Website des Sportsenders ESPN verfaßte, wütete er gegen Baseball und Nascar-Desperados ebenso wie gegen die Bush-Doktrin und die Verdummung Amerikas. Thompson, von seinem Sohn erschossen aufgefunden, wurde siebenundsechzig Jahre alt.

Text: F.A.Z., 22.02.2005, Nr. 44
Bildmaterial: AP


Thompson mit Johnny Depp (l.) und Matt Dillon bei einer Feier zum 25. Jubiläum von "Fear and Loathing in Las Vegas


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Eiskaltes Haendc...
Beitrag 2nd March 2005 - 09:01:19
Beitrag #40


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2. März 2005. In Thailand zeigt ein Verkäufer eine Zigarettenschachtel mit dem Foto eines schwerkranken Rauchers. Die Abschreckung auf den Packungen ist Teil der strengen Anti-Raucher-Politik in Thailand

+++++++++

und ein EISLÖWE wink.gif :




Quelle: www.faz.net


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Löwenherz
Beitrag 2nd March 2005 - 22:22:15
Beitrag #41


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..und hier noch zwei "blaue Löwen"!! laugh.gif



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Eiskaltes Haendc...
Beitrag 3rd March 2005 - 10:05:05
Beitrag #42


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Bringt das Bett gleich mit… thumb_up.gif


2. März 2005. Ein2. März 2005. Ein Model trägt ein Kostüm der Designer Rolf Snoeren und Viktor Horsting bei den Modeschauen in Paris

Quelle: www.faz.net


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Eiskaltes Haendc...
Beitrag 8th March 2005 - 13:39:13
Beitrag #43


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Oktoberfest
Maßenvernichtung


08. März 2005 Ein für alle und zum letzten Male: Es heißt Maß und wird sicherheitshalber mit drei „s” ausgesprochen. Geschlecht weiblich, also: die Maß. Und nicht die Maas, wie der Herr Profinachrichtensprecher Jan Hofer am Sonntag in der ARD zu verhunzen beliebte, und auch nicht die Moaß oder das Maaß oder der Moas.


Und genauso kurz und bündig wird mit einem Maßkrug, der einen Liter Bier enthalten sollte, bislang auch angestoßen, daß es nämlich kracht und scheppert und jenes irdische Klirren erzeugt wird, das dem metaphysischen Vorgang des Eintauchens der unteren Gesichtshälfte in die Schaumkrone vorangeht. Man unterscheidet den gläsernen Maßkrug und den aus Steingut, Keferloher genannt. Beim ersten hat man den Durchblick (auf etwaige Fremdkörper und Füllhöhe), beim zweiten mehr Tradition und eventuell einen Zinndeckel obendrauf.

Ein entschiedenes „Prost”

„Wem das ,Oans, zwoa, g'suffa!' nicht reicht, der ergänzt seinen Trinkspruch noch mit einem entschiedenen ,Prost!', während die Krüge durch Anstoßen zum Klingen gebracht werden”, heißt es dementsprechend in einem Oktoberfest-Online-Glossar der Löwenbräu AG (Volksmund: Lätschnbräu). Mit dem Klingen könnte demnächst Schluß sein, weil Wiggerl Hagn, seines Zeichens Löwenbräu-Wiesnwirt, in Moskau war.

Daß solche Fernreisen nicht nur bilden, sondern Gefahren bergen, kann man daran erkennen, daß der Hagnwiggerl vom dortigen Oktoberfest nachgerade revolutionäre Plastikmaßkrüge mitgebracht hat, die er zunächst geheim testen wollte. Mit der Geheimhaltung ist das bei allem, was mit der Wiesn zu tun hat, in München so eine Sache: Das monströse Vorhaben wurde publik, und die Schaumkronen der Erregung schlugen am Wochenende über dem Revoluzzer zusammen.

Beifall von der falschen Seite

Daß der barbarische, einen Kulturbruch markierende Plan sogleich Beifall von der falschen Seite bekam - von einem Sprecher der Münchner Polizei -, paßt in diese politisch korrekten Zeiten. Geringeres Verletzungsrisiko bei Schlägereien, nickte die Ordnungsmacht erfreut, denn Maßkrugeinsatz gilt als versuchter Totschlag. Radikalkonservative mögen einwenden, die Wiesn sei durch den weltweiten Ansturm von organisierten Spaßbanden aus Ozeanien längst zu einem PlastikEvent verkommen.

Aber auf solche Debatten hat sich der schlaue Hagnwiggerl gar nicht eingelassen. Geschult am Verantwortungsvorbild der Politik, will er demütig das Urteil den Gästen überlassen. Er persönlich hänge emotional weder an Glas- noch an Plastikkrügen. Soso. Mit dieser Einstellung wird das Wiesnhendl bald von Chicken McNuggets und die Ochsenbraterei von Beefburgern abgelöst, die Brezen werden aus Dinkel und die gebrannten Mandeln cholesterinfrei sein, und in der Schiffschaukel wird Helmpflicht gelten.

Aus den Zelten aber wird dann tausendfach ein trockenes „Pflock!” tönen, wenn sich die Welt mit Plastikkrügen zuprostet. Noch regt sich Widerstand. Der Sprecher der Wiesnwirte lehnt die künstliche Zukunft ab. Er trinke „ja auch kein Bier aus dem Tetra Pak”. Wird schon noch kommen.


Text: hhm / F.A.Z., 08.03.2005, Nr. 56 / Seite 35


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Eiskaltes Haendc...
Beitrag 9th March 2005 - 08:34:26
Beitrag #44


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ACHTUNG! ACHTUNG! lustsch.gif

Keuchhusten-Alarm - Sachsen vorerst verschont


Leipzig. Der Keuchhusten, eine hoch ansteckende Krankheit, kommt derzeit verstärkt in Sachsen-Anhalt thumb_up.gif vor. Laut einem Bericht der Mitteldeutschen Zeitung wurden allein im Februar 43 Fälle gezählt. Die Krankheit, die eigentlich als ausgerottet galt, tritt damit so häufig auf wie seit Jahrzehnten nicht mehr.


In Sachsen-Anhalt gehe die Diagnose durch alle Altersgruppen. Als Gründe wurden vor allem Impf-Lücken genannt, fehlende oder unzureichende Immunisierung. In der DDR gab es eine Impfpflicht, die jedoch mit der Wende weg gefallen ist.


In Sachsen ist die Erkrankung bisher nicht in diesem Maße aufgetreten. "Uns sind keine besonderen Auffälligkeiten bekannt", erklärt Ralph Schreiber, Sprecher des sächsischen Gesundheits- und Sozialministeriums, gestern gegenüber dieser Zeitung. Nach Angaben der Landesuntersuchungsanstalt Sachsen (LUA) wurden im Februar 18 Keuchhusten-Fälle gemeldet. Grund zur Panik bestehe in Sachsen nicht.


Das meint auch Dietmar Beier von der LUA in Chemnitz. Die Krankheit sei zwar sehr ansteckend, verbreite sich aber nicht so rasant wie etwa die Grippe. "Keuchhusten wird nur durch sehr engen Kontakt wie beispielsweise in der Familie oder in der Schule übertragen", erklärt Beier. Die Gefahr für Sachsen sei deshalb als gering einzuschätzen. "Die Krankheit ist regional begrenzt."

Wichtig sei jedoch, dass Ärzte wachsam bleiben, warnt Dietmar Beier. Bei Husten, der nach mehreren Wochen nicht aufhört, dürfe man Keuchhusten nicht ausschließen. Denn es handele sich nicht um eine reine Kinderkrankheit. "Auch ältere Menschen stecken sich an",wheelchair.gif so Beier. Gerade sie könnten die Krankheit verschleppen. Panik sei aber generell fehl am Platz, auch in Sachsen-Anhalt.


In Leipzig gab es im vergangenen Jahr vier Fälle von Keuchhusten, erklärt Ingrid Möller vom Gesundheitsamt Leipzig. "Die eigentliche Zahl liegt aber wahrscheinlich etwas höher, weil die meldepflichtige Krankheit teilweise nicht erkannt wird", ergänzt sie.

Fabian Cieslak, © Leipziger Volkszeitung vom Mittwoch, 9. März 2005

PS: Is ein Insider, muss jetz keiner verstehen... teehee.gif


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Gast_Bärliner_*
Beitrag 9th March 2005 - 09:01:36
Beitrag #45





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ZITAT(Waldhuhn @ 9th March 2005 - 08:34:26)
PS: Is ein Insider, muss jetz keiner verstehen... teehee.gif

... clap.gif laugh.gif
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